Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Lass niemals das Licht gehen


Was ist ein Mensch? Er ist ein Berg von Egoismus und Hass für alle. Aber wenn dieser Berg des Hasses (Berg Sinai) durch das Licht beeinflusst wird, erhebt sich der Mensch auf die Spitze dieses Berges.

Gerade durch den Egoismus hat der Mensch etwas, über das er aufsteigen kann. Später, wenn er weiter durch das Licht beeinflusst wird, wird sein Egoismus bereit, um Genuss zu empfangen und diesen für das Geben zu verwenden.

Alles wird durch das Licht getan. Sie können der Gerechteste aller Menschen und zu einem hohen spirituellen Zustand gelangt sein, aber wenn das Licht aufhört, Sie zu beeinflussen, werden Sie sofort wieder in Ihren ursprünglichen Egoismus zurückfallen. Es gibt keine andere Alternative, da wir entweder durch unsere egoistische Natur oder durch das Licht gelenkt werden.

Dies wird nie aufhören, egal welchen spirituellen Zustand wir durchlaufen, da man sich immer auf das Licht ausrichten muss, damit es einen beeinflusst. Hören Sie nie damit auf, da Sie in der Minute, in der Sie loslassen, fallen werden.

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Die Eintrittskarte zur spirituellen Welt


Eine Frage, die ich erhielt: Was soll ich machen, wenn ich beim Studium der Kabbala Logik und Verstand einsetze?

Meine Antwort: Mir ging es genauso, bis ich begriff, dass ich in dieser Wissenschaft nichts mit meinem Verstand erreiche. Ich bin so ein Typ, der das Studium liebt, gerne alles versteht, Dinge auseinandernimmt und sie gedanklich wieder zusammenfügt und dem Problem auf den Grund geht. Jedes Mal, wenn ich Menschen gesehen habe, die sich „in ihren Gefühlen verloren“, habe ich sie nur belächelt.

Später stellte sich heraus, dass mein Verstand mir nie erlauben würde, die spirituelle Welt zu betreten. So langsam wurde mir bewusst, dass Spiritualität die Eigenschaft des Gebens ist, bei der ich meine Gefühle, Verlangen und Einstellungen ändern muss. Ich habe nie wirklich menschliche Moral geschätzt, ich zog Verstand und Logik vor. Kabbala zu studieren, fiel mir wirklich schwer, bis ich endlich vom verstandesmäßigen Ansatz enttäuscht wurde und verstand, dass mein „Kopf“ gar keine Beziehung zur Spiritualität besitzt.

Wie tiefgründig solche Studien auch sein mögen, so werden sie einem doch nie die Eintrittskarte zur Spiritualität geben. Es ist einfach unmöglich, Spiritualität mit dem Verstand aufzunehmen. Der Weg zur Spiritualität läuft über unsere Gefühle und Verlangen, nicht über den Intellekt. Und ich habe mein ganzes Leben lang mit meinem Verstand gearbeitet!

Ein Mensch wird nur den Weg zur verhüllten Welt finden, wenn er ganz und gar von seinen Überzeugungen enttäuscht wird. Dazu kommt, dass man sich nie in die spirituelle Entwicklung eines Menschen einmischen kann. Sonst wiederholen wir das bedrückende Experiment des „fortschrittlichen“ Teils der Menschheit, welcher den anderen „primitiven“ Nationen ihre Kultur aufzwingt und sie somit zerstört.

Es hat lange gedauert, bis ich das endlich begriffen habe. Das Gute dabei war, dass ich die gesamte Kraft des Verstandes, die Störrigkeit meines gesunden Menschenverstandes und den Intellekt, die ich über die Jahre hindurch angesammelt habe, auf mein egoistisches Verlangen schieben konnte. Und eben dies half mir, weil man genau seine Verlangen ändern muss.

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Wir brauchen das Dritte Element – den Schöpfer


In der Welt der Unendlichkeit ist das Verlangen (Kli) vollkommen und vereint sich mit dem vollkommenen Licht als ein Ganzes. Gemeinsam steigen sie an den niedersten Platz im Universum herab – in diese Welt, wo das Verlangen als menschlicher Körper wahrgenommen wird und das Licht zu einem Funken zusammenschrumpft, der diese Körper belebt.

Sowie diese beiden Elemente herabsteigen, verlieren sie ihre Einheit und beginnen, sich gegensätzlich zueinander zu verhalten. All dies findet innerhalb eines Menschen statt und er muss diese beiden Elemente wieder nach oben erheben, damit sie sich genauso wieder wie vor ihrem Abstieg zusammenfügen. Zu diesem Zweck erhält ein Mensch beständig ein größeres Verlangen nach Genuss und dagegen ein größeres Licht. Seine Aufgabe ist es, diese beiden zu kombinieren und sie einander anzugleichen.

Damit ein Mensch dieses tun kann, muss er sich weigern, seinen Willen zu empfangen einzusetzen. Mithilfe des Lichtes kann er seinen Willen zu empfangen in den Willen zu geben umwandeln, dann wird das Verlangen des Menschen dem Licht gleich und verschmelzen miteinander.

Doch dann wird sofort wieder ein noch größeres Verlangen im Menschen enthüllt – ein Ego von einem vorher unvorstellbaren Ausmaß! Und wiederum muss er das Verändernde Licht durch die Gruppe an sich heranziehen, damit sein Verlangen mit dem Licht verbunden wird und er zur Gleichheit damit findet. Immer wieder muss er dieses auf allen 125 spirituellen Stufen tun.

Jedes Mal, wenn er einen Teil seines Egoismus überwindet, kommt es ihm vor, als ob er bereits alles hinter sich gebracht hat. Doch seine gesamte Vergangenheit bleibt fest und loyal dem Geben gegenüber, alle seine vorhergehenden Korrekturen fallen zusammen, wenn er auch nur ein zusätzliches Gramm Verlangen enthüllt. Es wirft ihn wieder in die Dunkelheit hinab, lässt ihn verständnislos, voller Hass und unfähig, irgendetwas tun zu können. Und all das nur, weil gerade ein kleines bisschen mehr Verlangen aufgekommen ist. Er muss sich dann um die Kräfte und Mittel der Korrektur kümmern. Und dafür benötigt er das Dritte Element – den Schöpfer.

All dies wurde mit Absicht so geplant, damit wir während unseres Aufstieges von unten nach oben mit dem immer größer werdenden Gefühl von Dunkelheit in unserem wachsenden Verlangen den Wunsch verspüren, uns zu korrigieren und spüren, dass wir sowohl einander, als auch den Schöpfer brauchen.

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Spiritualität, Freiheit und Geben sind das Gleiche

Eine Frage, die ich erhielt: Heutztage braucht keiner mehr mit dem Bus oder im Regen zum Kabbala Unterricht kommen. Man macht einfach das Fernsehen an. Doch wird jedem von denen, die unsere Übertragungen anschauen, Entscheidungsfreiheit gewährt?

Meine Antwort: Die Entscheidungsfreiheit hängt nicht davon ab, wie jemand am Unterricht teilnimmt, sondern von seinem Punkt im Herzen. Wenn der Punkt im Herzen bereit ist, besitzt man Entscheidungsfreiheit: Die Freiheit, sich mit einer Umgebung in Verbindung zu setzen, die ihm helfen wird, das Umgebende Licht anzuziehen – das Licht, welches verändert. Wenn ein Mensch das Bedürfnis nach solch einer Verbindung mit der Umgebung spürt, dann wird dies Entscheidungsfreiheit genannt.

Dies mag erst geschehen, nachdem ein Mensch bereits einige Jahre Kabbala studiert. Allmählich stellt er fest, dass er mit seinem Verstand keine Spiritulität erreichen wird. Auch wenn er die Terminologie, Handlungen und Struktur der Welten kennt, wird sich ihm die Höhere Welt nicht enthüllen. Doch wird es einige Zeit dauern, bis ein Mensch sich dessen bewusst wird.

Ich habe viele Menschen gesehen, die jahrelang damit verbracht haben, die Wissenschaft der Kabbala mit ihrem Verstand zu studieren und dabei mehr zu lernen. Sie hatten viel Freude daran und bis heute haben sie noch kein Bedürfnis nach wirklichem sinnlichem Erlangen.

Und ich habe andere erlebt, die solch ein Bedürfnis hatten, doch hatten sie immer noch nicht begriffen, dass man unter Spiritualität das Erlangen der Eigenschaft des Gebens versteht, dass Erlangen und Geben das Gleiche sind. Manche Menschen brauchen Jahre dazu zu verstehen, dass es eben die Verbindung zu den inneren Verlangen der Freunde in der Gruppe ist (in die der Schöpfer ihn geführt hat), welche das Mittel darstellt, mit dem man die Eigenschaft des Gebens enthüllt.

Dennoch ist ihre verbrachte Zeit keine Zeitverschwendung. Ein Mensch macht immer eine konstante Veränderung durch unter dem Einfluss des Lichtes und irgendwann erreicht er dann auch das Bewusstsein, dass er nur die Eigenschaft des Gebens erlangen muss.

Die Entscheidungsfreiheit fängt an dem Punkt an, wo der Mensch zu verstehen beginnt, dass eine Verbindung mit allen restlichen Seelen oder mit ihrem Punkt im Herzen notwendig ist, um die Eigenschaft des Gebens zu erlangen. Denn dies ist immerhin genau das, was Spiritualität ist.

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Die Wissenschaft der Kabbala wird mit dem Verlangen studiert, nicht mit dem Verstand


Eine Frage, die ich erhielt: Muss in der heutigen Zeit ein Mensch spirituelle Erkenntnis besitzen, um die Wissenschaft der Kabbala zu verbreiten?

Meine Antwort: Das hängt davon ab, was Sie unter Verbreitung verstehen. Wenn wir verbreiten, was Baal HaSulam geschrieben hat, über ihn sprechen, seine Artikel lesen, sie studieren und darüber sprechen, wie wir seine Texte verstehen, dann sind dies selbstverständlich alles Dinge, die wir verbreiten können.

Was bedeutet Verbreitung? Es bedeutet Menschen die Gelegenheit zu geben an unserem Studium teilzuhaben, und noch wichtiger: mit den Quelltexten in Berührung zu kommen. Alles muss auf den Quelltexten fundiert sein. Die Wissenschaft der Kabbala zu studieren, bedeutet mit diesen Texten verbunden zu sein, sie ständig durchzugehen und zu prüfen, wie man alles, was dort geschrieben steht zu einer integralen Methode der Korrektur verbinden kann.

Schritt für Schritt beginnt man dieses gesamte Material mit dem eigenen Verstand und den eigenen Gefühlen zu verbinden und aufzunehmen. Wenn man studiert, sollte man den Wunsch hegen, sich innerhalb des Materials zu bewegen, so dass die eigenen Wünsche und Gedanken die Form des Materials annehmen. Es ist so, als ob man eine Flüssigkeit sein wollte, die die Konturen und die Form dieses Materials ausfüllen möchte. Man möchte sich selbst in diese Modelle hineinsetzen, um vom eigenen egoistischen „Ich“, der eigenen Art und Weise zu denken und der Art, wie man derzeit Verstand und Gefühle verbindet, Abstand zu gewinnen. Stattdessen möchte man höhere Eigenschaften in Verstand und Gefühlen erhalten und beginnen diesen entsprechend zu denken.

Man sollte bereit sein, alles, was man jetzt besitzt zugunsten des Erwerbs dieser neuen Eigenschaften auszuradieren. Das eigene Verlangen wird weiter bestehen, jedoch ohne Form, damit es dann die Form des Gebens annehmen kann. Dann wird man bereit sein, in der Spiritualität geboren zu werden.
Das bedeutet es Kabbala zu studieren. Das Studium geschieht nicht mit dem Verstand, sondern mit den Verlangen, aus denen man neue Eigenschaften formt. Die Menschen studieren die Kabbala nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen.

Wir lernen, wie wir uns selbst ändern und wie wir unsere Eigenschaften denen des Schöpfers gleichmachen können. Wir verbreiten den Unterricht, damit jeder Mensch, der dies wünscht gemeinsam mit uns am Unterricht teilnehmen kann. Und je mehr wir voranschreiten, desto mehr müssen wir überprüfen: wie eng sind wir mit den Quelltexten verbunden? Wie sehr entsprechen unsere Gedanken ihrem Inhalt? Sind wir dabei die Widersprüche zwischen diesen beiden Instanzen zu verringern? Fühlen und verstehen wir die Texte immer besser? Der wichtigste Test ist jedoch, ob die Wichtigkeit des Gebens in uns stetig wächst.

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Die Spirituelle Welt ist nur einen Schritt entfernt


Wenn wir an den Punkt unserer spirituellen Entwicklung kommen, ist unser Problem, dass wir für lange Zeit still stehen können, bevor wir den nächsten Schritt nach vorne tun. Es mag den Anschein haben, als würden wir durch viele Stadien hindurchgehen, in Wirklichkeit jedoch schreiten wir über den gleichen Ort, von rechts nach links wechselnd, sich nach vorne und hinten neigend, unfähig einen Schritt nach vorne zu tun, um die Spiritualität die dominierende Kraft in uns werden zu lassen.

Wir sind noch nicht in der Lage alle unsere Kraft darauf zu fokussieren, uns selbst (unseren Egoismus) um der Eigenschaft des Gebens willen zu annullieren, die wir im nächsten Grad erlangen müssen. Schließlich bringt uns jeder unternommene Schritt der Eigenschaft des Gebens näher, die beginnt, in uns zu herrschen. Die Frage ist, ob wir in der Lage dazu sind, alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen: Unseren Egoismus zu annullieren, die Bedeutung des Ziels zu spüren und alle unsere Gedanken und Verlangen darauf zu konzentrieren, die definitive Entscheidung getroffen zu haben, dass dies die einzige Sache ist, die wir benötigen und nichts anderes.

Wenn ein Mensch die Chance hat, auch nur einen Schritt in Richtung Geben zu machen, zum Schöpfer hin, ohne auf eine Belohnung zu hoffen, selbst wenn ihm die Kraft dazu fehlen sollte dies zu tun, jedoch einfach sich danach sehnt, der Eigenschaft des Gebens treu zu bleiben und damit zufrieden zu sein, trotz all der großen Verlangen die er hat, dann erreicht er Vollkommenheit (Malchut in Bina).

Dadurch tritt er durch einen einzigen Punkt (Tzimtzum Bet)in den Zustand der Vollkommenheit ein (der Eigenschaft des Gebens). Alles was für ihn zu tun übrig bleibt ist, gerade diesen Punkt zu entwickeln. Es steht geschrieben: „Bereite mir eine Öffnung wie ein Nadelöhr und ich werde Dir geben.“

Wenn Sie sich an diesem Punkt des Gebens trotz all Ihrer Zweifel, Fragen und Störungen festhalten, dann werden die Verlangen, die in Ihnen aufkommen (Ihren Reshimot), Sie tiefer und tiefer ins Innere ziehen, in die spirituelle Eigenschaft des Gebens. Dann werden Sie durch Ihre Verlangen die Höhere Welt sehen.

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Spiritualität ist Freude


Wenn ein Mensch sich nicht freut, dann befindet er sich nicht in einem spirituellen Zustand. Wenn man in der Spiritualität den nächsten Zustand erreichen möchte, muss man erst den gegenwärtigen vollenden. Das bedeutet, dass man in der Gegenwart Freude erlangen muss und sich damit einverstanden erklärt, als ob man dem einen Stempel aufdrückt. Dann wird man die nächste, höhere Stufe erreichen.

Wenn man in diesem gegenwärtigen Zustand kein Glück erreicht, dann wird man es nie, und man mag sogar noch weiter abrutschen. Auch wenn man bereits angefangen hat, den spirituellen Zustand zu spüren und sich seiner bewusst wird, aber keine Freude dabei empfindet, dann wird man an einen Ort zurückgeworfen, an dem man keine Spiritualität empfindet. Zeichen dafür, dass man diesen jetzigen Zustand vollendet hat, ist das Gefühl der Leere in den egoistischen Verlangen und das Gefühl, dass man sich über dem befinden will, in einem Zustand größeren Gebens. Und wenn man sich glücklich fühlt, dann ersehnt man wirklich das Geben – die nächste Stufe.

Dann ist man bereit, ein weiteres Verlangen zu erhalten. Es ist egal, was einem auf dem Weg der Korrektur geschieht – Auf- oder Abstiege. Man sollte immer glücklich sein, wie ein kleines Kind, das versucht, etwas zu tun und dem es egal ist, ob es ihm gelingt oder nicht. Das Wichtigste für es sind seine Anstrengungen. Diese lassen es wachsen.

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Ist eine Ego-freie Gesellschaft überhaupt möglich?

Eine Frage, die ich erhielt: Ich denke, das Bild, das Sie über die Ego-Gesellschaft zeichnen, sieht recht düster aus. Nehmen wir an, dass eine solche Gesellschaft geschaffen wird, in der unser Leben frei von allem ist, was auf dem Egoismus basiert. Wir werden keinen Sport mehr haben, da dieser auf Egoismus oder dem Verlangen zu gewinnen basiert. Es wird auch keine Wissenschaften mehr geben, da alle Wissenschaftler nach Anerkennung und Ruhm in der Welt streben. Alle beruflichen Aktivitäten werden verschwinden, da die Menschen kein Verlangen mehr nach Erfolg haben werden. Es wird auch so etwas wie Familie nicht mehr geben, da Familien ja darauf beruhen, dass ein Mann eine schöne Frau möchte, und umgekehrt eine Frau einen smarten Mann. Die Verbindung zwischen Eltern und Kindern wird sich auflösen, wenn sich alle gleich nahe sind. Logistik, Industrie und Handel wird ebenfalls zum erliegen kommen, da das eigene Interesse die treibende Kraft war.

Die Menschheit wird auf eine primitive Ebene der Existenz degradiert, in der alle gleich sind, wie eine graue Masse, ohne Bildung und Schutz. Ohne das Ego wird alles aufhören! Dies wird zum Aussterben führen, da es keine Liebe mehr für Kinder geben wird und somit auch kein Verlangen zur Fortpflanzung. Aber wenigstens werden wir dann in der Höheren Welt sein…

Ist meine Vision Ihres behaupteten Systems richtig? Sagen Sie mir, wenn ich mich irre, und warum.

Meine Antwort: Der Egoismus ist unsere Natur. Wenn wir diesen vernichten, würden wir uns des Fundamentes des Lebens berauben. Doch wenn wir den Egoismus durch das Geben ersetzen, werden wir die Fähigkeit erlangen, die gleichen Dinge wie gewöhnlich zu tun, währenddessen wir aber grenzenlose Erfüllung erhalten.

Das Einzige, was sich ändern wird, ist die Absicht des Menschen, während alle ihre Handlungen die Gleichen bleiben werden. Die Menschen werden empfangen, mit der Absicht um zu geben – zum Wohle des Nächsten. Dadurch werden sie im Stande sein, alles klar zu erkennen und sich selbst zu erfüllen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wie wird die Menschheit in Zukunft sein?
Blog-post: Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Zivilisation

Woher kommen unsere Gedanken?

Eine Frage, die ich erhielt: In der Quantenphysik besteht das Universum aus Energie. Daher ist alles, einschließlich unserer Gedanken, Energie. Woher kommen die Gedanken, und warum/wie denkt bzw. zieht jeder seine eigenen, speziellen Gedanken auf sich?

Meine Antwort: Es gibt zwei Kräfte, aus denen alles Existierende besteht: Empfangen und Geben. Alles geschieht nur zwischen diesen beiden Kräften. Wir erlernen ihre Natur, indem wir sie uns selbst enthüllen, da wir aus beiden bestehen.

Das Zusammenspiel der beiden Kräfte lässt unsere Verlangen entstehen, und die Verlangen bringen wiederum Gedanken hervor, wie wir das Verlangen erfüllen können. Eine Person kann ihr Verlangen beeinflussen, indem sie sich bewusst unter den Einfluss einer Umgebung begibt, das heißt unter Personen oder Seelen (vorausgesetzt man kann bereits Seelen wahrnehmen). Auf diese Weise kann eine Person in das eigene Schicksal eingreifen.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Der Gedanke ist die stärkste Kraft in der Welt
Blog-post: Der Verstand ist ein Diener des Verlangens
Blog-post: Können wir unsere Gedanken kontrollieren?
Shamati #153: „Der Gedanke ist Folge des Wunsches“

Verschwende nicht die kostbaren Augenblicke deines Lebens


Ständig musst du dich in Bezug auf das Licht prüfen, der Eigenschaft des Gebens. In dem Maße, in dem du das tust, empfängst du die Kraft des Lichts, die dich korrigieren wird.
Alle unsere Anstrengungen müssen darauf ausgerichtet sein, die Wirkung des Lichts auf uns zu ersehnen, was die Geburt einer neuen Eigenschaft in uns hervorrufen wird – das Geben. Wenn du dich nur darauf konzentrierst, das Licht der Korrektur anzuziehen, dann verwirrst du dich nicht oder verschleuderst deine Anstrengungen mit unnötigen Handlungen.

Üblicherweise versuchen wir alles zu tun, außer, das Licht der Korrektur auf uns zu ziehen. Doch das ist das Einzige, was wir zu tun brauchen. Das wird uns den richtigen Verstand geben und für uns alle Handlungen ausführen. Wir müssen selbst nichts tun. Etwas, das wir ohne die Hilfe des Lichts tun, ist eine tierische Handlung, die uns nicht einen Schritt näher ans Ziel bringen wird.

Daher sollte jeder Gedanke, den wir von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang haben und jede Handlung, die wir durchführen, uns einzig zu einer Frage führen: „Wo ist das Licht der Korrektur?“ Nur das Licht der Korrektur sollte für uns die Arbeit verrichten, einschließlich der Klärung und der Handlung. Es steht geschrieben: „Ich erschuf den bösen Trieb und ich erschuf die Tora zu seiner Korrektur, denn das Licht, das darin verborgen ist, führt zur Quelle zurück.“ Es ist das Licht, das alles tun muss, nicht du. Das Licht muss dich zum Guten zurückführen und dich korrigieren.

Es steht nicht geschrieben, dass das Licht dir helfen soll, dich selbst zum Guten zurückzuführen. Sondern es tut alles von Anfang bis zum Ende. Wenn du also irgendwas tust, außer das Licht auf dich zu ziehen, dann wirst du dich verwirren und kostbare Augenblicke deines Lebens verschwenden.