Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wie richtet man die Absicht aus?

Frage: Was ist eine Absicht?

Antwort: Die Absicht hilft dir, dich auf mich auszurichten, so kann ich stärker auf dich einwirken.

Wenn du mir zum Beispiel ein Geschenk bringst, wirst du von mir mehr empfangen, aber nicht, weil ich dir etwas schuldig bin, sondern weil du mehr von mir verlangen wirst! Dann wirst du mich besser hören, mich stärker als verpflichtend empfinden und mehr von mir wahrnehmen.

Wir befinden uns in einer Welt, in der wir beginnen können, miteinander in Kontakt zu treten, buchstäblich ausgehend von sehr primitiven, einfachen, egoistischen Beziehungen und sogar von noch weiter unten, auf der Stufe ganz gewöhnlicher zwischenmenschlicher Beziehungen. Diese werden bereits unser spirituelles Verhältnis zueinander beeinflussen und den Beginn einer spirituellen Wahrnehmung ermöglichen.

Unsere Welt ist auf erstaunliche Weise als Voraussetzung für spirituelle Aufstiege geschaffen. Wir können darin beginnen, uns völlig von Null an zu entwickeln, ohne zunächst in irgendeiner Weise mit der nächsten Welt verbunden zu sein.

Frage: Nehmen wir an, Sie nehmen einen gewöhnlichen kabbalistischen Text zur Hand. Was bedeutet Ihre Absicht, und wie wirkt sie?

Antwort: Ich lebe in diesem Text. Da ihr eine Verbindung zu mir habt, wird all das an euch weitergegeben.

Ich richte keine besonderen Absichten euch gegenüber aus, sondern vertiefe mich einfach in den Text. Ich befinde mich auf einer bestimmten Stufe, von der dieser Text spricht, und ihr empfangt aufgrund der Verbindung zu mir einen kleinen Teil davon.

Von eurer Seite besteht ein Bedürfnis, etwas von mir zu empfangen. Deshalb erhebt ihr eure Wünsche zu mir, während ich meinen Wunsch, das zu erfassen, wovon der Text spricht, noch höher erhebe – zu dem Kabbalisten, der ihn geschrieben hat.

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Aus dem Gespräch: „Bei mir klingelte das Telefon.Wie richtet man die Absicht aus?“ 28.10.23 

 

Wovon hängt die Absicht ab?

Rabash, Artikel 1989/40 „Was bedeutet, jeden Tag werden sie wie neu in deinen Augen sein‘ in der Arbeit“

In Bezug auf den Vers „An diesem Tag gebietet dir der Schöpfer, dein Gott, diese Gesetze und Vorschriften zu befolgen und du sollst sie mit ganzem Herzen und ganzer Seele erfüllen und achten“ erklärten unsere Weisen aus (Rashi, dritter Abschnitt zu Tawo, in Jitro 13,10): „An jedem Tag werden sie für dich wie neu in deinen Augen sein, als hättest du sie heute am Berg Sinai empfangen, als ob dir gerade heute geboten worden wäre, sie zu befolgen.“

Was bedeutet „jeden Tag werden sie für dich wie neu sein“? Das Verlangen, zu empfangen, ist nicht neu. In derselben Form existiert es seit Anbeginn der Schöpfung und wird immer bestehen. „Sie werden in deinen Augen wie neu sein“ bedeutet, dass sich die Erneuerung nur auf die Absicht bezieht, zu geben.

In seiner Absicht befindet sich der Mensch immer mal im Aufstieg, mal im Abstieg und durchläuft fortwährend verschiedene Klärungen. Gerade anhand der Absicht beurteilen wir den Menschen.

Ursprünglich hat der Mensch überhaupt keine Absicht. Er hat sich einfach daran gewöhnt, Handlungen auszuführen, zu denen er durch seine Erziehung angehalten wurde, sei es eine religiöse oder eine weltliche Erziehung. Das nennt man die Ausführung erlernter Handlungen oder das Verhalten eines entsprechend erzogenen Menschen.

Natürlich gibt es hier keine Absicht, sondern die Gewohnheit wird zur zweiten Natur, sowohl für diejenigen, die eine religiöse Erziehung erhalten haben, als auch für diejenigen, die eine weltliche Erziehung erhalten haben. Das hat nichts mit dem zu tun, was wir “Absicht” nennen, da darin noch nichts von dem enthalten ist, was wir “Mensch” nennen.

Man kann einen Menschen auf jede beliebige Weise erziehen und genau so wird er bleiben. Hier gibt es noch keinen Menschen. Als Mensch wird derjenige bezeichnet, der aus freier Wahl in sich das Bild des Adam formt, der dem Schöpfer ähnlich ist.

In diesem Prozess besteht zunächst die Absicht „um seiner selbst willen“ (Lo Lishma) und anschließend „um des Schöpfers willen“ (Lishma).

Zu „Lo Lishma“ gehören alle Anstrengungen des Menschen ab dem Moment, in dem er beginnt, an dem Punkt im Herzen zu arbeiten und eine gewisse Erweckung zur Annäherung an den Schöpfer erhält. Obwohl dies viele Jahre dauern kann – zehn oder fünfzehn Jahre, abhängig von der Anzahl und vor allem von der Qualität seiner Anstrengungen gilt: Wenn er nach all diesen Jahren, in denen er Aufstiege und Abstiege erlebt hat, sich einmal entfernt und sich ein anderes Mal annähert und verschiedene Zustände durchläuft, schließlich die richtige Absicht um des Schöpfers willen erlangt, dann werden all seine Anstrengungen während seiner Inkarnationen (er schafft es möglicherweise nicht, alles innerhalb einer einzigen Inkarnation zu vollenden) in die erworbene Absicht um des Gebens willen aufgenommen und für immer in seine Arbeit eingehen.

Alles andere, was er durch seine Erziehung erhalten hat, gehört nicht zur Stufe des Menschen und wird nicht berücksichtigt. 

So schreitet er in Bezug auf die Absicht voran, indem er ständig etwas hinzufügt, während er Abstiege und Aufstiege durchläuft.

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Aus einer Lektion zum Artikel von Rabash, 08.09.2026

 

Die Leiter der Wünsche

Frage: Unsere Wünsche werden immer größer. Wie können wir aus ihnen eine Leiter machen, auf der man nur hinaufsteigen und den kontinuierlichen Aufstieg fühlen kann?

Antwort: Im Universum gibt es zwei Zustände: absolutes Geben und absolutes Empfangen. Der Abstand zwischen ihnen wird als „Leiter“ bezeichnet, auf deren jeder Stufe immer größere Wünsche stehen, und je höher man steigt, desto mehr gewinnen sie an der Absicht zum Geben.

Das Verlangen selbst ist das Verlangen nach Empfangen, während die Leiter die Absicht „um des Gebens willen“ verkörpert.

Tatsächlich sind wir von Natur aus so geschaffen, dass wir nur an uns selbst denken und alle Wünsche für uns selbst nutzen. Da wir nicht in der Lage sind, etwas zu geben, können wir nur von anderen empfangen.

Doch wenn wir mit Hilfe der Kabbala eine besondere Energie des Gebens anziehen, beginnt diese, auf unser allgemeines egoistisches Verlangen einzuwirken und es Schritt für Schritt zu korrigieren, indem sie die Eigenschaft des Gebens mit der Eigenschaft des Empfangens verbindet.

Das Höhere Licht wirkt auf das Verlangen nach Empfang ein und unterteilt es in 125 Stufen der Korrektur, aus denen sich eine Leiter bildet, die „Leiter von Jakob“ genannt wird. Auf diese Weise korrigieren wir uns nach und nach bis hin zum vollkommenen Geben und verwandeln unseren gesamten, enormen Egoismus in die Eigenschaft des Empfangens um zu geben.

Indem wir die beiden grundlegenden Eigenschaften der Schöpfung – Empfangen und Geben – nutzen, erreichen wir die Gleichheit an den Schöpfer. Dabei verschwinden wir nicht in Ihm, denn einerseits bleibt unser Wunsch zu empfangen erhalten und nimmt lediglich die äußere Form des Gebens an.

Doch das Empfangen um des Gebens willen macht uns dem Schöpfer ähnlich. Das heißt, äußerlich werden wir Ihm ähnlich, während wir innerlich aus dem Wunsch zu empfangen bestehen. Darin liegt die gesamte Korrektur.

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Aus der Fernsehsendung „Gespräche mit Michael Laitman“

 

Freue dich über doppelte Arbeit

Es gibt eine Bedingung: „Wenn du Mich für einen Tag verlässt, werde ich dich für zwei Tage verlassen.“ Ähnlich heißt es, dass der Höchste, indem er eine Maßnahme offenbart, doppelt so viel verbirgt – denn dies sind die notwendigen Bedingungen für die Schaffung eines spirituellen Gefäßes.

Dem Menschen wird absichtlich die Möglichkeit gegeben, einen Fehler zu begehen, was als „den Schöpfer für einen Tag verlassen“ bezeichnet wird. Dann ist er gezwungen, zwei Tage lang zu arbeiten und dies zu korrigieren. Das heißt, er steigt von der Stufe ab, auf der er sich befand, fällt und begeht eine Sünde. Aber er fällt bereits auf die schlimmere Stufe – nicht auf die egoistische Stufe, die derjenigen entgegengesetzt ist, auf der er sich befand, sondern noch eine Stufe tiefer – nicht auf die erste Minusstufe (-1), sondern auf die zweite Minusstufe (-2). Dann muss er auf die +2. Stufe steigen.

Wenn er endlich die +2. Stufe erreicht, fällt er auf die Minus-3. Stufe und muss sich auf die +3. Stufe erheben. So verläuft unser spiritueller Fortschritt, deshalb sind solche Handlungen nur zu unserem Vorteil, wenn wir fallen und dann doppelt so hart arbeiten müssen. Das Wichtigste ist, die Kraft nicht zu verlieren, die es uns ermöglicht, durchzuhalten – denn man sieht, dass man keine Belohnung erhält. Deshalb müssen wir jedes Mal versuchen, eine immer höhere Belohnung für uns zu finden, die immer weiter vom materiellen Leben entfernt ist. Man muss lernen, seine Belohnung im Verhältnis zum allgemeinen Nutzen zu messen: inwieweit unsere Arbeit nicht uns selbst, sondern der Gesellschaft zugutekommt. Der Mensch sollte sich bemühen, dass das Licht, das zur Quelle zurückführt, ihn zu einer inneren Haltung führt, durch die er immer mehr „Treibstoff“ für seine Arbeit erhält – eine Arbeit, deren Früchte nicht er selbst, sondern die anderen empfangen. Daran misst sich unser Fortschritt.

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Aus dem Unterricht über einen Artikel aus dem Buch „Shamati“,

 

Sackgasse, Schöpfer und der Sinn des Lebens

In der Natur gibt’s keine Sackgassen. Die Sackgassen, die sie uns in den Weg stellt, sind nur dazu da, damit wir hochspringen, diese Hürde überwinden und uns weiterentwickeln.

Sackgassen gibt’s nur auf unserer Ebene, wie Stufen. Wie klettert ein kleines Kind die Stufen einer Treppe hinauf? Es krabbelt mühsam auf allen Vieren und so weiter. Deswegen werden uns diese Enttäuschungen, Höhen und Tiefen gegeben. Wir wachsen mit deren Hilfe.

Frage: Heißt das, dass das Wachstum eines Menschen darin besteht, diese Sackgassen zu überwinden, aber sie dabei wahrzunehmen? Ist das richtig?

Antwort: Wahrnehmen? Er kann nicht einmal aufstehen, er krabbelt auf allen Vieren!

Frage: Heißt das, dass ich zu einem Gefühl einer Sackgasse vor mir kommen muss?

Antwort: Ja. Du musst verstehen, dass es Hindernisse vor dir gibt – das sind nämlich die Stufen einer Leiter des Aufstieges.

Frage: Wohin gehe ich denn? Hier ist die Leiter. Wohin gehe ich von Sackgasse zu Sackgasse?

Antwort: Du gehst, um den Sinn des Lebens zu verstehen, um den Sinn des Lebens zu begreifen.

Frage: Worin besteht er? Ich steige doch zu etwas hinauf. Wohin steige ich von Sackgasse zu Sackgasse hinauf?

Antwort: Ich steige hinauf, damit diese Stufen des Aufstiegs in mir solche Wünsche, Eigenschaften und Qualitäten hervorbringen, in denen ich den Sinn des Lebens offenbaren kann. Und den gibt es! Ich sehe ihn aber nicht, ich fühle ihn nicht, ich kann ihn weder anfassen, noch wahrnehmen.

Und als Ergebnis dieser Aufstiege, wenn ich wie ein kleines Kind auf allen Vieren von Stufe zu Stufe krieche und versuche, mich hochzuziehen, entwickle ich in mir Verstand und Gefühle, um den Sinn dieses Aufstiegs zu begreifen.

Und auf einmal verstehe ich, dass dieser Sinn zwischen den Stufen liegt.

Frage: Gibt es ein Ende dieser Stufen?

Antwort: Es ist irgendwo ganz weit weg, fast nicht greifbar. Wozu auch? Ich fange an zu fühlen, dass dies nämlich das Leben ist.

Das ist nämlich das Leben, wenn du auf jeder Stufe Enttäuschungen hast, die Notwendigkeit, Kraft zu finden, die Notwendigkeit, ein genaues Ziel, einen Vorsatz zu finden. Sonst hast du keine Kraft: wofür, warum, was wirst du als das richtige Ziel, als die richtige Entscheidung betrachten oder nicht. Und so weiter.

Das heißt, im Ergebnis des Aufstiegs von diesen Stufen, wirst du dich als wachsend und schöpferisch wahrnehmen.

Frage: Was treibt mich jedoch an? Ist das der Wunsch, diese Sackgasse zu überwinden oder mich an etwas oder Jemanden anzunähern?

Antwort: Nein, du willst gar nicht mehr so sehr eine bestimmte Endstufe erreichen. Du fängst an, Freude daran zu empfinden, dass du sie durchläufst. Zwischen den Stufen fängst du an, die Weisheit, die Klarheit dieser Stufen zu fühlen.

Frage: Werde ich anfangen, diese Lenkung zu fühlen?

Antwort: Das nennt man „mi maasecha ikarnucha“ – „aus deinen Taten erkenne ich dich“, dass du aus den Stufen selbst, aus der Art und Weise, wie sie für dich geschaffen wurden, und gleichzeitig, wie du geschaffen wurdest, um dich über sie zu erheben, aus all dem beginnst du, den Schöpfer dieser Stufen zu erkennen. Und das ist das Wichtigste.

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Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“

Aufstieg zur Absicht

Baal HaSulam, „Shamati“, Artikel 42, „Elul“:

Von oben wird dem Menschen ein Zustand der Dunkelheit gegeben und dann kann er erkennen, wie selbstlos seine Arbeit ist. Wenn er auch im Zustand der Dunkelheit in Freude bleiben kann, ist das ein Zeichen dafür, dass er für den Schöpfer arbeitet. Der Mensch soll sich freuen und daran glauben, dass ihm von oben die Möglichkeit gegeben wird, im Geben zu arbeiten.

Wenn ein Mensch in der Lage ist, über alle Zustände hinweg in Freude zu bleiben, ist das ein Zeichen, dass er sich bereits über sein Verlangen zu empfangen erhoben hat und voranschreitet.

Darin besteht immer unsere Prüfung: Sind wir in das egoistische Verlangen versunken oder können wir uns ein wenig darüber erheben? Der Mensch bittet nicht um gute Laune, um weiterzuarbeiten, im Gegenteil, er ist geradezu zufrieden mit der Dunkelheit, schlechter Stimmung und der inneren Verwirrung. Über all dem ist er zu einer gewissen kleinen Anstrengung fähig.

Ganz gleich, in welchem Zustand wir uns befinden, ist es entscheidend, ob wir uns über das Empfundene erheben können. Wenn man sich in einem schlechten Zustand befindet, aber dennoch in der Lage ist, im Geben zu handeln, in Verbindung und Liebe zu seinen Freunden, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass man auf dem richtigen Weg ist. Unsere Aufgabe ist es, die Dunkelheit in den empfangenden Gefäßen zu spüren und uns, auch mit kleinsten Schritten, darüber zu erheben, zur Verbindung, zur Absicht des Gebens. Darin besteht die ganze Arbeit.

Daher müssen wir entsprechende Übungen durchführen und bewusst „Lernspiele“ spielen. Natürlich hat es ein Anfänger in den ersten Jahren nicht leicht, aber mit der Zeit beginnt man, in sich einen Unterschied zwischen seinem Empfinden und seiner Absicht zu erkennen, also zwischen zwei verschiedenen Systemen.

Mal fühlt man sich gut, mal schlecht und lernt zu verstehen, dass das nicht das Wichtigste ist. Es geht vielmehr darum, mit diesen Empfindungen zu arbeiten. Durch sie erlangt man neue Feinheiten der Wahrnehmung, die notwendig sind, um die Lenkung durch den Schöpfer zu begreifen. Alle Empfindungen, sowohl gute als auch schlechte, nimmt man als gut an, um sich darüber zu erheben und ständig auf das Ziel ausgerichtet zu bleiben. Diese Anstrengungen müssen wir ständig unternehmen. Wir sollten versuchen, die Kraft des Aufstiegs – die es uns erlaubt, Zeit und Mittel sinnvoll zu nutzen – auch in Zeiten des Abstiegs aufrechtzuerhalten. Ja, das ist sehr schwer, aber wir müssen uns bemühen.

So lösen wir uns allmählich von den empfangenden Gefäßen und gehen zu einer anderen Arbeit über. Wir leben bereits in der Absicht und nicht mehr im bloßen Empfinden.

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Aus der Vorbereitung zum Unterricht

 

Der Faden aus der Unendlichkeit                                   

Die Kabbalisten schreiben, dass sich der Schöpfer in der Verbindung zwischen uns, im Zentrum der Gruppe, offenbart. Und alles, was zwischen uns, im Zentrum unserer Gruppe geschieht, wird für uns auf der höchsten Stufe wahrgenommen, die „der Schöpfer“ genannt wird.

Wir befinden uns auf einer spirituellen Leiter, auf der wir zur nächsthöheren Stufe aufsteigen müssen, und dann noch höher und noch höher, immer weiter. Wir erhalten ständig Anweisungen, Licht, Signale und Erweckungen von einer höheren Stufe.

Deshalb muss man danach streben, eine Verbindung zur höheren Stufe herzustellen und sich in sie einschließen. Diese Verbindung wird durch die Größe der höheren Stufe erreicht.

Die höhere Stufe gilt im Verhältnis zur niedrigeren Stufe immer als der Schöpfer im Verhältnis zum Geschöpf. Denn wir sind auf diesen Stufen von der Welt der Unendlichkeit über die Parzufim von Galgalta, AB, SAG, bis zur Stufe dieser Welt hinabgestiegen: über fünf Welten, fünf Parzufim in jeder Welt und fünf Sefirot in jedem Parzuf – insgesamt 5x5x5=125 Stufen.

Über dieselben Stufen steigt man wieder auf. Jedes Mal wird eine höhere Stufe im Verhältnis zur niedrigeren als „der Schöpfer“ bezeichnet. Erstens, da sie beim Abstieg von oben nach unten die niedrigere Stufe hervorgebracht hat. Zweitens, da man durch sie wieder aufsteigen kann, indem man, den Schöpfer (hebräisch: bo-re), „komme und siehe“ erkennt. Von dort aus kann man noch höher aufsteigen und so voranschreiten.

Für jede Zehnergruppe gibt es einen Faden, der von der Welt der Unendlichkeit zu ihr gezogen ist. Entlang dieses Fadens muss man bis zur Welt der Unendlichkeit aufsteigen, bis zum Ende der Korrektur.

Wenn man den Ratschlägen der Kabbalisten folgt, steiget man von Stufe zu Stufe auf: von Malchut zu Bina, und erneut von Malchut zu Bina.

Die untere Stufe wird Malchut genannt im Verhältnis zur höheren Stufe, die Bina heißt. Die aufsteigende Kraft wird „Glaube über dem Verstand“ genannt – die Kraft des Gebens, die Kraft von Bina über der Kraft von Malchut, dem Verlangen zu empfangen. Wenn man das Verlangen zu geben, die Verbindung zwischen Freunden, bevorzugt, dann kann man von Malchut zu Bina aufsteigen – von der unteren Stufe zur höheren.

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Aus dem Unterricht zum Artikel „Shamati“ Nr. 14

 

Beginnt zu handeln!!

Frage: Wenn im Menschen das Verlangen zu empfangen erwacht, erhebt er es durch den Zehner zum Schöpfer. Was bedeutet es, dass dieses Verlangen vom Schöpfer korrigiert wird und wie verwandelt es sich zu „Lishma“?

Antwort: Das Verlangen, zum Schöpfer aufzusteigen, äußert sich im Gefühl der Notwendigkeit nach Ihm. Dieses Bedürfnis ist das Gebet. Es steigt zur nächsten, höheren Stufe auf. Von dort strömt das Licht herab und der Kontakt zwischen dem Höheren und dem Niederen beginnt. Auf dieser Grundlage wird das Niedere korrigiert, verändert sich und so kommt es zu einer Bewegung von unten nach oben. Das Ergebnis dieses Kontakts ist der spirituelle Schirm.

Frage: Das heißt, der Kontakt mit dem Schöpfer verändert den Menschen. Nennt man das, dass er den Schirm erhält? Kann er dann im Sinne des Schöpfers handeln?

Antwort: Ja.

Frage: Das bedeutet es, dass der kritischste Punkt der ist, wenn man MAN erhebt und der Schöpfer beginnt, auf uns einzuwirken? Wie kommt man zu dem Zustand, in dem man MAN aus dem Zehner erhebt und Er beginnt, uns zu verändern?

Antwort: Stellen Sie es sich vor, fangen Sie an zu handeln und es wird sich von selbst regeln.

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Aus dem Unterricht „An der Schwelle von Lishma“, 13.11.2024

Sukkot – Eine besondere Gelegenheit, die Welt zu korrigieren

Wir können die ganze Größe des Festes Sukkot noch nicht erfassen. Es ist ein sehr großes und besonderes Fest. Denn zu dieser Zeit offenbart sich die Verbindung zwischen allen Menschen und dem Schöpfer, wenn wir Ihn preisen. Und Er nimmt unseren Segen, Lob an, schafft die richtige Verbindung zwischen uns und erhebt uns auf die Stufe der endgültigen Korrektur.

Das betrifft nicht nur Kabbalisten, sondern das gesamte Volk Israel und überhaupt alle Menschen der Welt. Deshalb hat jeder Mensch die Möglichkeit, dem Schöpfer für den Aufstieg zu danken, den er während des Festes Sukkot erlebt hat.
Sukkot ist ein innerer Zustand des Menschen, der zu bestimmten Kalendertagen gemeinsam mit anderen Menschen eintritt, die sich in derselben Erkenntnis und Empfindung befinden.

Die Bedeckung der Sukka wird aus den sogenannten „Abfällen der Tenne und des Weinkellers“ gebaut, also aus den Orten, an denen die Nahrung des Menschen hergestellt wird: Brot und Wein. Und selbst aus diesen Abfällen kann man spirituellen Nutzen ziehen, wenn ich alles, was mir in dieser Welt gegeben wird, richtig betrachte. Das bedeutet, dass ich den Schöpfer in allem, was geschieht, rechtfertige und alles als nützlich ansehe, auch wenn es mir nicht gut erscheint.

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Gebet und Gebetsbücher

Frage: Eine Frage zum Gebet. Wenn man um etwas bitten möchte, gibt es dann sprachliche Grenzen? Wie kann man seine Bitte erweitern?

Antwort: Erstens kann man darüber mit seinen Freunden sprechen. Zweitens gibt es Texte, die von Kabbalisten verfasst wurden und als kanonische Gebete gelten. Sie enthalten nichts Besonderes – einfach eine Bitte an den Schöpfer für verschiedene Arten der Unterstützung. Das Definieren von Verbindungen, Entwicklung und so weiter.

Jede solcher Anrufung fördert den Menschen, wenn er über die Worte nachdenkt, die die Kabbalisten geschrieben haben. Alle Gebete wurden von großen Kabbalisten verfasst.

Vor mehr als zweitausend Jahren existierte in Jerusalem eine Vereinigung von Kabbalisten, die als „Große Versammlung“ (Knesset ha-Gdola) bezeichnet wurde. Vor ihrer Zeit gab es überhaupt keine Gebete, da jeder Mensch wusste, wie er den Schöpfer bitten musste, um seine Verbindung mit anderen zu verbessern. Daher gab es keinen Bedarf an Gebetssammlungen.

Aber diese Kabbalisten spürten, dass die Menschen ihren spirituellen Stand verlieren würden, und schrieben deshalb eine Sammlung von Gebeten. Diese nutzen wir heute.

Worum geht es grundsätzlich in diesen Gebeten? Nur um die Verbindung zwischen uns. Man muss diese Worte verstehen. Im Allgemeinen preisen sie den Schöpfer als Eigenschaft des Gebens, der Liebe, als die höchste Eigenschaft der Natur. Es wird gesagt, dass Er uns nicht vergisst, dass Er versucht, uns einander näher zu bringen, um in uns zu verweilen. Und wir versuchen all das zu verwirklichen, um wie gute Kinder unseren Eltern Freude zu bereiten. Das ist alles, es gibt nichts anderes.

Ihr könnt diese Gebetsbücher also verwenden. Im Wesentlichen ist ein Gebet jedoch das, was der Mensch in seinem Herzen empfindet. Das ist das Erste.

Und das Zweite: Ein Gebet ist eine richtige Selbsteinschätzung des Menschen. Denn das Verb „beten“ („lehitpalel“) bedeutet „sich selbst beurteilen“. Das ist die Essenz des Gebetes. Dass ich meine Handlungen und die Umstände, in denen ich mich befinde, beurteile und wie ich mich aus ihnen erheben kann.

Man muss verstehen, dass der Aufstieg nach einem unerschütterlichen Prinzip erfolgt: „Von der Liebe zu den Geschöpfen zur Liebe zum Schöpfer“. Nur auf diese Weise und nicht anders. Wir können uns nur an ihn wenden. Wenn wir eine Gruppe von Zehn sind, und wir uns bemühen, die gesamte Menschheit in einer solchen Zehnergruppe zu versammeln und dadurch dem Schöpfer die Möglichkeit zu geben, diese zu erfüllen.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Fragen des Weltkli“