Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gruppe'

Nicht alle Mittel sind gut

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann ich mein Herz erweichen?

Meine Antwort: Mittels der Arbeit in der Gruppe, mittels der Beispielen, die wir einander zeigen, mittels des Lichtes, das wir während des Studiums heranziehen wollen.

Es gibt keine andere Möglichkeit. Suche die Mittel des geistigen Aufstiegs nicht dort, wo es sie definitiv nicht gibt: weder in der Psychologie, noch in allerlei Wissenschaften und Methodiken. Die ganze Arbeit wird in der Gruppe ermöglicht.

Es gibt die Freunde, und es gibt das Studium. Wieviel wir schaffen werden, aus dem Rat der Kabbalisten zu realisieren, wird unseren Handlungen zugeschrieben.

Wir können uns nirgendwohin von der Stelle unseres Zerbrechens entfernen. Wir werden darin die ganze Tiefe des Zerbrechens des geistigen Systems offenbaren .

Und hier, zwischen uns, sollen wir auch die Vereinigung, den Geist des Lebens, die Freude und die Bestrebung zum Ziel enthüllen.

Es gibt keine andere Möglichkeit sie zu finden. Der Schlüssel liegt in der gegenseitigen Hilfe. Ich soll von den Beispielen den Anderen lernen und, und ihnen als Beispiel dienen, wir sollen gemeinsam lernen.

Die Suche nach anderen Rezepten lenkt uns von dem ab, was die Kabbalisten uns hinterlassen haben, wir werden also noch mehr verwirrt werden. Es gibt keine andere Mittel, außer den Büchern, des Lehrers und den Freunden.

Wir sollen gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, unsere Verbindung oder ihren Mangel zu enthüllen, das Begreifen der Notwendigkeit, die Bürgschaft, die Energie, die gegenseitige Unterstützung und den Schöpfer unter uns aufzudecken.

Wenn wir die ganze Arbeit an einer Stelle fokussieren und darauf fixiert werden, dann kommen wir sehr schnell zum Ergebnis: entweder geben wir auf und ziehen uns zurück, oder wir beteiligen uns an diesem Prozess, gehen dadurch und erreichen das Ziel.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 26.09.2010

Vorwärts durch die Einheit

Eine Frage, die ich erhielt: Warum soll ich die Stimmung eines Freundes verbessern? Warum kann man sich nicht direkt an den Schöpfer wenden und mithilfe des umgebenden Lichtes hinaufsteigen?

Meine Antwort: Wir haben nur dann eine Möglichkeit, uns an das umgebende Licht, an die Höhere Kraft, an den Schöpfer zu wenden, wenn wir aus der Stelle des Zerbrechens, aus der Klärung der Verbindung in der Gruppe handeln.

Der Mensch ist nicht in der Lage, das Licht zu berühren, den Schöpfer zu enthüllen – weil es keine gemeinsamen oder entgegengesetzten Eigenschaften gibt. Man muss die Bitte durch die Einigkeit mit den anderen aussprechen.

Der Schöpfer hat einen Wunsch geschaffen, und dieses Bild ist nicht verloren gegangen, es existiert nach wie vor. Es ist die Welt der Unendlichkeit, in der wir zusammen sind.

Darunter liegt der vereinzelte Zustand, in dem wir zerbrochen, abgesondert sind. Und etwas tiefer befindet sich der Zustand, in dem wir von der Spiritualität vollständig abgeschaltet sind, und nicht verstehen, wo wir uns befinden, wir leben ohne Bewusstsein.

Diese Zustände sind in einander angelegt und werden nur in den Empfindungen spürbar. Um die Unendlichkeit zu erreichen, muß ich den Zustand der Loslösung (1) erreichen, dann das Zerbrechen (2) offenbaren, und dorthin hinaufsteigen, wo wir zusammen (3) sind.

Ich kann den Schöpfer nicht direkt ansprechen, weil der Schöpfer eine Kraft ist, die sich im korrigierten Kli befindet.

Entweder wende ich mich an die Kräfte, um gemeinsam mit den anderen korrigiert zu werden, oder ich habe die Verbindung mit anderen schon erreicht und wende mich an Ihn. Es gibt keinen Schöpfer ohne das Geschöpf, es gibt keine Höhere Kraft, die ich ohne das Kli offenbaren könnte.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 26.09.2010

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Spiritualität beginnt mit dem Zerbrechen

Eine Frage, die ich erhielt: Segen bedeutet die Kraft von Bina, die von oben kommt und die Seelen aufsteigen lässt. Gibt es einen solchen Begriff wie den Segen zwischen den Freunden oder den Seelen?

Meine Antwort: Nein. Zwischen den Freunden und zwischen den Seelen kann es nur eine Unterstützung geben, weil ich die Kraft des Gebens nicht an jemand anderen weitergeben kann. Ich kann ihm lediglich durch meine Unterstützung helfen, damit er diese Kraft von oben erhält – nur dort gibt es eine Quelle der Kraft und der Korrektur.

Doch ohne die Hilfe des Freundes bei der Erschaffung eines gemeinsamen Verlangens nach der Verbindung mit ihm, nach der Enthüllung der Eigenschaft des Gebens (des Schöpfers), genannt MaN, kann ich den Schöpfer nicht um die Korrektur bitten.

Ich selbst habe kein Verlangen danach, mich an Ihn zu wenden. Dieses Verlangen muss von der Enthüllung der fehlenden Verbindung zwischen mir und dem Freund ausgehen.

Deshalb haben wir keine andere Wahl, als die Zustände zwischen uns zu enthüllen und eben diese zur Korrektur aufsteigen zu lassen.

Dafür muss ich diese Zustände als schlecht erkennen, die dringende Notwendigkeit verspüren, sie als gut zu sehen, die Kraft des Glaubens, die Gewissheit erlangen, dass ich zweifellos meine Bitte richten kann und dass es Jemanden gibt, an den ich sie richten kann, denn ich habe die Unterstützung der Gruppe.

Und nur in dem Fall, wenn ich meine Bitte mit der Kraft, die ich in der Gruppe erhalten habe, und nicht mit meiner eigenen Kraft richte, nur wenn die Gruppe mich unterstützt und wir in der Gruppe die mangelnde Verbindung, das Zerbrechen zwischen uns festgestellt haben, nehme ich ihre Unterstützung und unser Zerbrechen, d.h. alles Schlechte und alle Unterstützung zur Erreichung der Korrektur, und richte mich damit an den Schöpfer.

Das heißt, jeder von uns richtet sich persönlich an den Schöpfer, aber damit, was er aus der Enthüllung des Zerbrechens und der Enthüllung der Bürgschaft entnommen hat, und erhebt durch diese zwei Kräfte eine Bitte an den Schöpfer.

Dann nennt sich diese Bitte „MaN“ („Mejn Nukwin“ – Wasser von Nukwa). Es gibt in ihr die Kraft der Unterstützung, die Kraft der gegenseitigen Hilfe, die sie einander leisten wollen, und die Kraft ihres Verlangens, das von dem Schöpfer absichtlich für sie bereitete Zerbrechen zu korrigieren.

Sie haben also etwas, wodurch sie sich mit der Spiritualität, mit dem Schöpfer, verbinden können, denn ihre gegenseitige Unterstützung ist bereits die Verbindung mit der Spiritualität, und die fehlende Erfüllung, die sie enthüllen, ist die fehlende Verbindung, das Zerbrechen.

Einerseits gibt es in ihrem MaN die Kraft des gegenseitigen Gebens, der Unterstützung, die sie einander zu leisten bereit sind. Es ist jedoch Nukwa, wo es keine reale Kraft des Gebens gibt, sondern die Enthüllung des gegenseitigen Zerbrechens.

Also hat jeder von ihnen sowohl die fehlende Erfüllung als auch die Kraft der Unterstützung, die er in seiner Bitte erhebt, nur durch die Überprüfung der Verbindung zwischen allen gefunden. Dann funktioniert es, denn du hast etwas, womit du dich an den Schöpfer richten kannst.

Und alles Materielle hat nichts mit der Korrektur, mit der Spiritualität, mit dem Zerbrechen zu tun. In keinem von uns gibt es ursprünglich etwas Spirituelles, was korrigiert werden müsste, womit man arbeiten könnte, solange wir nicht unsere zerbrochenen Beziehungen enthüllen. Ab hier und weiter beginnt die Spiritualität, und zwar mit der Enthüllung des Zerbrechens.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 26.09.2010

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Der Geschmack der Wahrheit

Wir haben jetzt die Möglichkeit, die Zeit des Aufstiegs zu beschleunigen, indem wir egoistisch das kleinere Übel auswählen. Natürlich ist es noch nicht die eigentliche Freiheit des Willens.

Die Freiheit des Willens lässt zu, das zu wählen, was man will, und hier werden einem die Leiden und die Genüsse angeboten und man sagt folglich: „Wähle“.

Baal HaSulam beschreibt zwei Skalen eines Koordinatensystems: „bitter-süß“ und „Wahrheit-Lüge“. Wir sollen auf die Stufe der Wahrheit, anstelle der Lüge und der Süßigkeit, oder Bitternis hinaufsteigen.

Jedem ist klar, dass es hier keine freie Wahl gibt, und nur die Analyse: in welchem Maß ich der Vernunft und in welchem Maß dem Gefühl untergeordnet bin.

Hier hängt alles davon ab, was mir geöffnet ist, und was nicht – und was folglich wichtiger sein wird: die Wahrheit oder das Bittere? Normalerweise werde ich entsprechend meinem heutigen Zustand auswählen.

Und die wahre Freiheit des Willens ist nur in der Gruppe möglich. Die Gruppe stellt jenen äußerlichen Faktor dar, mittels dessen ich den Begriff der äußerlichen Wahrheit kläre.

So bedeutet „die Wahrheit“, dass ich in der Gruppe sein soll. Und zwischen der Wahrheit und der Gruppe gibt es den Widerstand – meine Selbstsucht, den Wunsch der Genüsse.

Es ist schon das vollwertige System. Sie hängt nicht von meiner Fähigkeit ab, die Wahrheit und die Lüge, Bitternis und die Süßigkeit zu unterscheiden. Hier bin ich nicht verpflichtet, klug und feinfühlig zu sein.

Es spielt keine Rolle, wer feinfühliger, klüger, scharfsinniger oder schlauer ist. Denn wir betrachten alles bezüglich der Gruppe, der Vereinigung, mit anderen Worten, bezüglich des Schöpfers.

Im Schema des geistigen Transistors ziehe ich das Licht, das von oben nach unten strahlt,nur im Maß meiner Vereinigung mit der Gruppe heran.

Es ist die freie Wahl im mittleren Drittel Tiferet. Einerseits gibt es das Ego, andererseits die Gruppe, und ich führe die Analyse entsprechend den Skalen „Wahrheit – Lüge“ und „bitter – süß“ durch, in Bezug auf mich und die Gruppe.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 24.09.2010

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

Die spirituelle Geometrie: von der Pyramide zum Punkt

Ich betrete die Gruppe und beginne mit ihrer Hilfe in meiner Vorstellung, das Wesen des Schöpfers zu bilden. Dabei will ich noch nicht vereinigt werden, ich will den Freunden nicht zuhören, ich will ihre Meinung nicht über meine Vernunft stellen.

Mit der Zeit wird der Begriff „der Gruppe“ in meinem Kopf klarer, in der ich auf mein Ego verzichten soll. Und als Folge dieser Opposition bestimme ich den Punkt der freien Wahl.

Baal HaSulam erklärt, dass die Willensfreiheit die Auswahl der Gruppe betrifft. Auf dieser Etappe bedeutet diese Formulierung: betreten sie die Gruppe, realisieren sie sich in der Vereinigung – und alles geht in Ordnung.

Aber in Wirklichkeit befinden sich alle Welten, alle 125 Stufen des geistigen Aufstiegs zum Ziel zwischen mir und der Gruppe. Wenn ich mich mit ihr endgültig vereinigen werde, wird es die vollständige Korrektur sein, die Welt der Unendlichkeit, wo wir alle in einem Punkt verknüpft sind.

Wenn wir in diesem Punkt, in der Mitte der Welt der Unendlichkeit vereint werden wollen, dann wird alles mit dem Licht ausgefüllt. Und das alles ist unsere allgemeine Seele.

Man muss sich nur in dem einheitlichen Punkt verbinden – der vom Schöpfer geschaffen ist. Dieser Punkt – ist das Zentrum des Universums, und uns wird die Möglichkeit gegeben, ihn zu erreichen.

Auf diesem Weg trifft man alle Welten, und sie sind deine, denn die ganze Arbeit besteht in der Vereinigung.

Die Menschheit steht heute vorm Eingang in Form der Pyramide. Den oberen Teil der Pyramide bilden wir selbst, die Seelen, die dazu bestimmt sind, die Arbeit zu beginnen. Und unterhalb befindet sich der Rest der Welt.

Der Unterschied besteht darin, dass wir uns irgendwie bemühen, vereinigt zu werden, und die übrige Welt denkt noch nicht daran. Sie wird jedoch den starken Druck der Leiden erfahren, die Erscheinungsformen der globalen Krise.

Warum diese Globalisierung? Den Menschen wird gezeigt, dass sie verpflichtet sind, zusammen zu sein, weil dies der Befehl der Zeit ist, der uns auf die Einigkeit ausrichtet. Natürlich ist es der lange und komplizierte Prozess: als ob man dem Menschen diesen Punkt vor seiner Nase halten würde.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 24.09.2010

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Sohar steht jedem offen

Eine Frage, die ich erhielt: Sollen wir fühlen, dass der Sohar in unserem Inneren spricht, oder die Empfindung des Sohars im Zusammenhang mit der Gruppe suchen?

Meine Antwort: Der Sohar erzählt uns über die persönlichen Zustände, die jeder von uns erleben wird. Man kann sich darauf nur mittels Einigkeit in der Gruppe vorbereiten, gleich den Autoren des Buches Sohar, die in der Vereinigung schrieben.

Sie schrieben über das Geben, die Vereinigung und ihre Stufen. Es gibt 125 Stufen der Einigkeit. Auf jeder Stufe verbinden sich eine Menge Wünsche und Eigenschaften des Menschen, um folglich dem einheitlichen Licht ähnlich zu werden.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 24.09.2010

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Wozu brauche ich die Gruppe?

Eine Frage, die ich erhielt: Wozu brauche ich die Gruppe, die Vereinigung?

Meine Antwort: Den Schöpfer kann man nicht spüren. Wir spüren Ihn nur in dem von Ihm geschaffenen Verlangen, das, seiner Eigenschaft entgegen, Ihm ähnlich wird. Denn wir nennen den Schöpfer nicht Ihn selbst (Azmuto), sondern unser Gefühl von Ihm, unsere Ähnlichkeit mit Ihm.

Eine Frage, die ich erhielt: Woher weiss ich, dass mein Gefühl von Ihm und Er wirklich dasselbe ist?

Meine Antwort: Wir können nur 1. Materie und 2. vor der Materie empfinden; aber nicht 3. die Form ausserhalb der Materie und nicht 4. Das Wesen.[s. Einführung zum Buch Sohar]. Deshalb können wir nur über dem Erkannten [wörtl. Gekleideten] und dem von uns Gespürten sprechen, nach dem Prinzip: „Aus deinen Handlungen (mir gegenüber) erkenne ich Dich“.

Aus einem Unterricht nach „Die Lehre der Zehn Sfirot“, 20.09.2010

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Die Zeit der Vorbereitung und die Zeit des Empfangens

Eine Frage, die ich erhielt: Kann man sich auf die Enthüllung der zerbrochenen Verbindung zwischen uns vorbereiten?

Meine Antwort: Die Vorbereitung auf die Enthüllung der zerbrochenen Verbindung zwischen uns wird als Vorbereitungszeit bezeichnet.

Das ist die erste Entwicklungsphase in der Wissenschaft der Kabbala, einer Wissenschaft über die Enthüllung der höheren Welt und der höheren Kraft für jeden in unserer Welt.

Der Mensch kommt zur Wissenschaft der Kabbala, doch wie viel er darüber auch lesen mag und wie viel ihm darüber auch erzählt wird, er nimmt ihr Thema nicht wahr.

Es bedarf keiner Anstrengung, sich etwas zu merken, sowie keiner Fähigkeit, etwas zu verstehen, sondern der Einwirkung des Lichts infolge der Anstrengungen nicht beim Studium, sondern bei den Versuchen, sich zu vereinigen, – dann beginnt man allmählich zu hören, sprich innere Reaktionen darauf, was man hört und liest, wahrzunehmen. Man entwickelt gewisse innere Empfindungen.

Versucht mal einem Kater ein Buch vorzulesen. Warum hört er nicht? Weil er keine Empfindungen hat, die auf eure Informationen reagieren würden. Er hat keinen „Platz“ (kein Verlangen), um diese zu empfangen/wahrzunehmen/zu erkennen.

Genauso kann auch ein Mensch, der zur Wissenschaft der Kabbala kommt, unsere Informationen nicht wahrnehmen. Und zwar nicht, weil er die Wörter nicht kennt, sondern weil er noch über keine inneren Empfindungs- und Gedankenmodelle verfügt, um auf die Informationen des Buches Sohar zu reagieren.

Darum ist eine „Vorbereitungszeit“ notwendig, in der wir in unserem Verlangen (Material) verschiedene Modelle von Empfindungen, Verbindungen und Reaktionen auf spirituelle Begriffe aufbauen.

Die Erschaffung dieser neuen Zellen der Wahrnehmung von spirituellen Begriffen in uns geschieht nur mit Hilfe des Kabbala-Studiums in der Gruppe, welches die Einwirkung des verborgenen höheren Lichts hervorruft.

Gerade dieses Licht erschafft in uns Modelle bzw. Zellen für neue, für uns bislang unverständliche Wahrnehmungen von Licht, Geben, Verbindung und anderen spirituellen Begriffen.

Es bedarf viel Zeit für die Bildung eines notwendigen Satzes an sinnlichen Reaktionen auf die wichtigsten spirituellen Begriffe. Darin besteht die Erziehung in unserer Welt: wenn man ein Kind in eine höhere Klasse setzt, wird man feststellen, dass es nicht versteht, was man von ihm will, und nichts wahrnimmt.

Baal HaSulam schreibt, dass es die Zeit des Gebens und die Zeit des Empfangens gibt. Das Geben eröffnet den Prozess, der zum Empfangen führt. Das Geben und das Empfangen können jedoch nicht gleichzeitig existieren. Denn es muss ein „Platz“ in dem Menschen erschaffen werden – es muss ein Mangel daran, was gegeben wird, wahrgenommen werden.

Unser ganzes Vorankommen auf dem spirituellen Weg läuft auf die Erschaffung von Möglichkeiten in uns hinaus, die höhere Welt wahrzunehmen. Sie existiert jetzt schon um uns herum, wir nehmen sie jedoch nicht wahr. Der Schöpfer gibt sie uns bereits, doch wir haben noch kein Verlangen danach. Es gibt noch kein Bedürfnis nach Geben und Liebe, doch gerade das ist die Spiritualität!

Doch wie enthüllen wir sie? – Im Geben des Schöpfers gibt es das Licht, welches auf uns einwirkt und uns nach der Regel „das Licht bringt die Kelim in Schwung“ erweckt – das Licht „schüttelt“ die Verlangen, und sie verstehen immer besser das Licht und wollen es – die Eigenschaft des Gebens – immer mehr. Die Zeit des Gebens endet und die Zeit des Empfangens beginnt…

Aus dem Sohar-Unterricht vom 26.09.2010

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Der Unterschied zwischen Heiligkeit und Unreinheit

Eine Frage, die ich erhielt: Es steht geschrieben, dass man sich am Sukkot-Fest freuen soll. Was bedeutet die Festtagsfreude?

Meine Antwort: Freude ist die Folge der Erkenntnis und der Verbindung. Freude daran, dass man dem Schöpfer Genuss bereitet hat.

Es gibt die Welt der Unendlichkeit, die leer ist – das ist das Gefäß des Schöpfers. Und ich erfülle Ihn durch die Gruppe. Diese Erfüllung des Schöpfers ruft in mir Freude hervor.
Am Anfang habe ich mich leer gefühlt und von Ihm die Erfüllung verlangt. Doch dank des Studiums in der Gruppe habe ich verstanden, dass ich mich nur erfüllen kann, indem ich den Schöpfer erfülle, damit mich das Geben an den Schöpfer erfüllt, wie eine Mutter erfüllt wird, wenn sie den Säugling erfüllt.

Denn es ist für mich unwichtig, ob ich empfange oder gebe. Wichtig ist die Erfüllung, und diese kann nur erreicht werden, wenn Er erfüllt wird. Indem ich Ihn erfülle, erfülle ich mich selbst. Doch wenn ich Ihn für mich, für meine Erfüllung erfülle, dann ist es der Egoismus (Klipa), als ob ich für Geld arbeiten würde.

Wenn ich mich aber erfülle um Ihn zu erfüllen, dann ist es das Geben (Heiligkeit). Und wenn ich Ihn erfülle, um selbst erfüllt zu werden, ist es das Empfangen (Unreinheit).

Unreinheit: 1-2) Ich erfülle Ihn, 3-4) um selbst erfüllt zu werden.
Heiligkeit: I) Ich erhebe MaN zu Ihm, II) damit Er mir Erfüllung schenkt, III) damit ich durch meine Erfüllung IV) Ihn erfüllen kann.

In beiden Fällen sind wir beide erfüllt. Es wird jedoch alles durch die Absicht bestimmt – für wen führe ich diese Handlung aus. Wenn zwischen uns Liebe herrscht, dann ist es so, dass je mehr ich mich erfülle, desto mehr erfülle ich Ihn. In unserer Welt gibt es kein anderes derartiges Beispiel, außer dem Beispiel mit einer Mutter und ihrem Kind.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam vom 22.09.2010

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Das hämische Fragezeichen

Derjenige, der seine Freunde geringschätzt, erhält von ihnen kein Verlangen und keine Wichtigkeit des Ziels. Es gibt kein Kli für einen Einzelnen.

Es ist so, als ob wir an einem Tisch sitzen würden. Dieser Tisch ist Malchut der Welt von Azilut (Shechina).

Das, was der Mensch auf den gemeinsamen Tisch legt, was er in die gemeinsame Verbindung investiert, wird er in der Spiritualität auch erlangen. Auf diese Weise muss er viele Handlungen vollbringen, bis sie sich angesammelt und enthüllt haben.

Wenn ich mich aber nicht am Leben der Gruppe beteilige, dann ist meine Kraft ihr entgegengesetzt. Letztendlich werde ich durch meine eigene Kraft (P1) und durch die gemeinsame Kraft (P2), die viel stärker ist, vom Tisch weggestoßen.

Ich werde einfach nach außen geworfen – weil ich die einzige Chance ignoriert habe, die mir zur Verfügung stand. Das ist äußerst unerwünscht.

Wie soll ich nun mit dieser Abstoßung fertig werden, bei der ich die Gruppe „abweise“ und die Gruppe mich „wegstößt“?

Deshalb wird mir durch das Wegstoßen gezeigt, welche Anstrengungen von mir hier und jetzt verlangt werden, damit ich mich festhalten kann.

Hier enthüllt sich das Böse, und wenn ich nach dem Fragezeichen wirklich zur Seite geworfen werde, dann ist das eine echte Abstoßung.

Wenn ich aber, nachdem ich die Frage gestellt habe, mich anstrenge und an den Tisch zurückkehre, verwandelt sich die Abstoßung in eine Einladung zur Einheit.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.09.2010

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