Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Empfangen'

Arbeit in allen Phasen

Frage: Was müssen wir von unseren Freunden erwarten: sollen sie höher stehen als ich oder sind wir alle gleich?

Antwort: Es ist egal, ob sie größer oder kleiner sind als ich. Ich muss in allen Phasen bereit sein zu arbeiten! Ich muss sie unterschiedlich behandeln.

Es gibt in dem empfangenden und gebenden Zustand, in dem wir unsere Verbindung erreichen müssen, kein Höheres oder Niedrigeres. Dort ist jeder höher als auch niedriger als andere, da jeder von uns seine besonderen Eigenschaften hat. Ich sollte diese Eigenschaften an das große Kli/dem Gefäß der ganzen Seele weitergeben und davon das erhalten, was ich für das richtige Gelingen benötige.

Nur wenn wir uns um den Gesamtzustand der Seele kümmern, die bereits Adam oder der Schöpfer genannt wird (je nachdem, wovon gesprochen wird: von der Struktur des Systems selbst, oder was es ausfüllt), können wir über die richtige Arbeit sprechen. Nur die Vereinigung mit dem Schöpfer oder das Streben nach der Verbindung gibt uns die Grundlage für die richtige Arbeit.

Frage: Sollte ich es als eine Tatsache betrachten, dass das Streben meiner Freunde nach dem Schöpfer stärker ist als meines?

Antwort: Wenn ein Mensch so fühlt, dann treibt ihn das voran.

Es wurde gesagt: „Das Ende der Handlung befindet sich in seiner ursprünglichen Absicht“, d.h. der Beginn bestimmt die Handlung. Für mich ist es vor allem wichtig, den Schöpfer zu bestimmen: was suche ich, wohin kann ich gehen, was strebe ich an, welchen Zustand sehe ich als mein Ziel an – darauf aufbauend werde ich mich danach umschauen, was ich brauche, um dieses Ziel zu erreichen.

Frage: Wenn ich ein Ziel vor Augen habe, was macht mich dann in der spirituellen Arbeit kleiner als meine Freunde in der Gruppe?

Antwort: Jeder große Kabbalist auch in der kleinsten Gruppe, wird in irgendetwas kleiner als die Freunde sein. Er muss mit ihnen verbunden sein, damit sie ihn mit ihren Verlangen, Hoffnungen und Gedanken beeinflussen können. Er muss ihre Wünsche, ihr Streben von ihnen erhalten. Er wird sonst nicht in der Lage sein, aktiv an der Gruppe teilzunehmen, auch wenn er der Größte ist. Er muss kleiner sein als sie, muss ihnen dienen können, um ihr Streben nach dem Schöpfer aufrecht zu erhalten, nur dann kann er mitarbeiten.

Aus der TV-Sendung „Die letzte Generation“, 09.05.2018

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Im Krieg mit der Illusion.

Wir befinden uns jetzt in einer besonderen Zeit von Chanukka. Im Wesentlichen ist Chanukka ein Prozess der bis zum Ende der Korrektur existiert und zu Beginn jeder Stufe durchlaufen wird.

Jedes Mal, wenn neue Informationen aus der Zersplitterung (Reshimot) in uns aufgedeckt werden, müssen wir eine Einschränkung machen. Der Bildschirm, das reflektierte Licht, all das wird als die Korrekturen von Chanukka bezeichnet.

Wir bemühen uns ständig, „im Verstand“ zu bleiben und gemäß unserem irdischen Verstand und unserem Gefühl zu leben. Das ist für unseren Egoismus und in dieser Welt üblich. Wir müssen im Gegensatz dazu eine andere Form festlegen. Alles was wir mit unserem Verstand und mit unserem Herz sehen, fühlen, verstehen, – offenbart sich in unseren egoistischen Wahrnehmungsorganen. Es heißt: „Sie haben Augen aber sehen nichts, sie haben Ohren aber hören nichts.“

Wir möchten alles im Verlangen zu geben wahrnehmen was als Glaube über dem Verstand bezeichnet wird. Wir entscheiden, dass alles von einer höheren Kraft kommt, die gut und Gutes tuend ist- und das in jedem Moment des Lebens.

Es gibt Momente, in denen es uns mehr gelingt, und manchmal weniger. Dieser Krieg ist ständig vorhanden. Es ist der Krieg der Makkabäer gegen die Griechen. Dieser Krieg setzt sich innerhalb des Wissens, innerhalb der Empfindungen dieser Welt, des rationalen Verstandes und der Philosophie, unseres egoistischen Geistes fort. Damit haben wir viele Kommunikationssysteme zwischen uns aufgebaut.

Wir kämpfen für eine andere Existenzform und erkennen, dass alle unsere Empfindungen und Ideen falsch sind. Das ist ein trügerisches Bild der Wahrnehmung, der Realität, da es innerhalb des egoistischen Verstandes geschieht.

Wir müssen verstehen lernen, dass die Wahrnehmung der Realität in unserem rationalen Verstand von der einzigen, absolut guten, höchsten Kraft kommt. Jede Form, die wir im Verstand wahrnehmen wird uns nur deshalb gegeben damit wir uns zu einer anderen Wahrnehmung zum Glauben über dem Verstand erheben.

Das heißt, wir entscheiden, dass alles vom Schöpfer kommt der uns nur in dieser Form zu einer wirklichen Wahrnehmung der Realität zur wahren Welt führen kann.

Wir müssen jeden Tag, 24 Stunden lang trotz all der Eindrücke der irdischen Gefühle und des rationalen Verstandes versuchen, die Wahrheit zu erkennen.

Wir rennen von dieser verstandesmäßigen Wahrnehmung nicht weg, da „der Schöpfer eins gegenüber dem anderen geschaffen hat“. Wir streichen nichts durch, sondern verarbeiten es richtig: eins gegenüber dem anderen, bis wir für jedes Konzept „im Verstand“ ein Konzept „über dem Verstand“ aufbauen können.

Wir gewinnen so die Wahrnehmung der spirituellen Realität und beginnen auf zwei Stufen zu handeln: auf der materiellen Stufe, unter Beachtung aller Gesetze und Regeln, die zwischen den Menschen dieser Welt verwendet werden, sowie in der wahren spirituellen Realität. Das höhere Licht wird offenbart, da wir unter allen Bedingungen in der Lage sind, ein Fässchen mit Öl anzuzünden und so die Offenbarung des Schöpfers und der höheren Welt zu erreichen.

Tag für Tag und jeden Moment müssen wir versuchen, uns in diesem Krieg zu sehen. Wir müssen uns das Bild im Verstand und das Bild über dem Verstand vorstellen. Dies ist der Krieg der Makkabäer gegen die Griechen: die Griechen bewegen sich im Verstand und die Makkabäer über dem Verstand.

Aus dem Unterricht „Chanukka laut der Wissenschaft der Kabbala“ vom 14.12.2017

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Der Feiertag des ersten Sieges über sich selbst

Unser egoistischer Wunsch heißt „die Griechen“ oder das „Wissen“, was bedeutet, dass wir mittels unserer Vernunft und unserem heutigen Gefühl vorankommen wollen. Denn worauf können wir uns eigentlich noch verlassen oder stützen? Nur darauf, was wir schon haben. Hier entsteht aber ein Problem, weil wir mit diesen Kelim nicht die spirituelle Welt betreten können.

Aber die spirituelle Welt befindet sich hier und jetzt und es existiert keine Entfernung, die wir überwinden müssen, sondern nur eine Dimension, in der wir sie begreifen müssen.

Wir begreifen die spirituelle Welt in unseren zusätzlichen Sinnesorganen, die wir über dem eigenen Wissen und der Rationalität entwickeln müssen, d.h. über dem Ego, das wir hierzu richtig vorbereiten müssen, um darin zum ersten Mal zu beginnen, die spirituelle Welt wahrzunehmen.

Der Krieg ‚Makkabäer ‚beschreibt diesen Prozess symbolisch und der Sieg in diesem Krieg heißt Chanukka, was „sie blieben hier stehen“ oder „Chanu Ko“, die Erholung auf dem Wege bedeutet. Dieser Zustand heißt „Chafez Chessed“ (nichts für sich zu wünschen) oder Bina, die als Offenbarung des Schöpfers oder die erste Korrektur des Egos verstanden wird.

Auf dieser Etappe erhebt sich der Mensch über sein Ego und beginnt, die zusätzliche Empfindung zu entwickeln, die mit „dem Geben“ bezeichnet wird. Mit ihrer Hilfe beginnt er, die spirituelle Welt zu empfinden. Obwohl der Mensch die spirituelle Welt empfindet, verhält er sich in dieser Realität immer noch passiv, wie der Embryo im Fruchtwasser.

Es heißt „die Erholung“ eben, weil der Mensch in Wirklichkeit noch nicht bereit ist, über das klare Wissen und die Wahrnehmung zu verfügen, die „das Begreifen“, die Klarheit und die Offenbarung beinhalten, wonach er zum Schöpfer wird und die ganze spirituelle Welt lenkt. Wenn man diesen Zustand und die Situation mit dem Gast und dem Gastgeber gegenüberstellt und den wachsenden Wunsch zu genießen nicht beachtet, befindet man sich dann auf der Stufe von Chanukka, wo der Mensch auf das Empfangen verzichtet. Es ist schon eine geistige Arbeit des Menschen, d.h. er möchte nichts bekommen, an der Spiritualität nicht aktiv teilnehmen, sondern darin nur anwesend sein.

Deshalb ist es an diesem Feiertag verboten, das Kerzenlicht zu benutzen und es nur anschauen. Dazu wird es angenommen, dass zur Chanukka ein Wunder geschieht, weil der Ausgang aus unserem Ego nach draußen erfolgt, anders gesagt das Wunder des Sieges über die Selbstsucht, nach dem Auszug aus Ägypten: die Befreiung von den Wünschen und den Gedanken, die uns in dieser Welt festhalten und nicht zulassen, die spirituelle Welt zu empfinden.

Kabbala Grundkurs

Die Gebote der Natur = Die Gesetze des Schöpfers


Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Der Frieden„ den Absatz „Die Notwendigkeit vorsichtig mit den Naturgesetzen umzugehen“:

Es ist lebensnotwendig für uns, die Gebote der Natur zu studieren und zu wissen, was von uns verlangt wird, ansonsten wird sie uns gnadenlos bestrafen. Die Natur verpflichtet den Menschen, ein gesellschaftliches Leben zu führen und wir müssen die Gebote untersuchen, die wir laut der Anordnung der Natur in unserer Gesellschaft einhalten müssen. In der Tat gibt es nur zwei gesellschaftliche Konzepte, die man einhalten sollte: „Empfangen“ und „Geben“.

Dies bedeutet, dass die Natur jedes Mitglied der Gesellschaft zu Folgendem verpflichtet:

1. Seine Bedürfnisse von der Gesellschaft gedeckt zu bekommen und
2. durch seine Arbeit der Gesellschaft zum Wohlsein zu nutzen.

Und es ist verpflichtet, beide Gebote richtig einzuhalten, denn wenn es eines von ihnen bricht, wird es gnadenlos bestraft.

Wenn der Mensch gegen das Gebot des Empfangens verstößt, erfolgt die Bestrafung auf dem Fusse, was jegliche Vernachlässigung auslässt und uns dazu zwingt, es einzuhalten. Doch bei dem anderen Gebot, dem Geben zur Gesellschaft, erfolgt die Bestrafung nicht nur sofort, sondern wird auch indirekt verabfolgt. Darum wird dieses Gebot nicht richtig eingehalten.

Die Natur ist ein kompetenter Richter, der uns je nach unserer Entwicklung bestraft, denn wir können sehen, wie sich die Menschheit entwickelt, so werden auch die Schmerzen und Schwierigkeiten für unsere Existenz zu sorgen immer mehr. Und das Leiden wird immer mehr, bis die globale Krise uns zeigen wird, dass die schöpferische Vorsehung geboten hat, mit aller Macht das Gebot des Gebens an andere mit äußerster Präzision einzuhalten.

Und solange wir nur nachlässig dieses Gesetz einhalten, so wird die Natur nicht aufhören, uns zu bestrafen. Und sie wird uns natürlich besiegen und wir werden dazu gezwungen werden – wie ein einziger Mensch – die Gebote mit allen erforderlichen Mitteln einzuhalten.

Kabbala Grundkurs
 

Helft mir zu verstehen, was ich will

Frage: Was genau, welche Klärung muss ich von der Gruppe verlangen?

Antwort: Ich muss klären, was das Geben bedeutet, denn ich weiß es noch nicht! Es ist innerhalb meiner Verbindung mit Freunden verborgen.

Wir müssen uns zusammen anstrengen und versuchen, das Geben zwischen uns zu enthüllen. Und nicht irgendwo dort, im Himmel, sondern hier, auf Erden (Arez), d.h. in unseren Verlangen (Razon).

Und dieses Land/Verlangen müssen wir zum „Land Israel“ machen (Erez Isra-El, Yashar-Kel), damit das in der Verbindung zwischen uns enthüllte Verlangen dermaßen richtig, stark und klar ist, dass sich in ihm der erste heilige Name enthüllt – die erste Enthüllung des Schöpfers an uns. Danach müssen wir streben.

Doch diese Klärungen werden gemeinsam gemacht und nicht von jedem persönlich. Diese Klärung macht die Gruppe, abhängig davon, wie sehr jeder will, dass es geschieht.

Aus all diesen Verlangen bauen wir ein gemeinsames, starkes Verlangen auf, um gemeinsam zu klären, was das Geben, das wir erreichen wollen, bedeutet und in welcher Form wir es enthüllen wollen – d.h. in der Verbindung zwischen uns -, inwieweit wir bereit sind, uns wie ein Mensch mit einem Herzen für dieses Ziel, dieses Verlangen zu verbinden.

Durch all das formen wir in uns das Bedürfnis nach dem Erhalten der Tora – der Hilfe von oben, des Lichts, das zur Quelle zurückführt. Genau das hat das Volk am Berg Sinai erhalten – nichts außer der Fähigkeit, die Hilfe des höheren Lichts zu nutzen.

Infolgedessen enthüllen sich ihnen alle möglichen Hindernisse und Vergehen, die Enthüllung des Bösen als das Gefäß für die Enthüllung der Namen des Schöpfers.

Ständig enthüllen sich zerbrochene Verlangen, die von uns korrigiert werden, und darin enthüllen wir Seinen heiligen Namen, die Eigenschaft des Gebens.

Und bis dahin offenbart sich das genaue Gegenteil, die egoistische Eigenschaft des Empfangens. Das heißt, die Arbeit besteht darin, über den Hass zur Vereinigung, zur Einheit zu gelangen.

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Chanukka ist das Fest des Lichtes in uns


Wenn der Mensch drei Eigenschaften in sich selbst auf korrekte Weise anordnet, welche als „Kerze“ „Öl“ und „Docht“ bezeichnet werden, so erreicht er einen Zustand den wir als Chanukka bezeichnen, was aus den Worten „Chanu Ko“ herrührt, was so viel wie „hier aufhören“ bedeutet. Der Mensch erreicht somit eine kurze Verschnaufpause in der Mitte des Weges.

Das „Öl“ ist unsere Material, unser Wille zu Genießen, der Inhalt des Gefäßes oder Klis. Dieses ist unfähig aus sich selbst heraus zu leuchten und ist auf das Licht, welches wir von außen anziehen angewiesen. Es kann nur mit Hilfe eines Dochtes zum Leuchten gebracht werden. Der Docht muss im Öl eingetaucht werden, aber ein Teil muss herausreichen, da er den Schirm symbolisiert, den wir außerhalb unseres egoistischen Verlangens (außerhalb des Öles) erbauen.

Der einzige Teil des egoistischen Verlangens, der in der Lage ist zu scheinen (in Kontakt mit dem Höheren Licht sein), ist jener Teil, der innerhalb des Schirmes eingeschlossen ist. Anders gesagt, kann nur das Öl, welches im Docht getränkt ist, entzündet werden. Das kann nur unter der Bedingung geschehen, dass das Öl nicht nur den Docht durchdringt, sondern sich über die Ebene des restlichen Öles ( Egoismus) erhebt, und in Richtung Bina, das Licht (Eigenschaft des Gebens) emporsteigt. Erst dann wird es in der Lage sein, zu leuchten.

Das Licht erscheint am oberen Ende des Dochtes, dem Platz, an welchem der Docht den Kontakt mit dem Öl, dem Egoismus, verliert. Das reflektierte Licht ist das Feuer, das von unten nach oben steigt, um so zu Keter der 10 Sefirot des Reflektierenden Lichtes zu erreichen. An diesem Punkt gibt es kaum einen Zusammenhang zwischen dem Reflektierten Licht und der Kraft des Wunsches zu Empfangen, dem Egoismus, der die Kraft für die Verbrennung liefert. Das Öl steigt im Docht nach oben und dies ist dann der einzige Ort, an dem der Kontakt, oder die Angleichung der Form zwischen dem Öl im Docht und dem Licht erreicht wird. Nur zusammen können sie leuchten. Das Licht kann sich nicht manifestieren, bis es eine Verbindung mit dem in Öl getränkten Docht eingeht.

Wenn wir uns eine brennende Kerze vorstellen, können wir die innere Arbeit des Menschen auf dem spirituellen Weg und was wir für unsere Seele zu tun haben, um eine Angleichung an das Licht, dem Schöpfer zu erreichen, besser verstehen. Das Verlangen verschwindet nicht, sondern muss vielmehr komplett an den Schirm, dem Docht, angeheftet werden. Daraus erbauen wir in uns die Mittlere Linie in dem Maß, in dem wir in der Lage sind, das Öl (Verlangen) in den Docht zu bringen.

Der Schirm kann nur einen kleinen Teil des Verlangens einschließen. Der Docht symbolisiert diesen Schaft, die dünne Linie, die der Maßstab der Angleichung zwischen unserem Verlangen und dem Licht ist. Der Schirm, oder die Mittlere Linie besteht aus diesen beiden Kräften – dem Öl und dem Docht, der rechten und der linken Linie.
Die rechte Linie ist Geben und Licht und die linke Linie ist das Empfangen, das Öl. Die Mittlere Linie, welche wir aus den beiden höheren Eigenschaften des Gebens und Empfangens erbauen, wird Seele genannt.

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Streßbewältigung in einer Welt mit dem höchsten Stresspegel aller Zeiten!

Jeden Morgen überqueren wir Straßen mit dichtem Verkehr, um uns am Arbeitsplatz der Lawine von Pflichten zu stellen. Nach einem neunstündigen Arbeitstag kehren wir nach Hause zurück und müssen Elternschafts-, Finanz-, Gesundheits- und Beziehungsprobleme bewältigen, die zu unerschöpflichen Stressquellen und zum toten Gewicht unserer modernen Welt geworden sind. Umfragen zeigen, dass in den USA ein absoluter Höchstwert des Stressniveaus erreicht wurde. Laut dem diesjährigen Bericht der American Psychological Association gehören etwa 90% der jungen Amerikaner der Generation Z im Alter zwischen 15 und 21 Jahren zu denen, die am stärksten betroffen sind.

Dem Rest der Welt geht es nicht viel besser. Eine von Gallup in mehr als 145 Ländern durchgeführte Studie hat gezeigt, dass die von den Menschen gemeldeten täglichen Sorgen, Stresssituationen, körperlichen Schmerzen, Trauer- und Wutzustände seit Beginn der Datenaufzeichnung die höchsten Werte erreicht haben. Um Trends in Bezug auf Hoffnung oder Verzweiflung zu untersuchen, berechnet die Gallup-Studie einen Indexwert der negativen Erfahrungen. Die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass dieser Wert von 23 auf 30 gestiegen ist, was im letzten Jahrzehnt auf eine deutliche Steigerung um 30% hinweist.  [Rest des Beitrags lesen →]

Ist der Frieden zwischen Mann und Frau möglich?

RABASH, Band 3, Artikel „Verschiedene Zustände“: „Wenn ein Mann und eine Frau würdig sind, so herrscht die Shechina zwischen ihnen“.

Man sollte fragen: stehen sie nicht einander gegenüber? Und wie ist es möglich, dass zwischen ihnen Frieden herrscht?

Doch genau dann, wenn der Mensch würdig ist, d.h. das Empfangen ins Geben verwandelt, was „Empfangen um des Geben willen“ bedeutet, herrscht der Frieden zwischen ihnen.

Sonst gibt es keine Einigung zwischen ihnen: der Eine unterwirft sich einfach dem Anderen und die Kategorie der Unterwerfung gehört nicht zur Liebe und Vollkommenheit, weil der Unterworfene immer darauf wartet, die Macht wieder zu erlangen.

In der Wissenschaft der Kabbala verkörpert der weibliche Teil das Empfangen und der männliche Teil das Geben. In jeder Seele gibt es einen männlichen und einen weiblichen Teil, die Kraft des Empfangen und die Kraft des Geben, das Verlangen zu genießen und den Schirm, und sie müssen ausbalanciert sein.

Das Verlangen zu genießen, die weibliche Kraft ist die Hauptkraft, die Schöpfung, doch darüber muss es einen Schirm geben, und der Schirm ist die männliche Kraft.

Wenn diese Kräfte sich im Gleichgewicht befinden, dann bedeutet das: Mann, Frau und die Shechina, die Kraft des Schöpfers, zwischen ihnen.

Sie arbeiten mit dem höheren Licht, dem Schöpfer, zusammen und es erfüllt sie mit Hilfe von Siwug de Hakaa (Paarung durch Schlag). Es entsteht eine Verbindung dieser drei Kräfte: von Mann, Frau und dem höheren Licht, welches das Kli ausfüllt.

In unserer Welt ist die Kraft des Schöpfers jedoch verborgen, Männer und Frauen existieren getrennt voneinander, niemand verpflichtet sie, sich zu vereinen und wir können keine Verbindung zwischen ihnen feststellen.

Wenn wir nach dem Licht, nach der Kraft des Schöpfers streben, werden Männer und Frauen, gezwungen sich zu verbinden, weil wir ohne die richtige Verbindung zwischen uns den Schöpfer nicht enthüllen können.

„Mann und Frau und die Shechina (die göttliche Anwesenheit) zwischen ihnen“ – auf diese Weise müssen wir gezwungenermaßen zur richtigen Verbindung zwischen Mann und Frau kommen, damit sich die höhere Welt zwischen ihnen enthüllt.

Frage: Was bedeutet, zur richtigen Verbindung zu kommen?

Antwort: Ein Mann und eine Frau müssen sich auf gleicher Höhe bewegen und in ihrer Bedeutsamkeit gleich sein und jeder muss den Anderen ergänzen, wie das vor Adams Sündenfall war.

Vor der Trennung von Adam und Eva waren sie quasi „ein Körper“, und auf diese Weise müssen wir uns wieder vereinen.

Frage: Warum wurden Adam und Eva getrennt?

Antwort: Damit wir spüren, wie unvollkommen jeder von uns für sich alleine ist und dass wir nur durch die Verbindung untereinander die gleiche Höhe mit dem Schöpfer erreichen können. Gerade durch diese Erkenntnis werden wir den Schöpfer enthüllen, wir werden Ihn zwingen, sich in uns zu enthüllen.

Wenn wir uns nicht verbinden, wird Er sich nicht enthüllen – das ist die Bedingung der Bürgschaft zwischen uns drei.

Kabbala Grundkurs

Blitz Tips der Kabbala 20/11/16

Frage: Existieren Sie, so wie Sie es uns von der Weisheit der Kabbala erzählt haben, gerade jetzt in zwei Welten, in der physischen und der spirituellen Welt?

Antwort: Ich existiere mit Ihnen.

Frage: Können Sie uns aus eigener Erfahrung erzählen, wie man die Eigenschaft des Schöpfers, die Eigenschaft des Gebens, erwirbt?

Antwort: Es ist nur durch die Gruppe möglich. Wenn ein Mensch mit der Gruppe verschmilzt, bereitet er sich für die Auflösung im Schöpfer vor – so findet der Kontakt, die Vereinigung mit dem Schöpfer statt.

Frage: Erfüllt ein Mensch, welcher die Eigenschaft der höheren Kraft erworben hat, seine Wünsche und Leidenschaften?

Antwort: Nein, er wird immer wieder feststellen, dass er Wünsche und Leidenschaften hat, die er nicht kontrollieren kann. Er muss das höhere Licht, den Schöpfer darum bitten, ihn zu korrigieren.

Frage: Verlieren wir den Geschmack der spirituellen Erkenntnisse, sobald wir zu unserem individuellen Ende der Korrektur kommen? Schließlich löst sich ein Mensch, der die Spiritualität erreicht, wie in Nebel auf.

Antwort: Im Gegenteil, alles was von mir verschwindet, wird meins; darin fühle ich den ewigen, vollkommenen und uneingeschränkten Geschmack.

Frage: Was macht ein Kabbalist, der die Leiden der anderen sieht?

Antwort: Er muss das Leiden rechtfertigen, da es ihm durch sein Ego nötig erscheint. In der Eigenschaft der Liebe und des Gebens wird das ganze Leiden als riesige Freude wahrgenommen, da es in der Welt kein Leid gibt.

Frage: Wenn mich das Geschick dieser Welt bewegt, ist es dann auch der Eigenschaft des Gebens ähnlich?

Antwort: Nein, das Schicksal dieser Welt betrifft nur deshalb einen Mensch, weil er durch diese Welt den Schöpfer kennen lernen kann. Das dient dazu, alle Menschen mit Ihm vertraut zu machen, um sie auf die Stufe von Ganzheit und Ewigkeit zu heben.

Aus der russischen Kabbala-Lektion, 20/11/16

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Das Wunder von Chanukka

Ein Wunder ist eine Verbindung zwischen einer Handlung und einem Ergebnis, das ich nicht verstehe, wenn mein Handeln plötzlich Ursache eines ganz unwahrscheinlichen, aber großartigen Ergebnisses wird. Dies ist der Sinn des Verses: „Ich habe mit angestrengt und ich habe gefunden“. Wir müssen die Anstrengungen während des Studiums machen, also versuchen, alles was dort diskutiert wird, in uns selbst zu finden. Aber was wir finden werden, wird völlig unerwartet sein, auch wenn wir zuvor darüber reden und warten bis es passiert. Wenn wir es dann erhalten, werden wir darüber erschrocken sein, wie unfähig wir zuvor waren, uns korrekt vorzustellen was wir gefunden haben. Dies bezeichnen wir als Wunder.

Was ist das Gefäß mit Öl welches ich anzünden muss? Dies bezieht sich auf die Eigenschaften, die ich in mir selbst finden muss. Das Öl ist mein Wille zu Empfangen. Ich muss verstehen, wie ich dieses Entzünden kann, wie ich darin einen neuen Docht erschaffe, dieser sich dann durch meine Anstrengungen nach außen richten kann. Der Docht ist mein Gegensatz dazu, mein Verlangen direkt zu benutzen, nur für mich selbst zu empfangen. Ich will dieses Verlangen aber in gleichwertiger Weise wie das Licht benutzen. Darum bringe ich einen Docht aus dem Verlangen heraus, das ein kleines Stück meines Verlangens zu Empfangen enthält, aber nur so viel, wie ich fähig bin mich dem Licht anzugleichen und meinen Egoismus zu annullieren. Ich bin bereit diesen für den Nächsten zu nutzen.

Vorerst bin ich nur bereit, einem kleinen Docht zu geben. Und ich muss mich kontinuierlich überprüfen, um sicher zu sein, dass sich dies nicht doch aus Eigeninteresse tue.

Ich denke ständig, dass ich dies erreicht habe, doch es stellt sich heraus, dass dem nicht so ist. Dies geschieht immer und immer wieder, da ich ständig in mir neues egoistisches Verlangen enthülle. So erkenne ich sie nach und nach alle, bis ich schließlich einen kleinen Docht in mir erschaffe, eine dünne Linie (Kav Dak) meiner Verlangen, welche sich von mir bis zum Schöpfer zieht.

Der höchste Punkt oder die Eigenschaft dieses Dochtes ist dem Licht gleich und das ist es, was es zum Erleuchten bringt. Dann scheint die Dunkelheit als Licht.

Wenn ich mir diesen Zustand in mit vorstellen kann, innerhalb meiner Verlangen und Eigenschaften, so bedeutet dies, dass ich mich bereits darin befinde. Dies kennzeichnet die Ankunft von Chanukka, dem Lichterfest. Eine kleine entzündete Kerze in mir, innerhalb meines riesigen egoistischen Verlangens, ist ein kleiner Teil, wo das Geben aufleuchtet.

Dieser Teil des Verlangens sehnt sich danach, gemeinsam mit dem Licht zu genießen, das fähig ist, darin zu scheinen und dies wird meine Seele genannt.

Vorläufig ist sie sehr klein, doch während ich mit der Korrektur meines riesigen Verlangens weitermache, verwandle ich allmählich das gesamte Verlangen in Licht.
Die ganze spirituelle Arbeit liegt darin, all diese Eigenschaften in uns selbst zu finden.