Das gute Schicksal beim Schopf packen
Frage: Wenn es das egoistische Verlangen und den Funken des Gebens in mir gibt, wer bin dann ich selbst?
Meine Antwort: Du bist die Mitte, du stehst zwischen ihnen beiden wie jene entscheidende Kraft, die die Waagschale neigt. Wenn du zwischen dem Geben und dem Empfangen in dir nicht vermittelst, wird der Konflikt zwischen ihnen dich trotzdem zwingen, das zu tun, jedoch wird es auf dem Weg der Leiden, auf dem Weg der inneren, vielleicht sogar äußeren Kriege geschehen.
Andererseits steht dir die Wissenschaft der Kabbala zur Verfügung, die dir erklärt, wie du diesen Prozess schnell und bewusst durchlaufen kannst.
Frage: Wodurch wird nun meine Wahl bedingt, wenn ich mich in der Mitte befinde?
Meine Antwort: Durch die Umgebung, zu der du geführt wurdest. Der Schöpfer „legt die Hand des Menschen auf das gute Schicksal“, sozusagen, anschließend musst du selbst festen Fuß in der Gruppe fassen, du musst beginnen, mit ihr zu arbeiten. Wenn du jetzt im Unterricht sitzt, bedeutet es noch lange nicht, dass du die richtige Umgebung für dich gefunden hast. Du hast noch keine notwendigen Mittel gefunden: weder den Lehrer, noch die Gruppe, noch die Bücher. Sie wurden dir von oben gegeben, du aber hast die Waagschale noch nicht geneigt.
Dafür musst du dich an den erhaltenen Mitteln buchstäblich festbeißen und sie richtig benutzen. Jede Sekunde musst du sie anwenden und prüfen, was und wie du noch machen könntest. Genau darin besteht deine freie Wahl.
Der Egoismus stößt dich immer davon ab, schaltet dich mal vom Lehrer, mal von der Gruppe, mal von den Büchern ab, lenkt dich durch Zweifel und Verachtung ab. Wenn du diese Schwierigkeiten überwindest, kommst du voran.
Wir werden sehen, ob du ein richtiger Mann bist. Denn „Mann“ auf Hebräisch (Gewer, גבר) bedeutet „Überwindung“ (Itgabrut, התגברות), die es dir ermöglicht, deinen Funken über alle Hindernisse zu erheben.
Auszug aus einen Unterricht über den Artikel von Rabash „Annulierung nach der Methode von Baal Schem Tow“, 07.01.2010
Das Buch Sohar. Das Vorwort. Abs. „Und Jithro hörte”, Art. “Und schaue auf das Geheimnis des Anlitzes“, P. 100:
Das Ziel der Schöpfung besteht darin, das Gute den Geschöpfen zu bringen. Dazu soll sich das Geschöpf außerhalb des Schöpfers, außerhalb des gebenden Wunsches befinden, also im Wunsch, die Genüsse zu empfangen.


Der Wunsch zu genießen ist das Material, und die Absicht seine Form. Aber du hast so lange keine Absicht und keine Form, bis sie sich mit dem höheren Licht treffen und danach die Form aufbauen.
Frage
Frage:
Wenn der Schöpfer uns zur Ähnlichkeit mit Ihm anleiten will, wie kann Er aber dann in uns die Empfindung Seiner Größe, die Wichtigkeit der Eigenschaft des Gebens erwecken, damit wir unseren Zustand verändern wollten?
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