Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Aufstieg'

Bittet nicht darum, dass „die Sünder“ sterben…

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann ich zielgerichtet bleiben, wenn ich irgendwelches physisches Problem habe, das meine Aufmerksamkeit die ganze Zeit ablenkt?

 Meine Antwort: Es gibt verschiedene Fälle. Es gibt die körperlichen oder seelischen Probleme, die Sorgen und die Besorgnisse kommen bei jedem Menschen vor. Der Schöpfer spricht den Menschen an, indem Er ihm Probleme und Hindernisse schickt, und ihn dadurch erweckt.

 Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Situation der Mensch sich befindet. Diesen Zustand bekommt er vom Schöpfer, und aus diesem Zustand soll er sich mit Ihm verbinden.

 Der Mensch soll auch Folgendes verstehen: hat er Probleme mit der Gesundheit, ist er verpflichtet, zum Arzt zu gehen, hat er Probleme mit dem Einkommen, ist er verpflichtet, Arbeit zu suchen usw.

 Wenn die Probleme gelöst werden, dann nur, weil er schon in anderen Zuständen sein soll, um vorankommen zu können.

 Jeder Zustand, ist für den weiteren Aufstieg richtig. Aber man muss ihn sowohl auf dem irdischen Niveau, als auch auf dem spirituellen wie ein Ganzes korrigieren.

 Folglich ist es verboten, die Welt aufzuteilen „das ist für mich, und das ist für den Schöpfer“: „Jetzt mache ich mein Business, beschäftige mich mit dem irdischen Leben, und später werde ich zu Ihm zurückkehren, und das reicht schon für die „Heiligkeit“.

So etwas gibt es nicht! Wenn wir über die Korrektur der Absichten sprechen, dann gibt es hier keine freie Minute, und in allen Zuständen, aus allen Problemen heraus, die wir haben, sind wir verpflichtet, unsere Bitte an den Schöpfer zu richten.

Diese Bitte soll nicht das physische, familiäre oder andere Problem betreffen, sondern das höhere Ziel, weil es gewiss die niedrigen Stufen der Sorgen, Leiden und Krankheiten einschließen wird.

Denn sie alle heißen „die Leiden“ und sind dafür gegeben, um den Menschen in die richtige Richtung zu weisen.

Gäbe es jetzt die Möglichkeit, den Menschen vom Leiden zu befreien, ihm die Sorge um Geld, Gesundheit oder Familie wegzunehmen, so würde er sofort vom spirituellen Weg abweichen, und nicht den Weg des Schöpfers gehen.

 Deshalb ist es uns verboten, sich direkt in diesen Prozess einzumischen. Man muss dem Menschen helfen, mit diesen Problemen zurechtzukommen, aber er soll wissen, dass so der Weg ist, und das alles vom Schöpfer – „Vom Guten und das Gute Schaffenden“ kommt, denn „Es gibt niemanden außer Ihm“. Er soll alle Zustände annehmen, mit ihnen richtig zurechtkommen, mithilfe aller möglichen Mitteln, sowohl auf der irdischen Stufe, als auch auf der spirituellen, mithilfe der Gruppe.

 In diesem Zusammenhang steht geschrieben, dass es verboten ist darum zu bitten, dass „meine Sünder“ sterben, – sondern nur um die Rückkehr zum Schöpfer. Das heißt, jeden Zustand muss man korrigieren, indem man die negativen Hindernisse benutzt, weil sie gerade für die Korrektur am nützlichsten sind.

 Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 27.09.2010

Nicht alle Mittel sind gut

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann ich mein Herz erweichen?

Meine Antwort: Mittels der Arbeit in der Gruppe, mittels der Beispielen, die wir einander zeigen, mittels des Lichtes, das wir während des Studiums heranziehen wollen.

Es gibt keine andere Möglichkeit. Suche die Mittel des geistigen Aufstiegs nicht dort, wo es sie definitiv nicht gibt: weder in der Psychologie, noch in allerlei Wissenschaften und Methodiken. Die ganze Arbeit wird in der Gruppe ermöglicht.

Es gibt die Freunde, und es gibt das Studium. Wieviel wir schaffen werden, aus dem Rat der Kabbalisten zu realisieren, wird unseren Handlungen zugeschrieben.

Wir können uns nirgendwohin von der Stelle unseres Zerbrechens entfernen. Wir werden darin die ganze Tiefe des Zerbrechens des geistigen Systems offenbaren .

Und hier, zwischen uns, sollen wir auch die Vereinigung, den Geist des Lebens, die Freude und die Bestrebung zum Ziel enthüllen.

Es gibt keine andere Möglichkeit sie zu finden. Der Schlüssel liegt in der gegenseitigen Hilfe. Ich soll von den Beispielen den Anderen lernen und, und ihnen als Beispiel dienen, wir sollen gemeinsam lernen.

Die Suche nach anderen Rezepten lenkt uns von dem ab, was die Kabbalisten uns hinterlassen haben, wir werden also noch mehr verwirrt werden. Es gibt keine andere Mittel, außer den Büchern, des Lehrers und den Freunden.

Wir sollen gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, unsere Verbindung oder ihren Mangel zu enthüllen, das Begreifen der Notwendigkeit, die Bürgschaft, die Energie, die gegenseitige Unterstützung und den Schöpfer unter uns aufzudecken.

Wenn wir die ganze Arbeit an einer Stelle fokussieren und darauf fixiert werden, dann kommen wir sehr schnell zum Ergebnis: entweder geben wir auf und ziehen uns zurück, oder wir beteiligen uns an diesem Prozess, gehen dadurch und erreichen das Ziel.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 26.09.2010

Die Hauptschwierigkeit der spirituellen Arbeit

Sukkot (das Laubhüttenfest) symbolisiert, wie auch alle anderen Feste, die spirituellen Zustände, die jeder Mensch weltweit durchlaufen muss, während er in seinen Eigenschaften von unserer Welt zur Welt der Unendlichkeit aufsteigt.

Als Aufstieg wird die Stärkung der Verbindung zwischen uns und dadurch auch unserer größeren Ähnlichkeit mit dem Schöpfer bezeichnet. Man kann sagen, dass wir nicht aufsteigen, sondern uns einander immer mehr annähern.

Es ist kein mechanischer, sondern ein qualitativer, gefühlsmäßiger, gegen die egoistische Natur gerichteter Aufstieg. Und diese können wir nur durch die Kraft des Lichts bekämpfen.

Darin besteht die ganze Schwierigkeit. Das Problem liegt nicht in der Überwindung des Egoismus, nicht im Kampf gegen die natürliche Faulheit – damit beschäftigen wir uns im normalen Leben. Die Schwierigkeit des spirituellen Weges besteht darin, dass diese Handlung nicht durch unsere eigenen Kräfte vollbracht wird.

Meine Natur kann nicht durch meine Anstrengung geändert werden, sondern durch eine gewisse verborgene Kraft, die ich darum bitten muss, diese Handlung zu vollbringen. Und darin besteht das ganze Problem!

Denn wenn ich selbst gegen meinen Egoismus arbeiten würde, würde ich mich für einen Helden halten. So handeln viele, und der gleiche Egoismus zwingt uns, gegen ihn vorzugehen, wenn das Ziel es wert ist.

Wir sind bereit, auf diese Weise gegen unseren Egoismus und sein Bestreben nach Ruhe zu handeln, weil wir darin einen Gewinn für unseren Neid, unsere Genusssucht und unseren Ehrgeiz sehen.

Doch auf dem spirituellen Weg muss man sich annullieren und „denjenigen“, den ich nicht kenne, um „das“ bitten, was mir entgegengesetzt ist, damit „Er“ kommt und meine Natur zum Gegenteil verändert.

Wenn wir uns vereinigen müssen, um jemanden zu besiegen, vereinigen wir uns, besiegen ihn und kehren als Helden zurück. Doch uns zu vereinigen, um den Schöpfer zu überzeugen, uns zu korrigieren, uns zu vereinen, ist ein großes Problem! Das Problem besteht darin, dass der Schöpfer verborgen ist und wir nicht verstehen, gegen was und für was wir arbeiten.
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Aus diesem Grund beginnen viele Menschen mit der spirituellen Arbeit und werfen sie dann hin. Sie können diese Verhüllung nicht überwinden, sich nicht mit dem Teil unserer Arbeit abfinden, der nicht von uns abhängt.

Der Mensch tut sich schwer damit, zu akzeptieren, dass er sich für die Korrektur seiner selbst an die unsichtbare Kraft wenden muss. Darum liegt das ganze Problem nicht in unserer Faulheit, sondern darin, dass der Schöpfer verborgen ist.

Aus dem Unterricht nach den Auszügen zum Sukkot-Fest vom 24.10.2010

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Die Hauptbedingung für den Aufstieg

Hätte ich keine Unterstützung von den Freunden in der Gruppe, wäre es nicht möglich in der Spiritualität voranzukommen. Wenigstens sollte es die passive Unterstützung der Gruppe geben.

Deshalb konnte Rabbbi Jossi Ben Kisma auch in der kleinen Gruppe bleiben, wo die Schüler sich nach ihm richteten, wie es Kleinkinder tun – für den Aufstieg des großen Kabbalisten genügte es vollkommen.

Wenn man entsprechend seinem Niveau das Höhere anstrebt, und die anderen es entsprechend ihrem Niveau machen – dann genügt dies, um das Licht der Unendlichkeit heranzuziehen.

Denn das Licht hält sich in der absoluten Ruhe auf, es ist überall ein und dasselbe, alles hängt vom Menschen ab, der es verwendet.

Deshalb gibt es keinen Unterschied zwischen der kleinen Gruppe von Anfängern und der großen fortgeschrittenen Gruppe. Alles hängt vom Menschen ab, inwiefern er die Bürgschaft wirklich anstrebt.

In dem Maß, in dem er sich in der Gruppe bemüht, bekommt er vom höheren Licht das Notwendige, er hilft den anderen und sich selbst voranzukommen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“ „, 17.09.2010

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Das Zeugnis des Schöpfers

Die Kraft des Glaubens – das Leuchten, das von oben kommt, heißt das Zeugnis des Schöpfers, wie es gesagt ist: „Der Schöpfer wird bekunden, dass man nicht mehr zur Selbstsucht zurückkehren wird“.

Wie macht es und der Schöpfer kund? – Mit dem Leuchten, das zu uns in der mittleren Linie kommt. Der Schöpfer leuchtet uns mit Seiner Eigenschaft, mit dem einfachen Licht, aber da es durch das System der Welten geht, entwickelt sich das einfache Licht zum Leuchten der drei Linien und leuchtet uns gerade in der mittleren Linie.

Es ermöglicht mir das Begreifens des Übels (die Gegenüberstellung des Guten, der rechten Linie, mit dem Übel, mit der linken Linie), die Analyse Wahrheit \Lüge über bitter \süß, den Aufstieg des Gebens über dem Erhalten (mit dem Glauben über dem Verstand) und ich entwickele mich in der mittleren Linie nach dem Vorbild des zu mir absteigenden Lichtes \Eigenschaft der mittleren Linie des Schöpfers, Seines Zeugnisses.

Ich sehe das Beispiel des Schöpfers, ich bekomme von Ihm die Kräfte und möchte mich mit Ihm vergleichen. Aber das alles funktioniert, solange der Schöpfer mir leuchtet, denn ich werde niemals sine Kraft des Glaubens haben. Das heißt eben das Zeugnis des Schöpfers.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 17.09.2010

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Die Verbindung zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung

Eine Frage, die ich erhielt: Was fühlt der Kabbalist, der die Endkorrektur (Gmar Tikun) erreicht hat?

Meine Antwort: Im endgültig korrigierten Zustand (Gmar Tikun) finden unaufhörliche und riesige Veränderungen statt.

Die Seele befindet sich „gleichzeitig“ im Fallen und im Aufstieg, weil für sie diese zwei entgegengesetzten Zustände identisch und einheitlich sind.

Diese zwei Extreme verbinden sich in ihr zu einem Ganzen, da der Mensch sein Verhältnis zu ihnen, wie zu einer Erscheinung, korrigiert hat.

Aber je nach unserem Aufstieg zur Welt der Unendlichkeit, hören „die Umstellungen“ aus der Leere in die Füllung nicht auf, sondern verwandeln sich in die Gegenüberstellung der Ausgangsgegenteile der Tat des Schöpfers: „Etwas aus Etwas“ und „Etwas aus Nichts“ (Esch mi Esch ve Esch mi Ain). Und gerade verbinde ich, der Mensch, sie zusammen in mir und ergänze die Tat des Schöpfers.
Dadurch ist die Notwendigkeit in der Erschaffung des Menschen diktiert, damit er diese zwei Extreme in sich verbindet und aus „Etwas aus Nichts“ das „Etwas aus Etwas“ und wer der Schöpfer ist, enthüllt.

Aus dem Gespräch über das Thema „Das Licht, das zur Quelle zurückführt“ vom 08.09.2010

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Das beabsichtigte Übel

Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagten, dass das Übel sowohl gefühlsmäßig als auch zielgerichtet sein kann. Bedeutet das absichtliche Übel den Aufstieg?

Meine Antwort: Wenn ich das Übel vom Gesichtspunkt des Ziels betrachte und sage:“Ich möchte, dass mein Wunsch, zu genießen (der Körper) leidet!“, weil das Leiden, das ich im „Körper“, in meinem Wunsch zu genießen empfinde, mir hilft, mich zu erheben, ihn zu verringern, den Schirm über ihn zu stellen und voranzukommen.

Denn es soll auf jeden Fall eine Verhüllung zwischen mir und dem Schöpfer geben, und ich kann Ihm meinen Wunsch, zu genießen, nicht offenbaren.

Entweder der Schöpfer verbirgt sich vor meinem Wunsch, oder ich verberge mein Ego vor Seinem Licht, vom Genuss. In dem Maß, in welchem mein Ego verborgen wird, offenbart sich der Schöpfer. Ich empfinde Seine Anwesenheit über meinen Wunsch, zu genießen. Auf diese Weise kommen wir voran.

Aus dem Unterricht nach eiem Artikel von Rabasch, 16.09.2010

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Der Vorhang!

In Wirklichkeit gibt es keine Auf- oder Abstiege – sie existieren nur in deiner Empfindung, werden also nur von dir bestimmt.

Der Schöpfer bietet dir den größeren Wunsch zu genießen, und du bewertest deine Zustände entsprechend deiner Vorbereitung, entweder als Auf- oder Abstiege, je nach Empfindung oder nach der Wichtigkeit des Erreichen des Zieles. Der Schöpfer enthüllt allmählich den Vorhang, indem Er sich immer mehr offenbart. Und an dieser Stelle sollst du deine Beziehung zu dieser Offenbarung bestimmen.

Diese Enthüllung ist unangenehm für die Selbstsucht, weil der Schöpfer sie nach oben, entlang der Stufen der geistigen Treppe zieht.

Natürlich leidet der Böse Trieb darunter, denn dort wird das Licht offenbart, das der Selbstsucht, die ihre Kraft aus der Finsternis bezieht, entgegengesetzt ist. Aber wenn du dich mit dem Licht verbinden willst, dann ist es für dich wünschenswert. Das heißt, du hast immer eine Möglichkeit deine Einstellung zu dieser Offenbarung zu bestimmen, – sie entweder gefühlsmäßig oder zielgerichtet zu bewerten.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 16.09.2010

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Der Abstieg ist das Sprungbrett für den Aufstieg

Unsere ganze Arbeit besteht darin, die richtige Einstellung zu den Zuständen zu entwickeln, die wir empfinden. Infolge dieser Arbeit beginnen wir allmählich, stufenartig, zwei Komponente zu unterscheiden:

1. Meinen Wunsch, in dem ich verschiedene Erscheinungen, das Gute und das Böse empfinde
2. Den Verstand, mit dem ich kläre, von wem die Empfindungen kommen und mit welchem Ziel.

Je nachdem wieweit ich in der Lage bin, meine Zustände unabhängig von der Empfindung gut/schlecht zu analysieren, so kann ich diese Zustände verstehen und sie trotz der Empfindung rechtfertigen und sie für die Offenbarung der Eigenschaft des Gebens, des Schöpfers benutzen, obwohl das Erscheinen eines jeden neuen Zustandes zunächst das Leiden, die Offenbarung eines neuen leeren Wunsches bedeutet.

Aber die Beziehung zu diesem leeren Wunsch ändert die Empfindung seiner Leere. Denn die Empfindung des Ziels, die Verbindung mit dem Schöpfer, führt zur Begeisterung, welche die Empfindung des Leidens oftmals übertrifft.

Deshalb haben wir die Möglichkeit, uns über die unangenehmen Empfindungen in den Absichten, in der Empfindung der Verbindung mit dem Schöpfer hinweg zu erheben und somit die ganze Schöpfung zu rechtfertigen, so dass dieser Bruch uns hilft, über die unangenehmen Empfindungen hinwegzukommen, ihre Offenbarung hervorzurufen, um noch höher darüber aufzusteigen.

In unserer Entwicklung können wir keinen Zustand ändern, aber wir können um Verständnis seines Zweckes und um das Gute bitten, die höher als der Wunsch zu genießen sind. So können wir unsere Entwicklung beschleunigen und die Zustände des Abstiegs so zu erleben, dass sie nicht als Fallen, sondern als ein Grund für Aufstieg empfunden werden. Alles hängt von unserer Einstellung ab.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 16.09.2010

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Vorbereitung auf den Abstieg

Eine Frage, die ich erhielt: Wie bereitet man sich während des Aufstiegs auf den Abstieg vor?
Meine Antwort: Auf keinen Fall darf man während des Aufstiegs auf den Abstieg warten!
Jeder Aufstieg muss von mir als das Ende der Korrektur meiner Seele wahrgenommen werden. Wie kann ich mich im Geben befinden, wenn ich darauf warte, dass ich jeden Augenblick abstürze?
Ich muss nur Gutes in Bezug auf die Zukunft denken. Genau das nennt sich „Vorbereitung auf den Abstieg“. Ich gehe aufs Ganze, weil ich die vollständige Korrektur erwarte, und glaube nicht, dass sich von nun an etwas Schlechtes in meinem Leben ereignen kann.
Ich hefte mich ganz an den Guten, Gutes tuenden, den Schöpfer an. Jeder spirituelle Zustand verlangt nach der vollständigen Hingabe und der seelischen Treue – man muss an das Geben und an nichts anderes mehr denken.
Ich habe jetzt vor, aufzusteigen, und welcher Abstieg auch immer später folgen mag, wird er für mich zu einem Aufstieg.
Ihr wisst, wie der Mensch während des Aufstiegs denkt: „Ich fürchte jetzt nichts, soll doch selbst der Todesengel kommen, ich werde ihn in Stücke reißen! Und welcher Zustand auch immer sich mir enthüllen mag, ist unwichtig, ich benutze ihn als ein Sprungbrett!“
Das bedeutet, dass wir nach dem Kongress im November zum unaufhörlichen Aufstieg übergehen – es gibt keine Abstiege mehr!
Alle Abstiege, die wir in unseren Empfindungen wahrnehmen werden, werden wir sofort durch unsere Absicht in die Aufstiege umkehren.
Und selbst wenn ich einen Abstieg wahrnehme (denn ich befinde mich noch nicht am oberen Ende der Leiter), mit meiner Absicht befinde ich mich bereits in der Welt der Unendlichkeit! Und selbst wenn sich in den empfangenden Kelim die Leere enthüllt, bin ich bereit, mich über sie zu erheben.
Einerseits steige ich ab, indem ich das Böse in mir enthülle, doch ich steige sofort mit der Absicht zu geben auf.
Zu einem solchen ununterbrochenen Aufstieg wollen wir nach dem Kongress übergehen, damit wir unabhängig davon, durch welche Schlaglöcher wir stuckern, alles als einen Aufstieg wahrnehmen.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 06.09.2010

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