Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Kabbalisten zu Tora und Geboten, T.6

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Das Wichtigste ist die Arbeit in der Tora und Geboten

Denn wenn die Absicht eines Menschen nicht für den Schöpfer, sondern für den eigenen Gewinn (egoistisch) sein wird, dann wird er seine Natur des Willens zu empfangen (aus Eigenliebe) (durch das Tora Studium) nicht verändern, sondern im Gegenteil wird sein Wille zu empfangen viel größer werden als der, den er von Natur aus hatte (bevor er sein Tora Studium angefangen hatte).

Baal HaSulam. Artikel zum Abschluss des Buches „Sohar“.

Das Ziel der ganzen Schöpfung besteht darin, dass die niederen Geschöpfe (die Menschen unserer Welt), indem sie sich durch Erfüllung von Tora und Geboten (durch das Anziehen des höheren Lichtes der korrektur mittels Tora Studium) allmählich entwickeln (sich korrigieren), immer höher (der Stufen des Gebens und der Liebe entlang) steigen können, bis sie schließlich würdig werden, mit ihrem Schöpfer (in voller Gleichheit der Eigenschaften) zu verschmelzen.

Baal HaSulam. Gabe der Tora, P.6.

Die ganze Tora und die Mizwot wurden einzig mit der Absicht gegeben, Israel (derjenige, der sich danach strebt) zu zu reinigen, was die Reinigung des Körpers bedeutet, nach welcher die wahre Belohnung (für seine Anstrengungen in der Korrektur) erreicht wird, mit Ihm zu verschmelzen (völlige Gleichheit der Eigenschaften mit der höheren Kraft zu erlangen), was das Ziel der Schöpfung ist.

Baal HaSulam. Die Bürgschaft. P.27.

Wovon lasse ich mich begeistern?

Ich muss ständig nach immer bequemeren Mitteln suchen, die mir helfen werden, mich möglichst schnell von der Wichtigkeit des Ziels begeistern zu lassen und zu jenem Ort, zu jenem „Tropfen der Einheit“ zu streben, wo ich letztendlich hoffe, den Schöpfer zu enthüllen.

Hier hängt alles von dem momentanen Zustand ab. In mir kommen immer neue Reshimot zum Vorschein. In der Regel fange ich an, die Absicht aus einem unklaren, verschwommenen, „trockenen“ Zustand ohne einen Tropfen Gefühl und Verstand aufzubauen.

Nun muss ich aus diesem „Dämmerschlaf“ aufwachen, in mir muss ein dermaßen starkes Verlangen entbrennen, in dem es „besser wäre, zu sterben, als auf diese Weise, ohne die höhere Erkenntnis, weiter zu leben“ – wenn ich jetzt sofort nicht das enthülle, wovon mir das kabbalistische Buch erzählt.

Ich muss nach allem suchen und alles nutzen, was in der Lage wäre, mich zu ergreifen, zu berühren. Manchmal hilft die Gruppe, die mich an die Verbindung, an die Bürgschaft und an die Pflicht erinnert. Manchmal lässt mich der Gedanke an den Schöpfer als an ein schönes, erhabenes Ziel begeistern. Manchmal lässt mich die Handlung selbst, die Arbeit an der Annäherung mit den Freunden trotz der Hindernisse entbrennen.

Ich muss nach Mitteln suchen, die eine unausrottbare spirituelle Forderung beim Lesen von kabbalistischen Texten während des Unterrichts in mir entstehen lassen.

Die Herangehensweise an diese Texte muss ausbalanciert sein. Im Prinzip habe ich zwei Gründe, mich zu beschweren. Einerseits, wenn ich nichts verstehe, habe ich nichts, woran ich mich festhalten kann. Andererseits, wenn ich anfange, mich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen, gebe ich Nahrung meinem Verstand und verliere die Absicht.

Deshalb schreibt Baal HaSulam im Brief 17: „Am Besten hältst du dich an das Ziel – strebst die Anweisungen des Schöpfers an. Denn wenn jemand die Wege des Schöpfers und die Anweisungen des Schöpfers, d.h. die Geheimnisse der Tora nicht kennt, wie wird er Ihm dann dienen können? Das ist das sicherste Mittel, auf der mittleren Linie von allen drei zu bleiben“.

Wir streben danach, zu verstehen, was wir tun sollen: „Gib uns Verstand, gib uns Kraft, richte uns aus, erkläre uns, zeig uns ein Beispiel, damit wir richtig handeln können“.

All das kannst du vom Schöpfer verlangen, wie ein Kind von einem Erwachsenen verlangt. Von der Seite des Kindes wird lediglich das Verlangen benötigt, und die Erwachsenen werden es mit allem Nötigen versorgen. Dieses Verlangen sammle ich in der Gruppe, bei den Freunden. Genau darin besteht meine freie Wahl.

Von oben bekomme ich alles, was ich auf dem spirituellen Weg brauche – außer der Forderung, die ich selbst herausarbeiten muss. Und diese kommt erst dann, wenn ich mich durch die Umgebung von der Wichtigkeit des Ziels begeistern lasse. Dann wird die Begeisterung vom Herzen kommen, und ich werde mit aller Kraft die Anweisungen des Schöpfers anstreben, damit ich lernen kann, Ihm zu dienen.

Aus einem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 13.12.2010

Kabbalisten zu Tora und Geboten, T.4

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Das wichtigste ist die Arbeit in der Tora und der Geboten

Der Mensch muss nach einer Belohnung für die Erfüllung eines Gebotes (Ausführung einer Korrektur) streben. Das heisst, wenn er ein Gebot (eine Korrektur) auführt, wird er gewürdigt (ist verpflichtet zu forden nach) einer Verschmelzung mit dem Gebenden (wie es geschrieben steht: „Die Belohnung für die Erfüllung eines Gebotes ist die Erkenntnis von DEM, der sie gegeben hat“.)

Baal HaSulam. Shamati. Art. 227. „Belohnung für die Erfüllung eines Gebotes ist das Gebot selbst“.

Nur wenn der Mensch dazu in der Lage ist eine Handlung mit der Absicht um des Gebens willen (für das Wohl eines anderen) auszuführen, wird diese Handlung ein Gebot genannt.

Rabasch. „Stufen der Leiter (Schalavej HaSulam)“. Art. 32 1984-85.

Der Hauptteil der Arbeit in der Tora und den Geboten (Korrektur des Egoismus durch das Höhere Licht) beginnt erst dann, wenn der Mensch der Reue aus Liebe (Handlungen die aus Liebe zu den anderen ausgehen) gewürdigt wurde. Denn erst dann kann er sich mit der Tora und den Geboten (Mizwot) in Liebe und Ehrfurcht beschäftigen, wie es uns geboten wurde.

Baal HaSulam. „Einführung zu „Der Lehre der Zehn Sfirot““, P.133.

Das spirituelle Trio

Eine Frage, die ich erhielt: Worin liegt der Unterschied zwischen den Begriffen „Siwug“ (die Verschmelzung) und „Bitusch“ (der Zusammenstoß)?

Meine Antwort: Siwug ist eine Verschmelzung zweier spiritueller Objekte, die einander nicht entgegengesetzt sind und sich deshalb aufgrund der Ähnlichkeit von Eigenschaften, Absicht, oder Ziele verbinden können – wie zwei Menschen sich in der Partnerschaft oder in der Ehe verbinden.

Angenommen, es gibt zwei Menschen, die ein gemeinsames spirituelles Ziel haben. Sie befinden sich untereinander im Antagonismus und in den Zusammenstößen, da zwischen ihnen die Kraft des Zerbrechens gilt.

Sie entdecken jedoch, dass sie nicht in der Lage sind, dieses Ziel einzeln zu erreichen. Wenn ich abgesondert vorankommen möchte, dann entsteht vor mir das unüberwindliche Hindernis. Wenn der Andere abgesondert vorankommt – dann hat er auch dasselbe Hindernis zu überwinden.

Was kann man dann machen? Dann hebe ich mein Ego auf, und er hebt seins auf. Und in jenem Maße, in dem wir unser Ego aufgehoben haben, können wir uns verbinden. In diesem Maß erreichen wir das Ziel.

Dies ist die Bedingung des Schöpfers, denn das Ziel wird nur in der Verbindung zwischen allen erreicht, weil dieses Ziel das Geben ist. Du willst es erreichen? – Bitte! Hebe dein Ego auf, bereite das Kli/Gefäß für das Geben vor, und in diesem Maß kannst du dich mit dem Licht des Gebens ausfüllen.

Aber, es geschieht nur unter der Bedingung, dass man sein Ego aufhebt. Deshalb „schlage“ ich mein Ego (Akaa), und der Andere tut dasselbe mit seinem Ego, wonach die Vereinigung zwischen uns (Siwug de-Akaa) erfolgt. Der Schlag erfolgt also in meinem Inneren, man „schlägt“ das Ego, wonach ein Siwug mit den Anderen zustande kommt.

An dieser Stelle entsteht natürlich die nächste Frage: warum möchte man sogar nach dem Schlag des Egos mit den anderen nicht verbunden sein, und ein Siwug trotzdem erfolgt? Weil man infolge des Schlages, das Licht hervorruft, das zur Quelle zurückführt, und es die Vereinigung, ein Siwug vorbereitet.

Aus einem Unterricht über den Artikel von Rabasch „Die Erklärung zu Pticha“, 10.12.2010

Eine Formel für die Liebe und das Geben

Eine Frage, die ich erhielt: Wie soll man sein Ego, das jede Sekunde nach Erfüllung verlangt, beruhigen?

Meine Antwort: Du wirst niemals durch eigene Kraft das Ego in dir besiegen können. Und wenn du glaubst, dass es dir in der Vergangenheit gelungen ist, dann ist das eine Illusion. Im Grunde genommen, hast du dein Verlangen zu genießen immer auf die gleiche Art befriedigt.

Wir durchlaufen die Vorbereitungszeit, und in ihrer ersten Phase gelingt es uns scheinbar, etwas durch eigene Kraft zu erreichen, irgendwie mit Hilfe der Kenntnisse voranzukommen, indem wir uns selbst überwinden. Doch damit endet alles, unser Verlangen zu genießen hat eine gewisse Erfüllung erhalten.

Doch ohne dieses Verlangen hättest du nicht studieren und bestimmte Grundlagen für den Beginn der spirituellen Arbeit erwerben können. Mit anderen Worten: du wurdest von deinem Ego geführt. Und das wird als „sieben fette Jahre“ bezeichnet.

Später hast du plötzlich eine Abkühlung gegenüber dem Studium verspürt, du hattest alles satt, der „Kraftstoff“ war zu Ende – du bist bereits in die zweite Phase der Vorbereitungszeit eingetreten. Dein Ego zieht dich nirgendwo mehr hin, du brauchst bereits irgendeinen anderen Anreiz. Und welchen? – Das Studium mit der Absicht und die Umgebung.

Nun musst du nicht mehr nach deinem eigenen Willen vorankommen, sondern indem du Verlangen von der Gruppe erhältst.

Und dein Studium muss nicht auf den Erwerb von Kenntnissen gerichtet sein, sondern auf den Aufbau einer richtigen Absicht auf die Verlangen, die du von der Umgebung erhältst. Du musst dich mit ihnen vereinen, um den Schöpfer zu enthüllen.

Noch tust du das für dich selbst, doch indem du dich ständig mit dieser Arbeit beschäftigst, beginnst du infolge der Einwirkung des Lichts zu spüren, dass das Geben etwas Gutes ist.

Du erhältst von der Gruppe das Verlangen zu geben und fängst an, vom Studium nach dieser Eigenschaft zu verlangen. Weil das Geben dich vom Ego, von deinem bösen Trieb befreit, dich dazu bringt, dich über dieses ganze irdische Leben zu erheben.

Später, dank der Einwirkung des Höheren Lichts und der Verbindung mit den Freunden in der Gruppe, beginnst du zu verstehen, dass das Wichtigste nicht die Enthüllung der spirituellen Welt bzw. des Schöpfers, sondern die Anheftung an Ihn, das Bereiten des Genusses für Ihn ist – nicht das Herauspressen aus Ihm, sondern das Geben an Ihn.

Dann werden sich alle diese Parameter – „Israel, die Tora und der Schöpfer“ – zu einem Ganzen vereinen. Indem du danach strebst, dem Schöpfer Genuss zu schenken, erhältst du die vollkommene Formel für deinen spirituellen Aufstieg.

Aus einem Unterricht über den Artikel „Einführung zu Talmud Esser haSefirot“, 03.12.2010

Ich bitte für alle und auch für uns…

Eine Frage, die ich erhielt: Was müssen wir praktisch tun, um solchen Schlägen der Natur wie jetzt dem Brand im Norden Israels entgegenwirken zu können?

Meine Antwort: Das Einzige, was wir brauchen, ist eine gemeinsame Absicht, die gedankliche Verbundenheit, damit unsere Freunde weltweit darüber nachdenken, wie unsere Verbindung untereinander helfen kann, alle Katastrophen auf der Welt zu beseitigen, zu denen auch der schreckliche Brand, der im Moment in Israel wütet, gehört.

Man muss seine persönliche Bitte an die allgemeine Bitte für die gesamte Welt anschließen, indem man sich mit ihren ganzen Leiden verbindet. Nur so funktioniert es: wenn du an alle denkst, kannst du zum Schluss auch „uns“ hinzufügen. Nicht dich! Das ist das Einzige, was helfen kann.

Es ist unmöglich, gegen Katastrophen oder Krisen mit Hilfe von alten Methoden vorzugehen, wenn du gegenüber dem höheren Licht stehst, welches gegen dich wirkt. Wir werden noch sehen, wie die Finanzkrise, die man mit allen Mitteln versucht hat zu dämpfen, zurückkehrt und viel stärker als vorher explodiert.

Genauso ist es mit allem Anderen. Wir können diese Probleme nicht mit üblichen Methoden bewältigen, wir können sie lediglich vorübergehend dämpfen, wobei sie später noch heftiger durchbrechen.

Denn die Korrektur ist nur durch die Annäherung der Herzen, nur durch die Verbindung möglich. Die Welt muss global werden. Die Kraft, die auf uns von oben einwirkt, umzingelt uns und engt uns von allen Seiten ein, sie enthüllt sich als eine globale Kraft. Und wir spüren, dass die Menschheit zu einem gemeinsamen Organismus wird, wo alle miteinander verbunden sind.

Wir werden noch sehen, dass diese Katastrophen die Menschen dazu zwingen werden, sich zu verbinden. Jetzt werden Feuerlöschmannschaften aus der ganzen Welt nach Israel kommen, um Hilfe bei der Brandbekämpfung zu leisten. Morgen wird sich etwas Anderes an einem anderen Ort ereignen, und die ganze Welt wird sich dorthin stürzen, und danach zu einem anderen Ort. Auf diese Weise wird die Natur uns mit Hilfe von Katastrophen zwingen, uns zu vereinigen und zu begreifen, dass wir auf die gegenseitige Hilfe angewiesen sind.

Die Natur wird so feindlich uns gegenüber eingestimmt sein, dass wir keine Zeit mehr haben werden, darüber nachzudenken, wie wir einander bekämpfen könnten. Wenn wir dem nicht auf gutem Wege zustimmen, wird uns der Schöpfer mit Gewalt dazu zwingen. Die Lage wird dermaßen ernst sein, dass kein Volk mehr allein gegen Naturkatastrophen vorgehen können wird – alle werden ihm helfen müssen. Und alle werden plötzlich verstehen, dass wir zusammen sein müssen. Sonst werden wir einfach nicht überleben können.

Angesichts einer tödlichen Bedrohung werden sich alle vereinigen. Doch warum darauf warten, wenn man gleich einen guten Weg gehen kann…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Freiheit des Willens“ vom 03.12.2010

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Point of no Return

Wir müssen ein Maximum an Anstrengungen bei der Erreichung des von uns angestrebten Ziels unternehmen und uns von unserer Unfähigkeit überzeugen. Und dann überprüfen, ob wir in die gleiche Richtung gehen sollten, um eventuell in der Zukunft diese Fähigkeit zu erlangen, oder ob wir mit Hilfe des Verstandes, der Gefühle und der Analyse begreifen sollten, dass wir niemals dazu in der Lage sein werden und auf die Hilfe des Schöpfers angewiesen sind.

Wir können bereits jetzt die Entscheidung treffen, dass nur der Schöpfer in der Lage ist, den Durchbruch in die spirituelle Welt zu schaffen und unsere spirituelle Geburt – den Übergang aus dem Mutterleib, wo wir voneinander getrennt sind, zum Zustand der Vereinigung – möglich zu machen.

Während der Geburt durch eine enge Stelle von einer Welt in die andere, müssen wir uns auf der niedrigsten spirituellen Stufe verbinden, indem wir eine primäre Verbindung erschaffen. Sind wir dazu in der Lage oder nicht?

Wenn ja, dann lasst es uns tun, wenn nicht, dann lasst es uns vom Schöpfer verlangen, damit Er das vollbringt – eins vom beiden. Lasst uns schnell eine Entscheidung treffen und sie schnell umsetzen und keine Zeit vergeuden!

Für gewöhnlich verspricht uns der böse Trieb einen Erfolg beim nächsten Mal, er flüstert uns ins Ohr, dass wir noch nicht alles getan, noch nicht alles gelesen haben, dass es noch etwas gibt, was wir lernen, womit wir uns beschäftigen könnten.

Auf diese Weise handelten wir jahrelang, nun müssen wir dank der einwirkenden Kraft der Gruppe zugeben, dass wir allein nicht im Stande dazu sind, den Durchbruch in die spirituelle Welt zu schaffen, und auf die Hilfe des Schöpfers angewiesen sind.

Dann werden wir anfangen, alle gemeinsam zu schreien und Ihn zu bitten, gerade das ist die richtige Ausrichtung, denn wir haben keine Kraft des Gebens, sondern nur die Kraft des Empfangens.

Der Einfluss der Gruppe sorgt bei jedem für das Bewusstsein, dass nur der Schöpfer das System der Verbindung zwischen uns aufbauen und uns vereinen kann. Wir verlangen danach, dass es geschieht, und sind strikt gegen den Vorschlag des Egoismus, die Arbeit selbständig fortzusetzen.

Es gibt keinen Sinn, so weiter zu machen, und die Umgebung ist dazu in der Lage, uns auf so eine Weise zu beeinflussen, dass jeder diese Entscheidung treffen kann.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam vom 12.11.2010

Die grenzenlose Welt der Freiheit

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet es, „die spirituelle Welt zu sehen“?

Meine Antwort: Wir können die spirituelle Welt nicht mittels gewöhnlicher Sehkraft – mittels der Augen sehen. Die spirituelle Welt wird in den inneren Empfindungen wahrgenommen.

Und obwohl sie uns darin grenzenlos und unendlich vorgestellt wird, definiert sie sich nicht durch die geometrischen Maße unserer Welt, sondern durch unsere Eigenschaften, unsere neuen Organe der Empfindung, durch die innere Sehkraft.

Und wenn wir uns diese Eigenschaften aneignen, dann wird alles einfacher und leichter sein. Wir werden die Kräfte sehen, die hinter jeder Handlung, hinter jedem Objekt stehen.

Alles wird sehr deutlich, klar und bestimmt sein. Wir werden verstehen, dass wir von oben gelenkt werden, und dass der Mensch nur eine einzige freie Handlung hat – den Willen, die spirituelle Welt zu sehen, um sich mit ihren Handlungen gleichsetzen zu können.

Dabei begeht er die Handlungen nicht selbst, sondern setzt sich mit ihnen nur gleich. Aber er fühlt sich dadurch frei, weil er über seine egoistische Natur hinaufsteigt, und beginnt, alle Gesetze ungezwungen zu erfüllen, aufgrund des eigenen Wunsches, er empfindet und sieht sie selbst. Und dies ist schon eine ganz andere Sache, es gibt dem Menschen die Empfindung der Freiheit.

Allmählich gleicht er sich der Höheren Kraft in solchem Maße an, dass er Sie nicht nur rechtfertigt, sondern von ihr auch fordert, dass Sie alle jene Handlungen begeht, die in Ihrem Programm eigentlich schon vorbestimmt sind, aber viel schneller, als Sie beabsichtigte, diese zu erfüllen. Der Mensch gleicht einem Kind , das vor einem Erwachsenen läuft, und ihn auffordert, etwas zu tun.
Dann geschieht in Wirklichkeit eine vollkommene Vereinigung des Schöpfers mit dem Geschöpf .
Aus dem Programm „Kabbala für die Anfänger“, 01.12.2010

Wieso zünden wir so gern die Kerzen an?

Eine Frage die ich erhielt : Warum finden wir es eigentlich so gemütlich wenn Kerzen im Zimmer leuchten ?

Meine Antwort : Die Kerze schafft eine Verbindung für uns mit Wärme, Licht und Hoffnung. So empfinden wir es, entsprechend unserer spirituellen Wurzel.

Wenn wir über die Kerzen von Chanukka sprechen so verkörperlichen sie das Ergebnis vom Kampf des Menschen mit seinem Ego. Was ist denn eine Kerze ? Ein Körper aus Wachs, darin befindet sich ein Docht und aus dem Docht brennt das Feuer.

Jedes von diesen Bestandteilen hat seine eigene Bedeutung: der Körper ist ein spirituelles Gefäss/Kli, das Wachs steht für das Licht Chochma das vor uns enthüllt wird, der Docht steht für Klärungen (Birurim) welche wir durchführen. Und all dies zusammen gibt uns das Feuer.

Wenn der Mensch, gemäss seinen inneren Klärungen, einen Krieg mit seinem Ego führt, sich darüber erheben will und unabhängig von allen egoistischen Herangehensweisen sein möchte, wenn aber all seine Handlungen nur auf das Anfüllen von den eigenen Wünschen gerichtet sind und er sich dennoch sehnt seine egoistische Natur loszuwerden, so heisst dies : „der Krieg des Makkabäers gegen den Griechen“

Makkabäer – heb. Makkabim, ist eine Abbreviatur: „Wer zum Schöpfer will, kommt mit“.

Eigentlich ist es so : wir schalten ab von unserem „inneren Griechen“, dem rationalen Denken, dem egoistischen Verlangen zu geniessen. Wir erheben uns schon etwas über all das Materielle, hin zum Geben und zur Nächstenliebe.

Denn die Stufe von Bina bedeutet: „Was dir verhasst ist, tue keinem andern an“.

Mit anderen Worten, die Kerze ist ein gütiges und schönes Symbol der spirituellen Natur.

Deshalb fühlen wir uns so wohl und bequem, wenn sie leuchtet.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“

Die Absicht ist das gespiegelte Licht

Derjenige, der den Unterricht hört, ohne ihn zu verstehen, muss noch mehr als die anderen an die Absicht denken.

In der Absicht ist alles klar, man braucht nichts zu erklären; sie muss für sich selbst geklärt werden! Kläre ganz genau, was du erreichen willst.

Auch wenn deine Wünsche dem Spirituellen nicht passen – während des Studiums wird das höhere Licht dich beeinflussen, und allmählich stimmt es dich richtig ein. Wichtig ist, dass du versuchst, deine Absichten zu analysieren.

Unsere Anstrengungen liegen nicht im Studium, nicht im Verstehen, sondern in der Absicht: Wozu studiere ich, warum, was will ich davon haben. Und wenn auch alle deine inneren Berechnungen falsch sind, ist das nicht so wichtig. Wenn du die Absicht ausrichtest, wird das Licht auf sie einwirken.

Denn das Licht wirkt nicht auf das Verlangen, sondern nur auf die Absicht ein (um die egoistische Absicht in die altruistische umzuwandeln); es kommt von oben durch die Welten, schon gekleidet in die Absichten, in das reflektierte Licht.

Deshalb kannst du das höhere Licht nicht empfangen, wenn du auch das gespiegelte Licht nicht schaffst; das gespiegelte Licht heißt – die Absicht.

Wir haben deshalb keine Wahl: alles hängt nur davon ab, wie wir die Absichten ausrichten. Auch wenn sie falsch sind – wie bei einem Säugling, der noch nichts versteht -, ist das unwichtig. Die Hauptsache ist, dass das höhere Licht etwas zu korrigieren hat!

Aus einem Unterricht über „Bejt Schaar HaKawanot“, 02.12.2010