Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Pessach Seder: Die Ordnung der Geburt der Weltseele

Matzen symbolisieren den Zustand, wenn das „Brot von Bina“ gegessen wird, das von der Stufe Bina, dem Geben, kommt. Und obwohl wir uns immer noch auf der Stufe von Malchut befinden und wir nicht fähig sind aufzusteigen, müssen wir so stark wie möglich versuchen, Handlungen des Gebens durchzuführen und uns miteinander verbinden.

Obwohl es uns völlig klar ist, dass wir keinen Erfolg haben werden, ist das egal: wir müssen diese Handlungen trotzdem ausführen, denn sie ziehen das Höhere Licht auf uns und das Licht führt dann seine Handlung aus, die unsere „Befreiung“ heißt.

Des Menschen Austreten aus dieser Welt, aus dem Objekt der egoistischen Wahrnehmung, des pragmatischen Wissens, aus dem eigenen Ego, geschieht nicht auf die übliche Weise entsprechend der Ordnung der Stufen. Dies ist wie der Prozess des Geboren werden, das vollständig in der Dunkelheit, in Eile geschieht. Bei der Geburt muss sich der Fötus auf den Kopf stellen und aus der einen Welt in eine andere gehen: aus seiner Mutter, seiner inneren Stufe, in die äußere Welt.

Unsere Seele wird in gleicher Weise geboren. Und deshalb hat kein anderes Fest eine so präzise Ordnung von Handlungen während der Feiertage. Normalerweise segnen wir nur die Nahrung und den Wein. Jedoch ein Pessach-Mahl hat eine ganze Ordnung (Seder), der man ganz genau folgen muss. Dies ist so, weil des Menschen Austritt aus seinem Ego, aus unserer Welt und seine Errungenschaft der Wahrnehmung der spirituellen Welt, einer höheren Dimension, das als seine spirituelle Geburt bezeichnet wird, nicht ensprechend normaler Gesetze geschieht.

Normalerweise wachsen Verlangen nach der Ordnung der Stufen: zwei Stufen des kleinen Zustandes (Katnut Alef und Bet), zwei Stufen des großen Zustandes (Gadlut Alef und Bet), die die inneren und äußeren Zustände abwechseln und noch einmal: das Innere und das Äußere. Mit anderen Worten, die Verlangen und das Licht wachsen schrittweise.

Doch während der Geburt scheint alles „inkorrekt“, anders herum zu geschehen. Und darum heißt das Pessach Mahl „Seder“ (Ordnung). Es ist eine besondere Ordnung, die nicht den Gesetzen des aufeinanderfolgenden Wachstums gemäß der Stufen entspricht.

Die Sache ist die, dass diese Stufe, die wir jetzt während des „Auszugs aus Ägypten“ erleben, unsere Geburt ist. Und die Seele, die geboren wurde, wächst dann nur noch. Doch auf dieser Stufe gechieht eine echte „Revolution“. Und darum geschieht die gesamte Ordnung eines Pessach Mahles – „Kiddush“ (Segen), „Urchaz“ (Hände waschen), „Karpas“ (Kräuter in Salzwasser tunken), „Yachaz“ (Brechen von Matza), „Maggid“ (Geschichte des Auszugs aus Ägypten) und so weiter – nicht gemäß der normalen Ordnung der Korrespondenz von Lichtern und Verlangen, der sie im Wachstum folgen sollten.

Aus diesem Grund, selbst, wenn wir in Ägypten, dem egoistischen Verlangen, sind und zueinander eine egoistische Einstellung haben und nur an uns selbst denken (denn schließlich herrscht der Pharao über uns), müssen wir trotz seiner ganzen Macht alle möglichen Handlungen ausführen und versuchen, uns über ihn zu erheben und zwischen uns neue Verbindungen zu finden. Wir müssen eine Verbindung finden, die sich außerhalb Ägypten befindet. Das bedeutet, uns auf die zukünftige Erlösung einzustellen.

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 18.04.2011, „Dies ist für Juda“

 

Kabbala Akademie

 

Übertragung von kabbalistischen Informationen.

Frage: Was ist für einen Kabbalisten eine Formel?  Sind Kabbalisten manchmal traurig?

Antwort: Formeln sind eine Art von Gefühlen. In der Kabbala haben Empfindungen immer einen bestimmten mathematischen Ausdruck.

Ich kann diesen Eindruck als Formel aufschreiben, an dich per Fax oder E-Mail versenden und wenn du das verstehst, heißt es, dass du diese Formel bereits kennst, d.h. du kannst sie in dir reproduzieren und fühlst was ich fühle. Wir haben dann die gleichen Gefühle. So geben wir kabbalistische Informationen an einander weiter.

In unserer Welt können wir uns gegenseitig sinnliche Informationen übermitteln, die unterschiedliche Gefühle in uns auslösen können. So wird z.B. eine Symphonie gespielt, die jeder anders wahrnimmt. Die Töne rufen Gefühle hervor, die man auf sich selbst projiziert, sie nach den eigenen Erfahrungen, seiner Vergangenheit usw. interpretiert.

In der Kabbala ist das nicht der Fall. Bei der Reproduktion einer kabbalistischen Information trittst du sinnlich in sie ein, du gibst dich diesen Informationen völlig hin, sie spielen in dir. Sie modellieren und formen ein Material aus dir und du wirst zu einem Teil dieses Prozesses.

Aus dem russisch sprachigen Unterricht, 11.11.2018

 

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Die Sonnenkinder

Es steht geschrieben: „Ich erschuf den bösen Trieb und ich erschuf das Mittel zu dessen Korrektur, in dem das Licht, das zur Quelle zurückführt, verborgen ist“. Daraus kann man entnehmen, dass man nichts alleine, sondern nur mit Hilfe der Bitte, des Gebets erreichen kann.

Eine solche Bestrebung, zur Absicht des Gebens, zum Wohl für die anderen überzugehen, selbst wenn es nicht aufrichtig, sondern den in uns noch herrschenden Verlangen vollkommen entgegengesetzt ist, wird als Gebet bzw. Erhebung von MaN bezeichnet.

Wir haben einen winzigen Funken der Spiritualität bekommen, und um die Grenze der spirituellen Welt zu durchbrechen und in diesen zweiten Teil der Realität überzugehen, fehlt uns lediglich das Verlangen! Aus diesem Grund handeln alle unsere Gebete nur darum, das Verlangen zu erlangen.

Doch es gibt Zustände, in denen der Mensch gar nichts will. Und man muss verstehen, dass es ein Zustand, der uns ebenfalls von oben gegeben wurde, und nicht einfach nur unsere Faulheit oder Gleichgültigkeit ist. Der Mensch stellt eine Art „schwarze Kiste“ dar, die durch Signale von oben erweckt wird. Das Licht, welches auf unser Material, auf das Verlangen zu genießen, einwirkt, erweckt es mehr oder weniger oder lässt es ganz und gar kalt.

Und in Abhängigkeit davon erwachen wir entweder und streben wie eine Blume dem Sonnenlicht oder dem Regen entgegen, oder verwelken und gehen ohne Lebenskraft ein. Deshalb, wenn du keine Kraft und kein Verlangen nach der spirituellen Arbeit hast, musst du verstehen, dass genauso wie du einst die Begeisterung von oben erhalten hast und dich danach gerissen und gebrannt und gearbeitet hast, genauso wird dir von oben das Verlangen auch wieder genommen.

Und dieser Zustand wird absichtlich gegeben und anhand der persönlichen Eigenschaften eines jeden und seiner Vorbereitung bemessen – um für dich einen Ort für das Gebet zu erschaffen. Und du musst versuchen, mit Hilfe der Gruppe, der Bücher, des Lehrers und der Umgebung alle Kräfte für die Bitte zu mobilisieren.

Das Gebet wird aus der Hilflosigkeit, aus dem Widerwillen heraus geboren oder im Gegenteil, aus dem leidenschaftlichen Begehren heraus – es ist unwichtig, wie, doch es sind alles Bedingungen, die von oben gegeben werden. Und genauso wird die Umgebung für uns von oben organisiert: die Gruppe, der Lehrer, die Bücher. Und wir unsererseits müssen mit Hilfe des gemeinsamen Studiums und der Gruppe das Licht, das uns zur Quelle zurückführt, finden.

Die Zeit, in der wir zusammen studieren, ist die beste Zeit für ein Gebet. Denn wir befinden uns in einer Verbindung mit dem höheren System, mit Malchut und Seir Anpin der Welt von Azilut, d.h. mit dem Schöpfer und seiner Shechina, wir werden in sie eingebettet, und zwar nicht jeder einzeln, sondern alle gemeinsam, das bedeutet, wir erheben ein gemeinsames Gebet. Dadurch verlangen wir nach der Kraft der Veränderungen und ziehen diese an.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 06.03.2011

Kabbala Akademie

Können wir die Krankheiten ausmerzen, die uns peinigen?

Hier ist ein Brief, den ich von Dr. Angelov aus Boston, USA (einem Arzt und Mitglied von Bnei Baruch) erhielt, der uns Antwort auf die folgende Frage gibt:

Ist es möglich, die Krankheiten auszumerzen, die uns peinigen?

Bevor wir die Frage beantworten, klären wir zuerst, was eine Krankheit wirklich ist. Es gibt dort eine Abfolge von Ursache und Wirkung, ausgehend vom Ursprung der Krankheit bis zu ihrem Ausdruck oder ihren Symptomen. Was meine ich damit? Unsere Gedanken, die nicht mit der Natur im Gleichgewicht sind, haben Einfluss auf das zentrale Nervensystem, welches wiederum auf das periphere Nervensystem wirkt, mit dem Resultat, dass die Zellen nicht mehr richtig arbeiten, sondern gegensätzlich zu den Naturgesetzen sind, und dieses führt zur Krankheit, die man Krebs nennt. Wir sagen, dass der Grund Stress ist, aber eigentlich ist es der Mangel an Harmonie in unserem Leben.

Sobald wir die Naturgesetze verstehen und sie befolgen, wird es keinen Grund mehr für Krankheiten geben. Dann werden wir in Frieden und Glück leben, ohne Krankheit oder Ärzte.

Was ist ein Arzt überhaupt? Auf Lateinisch heißt Doktor „Lehrer“. Daher ist ein Doktor jemand, der den Menschen beibringen sollte, ohne Krankheit zu leben. Wie sehr unterscheidet sich diese Definition von unserem gegenwärtigen, egoistische Medizinsystem?!

Wir können die Hauptnaturgesetze von unseren Zellen lernen: eine gesunde Zelle empfängt nur das Notwendigste, was sie zum Überleben braucht, und sie gibt den anderen Zellen soviel sie kann, und sorgt sich somit um den ganzen Organismus. Das Gegenteil davon ist Krebs, weil eine Zelle auf Kosten anderer lebt, dabei den gesamten Organismus tötet und folglich ebenfalls stirbt.

Das Gleiche passiert in unserer Gesellschaft: wir versuchen, uns über andere zu erheben und verbrauchen dabei mehr, um es zu erreichen. Jede Krankheit jedoch hat eine „Verhüllungsperiode“, in der die Krankheit noch nicht sichtbar ist. Und wenn die Krise da ist, dann manifestieren sich die Symptome sehr klar; die Gesellschaft hat bereits Krebs!

Wir müssen diesem Gedanken Aufmerksamkeit schenken. Ich bin ein Arzt und möchte unnötige Behandlungen durch Erziehung ersetzen, damit jeder gesund und glücklich sein kann. Was meinen Sie?

Mein Kommentar: Baal HaSulam schreibt in „Die Einführung zum Buch Sohar“:

Sowie der Egoismus aus der Welt verschwindet, werden auch die Ursachen aller Krankheiten nicht mehr da sein, da er ihre Ursache ist.

Kabbala Akademie

Wie wird die Menschheit in Zukunft sein?

Zwei Fragen, die ich über die Menschheit während der letzten Generation erhielt:

Frage: Wie wird die neue Menschheit leben?

Antwort: Die neue Menschheit wird entsprechend der Entwicklung der Menschen organisiert sein, anstatt gemäß von Regeln. Baal HaSulam beschreibt das im Buch, „Die letzte Generation. „Ferner wird dies letztendlich nur bis zur vollständigen Korrektur der Menschheit andauern, bis sie das Geben auf dem Niveau des Schöpfers erreicht hat. Dann wird die physische Welt, die wir heute sehen, verschwinden.

Frage: Wenn eine Person in ihrem physischen Körper verbleibt, dann müssen alle ihre Verlangen auch bleiben, einschließlich der tierischen Verlangen.

Antwort: Jedes Verlangen hat einen Nutzen. Unsere Verlangen werden nicht als egoistisch betrachtet, wenn sie für unsere Existenz notwendig sind.

Wenn sie für diesen Zweck verwendet werden, fangen wir an, sie spirituell wahrzunehmen.

Denn Essen, Sex und jedes andere Verlangen sind die Mittel, die uns dazu führen, dem Schöpfer ähnlich zu werden. Sie sind die Mittel, durch die wir im Stande sind, ein Teil der allgemeinen Harmonie der Natur zu werden.

Die Menschen werden einen Zustand erreichen, wo das Ziel der Versorgung des physischen und spirituellen Körpers darin besteht, in der Realität des Gebens und der Liebe zu existieren.

 

Kabbala Akademie

 

Das lichtvolle Fest Purim

Wir befinden uns innerhalb eines Schirms, auf dem unsere Eigenschaften dargestellt werden. Und wenn sie egoistisch sind, werden dementsprechend auch unsere Verlangen zu genießen auf den Stufen (in den Größen 0-1-2-3-4) unbelebt, pflanzlich, tierisch und „menschlich“ vor uns dargestellt – und so sehen wir sie als unsere uns umgebende Welt.

Also ist die sichtbare und von mir wahrgenommene Realität, in der ich lebe, ein Abdruck, ein Spiegelbild dessen (der Verlangen und der Gedanken), was sich in meinem Inneren befindet.

Und wenn ich zusätzlich zu meiner allgemeinen Natur – der Eigenschaft des Verlangens – die spirituelle Natur – die Eigenschaft des Gebens – erlange, dann eröffnet sich mir wie auf einem Computerbildschirm ein weiteres Fenster, in dem ich die höhere Welt – die Kräfte meiner Seele – sehen kann. Und nun erkenne ich, dass das, was ich im ersten Fenster sehe, eine Projektion meiner empfangenden Kräfte ist, und im zweiten Fenster zeichne ich die Form meiner Verbindung mit den anderen Menschen um des Gebens willen.

In dem gleichen Maße, in dem ich fähig bin, mich mit den anderen zu verbinden, selbst wenn es auf der Stufe „füge einem anderen nicht zu, was du nicht willst, dass man dir zufüge“ ist, kann ich die spirituelle Welt erkennen.

Und mein vollkommener spiritueller Zustand ist „Purim“, von „Pur“/Los, in diesem Zustand sind meine Verlangen korrigiert, ich habe mich mit allen Seelen vereint und habe meine Seele mit dem höheren Licht entsprechend dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften erfüllt.

Purim ist das Fest der Endkorrektur. Und während wir dieses Fest feiern, ziehen wir quasi aus jenem korrigierten Zustand, in den wir uns einordnen wollen, die Kraft an, die uns korrigiert und verbindet.

Der Brauch, an diesem Tag Masken aufzusetzen und sich zu verkleiden, ist entstanden, weil Haman (das egoistische Verlangen) sich in die Kleider von Mordechai (des altruistischen Verlangens) kleidet – und wir können in große Verlangen von Haman das Licht in die Eigenschaft von Mordechai empfangen.

Deshalb existiert ein Brauch, am Purim-Fest dreieckige Gebäckstücke, genannt „Haman-Taschen“, zu essen, weil die Tasche das Verlangen zu empfangen symbolisiert.

Wir müssen diese Verlangen von Haman erhalten und sie mit Hilfe von Mordechai durch das Licht Chassadim, die Eigenschaft des Gebens, mit der Absicht um des Gebens willen korrigieren. Dann werden wir das Licht Chochma empfangen können – die Enthüllung des Schöpfers, d.h. den Zustand der Endkorrektur.

 

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Auszug aus dem öffentlichen Vortrag „Kabbala für alle“, 15.03.2011

Schnellstraße zur spirituellen Welt

Das Licht kommt zu uns von oben und erweckt bestimmte Teile der Gesamtseele, um sie entsprechend ihrem Programm voranzubringen. Dieses Programm ist sehr kompliziert und sieht die Erweckung der Seelen in einer bestimmten Reihenfolge und Kombination miteinander wie bei den Teilen eines Körpers vor. Für unser Auge ist es unsichtbar, doch entsprechend dem inneren Aufbau der Seele sind sie miteinander verbunden, deshalb werden sie durch das Licht zum Zwecke einer gemeinsamen Arbeit auf der Suche nach der Eigenschaft des Gebens vereint. Das sind absolut fremde Menschen, verschieden und sehr weit voneinander in ihren materiellen Eigenschaften entfernt. Doch wir müssen glauben, dass es von oben so in die Wege geleitet wurde, alles vergessen, was uns daran hindert, uns zu vereinen, und danach suchen, was uns dabei helfen könnte. Während dieser Suche werden wir begreifen, dass die einzige Grundlage für die Vereinigung das Geben ist, das über dem Empfangen steht. Es gibt nichts anderes, was die Menschen verbinden könnte. Dieser Weg ist so unbeständig, als ob wir durch eine sehr unebene Straße fahren würden und unser Auto ständig bei jedem Schlagloch und jeder Unebenheit hoch und runter stuckern würde, doch trotz alledem muss es weiterfahren. Und je weiter wir vorankommen, desto öfter kommen diese Schwingungen und desto empfindlicher werden wir ihnen gegenüber, d.h., die Veränderungen, die sich in uns vollziehen, werden immer schlagartiger und bedeutender. Obwohl sie auch früher genauso gewesen sind, haben wir sie doch nicht besonders wahrgenommen und gespürt.

Deshalb ist es unmöglich, auf dieser Straße weiterzukommen, wenn man sie nicht ebnet, erst dann wird das Auto schneller und leichter rollen! Dieses Ebnen, das wir bei jedem Schlagloch und jeder Unebenheit auf diesem Weg durchführen müssen, ist nur unter der Voraussetzung einer gemeinsamen Meinung in der Gruppe und der Verbindung zwischen uns möglich. Sie allein füllt alle Schlaglöcher und fügt sie zusammen, wodurch der Weg geebnet wird.

Es gibt keine andere Möglichkeit zur spirituellen Weiterentwicklung, wenn er nicht geebnet wird. Störungen und Hindernisse, die vor denen auftauchen, die den Weg alleine bestreiten oder, was noch schlimmer ist, vor der Gruppe solcher Einzelgänger gehen wollen, sind dermaßen groß, dass sie nicht überwunden werden können.

Das Auto wird unweigerlich so steckenbleiben, dass es unmöglich sein wird, es herauszuziehen, und der Mensch wird dort bleiben, wo er ist – das Leben wird vorbei sein, doch er wird diesen Weg nicht zu Ende gehen und das Ziel nicht erreichen.

Aus diesem Grund muss die Arbeit vor allem auf die Vereinigung ausgerichtet sein. Dann werden wir erkennen, dass wir genau dadurch alles erreichen!

Nur davon hängt unser spirituelles Vorankommen auf diesem Weg ab, alle Anstrengungen und Enthüllungen geschehen nur in eine Richtung – ins Innere dieser Verbindung, die uns alle vereint.

Und hier hängt alles nur davon ab, wie sehr der Mensch die Verbindung unter den Freunden, über allen entstehenden Problemen, schätzt und nur eins versteht: „Es gibt niemanden außer Ihm“ – alle Hindernisse kommen vom Schöpfer, der diese inneren Schlaglöcher und Unebenheiten in uns entstehen lässt und uns auf tausendfache Weise verwirrt.

Und wir müssen uns vorstellen, dass alle Hindernisse von Ihm und nur zum Zweck, uns zu vereinen, kommen.

Darin besteht das ganze Erfolgsgeheimnis! Das ist die Basis, mit der alles beginnt und auf der alles andere aufgebaut wird.

 

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Die Psychologie der spirituellen Welt

Bekannterweise respektierte Baal HaSulam die materialistische Psychologie, denn mit ihrem Verständnis erleichterte sich der Eingang in die Wissenschaft der Kabbala. Die Psychologie spricht über die Kräfte der Seele eines lebendigen Wesens, das sich in dieser Welt auf dem tierischen Niveau befindet.

Und die Wissenschaft der Kabbala spricht über die Entwicklung dieser Kräfte im Menschen: wenn er sich aufgrund der aufwachenden Funken und unter der Einwirkung des Lichtes, das zur Quelle zurückführt, entwickelt. Dieses Licht wirkt von außen auf den Menschen ein und wacht gleichzeitig nach der Bitte des Menschen in seinem Inneren auf.

Dann beginnt der Mensch, sich zu entwickeln und zu sehen, welche Kräfte der Schöpferischen Seele, welche Formen des Gebens, sich in seinem Inneren entwickeln. Im Laufe ihrer Entwicklung offenbart er sie in Form der Gematrien (der Zahlenbedeutungen), in Form der Namen, und empfindet, welche Kräfte von der rechten Seite und welche Kräfte von der linken Seite ankommen. Es sind nicht die Seiten aus unserer Welt, sondern die rechte und die linke Linie in der spirituellen Wurzel. Das alles verbindet den Menschen sofort mit der Sprache der Zweige. Aber es sind schon die inneren Kräfte der Seele, die spirituelle Psychologie – die Wissenschaft der Kabbala.

Kabbala Akademie

Der Übergang von der materialistischen Psychologie zur spirituellen Psychologie

Früher sollten die Kabbalisten, die die spirituelle Offenbarung angestrebt haben, in unserer Welt beginnen mit allerlei Wissenschaften zu arbeiten, sich sehr bemühen und leiden, um aus der Materie zur Enthüllung der spirituellen Welt zu kommen, sowie um das richtige System der Verbindungen zwischen den Menschen zu offenbaren.

Dann wurden uns die Werke von Ari offenbart, in denen er über die inneren Verbindungen erzählt, die uns durch allerlei besonderen Systeme der Beziehungen führen: SoN, IschsuТ, Abba we-Ima, Arich Anpin usw. Mit diesen Ausdrücken erklärt er uns, in welchen Formen der Verbindung wir uns befinden können und wie uns ihre unterschiedlichen Vereinigungen beeinflussen. Es wird uns klar, wie wir sie selbst beeinflussen und neue Formen der Verbindung erschaffen können. Im Vergleich zur unseren Welt geschieht dort alles in der Eigenschaft des Gebens.

Genauso wie wir in unserer Welt irgendwelche Arten von Verbindungen aufbauen, damit sie uns beeinflussen, gibt es ein solches Netz der Beziehungen auch in der spirituellen Welt, die aber mehr innerlich sind. Auf diese Weise gehen wir aus der materialistischen Psychologie in die spirituelle über, wodurch uns die wahre Verbindung zwischen den Seelen offenbart wird. Wir können auch die Verbindung zwischen den Menschen spüren, die jetzt leben und denen, die früher lebten. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Mensch zum heutigen Zeitpunkt in dieser Welt existiert oder nicht, denn das Wichtigste ist, sich in dieses Netz einzureihen. Folglich verliert unsere Welt ihre Wichtigkeit und verschwindet, weil sie nur den äußerlichen Abdruck darstellt, durch den wir nach Innen gehen müssen.

Аri hat uns darüber erzählt, und Baal Schem Tow hat uns gelehrt, wie man mit der ganzen Ergebenheit der Seele (Mesirut Nefesch) arbeiten muss, indem er gesagt hat: „Der Schöpfer ist dein Schatten“. Und jetzt können wir mit Hilfe der Arbeit in der Gruppe aus diesem Netz der Verbindungen (das vom Baal Schem Tow nach Raschbi wieder aufgebaut wurde) das Licht heranziehen, das uns zur Quelle zurückführt. Wir erreichen diese Verbindung nicht einfach durch unseren Wunsch und aus eigener Kraft, sondern ziehen es von oben auf uns , aus diesem Netz des Leuchtens, welches als das umgebende Licht, das Licht der Tora bezeichnet wird.

Wenn wir über die Struktur dieses Systems lesen und es gemeinsam anstreben, um zwischen uns dieselben Arten der Verbindungen zu organisieren, dann ist es nicht wichtig, ob wir seine Funktionsweise verstehen oder nicht, denn unsere Bemühung wird die Einwirkung dieser Kraft hervorrufen.

Wenn wir in unserer Welt irgendein System begreifen wollen, dann reihen wir uns darin ein, studieren es in allerlei Formen und beginnen allmählich, dieses System zu verstehen. Plötzlich bildet sich in uns das Bild dieses Systems und wir begreifen, wie man darin arbeiten kann. Genauso geschieht es in der spirituellen Welt, es ändert sich nur die Absicht des Menschen. Wenn er sich ins höchste System einreiht, dann macht er das mit dem Ziel, sich diesem System anzuvertrauen. Je mehr er sich darin einreiht, desto weiter kommt er in seinem Begreifen.

Das Begreifen erfordert eine große Arbeit und das Studium: mit dem Lehrer, mit den Freunden, mit der ganzen Welt. Das alles verbindet sich miteinander.

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Auf der Suche nach der mittleren Linie

Rabash „Die Agenda der Versammlung-2“, Artikel Nr. 17, 1986:

Nun haben wir die erste Stufe der Freundesversammlung erreicht und es beginnt die zweite Stufe.“ Jeder wird sich überlegen, welche Handlungen er ausführen kann, damit alle die Freundesliebe erwerben mögen. In anderen Worten, was jeder Mensch tun kann, um in seinem Herz die Liebe für jeden in der Gemeinschaft zu erlangen.

Wenn die zweite Stufe abgeschlossen ist – die Überlegungen, was zugunsten der Gesellschaft getan werden kann – beginnt die dritte Stufe. Diese beinhaltet die Umsetzung der Dinge, welche entsprechend der Entscheidung der Freunde getan werden sollte. 

In dem Maße, in dem ich auf das Ziel ausgerichtet bin, muss ich auch ständig auf der Suche nach dem Mittel zur Erreichung dieses Ziels sein. Die Liebe der Freunde kann nicht weniger sein als mein Streben nach dem Ziel, den Schöpfer zu erreichen. Das muss mindestens genauso wichtig sein.

Anmerkung: Rabash schreibt nicht davon, dass auf der zweiten Stufe eine gewisse Ablehnung zwischen uns entstehen muss.

Kommentar: Wir sprechen nie über die Kultivierung von negativen Gefühlen, Eigenschaften oder Handlungen. Wir reden nur über das Positive. Das Negative kommt vor, damit wir das Positive verstärken können. 

Frage: Wir können den Schöpfer lediglich zwischen dem Punkt der Liebe und dem Punkt des Hasses erreichen. Befindet sich der Schöpfer in der Mitte dieser beiden Punkte?

Antwort: Der Schöpfer befindet sich in der richtigen Vereinigung zwischen ihnen.

Frage: Gibt es keinen zweiten Punkt?

Antwort: Natürlich nicht. Wir müssen die mittlere Linie finden, da sie sich weder in uns, noch in der Natur befindet.

Aus der TV-Sendung „Die letzte Generation“, 27.06.2018

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