Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Ist dieser schreckliche Sommer der beste Sommer unseres Lebens?

Ich habe keine Angst vor der Pandemie; ich habe Angst, dass die Natur begonnen hat, sich zu uns so zu verhalten, wie wir uns zu ihr verhalten. Es scheint, als ob das Chaos die Welt übernommen hat. Naturkatastrophen von noch nie dagewesenen Ausmaß ereignen sich an mehreren Orten gleichzeitig. Beispiellose Überschwemmungen an einigen Orten, beispiellose Brände an anderen Orten, manchmal nur ein paar hundert Meilen voneinander entfernt. Sengende Hitze an wieder anderen Orten. Gleichzeitig breitet sich das Coronavirus mit der Delta-Variante erneut aus und droht, die Bemühungen der Menschheit, sich von der Seuche zu erholen, zu behindern, während die internationalen Beziehungen immer angespannter und unbeständiger werden. Doch das Schlimmste von allem ist der negativ Trend. Die Dinge sind nicht nur schlecht, sondern verschlechtern sich schnell. Bei anhaltendem Trend wird dieser furchtbare Sommer der beste Sommer unseres weiteren Lebens sein.

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Thisa B`Av und der Bau des Dritten Tempels

Tisha B’Av (der 9. Av) symbolisiert die Zerstörung des Beit HaMikdash (Tempel), die tiefe Kluft zwischen uns, die durch die Offenbarung des trennenden Egoismus verursacht wurde.

Der 9. Av ist ein tragischer Tag in der jüdischen Geschichte, an dem der Erste und der Zweite Tempel zerstört wurden und an dem die Juden aus England, Frankreich und Spanien vertrieben wurden. Außerdem war dies der Tag, an dem die Juden aus dem Warschauer Ghetto geholt wurden, um während des Holocausts umgebracht zu werden.

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Der Gedanke im Dienste des Wunsches

Der Verstand hat eine besondere Rolle und zwar in seiner Fähigkeit, Verlangen zu steigern. Das heißt, Wünsche nicht nur zu realisieren, sondern auch zu verstärken.

Wenn ein Mensch einen kleinen Wunsch in sich trägt, der nicht die Kraft hat, sich zu manifestieren und das zu erreichen, was man sich wünscht, dann kann man ihn, durch Nachdenken über diesen Wunsch, vergrößern und ausdehnen, so dass er beginnt, seine Erfüllung zu fordern. (Baal HaSulam, „Shamati“, Artikel 153 „Der Gedanke ist das Ergebnis des Wunsches).

Angenommen, ich habe einen kleinen Wunsch. Wenn ich meine Gedanken und meine Aufmerksamkeit mehr und mehr darauf konzentriere, dann wird dieses Verlangen schließlich in mir vorherrschend, bestimmend, zwanghaft werden. Alles woran ich denken werde ist, wie ich ihn erfüllen kann.

Gedanken sind nicht nur für die Verwirklichung der Wünsche notwendig, sondern auch für ihre Sortierung, um aus ihnen diejenigen auszuwählen, die wir für notwendig halten, um sie noch mehr zu verstärken, bis zu einem Zustand, in dem ich von diesem Wunsch träumen werde: wann werde ich in der Lage sein, ihn zu verwirklichen, die Antwort bekommen, ihn zu erfüllen?

Daraus folgt, dass der Gedanke nur dem Begehren dient. Der Wunsch ist die Grundlage, das Wesen des Menschen. Wenn das Verlangen groß ist, dominiert er über die kleinen Verlangen. [Rest des Beitrags lesen →]

Wie bringt man Menschen zu guten Beziehungen?

Frage: Ist es möglich, um Menschen in gute Beziehungen zu bringen, eine spirituelle Verbindung in den modernen Städten von heute zu realisieren?

Antwort: Ich weiß nicht, wie man es macht. Man muss den Menschen beibringen, man muss ihnen zeigen, was sie in modernen Städten haben: Jeder geht in seine eigene Zelle, schließt die Tür hinter sich mit ein paar Schlössern ab, kontrolliert ob sie verschlossen ist, ob die Nachbarn ihn nicht stören. Leider ist so der einzige Weg, wie wir uns einigermaßen sicher fühlen können.

Das ist es, woran ein Mensch unbewusst zuerst denkt. Achten Sie auf unsere Kleidung, unsere Häuser, unsere Wohnungen, die Art und Weise, wie wir uns verhalten, unsere persönlichen Fortbewegungsmittel und so weiter – all das entspringt unserem inneren Bedürfnis, uns abzusichern. Möglicherweise spürt man es nicht so sehr, aber es ist da! Dies ist die Wurzel der Probleme von Überfällen, Gewalt und allem anderen. 

Wenn ein Mensch, egal wie die äußeren Bedingungen sind, sich sicher fühlt und er nicht die Tendenz hat, sich von anderen abzuschotten, sondern im Gegenteil, er immer für Verbindung und noch mehr Verbindung bereit ist, – dann haben wir eine ganz andere Konstruktion, Architektur, Wissenschaft der Raumverteilung. Dann wird alles anders sein.

Heute haben wir die Tendenz, eine minimale Umgebung zu schaffen, in der ich mich sicher fühle: im Taxi, in der U-Bahn, egal wo, habe ich das Gefühl, dass ich unter anderen bin. Es ist mein Platz, es ist meine Sicherheit, dies ist mein Leben, meine Zelle.

Wir müssen die Menschen zu einer freundlicheren Verbindung erziehen, dann wird sie auf dieser Grundlage, in dem Maße, in dem sie sich sicher fühlt, ihre Grenzen erweitern und das Aussehen von Städten, Wohnungen und allem anderen verändern.

Aus Fernsehsendung „Gespräche“, 09.06.2021

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Wo ist unser Überlebensinstinkt?

Was ist stärker, der Überlebensinstinkt oder der Jagdinstinkt? Im Tierreich ist diese Frage einfach: Der Überlebensinstinkt überschattet alle anderen Instinkte und dominiert das Verhalten der Tiere vollständig. Bei einem Waldbrand fliehen die natürlichen Feinde Seite an Seite und berühren sich nicht. Ihr Überlebensinstinkt unterdrückt ihren Jagdinstinkt, und jeder versteht, dass es jetzt an der Zeit ist, zu fliehen. Die Zeit zum Jagen wird erst kommen, wenn die unmittelbare Gefahr vorüber ist.

Bei den Menschen wird die Sache etwas kniffliger. Wir wollen überleben, aber wir wollen auch dominieren, herrschen. In vielen Fällen wollen wir das mehr als das Leben selbst. Denken Sie an die Risiken, die Menschen für Ruhm eingehen, wie sie sich selbst und (hauptsächlich) andere auf dem Schlachtfeld riskieren, um gesehen zu werden, dass für Menschen das Leben an zweiter Stelle steht, wenn es um Ruhm oder Macht geht. Wir nutzen jede Gelegenheit, um sie auf unserem Weg an die Spitze des Haufens zu zertrampeln. Wenn eine allgemeine Gefahr die Menschen bedroht, wird es immer diejenigen geben, die die Tatsache ausnutzen, dass die Menschen damit beschäftigt sind, vor der Gefahr zu fliehen und sich der Gefahr, die von anderen Menschen auf sie lauert, nicht bewusst sind.

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Warum sich die Gesellschaft verändert?

In einem Essay mit dem Titel „Kritik des Marxismus im Lichte der neuen Realität und eine Lösung der Frage nach der Vereinigung aller Fraktionen der Nation“, das im Juni 1940 veröffentlicht wurde, bot der große Kabbalist und globale Denker Baal HaSulam diese Erklärung dafür an, warum sich Gesellschaften verändern.

Die Dauer jeder politischen Phase, schrieb er, ist genau die Zeit, die sie braucht, um ihre Unzulänglichkeiten und das Böse zu enthüllen. Während sie ihre Fehler aufdeckt, macht sie Platz für eine neue Phase, die von diesen Fehlern befreit ist. So sind jene Beeinträchtigungen, die in einer Situation erscheinen und sie zerstören, die eigentlichen Kräfte der menschlichen Evolution, da sie die Menschheit zu einem korrigierten Zustand erheben.

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Die Einzigartigkeit der menschlichen Entwicklung

Körperlich ist der Mensch anderen Menschenaffen sehr ähnlich. Tatsächlich sind wir weit weniger leistungsfähig als andere Arten. Wir sind viel schwächer, bewegen uns langsamer, sind anfälliger für Krankheiten, und wir können nicht auf Bäume klettern. Wie kommt es also, dass wir die „Herren der Erde“ geworden sind? Die Antwort liegt nicht in unseren Fähigkeiten, sondern in einem einzigartigen Verlangen, das nur Menschen haben. Es liegt im Verlangen, über diese Welt hinauszugehen, im Verlangen nach dem Spirituellen!

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Warum der Schöpfer die Wahrheit verbirg

Die Weisheit der Kabbala beschreibt den Schöpfer als Kraft oder Qualität des absoluten Wohlwollens, eine Eigenschaft des Gebens. Natürlich will eine Eigenschaft des absoluten Gebens absolut alles geben. Das bedeutet bei absoluten Geben, gibt man alles, sogar die Natur des Schöpfers, die Qualität des Gebens.

Aber um zu geben, braucht man einen Empfänger. Deshalb hat die Eigenschaft des Gebens einen absoluten Empfänger geschaffen, das geschaffene Wesen, das alles empfangen will und deshalb wie der Schöpfer sein möchte, nämlich ein Geber. Wenn es scheint, dass es hier einen Haken gibt, dann haben Sie recht, es gibt ihn. Wir wollen so sehr empfangen, dass es uns letztlich dazu bringt, Geber sein zu wollen.

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Was ist ein Traum?

Seit dem Altertum ist die Menschheit sehr neugierig auf Träume. Forscher sagen, dass wir jede Nacht mehrere Träume haben und dass jeder von ihnen zwischen fünf und 20 Minuten dauert. Manchmal haben wir gute Träume und wachen gut gelaunt auf, und manchmal haben wir Albträume.

Ich habe manchmal das Gefühl, wenn ich wach bin, dass das Leben wie ein Traum ist, dass es wie ein Film ist. Werde ich jemals aus diesem Film aufwachen?

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Wir müssen das Rennen gegen uns selbst gewinnen

Wir leben in schwierigen Zeiten, kein Zweifel. Wir scheinen mit jedem und allem in Konflikt zu stehen, mit Familienmitgliedern, Mitarbeitern, innerhalb von Ländern, zwischen Ländern, gegen die Natur, und generell herrscht überall, wohin wir schauen, Chaos. Die einzige Möglichkeit, die Ordnung in unserem Leben wiederherzustellen, besteht darin, an die Quelle zu gelangen, die diese Katastrophen auslöst und den Fluss dorthin zu lenken, wo er hin soll, anstatt überall hin zu strömen und alles in Sichtweite zu ersticken.

Wenn wir nach der Quelle suchen, werden wir sie nirgendwo finden, denn sie liegt weder außerhalb noch innerhalb von uns; sie liegt zwischen uns. Der Kern des Problems ist, dass wir uns gegenseitig hasserfüllt behandeln. Unter Familienmitgliedern, Arbeitskollegen, innerhalb von Ländern, zwischen Ländern, gegen die Natur und generell überall, wo wir hinschauen, gibt Hass den Ton an. Hass zerstört, und wenn er überall den Ton angibt, zerstört er alles.

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