Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gedanken'

Eine spirituelle Revolution ist unvermeidbar


Eine Frage, die ich erhielt: Sie sehen seriös und weise aus, aber Ihre Ideen und Vorschläge an die Menschheit sind utopisch. Sind Sie sich wirklich sicher, dass diese eingesetzt werden können oder dass vielleicht sogar die Möglichkeit besteht, eine spirituelle Revolution für die Menschheit anzukurbeln?

Meiner Antwort: Weil ich die menschliche Natur verstehe, weiß ich, dass alle unsere Wünsche, Gedanken und Handlungen absolut egoistisch sind und gar nicht anders sein können. Weil ich aber auch das Wesen der Höheren Welt und des Lichtes verstehe, bin ich dessen absolut sicher und weiß aus persönlicher Erfahrung, dass das Licht, das unseren Egoismus erschaffen hat, es auch sofort in Altruismus umwandeln kann. Allerdings wird es dies nur aufgrund unseres Verlangens tun.

Wir können dieses Verlangen nur durch die Erkenntnis entwickeln, dass der Egoismus schlecht für uns ist, indem wir sehen, wie viel Leiden er uns verursacht. Die Frage ist: Wie viel Leid wird dazu nötig sein? Wir können dies durch das Studium einer kleinen Krise erforschen – wie der jetzigen z. B. – und erkennen, dass unsere Haltung zueinander im Gegensatz zum „globalen Dorf der Menschheit“ liegt. Wir können das so tiefschürfend erkennen, dass wir anfangen können, in Richtung „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ voranzuschreiten, d. h. zur Übereinstimmung mit der Natur oder dem Schöpfer.

Wir können z. B. ein globales Erziehungssystem einsetzen, das jeden über die Tatsache unterrichtet, dass wir in einer Welt leben, in der jeder vom Anderen abhängig ist. Zusätzlich könnte dies in allen Massenmedien und Erziehungsinstituten weltweit, von Kindergärten bis hin zur Uni, erklärt werden (Mehr darüber in „Die klassischen Lehren und das Neue Planetarische Bewusstsein“.)

Jeglicher Versuch, den wir zu diesem Zweck unternehmen – selbst die kleinsten ersten Schritte – wird bereits unseren Widerspruch (unsere Gegensätzlichkeit) zur Natur grundlegend revidieren, da wir uns durch diese Handlungen wieder mit der Natur (dem Schöpfer) konfrontieren werden und somit ihr (Ihm) näherkommen. Wenn unsere gesamten Verlangen nach der Veränderung streben, wird dies ganz schnell geschehen, denn der Schöpfer hört nichts anderes als die Bitten der Gesellschaft.

Die Natur wird ihren Plan so oder so ausführen und dieser Plan ist bereits komplett und existiert in der spirituellen Welt. Es wäre natürlich besser, all die Katastrophen auf der Welt zu vermeiden, sei es gesellschaftliche, ökologische, militärische, biologische oder andere, die uns dazu zwingen, uns vom Egoismus zu lösen. Es gibt einen erfreulichen Weg zum Ziel der Natur (siehe Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“); deswegen wurde uns die Wissenschaft der Kabbala gegeben. Wir müssen zumindest alles was uns möglich ist tun – die spirituelle Revolution wird jedoch auf jeden Fall stattfinden!

Eine Parabel: Ein Mann ging am Meer spazieren und sah, wie ein Junge etwas vom Strand aufhob und ins Meer warf. Der Mann kam näher und sah, dass es Seesterne waren, die der Junge aufhob; er war völlig von ihnen umringt. Es sah aus, als lägen Tausende von Seesternen im Sand; das Ufer war kilometerlang mit ihnen besät.

„Warum wirfst Du diesen Seestern ins Wasser?“, fragte der Mann, als er den Jungen erreichte.

„Wenn sie hier am Strand bis zur morgendlichen Flut liegenbleiben, werden sie sterben“, sagte der Junge, ohne sein Vorgehen zu unterbrechen.

„Das ist doch dumm!“, rief der Mann aus. „Schau dich um! Hier gibt es doch Tausende von Seesternen, der ganze Strand ist voll von ihnen. Deine Bemühungen machen doch überhaupt keinen Unterschied!“

Der Junge hob den nächsten Seestern auf, dachte einen Moment nach, warf ihn dann ins Meer und sagte: „Nein, meine Bemühungen ändern viel … für diesen Seestern.“

Dann hob der Mann ebenfalls einen Seestern auf und warf ihn ins Meer. Und dann noch einen. Als die Nacht vorüber war, waren viele Menschen am Strand und jeder von ihnen hob Seesterne auf und warf sie ins Meer. Als die Sonne aufging, war der Strand leer – keine Seele wurde ungerettet zurückgelassen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Gedanken zur Krise
Blog-post: Die Notwendigkeit, die richtige Wahrnehmung in unseren Kindern zu fördern

Was macht einen zum Propheten?


Zwei Fragen, die ich über Weissagung erhielt:

Frage: Sie sprechen nicht darüber, ob es in unserer Zeit große Kabbalisten gibt. Wie ist es mit Propheten?

Meine Antwort: Als Antwort zitiere ich den folgenden News-Report (von stern.de):
„Drei Tage vor dem Erdstoß tauchten in den Straßen von Mianzhu mehrere tausend Kröten auf – in dieser Stadt starben mehr als 2000 Menschen durch das Beben … Am 12. Mai, als sich das Erdbeben der Stärke 7,9 ereignete, wurde der Zeitung „Wuhan Evening Paper“ zufolge bei Zootieren ein ungewöhnliches Verhalten beobachtet: Zebras schlugen ihre Köpfe gegen die Tür ihres Geheges, Elefanten schwenkten wild den Rüssel. Die rund 20 Löwen und Tiger, die sonst üblicherweise einen Mittagsschlaf halten, liefen unruhig umher. Wenige Minuten vor dem Erdstoß hätten Dutzende Pfaue zu kreischen begonnen.“

Frage: Sind diese Tiere Propheten?

Meine Antwort: Ein Prophet ist jemand, der mit der Natur, dem Schöpfer verbunden ist. Wenn jemand eins mit der Natur ist, dann nimmt er sie jenseits von Zeit wahr – nicht in Bezug auf sich selbst, sondern so wie sie wirklich ist. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft fließen ineinander. Nur zu, machen Sie Ihre Voraussagungen!

Ein Kabbalist ist jemand, der einen Teil seiner Verbindung mit dem Schöpfer wieder hergestellt hat, und in dem Maße Seinen Gedanken, Seinen Plan und Sein Ziel versteht. Er kann seine Übereinstimmung mit dem Schöpfer (die Eigenschaft des Schenkens, die der Natur eigen ist) zu einem solchen Niveau erweitern, dass er Ihn ganz und gar versteht – und das ist das Niveau des Propheten.

Verwandtes Material:
Blog-post: Alle Propheten schrieben über uns
Kabbalablog: Eine kabbalistische Deutung der Geschichte des Propheten Jona
Kabbalablog: Geschichte der Kabbala: ARI – Die Gründung der modernen Kabbala
Baal HaSulam – Rabbi Yehuda Ashlag

Kabbala ist für alle!


Eine Frage, die ich erhielt: Nach einem Leben des Studierens und Suchens konvertierte ich vor fünf Jahren zum Judentum. In diesen vergangenen Jahren war ich von der Tora und ihrem Pardes eingeschüchtert. Nun bin ich aufgrund Ihrer Vorträge zu einer gefährlichen Frage gekommen. Wenn Bore Olam (der Schöpfer) sagt: „Meine Gedanken sind nicht deine Gedanken“ und die Weisen sagen, die Tora sei die Weisheit des Bore Olam, also seine Gedanken, bedeutet das, die Juden haben all das während der letzten tausend Jahre falsch verstanden und meine Suche hat mich in Wirklichkeit zum falschen Platz gebracht?

Meine Antwort: Der Mensch wurde von Beginn an egoistisch geschaffen. Seine Gedanken sind im Gegensatz zu den Gedanken des Schöpfers. Die kabbalistische Gruppe (Abrahams Studenten) wurde aufgrund ihres Strebens „das Volk Israel“ genannt. Isra-El – direkt zum (Ähnlichkeit mit dem) Schöpfer. So lebten sie, bis sie vom spirituellen Niveau des „Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst“ in den Egoismus abfielen. Das wird die Zerstörung des Tempels genannt.

Seither existierte diese Gruppe im Exil vom spirituellen Niveau – im Egoismus und „unbegründeten Hass zueinander“. Anstatt zum Schöpfer zu gelangen, ist Er vor ihr verborgen. Anstatt direkter Kommunikation mit Ihm gibt es die Religion. Anstatt der gemeinsamen Handlung mit dem Schöpfer (Korrektur und Anheftung) führt sie auf dem Egoismus basierende mechanische „Gebote“ aus (Mizwot Anashim Melumeda – mechanische Handlungen, die uns von Kindheit an beigebracht und automatisch ausgeführt werden.)

Niemand trägt die Schuld an diesem Zustand der Nation – der Verderben musste geschehen. Aber heute (seit bereits fast 100 Jahren schon) sind wir verpflichtet, mit unserer eigenen Korrektur und dadurch aus dem Exil heraus zu kommen. Jene, die sich dem widersetzen, sind die Widersacher der Nation, der Welt und des Schöpfers.

Dazu sollten Sie gerade die Kabbala studieren. Es ist egal, welcher Religion Sie angehören. Kabbala ist für alle!

Verwandtes Material:
Blog-post: Tauche in die Wasser des Schenkens ein und du wirst rein werden
Baal HaSulam Artikel: Matan Torah (Gabe der Tora)
Baal HaSulam Artikel: Exil und Erlösung
Artikel: Erbe das Land

Russland könnte bei der globalen Einheit eine Vorreiterrolle spielen


Eine Frage, die ich erhielt: Eine neue Weltanschauung, deren Bestreben es ist, die gesamte Zivilisation auf eine neue Stufe des Bewusstseins zu heben, wurde auf der Seite der nationalen Bewegung „RUSSIA IS US“ im Abschnitt „Eine neue Weltsicht (russ.)“, im Diskussionsforum und an anderen Stellen veröffentlicht.

Für die Schaffung einer Grundlage der neuen Weltanschauung wurden Ihre Gedanken und Ideen aus verschiedenen veröffentlichten Artikeln Ihrer Kabbala-Akademie Webseiten und dem Internet verwendet. Wir würden Ihre Kommentare und Ratschläge sehr begrüßen.

Mit tiefem Respekt,
Alexey Yurievich Bartunov
Leiter der nationalen Bewegung „RUSSIA IS US“

Meine Antwort: Lieber Alexey Yurievich,

es wird mich freuen, an einer Gelegenheit zum Aufbau eines besseren Russlands mitzuwirken. Ich habe immer schon gesagt, dass die inneren Ansprüche der Russen den kabbalistischen Ideen nahe sind. Die Suche nach einer nationalen Idee, Selbstausdruck, Selbstverwirklichung in der Welt, die Eigenschaft einer speziellen erhellenden Kraft, die Respekt und Lob anzieht – das alles ist möglich, indem man die Idee der Einheit aller Nationen auf korrekte Weise verwirklicht. Russland kann als Initiator eines Organisationsplans für die neue Menschheit hervortreten. Ich stimme darin völlig mit Ihnen überein!

Ergänzender Kommentar: Professor Dov Sadan schreibt in seinem Buch Spiritual Revival, dass Baal HaSulam während der Revolutionsperiode in Russland an polnischen Arbeiterdemonstrationen teilgenommen hat und sie durch das Tragen einer roten Fahne unterstützte! Er erklärte, dass das, was in Russland geschah, darauf hindeutete, dass die Massen den Ideen der Kabbala näher kommen.

Später kehrte Baal HaSulam, nachdem er 1921 nach Palästina gezogen war, als sich in Polen der sozialistische Wandel zu vollziehen begann, wieder nach Polen zurück und versuchte mit den Führern der polnischen Arbeiterbewegung in Kontakt zu treten. Er wollte, dass der sozialistische Umschwung korrekt durchgeführt wird.

Unglücklicherweise konnten die Leute ihn nicht hören. Um dies zu tun, hätte die Gesellschaft letzten Endes fähig sein müssen, sich über ihren Egoismus zu erheben und zu erkennen, dass es keinen anderen Weg als die globale Einheit gibt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Russland und Israel haben ein entgegengesetztes Problem
Blog-post: Anstatt unser Wirtschaftssystem zu ändern, sollten wir uns vielmehr bemühen,…

Gedanken zur Krise


Globalisierung ist die Enthüllung einer neuen Stufe der Verbindung zwischen uns. Die Verbindung sollte wohlwollend sein, aber wir sehen, dass sie nur Probleme verursacht.

Wieso passiert das? Weil wir das globale System verkehrt herum nutzen – mit der Absicht, andere zu benutzen anstatt mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wir wollen andere besiegen, sie unterdrücken und über ihnen stehen.

Selbst wenn wir an einer sauberen Verbindung interessiert sind, bleibt das Prinzip „Eine Hand wäscht die andere“ aufrecht – und dies verursacht die derzeitige Krise. Es würde sogar passieren, wenn wir einander nicht belügen und ehrlichen Handel miteinander betrieben. Denn heutzutage sind wir alle wie Organe eines Körpers miteinander verbunden. Unter solchen Bedingungen ist es nutzlos, egoistisch ehrlich zu sein, genauso wie es sinnlos ist, eine Weltregierung oder eine Weltbank zu erschaffen – um einen gemeinsamen Regelmechanismus zu suchen.

Die heutigen politischen und wirtschaftlichen Führer wollen ein Treffen der G20 (Anführer der wichtigsten Industrienationen) arrangieren, um eine Weltregierung zu diskutieren. Das wird aber nicht aus der Krise führen, denn wir verhalten uns gegensätzlich zur Natur und Ihrem Allgemeinen Gesetz. Das System muss nicht nur auf einer korrekten Verbindung basieren, sondern auch entsprechend der inneren Verbindung zwischen den Elementen eines einzigen Systems arbeiten. Und man muss die anderen wie sich selbst betrachten.

Dies ist die Wurzel aller Probleme. Kabbala warnt die Menschheit: Wenn wir weiter unsere Beziehungen entsprechend den körperlichen, egoistischen Gesetzen gestalten – selbst die direktesten und ehrlichsten, die dem Gesetz folgen: „was dir gehört, ist deines und was mir gehört, ist meines“ – wird dieses System nicht funktionieren und wir werden eine noch größere Katastrophe auslösen.

Wenn uns klar wird, dass wir Teil eines Ganzen sind, ist es nur logisch, dass wir alle für einander sorgen müssen. Das einzige „Persönliche“ sind jene Dinge, die man für die eigene Existenz benötigt, während alles andere gemeinsames Eigentum sein sollte. Dies betrifft sowohl natürliche Ressourcen, Güter und Waren, Erziehung als auch das Gesundheitswesen usw.
Alle Dinge sollten in kollektivem und globalem Besitz sein. Andernfalls wird die Krise nicht enden und – egal, wie sehr wir uns auch anstrengen, die Dinge entsprechend unserer egoistischen Logik zu sehen – wir werden eine Krise nach der anderen erzeugen.

Die Kabbala warnt uns davor, dass die Natur uns bereits erhöht hat – Begriffe aus unserer Entwicklung – auf die Stufe eines einzigen integralen Systems, das den Gesetzen der Verbindung all seiner Einzelteile folgt. Niemand kann diesem Gesetz entkommen. Eigentlich handelt es sich dabei um ein uraltes Gebot aus der Bibel: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Und wir müssen unser Ego dazu verwenden, eine richtige und korrekte Verbindung unter uns zu etablieren.

Selbst wenn wir ein auf Verstand basierendes System der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Staaten etablieren und dabei nicht von unseren egoistischen Prinzipien abweichen (was mein ist, ist mein und was dein ist, ist dein), wird diese Eigenschaft uns noch größere Krisen bereiten. Der Egoismus wird weiter wachsen, weil wir ihn wieder nicht korrekt verwenden. Es wird ein Szenario entstehen, das uns diese Pseudokorrektur und deren Irrtum vor Augen führen wird. Die nachfolgende Krise wird uns noch empfindlicher treffen, damit wir endlich unsere Lektion lernen.

Was sagt Kabbala? Wir sollten uns bereits korrigiert (in der zukünftigen Form) verhalten, also wie ein Körper funktionieren. Entsprechend dem Prinzip „das Ende einer Handlung wird bereits durch den anfänglichen Gedanken bestimmt“. Wir sollten dies zumindest versuchen, wenn auch noch ungeschickt und stufenweise.

Bedeutet „es jetzt zu beginnen“ auch eine „faire Verteilung“? Nein! Selbst wenn wir anfangs die Verteilung nach „was mein ist, ist mein und was dein ist, ist dein“ regeln, sollten wir gleichzeitig damit beginnen, der gesamten Menschheit die Gesetze der friedlichen Koexistenz zu lehren, die auf der Erkenntnis beruhen, dass die Gesellschaft ein einziger Organismus ist. Wenn wir also den Menschen die Verhaltens- und Verteilungsregeln lehren, werden wir bald auf dem richtigen Weg sein und das Leid wird sofort spürbar weniger.

Baal HaSulam verdeutlicht dies in Form einer Parabel: Wir haben uns in der Wüste verirrt und wissen den Weg nicht mehr. Jetzt, da wir unsere Kraft völlig verloren haben, erkennen wir dies und enthüllen den richtigen Weg. Am Ende dieses Weges finden wir ein Schloss voll mit den besten Schätzen der Welt. Jetzt sind wir aber verzweifelt, wir versinken in Depression und Drogen. Und plötzlich schenkt uns jemand, der alles überblickt, ein Navigationssystem. Wenn ein Mensch seine Einstellung gegenüber der Welt ändert, erkennt er plötzlich klar den Weg, der vor ihm liegt und dass er sein Ziel erreichen kann.

Wie können wir diese Veränderung erreichen? Indem wir das Ziel und die Methode enthüllen. Die Methode stammt aus dem alten Babylon, wo die Probleme der modernen Zivilisation zum ersten Mal ans Licht kamen: Eine Gesellschaft funktioniert entsprechend dem Prinzip eines lebenden Körpers. Laut Kabbala soll man den Egoismus beziehungsweise seine Verwendung, verändern und ihn für das Wohlergehen der Gesellschaft nutzen. Damals jedenfalls, im alten Babylon wollten die Menschen die Kabbala nicht verwenden und lösten ihre Probleme auf andere Art und Weise – sie zerstreuten sich über die ganze Erde und dies war der Anfang der Globalisierung.

Nun sind wir der gleichen Situation ausgesetzt – doch diesmal müssen wir sie verwenden, denn wir können nicht länger voreinander davonlaufen – genauso wenig können wir die bestehenden Verbindungen zwischen uns ignorieren oder zerstören. Sollten Amerika, Russland und Europa sich vom Rest der Welt isolieren, werden wieder nationalsozialistische Strömungen aufkommen und die Welt in einen Dritten Weltkrieg führen – einen atomaren Dritten Weltkrieg.

Welche praktische Lösung können wir nun den Menschen anbieten? Sie sollten auf jeden Fall über die Welt Bescheid wissen, in der sie leben. Über „integrale Systeme“, in denen wir wie in „einem Boot“ leben. Die Rettung dieses Bootes liegt in der Verantwortung jedes einzelnen Menschen. Das sollten wir auch unsere Kinder lehren. Wir haben es schließlich mit der Natur zu tun: einer globalen Wirtschaft und einer globalen menschlichen Gesellschaft. Wir müssen uns und unseren Kindern beibringen, wie wir in dieses System, in dem jeder für den Anderen Sorge trägt, hineinwachsen können.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wenn es zu einer Globalen Krise kommt, können wir es uns nicht leisten, …
Baal HaSulam Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft

Die Korrektur der Seele ist auf dem physischen Level unsichtbar


Fragen, die ich über die Korrektur der Seele erhalten habe:

Frage: Welche Handlungen bringen die Korrektur der Seele zustande?

Meine Antwort: Wenn in einem Menschen die Eigenschaft des Gebens geboren wird, die ihm hilft, über seinen Egoismus hinauszugehen.

Frage: Wie wird das auf dem physischen Level ausgedrückt, unter Menschen, die studieren und denen, die keine Kabbala studieren?

Meine Antwort: Überhaupt nicht. Keiner um Sie herum wird irgendetwas merken. Wie sollten sie auch?

Frage: Wie wird die Liebe für die anderen ausgedrückt, wenn der physische Aspekt nicht verwendet wird?

Meine Antwort: Durch Gedanken und Absichten. Wenn möglich auch durch Handlungen – der Verbreitung der Kabbala.

Frage: Was ist der Zweck dieses Blogs?

Meine Antwort: Den Zweck der Schöpfung zu erklären und wie man ihn auf gutem Wege erreichen kann.

Frage: Wozu existiert der Mensch?

Meine Antwort: Um den Schöpfungszweck zu erreichen.

Frage: Wie kommt es, dass sich diese beiden Dinge nicht decken?

Meine Antwort: Weil die Menschen die Methode zur Erreichung dieses Ziels nicht verwirklichen wollen und stattdessen den Leidensweg vorziehen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Absicht und Handlung
Blog-post: Warum habe ich diesen Blog gestartet?
Artikel: Wer bin ich?

Anstatt unser Wirtschaftssystem zu ändern sollten wir uns vielmehr bemühen, das Höhere Korrigierende Licht anzuziehen


Frage: Aus den Artikeln Die Bürgschaft und Aufbau der Gesellschaft der Zukunft kann man schließen, dass vom wirtschaftlichen Standpunkt aus eine Kabbalistische Gesellschaft dem Kollektivismus oder Kommunismus ähnlich ist und dass dies eine notwendige Voraussetzung für das Empfangen der Tora und die Enthüllung des Schöpfers ist. Denn nur dann hören die Menschen damit auf, nur an sich selbst zu denken. Gibt es Pläne für neue wirtschaftliche Beziehungen innerhalb des Rahmens eines „virtuellen Kabbala Staates“. Oder ist es dafür noch zu früh? Vielleicht können wir vorübergehend wirtschaftliche Modelle umsetzen und sie in eine neue kapitalistische globale Wirtschaft einfließen lassen? Was denken Sie – wie könnte sich die Weltwirtschaft zu einem idealen Zustand entwickeln?

Antwort: Wir sollen die Gesellschaft und ihre Einrichtungen nicht künstlich verändern, sondern unsere Beziehungen untereinander von egoistisch zu altruistisch transformieren, durch das Höhere Licht. Die Weisheit der Kabbala erklärt uns genau, wie wir der Natur ähnlich werden können. Durch das Studieren erwecken wir das Höhere Korrigierende Licht (Umgebendes Licht, Or Makif). Es verändert uns, gibt uns Verlangen, Gedanken und Kräfte, um alles innerhalb von uns selbst und zwischen uns zu verändern.

Wenn wir uns nicht durch den Einfluss des Höheren Lichts verändern, sondern nur das verändern, wozu wir gerade Lust haben, bringt das Chaos über uns – wie der Sozialismus in Russland oder die Kibbuzim in Israel. Amerika wird nun dazu angetrieben, Firmen zu verstaatlichen und so geht es eher in Richtung Sozialismus und nicht mehr zum Kapitalismus. Doch das ist nicht die Art Sozialismus (oder Kommunismus), über den die Kabbala spricht.

Wir, die Mitglieder der Internationalen Kabbala Akademie (Bnei Baruch), müssen Folgendes tun:

1. Für unsere Existenz nur das Nötigste zu beanspruchen.
2. Uns selbst korrigieren, indem wir die Kabbala in der richtigen Umgebung studieren (für die „richtige Umgebung“ siehe Artikel Die Freiheit, der uns erklärt, welche Kraft in unseren Handlungen liegt).

Den Rest macht das Licht.

Unsere Zielvorstellung ist, eine virtuelle Gesellschaft zu bilden, die als Beispiel für die gesamte Welt dienen wird.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Schöpfer wird in der Einheit unseres virtuellen Versammlungsplatzes enthüllt werden
Blog-post: Die Voraussetzung für den Eintritt in die Höhere Welt ist gegenseitige Bürgschaft
Baal HaSulam Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft

Der Beginn der Erleuchtung


Nachrichtenbericht (von Press Room und SvobodaNews): Während einer Pressekonferenz sagte Henry Paulson: „Es ist bedenklich für Regierungen fortgesetzt einzelne und kollektive Massnahmen zu ergreifen, um die dringend benötigte Liquidität bereitzustellen, Finanzinstitute zu stützen, Marktstabilität zu verbessern und eine umfassende regulative Antwort zu entwickeln …

Wir müssen damit fortfahren, unsere Aktionen eng miteinander abzustimmen und innerhalb eines gemeinsamen Rahmens arbeiten, so dass die Massnahme eines Staates nicht auf Kosten eines anderen geschieht oder auf Kosten der Stabilität des gesamten Systems. Ausserdem, in Absprache mit Brasilien, die G-20 präsidierend, rufe ich zu einem speziellen Treffen der G-20 auf, um darüber zu diskutieren, wie wir zusammenarbeiten können, um die globalen Auswirkungen der Finanzkrise und den ökonomischen Rückgang für alle unsere Länder dämpfen zu können …

Täglich erhalten wir den Nachweis, dass die Ökonomien der Welt und die Finanzmärkte stärker miteinander verknüpft sind als jemals in der Geschichte zuvor … Das ist wirklich ein globaler Markt und eine globale Ökonomie. Die ökonomische Stärke eines Landes macht die anderen stärker, während Schwäche alle von uns schwächer macht. Daher müssen wir zusammenarbeiten. Diese Pressekonferenz ist sehr bedeutend.“

Mein Kommentar: Ich war glücklich,diese Nachrichten zu lesen und ich bin glücklich, dass die Leute die Notwendigkeit der Zusammenarbeit und gemeinsamen Anstrengungen anerkennen. Die vorgeschlagenen Lösungen sind jedoch immer noch veraltet, so als ob man eine Prothese impft.

Wir müssen die menschliche Gesellschaft als einen unabhängigen, lebenden Organismus behandeln, der nach seinen eigenen Gesetzen lebt, anstatt nach den Gesetzen, die wir erfinden. Sie lebt nach dem Gesetz: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.“

Wieder einmal treten wir in „biblische“ Zeiten und deren Forderungen an den Menschen ein. Wir sind zum Ausgangspunkt zurückgekehrt. Fürs Erste ist es sogar noch lächerlich, über die Einhaltung dieses Gesetzes zu reden. Aber nichtsdestotrotz werden gerade unsere Gedanken darüber bereits damit anfangen, die Bedingungen der Welt zu verändern.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wenn es zu einer Globalen Krise kommt, können wie es uns nicht leisten,…
Blog-post: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
Blog-post: Die Menschheit ist ein einziger integraler, ineinandergreifender Organismus

Das kabbalistische Modell einer neuen Welt


Eine Frage, die ich erhielt: Das Ziel jeder Regierung ist es, das Bewusstsein der Menschen einzuschläfern. Auf diese Weise fallen die Menschen nicht unter den Einfluss irgendeines Extremismus. Deshalb müssen die Massenmedien die Mengen betäuben oder einer Gehirnwäsche unterziehen. Klarerweise werden in diesem Fall die inneren Ressourcen des Menschen nicht genutzt, da sie untätig geworden sind.

In der neuen, systematischen Krise (deren Wesen nur Kabbalisten sehen können), sind die Regierungen sogar noch bestrebter, die Menschen einzuschläfern, seitdem sie nicht mehr wissen, wie sie handeln sollen, und sich sogar eingestehen, dass sie hilflos sind! Welche Lösung schlagen Sie vor?

Meine Antwort: Kabbala bietet die einzige Lösung, welche die Menschen zum Handeln erwecken kann, ohne die Gefahr, die zerbrechliche Balance der Kräfte in der Zivilisation zu zerbrechen, die nach wie vor die Welt vor völliger Zerstörung und Chaos bewahrt.

Die allgemeingültigen Stufen zur Verwirklichung der Lösung, sind folgende:
1. Das „Hintergrund-Verfahren“ der Massenmedien sollte benutzt werden, den Leuten das unterbewusste Verstehen zu geben, dass jeder mit jedem verbunden ist, und die Menschheit ein einheitliches Ganzes bildet. Zusätzlich sollte den Menschen verständlich gemacht werden, was „gut“ und was „schlecht“ ist – dass Altruismus, die Erkenntnis der gegenseitigen Abhängigkeit der Menschen, und übereinstimmende Handlungen, gut sind, während Egoismus und engstirniges Streben nach Eigennutzen schlecht sind – sowohl für das Individuum wie auch für die Menschheit als Ganzes.

2. Sobald dies ins öffentliche Bewusstsein eindringen wird, werden wir beginnen, die Leute zu motivieren, bewusst zu werden und anzufangen, altruistische Handlungen auszuführen. Zuerst sollte das Motiv sein, die offensichtlichen, einfachen, körperlichen Probleme zu lösen, damit jeder den Gewinn vom neuen Weg des Denkens sieht.

3. Gerade während der Stufen 1 und 2 ist es notwendig, in den Informationsstrom, in die Gedanken über die Existenz einer einzigen Kraft und das endgültige Ziel eine Einführung zu geben:

a) Zuerst sollte das auf eine komplexe Weise getan werden, empfänglich nur für Menschen, die nachdenken;
b) Wenn die aktive Stufe beginnt, sollte dies durch einfache Informationen ausgeführt werden, die für die Massen anschaulich sind und deutlich machen, dass dies die anziehendste Weltsicht für jede Person ist.

Das wird uns die Möglichkeit geben, die ganze Menschheit in einem einzigen Impuls zu vereinen, um unser gemeinsames Problem zu lösen, und gleichzeitig – während des Prozesses der Problemlösung – werden sich die getrennten Seelen verbinden, um ein einheitliches System der Menschheit zu erschaffen.

Was ist so speziell an diesem Plan?
Kabbala ist die einzige Grundlage, die die Eignung hat, ein ideologisches System zu erschaffen, das zwei sich gegenseitig ausschließende Kriterien erfüllt:
a) Das System muss so kraftvoll sein, dass das Bewusstsein der Menschen davon nicht desillusioniert wird und es ablehnt.
b) Das System muss die Massen anspornen, ihr Bewusstsein zu transformieren.

Alle anderen ideologischen Modelle erfüllen nur eine dieser Anforderungen:
a) Entweder funktioniert das System gut, um das Bewusstsein der Menschen anzuspornen, ist aber nicht von Dauer (zum Beispiel Revolutionen);
b) oder das System unterzieht das Bewusstsein der Menschen einer Gehirnwäsche, aber entzieht ihnen damit die aktive, kreative Kraft, welche die Welt ändern kann (zum Beispiel Religion).

Nachdem der Mensch weiter durch eine besondere Periode innerer Wandlungen gegangen ist, verwirft er die Begrenzungen des vorgeschlagenen Modells, und von da an wird der Weg seines Bewusstseins unvorhersehbar. Doch Kabbala hilft dem Menschen, das Modell einer neuen Welt zu errichten, welches die Garantie gibt, mit allen Veränderungen zu arbeiten, indem es das Bewusstsein des Einzelnen befähigt, sich grenzenlos im Verlauf seines ganzen Lebens zu weiterzuentwickeln.

Der Grund liegt darin, dass Kabbala ein physikalisches Prinzip nutzt, das vorher unbekannt war: Wenn die Teile eines Systems korrekt verbunden sind, gewinnt das System umfassend Energie. Anders gesagt, ohne unsere materiellen Ressourcen zu verändern (Nahrung, Wasser, Öl, usw.), können wir alle unsere Probleme einfach lösen, indem die Menschen sich altruistisch statt egoistisch vereinen (siehe Das Beispiel vom Wolf, der Ziege und dem Salat).

Verwandtes Material:
Blog-post: Was haben wir damals im alten Babylon falsch gemacht?
Blog-post: Das Ziel der Schöpfung ist vollkommene Erfüllung
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)
Baal HaSulam Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft

Studiere Kabbala und die spirituellen Ängste werden deine momentanen Ängste überwiegen


Fragen, die ich darüber erhielt, wie sich unser Leben durch die Kabbala verbessert und was man studieren soll:

Frage: Wie verbessere ich meine Lebensqualität, wenn ich nicht einmal weiß, was ich mit meinem Leben anfangen will? Wie kann ich mein Interessengebiet finden?

Meine Antwort: Lies das Buch Leben aus der Kabbala, gehe in eine Gruppe und versuche den Sinn des Lebens von der Gruppe zu empfangen.

Frage: Ist es besser, die Lektionen der letzten Kongresse anzusehen oder mit der weltweiten Bnei Baruch Gruppe zu studieren?

Meine Antwort: Studiere was immer dich anzieht.

Frage: Warum kehren unsere Gedanken zu Dingen zurück, die in der Vergangenheit passiert sind?

Meine Antwort: Weil du nicht vorwärts strebst!

Frage: Wie kann ein Mensch, der Kabbala studiert, die Änderung der Bedingungen seines Vorankommens verhindern und was bewirken sie?

Meine Antwort: Das ist nicht unsere Angelegenheit. Die einzige Sache, die in unserer Kraft und Wahl liegt, ist den Einfluss des Höheren Lichtes auf uns zu intensivieren. Konzentriere dich darauf!

Frage: Wie kann das Studium der Kabbala helfen, Panik und Angstanfälle zu überwinden?

Meine Antwort: Du wirst anfangen vor anderen Dingen Angst zu haben, so wie „Warum liebe ich den Schöpfer und meinen Nächsten nicht? Ich bin so ein Egoist! Warum bin ich nicht mit meiner ganzen Kraft in der Gruppe?“ und so weiter. Diese Ängste werden deine jetzigen überwiegen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Das umgebende Licht wirkt nur auf uns, wenn wir es erwecken
Blog-post: Nach vorne und Aufwärts!
Das Buch „Leben aus der Kabbala“ kaufen