Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Absicht'

So hat mich nun mal meine Mutter zur Welt gebracht…

Bericht (Personality and Social Psychology Review): Egoistische Genen werden von der Mutter geerbt, die altruistische von dem Vater.

Bemerkung: Entsprechend der Wissenschaft der Kabbala, der maennlicher Teil ist fuer die Eigenschaft und Kraft des Gebens verantwortlich, wobei der weibliche Teil fuer die Eigenschaft und Kraft des Empfangens.

Der maennliche Teil ist der Schirm, der weibliche ist das Verlangen, deshalb ragt der maennliche Organ hervor, der weibliche herein usw. ..

Aber es gibt keinen Vorteil von eine Geschlecht ueber dem anderen, ohne beiden kommt man nicht zurecht, der Egoismus ist nicht weniger wichtig als der Altruismus. Und man baut sich auf, indem man beide richtig kombiniert – in der mittleren Linie.

Auch die Kabbala ruft uns dazu auf, sich mit unseren Problemen zum Schoepfer, der dich gemacht hat hat (Lech le uman she asani), und nicht zu den Eltern.

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Aus der Illusion hinauszugehen

Eine Frage, die ich erhielt: Woher weiß ich, dass ich den Sohar mit der richtigen Absicht lese?

Meine Antwort: Man muss an die Bedingungen für die Offenbarung des Schöpfers denken. Die grundlegende Bedingung ist eine Ähnlichkeit der Eigenschaften.

Ferner bedeutet die Ähnlichkeit der Eigenschaften, dass innerhalb meines Wunsches „zu genießen“ das Verlangen zum Geben offenbart wird, die Absicht des Gebens, die Bestrebung zu geben.

Ich warte ab, bis mein inneres Programm – vom Erhalten auf das Geben umgeschaltet wird, wonach ich die verschiedenen Formen des Gebens wahrnehmen kann. Und ich will gerade das.

Ich befinde mich jetzt im Ozean der geistigen Informationen, nehme aber nichts wahr. Denn mir fehlt das Programm für ihre Wahrnehmung. Aber wenn ich danach strebe, wenn ich mir wünsche, das Programm zu finden, dann komme ich dem Verständnis näher.
Alles, worüber ich im Buch Sohar lese, sind die Handlungen des Gebens, die in der Realität geschehen. Somit ist das die einzige Realität, die tatsächlich existiert.

Und unsere materielle Wirklichkeit existiert nur in unserem Unterbewusstsein, sie ist die Illusion, in der wir uns jetzt aufhalten.

Die wahrhafte Realität befindet sich über diesem unterbewussten Niveau, oberhalb dieser erdachten Wirklichkeit, sie existiert im Geben. Und das Erhalten in den Wunsch existiert gar nicht – nur in unserem „Traum“.

Deshalb wünsche ich so sehr, in meinen Empfindungen zur wahrhaften Realität hinaufzusteigen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 03.10.2010

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Das Wichtigste ist, keinen Widerstand zu leisten

Am Anfang erschuf das Licht das Verlangen, entwickelte es und entfernte es von sich, um ihm die Selbständigkeit zu geben und die Möglichkeit zu bieten, sich selbst zu kontrollieren – dem Licht ähnlich zu werden. In diesem Prozess war das Licht primär, die Ursache, und das Verlangen sekundär, die Folge.

Eine jegliche Handlung geschieht unter Einwirkung des Lichts auf das Verlangen. Das Verlangen selbst ist zu keiner Handlung fähig, und nur das Vorhandensein von Eigenschaften des Lichts in ihm gibt ihm die Möglichkeit, das Licht wenigstens um die eine oder andere Einwirkung zu bitten.

Nachdem das Verlangen auf die selbständige Korrektur zum Ähnlichwerden mit dem Licht vorbereitet wurde, ist das Licht in den Handlungen nicht mehr primär, sondern nur erzwingend. Es erweckt das Verlangen zur Handlung, indem es Umstände erschafft, die für die Korrektur, für die Erreichung der Ähnlichkeit, geeignet sind.

Die Erschaffung aller Bedingungen für die Erreichung der Ähnlichkeit des Verlangens mit dem Licht wird als Herabsteigen von Licht und Verlangen von oben nach unten, und die schrittweise Angleichung des Verlangens an das Licht als Hinaufsteigen von unten nach oben bezeichnet.

Während des Herabsteigens von oben nach unten hat das Licht alle Stufen des Hinaufsteigens von unten nach oben bestimmt, wobei es dem Verlangen die Freiheit des Willens (der Wahl, der Handlung) bei der Bildung des Bestrebens nach der Ähnlichkeit (Annäherung) mit dem Licht – bei der Anrufung des Lichts – gelassen hat.

In dem Licht, in den Stufen, ist ein Programm enthalten, welches das Verlangen über die Formen leitet, die es in seiner schrittweisen Korrektur annehmen soll.

Wir müssen lediglich auf jeder Stufe eine Übereinstimmung mit der Form der Stufe erreichen und das Licht bitten, uns zu korrigieren, uns ihm ähnlich zu machen.

Um das Licht, dessen Handlungen an uns, das Programm unserer Korrektur zu verstehen, dessen Ausführung an uns zu wollen, versammeln wir uns zu einer Gruppe, studieren, begeistern einander für die Wichtigkeit der Ähnlichkeit mit dem Licht und dafür, dem Licht keinen Widerstand zu leisten.

Als erstes muss ich mich selbst annullieren, eine „Einschränkung“ machen, als ob ich nicht existieren würde – soll das Licht doch kommen und handeln. Diese passive Teilnahme ermöglicht mir, „den Weg für das Licht zu öffnen“ .

Anschließend muss ich aktiv die Einwirkung des Lichts wollen, dadurch verstärke ich den Druck , indem ich diesem „unser“ Einverständnis, das ich von der Gruppe bekommen habe, anschließe.

Indem ich mich mit der Einwirkung des Lichts „wennschon, dennschon“ einverstanden erkläre, erlange ich die Eigenschaft des Gebens – die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer. Ich bringe mein kleines Verlangen (Einverständnis) ein, doch durch den gewaltigen Lichtstrom bekomme ich am Ausgang die große Eigenschaft des Gebens (die Absicht zu geben) – mein neues Ich.

Das Licht geht quasi in meinen ursprünglichen „Punkt im Herzen“ (Nezoz, Funken) hinein und „bläst“ ihn auf. Indem ich mich mit dessen Handlungen einverstanden erkläre, „wachse“ ich immer mehr an, bis ich die 125. Stufe, den Schöpfer, erreiche, indem ich die gleiche Stärke erlange.

Genau das symbolisiert das Sukkot-Fest. Denn die Feste in unserer Welt sind Symbole dessen, was mit uns in der Spiritualität geschieht.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 24.09.2010

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Die Stufe des Zitterns

„Es gibt in der Schatzkammer des Schöpfers keinen anderen Reichtum, außer dem Zittern vor dem Schöpfer“ (Schamati 38).

Es gibt vier Stufen der Entwicklung:

Die erste Stufe – ist diese Welt, die Welt, wo wir uns befinden.

Die zweite Stufe – ist die Periode (das Niveau) der Vorbereitung. Darin befinden sich die Menschen mit dem Punkt im Herzen, die seine Wichtigkeit über diese Welt, über die Selbstsucht stellen.

Die dritte Stufe – ist die Rückkehr (die Korrektur) aufgrund des Zitterns, die Stufe Bina, Chafez Chessed, wo der Mensch zum Gerechten wird. Hier geschieht die reale Korrektur der 613 Wünsche der Seele im „Geben für das Geben“.

Die vierte Stufe – ist die Rückkehr (die Korrektur) aufgrund der Liebe, die Stufe des vollkommenen Gerechten. Hier werden 613 Wünsche auf „das Empfangen um zu geben“ – für die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer korrigiert.

Dabei ist die Stufe des Zitterns sehr wichtig, weil sie die Einführung für die Erreichung der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer ist. Das Licht vergrößert stufenweise die egoistischen Wünsche, und der Mensch steigt über sie hinauf, weil er ständig seine Verbindung mit dem Punkt im Herzen bevorzugt. Danach beginnt er auf der Stufe der Liebe, seine Wünsche mit der Absicht „des Empfangens um zu geben“ zu verwenden.

So stellt die Stufe des Zitterns ein Gefäß dar, worin der Mensch in der folgenden Etappe, auf der Stufe der Liebe, die Offenbarung des Schöpfers, das Licht der Unendlichkeit bekommt.

Die Etappen der Entwicklung ändern sich ununterbrochen, und wir sollen uns nur um das Zittern kümmern. Denn „das Zittern“ ist eine unermüdliche Arbeit an dem Schirm und dem widergespiegelten Licht, um die ganze Zeit über dem Wunsch zu bleiben.

Natürlich, wird die ganze Arbeit vom Licht erledigt, aber von uns soll die Bitte darum ausgehen. In der Gruppe muss man dieses Ziel unaufhörlich erhöhen, die Einheit und die Verbindung, woraus das allgemeine Gefäß, die Absicht des Gebens entsteht, die den Aufstieg über der Selbstsucht unterstützt.

Dadurch helfen wir einander, vereinigen unsere Punkten in den Herzen und schaffen unser Gefäß für den Empfang des Reichtums. Und wenn unsere Einheit realisiert wird, dann wird darin sofort das Licht offenbart.

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Der Schalter zwischen zwei Welten

Eine Frage, die ich erhielt: Das Lesen des Buches Sohar mit der richtigen Absicht bedeutet „Lebenselixier“. Und was bedeutet „tödliches Gift“ beim Lesen des Sohar?

Meine Antwort: Der Sohar kann entweder zu einem „Lebenselixier“ oder zu einem „tödlichen Gift“ werden. Wenn du vom Licht der Tora Gebrauch machst, kann es entweder Nutzen oder Schaden bringen.

Alles, was dir eine zusätzliche Kraft zu unserer Natur gibt, kannst du zum Nutzen oder zum Schaden gebrauchen, d.h., sie zu einem „Lebenselixier“ oder zu einem „tödlichen Gift“ werden lassen.

Deshalb kehren wir immer wieder zu den Absichten zurück – das Wichtigste ist nicht die Handlung, sondern die Absicht. Wir sind uns dessen nicht bewusst, wie sehr die Welt, in der wir leben, die Welt der Absichten ist.

Manchmal kommt mir etwas widerlich vor, doch wenn ich von der guten Absicht höre, ändert sich meine Einstellung gegenüber der Handlung sofort. Was hat sich verändert? – Meine Wahrnehmung der Absicht, mit der die Handlung vollzogen wird.

Deshalb besteht der ganze Unterschied nur in der Absicht – was genau ich mit der Handlung beabsichtige. Darin besteht auch der Unterschied im Gebrauch des Lichts – entweder als „Lebenselixier“ oder als „tödliches Gift“. Der Unterschied liegt zwischen zwei Welten.

Das gesamte Vorankommen vollzieht sich nur in der Absicht, inwiefern wir in der Lage sind, zu trennen, zu unterscheiden, empfindsam gegenüber der kleinsten Veränderung der Absicht zu sein – jedoch nur der eigenen Absicht und nicht jener der Umgebung.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 27.09.2010

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Eine einfache Formel der Realität

Wir existieren in einer Realität, in der es keine Zeit gibt. Alle Änderungen von Zeit, Raum und Handlungen, alles, was mit uns geschieht, und unsere eigenen Veränderungen, gehen von unserer unbeständigen Wahrnehmung aus, und außen, außerhalb von uns, verändert sich nichts. Wenn es keine Veränderungen in unserem Verlangen und unserer Absicht gäbe, würden wir keine Veränderungen wahrnehmen.

In der Realität gibt es nichts, außer dem Verlangen und der Absicht sowie dem höheren Licht, das sich dem gegenüber in einem absoluten Ruhestand befindet. Während sich dieses Verlangen verändert, nimmt es sich in allen möglichen Formen und Arten wahr. Im Moment nehmen wir uns selbst wahr – auch das ist ein Verlangen, welches sich selbst auf diese Weise wahrnimmt.

Dieses Verlangen durchläuft schrittweise verschiedene Zustände nach einer kausalen Reihenfolge, vom Anfang ihrer Entwicklung bis zum Ende. Diese ganze Entwicklung wird nur bezüglich dieses Verlangens realisiert, und außerhalb des Verlangens gibt es keine Veränderungen.

Deshalb handelt die gesamte Wissenschaft der Kabbala davon, wie dieses Verlangen seine Realität wahrnimmt: wo es sich befindet und warum, in einer Beziehung mit wem. Das ist sein ganzes Leben.

Indem die Wissenschaft der Kabbala uns die ganzen Ereignisse, die das Verlangen erlebt, enthüllt, erklärt sie uns den ganzen Prozess, insbesondere den letzten Entwicklungsabschnitt des Verlangens.

Dieser letzte Abschnitt verläuft bewusst, wenn das Verlangen und seine Absicht sich entwickeln und einen Zustand erreichen, in dem sie anfangen, ihre eigene Realität wahrzunehmen. Es entsteht in ihnen eine gewisse Kraft, eine besondere Wahrnehmungseigenschaft, die es dem Verlangen erlaubt, sich über sich selbst zu erheben und sich von einem äußeren, objektiven Punkt zu beobachten.

Dann stellt das Verlangen fest, dass es wirklich existiert, sich verändert, sich auf etwas zubewegt, sich in Kontakt mit jemandem vorerst Unbekannten befindet und dass es in seiner Entwicklung ein Ziel gibt. Es beginnt, über einen zukünftigen Zustand nachzudenken, den es noch nicht erkennt.

All das geschieht, weil im letzten Entwicklungsabschnitt des Verlangens in ihm der sogenannte „Punkt im Herzen“ entsteht. Von da an fängt es bereits an, sich immer mehr mit diesem Punkt zu identifizieren und sich mit ihm zu verbinden, ihn mehr zu schätzen, sich außerhalb von sich selbst aufzuhalten.

Das heißt, das Verlangen beginnt, nicht darauf zu achten, was es in ihm gibt oder nicht, inwiefern es erfüllt oder leer ist, sondern die Erfüllung und ihr Fehlen als ein Mittel zu sehen, sich immer mehr mit dem Punkt über dem Verlangen, genannt Schirm und Absicht, der Schöpfer bzw. der Einzige, zu identifizieren. Auf diese Weise entwickelt sich das Verlangen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 29.09.2010

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Wartest du auf die Erlösung?

Der Soar, Kapitel „Wajechi“, Punkt 462: Glücklich sind die Gerechten die belohnt werden mit diesem oberen Licht, dem erleuchteten Spiegel, der auf alle Seiten scheint, rechts und links. Jeder dieser Gerechten erreicht in seinem Anteil was er sollte, gemeint ist, erreicht übereinstimmend zu seinen Handlungen in der Welt. Und da gibt es manche, die sich durch dieses Licht schämen, von welchem ihre Freunde mehr zur Erleuchtung empfingen.

Wir wollen alle Details erkennen und verstehen, wo sie sich befinden, was der Zweig und die Wurzel jedes Namens ist, seine geistige Eigenschaft, folglich suchen wir in uns also diese Gradationen der Eigenschaften, über welche der Sohar spricht.

Natürlich, befinden sie sich nur in uns, im unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Niveau unserer Wünsche, wir empfinden nur die Realität, die sich innerhalb unserer Seele befindet.

Denn auch jetzt halten wir uns innerhalb unserer Seele, innerhalb Kli – des Wunsches auf, und alle Erscheinungen geschehen darin.

Auf der Suche, sollen wir uns ständig die Hoffnung machen, dass das umgebende Licht auf uns einwirken wird, und uns die Augen öffnen wird.

Dabei möchten wir die höhere Welt, alle Gradationen ihrer Eigenschaften offenbaren, uns in der Seele zurechtfinden, – wir wünschen also, dass uns das Licht der Korrektur leuchtet. Es heißt eben „die Erlösung zu erwarten“. 

Man sagt, dass nach dem Tod der Seele „auf dem Himmel“ nur zwei Fragen gestellt werden: „Hast du dich mit Tora beschäftigt (hast du auf dich das korrigierende Licht hervorgerufen)? Hast du auf die Erlösung gewartet (auf deine Korrektur)?“ – In dieser Absicht sollen wir uns ständig aufhalten.

Aus dem Unterrict nach dem Buch Sohar, 28.09.2010

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Die mittlere Linie – in der Verbindung zwischen uns

Der Sohar, Kapitel „Wajechi“, Punkt 442: Am Ende der Korrektur, wenn ganz Malchut korrigiert ist, wird der Siwug von GaR de GaR zurückkehren, das heisst, das hohe Jerusalem wird betreten-

Und dies erklärt: „Ich habe David, meinem Diener, geschworen;“ den Eid, dass Er nicht das hohe Jerusalem betreten wird, bis Israel Jerusalem unten betritt.

Man spricht hier über die Korrektur der drei Linien. Zwei Linien, zwei Kräfte erhalten wir von oben. Aber die Fähigkeit, die linke Linie abzuschneiden, die rechte heranzuziehen, die rechte und die linke Linien richtig in der mittleren Linie zu kombinieren – das alles erhalten wir entsprechend dem Modell, der Formel, die wir zwischen uns offenbaren.

Denn ich weiß nicht, was die Mittlere Linie ist. Sie wird mir nicht von oben gegeben, andernfalls hätte ich keine Möglichkeit, mich neu zu erschaffen, meine Suche zu verwirklichen, die Anstrengungen zu machen, die Enthüllengen zu erlangen.

Die Mittlere Linie ist etwas Unklares. Es wurden zwei Kräfte gegeben ! Man kann sowohl mit einer, als auch mit der anderen die Welt zerstören.

Wie kommt man also zum Zustand, in dem man die richtige Kombination von zwei Linien findet – im Schirm de-chirik, von unten nach oben? Wie beginnt man die Vereinigung dieser zwei entgegengesetzten Linien?

Hier erfolgt die Arbeit zwischen den Seelen, nur in der Verbindung zwischen ihnen ist es möglich, die richtige Kombination zu verwirklichen. Die rechte und die linke Linie existieren in Form der natürlichen Kräfte, und die mittlere Linie wird nur in der Verbindung zwischen den Seelen erschaffen.

Man kann sie als „die Gruppenpsychologie“ bezeichnen. Wir sollen also in der Verbindung die richtige Kombination, die richtige Vermischung dieser zwei Linien finden.

Die Prüfung unserer Arbeit besteht darin, die richtige Absicht für das Geben dem Schöpfer zu bilden, mit der folglich die Enthüllung geschieht – dann erreichen wir die mittlere Linie und bekommen die Möglichkeit, diese zwei Linien richtig zu verwenden.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 27.09.2010

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Die Trauer um die Schchina im Exil

Es ist sehr schwierig, die spirituelle Vertreibung zu empfinden. Man muss hierfür den entgegengesetzten Zustand der geistigen Befreiung empfinden. Dann man muss das umgebende Licht O“M fühlen , die implizite Empfindung der Eigenschaft des Gebens.

Was ist „Schchina (die Erscheinung des Schöpfers) im Exil“? Wie trauert man ihr nach, wie bedauert man die Abwesenheit des Ortes für die Offenbarung des Schöpfers? Man bedauert nicht Seine Offenbarung, sondern die eigene Nichtübereinstimmung mit Seinen Eigenschaften. Man bedauert die eigenen Eigenschaften, und nicht die angenehme Empfindung der Enthüllung.

Natürlich hat ein beliebiger Mensch nichts dagegen, die Offenbarung des Schöpfers zu erleben, aber an der Nichtübereinstimmung mit dem Schöpfer leidet nur derjenige, der das O“М erhalten hat.

Niemand hat das Bedürfnis in Schchina: wenn es den Schöpfer gibt, dann kann Er sich offenbaren, was natürlich, zu unseren Besten ist. Niemand empfindet jedoch die Trauer um den Ort dieser Offenbarung.

Der Unterschied ist groß. Die Offenbarung des Schöpfers wird egoistisch, wie eine Erfüllung wahrgenommen. Und den Ort Seines Öffnens muss man aus unserem egoistischen Streben erschaffen: den Schöpfer zu öffnen, in dem man dieses Streben in die Absicht „die Enthüllung für Ihn zu machen“ umwandelt. Es ist die Vorbereitung des Ortes, dessen Eigenschaft dem Schöpfer zulassen wird, geöffnet zu werden.

Ebenso in unserer Welt wird eine beliebige Erscheinung in mir entsprechend meinen Eigenschaften gezeigt. In dem sich meine Wahrnehmung der äußerlichen Einwirkung angepasst wird, kann ich sie im Maß unserer allgemeinen Eigenschaften erkennen: seines Organes der Einwirkung und meines Organes der Wahrnehmung. Alles hängt von der Korrektur der Instrumente der Wahrnehmung ab.

„Schchina“ ist ein Ort, der von uns aus der Addition unserer Bestrebungen zum Schöpfer geschaffen sein soll, und in unserer Absicht zum Geben korrigiert werden soll.

Vor allem, ist der große Wunsch notwendig, den Schöpfer nicht für das eigene Wohl zu offenbaren (Lo Lischma), dann versteht der Mensch die Notwendigkeit der Korrektur, und nutzt die Umgebung, er zieht mittels des gemeinsamen Studiums das korrigierende Licht heran.

Dann beginnt er eben, zu verstehen, dass der Erfolg nur im Falle der Ähnlichkeit der Eigenschaften, nur in der Absicht des Gebens möglich ist, die ihm zulassen wird, sich möglichst schnell dem Öffnen des Schöpfers, der Eigenschaft des Gebens anzupassen. Jetzt, wo der Mensch sich korrigieren muss, tritt die Etappe der Korrektur ein.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 27.09.2010

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Wie hilft man einem Freund

Rabasch, 1984, „Der Mensch helfe seinem Freund „, der Text des Artikels ist in Fettdruck geschrieben.

Ich kann ohne Hilfe des Freundes nicht vorankommen, weil man nur in der Verbindung den Ort erreichen kann, in dem mir die spirituelle Welt eröffnet wird.

Hier brauche ich keine Hilfe, die in unserer Welt üblich ist, d.h. keine Hilfe des stärkeren, reicheren, besseren oder klügeren Menschen. Ich brauche die Hilfe des gleichgesinnten Menschen, der das gleiche Lebensziel verfolgt.

Wir müssen verstehen, wie ein Mensch seinem Freund helfen kann? Gilt das nur dort, wo es Reiche und Arme, Weise und Dumme, Starke und Schwache und dergleichen gibt?

In unserer Welt wird die Hilfe dort gebraucht, wo es einen Bruch zwischen den Menschen gibt, nur dort findet man die Möglichkeit, einander zu helfen. Wenn beide aber in der gleichen Lage sind, dann gibt es für die Hilfe keinen Platz. Die Hilfe in unserer Welt kommt also von einem Begünstigten zu einem minder begünstigten.

Aber wenn es nur Reiche, Starke und Kluge gibt, wie kann man dann noch einander helfen?

Ehrlich gesagt sind wir davon nicht begeistert, wenn wir jemanden um Hilfe bitten müssen. In unserem Inneren kommen Scham, Stolz und Neid hoch. Denn wir wollen uns nicht als Bedürftige zeigen, wir möchten nicht abhängig sein und streben nach der Getrenntsein.

Doch es gibt eine Sache, die allen eigen ist – das ist die Gemütslage. So wie die Weisen sagten: „Die Sorge im Herzen eines Menschen soll man anderen erzählen.“ Denn wenn die Stimmung schlecht ist, dann werden weder Reichtum noch Weisheit helfen.

Die erhobene Stimmung ist eine Folgerung der sicheren Empfindung einer guten Zukunft. Und wenn man weiß, dass man alleine nicht zurechtkommen oder sich retten kann, dann wird man depressiv.

Nur ein anderer Mensch kann einem helfen, indem er sieht, dass er sich in einem niederen Zustand befindet. So wie geschrieben steht: „Kein Mensch kann sich selbst aus dem Gefängnis befreien““.

Wenn unsere Welt das Gefängnis ist, dann erreicht man die Freiheit, die Empfindung der höheren Welt, nur mithilfe eines zielgerichteten Freundes.

Ein Freund kann ihn aufmuntern, d.h., die Überzeugung in der Erreichung des Ziels geben.

Das heißt, sein Freund erhebt ihn aus dem Zustand der Melancholie, in dem er sich befindet, in einen Zustand des Lebens. Dann beginnt der Mensch wieder Lebenskraft, Sicherheit und Glück zu spüren.

Meine Verzweiflung kam von der Unmöglichkeit, das geistige Ziel ohne Hilfe zu erreichen. Ich kann niemanden verpflichten, aber ich habe einen Freund gefunden, der sich wünscht, mir zu helfen. Somit hilft er mir nicht mit seinem Wissen oder mit seinem Reichtum, sondern nur mit dem Wunsch, das gemeinsame Ziel zu erreichen.

Folglich muss also jedes der Mitglieder der Gruppe auf die Gemütslage seines Freundes achten, und darüber nachdenken, worin er seinem Freund helfen könne, um ihm eine gehobene Stimmung zu bereiten.

Denn gerade die Stimmungslage ist jenes Tätigkeitsfeld, wo jeder in seinem Freund einen Mangel finden kann, den er füllen kann.

Es bedeutet nicht, dass man den Freund erheitern muss. Wir sind verpflichtet, in jedem Freund das Gefühl der Überzeugung in der Zielerreichung hervorrufen, damit er den Geist des Lebens, die gehobene Gemütsverfassung erlangt – welche über dieses Leben, über diese Welt hinaufsteigt. Mit einem Freund kann der Mensch sicher aus diesem Gefängnis hinauskommen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 26.09.2010