Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Eine echte Chance, ein neues Leben zu beginnen

Die spirituelle Empfängnis ist das Gefühl, wie sich in mir Wünsche, Eigenschaften, Absichten, Verständnis und Vorstellungen verändern. Meine gesamte innere Welt wird auf den Kopf gestellt.

Zum ersten Mal in meinem Leben spüre ich, dass ich fähig bin, mich von meinen Interessen zu lösen und im Interesse anderer zu handeln, das heißt, mich von meinem „Ich“ zu trennen und das zu tun, was der Schöpfer will und was die Menschheit braucht.

Eine solche Bereitschaft im Menschen ist der Beginn der spirituellen Empfängnis. Ich befreie mich von der Herrschaft des egoistischen Verlangens, das mir diese Welt vorgaukelt, und wende mich dem altruistischen Verlangen zu; dabei fühle ich mich in der Welt des Schöpfers, in der Herrschaft der Gruppe. Das ist keine gewaltsame Versklavung, sondern mein Wunsch, mich hinzugeben, um mich von den Fesseln meines Egoismus zu befreien.

Ich bin noch nicht in der Lage, eine Handlung zum Wohle meines Nächsten auszuführen, aber ich spüre bereits, dass diese Möglichkeit tatsächlich existiert. Das heißt, ich befreie mich aus der Herrschaft des Egoismus und begebe mich unter die Herrschaft des Schöpfers.

Ich trete unter die Herrschaft der Kraft des Gebens, als würde ich von einem Raum in einen anderen wechseln. Im ersten Raum herrschte der Egoismus, den der Schöpfer dazu bestimmt hatte, mich zu lenken. Ich war ein Sklave des Egoismus, verpflichtet, all seine Forderungen zu erfüllen.

Nun bewege ich mich in einen anderen Raum, in dem der Wunsch nach Geben herrscht, und spüre diesen Übergang. Das nennt man spirituelle Geburt. Allmählich tritt an die Stelle des Egoismus in mir der Wunsch zum Geben und verändert meine Gedanken, Wünsche, Absichten und Handlungen.

Manchmal verschwindet dieser Wunsch zum Geben, kehrt dann aber wieder zurück. Ich möchte ihn mit aller Kraft festhalten, damit er mich nicht verlässt. Manchmal fange ich an,  mit ihm zu spielen, abwägend, was überwiegt: der Wunsch nach Genuss oder der Wunsch zum Geben, und diesen Übergang von einer Herrschaft zur anderen erforschend.

So tauche ich immer tiefer in den Zustand eines spirituellen Embryos ein. Dies dauert neun Monate der Schwangerschaft, bis der Mensch in der spirituellen Welt geboren wird.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Ibur (Empfängnis)“

 

Wechsel der Herrschaft

Wir stehen stets unter der Herrschaft des Schöpfers, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind und es nicht spüren. Das heißt, wir nehmen diese Tatsache weder mit dem Verstand noch mit dem Herzen wahr. Wir kommen in diese Welt beginnen zu wachsen, völlig versunken in unserem Egoismus, das heißt, versklavt von einer besonderen Kraft, die uns ein trügerisches Bild vorgaukelt, als gäbe es keine höhere Führung über uns und als würden wir selbst über die Welt bestimmen.

Ein Säugling wächst zum Kind heran, dann zum Erwachsenen. Der Mensch bleibt in der Vorstellung gefangen, dass Menschen wie er selbst über die Welt herrschen. Er glaubt, man müsse nur die anderen in diesem Kampf um Macht und Kontrolle besiegen.

Wenn wir jedoch den Schöpfer offenbaren wollen, müssen wir selbst auf unsere Macht verzichten, beschließen, dass wir nicht herrschen wollen, dass wir die Welt nicht beherrschen wollen und das wir dieses egoistische Streben in uns auslöschen wollen.

Dann stellen wir fest, dass auch der Egoismus nicht uns gehört, sondern einer höheren Kraft zuzuschreiben ist. Das ist eine Überraschung… Früher dachte ich, Egoismus sei ich selbst: Ich will herrschen und Entscheidungen treffen, alles dreht sich um dieses “Ich-Ich-Ich”!

Es stellt sich heraus, dass es nicht so ist. Wenn ich versuche, mich ein wenig aus dem Gefühl meines Ich zu lösen, erkenne ich, dass das nicht ich bin, sondern die höhere Kraft. Das entspricht nicht mehr ganz dem, was ich mir früher vorgestellt habe. Deshalb ändert sich meine Einstellung zu meinem Egoismus und zum Schöpfer. Ich muss anfangen, mich zwischen diesen beiden zu positionieren: auf der einen Seite die egoistische Kraft, die mich beherrschen will, und auf der anderen Seite die Kraft des Schöpfers.

Wenn ich mich mit Hilfe der Gruppe und des Studiums aufhebe, beginne ich mich immer stärker in die Zehnergruppe und in den Schöpfer einzuschließen. Diese beiden Kräfte sind dazu bestimmt, mir zu helfen, die Herrschaft der egoistischen Kraft durch die Herrschaft der Kraft des Gebens und der Liebe zu ersetzen.

Wir befinden uns in der „letzten Generation“. Deshalb müssen wir all diese Kräfte in der Welt erkennen und offenbaren und den Wechsel von der Herrschaft des Egoismus zur Herrschaft einer anderen, uns noch unbekannten Kraft vollziehen. Die gesamte Welt um uns herum verändert sich entsprechend unseren inneren Veränderungen – entsprechend dem, was wir bereits in uns korrigiert haben oder was wir gerade korrigieren.

Die Besonderheit der letzten Generation besteht darin, dass diese Veränderungen eine große Anzahl von Menschen gleichzeitig erfasst – die weltweite Gruppe von Bnei Baruch. Auch die Welt durchläuft ähnliche Prozesse, wenn auch auf einer niedrigeren Stufe. Es ist wie bei Eltern, die mit verschiedenen Problemen des Erwachsenenlebens beschäftigt sind – mit ihrer Arbeit, der Gesellschaft und ihren persönlichen Beziehungen. All das wirkt sich auch auf ihre Kinder aus und verändert ihre Welt und die Atmosphäre im Zuhause.

Deshalb durchläuft die letzte Generation alle qualitativen Veränderungen – jeder entsprechend seiner eigenen Stufe. Die Welt erlebt gewaltige Veränderungen. Selbst die Mittel der Massenmedien, die ursprünglich dazu bestimmt waren, Menschen miteinander zu verbinden, verwandeln sich zunehmend in Mittel der Trennung und Entfremdung.

All dies führt zu einer allgemeinen Erkenntnis des Bösen. Der Mensch beginnt zu erkennen, dass seine egoistische Natur ihn von seinen Mitmenschen und vom Schöpfer trennt. Diese Erkenntnis bringt ihn der spirituellen Geburt näher.

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Aus einer Lektion zum Thema „Ibur – spirituelle Empfängnis und Entwicklung“

 

 

Das Wunder des Entstehens eines neuen Lebens

Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt – das sind die wesentlichen Elemente der Entwicklung. Selbst in diesen materiellen Vorgängen gibt es vieles, was uns unbekannt, verborgen und unserem Einfluss entzogen ist.
Es ist schwer, die Feinheiten dieses Vorgangs zu verstehen, geschweige denn ihn zu steuern und seinen inneren Beweggrund zu ergründen. Zweifellos gehört die Empfängnis zur Kraft des Schöpfers.
Die Geburt des menschlichen Körpers gehört zur tierischen Ebene, während die Geburt auf der menschlichen Ebene eine spirituelle Geburt ist. Es geht um den Menschen unserer Welt, in dem dank eigener Anstrengungen und durch den Schöpfer von oben gelenkter Prozesse eine höhere Kraft, ein höheres System, zu entstehen beginnt. Dadurch wird er fähig, sich Mensch, Adam, zu nennen, das heißt, dem Schöpfer ähnlich zu sein – jenem höchsten, sich in ihm entwickelnden System.
Wir fühlen, dass es ein Geheimnis gibt, wie sich aus einer einzigen Zelle plötzlich neues Leben zu entwickeln beginnt. Daran ist eine uns unbekannte Kraft beteiligt, die der Zelle den Anstoß zur Entwicklung gibt. Wir spüren dies auch im gewöhnlichen materiellen Leben und empfinden daher die Schwangerschaft und die Geburt eines Menschen als Wunder.
Und umso größer ist dieses Wunder im Spirituellen. Und das Schwierigste ist der erste Eintritt in die spirituelle Welt, das heißt in das Wahrnehmen der spirituellen Kräfte, die auf den Menschen einwirken. Er fühlt seine Seele, die sich aus einem Punkt heraus zu entwickeln beginnt, und verbindet sich mit den Kräften, die auf sie einwirken. Das ist der Beginn der Seele, die spirituelle Empfängnis aus einem Tropfen spirituellen Samens.
Es dauert viele Jahre, bis diese spirituelle Empfängnis erreicht ist und eine Verbindung zwischen der höheren Kraft und den Kräften des Menschen zustande kommt. Wenn dieser sinnliche Kontakt im Menschen zum ersten Mal stattfindet – seine erste Verbindung mit der höheren Kraft, dem Schöpfer –, verändert dies seine gesamte Weltanschauung grundlegend.
Er beginnt, sich selbst und den Schöpfer anders wahrzunehmen, nämlich als Partner, und begreift, dass er erst in dem Moment, in dem er zur vollständigen Selbstannulierung bereit ist, ein neues Leben beginnen kann. Seine gesamte Einstellung gegenüber dem Leben, sich selbst und dem Schöpfer verändert sich.
Zuvor ging alles von seinem natürlichen, egoistischen Verlangen aus. Doch nun fühlt er, dass er bereit ist, sich von seinem Egoismus zu lösen, dass er das dafür notwendige Verständnis und die Kraft besitzt und bereit ist, sich ein Dasein jenseits des Egoismus vorzustellen und im Sinne des Gebens zu handeln. Das heißt, er möchte für den Schöpfer handeln, ohne in diesem Moment einen eigenen Nutzen daraus zu ziehen.
Diese Loslösung vom Verlangen nach Genuss ist einer der Bestandteile der Empfängnis und der anschließenden Geburt in der spirituellen Welt.
Alle Handlungen, die zur spirituellen Entstehung führen, kann der Mensch nur in der Gruppe vollziehen, indem er durch sie Kräfte von oben, vom Schöpfer, empfängt. Der Schöpfer befindet sich im Inneren der Gruppe. In dem Maße, in dem der Mensch bereit ist, sich ihr hinzugeben, erhält er Kräfte des Gebens, die ihm helfen, aus sich selbst einen Menschen zu formen. Andernfalls bleibt er ein toter Samen, der noch nicht begonnen hat, sich zu entwickeln.
Alle Kräfte für die Entwicklung kommen aus der Gruppe, aus dem Zehner. Deshalb kann man erst dann von spiritueller Entstehung sprechen, wenn man weiß, wie man einen Zehner bildet, sich zusammenschließt und sich in ihn einbringt.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Ibur (Empfängnis)“

Ein Fest zu Ehren der ersten Ähnlichkeit, der Form mit dem Licht

Aus dem Artikel von Rabash: „Die Verpflichtung, über den Auszug aus Ägypten zu berichten“. Das Buch Sohar erklärt, warum man nicht das ganze Jahr über Matza isst, sondern nur während des Pessach-Festes. Es vergleicht dies mit der Geschichte eines Königs, der einen seiner Untertanen zum Minister ernannte und ihn an diesem Tag in prächtige Kleider kleidete. 

Nachdem der Tag vorüber war, zog der Untertan die schönen Kleider wieder aus und trug sie nur an dem Tag als Zeichen der Festlichkeit, an dem er zum Minister ernannt wurde. Deshalb feiern wir jedes Jahr diesen Tag, kleiden uns festlich und essen genau an Pessach Matza, um an den Auszug aus Ägypten zu erinnern.

Jede spirituelle Wurzel hat einen materiellen Zweig. Das ganze Universum ist ein einziges Verlangen nach Genuss —ein „Etwas aus Nichts“ — ohne das nichts erschaffen wurde. Das Licht wirkt auf die Materie ein und formt sie mit ihrer Natur.  

Nur durch diese Prägung, die vier Stufen von HaWaYaH, können wir das Licht erkennen. Wenn es uns gelingt, die entsprechenden Veränderungen in unserem Verlangen vorzunehmen, können wir das Licht erlangen, das die Materie erschaffen und ihren Abdruck darin hinterlassen hat.

Ein wichtiger Schritt zum Erkennen des Lichts ist die Loslösung der egoistischen Kräfte, den sogenannten Klipot (Hüllen). Dadurch können wir uns von unserer ursprünglichen Natur, die „aus dem Nichts“ erschaffen wurde, trennen und beginnen, die Prägung des Lichts in unserem Verlangen zu erkennen. Wir verstehen dann, wer das Licht ist, was es bewirkt und wie alles erschaffen wurde — lange bevor diese Welt und der Mensch darin entstanden sind.

Das bedeutet, wir steigen zu unserer spirituellen Wurzel auf. Dabei erkennen wir, dass im Plan der Schöpfung und im Einfluss des Lichts auf das Verlangen ein besonderer Punkt existiert, der „Auszug aus Ägypten“ genannt wird. Das Verlangen hört auf, nur sich selbst zu fühlen; es verlässt seine innere Natur, um auch das Licht und seine Quelle zu spüren.

Von diesem Moment an entsteht eine wechselseitige Verbindung zwischen dem Verlangen und dem Licht, ähnlich wie bei Partnern, die gemeinsam handeln. Die höhere Wurzel, die es uns ermöglicht, zu ihr aufzusteigen und mit ihr zusammenzuarbeiten, ist von großer Bedeutung. Von ihr beginnt der Mensch, als „Adam“ bezeichnet, das Abbild des Schöpfers (Dome) zu werden. Es ist wie eine Geburt, weshalb der Auszug aus Ägypten als spirituelle Geburt jeder einzelnen Seele gefeiert wird.

Aus diesem Grund feiern wir diesen Zustand.

Es gibt eine Entsprechung zwischen der spirituellen Wurzel und dem materiellen Zweig, dargestellt durch die Kategorien „Welt, Jahr, Seele“. Unsere Welt ist eine Projektion der spirituellen Welt, darum hat jede spirituelle Handlung oder jedes Ereignis eine materielle Erscheinung in unserer Welt.  Deshalb feiern wir in den Zweigen den gesamten spirituellen Prozess, den wir durchlaufen –  den Jahreszyklus.  

In allen unseren Traditionen gibt es materielle Manifestationen, der spirituellen Handlung, die wir erreichen und vollziehen möchten. Der Auszug aus dem Verlangen nach Genuss sowie das Erreichen der ersten Ähnlichkeit der Form mit dem Licht, also die spirituelle Geburt, werden als „Auszug aus Ägypten“ bezeichnet. Deshalb gilt dieser Monat als der erste Monat- der Beginn der spirituellen Entwicklung des Menschen.

Natürlich entwickeln wir uns schon seit vielen Jahren weiter, bis wir das Gefühl dafür bekommen , was Ägypten genannt wird und wie unerträglich es ist, darin zu bleiben. Ein solcher Zustand ist schwer zu erreichen, denn dazu muss man sich immer mehr unter Druck setzen, immer unangenehmer, sich unfahig fühlen, sich selbst zu kontrollieren und sklavisch von seiner egoistischen Natur abhängig zu sein.

Hierbei hilft uns das irdische Leben. Dieser materielle Zustand, in dem wir vollständig der Macht des Verlangens zu Empfangen unterworfen sind und kein Verhältnis zum Licht haben, vermag uns ein Gefühl für diese Zustände zu vermitteln. Es scheint uns, als lebten wir in der materiellen Welt-  auf der höchsten Stufe der Empfindung, die im Verlangen entfaltet wird.

Deshalb können wir durch das Materielle unsere Lebensweise so gestalten, dass wir die Ehre erlangen, daraus auszusteigen und das spirituelle Leben zu spüren.

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Aus dem Unterricht zum Artikel von Rabash.

 

Warum ist diese Nacht anders als alle anderen Nächte?

Frage: Die Nacht des Passach-Seders ist eine besondere Nacht für das Volk Israel. Man sagt, dass in dieser Nacht dieses Volk geboren wurde und seinen neuen Weg begann. Aber worin besteht eigentlich die Einzigartigkeit dieser Nacht des Auszugs aus Ägypten?

Antwort: Der Mensch beginnt zu fühlen, dass er sich im ägyptischen Exil befindet, in der Sklaverei seines Egos, das „Pharao“ genannt wird, und dass es notwendig ist, sich aus dessen Herrschaft zu befreien, zu fliehen – doch er ist dazu nicht in der Lage. Innerlich beginnt er zu schreien, er ist nicht mehr bereit, ein solches Leben weiter zu ertragen. Er bemüht sich in Bezug auf die Gruppe, die Umgebung, den Lehrer und die Bücher. Er fühlt wirklich, dass er sich im Gefängnis befindet, in der Dunkelheit.

Allmählich versinkt er in einen Zustand, der als die „Dunkelheit Ägyptens“ bezeichnet wird, die Nacht des Auszugs aus Ägypten. Diese Nacht ist absolute Dunkelheit; es bleibt keine Hoffnung mehr für ihn, keine Chance im Leben. Er fühlt, dass er nicht mehr bereit ist, weiterhin innerhalb seines Egos zu leben, da er jeden hasst und unfähig ist, sich irgendjemandem auf gute Weise zu nähern.

Er strebt danach, die Freunde zu lieben, den Nächsten wie sich selbst zu lieben, aber er sieht das Gegenteil – es wird immer schlimmer. Der Pharao in ihm, sein Ego, wird stärker und brutaler. Schließlich ist der Mensch gebrochen, denn er erkennt, dass er keine Chance hat, der Knechtschaft zu entkommen.

Er durchläuft sehr schwierige innere Zustände, die sich letztlich ansammeln: all seine Versuche, dem Ego zu entfliehen, sich darüber zu erheben, alle Siege des Egos, die ihm zeigen, wie stark dieser Pharao ihn von innen hält. Er befindet sich wirklich mitten im Kampf zweier Kräfte: Einerseits drängt er vorwärts, weil er sich nach Freiheit sehnt, andererseits hält ihn das Ego fest und lässt ihn nicht fliehen.

Letztlich erreichen diese beiden Kräfte den Höhepunkt ihres Kampfes, und der Mensch findet sich zwischen ihnen wieder, er fühlt absolute Dunkelheit. Dieser Zustand wird die Nacht des Auszugs genannt, die Dunkelheit Ägyptens. Und plötzlich hört er aus dieser Dunkelheit einen Ruf: „Du musst hinausgehen! Du bist bereit dazu! Du kannst jetzt aufstehen und deinem Ego entfliehen – hier und jetzt, um Mitternacht, das heißt aus dem dunkelsten Zustand heraus. Nimm nichts mit in den neuen Zustand, außer dem, was du wirklich für das Geben, für das Erreichen von Einheit, Verbindung und Liebe brauchst.“

In diesem Moment ist der Mensch bereit, sich von seinem Ego zu lösen und darüber zu erheben. Das nennt man seine spirituelle Geburt.

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Aus KabTVs „Kabbalisten schreiben: Die Nacht des Pessach-Seders“

Hilfe gegen dich

Um eine Bewegung im Spirituellen, eine spirituelle Handlung zu vollziehen, brauchen wir Hilfe von einer unreinen, egoistischen Kraft, einem bösen Anfang.

Wenn sich die böse Kraft nicht offenbart, dann bleibt der Mensch an Ort und Stelle stehen, als ob es nichts weiter zu tun gäbe.

Rechte und linke Linien stehen sich gegenüber und können nichts ausrichten.

Es braucht eine Art äußeres Erwachen, ein Eingreifen des bösen Anfangs, das die Geburt eines neuen Lebens vorantreiben wird.

So funktioniert die „Hilfe gegen dich“ – die böse Kraft verrichtet treu ihr Werk, und ein Zustand nach dem anderen wird im Menschen geweckt.

Und ohne das kann es keinen Sprung auf eine neue Stufe, keinen Übergang auf eine höhere Ebene geben.

Es ist so, als wäre alles bereit, und Malchut könnte Seelen gebären, ist aber nicht in der Lage, dies zu tun.

Dazu muss das Böse in Malchut aufsteigen und ihr ein zusätzliches egoistisches Verlangen geben – dann ist sie in der Lage, zu gebären, sich mit dem Licht auf einer neuen Ebene zu vereinen.

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Aus einer Lektion über das Buch Zohar

Die Menschheit in Geburtswehen

Es ist ganz offensichtlich, dass wir auf ein außergewöhnliches Jahr zusteuern. Wir befinden uns auf dem Weg zu einem außergewöhnlichen Jahr in Amerika, Israel, Russland – zu einem außergewöhnlichen Jahr auf der ganzen Welt. Wir bewegen uns auf ein Jahr der Geburtswehen zu. Eine neue Welt ist im Entstehen und wir sehen ihre Bemühungen, geboren zu werden. Wir müssen unsererseits dazu beitragen, dass sie sich eher früher als später, eher schneller als langsamer und eher leichter als schwerer verwirklicht.

Zuerst müssen wir verstehen, dass die Kräfte, die von allen Seiten auf uns einwirken, notwendig sind. Andernfalls werden wir nicht in die neue Welt hineingeboren. Zweitens müssen wir dem Baby helfen, leichter aus dem Geburtskanal zu gleiten. Die Geburt, die wir gerade erleben, ist etwas ganz Besonderes. Wir steigen nicht nur von einer Realität in eine andere auf, von der Sklaverei in die Freiheit – Unser Ego wird auf eine neue Art und Weise wiedergeboren; es wird umgekehrt, auf den Kopf gestellt.

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Wir gebären uns selbst in einer neuen Welt

Wir leben heute in einer Welt, die sich direkt vor unseren Augen verändert. Unser ganzes Leben lässt sich in zwei Phasen einteilen: vor und nach dem Coronavirus.

Das Leben verlief nach einer etablierten Routine und plötzlich hat das Virus eine dramatische Veränderung bewirkt und die gesamte Menschheit in einen neuen Zustand versetzt, der immer noch als globale Krise empfunden wird.

Die Krise weitet sich aus und verschärft sich und es ist noch unklar, wohin sie führen wird, aber eines ist klar: Sie führt uns in eine neue Welt, die wir noch nicht kennen. Diese Krise ist wie eine Geburt. Das Wort „Krise“ (Mashber) stammt vom Namen des Steins auf dem Frauen in der Antike Kinder zur Welt brachten. Die Krise ist der Ort einer neuen Geburt, der gegenwärtige Zustand, den wir Krise nennen, ist die Geburt einer neuen Welt.

In der Menschheitsgeschichte hat es viele verschiedene Krisen gegeben, aber bisher hat keine von ihnen die Welt so dramatisch verändert. Es hat nur einige Veränderungen in der Form der menschlichen Gesellschaft gegeben. Die heutige Krise ist die erste wirkliche Krise, auch wenn sie bisher nicht sehr ernst erscheint, denn es handelt sich weder um einen Krieg, noch um einen Meteoriten, oder um eine Massenvernichtung.

Und doch können wir von einer Krise sprechen, gerade weil vor unseren Augen eine neue Welt geboren wird. Bald werden wir sehen, wie sich die menschliche Gesellschaft, wir selbst, unsere Familien und unsere Haltung gegenüber der Welt verändert haben. Die innere Welt des Menschen, seine Wahrnehmung zur Realität werden sich verändern, so dass wir eine neue Welt sehen werden.

Wir sehen sie noch nicht. Es ist wie bei einem Baby, das im Bauch der Mutter ist und die Welt noch nicht sieht, auch noch nicht direkt nach der Geburt. Es entwickelt sich sein Gehör und sein Sehvermögen, es wird reagieren, wenn es wächst und die Welt kennen lernt.

Auf die gleiche Weise müssen wir Erwachsenen geboren werden, unsere Wahrnehmung und Sichtweisen ändern, um die neue Welt zu sehen. Das wird bald geschehen.

Die Geburtswehen sind ein riesiger, unvergleichlicher Schmerz, das Gefühl, dass der ganze Körper zu explodieren droht. Einerseits handelt es sich um einen sehr ernsten, kritischen Zustand mit Lebensgefahr, andererseits sehen wir, dass es keine Wahl gibt: Die Natur zwingt uns, sie zu durchlaufen.

Die Geburt eines Kindes beruht auf dem natürlichen, angeborenen Wunsch einer Frau, Kinder zu bekommen. Darüber hinaus gibt es eine öffentliche Meinung, die eine Frau motiviert, ein und mehrere Kinder zu bekommen. Die Natur gibt einer Frau viel Kraft, um die Geburtswehen zu ertragen, es ist ein schwieriger und gefährlicher Zustand.

Die gesamte Menschheit befindet sich mit dem Coronavirus in der Krise – sowohl Männer als auch Frauen. Die Frau macht dem Mann immer Vorwürfe, da er die Qualen der Geburt nicht kennt. Jetzt können die Frauen zufrieden sein: Männer werden echte, schwere Wehen durchmachen. Sie werden das Gefühl haben, dass die Krise sie erwürgt und sie daran hindert, sich ihr zu stellen: Man ist von innen heraus zerrissen und kann nichts tun.

Wir werden dann mithilfe von Gebet und Verbindung zur Geburt kommen können. Das wird eine sehr schwierige und besondere Geburt werden, denn wir bringen uns selbst in einer neuen Welt zur Welt: Wir überschreiten die Grenze der spirituellen Welt und werden in einer neuen Form geboren.

Aus der TV-Sendung „Frauen in der neuen Welt, “09.07.2020

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Die innere Bedeutung der Krise

Frage: Was sind Vor- und Nachteile während einer Krise – die Krise selbst oder unsere Reaktion darauf?

Antwort: Das Wichtigste bei einer Krise ist es, sie zu verstehen und richtig zu reagieren, damit sie uns aufsteigen lässt.

Wie ich wiederholt gesagt habe, bedeutet Krise („Mashber“) auf Hebräisch „Geburt“ – der Ort, an dem ein neuer Mensch geboren wird.

Tatsächlich ist die innere Bedeutung einer Krise die Geburt von etwas Neuem. Wir fühlen es noch nicht in uns, wir verstehen das noch nicht. Ich bin mir aber sicher, dass wir es verstehen werden.

Wir werden sehen, wie vor unseren Augen eine neue, integral verbundene Menschheit geboren wird, die sich bewusst ist, dass sie nach anderen Gesetzen und nicht wie früher leben muss.

Frage: Werden wir nach der Krise auf eine neue spirituelle Stufe aufsteigen?

Antwort: Wir befinden uns bereits auf dieser Stufe, haben sie aber noch nicht hinter uns gebracht. Wir haben mehrere Abschnitte vor uns. Diese neue, ernsthafte Phase, die wir jetzt durchlaufen, sollte uns eine Menge lehren.

Frage: Wenn die Krise die Geburt von etwas Neuem ist, bedeutet das, dass Menschen die am Coronavirus gestorben sind einfach nicht unter neuen Bedingungen, in Harmonie mit der Natur leben konnten? Es liegt doch alles in der Macht des Schöpfers.

Antwort: Über die Toten, die Ungeborenen und diejenigen, die wiedergeboren werden, über sie werden wir noch eines Tages sprechen. Dies ist ein umfassendes System, das wir beherrschen und sehen lernen müssen – wo befindet sich die Willensfreiheit, warum werden welche Seelen geboren, was geschieht mit ihnen usw. Das ist es, was wir in einem einheitlichen, globalen System studieren müssen.

Aus dem Unterricht, 10.05.2020

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Die Physik des Höheren Lichtes


Attacke: Wie wird das Höhere Licht zu einem Stoff in unserer Welt? Wissen Sie von dieser Tatsache? Nein, wissen Sie nicht! Hier ist also mein Vorschlag, diesen Fehler in der Kabbala zu korrigieren. Wenn die Einheit von Materie und dem Höheren Licht, Partzufim und Sefirot, wissenschaftlich dargestellt werden würde, dann würde die Lehre der Kabbala die Welt erobern! Solange jedoch die Physik nicht Teil der Kabbala wird, wird dies nie geschehen.

Ein Versuch, mich selbst zu rechtfertigen: Wer ist heutzutage grundsätzlich? Die Einheit der Materie und des Höheren Lichts – Nein! Sie können das Höhere Licht nicht wahrnehmen, nicht, weil es verborgen ist, sondern weil das Höhere Licht ganz einfach überhaupt nicht existiert, bis Sie es in sich selbst erschaffen. Darüber hinaus fehlen Ihnen die entsprechenden Sinne, die es bedarf, um das Höhere Licht in Ihnen zu erschaffen und folglich müssen Sie diese Sinne entwickeln. Die Kabbala ist die Methode um diese Sinne zu entwickeln. Sie enthüllt Ihnen die Höhere Welt und hilft Ihnen die Eigenschaften zu entwickeln, mit welchen Sie das Höhere Licht für sich selbst generieren.

Unsere Welt ist etwas, das unsere natürlichen Sinne, die uns von Geburt an gegeben sind, in uns erschaffen. Das was wir in diesen Sinnen wahrnehmen (Bild), wird als „Materie“ oder als unsere Welt bezeichnet.

Die Höhere Welt ist etwas, das durch die spirituellen Sinne innerhalb von uns erschaffen (abgebildet) wird, die wir uns durch die Kabbala aneignen. Was wir durch die spirituellen Sinne wahrnehmen, wird als „das Licht“ bezeichnet.

Die Wissenschaft der Kabbala wird nie die Wissenschaft in unserer Welt niederschlagen, da wir Wissenschaft und Kabbala durch zwei völlig verschiedene Systeme wahrnehmen: das körperliche und das spirituelle.

Wie wird das also geschehen? Die Menschen werden einfach zu der Wahrnehmung gelangen, dass ihre Empfindungen, die sie durch ihre natürlichen Sinne (das körperliche Leben, unsere Welt) erhielten, unerfüllt sind und dass die körperliche Wissenschaft, die dafür gedacht ist, diese Sinne zu verbessern, nutzlos ist. Die Menschen werden die Wissenschaft und ihre Wahrnehmungen ablehnen und diese nur zu dem Maße nutzen, wie dies für das Überleben nötig sein wird, bis sie die nötigen Eigenschaften entwickeln und gemäß dem die Wahrnehmungen der Höheren Welt in ihnen. Dann werden sie sich an die Wissenschaft der Kabbala wenden, was die Erschaffung einer ewigen und perfekten Welt (Wahrnehmung) in ihnen selbst ist.

Das können Sie selbst ausprobieren. Viele Menschen haben diese Wahrnehmung bereits erreicht.

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