Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Weisheit der Schöpfung ergründen

Frage: Die gesamte Realität beinhaltet das Licht und das Kli, den Schöpfer und die Schöpfung, mich und den Nächsten. Warum erscheint der Sohar dann so schwer und verwirrend?

Meine Antwort: Der Sohar erscheint nur uns schwer und verwirrend, weil wir nicht das gesamte Bild sehen. Uns kommen „ich“ und „die Welt“, meine Verlangen, meine Gedanken, Kräfte, die in dieser ganzen Realität wirken, und Erfüllungen in ihr getrennt voneinander, zerbrochen vor. Aus diesem Grund zeichnet mir diese Kraft des Zerbrechens ein äußerst kompliziertes, verwirrendes Bild. Und alles nur, weil ich das nicht miteinander vereint sehe, und die Trennung bringt mir die Verwirrung.

In dem Maße, in dem wir fähig sind, nicht im Verstand (er nützt nichts!), sondern in den Gefühlen, also in den korrigierteren Kelim/Verlangen alle diese Details der Wahrnehmung vereint zu erkennen – ich, der Nächste, der Schöpfer, das Studium, die Gruppe, die Umgebung, alles, was existiert -, also in dem Maße, in dem ich mich danach sehne, all das zu vereinen, bringen mir diese Anstrengungen das Licht. Und das Licht bringt mich zum Betrachten eines einheitlicheren Bildes, in dem sich alle Elemente allmählich zu verbinden beginnen.

Aus der Verbindung all dieser Gegensätze, die zu unterstützenden und miteinander verbundenen werden, resultiert die ganze Weisheit. Je weiter voneinander entfernt und entgegengesetzter diese ganzen Details des Bildes der Realität, die ich nun miteinander verbinden und einander unterstützend und ergänzend sehe, früher waren, desto tiefer ergründe ich den Schöpfungsgedanken, das Schöpfungsprogramm, den Prozess, den wir durchlaufen.

Aus diesen Gegensätzen heraus fange ich an zu leben, diese erstaunliche Weisheit wahrzunehmen, die höhere Lenkung zusammenzufassen und sie auf die Einzige Kraft zu beziehen.

All das geschieht infolge der Einwirkung des Lichts auf meine zerbrochenen Verlangen und Gedanken, wenn ich will, dass es sie vereint.

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Auszug aus dem Sohar-Unterricht. Das Vorwort

Adaption der Kabbala

Frage: Sie sind der Lehrer. Wer kann Sie beim Unterrichten ersetzen?

Antwort: Ich denke nicht, dass das überhaupt notwendig sein wird. Es gibt etwa zwanzigtausend aufgezeichnete Lektionen, die eine enorme Menge an Wissen, Ratschläge und Übungen zur Kabbala enthalten, die studiert und umgesetzt werden können.

Solange ich die Möglichkeit habe, voranzuschreiten, werde ich das tun. Sobald ich aufhöre, ist nichts Weiteres erforderlich. Die Menschen können alle Lektionen und Vorträge aus dem Archiv nehmen und systematisch studieren. Das Material reicht für zehn Jahre im Voraus aus, sodass man sich keine Sorgen machen muss. Das ist vollkommen ausreichend, um alle Ziele zu erreichen.

Dennoch bemühe ich mich täglich, etwas Neues zu vermitteln, indem ich immer anschauliche Beispiele finde, einfache Ausdrücke und Formulierungen, um den Stoff verständlicher zu machen.

In der Kabbala ist die Einfachheit das Wichtigste. Es ist nicht wie in der Philosophie oder in anderen Wissenschaften, bei denen es darum geht, zu verwirren oder komplizierte Theorien aufzustellen. Es geht um hohe, entfernte, kaum wahrnehmbare Bilder und Gedanken, die mit den gewöhnlichen Sinnen, dem Herz und dem Verstand kaum erfassbar sind. Diese müssen so nah wie möglich am Menschen ausgedrückt werden, und zwar an den normalen Menschen, da die Kabbala heute für die breite Masse bestimmt ist. 

Deshalb versuche ich heute, sie der breiten Öffentlichkeit näherzubringen. Der große Kabbalist des 12. Jahrhunderts, Rambam, schrieb, dass unsere Methode so entwickelt werden muss, dass sie so einfach ist, dass sie für Frauen, Kinder und Ungebildete – für alle geeignet ist. Nicht nur für große Denker oder einer kleinen Elite, sondern für jeden Menschen auf der Welt.

Grundsätzlich ist jeder verpflichtet, seine Natur zu korrigieren und den korrigierten Zustand- die Stufe des Schöpfers- zu erreichen. Das ist die Essenz unserer Generation. Vielleicht nicht in dieser, sondern in der nächsten Generation, aber innerhalb der nächsten Jahrzehnte müssen wir dieses Ziel erreichen.

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Aus dem Gespräch „Mein Telefon klingelte“, 20000 Lektionen

 

Eine neue Art der Verbindung

Bemerkung: In unserer Zeit kommunizieren die Menschen immer weniger miteinander. Sie starren in ihre Handys und Computer und tauschen nur noch Emojis aus.

Antwort: Das dient dazu, die Illusion von Kommunikation zu erschaffen. Jemand schreibt dir etwas, du antwortest irgendwie, liest es halb, tippst irgendwas zurück – und das war’s, man „hat sich ausgetauscht“.

Frage: Und was bedeutet Kommunikation aus der Sicht der Kabbalisten?

Antwort: Kabbalistische Kommunikation ist um ein Vielfaches höher.

Wenn wir miteinander in Kontakt treten, sprechen wir darüber, wie wir unsere inneren Empfindungen so abstimmen können, dass sie in Einklang kommen – sodass wir einander verstehen. Das geschieht nicht nur über Schrift, Ton oder andere Informationskanäle – nicht nur über die sinnlichen Verbindungen zwischen uns. Wir streben danach, uns auf eine gemeinsame spirituelle Wellenlänge einzuschwingen – auf die Welle, mit der das ganze Universum erfüllt ist.

Wir versuchen, eine Ebene der gemeinsamen Schwingung zu erreichen, auf der wir sie alle gemeinsam spüren können – jeder auf seine Weise. So wie wir alle dieselbe Melodie hören und sie jeder nach seinen eigenen Eigenschaften empfindet, und dennoch gibt es etwas Gemeinsames: Etwas Gemeinsames in der Melodie, die aus einer Quelle stammt und in uns verschiedene, aber in Bezug auf die Quelle adäquate Reaktionen hervorruft. Deshalb begegnen wir uns in ihr.

Wir bleiben verschieden – aber wir fühlen diese Unterschiede zueinander. Und das Wichtigste ist: Wenn jeder von uns sich mit der Quelle verbindet, dann verbindet uns gerade diese Quelle miteinander. In ihr sind wir gleich.

Andernfalls könnten wir überhaupt nicht miteinander kommunizieren – und würden entdecken, dass wir nur noch über Mobiltelefone kommunizieren können.

Deshalb ist die kabbalistische Kommunikation völlig anders – sie geschieht ohne Worte. Wir senden einander keine Nachrichten, sondern versuchen gemeinsam, auf dieselbe Wellenlänge zu kommen, das Feld des Schöpfers zu offenbaren und uns darin zu befinden.

Frage: Was bringt uns dazu, auf diese Weise zu kommunizieren? Wir sehen doch, dass die Menschheit heute gar nicht mehr miteinander in Kontakt treten will.

Antwort: Das stimmt – der Mensch will überhaupt nicht mit anderen kommunizieren. Nur wenn es ihn beruhigt und erfüllt. Im Grunde genommen braucht er keinen Austausch.

Aber in der Kabbala ist das etwas ganz anderes, denn dabei erkennen wir unser inneres, spirituelles Leben. Wir enthüllen einen ewigen, unveränderlichen Zustand, der sich ständig erhöht und alles Existierende in sich einschließt – etwas, das ein gewöhnlicher Mensch nicht wahrnimmt.

Wenn wir anfangen zu begreifen, was uns durch die Kabbala offenbart wird, ist das überwältigend. Dann hören wir auf, uns mit technischen Kommunikationsmitteln zu beschäftigen, und versuchen stattdessen, im Zehner durch Gedanken- und Gefühlskontakt Verbindung zu schaffen. Dieser Kontakt umfasst die ganze Wirklichkeit – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft –, mit uns und mit der ganzen Menschheit.
Das ist eine vollkommen andere Art der Verbindung.

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Aus dem russischen Unterricht vom 22.10.2017

Der Nutzen des gemeinsamen Lesens von Artikeln

Frage: Wie können wir lernen, das Verlangen unserer Freunde nach Spiritualität richtig aufzunehmen?

Antwort: Versucht, euch mit ihnen zu verbinden, sodass ihre Fragen zu euren eigenen werden und ihre Wünsche und Sehnsüchte zu euren. Es ist wie bei einer Mutter, die die Wünsche ihres Kindes so stark in sich aufnimmt, dass sie zum Mittelpunkt ihres Lebens werden – sie lebt für ihn.

Frage: Im Prinzip geschieht diese Art der Aufnahme sogar auf körperlicher Ebene, wenn wir uns zu unseren Treffen versammeln. Wenn jemand etwas mit anderen teilt, ist es, als würde er sich selbst eine Antwort geben. Funktioniert das auch auf der Ebene des Denkens, wenn ein Mensch seine Gedanken durch einen anderen verarbeitet?

Antwort: Natürlich, absolut. Das geschieht, sobald ein Mensch beginnt, etwas anderen zu erklären oder auch nur für sich selbst aufzuschreiben – ohne sich direkt mit jemand anderem zu verbinden.

Frage: Ist das der Grund, warum Sie sagen, wir sollten alle Artikel Ihres Lehrers Rabash verinnerlichen?

Antwort: Das ist etwas völlig anderes. Wenn du die Artikel von Rabash verinnerlichst, verbindest du dich mit dem Autor – also mit einer Stufe, die weit über deiner eigenen liegt.

Frage: Was geschieht, wenn Menschen diese Artikel gemeinsam lesen und diskutieren?

Antwort: Durch das gemeinsame Studium investieren die Menschen auch ineinander. Dadurch entsteht eine gewaltige Gelegenheit – ein breites, gemeinsames Gefäß, in dem sie erfassen können, was Rabash tatsächlich sagen wollte. Denn ihre kleinen individuellen Verstände verbinden sich und vervielfachen sich dadurch um ein Vielfaches.

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Aus KabTVs „Ich bekam einen Anruf. Rabashs Artikel“ 

„Injektionen“ spiritueller Informationen

Wir wissen, dass, wenn Menschen an einem Punkt der Welt über etwas nachdenken, ähnliche Gedanken an einem anderen Punkt der Welt entstehen.

Deshalb, wenn ich neben dem Material, das alle verstehen, noch vieles sage, was für die Mehrheit unverständlich bleibt und verborgen in meinem Material übermittelt wird, wird diese Information dennoch von dem allgemeinen System, in dem wir existieren – dem universellen Weltgefüge in seinem verborgenen Teil – aufgenommen. Mit der Zeit wird es den Menschen leichter fallen, zu verstehen, zu begreifen und zu dem zu kommen, worüber wir sprechen.

Wir sehen, wie heutzutage plötzlich Tausende von Menschen zu uns kommen, das Material mühelos aufnehmen und mit uns übereinstimmen. Tatsächlich nicken sie nicht nur zustimmend mit dem Kopf, sondern erfassen während einer Lektion schnell die Grundlagen, deren Aneignung früher vielleicht zwei bis drei Jahre gedauert hätte. Heute benötigen die Menschen dafür nur ein bis zwei Monate, um sie zu verstehen.

Woher kommt das? Es liegt daran, dass wir enorme „Injektionen“ von spirituellem Material, Anstrengungen, Daten und Fakten in die „Luft“ gegeben haben, und diese existieren im umgebenden Raum.

Diese Informationen sind um uns herum. Sie sind auf Wellen gespeichert, die wir nicht sehen können – auf den sogenannten Wellen des reflektierten Lichts („Or Choser“), das von uns ausgeht.

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Aus einem Gespräch: „Mein Telefon klingelte. Spirituelle Information“.

Zwei Stufen der Bürgschaft

Derjenige, dessen Verlangen direkt zum Schöpfer gerichtet ist, erkennt, dass der Schöpfer sich in einer richtigen wechselseitigen Beziehung zwischen den Seelen enthüllen lässt. Diese Beziehung entwickelt sich in der Gruppe in zwei Schritten:

1. Der Aufstieg zur Stufe von Bina, Chafez Chessed, wo der Mensch sich als einen Abgesandten, der über dem Wissen handelt, wahrnimmt.

Zuerst erkennt er, dass er sich in der Gewalt des Egoismus befindet. Wie kommt man denn aus dieser Falle heraus? – Mit Hilfe eines Beispiels, das der Mensch nur von der Umgebung bekommen kann.

Wenn der Mensch dieses Beispiel über dem Verstand und dem Gefühl, sprich „über dem Wissen“ annimmt, wenn er a) in Übereinstimmung mit der Gruppe und b) entgegen sich selbst handelt, dann ist genau das auch die richtige Handlung, die darauf gerichtet ist, das Zerbrechen zu erkennen und zu korrigieren und dadurch spirituell aufzusteigen.

Indem ich an den Werten der Umgebung und nicht an meinen eigenen Werten, Gedanken und Berechnungen festhalte, rufe ich die Einwirkung des Lichts auf mich hervor.

Denn in einem solchen Fall entsprechen meine Handlungen der Eigenschaft des Lichts, und aus diesem Grund rufe ich das Licht über die Umgebung – über das System, in dem ich die Einheit wiederherstelle – hervor.

Auf diese Weise entsteht in mir allmählich ein Gefäß, das „Chafez Chessed“ oder „über dem Wissen“ heißt. Letztendlich verwende ich nur die Eigenschaft des Gebens, die Kraft des Gebens, das Gefäß des Gebens.

Was bedeutet das? Der Verstand und das Gefühl sind nicht von mir, ich habe sie gegen jene von der Gruppe eingetauscht, ich bin ein Abgesandter der Freunde an den Schöpfer. Das, was sie schätzen, nehme ich an und führe es aus.

Mir ist vollkommen unwichtig, was in dem Päckchen drin ist, wofür es abgeschickt wurde. Es gibt nur eine Berechnung – mich von mir selbst loszusagen und ihren Wunsch zu erfüllen. Auf diese Weise steige ich zur ersten Stufe der Bürgschaft auf.

2. Und dann will ich eine aktivere Rolle spielen, ohne mich nur mit den Funktionen eines Abgesandten zufrieden zu geben. Ich stelle fest, dass ich zu einem Übergangsglied werden kann: ich kann nicht nur das, was mir gegeben wird, weiterleiten, sondern auch selbständig das Licht anziehen und weitergeben.

So sieht der zweite Schritt aus – die Rückkehr aus Liebe, über Bina. Hier enthülle ich das Leuchten von Chochma und gebe es an die anderen im gleichen Netz, das ich auf der Stufe von Bina aufgebaut habe, weiter. Ich erfülle die anderen mit all dem, was ich für sie nur empfangen kann – und dann beginne ich, das Schöpfungsziel wahrzunehmen.

Gerade durch diese Arbeit werde ich den Schöpfer erkennen, ich werde erkennen, dass es niemanden außer Ihm gibt. Im Endeffekt erlange ich das Streben „direkt zum Schöpfer“ und werde zum Bürgen für die anderen.

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Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash

Den Schöpfer spüren

Frage: Wie kann man in der Praxis die „weißen Handschuhe ablegen“, also aus bewusst künstlichen, wohlwollenden Beziehungen heraustreten?

Antwort: Die „weißen Handschuhe“ sollte man schrittweise und bewusst ablegen, und zwar nur so weit, wie man seine eigenen Zustände und Umstände beherrschen kann. Wenn man über seinen Zustand herrscht, kann man sich auch erlauben, einige negative Gedanken oder Gefühle gegenüber seinen Mitstreitern zu haben, mit dem Verständnis, dass der Schöpfer sie absichtlich hervorruft – andernfalls wären sie nicht entstanden.

Wir tun eigentlich gar nichts selbst. Selbst wenn wir denken, dass wir etwas tun, scheint es nur so. Alles wird vom Schöpfer bewirkt – es gibt niemanden außer Ihm.

Wenn ich mich so ein wenig loslasse und meine schlechten Beziehungen zu meinen Freunden in der Gruppe wahrnehme, beginne ich zu verstehen, dass mir das gegeben wird, damit ich mich erhebe. Das heißt, ich leugne, annulliere oder verberge meine schlechten Gedanken und Gefühle gegenüber meinen Freunden nicht, sondern erhebe mich über sie, trotz meiner momentanen Gedanken über sie.

Im Grunde fühle ich, dass meine Haltung ihnen gegenüber richtig ist. Was kann ich also tun? Auch wenn diese Haltung korrekt ist, möchte ich über sie hinauswachsen und lernen, sie zu beherrschen.

Das bedeutet, dass man die linke Linie kontrolliert, indem man seinen Egoismus ein wenig offenlegt und sich erlaubt, die Freunde kritisch zu betrachten. Gleichzeitig baut man in sich die rechte Linie auf, indem man sich an den Schöpfer wendet und Ihn bittet, die Kraft zu geben, sich über diese Kritik zu erheben. Auf diese Weise entwickelt man zwei Linien. Dies ist der Beginn der Erschaffung der Seele, die man aufbauen soll – oder vielmehr der Schöpfer, auf unsere Bitte hin.

Deshalb war es gut, dass ihr euch stets „in Handschuhen“ begegnet seid. Aber vielleicht ist es jetzt an der Zeit, diese vorsichtig abzulegen. Wenn ihr das bewusst tut und negative Gedanken zulasst, werdet ihr euch als Herr über euren Zustand fühlen – sowohl in schlechten als auch in guten Momenten.

Ihr werdet erkennen, dass sowohl der gute als auch der schlechte Zustand nicht euer eigener ist; sie stammen vom Schöpfer. Die Entscheidung, einen guten oder schlechten Zustand zu erschaffen, liegt ebenfalls nicht bei euch, sondern kommt vom Schöpfer. Und zwischen diesen guten und schlechten Zuständen und Gedanken werdet ihr schließlich den Schöpfer selbst spüren.

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Aus einer Lektion zum Thema „Fragen und Antworten“

Wo beginnt die spirituelle Stufe

Frage: Es heißt: „Es gibt nichts außer Ihm“. Jeder Gedanke, jede Bewegung, jede Wahrnehmung, ist der Schöpfer. Alles ist vorherbestimmt. Andererseits sagt man, dass der Mensch sich selbst die Schuld gibt und jede Minute über andere urteilt, aber das ist ihm verborgen. Was ist zu tun?

Antwort: Das richtige Verstehen der Welt beginnt damit, dass der Mensch zum Nullpunkt kommt und erkennt, dass er nicht existiert. Alles ist vom Schöpfer durchdrungen, alles ist vom Schöpfer gemacht und der Mensch existiert nicht.

Das heißt, alle seine körperlichen Bewegungen, alle seine Gedanken, alles was er sich als sein Eigenes vorstellen kann – das ist seine Wahrnehmung des Schöpfers, der in ihm ist und alle seine Handlungen, Gefühle, Gedanken bestimmt.

Wenn ein Mensch zu so einer Empfindung kommt, beginnt seine gemeinsame Arbeit mit dem Schöpfer. Erst dann kann man alle Fragen lösen, die in einem auftauchen. Bis dahin sollte man nur daran arbeiten, sich selbst zu annullieren.

Es ist notwendig, danach zu streben, zu spüren, dass es nichts außer Ihm in einer Vielzahl von Zuständen gibt.

Das ist die Grundlage, die erste Stufe mit der alles beginnt. Dann wird jeder Schritt mit, „es gibt nichts außer Ihm“, beginnen.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Fragen und Antworten“

Nachricht an den Schöpfer

Frage: Es wird gesagt: „Ich werde dich segnen in allem, was du tust“. Wie kann man jede Handlung mit dem Segen des Schöpfers ausführen?

Antwort: Ich denke, dass man hier direkt handeln sollte. Wenn es eine Gelegenheit gibt, etwas zum Wohle des Schöpfers zu tun, sollte man es sofort tun und Ihn darüber informieren. Das nennt man die Handlung (Maase) ausführen und den Segen (Bracha) empfangen.

Frage: Wie teilen wir dem Schöpfer mit, dass wir etwas mit der Absicht um Seinetwillen getan haben?

Antwort: Ihm sagen. Der Schöpfer versteht eure Gedanken, Worte, Gefühle, was ihr auf Papier schreibt, was ihr in ein Mikrofon sprecht. Der Schöpfer ist offen für alle eure Gedanken.

Frage: Aber in meinem Kopf ist es so, als würde ich erneut in die Kelim des Empfängers eintauchen. Wie kann ich aber dabei nicht stehlen, wenn ich mich wie ein Kind vor dem Schöpfer rühme?

Antwort: Du wirst nicht stehlen. Mach weiter so, es ist nichts Falsches daran. Manchmal denkt ein Mensch viel zu lange nach, und er hätte schon längst tausend Gespräche mit dem Schöpfer führen können.

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Aus de Unterricht über Notizen vom Rabash, 18.07.2024.

Baal haSulam. Das Buch „Die Früchte der Weisheit. Briefe“. Brief 1. Teil 2

Zunächst einmal sind solche Umstände, in denen ein Mensch den Schöpfer in sich entdecken, seine Lenkung ergreifen könnte – diese Umstände, diese Gedanken, diese Handlungen – nicht gut. Ich selbst schäme mich, dass ich sie in mir habe – einerseits. Andererseits kann ich nur in ihnen den Schöpfer spüren.

Um einen Menschen zu dieser Möglichkeit zu bringen, trotz schlechter Handlungen, Gedanken, Wünsche, in ihnen den Einen zu finden, der sie dir gibt – zu diesem Zweck spielt der Schöpfer mit einem Menschen. Und nun wird Baal HaSulam uns sagen, welches die beiden Arten der Spiele des Schöpfers mit uns sind, damit wir im Prozess Seiner Spiele mit uns beginnen, Seine Lenkung zu suchen und zu finden und zu verstehen, trotz der schlimmsten Umstände, genau in ihnen.

Welche Art von Umständen gibt es? Sind sie in bestimmte Gruppen unterteilt, in denen sich der Schöpfer jeweils auf besondere Weise verbirgt? Er gibt mir zum Beispiel Gedanken an Essen, Sex – das ist eine Sache, Gedanken an Ruhm, Geld, Macht, Wissen – das ist eine andere. Sind diese Manifestationen der vermeintlich negativen Kontrolle des Schöpfers in mir irgendwie aufgeteilt? In welche Arten sind sie aufgeteilt, so dass ich Ihn dort in einem bestimmten Bild finden kann, wo Er in mir ist und mit Ihm in Kontakt treten kann?

“…Und die beiden Mitteilungen weisen aufeinander hin,  aber  die Kraft der Verhüllung überwiegt.” Baal HaSulam

Das heißt, dass der Schöpfer den Menschen auf zweierlei Weise dazu anregt, seine Herrschaft zu offenbaren, obwohl er in diesen scheinbar schlechten Zuständen verborgen ist.

“Es ist wie in der Geschichte von dem König, dessen Diener in seinen Augen so erhaben war, dass der König ihn über alle seine Minister erheben und stellen wollte, weil er in seinem Herzen absolute Treue und Liebe sah.“

Der Mensch ist durch Jahrtausende von Lebenszyklen in einen Zustand gekommen, in dem er bereit ist (natürlich nicht aus eigenem Kalkül, sondern aus dem Kalkül des Schöpfers), die Lenkung des Schöpfers trotz all seines Wissens und Verstehens wirklich auf sich zu nehmen – als absolut gut und freundlich. Wenn der Schöpfer einen Menschen in einen solchen Zustand gebracht hat, weiß Er natürlich, dass dieser Mensch bereits dafür geeignet ist, und nun ist es möglich, mit ihm weiter zu arbeiten.

“Aber es gehört sich nicht für einen König, einen Bürgerlichen plötzlich über alle anderen zu erheben, ohne einen besonderen, klaren Grund. Aber es gehört sich für einen König, den Grund für sein Handeln allen in großer Weisheit zu offenbaren.”

Was bedeutet das? Wem soll der Schöpfer Rechenschaft ablegen und daran denken, dass Er nicht schlecht angesehen wird, dass Er jemandem einen Gefallen getan hat oder dass er als gerecht, als gut usw. bezeichnet wird? Was ist mit diesen Worten gemeint?

Gemeint ist die absolute Güte und Gerechtigkeit in Bezug auf jeden der Beteiligten – der Seelen von Adam Rishon, dass der Schöpfer in dieser Hierarchie der inneren Struktur der Gesamtseele Adams niemanden aus der Ordnung herausnehmen kann. Es gibt Seelen, die lichtvoller sind, es gibt Seelen, die mehr mit Egoismus belastet sind, es gibt solche, die von der rechten Seite kommen, es gibt solche, die von der linken Linie kommen, usw.

Jeder von uns unterscheidet sich sowohl in der Menge des Egoismus als auch in der Qualität des Egoismus. Und hier gibt es eine absolute Wechselbeziehung und Interaktion zwischen allen Elementen der Schöpfung innerhalb der allgemeinen Schöpfung Adams, d.h. zwischen allen einzelnen Seelen innerhalb dieser allgemeinen Seele.

Und es kann nicht sein, dass irgendeine Seele, irgendein Element, irgendeine Bestimmung plötzlich anfängt, sich zu offenbaren (oder der Schöpfer anfängt, es zu offenbaren), bevor das Vorherige, das Vorangegangene. Denn es ist alles in einem gemeinsamen System verbunden wie in einem Organismus. Und es kann nicht funktionieren, wenn es nicht in voller Verschmelzung, nicht in voller Wechselwirkung, nicht in vollem gemeinsamen Akkord, in Harmonie miteinander arbeitet.

Aus der Kongresslektion „Die Früchte der Weisheit“, Brief 1