Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Freude'

Nicht der Körper ist ewig, sondern die Seele!

Eine Frage, die ich erhielt: Spielt es eine Rolle, wie ein Mensch beerdigt wird?

Meine Antwort:1. Die Kabbala beschäftigt sich nur mit der Korrektur der Seele. 

Wenn der Mensch in die kabbalistische Gruppe kommt und beginnt, an sich zu arbeiten, um sich mit den Freunden zu verbinden, um die Bürgschaft zu erreichen, dann enthüllt er das Begreifen des Hasses in sich sowie die Abstoßung von den anderen. Gerade diese Abtrennung von den Freunden, die er empfindet, ist jene egoistische Eigenschaft, die er zur Eigenschaft der Liebe korrigieren soll. 

Es ist nur mittels des Lichtes möglich, das auf ihn während seines Studiums der kabbalistischen Quellen einwirkt (Baal HaSulam, Rabasch).

Angefangen mit den korrigierten Beziehungen zum Nächsten bis zur Nächstenliebe, kann man die Seele des Menschen insofern korrigieren, dass sie sich mit dem Licht des Gebens und der Liebe – mit dem Schöpfer anfüllt.                    

2. Der menschliche Körper hat keine Heiligkeit. Diese Beziehung zu unserem tierischen Körper ist von den Religionen bewirkt, die hauptsächlich auf der Verhüllung des Schöpfers basieren und gerade deshalb die Seele nicht empfinden oder unseren tierischen Körper für die Seele halten. Und deshalb scheint es dem Menschen so zu sein, dass es im Körper etwas gibt, da er außer seinem Körper nichts empfindet oder wahrnimmt. Im Altertum wurden die Nahrung, die Sachen, die Frauen und die Sklaven zusammen mit dem Körper des gestorbenen Mannes begraben – um ihn zu begleiten und ihm in seinem zukünftigen Leben im selben Körper zu helfen. Deshalb wurde der Körper balsamiert. Die Indianer Amerikas nehmen die Knochen der Vorfahren aus dem Grab heraus, waschen sie und legen sie wieder zurück, als ein Zeichen des großen Respekts.Die Hindus wählen ein Kleinkind aus und machen aus ihm den Heiligen.

Inwiefern im Christentum die Reliquien populär sind – muss man gar nicht erwähnen! Bis zum heutigem Tag werden die Streits über die Reliquien geführt. Die Beerdigung wird von einem Bund allerlei Rituale begleitet. Und sie alle sind auf der Unwissenheit und der Anbetung des Staubs gegründet. Die Moslems glauben, dass es auch in der zukünftigen Welt dieselben Vergnügen geben wird, die in unserer Welt vorhanden sind.

Der Judaismus hat auch mit den Jahren des Fallens aus der Empfindung der Spiritualität, des Schöpfers begonnen (im Exil, im Galut) – die Gräber zu achten und beschäftigt sich mit dem Wahrsagen und „den geistigen“ Manipulationen, bedeckt sich mit allerlei äußerlichen Ritualen, Formen der Kleidung, versucht den Tempel zu bauen.

Obwohl es allen klar ist, dass mit seinem heutigen geistigen Niveau der Tempel nichts mehr als der gewöhnliche Bau wird. Die Schlussfolgerung: in unserer Welt (in den Gedanken, Gefühlen, Taten, Gegenständen, Bräuchen) gibt es keine Heiligkeit (keine Ewigkeit, Vollkommenheit oder Göttlichkeit). Unsere ganze Welt beinhaltet drei Niveaus der Natur: unbelebtes, pflanzliches, tierisches. Das Niveau „der Mensch“ – das vom Wort „Adam“ kommt, d.h. „Dome“, ähnlich dem Schöpfer – muss man durch die Korrekturarbeit erreichen, indem man den gegenseitigen Hass in die gegenseitige Liebe umwandelt. Dadurch werden wir dem Schöpfer ähnlich, und werden gerade in dieser Eigenschaft, unabhängig von unserem tierischen Körper, die Ewigkeit und die Vollkommenheit wie der Schöpfer empfinden. Baal HaSulam: „Mir ist vollkommen egal, wo man den Sack mit meinen Knochen vergraben wird!“

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Wer hat meine Seele?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum ist es so schwer, die Bedingung „kaufe dir einen Freund“ zu erfüllen? Das sollte doch eigentlich angenehm für unseren Egoismus sein?

Meine Antwort: Du „kaufst“ deine Freunde, indem du dich vor ihnen klein machst und das tust, was sie wollen.

Das bedeutet „bezahlen“, und nicht voller Stolz mit einem Bündel Geld in den Laden einmarschieren und sich aussuchen, wen man kaufen möchte.

Du kaufst dir einen Freund, indem du das machst, was er braucht, du dienst ihm.

Du kaufst ihn nicht „von oben“, sondern „von unten“ – du bist bereit, alles für ihn zu tun, als ob er dich nicht brauchen würde.

Mit anderen Worten, verneigst du dich vor ihm und fragst ihn: „Was soll ich für dich tun, damit du mein Freund wirst? Ich bin zu allem bereit, gib mir bloß mein spirituelles Verlangen, meine Seele zurück!“

Du kannst ihn nicht mit Gewalt dazu zwingen, dir die Seele zurückzugeben – aber er hat doch deine Seele!

Und wenn du jetzt deine Seele zurückhaben willst, musst du um ihn kreisen und versuchen, so an ihn heranzugehen, dass er sie freilässt.

Nur von seinem guten Verhältnis dir gegenüber hängt dein Erfolg ab. Und wenn er kein gutes Verhältnis zu dir will, dann bist du verloren.

Hast du dich jemals um jemanden bemüht, um seine Zuneigung zu gewinnen?

Oder stell dir vor, du stehst vor einem Richter, der gleich ein Urteil gegen dich fällen soll, und er ist äußerst feindlich dir gegenüber eingestellt und kocht vor Wut.

Wie versuchst du ihn zu überreden, Gnade vor Recht ergehen zu lassen?

„Der Mensch und die Gruppe“ ist ein wahres kabbalistisches Drama…

Seifenoper mit dem Titel „Mein Leben“

Wir können lediglich die Ver- und Enthüllung in unserem Inneren beeinflussen. Denn wir befinden uns im unveränderlichen und ewigen Universum, das keinen Anfang hat und niemals ein Ende haben wird.

Selbst dann, wenn wir sagen, dass einst das Geschöpf entstanden ist, um die Korrektur zu erreichen, wonach sein Vorhaben beendet wird, indem es in den Schöpfer vollständig eingereiht wird, ist dies falsch, weil wir uns alles unter der Einbeziehung von Zeit vorstellen.

Wir können auch nicht anders, dies ist unsere Natur eben. Das Geschehende geschieht nicht, sondern existiert ständig.

Wir befinden uns innerhalb dieses einzigartigen Systems, das „die Natur“ oder „der Schöpfer“ heißt, in dem keinerlei Veränderungen geschehen. Nur wir ändern uns in unseren Empfindungen!

Engels formulierte folgenden Satz: „das Leben ist die objektive Realität, die uns in den Empfindungen gegeben ist“ – hätte man das Wort „objektiv“, mit „subjektiv“ – ersetzt, wäre die Aussage richtig! Wenn es überhaupt Veränderungen gibt – dann nur in unserem Inneren.

Wie können wir beginnen, uns bewusst und freiwillig zu verändern, um unsere Veränderungen unter Kontrolle zu haben? Es gibt solche Veränderungen in meinen inneren Wünschen, die meinen Blick auf die Realität so ändern, dass ich sie in Form von Problemen, Kriegen oder Leiden empfinde. Und es gibt auch gute Veränderungen, wer weiß jedoch, wie diese zu steuern sind?

Das lehrt uns die Wissenschaft der Kabbala. Und es steht fest, dass, wenn die Realität unveränderlich ist, dann kann ich nur meine eigenen Eigenschaften verändern, wodurch die Weltanschauung beeinflusst wird, und ich kann entscheiden, welche „Seifenoper“ ich unter dem Titel „Mein Leben“ sehen will.

Es heißt aber nicht, dass ich beliebige Filme aller Genres abspielen kann. Es gibt ein Programm, das mich zur Enthüllung des wahrhaften Bildes bringen sollte, wenn alle Verhüllungen verschwinden und ich wahrhaftig den ewigen und vollkommenen Zustand erreiche. Danach werde ich die Realität als beständig und unveränderlich ansehen.

Wenn ich das alles verstehe, dann kann ich auf dem guten Wege vorankommen. Ansonsten muss ich den Leidensweg antreten und darauf voranschreiten. Es handelt sich nur um die Veränderungen innerhalb des Menschen, welcher in der bisher unbekannten Umwelt existiert, die der Schöpfer oder die Unendlichkeit genannt wird. Wir sind nicht in der Lage, die Reihenfolge der Stufen zu verändern, die bereits in uns vorprogrammiert ist. Und wer sind wir eigentlich, um zu verstehen, wie das sein soll?

Aber wir können unser Vorankommen beschleunigen, uns eigenwillig darin einreihen und anstrengen. Und die Geschwindigkeit des Aufstiegs wird uns andere Empfindungen geben.

Denn es ist viel schwieriger sich zum schicksalhaften Ereignis hinzu bewegen, während man damit nicht einverstanden ist, und nicht in der Lage ist, es zu vermeiden. Und etwas ganz anderes ist es auch, zum erwünschten Ziel voranschreiten! Dann wird mir der Weg gefallen, und ich werde dieses mit Freude tun.

Das heißt, alles hängt von unserer Vorbereitung auf die folgenden Zustände ab, welche unvermeidlich kommen werden. Aber meine Bereitschaft bestimmt meine Empfindung und die Geschwindigkeit der Bewegung. Deshalb brauchen wir die Wissenschaft der Kabbala, um uns mit ihrer Hilfe unsere eigene Entwicklung auf dem guten, angenehmen und kurzen Weg zu machen, anstelle des schmerzvollen und langen Weges.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zum TES“, 10.06.2010.

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Auf eine äußere Betrachtung umschalten

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn wir unsere Verlangen auf der Stufe der Eindrücke verwirklichen, machen wir dadurch die materielle Welt freundlicher?

Meine Antwort: Wir alle sind aus einem Material geschaffen, welches als „Verlangen nach Genuss“ bezeichnet wird. Wenn das Licht auf das Verlangen so einwirkt, dass es auf eine Weise Zufriedenheit erlangt, die es zum schlimmsten Zustand hinführt, so betrachtet es nur sich selbst; es sorgt nur für sich und fühlt nichts außer sich selbst. Dieser „Kurzschluss“ erschafft das Bild unserer inneren Welt.

Bei der Korrektur unserer inneren Verlangen beginnen wir eine Realität, welche außerhalb dieser liegt, zu spüren. Wenn etwas durch die Verlangen anderer Menschen gespürt wird, wird dies die Obere Spirituelle Welt genannt, und das ist die Welt des ewigen Lebens.

Korrektur ist ein Lernprozess, wie wir das, was außerhalb von uns ist, wahrnehmen im Gegensatz zu dem, was innerhalb ist. Dies ist eine rein psychologische Aufgabe. Am Ende des Tages wollen wir alle Freude empfinden und streben nach dem Guten. Tatsache ist, dass wir schließlich unendliche Güte erlangen werden, aber nur unter der Bedingung, dass wir aus uns selbst „heraus treten“.

Nachdem wir aus uns selbst ausgetreten sind, wird das Material der Schöpfung (das Verlangen nach Genuss) als „ich selbst“ behandelt, und in der Tat gehört es auch mir. Das heißt, wenn es mehr mit uns im Einvernehmen liegt.

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Weltweiter Sohar Kongress vom 7. bis 9. Mai 2010 –>

Bücher über die Kabbala sind ein Puffer zwischen der materiellen und der spirituellen Welt

Wir müssen uns über die Welt, in der wir existieren hinaus, zur Höheren Welt erheben. Dies ist der einzige Zweck für unsere Welt. Menschen, die den Weg in die Höhere Welt enthüllt haben, beginnend mit Adam HaRishon, werden Kabbalisten genannt. Sie haben entdeckt, dass nur das Höhere Licht uns in die spirituelle Welt ziehen und uns helfen kann, die Korrektur zu erlangen. Allein das Höhere Licht besitzt die Fähigkeit uns zu korrigieren und uns die spirituellen Stufen hinaufzuführen.

Wir können dieses Licht dadurch auf uns ziehen, dass wir zu seinem System gehören. Derzeit sind wir diesem System nicht zugehörig, weil unsere Natur der des Lichtes entgegengesetzt ist. Unsere Natur ist empfangend, die des Lichtes hingegen gebend

Um das Licht der Korrektur anzuziehen, wurde ein „Adapter“, eine Art Puffer zwischen den zwei Systemen geschaffen. Dieser Puffer sind die Bücher der Kabbala , die uns mit den Seelen der Kabbalisten verbinden, die sie geschrieben haben. Wenn wir diese Bücher mit unseren physischen Augen lesen, so verbinden wir unsere Seelen (oder das noch Ungeborene unserer Seele, die in uns existiert) auf einer unbewussten Ebene mit der Seele des Verfassers und erfahren durch seine Seele Erleuchtung.

Manche Kabbalisten haben füreinander Bücher geschrieben, und darin die Höheren Systeme beschrieben um ihre Verwirklichung zu vervollkommnen und dem Schöpfer Freude zu bereiten. Oder um die Höhere Welt darauf vorzubereiten Seelen anzunehmen, die später in sie aufsteigen werden. Andere Kabbalisten haben für uns geschrieben, diejenigen, die in dieser Welt existieren, aber sie haben vier verschiedene Sprachen benutzt.

Drei der Sprachen- die Mikra, die Halacha und die Hagaddah ermöglichen es uns nicht, uns an die Höhere Ebene zu heften. Sie können nur von Menschen mit einer besonders geläuterten Seele genutzt werden. Außerdem benötigen wir in der besonderen Zeit, in der wir leben eine andere Art der Sprache. Die einzig für unsere Generation geeignete Sprache, ist die der Kabbala. Nur sie kann uns helfen, das Umgebende Licht anzuziehen und aufzusteigen.

Von allen Kabbalisten, die in der Sprache der Kabbala geschrieben haben, ragen der Ari und Baal HaSulam heraus. Ihre Sprache ist am geeignetsten bei der Suche nach einer Verbindung zur Höheren Ebene.

Ihre Texte haben auf uns die stärkste Wirkung, da das Umgebende Licht, das aus ihren Büchern kommt, für unsere Seelen am geeignetsten ist. So sind von allen heiligen Büchern, die einzigen für uns geeigneten die des Baal HaSulam, der die Kabbala für unsere Seelen angepasst hat.

Darüber hinaus gibt es Das Buch des Sohar, das absolut einzigartig ist. Es ist noch nicht einmal ein Buch, sondern ein Werkzeug, das wir zusammen mit dem Kommentar des Baal HaSulam nutzen können, der ihn speziell für uns geschrieben hat. Außer zu diesen Büchern können wir keine Verbindung zu irgendeinem der anderen Heiligen Bücher herstellen. Denn obgleich sie heilig sind (was bedeutet, dass sie über die Höhere Welt sprechen), können sie uns nicht helfen unsere Seelen zu korrigieren und den Zweck unserer Existenz zu erfüllen.

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Ein schmaler Steg in die spirituelle Welt

Das Buch Sohar wurde von einer Gruppe bedeutender Kabbalisten geschrieben, welche in ihrer Art in der ganzen Geschichte kein zweites Mal existierte. Sie schufen eine Brücke aus Sprache, Information, Kräften, Empfindungen und Licht, die unsere Empfindungen und unser Verständnis der offenbarten Welt mit der Wahrnehmung und dem Verstehen der verborgenen Welt verbindet.

Wenn wir das Buch Sohar, das sie schrieben, studieren und in den Zustand, in den sie uns führen wollen, einzutreten versuchen, dann sind wir wie ein kleines Baby, das begierig die Augen und den Mund aufreißt, um aufzusaugen, was die Mutter ihm erzählt. Es versteht überhaupt nichts, sondern schaut sie lediglich an und drückt seine Freude durch Bewegungen aus.

Wir müssen gleiche Anstrengungen unternehmen, um unsere Lehrer zu verstehen. Um dies zu tun, müssen wir uns in der gleichen Weise verbinden, wie die zehn Autoren des Buches Sohar miteinander verbunden sind. Selbst wenn wir es ohne irgendwelche Erklärungen lesen, werden wir allmählich anfangen, neue innere Reaktionen und Bewegungen zu fühlen. Aus unserem Innern, von einer unbewussten und unterbewussten Ebene aus, wird ein neues Reich oder eine neue Welt beginnen hervorzutreten und gewohnter zu werden.

Wir nennen unseren Unterricht „Studium des Buches Sohar„, jedoch in Wirklichkeit wird das Buch nicht studiert, sondern enthüllt, und die Offenbarung geschieht durch unsere Sehnsucht und Bereitschaft, die verborgene Welt wahrzunehmen. Die Bereitschaft muss durch die Einheit unter uns ausgedrückt werden, gleich der Einheit unter den Autoren dieses Buches. Es ist eine Einheit aller Punkte im Herzen – die Sehnsucht nach der Gleichheit mit dem Schöpfer. So beschreiben Kabbalisten die unerlässliche Bedingung, um das Buch Sohar korrekt zu gebrauchen.

Im Verlauf des Lesens des Textes dieses Buchs stelle ich kleine Klarstellungen bereit, um dabei behilflich zu sein, den Text „zu fassen“, gleich den Erklärungen eines Erwachsenen beim Spiel mit einem Kind.

Wann immer Kabbalisten über Das Buch Sohar schreiben, erwähnen sie es nicht als Das Buch Sohar, sondern einfach als Das Buch. Das drückt ihr Verlangen danach aus, aufzuzeigen, dass es kein anderes Buch in der ganzen Welt gibt!

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Der Mangel an Verlangen manifestiert sich als Mangel an Erfüllung

Das Kli (Gefäß) ist ein Abdruck des Lichtes im Verlangen. Es ist der Versuch des Gefäßes, einen besonderen Zustand zu erreichen, um Erfüllung zu erlangen. Wenn ich nach einer speziellen Form von Erfüllung suche, dann bedeutet dies, dass mein Verlangen bereits die „Form“ und Eigenschaft dessen erreicht hat, wonach ich mich sehne.

Dieses Licht ist bereits in mir vorhanden, aber es existiert in der Form eines Informationsträgers (Reshimo), in Form von Leere, einem hohlen Gebilde. Ich empfinde dies weder als Erfüllung noch als Freude.

In der Spiritualität sind diese Zustände nebeneinander. Das Gleiche gilt für die materielle Welt: Wenn ich etwas möchte und ich es sehen und fühlen kann, was muss ich sonst noch machen, um es zu bekommen? Ich muss mir Mühe geben!

In anderen Worten, ich muss meinem bereits bestehenden Verlangen eine neue Wendung geben, um möglich zu machen, das große Licht, welches wir als Erfüllung bezeichnen, innerhalb des kleinen Lichtes, „Reshimo“ genannt, zu offenbaren. Die Größe des Lichtes hängt von der Größe des Verlangens ab.

Ich fühle einen Mangel an Erfüllung, weil das Licht bereits existiert und auf mich aus einer Entfernung her scheint, mein Reshimo erweckt und mich zwingt, zu ihm zu streben. Der Unterschied zwischen Reshimo und Füllung ist nur abhängig von meinem Verlangen, da das Licht ewig und dauerhaft ist. Reshimo ist das Licht in mir, welches sich noch nicht in meinen Verlangen manifestiert hat.

Ich muss meine Anstrengungen erhöhen, um die Intensität meiner Verlangen zu vergrößern und die Fülle, die bereits in mir existiert, zu enthüllen. Aufgrund der geringen Intensität meiner Verlangen nehme ich sie als Reshimo war, als Mangel an Erfüllung.

Ich lebe in einem Ozean aus ewigem, konstantem und endlosem Licht, aber ich kann das nicht fühlen, da ich weder einen Kontakt dazu noch gemeinsame Eigenschaften damit habe. Wenn auch nur das kleinste Verlangen nach dem Licht in mir entsteht, beginne ich das Licht zu fühlen.

Auf der einen Seite bestätigt das geringste Gefühl mir, dass das Licht existiert, und auf der anderen Seite bedauere ich es, dass ich es nicht in vollem Ausmaß wahrnehmen kann. Das Bedauern, das ich als Resultat davon fühle, weil ich das Licht nicht in vollem Umfang wahrnehme, wird „Chissaron“ (Mangel an Erfüllung) genannt und drängt mich dazu, noch stärker das Licht erreichen zu wollen.

Wenn ich beginne, meinen Grad an Anstrengungen zu erhöhen, wird das Licht, welches ich in meinem schwächeren Verlangen als Reshimo verspürt habe, sich in Fülle verwandeln. Das Licht ist unveränderbar, aber wenn mein Verlangen wächst, wird das, wonach ich mich sehne, Wirklichkeit.

Ich befinde mich immer in einem Ozean aus Licht und der ganze Unterschied liegt darin, ob ich mich selbst darin in einem kleineren oder größeren Ausmaß erkenne.

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Der Aufbau des Verlangens


Alles geschieht in dem Verlangen, Freude zu empfangen, das vom Schöpfer geschaffen wurde. Bei seiner Entwicklung geht dieses Verlangen durch Veränderungen. Anfangs bin ich mit dem Verlangen einverstanden und nicht im Konflikt mit ihm. Welcher Konflikt sollte schließlich vorhanden sein, solange ich mich nicht vom Verlangen trenne und nach seinem Befehl handle?

Ich weiß immer noch nicht, dass nicht ich es bin, der etwas will, sondern dass das Verlangen mich kommandiert. Ich erkenne oder unterscheide mich immer noch nicht gesondert als:

1. Ein Verlangen
2. Ein menschliches Wesen

Wenn der Punkt im Herzen (der Schöpfer) in mir erwacht und mir die Sehnsucht zu geben gibt, dann erkenne ich, dass das Verlangen nicht mein Eigenes ist. Jetzt gibt es:

1. Ein Verlangen
2. Ich (der Punkt im Herzen)

Beim Versuch die Verlangen zu ändern, trenne ich sie von mir mehr und mehr ab und beginne zu fühlen, dass ich ihnen Untertan bin. Ungeachtet der Tatsache, ob ich meine Verlangen genieße oder wegen ihnen leide, beginne ich zu verstehen, dass Verlangen zu mir gesandt wurden. Meine Realität scheint dann aus drei Elementen zu bestehen:

1. Der Schöpfer
2. Die Verlangen, die von Ihm gesandt wurden
3. Ich

Kabbala erklärt, dass ich die freie Wahl habe, um die Wichtigkeit des spirituellen Ziels über die Interessen meines Körpers und meines momentanen Lebens zu erheben. Dies kann unter dem Einfluss der Gruppe und des Höheren Lichts geschehen. Ich kann dann meine Verlangen ändern, um das Ziel zu erreichen. Auf diese Weise werde ich mich dem Schöpfer, dem Geben, angleichen.

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Die Kabbala ist das steuernde Programm der Schöpfung


Die Wissenschaft der Kabbala ist nicht nur eine Beschreibung der Realität, sie ist viel eher das steuernde Programm der gesamten Schöpfung, Anweisungen für die Geschöpfe dazu, wie man die gesamte Realität verwendet. Das Programm ist so geschrieben, dass es an und für sich eine gesamte Realität ist.

Wenn wir Kabbalistische Texte lesen oder darüber sprechen, wenn wir darüber nachdenken oder sie fühlen, absorbieren wir ungewollt das Licht innerhalb von uns selbst, in unserem noch nicht geformten Verlangen. Das Licht formt dieses Verlangen aus, indem es uns in eine neue Realität führt.

Wir müssen verstehen, dass die Wissenschaft der Kabbala alles in sich vereint, das Material (das Verlangen, die Schöpfung) und das Licht (der Schöpfer). Tatsächlich schreibt man Schöpfer auf Hebräisch „Bo-Re“, was „komm und sehe“ bedeutet was in den Gefässen der Wahrnehmung des Geschöpfes enthüllt wird.

Es ist ein Programm der Schöpfung, das vom Beginn bis zum Ende die gesamte Schöpfung und all das beinhaltet, was wir wahrzunehmen fähig sind, zusammen mit der Urkraft, die uns erschuf und alles lenkt. Es gibt nichts, was durch diese Wissenschaft nicht abgedeckt wird. Normalerweise, denken wir, dass die Wissenschaft eine Beschreibung irgendeines (Kraft-)Feldes der Schöpfung und dessen Eigenschaften ist.

Aber die Kabbala ist keine Beschreibung. Ihre Buchstaben selbst sind Gefässe der Wahrnehmung. Die Aktionen, worüber die Wissenschaft der Kabbala spricht, sind tatsächliche Aktionen, und wenn wir fähig wären, diese Zeilen so zu lesen, wie sie geschrieben wurden, hätten wir diese Aktionen durchgeführt indem wir sie lesen. Tatsächlich lesen wir innerhalb unseres Verlangens und unser Verlangen hätte diese Aktion augenblicklich und simultan mit dem Lesen des Textes vollzogen.

Die Wissenschaft der Kabbala ist die tatsächliche Realisierung des gesamten Materials der Realität und nicht eine Beschreibung der Struktur der Schöpfung und wie sie funktioniert. Die Wissenschaft der Kabbala an und für sich setzt die Realität in Bewegung. Kabbalisten schreiben ihre Bücher für diejenigen, die bereits einen anti-egoistischen Schirm über ihrem Verlangen nach Freude zu empfangen besitzen und augenblicklich alle Aktionen durchführen können.

Die Geschichte vom Gast und Gastgeber lehrt uns über die spirituellen Welten

Eine Frage, die ich erhielt: Was verändert sich zwischen den spirituellen Welten?

Meine Antwort: Die Veränderung findet im Verlangen oder der kontrollierenden Kraft statt, dem Wertesystem relativ zum Geber und wie wichtig Er ist. Dies bestimmt alles.

Das Einzige, was im ganzen Universum existiert, ist das Verlangen nach Freude, das zwei Prinzipien folgen kann: Dem persönlichen Nutzen oder dem Nutzen des Gebenden. Es gleicht dem Beispiel vom Gast und dem Gastgeber, wo der Zustand des Gastes als Azilut, Brija, Jezira oder Assija bezeichnet wird, abhängig von der Reaktion des Gastes gegenüber dem Gastgeber. Zum Beispiel:

* Wenn er sich in der Welt Assija befindet, dann verzehrt er das ganze Mahl.
* Wenn er sich in der Welt Jezira befindet, dann hat er Zweifel, ob er essen soll und wie viel er zu sich nehmen soll?
* Wenn er sich in der Welt Brija befindet, dann macht er eine Berechnung und weiß, dass er keinen Fehler begehen wird; er wird in der Lage sein, dem Gastgeber zu zeigen, dass er Ihm Freude bereitet.
* Wenn er sich in der Welt Azilut befindet, dann verzehrt er alles wie in der Welt Assija, jedoch ist er sich sicher, dass er dies alles für den Gastgeber tut! Letzten Endes haben sie sich miteinander vereinigt, da es keine Unterschiede mehr zwischen ihnen gibt.

Und dies alles beschreibt den inneren Zustand eines Menschen.

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