Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Eigenschaften'

In den Kreisen des Lichtes schwimmen

Der Wunsch, der mit dem Schirm arbeitet, heißt „die Linie“ und ohne Schirm – „der Kreis“. Die gemeinsame Arbeit zwischen der Linie und den Kreisen verschiebt die Wünsche/Seelen.

Der Kreis und die Linie stellen zwei verschiedene Formen des Verhaltens dar: die Linie ist das Einzelne, und der Kreis ist das Allgemeine.

Die Kreise verhalten sich so zu den Wünschen, als ob sie keinen Schirm hätten, weshalb sie diese wie im magnetischen oder Gravitationsfeld verschieben, wobei nicht das Maß der Korrektur des Kli, sondern die Kraft berücksichtigt wird, die gerade in diesem Teil des Feldes gilt. Deshalb können die Kreise die Wünsche beeinflussen oder verschieben, die keinen Schirm haben.

Als „die Linie“ werden die Wünsche bezeichnet, welche die Beschränkung (Zimzum Alef) gemacht haben, d.h. den anti-egoistischen Schirm aufweisen. Und wenn ich keinen Schirm aufgebaut habe, dann wirkt die Linie auf mich nicht ein – ich habe mit ihr keine gemeinsamen Eigenschaften.

Deshalb werden wir jetzt von einer Stelle auf die andere Stelle nur durch die Kraft der Kreise hinübergeworfen, die als unsere „Umgebung“ (Swiwa) bezeichnet wird. Das System der Beziehungen zwischen unseren Seelen unterwirft sich diesen Gesetzen.

Darin gelten „die Kreise Zimzum-Alef“, mit dem Zentrum in den Punkten Malchut, und „die Kreise Zimzum-Bet“, mit dem Zentrum in den Punkten Bina, wo die bekommenden (empfangenden) Wünsche enden und die gebenden Wünsche anfangen.

In jedem Teil des Wunsches, in jedem winzigen Detail, das in sich beide Arten des Wunsches einschließt, welche zum Zimzum-Alef und Zimzum-Bet gehören – gelten die Kreise Zimzum-Alef und Zimzum-Bet.

Angenommen, ich habe die Wünsche, die man schon jetzt aufklären kann, oder solche, die sich bis zum Ende der Korrektur nicht klären lassen, dann wird auf sie ein Feld einwirken, und das andere eben nicht.

Das heißt, wir befinden uns in diesen zwei Feldern: das Feld Zimzum-Alef und das Feld Zimzum-Bet. In diesem allgemeinen Feld gibt es das ganze Gedächtnis, das ganze Programm, das ganze Ziel und der Gedanke der Schöpfung, alle unsere Zustände bis zum Ende der Korrektur. Und wir müssen uns nur in die Übereinstimmung mit diesem Feld bringen.

Aber wie kann ich es machen, wenn ich dieses Feld gar nicht fühle? Es ist das umgebende Licht, mit welchem ich keine Verbindung aufbauen kann. Deshalb bemühe ich mich um die Verbindung mit den Wünschen, mit den Freunden, mit irgendwelchem Teil des allgemeinen Systems und versuche, maximal seinen Gesetzen gleich zu werden, die im Licht eingeschlossen sind.

Folglich bekomme ich eine noch größere Einwirkung des Lichtes. Ich werde empfindlicher, das Licht kann mich stärker beeinflussen.

Das Licht selbst wird nicht stärker, es ist konstant. Aber ich soll meine Empfindungen verschärfen, um von diesem Lichtfeld eine größere Einwirkung zu fühlen. Auf diese Weise komme ich in diesem Feld voran!

Je empfindlicher ich zum Licht werde, desto schneller werde ich in diesem Kräftefeld (von der Peripherie zum Zentrum) schwimmen.

In der Mitte des Feldes können gleichzeitig die große Finsternis und die starke Krafteinwirkung sein, weshalb ich schneller zur „direkten“ Handlung „in der Linie“ komme. Ich bewege mich also „in den Kreisen“, erreiche „die Linie“ und baue den anti-egoistischen Schirm.

Aus dem Unterricht nach den „Bejt Schaar a-Kawanot“, 01.11.2010

Das Licht in deinen Wünschen

Eine Frage die ich erhielt : Ist die Füllung die ich von Zeit zu Zeit erfahre, ein Erhalten mit der Absicht „nur für sich“ ?
Denn, noch empfinde ich keinen Schirm.

Meine Antwort : Ja, weil es sich um die Eindrücke der umgebenden Lichter, in den Wünschen (Kelim) handelt, welche noch
gar nicht aufnahmefähig sind.

Das innere Licht kann man nur mit Hilfe des Schirmes, entsprechend der Fähigkeit, den fremden Wunsch wie meinen eigenen wahrzunehmen.
Mit der Grösse des verbindenden Wunsches (Aviut) kann man die Grösse (Dichte) des Schirmes messen.

Angenommen, ich kann 10 Gramm deines Wunsches empfinden, ihn wie meinen eigenen Wunsch annehmen, damit er sich in mir wie ein Keim (Ibur)
entwickelt, worum ich mich nachfolgend auch kümmere, sorge.

Das heisst also, das Mass der Verbindung sind die 10 Gramm deiner Wünsche, die ich erfüllen kann. Das was ich in deinem Wunsch empfinde, welcher
von mir erfüllt wird, heisst das „Innere Licht“ (Or Pnimi).

Dann fühle ich plötzlich eine Abtrennung – das zusätzliche Öffnen der Selbstsucht – über welches ich mich mit der Vergangenheit, mit den 10 Gramm
deines Wunsches verbinde, und ich mich trotz Selbstsucht um die Erfüllung deines Wunsches kümmere, mit dem vergrösserten Schirm.
Das ist die Phase der „Ernährung“(Katnut) nämlich, wenn uns eine grössere Entfernung trennt, und ich diese dennoch überwinde.

Und dannach empfinde ich erneut eine noch grössere Abtrennung, über die ich mich wiederum erhebe, das Stadium des „Erwachsenwerdens“ (Gadlut).
Wen betreffen all diese Phasen, der „Keim“, die „Ernährung“, das „Erwachsenwerden“ ?
Sie betreffen mich, weil ich es bin der diese Arbeit verrichtet. Der Andere weiss möglicherweise gar nichts davon.

Auf diese Weise bewerten wir die Grösse des Schirmes und werden entweder von den umgebenden Lichtern (O“M),
oder von den inneren Lichtern (O“P) beeindruckt.

Aus einem Unterricht über das Buch Sohar, 31.10.2010

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Alles hängt vom Verlangen eines Menschen ab

Eine Frage, die ich erhielt: Wird unser Kongress zu unserem Auszug aus dem egoistischen Ägypten?

Meine Antwort: Wir müssen davon überzeugt sein, dass es so sein wird! Ohne Zweifel! Wir kommen auf dem Kongress zusammen, verbinden uns, spüren, wie wichtig das ist, ungeachtet dessen, dass das Geben an den Freund und an den Schöpfer uns eigentlich nicht reizt.

Die Bedingung für den Auszug ist, „Matzen“ (das Brot der Armut, ungesäuertes Brot) zu essen, und zwar im reichen, glücklichen, satten Ägypten, das von Fett durchtränkt ist.

Das Exil beginnt in dem Moment, in dem du es wahrnimmst. Und die Rückkehr aus dem Exil bedeutet nicht den Ortswechsel, sondern den Auszug zur Enthüllung des Schöpfers, der Eigenschaft des Gebens, im gleichen ehemaligen Ägypten… in dir, und diese Eigenschaft des Gebens beginnt, dir zu leuchten.

Deshalb müssen wir jetzt, vor der Befreiung, spüren, wie sehr uns die spirituelle Freiheit fehlt! Und dann kommen wir zur Enthüllung des Schöpfers und der höheren Welt – der Eigenschaft des Gebens in unserem Verlangen.

Alles geschieht innerhalb ein und desselben Verlangens und nicht durch den Ortswechsel von einem Punkt zum anderen. Das gleiche Erez Goschen, die Gegend mit ehemals größtem Wohlstand in Ägypten, verwandelt sich in die Wüste Sinai für uns.

In der spirituellen Welt gibt es keinen Raum, alles geschieht innerhalb des Verlangens, das diese Zustände durchläuft: Erez Kanaan, der Abstieg nach Ägypten, das gute und das schlechte Ägypten, sieben fette Jahre und sieben magere Jahre, die Flucht aus Ägypten in die Wüste Sinai und durch sie in das gelobte Land – all das vollzieht sich an einem Ort, in einem Verlangen, aber in Abhängigkeit von unseren Empfindungen darin.

Und wenn wir nach „40 Jahren“ die Stufe von Bina in diesem Verlangen erreichen, enthüllen wir mitten in der Wüste das Land Israel („wo Milch und Honig fließen“) und den korrigierten Endzustand – alles an einem Ort, der als zentraler Punkt von Malchut der Welt der Unendlichkeit bezeichnet wird. Und nur unsere Sichtweise auf dieses Verlangen und dessen Einschätzung verändern sich.

In dem Maße, in dem wir bestrebt sind, die Eigenschaften der ersten neun Sefirot in Malchut einzuordnen, bekommt sie dementsprechend auch alle möglichen Eigenschaften: von den schlechten bis hin zu den besten. Alles hängt nur von Malchut ab, von unserem Verlangen, die Eigenschaften des Höheren aufzunehmen und genauso wie Er zu werden. Alles geschieht nur innerhalb des Verlangens eines Menschen.

Aus dem Unterricht über den Artikel „Hier ist Jehuda“ vom 31.10.2010

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Täusche dein Ego, sonst täuscht es dich

„Die Wüste“, in die ich aus der egoistischen Sklaverei ausziehe, ist die Gruppe. Denn mich im gegenseitigen Geben zu befinden und dadurch zu genießen, dass ich an alle gebe, bedeutet für mich eine wahre „Wüste“, das „Brot der Armut“ (ungesäuertes Brot, Matze).

Wenn ich einen egoistischen Genuss vom Geben empfangen könnte, würde ich mit Freuden um des Empfangens willen geben! Doch geben „um des Gebens willen“, ohne jeglichen Eigennutz kann ich nicht.

Ich bin zu einer solchen Handlung nicht fähig, ich kann „mit der Energie des Gebens“ keinen Finger rühren. Ich erhalte davon keinen Antrieb. Kann etwa ein Motor ohne Treibstoff, ohne Strom laufen?!

Das egoistische Empfangen spendet eine gewaltige Energie aller Arten: Kalorien, Joule, Watt. Und das Geben bringt nichts! Ich bewege meinen Arm um des Empfangens willen, doch sobald ich festgestellt habe, dass es das Geben ist, erstarre ich und kann mich nicht mehr bewegen.

In dem Moment, in dem ich mitten in einer Handlung erkenne, dass sie um des Gebens willen vollzogen wird, erstarre ich… und kann nichts mehr tun. Man kann mich anschreien: „Na mach schon, es ist nicht mehr viel geblieben!“ – doch ich habe keine Kraft dafür.

Deshalb sind wir nicht in der Lage, aus unserem Ägypten heraus die Schönheit der spirituellen Welt zu erkennen und sie zu wollen. Nur die Gruppe kann uns einreden, wie wichtig die Spiritualität ist, sie täuscht unser Ego, indem sie ihm versichert, dass es ihm in der Spiritualität besser gehen wird.

Und weil wir alle innerlich verbunden sind und einander beeinflussen, nehme ich diese Täuschung an – genauso wie ich früher von den Genüssen dieser Welt durch mein Stolz, meine Genusssucht und meinen Ehrgeiz getäuscht wurde.

Und plötzlich fange ich an, mich nach der Spiritualität so sehr zu sehnen, dass ich bereit bin, auf alle egoistischen Anschaffungen, „die blühenden Städte Pitom und Ramses“, Töpfe voller Fisch und Fleisch zu verzichten und in die Wüste mit einem Sack Mehl im Rücken zu fliehen.

Darum besteht unsere ganze Arbeit darin, einander einzureden, dass die spirituelle Welt das Beste ist, was es geben könnte! Obwohl sie in Bezug auf unsere heutigen egoistischen Verlangen eine absolute Wüste und ein einfaches Brot ist.

Deshalb sollte man nicht an den Abstiegen verzweifeln, denn das ist der wahre Zustand, der auch zum ersten Durchbruch werden soll! Einerseits schätze ich die Situation real ein und verstehe, dass ich nicht geben will, dass ich es hasse und nicht akzeptiere.

Doch zugleich ist es dermaßen wichtig, dass ich es unbedingt erreichen will und das Leben ohne Spiritualität für schlimmer als den Tod halte! Eine solche Einstellung redet uns die Gesellschaft ein.

Aus dem Unterricht nüber den Artikel „Hier ist Jehuda“ vom 31.10.2010

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Wie kann das Licht bemessen werden?

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet „Matronita“, von der im Sohar die Rede ist?

Meine Antwort: Matronita ist die Malchut. Unser gemeinsames Verlangen, dem Schöpfer ähnlich zu werden, heißt „Matronita“. Und der Schöpfer (Kadosh Baruch Hu) ist der allgemeine Name des Lichts von NaRaNCHaY, das uns erfüllt.

Wir können jedoch das Licht an sich nicht wahrnehmen. Was bedeutet das Licht Nefesh? Wie kann ich es beschreiben? Gerade habe ich etwas probiert, einen süßen Geschmack verspürt und ihn als „das Licht Nefesh“ bezeichnet.

Dann habe ich etwas anderes probiert, einen noch süßeren, noch tieferen Geschmack mit verschiedenen inneren Nuancen wahrgenommen und ihn als „das Licht Ruach“ bezeichnet.

Wie kann ich sie bemessen? Ich bemesse sie an der Vergrößerung meiner Verlangen, welche einen zusätzlichen Geschmack in dem neuen Licht Ruach im Vergleich zum Licht Nefesh enthüllen müssen. Wie viele Verlangen fügen sich ein, um das Licht Ruach wahrzunehmen?

Nehmen wir an, es gab fünf Verlangen, um das Licht Nefesh zu enthüllen. Weitere 20 Verlangen werden benötigt, um alle zusätzlichen Nuancen von Empfindungen zu enthüllen – und das nennt sich „das Licht Ruach„.

Doch wodurch kann ich es bemessen? Dadurch, wie viele Empfindungen ich noch betätigen muss, um es zu enthüllen.

Aus diesem Grund kann der Eine sich eine Oper anhören und dabei genießen und einen Wechselbad von Gefühlen erleben, und der Andere, der genau daneben sitzt, wird ständig auf die Uhr schauen und ungeduldig darauf warten, wann Schluss ist.

Jeder enthüllt das Licht Nefesh, Ruach oder Neshama entsprechend seinen Kelim. Deshalb beschreiben wir die Lichter entsprechend der Größe der Kelim – in welchem Teil meiner Verlangen ich einen Eindruck vom Licht bekomme.

Dann kann ich sagen, ob ich ein großes oder ein kleines Licht wahrnehme. Alles wird nach den Verlangen bemessen – in allen Welten.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 31.10.2010

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Was bedeutet die gegenseitige Durchdringung?

Im Grunde genommen, ist die gegenseitige Durchdringung (hebr. Itkalelut) die wichtigste Handlung, und es gibt nichts, was sich damit in der Bedeutsamkeit vergleichen könnte. Das geht aus dem Schöpfungsgedanken hervor.

Der Schöpfer, das Höhere Licht, erschafft das Verlangen zu genießen, welches nur darauf gerichtet ist, sich selbst mit dem, was das Licht in sich trägt, zu erfüllen. Es ist förmlich ein Sklave des Lichts, nimmt es als Genuss, als Leben wahr.

In einer solchen Form darf dieses Verlangen noch nicht einmal als Schöpfung bezeichnet werden, denn es verfügt über keine Selbständigkeit, es ist völlig vom Licht abhängig. Darum existiert es als Schöpfung noch nicht, wie auch ein Schatten, der getrennt von einem Menschen bzw. einem Gegenstand, der ihn wirft, nicht existieren kann.

Der Schöpfer wünscht aber, dass diese Schöpfung selbständig wird, wie Er selbst. Dafür muss die Schöpfung einen sehr langen Weg zurücklegen, einen viel längeren, als der, den ein Samentropfen durchlaufen muss, um sich zu einem lebenden Organismus zu entwickeln.

Denn die Schöpfung ist als ein Schatten des Lichts, als sein Abdruck, sein Gegensatz erschaffen. Doch allmählich, unter der Einwirkung des Lichts, beginnt sie sich zu entwickeln.

Und ihre ganze Weiterentwicklung in den vier Phasen der Ausdehnung des direkten Lichts, die Entstehung der Welten – AK, Azilut, Brija, Yezira, Assija, dieser Welt -, das Herabsteigen der Seelen in unsere Welt und deren Hinaufsteigen zurück geschieht nur aufgrund der gegenseitigen Durchdringung von Verlangen und Licht.

Dabei nimmt die Schöpfung die gesamten Eigenschaften des Schöpfers an und wird genauso wie Er. Und mehr noch: da sie dabei eine kompliziertere innere Struktur erlangt, bekommt sie die Möglichkeit, alle Schöpfungsdetails in ihrer ganzen Tiefe zu erkennen.

Somit enthüllt die Schöpfung das, was der Schöpfer in ihr vollbracht hat. Indem die Schöpfung sich selbst als eine Ableitung des Höheren Lichts erkennt, erkennt sie auch den Schöpfer. Das bedeutet: „Aus Deinen Handlungen erkenne ich Dich“.

Und all das geschieht aufgrund dessen, was sich gegenseitige Durchdringung nennt.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“ vom 27.10.2010

Schenken und schenken lassen

Die Liebe bedeutet nicht nur Geben, sondern auch Empfangen. Denn jeder vollzieht das Geben mir gegenüber, und ich muss empfangen.

Sonst wird anstelle der Liebe Hass entbrennen. Wenn ich das Geschenk von demjenigen, der mich liebt, verschmähe, ist das keine Liebe mehr.

Eine Frage, die ich erhielt: Was empfange ich und was gebe ich?

Meine Antwort: Meine Bereitschaft und nicht mehr. Denn wir müssen eine Verbindung zwischen uns erschaffen, die dem Schöpfer ähnlich ist. Wenn wir uns in der Liebe befinden, enthüllt sich das höhere Licht zwischen uns, entsprechend dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften.

Du musst das Kli – die Art der Verbindung – vorbereiten und nicht mehr. Dann greift das Gesetz der Ähnlichkeit, und in dieser Verbindung leuchtet das Licht auf, der Schöpfer enthüllt sich.

Es genügt, dies zu wollen, denn du bist das Verlangen. Auf diese Weise bereitest du das Netz, die richtige Verbindung zwischen den Teilen des Systems, vor – und dann haucht der Schöpfer das Leben hinein.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel vin Rabash vom 29.10.2010

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Die Vernunft der Welt erkennen

Die Vernunft ist dieses Mittel, das den Schöpfer mit der Schöpfung verbindet. Der Maß der Verbindung zwischen Ihm und mir ist, mich wie die Schöpfung und Ihn wie meinen Schöpfer fühlen . Die Vernunft befindet sich in der Mitte zwischen uns und gehört weder mir noch Ihm.

Die Vernunft zu haben bedeutet in einer Handlung zu sein, die sich zu demjenigen anschließt und durch diese Verbindung zwischen der Handlung und dem Handelnden, indem ich seine Handlungen über mich erkenne, erkenne ich auch Ihm.

Denn der Schöpfer wird „Bo-Re“ (was „komm und sieh“ bedeutet) genannt. Also ich erkenne nie Sein Wesen, aber nur Seine Einstellung zu mir, wie es geschrieben steht: „Aus Deiner Handlungen erkennen wir Dich“.

Ich studiere das, was in meinem Innern passiert und suche den Schöpfer hinter diesen Handlungen und so lerne ich Ihn kennen. Das heißt, ich muss die Wurzel jeder meiner Eigenschaft und Zustand erkennen und zu dem Verständnis gelangen, dass es „Niemanden außer Ihm gibt“ und alles vom Schöpfer kommt, dem Guten und das Gute schaffenden.
Wenn ich offenbare, dass alles vom Schöpfer kommt und alles nur zum Guten ist (wie schlecht es auch in meinen Augen erscheinen mag) – das heißt ich habe die Wurzel erreicht, und so in jedem Zustand.

Wie wir in materiellen Beispielen den Gedanken des Schöpfers erkennen können und verstehen, für wen und wofür dieses Ding gemacht wurde, genauso können wir die Schöpfung erforschen, in welcher die ganze Information über den Schöpfer beinhaltet ist.
Denn alles, was in seinem Plan, in seiner Vernunft war hat er in der Materie verkörperlicht. Durch vielfältigen Formen der Materie. Und durch allmöglichen Formen der Materie können wir Seine Vernunft erreichen – das nennt man eine Verschmelzung zwischen der Schöpfung und dem Schöpfer.

Das heißt, dass das Licht Chochma sich in das Licht Chassadim einkleidet bis zu dem Grad, bis zum welchen wir uns korrigiert haben, um das Licht von Ihm ohne jegliches Hindernis und Entstellung von der Seite des eigenen Egoismus zu empfangen.

Wenn wir unseres egoistisches Verlangen im Licht Chassadim reinigen, kann in ihm sich das Licht Chochma, die Vernunft des Schöpfers, einkleiden. Also es kommt in diese korrigierte und reine Wünsche hinein und wir erkennen Seine Vernunft.

Aus einem Unterricht über den Artikel „Die schaffende Vernunft“, 28.10.2010

Ich bin eine Handlung des Schöpfers!

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn wir diese Welt betrachten, dann urteilen wir sie mit eigener Vernunft, wie können wir sie dann mit der Vernunft des Schöpfers begreifen?

Meine Antwort: Deshalb müssen wir die Korrekturen machen – unsere Vernunft von allen egoistischen Dummheiten reinigen, die uns stören, den Schöpfer zu enthüllen.

Wenn wir Korrekturen mit Hilfe des Lichtes Chassadim machen, dann erheben wir uns über den egoistischen Wunsch hinauf und sind bereit, das Licht Chochma – die Vernunft des Schöpfers anzunehmen.

Eigentlich erforschen wir uns selbst – und danach erkennen wir Ihn, den Schöpfer. Es ist geschrieben: „Nach Deinen Handlungen – erkennen wir Dich“ – aber was ist denn Seine Handlung? Das bin ich selbst! Ich bin eine Handlung des Schöpfers! Und ich muss herausfinden, wer ich bin.

Deshalb muss ich aus meiner beschränkten, egoistischen Wahrnehmung hinausgehen – ich soll die Gruppe aufbauen.

Und wenn ich beginne, mich bezüglich der Gruppe wie der Wunsch bezüglich des Lichtes zu prüfen, so fängt damit mein Begreifen der Handlungen des Schöpfers an.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Schaffende Vernunft“, 28.10.2010

Hört auf die Bestechungen des Egoismus anzunehmen!

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann die Gruppe dem Zustand entgehen, der die Versammlung der Spötter genannt wird? Was machen wir, wenn wir doch in diesen Zustand gefallen sind?

Meine Antwort: Es ist unmöglich nicht zu fallen und der Versammlung der Spötter zu entgehen. Man kann zum Guten nicht gelangen, ohne davor das Böse entdeckt zu haben. Das Gute wird über dem Bösen aufgebaut, über der Erkennung und der Korrektur des Bösen.

„Ich habe den bösen Trieb erschaffen“, – sagt der Schöpfer. In anderen Worten, es existiert keine Güte in der Natur, auch wenn ihr denkt, ich wäre gütig, ich verhülle mich und enthülle nur die Rückseite, nur das Böse. Sucht nichts gutes in der Welt, die welt ist nur Böses.

Was uns angeht, unsere Aufgabe, unsere ganze Arbeit besteht darin, den Gegensatz Gut – Böse zu enthüllen (von der Rückseite zur guten Seite überzugehen, von Achoraim zu Panim).

Deshalb müssen wir bereit sein, dass jegliches Wohl, dessen wir je gewürdigt werden, sich zuerst als Böse enthüllen muss. In unserem Leben verstecken und vertuschen wir das Böse, wir fliehen vor den schlechten Empfindungen.

Unsere egoistische, schützende Kraft zeichnet uns ständig falsche Bilder – nur damit wir uns gut fühlen; um unsere wahre Situation in unserer Wahrnehmung zu kompensieren, fühlen wir die Wahrheit nicht und sprechen sie nicht aus. Tatsächlich, wozu muss der Egoismus leiden? Er versucht von Anfang an diese Möglichkeit zu verhindern. So sieht die Mutter nur die positiven Eigenschaften ihres Kindes und nur die negativen Eigenschaften der Nachbarkinder.
Und um eine objektive Wahrnehmung, die von meinem Egoismus unabhängig ist zu erreichen, kann ich nur die eigene Meinung durch die Meinung der Gruppe ersetzen. Durch sie kann ich eine richtige Einstellung zu mir, zu der Welt und zu dem Schöpfer aufbauen.

So bekomme ich ein „Wekzeug“, mit dem ich einen objektiven Blick in alle Richtungen werfen kann. Ich habe den „Sechsten Sinn“ konstruiert, und er erlaubt mir, eine Einstellung zu allem zu formen, welche von meiner Natur nicht abhängig ist.

Vorher lag ich bewusstlos unter der Last des eigenen Ego, und jetzt beginne ich etwas zu erkennen, kehre zu der Wirklichkeit zurück.

Der Aufbau eines spirituellen Gefäßes, der Bürgschaft, der Vereinigung mit der Gruppe, bedeutet ein Werkzeug aufzubauen, das uns erlaubt die wahre Realität zu offenbaren. Ich erkenne die Gruppe entsprechend meinem Niveau,eben so wie sie tatsächlich ist.

Früher konnte ich sie nicht sehen, weil ich durch meinen Egoismus bestochen war, und dieser Rückstoß des Egoismus blendet meine Augen, betäubte meine Ohren, entstellte mein Weltbild.

Aus einem Unterricht über den Artikel von Rabash

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