Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Es gibt kein Verbot, den Egoismus zu korrigieren


Eine Frage, die ich erhielt: Ich verstehe immer noch nicht, wieso die Juden bis jetzt die Kabbala verborgen hatten.

Meine Antwort: Ich verstehe Sie: wenn die Kabbala nur zur Korrektur des Menschen bestimmt ist, eine Wissenschaft ist und die Welt in keinster Weise manipuliert, warum wurde sie dann für 5769 Jahre (seit sie von Adam enthüllt wurde) verborgen? Gibt es ein Verbot, den Egoismus zu korrigieren?

Tatsache ist, dass es durch die gesamte Geschichte der Menschheit nur eine Zeit gab, als die Kabbala für alle zugänglich war. Das war im alten Babylon, was ein „kleines Dorf“ war, in dem jeder Mensch jeden anderen beeinflusste. Wenn sich eine Gesellschaft in diesem Zustand befindet, ein einziges System ist, nötigt es die Menschen, das Gesetz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu befolgen. Genau dazu drängte der babylonische Priester Abraham seine Landsleute.

Es hörten jedoch nur ein paar Leute auf ihn, jene in denen sich „der Punkt im Herzen“ enthüllt hatte. Sie folgten ihm und erhielten einen Namen entsprechend ihrem Streben: Israel, was Isra (direkt) + El (Schöpfer) bedeutet. Der Rest entschied, sich nicht zu vereinen, nicht seinen Egoismus zu korrigieren, auch nicht die Eigenschaft des Schenkens und der Liebe zu erlangen, sondern sich voneinander zu trennen. Somit entfernten sie die Wirkung eines einzigen Systems, eines „kleinen Dorfes“, von der Gesellschaft und zerstreuten sich über die gesamte Welt.

Inzwischen entwickelte sich Abrahams Gruppe und wuchs bis zu der Zeit – vor 2.000 Jahren – als plötzlich ein riesiger Egoismus in ihr zum Ausbruch kam. Das war, als sie (Israel, die Juden) von der Stufe „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ auf die Stufe von gegenseitigem unbegründetem Hass fielen. Als Folge davon verloren sie ihre Wahrnehmung des einzigen Systems und dadurch verschwand auch ihre Wahrnehmung der gegenseitigen Liebe, des Schöpfers: Der Schöpfer „verbarg sich Selbst“ vor ihnen.

Heutzutage hat die Welt erneut den Zustand eines einzigen Systems erreicht, „eines kleinen Dorfes“, genau wie im alten Babylon. In diesem Zustand, in dem alle Menschen um existieren zu können (für uns um zu überleben) vollkommen miteinander verbunden sind, müssen wir die Bedingung „jeder Mensch ist verantwortlich für alle“ einhalten. Und dies kann nur unter der Bedingung von gegenseitiger Liebe getan werden. Wie können wir diese Qualität erlangen und überleben? Genau das erklärt uns die Kabbala. Und aus diesem Grund wird sie heute wieder enthüllt – weil ein Bedürfnis danach besteht.

Denn wir haben genau diesen globalen, systematischen Egoismus enthüllt, der korrigiert werden muss, anstatt des eigenen persönlichen Egoismus. Solange dieser Egoismus noch nicht enthüllt war, war auch die Kabbala – die Wissenschaft zu seiner Korrektur – ebenfalls verborgen. Heute ist sie jedoch jedem enthüllt worden, weil jeder seine Einstellung zu den anderen korrigieren muss! Dies ist ein Naturgesetz. Weil der globale Egoismus enthüllt wurde, gibt es kein Verbot für seine Korrektur und darum gibt es kein Verbot für die Kabbala. Also fangen Sie an und studieren Sie, wie wir in einer neuen Welt sein sollten.

(Auf dem obigen Foto stehe ich vor dem Hintergrund des Turms zu Babel. Du musst spüren, dass alles davon zu Dir gehört!)

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Egoistische Sehnsüchte sind nicht in der Absicht auf das Schenken und die Nächstenliebe ausgerichtet


Drei Fragen, die ich über die Arbeit mit egoistischen und altruistischen Verlangen erhalten habe:

Frage: Was sind die „egoistischen Verlangen“ und was heißt es „über ihnen zu stehen“?

Meine Antwort: Egoistische Verlangen sind diejenigen, die nicht darauf ausgerichtet sind, den anderen zu schenken, andere zu lieben und dem Schöpfer zu schenken und zu lieben. Sie werden egoistisch genannt, weil du in ihnen Befriedigung zu erhalten wünschst.

„Über ihnen zu stehen“ bedeutet, sie so zu benutzen, um unabhängig von ihnen zu sein und sie vielmehr dazu zu verwenden, andere zu erfüllen.

Frage: Sie haben erklärt, dass der Schirm (hebr.: Massach) eine Zurückweisung der egoistischen Verlangen ist, d. h. ein Bestreben, über ihnen zu stehen. Wenn ich etwas möchte und mich dafür anstrenge, es aber nicht erreiche, sage ich mir selbst, dass ich es nicht haben möchte und es nicht von mir abhängt. Ist das eine Zurückweisung der egoistischen Verlangen?

Meine Antwort: Nein, denn wenn du auf diese Art handelst, möchtest du egoistischerweise nicht leiden. Darum verwirfst du deine Sehnsüchte: um aufzuhören, Leere und Schmerz in ihnen zu empfinden.

Frage: Wenn jemand in der körperlichen Welt ungeachtet der gefühlsmäßigen Leere mit völliger Hingabe arbeitet, so führt das von äußeren Einflüssen verursachte Leiden heftige Herzschmerzen herbei. Was kann man hier tun?

Meine Antwort: Lesen Sie viele Texte über die globale Korrektur. Die Texte sollten genug Energie des Höheren Lichts erwecken, damit Sie beginnen können, das allgemeine Verlangen und das Licht darin zu fühlen.

Was macht einen zum Propheten?


Zwei Fragen, die ich über Weissagung erhielt:

Frage: Sie sprechen nicht darüber, ob es in unserer Zeit große Kabbalisten gibt. Wie ist es mit Propheten?

Meine Antwort: Als Antwort zitiere ich den folgenden News-Report (von stern.de):
„Drei Tage vor dem Erdstoß tauchten in den Straßen von Mianzhu mehrere tausend Kröten auf – in dieser Stadt starben mehr als 2000 Menschen durch das Beben … Am 12. Mai, als sich das Erdbeben der Stärke 7,9 ereignete, wurde der Zeitung „Wuhan Evening Paper“ zufolge bei Zootieren ein ungewöhnliches Verhalten beobachtet: Zebras schlugen ihre Köpfe gegen die Tür ihres Geheges, Elefanten schwenkten wild den Rüssel. Die rund 20 Löwen und Tiger, die sonst üblicherweise einen Mittagsschlaf halten, liefen unruhig umher. Wenige Minuten vor dem Erdstoß hätten Dutzende Pfaue zu kreischen begonnen.“

Frage: Sind diese Tiere Propheten?

Meine Antwort: Ein Prophet ist jemand, der mit der Natur, dem Schöpfer verbunden ist. Wenn jemand eins mit der Natur ist, dann nimmt er sie jenseits von Zeit wahr – nicht in Bezug auf sich selbst, sondern so wie sie wirklich ist. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft fließen ineinander. Nur zu, machen Sie Ihre Voraussagungen!

Ein Kabbalist ist jemand, der einen Teil seiner Verbindung mit dem Schöpfer wieder hergestellt hat, und in dem Maße Seinen Gedanken, Seinen Plan und Sein Ziel versteht. Er kann seine Übereinstimmung mit dem Schöpfer (die Eigenschaft des Schenkens, die der Natur eigen ist) zu einem solchen Niveau erweitern, dass er Ihn ganz und gar versteht – und das ist das Niveau des Propheten.

Verwandtes Material:
Blog-post: Alle Propheten schrieben über uns
Kabbalablog: Eine kabbalistische Deutung der Geschichte des Propheten Jona
Kabbalablog: Geschichte der Kabbala: ARI – Die Gründung der modernen Kabbala
Baal HaSulam – Rabbi Yehuda Ashlag

Der Anfang des spirituellen Weges


Der Anfang des spirituellen Weges beginnt mit der Frage nach der Bedeutung des Lebens. Eigentlich fragt man nach der Bedeutung und dem Zweck seines Leidens: Gibt es darin irgendeinen Sinn?

Wenn man aufrichtig nach einer Antwort verlangt, wird man zu einem Ort geführt, an dem man die Antwort bekommt. Von diesem Zeitpunkt an hängt alles von einem selbst ab – man muss seine Willensfreiheit erkennen, denn spirituelle Entwicklung ist absolut freiwillig. In allem Anderen sind wir wie Roboter!

Verwandtes Material:
Blog-post: Die einzigartige Kraft der Kabbala

Liebe und Hass liegen dicht beieinander


News Report (von pressetext.at): „Wissenschaftler haben die physische Natur des Hasses untersucht und herausgefunden, dass einige der dafür verantwortlichen Nervenschaltkreise im Gehirn die gleichen sind wie jene, die während des Gefühls romantischer Liebe aktiv sind – obwohl Liebe und Hass als polare Gegensätze erscheinen … der ‚Hass-Schaltkreis‘ hat etwas mit dem ‚Liebes-Schaltkreis‘ gemeinsam.“

Mein Kommentar: Gemäß Kabbala liegt der Unterschied zwischen Liebe und Hass nur in dem Ziel unserer Absicht: „auf sich selbst gerichtet“ oder „von sich weg“. Wenn wir außerdem damit beginnen, systematisch daran zu arbeiten, die Empfindung von Liebe zu erlangen, dann werden wir spüren, dass wir „aus uns selbst herauskommen“. Dort – „außerhalb von uns selbst“ – empfinden wir eine vollkommen andere Bewegung von Zeit, Raum und Wahrnehmung bis zu dem Punkt, an dem wir aufhören, uns selbst wahrzunehmen und das „Selbst“ mit „Andere“ ersetzen. Indem wir das Zentrum der Wahrnehmung von „innerhalb von uns“ nach „außerhalb von uns“ verlegen, werden wir die Höhere Welt, den Schöpfer, spüren. Dies werden wir exakt in den Verlangen der anderen spüren!

Frage: Was ist die spirituelle Wurzel von unerwiderter Liebe?

Meine Antwort: In der Spiritualität gibt es nichts wie unerwiderte Liebe! Das gibt es nur in unserer Welt, wenn der Egoismus eines Menschen nicht spürt, dass er von seinem Partner erfüllt werden könnte. Das liegt daran, dass unsere Egos uns voneinander entfernen und alles darauf aufgebaut ist, einander zu gebrauchen.

Wenn es jedoch eine spirituelle Verbindung gibt, dann ist alles auf Schenkung und gegenseitiger Ergänzung aufgebaut. Dies wird definitiv entsprechend dem Maß unserer Korrektur geschehen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Liebe versorgt die anderen mit den Mitteln, ihren Punkt im Herzen zu füllen
Blog-post: Die Kabbala befasst sich ausschließlich mit der Erreichung des Schöpfers
Kabbala Heute Artikel: Liebe – Entschlüsselt

Der Körper ist die Bekleidung der Seele


Einst fragte ich Rabash: „Was empfindet ein Kabbalist, wenn er sich von seinem Körper trennt? Schließlich empfindet er die Seele bereits durch den Punkt im Herzen, den er entwickelte. Er empfindet eine andere Welt durch die Qualität des Schenkens.“ Rabash antwortete: „Es ist so ähnlich, als ob du ein Hemd am Abend ausziehst und es in die Wäsche wirfst und dann am Morgen ein anderes anziehst. Auf diese Weise trennt sich ein Kabbalist von seinem tierischen Körper und seinen Empfindungen, die er durch ihn hat, und fährt damit fort, durch seine Seele wahrzunehmen.“

Vier Arten der Furcht


Das Buch Sohar bietet eine vollständige Zuordnung der verschiedenen Arten von Furcht. Es heißt im „Vorwort zum Buch Sohar“, Artikel „Pkudin Oraita, Pkuda Kadmaa“: Es gibt zwei Arten der Furcht von dieser Welt und zwei Arten der Furcht von der Höheren Welt. Nur die letzte dieser Ängste ist ehrbar und gut. Die übrigen treten aufgrund des unkorrigierten Egoismus in Erscheinung, bringen eingebildete Vorstellungen von erfundenen Ursachen der Furcht hervor. Wenn der Mensch diese Furcht jedoch in der richtigen Weise für seine spirituelle Entwicklung gebraucht, erwirbt er die Fähigkeit, seinen Weg zum spirituellen Aufstieg zu beeinflussen und ihn zu beschleunigen.

Alle Bilder, die wir sehen, werden im Inneren unseres Gehirns erschaffen

Zwei Fragen, die ich über Wahrnehmung und Träume erhielt:

Frage: Wir nehmen keine direkten Töne wahr, weil direkte Töne durch unsere Ohren gefiltert werden und das Gehirn nur einen Teil der Information empfängt – den Teil, den das Gehirn empfangen kann. Tritt das Licht des Schöpfers in der gleichen Weise in die Seele ein? Anders ausgedrückt, ist es der Anteil des Lichts, den die Seele empfangen kann ohne Schaden zu nehmen?

Meine Antwort: Baal HaSulam erklärt im „Vorwort zum Buch Sohar“, dass nichts in unser Gehirn eintritt; alles wird in ihm erschaffen. Es erscheint uns nur so, als ob das, was wir wahrnehmen, außerhalb von uns ist. In Wirklichkeit ist das einzige außerhalb von uns das einfache Licht. Alles, was wir wahrnehmen, ist ein Bild, das unser Gehirn auf dem Hintergrund des weißen Lichts wiedergibt.

Das Gehirn gibt Bilder aus einem Reshimo (Informationsdaten) wieder, die ständig aus dem Archiv unseres Gedächtnisses an die Oberfläche und in unser Bewusstsein kommen, eines nach dem anderen. Folglich spielt unser Bewusstsein Bilder ab und wir empfangen sie, als ob sie außerhalb von uns geschehen.

Warum ist das wichtig? Weil Sie entscheiden können, welcher Film in Ihrem Inneren abgespielt wird! Die Wissenschaft der Kabbala erlaubt einem Menschen, die Filme zu verändern und sogar der Regisseur zu sein und dann werden alle in der Welt Ihre Schauspieler sein. Darüber erfahren Sie mehr im Artikel „Vorwort zum Buch Sohar“.

Frage: Woher kommen Träume? Wie kommen sie im Inneren der Köpfe der Menschen zustande?

Meine Antwort: Wenn wir von den Erfahrungen des Tages und den starren Grenzen der Realität befreit sind, wenn unser Verstand gesäubert und vorbereitet ist für neue Arbeit, dann erschaffen die wandernden Gehirnströme alle Arten von seltsamen und zufälligen Bildern. Das geschieht während des Prozesses des Ordnens und Wiederaufladens der Daten im Inneren des Gehirns. Es ist reine Physiologie!

Verwandtes Material:
Blog-post: Unsere imaginäre Wirklichkeit wird durch zwei Mechanismen erschaffen
Blog-post: Ein Reshimo ist der vollendete künftige Zustand eines Menschen
Blog-post: Woher kommen Gedanken, Ideen und Träume?

Altruistische Männer sind erotischer


Pressemeldung: The British Journal of Psychology hat den folgenden Artikel veröffentlicht: „Altruistisch zu sein, kann Sie attraktiv machen“ Darin folgern Wissenschaftler der University of Nottingham im Vereinigten Königreich, dass Altruismus oder mit anderen Worten – selbstloses Verhalten zu anderen – Männer für Frauen attraktiver macht. Tatsächlich wertschätzen Frauen Nächstenliebe bei ihrem Partner mehr als jede andere Qualität.

Meine Anmerkung: Das ist ganz normaler weiblicher Egoismus: Frauen mögen Nächstenliebe bei Männern, sodass Männer selbstlose Opfer für sie, die Frauen, erbringen werden! Aber es ist schwer, heutzutage solche naiven, selbstlosen „Ritter“ zu finden. Sie sind alle klüger geworden und verschwanden vor Hunderten von Jahre. Sie wuchsen über die angeregte Nächstenliebe hinaus und wurden egoistisch praktisch!

Verwandtes Material:
Blog-post: Kabbala L’Am – ein Magazin für echte Männer
Blog-post: Spiritueller Sex

Glaube, Hoffnung und Liebe


Eine Frage, die ich erhielt: Erklären Sie bitte die Bedeutung des Ausdrucks „Glaube, Hoffnung und Liebe“ und ihre Aufgabe in unserer spirituellen Arbeit.

Meine Antwort: Zuerst muss ein Mensch Glauben erlangen – die Wahrnehmung des Schöpfers. Diese Wahrnehmung gibt ihm Hoffnung und Vertrauen in seine Gegenwart und Zukunft, da die Enthüllung des Schöpfers einen Menschen mit Ihm verschmelzen lässt, wie ein Embryo in einer Mutter. Nachdem der Mensch alle Handlungen des Schöpfers erlebt und ihre absolute Güte kennengelernt hat, fängt er an, Liebe für den Schöpfer zu empfinden.

Wie Sie sehen, kommt alles aus der Erlangung oder dem selbständigen Lernen der Dinge. Kabbala ist die praktischste Wissenschaft von allen: Sie wird innerlich und selbständig studiert.

Verwandtes Material:
Blog-post: Alles wird von innen heraus erreicht!
Blog-post: Die Weisheit der Kabbala kann man nicht mit Hilfe des normalen Verstandes lernen
Baal HaSulam Artikel: Die Liebe Gottes und die Liebe der Geschöpfe
Kapitel aus dem Buch „Leben aus der Kabbala“: Glaube an die Einzigartigkeit des Schöpfers