Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der richtige Eintritt in den Kongress

Frage: Ich kann meinen Körper zum Kongress kommen lassen, selbst wenn ich keinen Wunsch, keine Absicht habe…

Meine Antwort: Du wirst wenigstens eine Unlust, eine negative Absicht haben. Denn ganz ohne Absichten zu kommen ist schlecht. Selbst wenn deine Absicht: „Ich will nicht, aber ich mache trotzdem“ sein wird. Und weiterhin versuche alles zu tun, was erforderlich ist. Das ist auch ein guter Zustand, sogar wenn du dich anfangs mit den Freunden nicht verbinden kannst.

Wie dem auch sei, muss der Eintritt in den Kongress bewusst erfolgen: ich verbinde mich mit den Freunden in meinen Gedanken und in meinen Wünschen, ich lasse alles andere außer Acht. Ich bringe zum Kongress nur meinen Punkt im Herzen, mehr als ihn habe ich nicht dabei.

Frage: Aber darüber habe ich doch keine Macht?

Meine Antwort: Dafür ist eben die Vorbereitung nötig, welche dir ermöglichen wird, dich von der überflüssigen Last zu befreien. Du kommst, um den Funken im Herzen zu vergrößern, d.h., ihn mit allen anderen Funken zu verbinden. Dein ganzes übriges „Gepäck“ interessiert niemanden. Im Raum des Kongresses sollen nur unsere Funken leuchten, um sich schließlich in einen einzigen gemeinsamen Funken zu vereinigen. Ich schleppe dorthin keine persönlichen Leiden oder Probleme mit.

Frage: Wie kann ich mich unter den Freunden verlieren, mich in ihnen auflösen?

Meine Antwort: Du machst alles, was sie machen und all das, was sie wollen. Du bemühst dich, den eigenen Wunsch an diese Handlungen anzuschließen. Anders gesagt, bist du bemüht, dich in die Gruppe einzukleiden“.

Frage: Und diese physischen Handlungen werden meine Gedanken beeinflussen?

Meine Antwort: Natürlich. Hinter den Handlungen stehen die Herzen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“, 28.11.2011

Die Hilfe der zweiten Kraft

Alles wird nur mit Hilfe der Kraft des Gebets erreicht. Wenn ich „das Verlangen zu genießen“ bin, dann kann ich mich nicht verändern, da es mir an der zweiten Kraft, am Verlangen zu Geben mangelt. Somit ist die Existenz dieser zwei Kräfte notwendig, damit ich kämpfen kann, Entscheidungen treffen kann, und sie dadurch miteinander vergleichen kann.

Die erste Kraft ist eine egoistische Kraft, sie ist uns von der Geburt an gegeben. Aber wie ist die gebende Kraft zu erreichen, die vom Schöpfer kommt? Darin besteht eben das ganze Problem, und darum bete ich.

Warum benötigen wir diese zweite Kraft? Wenn ich einen Mangel bezüglich der ersten, egoistischen Kraft empfinde, dann beginne ich danach zu suchen, wie er (mein Mangel) aufzufüllen ist. Und diese Suche heißt auch: ein Gebet. Sogar ein Dieb, der sich um den geplanten Diebstahl Sorgen macht, spricht aufgrund seines Verlangens ein Gebet aus. Und darauf gibt es auch eine Antwort, wie es sie für jeden beliebigen Mangel gibt.

Das heißt, das Problem liegt nicht im Wunsch, sondern in der Absicht. Es soll kein Verlangen nach Füllung für meine Selbstsucht sein, das sich auf natürlichem Weg entwickelt und mich zwingt, eigennützig zu handeln. Auf diese instinktive Art entwickelt sich die ganze unbelebte, pflanzliche und tierische Natur.

Jedoch existiert die Stufe des Menschen in der Natur nicht in der Form einer Etappe ihrer natürlichen Entwicklung. „Der Mensch“ nicht im Sinne des materiellen Körpers dieser Welt, der eigentlich die höchste Stufe des tierischen Niveaus darstellt, sondern der spirituelle Mensch, der dem Schöpfer gleich ist, kann sich nur unter der Bedingung entwickeln, dass er außer der einen Kraft – dem Verlangen zu genießen – auch die zweite Kraft, das Verlangen zu Geben, hat. Dank dieser Kraft wird er dem Schöpfer gleich.

Wie kommt diese Kraft zum Menschen, wenn sie nur dem Schöpfer gehört? Ein solcher Übergang ist auf direktem Wege unmöglich, aber der Einfluss, ein Beispiel seitens des Schöpfers (sowohl in verborgener, als auch in offener Form) ist möglich, damit das Verlangen zu genießen im Menschen seine Form, seine Ausdrucksweise ändert. Damit er anstelle des Empfangens, wie es ihm von der Natur aus eigen ist, das Geben anzustreben beginnt.

Das Verlangen zu empfangen, das die menschliche Natur ist, wird sich also ändern. Und es geht nicht darum, dass im Menschen zwei entgegengesetzte Kräfte offenbart werden: das Verlangen zu empfangen (des Geschöpfs) und das Verlangen zu geben (des Schöpfers). Die Kraft des Gebens existiert nur im Schöpfer, und sie kann im Menschen nur unter dem Einfluss des Schöpfers enthüllt werden. Dann wird der Wunsch des Menschen seine Form, seine äußerliche Erscheinung verändern.

Folglich wird er entweder im Geben für das Geben handeln, d.h. er wird sich zurückhalten, um den anderen nicht zu schaden oder sie auszunutzen. Oder er wird für das Geben empfangen, mit der Absicht, das Wohl seinem Nächsten zu bringen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 21.11.2011

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus der Morgenlektion 14/11/2011

*Wir müssen nur über den Einfluss des Lichtes denken, über unser Verlangen, wie ich jeden Moment auf optimale Weise die meiste Zeit unter dem Einfluss des Lichtes stehe. Und ich bin verpflichtet, entsprechend den Ratschlägen der Kabbalisten zu handeln, und öffne damit den Einfluss des Lichtes auf mich.

*Es ist nicht möglich, alleine im Spirituellen zu arbeiten, sondern nur, wenn du die Gefäße der Anderen nimmst und mit ihnen arbeitest. Es gibt im Spirituellen kein eigenes Gefäß – ich bin nur die Absicht des Gebens. Das ist, was von mir übrig bleibt, nachdem ich zur Spiritualität aufsteige. Und ich bin auf der Suche, wem und wo ich etwas geben kann. Das ist mein gesamtes spirituelles Leben, so wie eine Mutter ihrem Kind gegenüber. Und meine ganze Größe liegt darin, wie sehr ich es schaffe, Gefäße ausfindig zu machen, um diese zu füllen. Das ist die Lebenskraft, und wenn du das fühlst dann lebst du und ohne das bist du tot.

*Ein Mensch kann sich selbst die Spiritualität garantieren, in dem Maße, in dem er sich um andere kümmert. Deshalb heißt es, gegenseitige Bürgschaft, und deshalb existiert keine Spiritualität, wenn wir sie nicht erschaffen.

*Wenn man sich wahrhaftig über seinen Körper erhebt und sich mit dem Kopf verbinden möchte, man den Wunsch nach Verbindung über alle individuellen Ziele stellt, so leuchtet in dem Maß das Licht über die Sefirot, korrigiert sein Verlangen und verbindet dieses individuelle Verlangen mit den Verlangen der Allgemeinheit. Und damit wird das Zerbrechen korrigiert, und dann enthüllt man in dieser Verbindung das Gefäß und das Licht der Seele.

Vorbereitung auf den Unterricht

*Indem wir uns bemühen, einander als verbunden zu sehen, wie ein Mensch in einem Herzen, in dem Ausmaß erwecken wir das Licht, welches auf diese Verbindung Einfluss haben wird, und unsere stärkere Bemühung wirkt sich noch mehr aus, und so beschleunigen wir die Zeit der Korrektur.

*Wir dürfen nicht die allgemeine, kollektive Handlung vergessen; niemand denkt über sich selbst nach, sondern nur über die eine Seele. Nur sie existiert. Und wenn der Mensch über sich selbst nachdenkt, befindet er sich bereits außerhalb der Spiritualität. Im Spirituellen gibt es kein Individuum sondern nur die Allgemeinheit. Deshalb heißt gegenseitige Bürgschaft die Gestaltung des spirituellen Zustandes.

*Der ganze Sohar spricht nur darüber, wie wir uns zu einer Seele verbinden.

Der Diensthabende für die Eigenschaft des Gebens

Frage: Ist es wichtig, einen Auftrag auf dem Kongress zu haben?

Meine Antwort: Es ist das Wichtigste, was man haben kann, wie wir aus der Geschichte über Jeschua Ben-Nun wissen. Er wurde zum Nachfolger von Moses, weil er Moses half, andere Schüler zu unterrichten. Seine Aufgabe war es, die Bänke im Saal aufzustellen.

Deshalb ist es sehr wichtig, irgendwelche Dienste zu übernehmen. Selbst wenn es sich nur um eine Stunde Arbeit handelt – denn dadurch gewinnt der Mensch sehr viel. Er bekommt die Belohnung, die von allen zusammen verdient wird, weil er sie alle bedient.

Eine solche äußerliche Form der Hilfe und der Vereinigung existiert zweifellos. Meine inneren Absichten sind nicht ganz eindeutig. Und wer weiß, ob ich wirklich mit allen verbunden sein will, oder sie umarmen will? Es ist unbekannt. Aber wenn ich den Auftrag erfülle, der einen offensichtlichen Nutzen für alle hat, dann bin ich schon mit ihnen verbunden und übe die Eigenschaft des Gebens aus. Es ist schon die wahre Eigenschaft des Gebens!

Deshalb sollte man die Dienste nicht vernachlässigen. Im Gegenteil, bemüht euch, und sei es nur ein wenig, an den Diensten teilzunehmen. Denn es ist sehr nützlich. In diesem Fall ist es unmöglich, daran zu zweifeln, dass man die reale Handlung begeht.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 02.11.2011

Der Unterschied zwischen dem tierischen und dem menschlichen Verlangen

Der Korrektur unterliegen nur jene Verlangen, die eine Ergänzung, eine besondere Form der Beziehung zum Verlangen haben, die Absicht genannt werden.

Es gibt die instinktiven Verlangen der Erfüllung auf den unbelebten, pflanzlichen und tierischen Niveaus, die unsere Natur sind. Und es gibt die Verlangen, die in uns aufgrund der Absicht aufwachen und anstelle eines Genusses eine besondere Beziehung zur Quelle der Erfüllung vorsehen.

Ich will reich sein, nicht um des Geldes willen und um die damit verbundenen Genüsse zu besitzen, sondern, weil ich meinen reichen Nachbarn beneide. Ich will groß, schön und schlank sein, weil ich mich ständig mit den anderen Menschen vergleiche. Also mischt sich hier eine Beziehung zu den anderen Menschen ein, aus welcher ich den zusätzlichen Genuss herausziehe. Wenn diese Beziehung zum Nächsten verschwindet, dann bleibt mir keinerlei Begründung für diesen Genuss übrig.

Der egoistische Wunsch ist deshalb entstanden, weil wir einst verbunden waren und uns später einander entfremdet haben. Und diese Entfernung, dieses Zerbrechen wirkt auf das Verlangen ein, vergrößert es und gibt ihm die Form der Beziehung zu den fremden Menschen, den Wünschen, zum Schöpfer; das heißt zu den Objekten, die sich außerhalb von mir befinden.

Einen instinktiven Wunsch will ich einfach erfüllen. Dabei interessieren mich die anderen Menschen überhaupt nicht, es geht also nur um mein Verlangen. Die Wünsche „des menschlichen“ Niveaus sind dagegen nicht meine angeborenen Wünsche, sondern die erworbenen. Ich habe sie damals erworben, als ich noch mit den anderen Menschen verbunden war, oder vielleicht befinde ich mich jetzt in einer solchen Umgebung, die in mir solche Verlangen anzündet.

Somit werden gerade solche Verlangen korrigiert, die eine Absicht haben, welche aufgrund der vorigen Vereinigung in einem Wunsch entstanden. Deshalb sind sie in uns eben anwesend und wachen die ganze Zeit auf, um korrigiert zu werden.

Gerade infolge der Korrektur dieser Absicht erreichen wir das Verständnis der Schöpfung, des Schöpfers, sowie die 620 Mal intensivere Erfüllung und Verbindung eben.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 03.11.2011

Wo gibt es die fehlende Hälfte des Gefäßes

Wir arbeiten ständig mit unserem egoistischen Verlangen, welches entsprechend seiner natürlichen Eigenschaft, dem Wunsch zu genießen, unserem einzigen Material handelt. Und wir warten darauf, dass das Licht der Korrektur dieses Verlangen um die richtige Absicht des Gebens ergänzt.

Man muss den Wunsch und die Absicht unterscheiden können. Mit dem Wunsch zu genießen ist es möglich zu arbeiten und voranzukommen, und darüber steht geschrieben: „Mache alles, was nur in deiner Macht ist!“ Aber die Absicht des Gebens an den Nächsten oder an den Schöpfer entsteht infolge der Einwirkung des umgebenden Lichtes. Wir müssen das Licht eben darum bitten.

Einen Teil des spirituellen Kli trage ich schon in meinem Inneren, nämlich das Verlangen zu empfangen, das ich weder verachten, noch neutralisieren soll. Ich will nur die Absicht verändern. Wenn der Mensch seine Einstellung zur Handlung und zur Absicht richtigerweise voneinander trennt, d.h. die Handlungen aufgrund der Neigung oder mit Hilfe der Kraft der Brüderlichkeit ausführt, die er in der Vergangenheit bekommen hat, dann kann er sich immer in einem Gebet, in der Bitte um die Absicht befinden.

Er bittet darum, dass seine Absicht an die Handlung angeschlossen wird und das Wesen dieser Handlung bestimmt. Auf diese Weise kommt er voran. Je mehr er seine Handlungen versteht und fühlt, desto klarer empfindet er, dass der Unterschied zwischen dem Materiellen und dem Spirituellen nicht so groß ausfällt. Baal HaSulam spricht an der Stelle eine psychologische Veränderung im Menschen an. Er soll weder sein Leben verändern, noch seine Wurzeln verheimlichen, sondern ständig um die Korrektur der Absichten bemüht sein.

Deshalb ist er einerseits froh über den Auszug aus Ägypten, und er hat viele Kelim, viele Wünsche und Kräfte. Andererseits hat er eine Menge Absichten, zu empfangen, und fühlt, dass sie der Wahrheit entgegengesetzt sind, weshalb er mit diesen Absichten arbeiten soll. Ab diesem Zeitpunkt fängt schon die richtige spirituelle Arbeit an, und deshalb heißt es, der Punkt der Geburt. Er fühlt, dass er heute vor dem Schöpfer mit solchen unkorrigierten Kelim erscheinen kann, die zur Korrekturen bereit sind.

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus dem Morgenunterricht 24.10.11

Allgemein

Unser Problem ist, dass, obwohl wir uns schon seit vielen Jahren im Studium der Kabbala befinden, es uns trotzdem schwerfällt, zu akzeptieren, dass sich die ganze Tora nur in der Verbindung zwischen den Menschen umsetzt. Das ist für uns so abstoßend, dass wir es jeden Moment vergessen und bereit sind, dem alles andere vorzuziehen, nur um uns nicht damit beschäftigen zu müssen. Das ist das 1. Hindernis, und hier ist alles vom Aufbau der auf mich einwirkenden Gesellschaft abhängig, welche die ganze Zeit den Menschen auf dem richtigen Weg hält.

Wir sind nicht fähig, mit dem Schöpfer zu sprechen, mit der Macht des Gebens, sondern nur mittels des Klis, in welchem Er sich verhüllt. Dieses Kli ist die Gruppe. Und deshalb bezeichnen wir so eine Entscheidung zwischen uns als „Bündnis“, wenn wir alle unsere Herzen und Gedanken auf die Verbindung zwischen uns konzentrieren, um darin die allgemeine Macht des Gebens, „den Schöpfer“ zu enthüllen.

Frieden auf der Welt

Durch deine Konfrontation mit der Natur erschaffst du eine Krise um dich herum.

Das integrale Gesetz herrscht in jedem natürlichen System, außer in dem des Menschen. Und jetzt sind wir an einem Zustand gelangt, in dem auch im System des Menschen dieses Gesetz herrschen muss.

Heutzutage, befindet sich die Welt in einem Zustand, in dem sie nicht fähig ist, sich von der integralen Verbindung zwischen ihren Teilen zu trennen und daher ist eine Veränderung nicht möglich. Folglich gibt es auch keine Möglichkeit, eine Entscheidung zum Wohle der Menschheit zu treffen, mit den jetzt existierenden Institutionen – Wirtschaft, Militär oder einem Regierungswechsel usw.

Die einzige Veränderung zum Wohl der gesamten Welt liegt in der inneren Veränderung des Menschen; man kann das Netz nicht verändern, aber wir können die qualitative Verbindung zwischen uns verbessern, und dann wird das System anfangen, unsere Verlangen zu stillen.

Die Welt muss einsehen, dass es nur einen Weg gibt, um den jetzt herrschenden Zustand verbessern zu können – persönliche Betreuung der Menschen bei der Schaffung und Erweckung von Bewusstsein und Moral. Und dann wird der Verbindungsgrad von einem Zustand der Isolation zu einen Status gegenseitiger Bürgschaft aufsteigen.

Vorbereitung auf den Morgenunterricht

Während des Studierens des Sohars ist es ganz wichtig, die Absicht nach Verbindung zu wahren, da ansonsten das Lesen und Studieren keinen Nutzen bringt.

Es ist möglich, die Weisheit der Kabbala auf der Verstandesebene zu lernen, aber wer den Punkt im Herzen besitzt, lernt die Kabbala mit dem Gefühl, und deshalb – bevor er nicht fühlt, wird er nicht stabil sein, das heißt es wird ihm nicht gegeben werden, die spirituellen Abläufe in ihrer ganzen Pracht zu verstehen. Und deshalb wird gerade derjenige, der Jahre studiert und nichts versteht, erst dann verstehen, wenn sich ihm die Korrektur offenbart hat.

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus dem Morgenunterricht vom 23.10.11

*Der spirituelle Genuss ist nicht die Belohnung für die von uns investierte Anstrengung, wie es in unserer Welt üblich ist, sondern der Genuss liegt indem ich arbeite, denn über die Arbeit habe ich Verbindung zum Arbeitgeber, dem Schöpfer. Und somit ist die Belohnung nicht das Resultat meiner Handlung, sondern die Handlung selbst.

*In dem abgeschlossenen Bündnis muss sich die höhere Kraft, welche das Bündnis realisiert, befinden. Im Bündnis muss es eine bestimmte Bedingung geben, welche uns zum Ziel bringt, eine Handlung, die mich dem Ziel nähert – innerhalb der Gruppe, in der Verbindung, mit der Neigung zur Verbindung. Genauso wie ich mich bemühe, mich mit ihnen zu verbinden und ich jetzt darin einen Genuss verspüre, genauso stelle ich mir auf klare Weise dieses Bündnis auch in seiner letzten Stufe vor, die ich erlange – auch dort wird sich das Bündnis in der Gruppe realisieren, und der Schöpfer wird dann Sein Bündnis einhalten.

*Im Großen und Ganzen ist die Einhaltung des Bündnisses: ich zusammen mit der Umgebung und dem Schöpfer, und gemeinsam gelangen wir zu einem Ganzen.

Frieden auf der Welt

*Die Natur befindet sich immer in gegenseitiger Bürgschaft; Pflanzen und Tiere befinden sich immer in Harmonie, und der Mensch befindet sich immer mehr ausserhalb dieser Bürgschaft. Damals waren wir Affen, Tiere, und wir haben begonnen, uns in Richtung Mensch zu entwickeln, und wir haben es geschafft, das Gesetz der Bürgschaft mehr und mehr zu aufzulösen. Aber jetzt finden wir uns an der Grenze, indem wir es anerkennen und zur Bürgschaft zurückkehren müssen – aber bewußt. Zur Erneuerung der gegenseitigen Bürgschaft, welche unserer Natur entgegensetzt ist, damit wir aus dem getrennten Zustand zur einheitlichen Form zurückehren.

*Wenn es ein System gibt, welches unsere Welt allmählich prägt , so müssen wir uns ausnahmslos diesem System fügen. Und indem wir uns diesem globalen, integralen System anpassen, welches sich jetzt in der Welt offenbart, müssen wir einander helfen und uns dem anderen gegenüber verpflichten – denn wir sind voneinander abhängig, und dagegen können wir nichts machen.

* Heutzutage kann niemand mehr diese oder jene Grenzen festlegen und man kann auch nicht jeden so lassen, wie er gerade ist. Dazu sind wir nicht fähig, da die Welt kleiner geworden ist.1 Wir nutzen alles aus, unsere Ressourcen, wir sind voneinander abhängig. Deshalb, wenn sich das globale System offenbart, in dem wir alle gemeinsam verbunden sind, sind wir entsprechend diesem gemeinsamen Bürgschaftsprinzip verpflichtet: dass sich jeder um den anderen ausnahmslos kümmert, und wir haben die Erlaubnis, uns zur Einhaltung dieses Prinzips zu verpflichten.

*Wenn dem Menschen bewusst ist, wo er sich befindet, wovon er abhängig ist – dann haben wir unser Ziel erreicht; dieses Gefühl der Abhängigkeit, die Erkenntnis des System, die gegenseitige Bürgschaft führen uns zu einem Zustand, in dem alles funktioniert, wie die Schraube in einer Maschine, wie ein kleines Kind. Deshalb ist die Bildung so wichtig – um die Augen zu öffnen und zu verstehen, wo wir uns befinden.

*Auch in unserer Gruppe müssen wir sehr schnell verstehen, wovon die Erlangung des spirituellen Lebens abhängig ist – das Erlangen der Enthüllung des Systems der gegenseitigen Bürgschaft, in welcher nur mit ihrer Hilfe – in gegenseitiger Verbindung, in Harmonie zwischen allen und in gerechter Verteilung zwischen allen, im aufrichtigen Verhalten zwischen allen, von allen diesen Dingen – die Erlangung des spirituellen Lebens abhängig ist.

Je schneller wir das einsehen werden, desto fähiger werden wir, von unserer Stufe aus dieses der Mehrheit der Menschen weiterzuleiten, von der hohen Stufe zur Stufe der Welt – materielles Leben im gegenseitigen materiellen Zusammenhalt. Schütten wir ihnen dieses Wissen aus, die Erziehung, diese Fülle, alles was uns durchströmt! Auch bei den Kelim, welche die Erziehung sind, und bei der Füllung, welche die Lichter sind, das Lebensgefühl, Lebendigkeit.

*Gegenseitige Bürgschaft ist ein Prozess, in welchem wir uns langsam, stufenweise entwickeln, und alles ist abhängig davon, wie sehr wir dieses System verstehen werden, und wie sehr fähig sind die Mehrheit der Menscheit von einem Zustand in den anderen zu führen.

*Die Krise bricht aus, um Dich und das Finzanzsystem zur Veränderung zu bringen. Die Krise ist nicht dazu da, damit du sie korrigierst, sondern damit du dich über sie auf eine höhere Stufe erhebst. Deshalb, sobald wir anfangen werden, uns mit der Erziehung, Bildung zu beschäftigen und der Mensch sich daraus resultierend verändert, wird die Krise von allein verschwinden.

Vorbereitung auf den Unterricht

*Unsere Absicht, in jedem Augenblick unseres Lebens, sollte sein – wir sind eins.

*Alles findet statt, um uns zu verpflichten, einzusehen, dass wir ein gemeinsamer Körper sind. Dass wir uns bemühen, uns auch so zu verhalten, und dass von der anderen Seite das Licht kommt und aus uns einen Körper macht, indem wir uns in einer Seele wiederfinden, welche sich stufenweise korrigiert, wie die Seele Adam Ha Rishon, das Ebenbilds des korrigierten Geschöpfes.

*Wir müssen uns in Gruppen zusammenhalten – wie ein Mann mit einem Herzen, in dem sich der Schöpfer befindet, welcher Seine Versprechen und Sein Bündnis einhält- „Eins empfängt Eins“ .

Was ist der Verstand?

Frage: Was bedeutet der höhere Verstand, den jeder Mensch am Ende der Korrektur begreifen soll?

Meine Antwort: Der Verstand ist das Licht Chochma, das ich mit Hilfe meines Verlangens (Malchut) begreife, und in die Übereinstimmung mit den neun ersten Sefirot bringen soll.

Мalchut ist ein empfangendes Gefäß, das Verlangen zu genießen. Und wenn ich sie auf das Geben (auf die neun ersten Sefirot) ausrichte, dann wird sie zum Gefäß für das Licht Chochma (das Licht der Weisheit). Ein solches Gefäß wird eben als der Verstand bezeichnet: das Licht der Weisheit (Chochma), das sich in den Wunsch der Schöpfung einkleidet.

Wir können diesen höheren Verstand nicht mit unserer irdischen Vernunft begreifen. Der höhere, schaffende Verstand ist der Verstand des Schöpfers, der die Geschöpfe mit dem Licht der Weisheit (Chochma) geschaffen hat. Wir können es nur durch die Gleichheit der Eigenschaften, im Maß der eigenen Korrektur begreifen.

Wenn ich mein Verlangen zu genießen auf das Geben korrigiere und mit dem Licht Chassadim (mit dem Licht der Barmherzigkeit) ausfülle, dann entwickele ich den antiegoistischen Schirm, mit dem ich die Verschmelzung mit dem Licht ausführe (Siwug de-Akaa), infolge dessen das widergespiegelte Licht entsteht. Folglich kleidet sich das höhere Licht in mich ein, und ich begreife den Verstand des Schöpfers.

Deshalb trägt die Wissenschaft der Kabbala solchen Namen (Chochmat Kabbala), denn sie lehrt uns, wie man dieses Licht der Weisheit (Chochma), das Licht der Vernunft empfangen kann, um damit den Schöpfer zu begreifen. Aber wir begreifen diesen Verstand langsam, nach dem Maß unserer Gleichheit mit Ihm im Geben.

Es ist nicht diese irdische, tierische Vernunft, mit der wir geboren werden. Wir müssen die höhere Vernunft mittels der Korrektur offenbaren. Je mehr sich der Mensch korrigiert, desto mehr spirituellen Verstand eignet er sich an.

Und sein Vorankommen hängt keinesfalls von seinen intellektuellen irdischen Eigenschaften ab. Er kann sogar ein Einstein sein, aber es wird ihm beim spirituellen Aufstieg überhaupt nicht helfen.

Der irdische Verstand, hilft dem Menschen seinen Egoismus richtig zu benutzen und hat nichts mit der Vernunft zu tun, die er infolge der Arbeit in der Gruppe und mit Hilfe solcher Handlungen entwickelt, welche einem Fremden als ganz unvernünftig, irrational und von allen verachtet, vorkommen mögen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Schaffende Vernunft“, 21.10.2011

Die Verbreitung mit der richtigen Absicht

Frage: Wie kann man sich auf die Verbreitung der Materialien richtig einstimmen?

Meine Antwort: Wir alle sollen den Schöpfer um die Kraft bitten, die uns vereinigt und dadurch die ganze Welt zur Einheit bringt. Wir hoffen darauf, dass diese Handlung dem Schöpfer Genuss bereiten wird und wir für uns offenbaren werden, dass alle unsere Handlungen für Ihn erfolgen. Wir wollen alle unsere Gruppen und einzelne Studenten überall in der Welt geschart in einem einheitlichen Herz, in einem einheitlichen Verlangen empfinden, worin Er uns ausfüllen würde.

Und um uns herum wird die ganze Welt vereinigt, so dass alle zum einheitlichen spirituellen Gefäß werden.
So soll ein Gebet sein, das sich an die korrigierende, gebende Kraft richtet.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Ein Gebot“, 14.10.2011