Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Die Balance zwischen der inneren Arbeit und der integralen Methodik

Frage: Helfen Sie uns, das Gleichgewicht, die Balance zwischen der inneren Arbeit und der integralen Methodik zu finden, weil oft die Frage aufkommt: „Was ist wichtiger? Womit sollen wir uns beschäftigen?“

Meine Antwort: Das Wichtigste ist, uns mit uns selbst zu beschäftigen. Wenn ihr euch nicht mit euch selbst beschäftigt und all das, was ihr erlebt, nicht wie eine Walze über euch rollen lasst, werdet ihr nichts an die anderen weitergeben können. Die integrale Methodik basiert auf Gefühlen. Mensch bedeutet Verlangen, und Verlangen ist das, was du fühlst.

Deswegen ist es unausweichlich. Ihr müsst in erster Linie daran denken, inwieweit wir vorankommen, inwieweit wir uns verbinden. Vorankommen bedeutet Verbindung. Und das darf auf keinen Fall aus den Augen verloren werden.

Und erst wenn ihr einen bestimmten Abschnitt erreicht habt und Zeit habt, geht ihr an die Öffentlichkeit. Anderenfalls werdet ihr dort nichts erreichen.

Wenn ihr in die Öffentlichkeit geht, ohne euch vorher untereinander verbunden zu haben und ohne zu spüren, dass ihr buchstäblich nicht nur ein Teil sondern eine riesige Gemeinschaft seid, wird es nichts bringen.

Wenn ich vor einem öffentlichen Publikum stehe und spüre, dass ich im Namen der Gruppe spreche, dass in mir ein Gefühl der Gemeinschaftlichkeit, der Abhängigkeit, der Unterstützung entsteht, dass wir alle wie ein Mensch vereint sind, dann nehmen die Menschen plötzlich wahr, dass meine Worte in sie eindringen, und sie verstehen sie mit dem sechsten Sinn.

Deshalb muss es eine eben solche Vorbereitung geben. Wenn du zu einem Vortrag oder einer Veranstaltung gehst, musst du in deinem Inneren eine sehr ernsthafte Vorbereitung durchmachen – nicht allein, sondern mit mehreren Freunden.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 21.10.2012

Es ist schwer, ein Gerechter zu sein

Tora, Deuteronium 11:17  – Und der Zorn des Herrn wird sich über euch entflammen, und Er wird die Himmel verschließen, und es wird keinen Regen geben, und die Erde wird keine Früchte tragen, und ihr werdet alsbald umkommen, hinweg aus dem guten Land, das euch der Herr gegeben hat.

Wenn sich ein Mensch nicht mit der spirituellen Korrektur beschäftigt, fehlt ihm das Licht von Chassadim, Fruchtbarkeit und Regen, und er kann seinen Egoismus nicht korrekt benutzen. Die Sonne brennt so stark, dass sie für ihn nicht zu einem Lebenslicht wird, sondern zu einer versengenden Hitze. Mit so einer Einstellung zum Leben, zur Welt, und zu seiner Mission verkümmert der Mensch ohne Wasser (das Licht von Chassadim). Genau das passiert heutzutage.

Frage: Fühlt man den Zustand, in einer Sackgasse zu sein, auf jeder neuen Stufe?

Meine Antwort: Diese Blockade muss sich für nicht mehr als einen Moment fortsetzen. Aber sie muss vom Menschen begriffen werden, um fortzuschreiten. Es steht geschrieben: „Es gibt keinen Gerechten auf der Welt, der Gutes getan hat ohne vorher zu sündigen“. So stolpert er auf jeder Stufe und schreitet dann voran, er stolpert und schreitet voran. Er passiert den tiefsten Punkt der Verzweiflung, die Erkenntnis des Egoismus, und erst dann beginnt er aufzusteigen.

Außerdem verleugnet er am tiefsten Punkt den Schöpfer vollkommen, er ist mit nichts einverstanden, er taucht in einen extremen Egoismus ein, und er wird zum schlimmsten Gesetzesübertreter. Das bedeutet, er ist dem oberen Zustand der Gerechten vollkommen entgegengesetzt.

Frage: Trifft das nur auf diejenigen zu, die voranschreiten und nicht auf andere, die diesen Punkt nicht erreichen?

Meine Antwort: Natürlich. Normale Leute erfahren keine inneren Zustände. Sie wissen noch nicht mal, in welchen Zuständen sich die Gerechten befinden.

Aus KabTV´s „Geheimnisse des Ewigen Buches“  6/15/16

 

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Das Paradies in Europa

Meinung: Auf der einen Seite ist der Lebensstandard in Europa ziemlich hoch und sozial abgesichert. Auf der anderen Seite gibt es auf dieser Ebene doch sehr viele Probleme und die Menschen sind mit ihrem Leben unzufrieden. „Es scheint, man hat ein Paradies erschaffen, wo alle leiden.“ Hier gibt es einen Widerspruch.

Meine Antwort: Die Tatsache ist die: Ein Tier kann man füttern, anziehen, schlafen legen. Den Menschen in sich selbst kann man nicht ankleiden, füttern, schlafen legen. So wie ein kleines Kind, das am Abend nicht ins Bett gehen möchte. Er blickt auf sein Leben, sieht keinen Sinn und dass alles schlecht ist. Er verspürt keine Zufriedenheit.

Meinung: Früher war er zufrieden, heute nicht mehr.

Meine Antwort: Der Egoismus ist gewachsen.. Was kann man machen? Die Menschen sind reifer geworden. Lesen Sie Bücher, die vor 50 Jahren geschrieben wurden oder gucken Sie sich alte Filme an. Die sind nicht nur naiv, die sind anders. In der Menschheit gab es riesige Veränderungen! Europa befindet sich in einem Widerspruch zwischen dem materiellen Überfluss und der innerlichen Leere. Das ist das Problem unserer Zeit. Dieses Paradoxon führt zu Depressionen, Alkoholismus, Drogenabhängigkeit usw.

So lange die Menschen nicht den Sinn des Lebens enthüllen, passiert nichts Gutes. Das ist die wichtigste Frage überhaupt. Allerdings ist den meisten Europäern noch nicht ganz klar, warum es ihnen schlecht geht. Doch diese Frage wird in jedem immer deutlicher. Und sie sollten aufschreien: “Wofür ist das alles?“. Die Natur bringt uns zu diesem Schrei. Und dann werden wir ausgerechnet mit Hilfe von Leiden das Verlangen haben, die Natur zu begreifen und den Sinn des Lebens zu offenbaren.

Frage: Also ist es möglich, in das Paradies zurückzukehren, das sie aufgebaut haben?

Meine Antwort: Nein. Während sie ihr bürgerliches Paradies erbaut haben, wuchsen sie innerlich und haben jetzt andere Verlangen. Die alten Verlangen erfüllen sie nicht mehr.

Frage: Es sieht so aus, als wäre das Paradies auf Erden nicht möglich?

Meine Antwort: Nein. Wenn wir die Entwicklung des Menschen und seinen inneren Verlangen stoppen könnten, dann wäre es alle in Ordnung. Aber wir berücksichtigen nur das quantitative Wachstum. Wir geben dem Menschen mehr von dem und dem. Aber er braucht das nicht. Er verlangt nach der höheren Materie. Darum wird der Mensch weitersuchen und immer mehr verlangen, und das ist der Sinn des Lebens.

Aus der Sendung  „Nachrichten mit Michael Laitman“

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Wie beeinflusst die Weisheit der Kabbala das Leben in dieser Welt?

Frage: Wie wird die Weisheit der Kabbala studiert, um einen Einfluss auf das Leben in dieser Welt zu haben?

Antwort: In dem Moment, in dem wir mit dem Studium der Weisheit der Kabbala beginnen, verändert sich das Leben zum Besseren. Es kann lange dauern, bis unser Studium und unser Verlangen das höhere Lenkungssystem beeinflusst und wir eine Antwort von diesem System erhalten.

Es gibt spezielle Pausen, die für Monate oder sogar länger anhalten können. Die Hauptsache ist es, nicht zu verzweifeln und zu verstehen, dass wir in dieser Welt keine andere Möglichkeit haben. Es liegt an dem Mensch, es zu versuchen und dies jetzt zu tun, sonst wird er es zukünftig bereuen.

Es werden Jahre vergehen, dann muss er in dieses Leben zurückkehren, in diese Welt, in der es nichts Gutes gibt. Es liegt an ihm, wiedergeboren zu werden und das zu tolerieren, bis er in der Zukunft einen Zustand erreicht, in dem ihm die Korrektur von selbst gelingt.
Aus dem russischen Kabbalaunterricht

8/5/16

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Woher bekommt man ein Verlangen nach Spiritualität?

Frage: Was kann man tun, wenn es kein Verlangen danach gibt, die Weisheit der Kabbala zu studieren und sich nach vielen Jahren des Studiums einer Gruppe anzuschließen? Zuerst scheint es so, als hätte ich den „Stein der Weisen“ gefunden und mein ganzer Lebenssinn bestünde aus der Weisheit der Kabbala.

Antwort: Solange dein Ego daran interessiert war, die Weisheit der Kabbala zu studieren, bist du zum Studium gerannt und hast die Methode gelernt. Das war sehr gut für dich. Aber heute will dein Ego etwas anderes, und es ist bereit, das Studium zu verlassen. Glaubst du wirklich, dass du auf diese Weise die Weisheit der Kabbala systematisch lernen und ernsthaft verstehen kannst? Und das gilt auch für jede andere Wissenschaft. Wie könntest du das schaffen? Dir wurde die Gelegenheit gegeben, zu verstehen und zu wissen, wie die Welt, in der du lebst, aufgebaut ist, wie du sie in einen Garten Eden verwandeln kannst! Das tust du für dich persönlich. Möchtest du das? Dann mach weiter. Nein? Leider kann ich dir kein Verlangen geben.

Ich kann dir nur einen Ratschlag geben: du musst das eine gegen das andere ausspielen. Gebt euch gegenseitig Beispiele für euren größten Wunsch. Du musst erkennen, wie wichtig es für dich ist, den Sinn des Lebens zu entdecken, seine Absicht und seine Geheimnisse!

Zögere nicht, sondern sei dir sicher, dass du verstehst! Das ist eine große Wahrheit! Darin schlummert eine Eigenschaft, die so wichtig für die Welt ist, um Ausgewogenheit und eine gute Zukunft für dich und deine Kinder zu erreichen. Dazu muss man sagen, dass du in die wichtigste, interessanteste und geheime Weisheit involviert bist, die dir nach und nach enthüllt wird. Hast du die Geduld verloren? Du musst sie von der Umgebung bekommen.

Es heißt „kauf dir einen Freund“ (Pirkei Awot 1:6). Wenn du in einer guten und passenden Beziehung zu ihm stehst, kannst du seine Wünsche von ihm erhalten und mit dem Studium fortfahren. Du brauchst nichts weiter. Du wirst anfangen, in der Verbindung zwischen euch die Höhere Welt zu enthüllen, und dort wirst du allmählich feststellen, wie mehr und  mehr zukünftige Handlungen und Ereignisse in unserer Welt in dir geboren werden, wie aus einem gesunden Lebensquell. Dort wirst du dich selbst und deine Freunde in einem vollkommenen Zustand sehen.
Aus der russischen Kabbalalektion 5/8/16

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Sammle die Teile der kollektiven Seele

Frage: Warum spüre ich eine Verbindung mit der gesamten Welt Seele, mit Menschen, die ich nicht kenne, wenn ich in einem Kreis in einer Gruppe von zehn in einem Workshop arbeite?

Antwort: Der Schöpfer erschuf ein großes Verlangen und zerbrach es dann in viele Teile. Mit anderen Worten, das einzige erschaffene Verlangen wurde unter dem Einfluss, welches die Sünde Adams (da Adam den Egoismus in dieses Verlangen miteinbezog) in Milliarden Fragmente zerschmettert. Als Ergebnis endete die Verbindung zwischen den Teilen der allgemeinen Wünsche und jeder persönliche Wunsch führte dazu, dass auch alle Empfindungen zu den anderen erloschen. Um genauer zu sein, man spürte das, nutzte es aber nur zum eigenen Vorteil. Der allgemeine Wunsch zu empfangen heißt „Adam“ oder „Adam HaRishon“(der erste Mensch) oder die „Seele“. Nach der Shvira (Zerbrechen der Seelen) teilte sich die kollektive Seele in eine Vielzahl von einzelnen Seelen. Schließlich fielen die einzelnen Seelen noch tiefer. In jeder Einzelnen von ihnen verblieb ein kleiner Punkt, der „Keter“ genannt wird und der Beginn der zukünftigen Seele ist. Diese Punkte oder Funken, die unzerbrochen blieben, ziehen uns in Richtung der Wiederverbindung, um den Schöpfer zu entdecken.

Sobald si erneut in uns entflammen, sehnen wir uns danach, das gesamte System des Schöpfers zu entdecken. Dies offenbart sich als Verlangen in uns, den Sinn des Lebens zu erreichen und uns in eine Gruppe zu begeben.

Eine Gruppe ist ein bestimmter Teil aller einzelnen Seelen, die jetzt die Korrektur erreichen müssen. Die Menschen versammeln sich einer Gruppe, ohne sich zu kennen. Sie fangen in einer Zehnergruppe zu arbeiten an und formen die Gruppe zu einer Einheit, zu einem gemeinsamen Ganzen um. In dem Moment, indem sie das erreichen, spüren sie unverzüglich den Schöpfer.

Genau das müssen wir tun. Überall, wo auch immer, müssen wir Freunde finden, mit denen wir gemeinsam die gesamte Methode der Weisheit der Kabbala lernen können. Dann werden wir die höhere Welt spüren. Das bedeutet, dass wir die Verbindung zwischen uns, den 10 Sefirot, einem Parzuf oder einer Seele wieder herstellen. Durch diese Struktur werden wir die höhere Welt deutlicher wahrnehmen können. „Seele“, „Höhere Welt“ und „Schöpfer“ ist das Gleiche; es hängt davon ab, wie wir diese Enthüllung überprüfen.

Aus dem russischen Kabbalaunterricht vom 8/5/16

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Arbeit im Zehner

Frage: Ich bin jetzt in einem virtuellen Zehner, der aus Frauen aus verschiedenen Zeitzonen besteht. Wir haben dabei aber sehr große Zeitunterschiede. Was sollen wir tun?

Antwort: Die Frau ist von jeglichem Unterricht, der mit der Zeit verbunden sind, befreit! Sie kann ruhig selbständig studieren, ohne Verbindung zu anderen Frauen. Und wenn sie eine freie Minute hat, kann sie sich mit anderen Frauen unterhalten, entweder auf Sviva Tova oder im Chat oder Skype u. a.

Frage: Ich habe gehört, dass man 6 Minuten stündlich in Gedanken dem Thema Arvut (Bürgschaft zwischen den Freunden) widmen sollte; bei den Frauen wie bei den Männern auch, in einem zeitlichen Abstand. Hat das einen Sinn?

Antwort: Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen, ich habe so etwas nie gesagt. Kein Mann und keine Frau sollen das tun. Sonst werdet ihr euch ständig unter Spannung befinden und schließlich werdet ihr alles hinschmeißen. Dieser Prozess muss harmonisch verlaufen und annehmbar für unser Leben sein. Stellt euch vor, dass der Straßenbahnfahrer seine Bahn jede Stunde für 6 Minuten stoppt; arbeitet er dann spirituell?

Jeder von euch muss die Arbeit in der für ihn passenden Zeit erledigen. Natürlich ist es gut, Schichtarbeit zu leisten, aber versteht bitte, dass ihr euch dabei in einer Anspannung befinden würdet. Das sind enorme mentale Anstrengungen. Und wofür?! Letztendlich führt es zu nervöser Verwirrung und anstatt eines guten Eindrucks von der spirituellen Arbeit werdet ihr die Last der Pflichterfüllung fühlen und euch in einem Zustand der Unruhe befinden. Das darf nicht sein!

Frage: Ich habe gehört, dass die Frauen genau wie die Männer im Zehner nach dem Unterricht und in der anderen Zeitzone die Werke von Rabasch lesen müssen.

Antwort: Trefft euch einmal pro Woche, wenn ihr alle einen freien Tag habt. Ihr fügt damit weder der Familie noch irgendjemandem anderen einen Schaden zu, und dann lest etwas. Macht euch eine Tasse Kaffee in häuslicher Atmosphäre, setzt euch ruhig an den Computer und lest zusammen mit den anderen den Artikel. Das ist Vergnügen und das ist gut.

Frage: Macht es Sinn, sich in gleichen Zeitzonen in den Zehnern zu verbinden?

Antwort: Wenn ihr euch nur am Wochenende trefft und das für euch günstig ist, verbindet euch von mir aus sogar in 10 Zeitzonen. Wenn es nicht möglich ist, tut es nicht. Die spirituelle Arbeit muss besonnen verlaufen! Sie muss systematisch und höchst bequem sein! Das Einzige, was unbequem ist, ist der Ausstieg aus dem Egoismus. Alles andere wird ohne Druck erfolgen. Man kann sich mit anderen auf dem Sofa liegend verbinden, weil wir innere Arbeit leisten. Deswegen macht es keinen Sinn, sich mit den Menschen aus verschiedenen Regionen und Zeitzonen zu verbinden (und dabei Arbeitszeit und Schlafenszeit unberücksichtigt zu lassen). Solch eine Verbindung kann nicht lange funktionieren. Der Mensch wird im Endeffekt abspringen. Die Arbeit in den Zehnern hat damit nichts zu tun.

Für die Zehner ist es genug, sich dreimal pro Woche für 15 Minuten zu treffen. Unsere Zehner in BB treffen sich 10 Minuten lang nach jedem Morgenunterricht und das war’s. Wenn es in eurer Region eine Möglichkeit gibt, sich abends für 10 Minuten zu treffen und etwas zu besprechen, sei es auch virtuell, dann ist das gut und das genügt. Das ist das Leben des Zehner.

Frage: Wir treffen uns aber nicht physisch, wir telefonieren jeden Abend miteinander, lesen den Artikel des Tages und realisieren unsere 6 Minuten. Jeder ist auf der Arbeit und konzentriert sich einfach darauf, dass er an die Zehner denkt. Das beeinträchtigt die Arbeit nicht. Muss man nun auf diese Übung verzichten und das, was Sie uns jetzt gesagt haben, befolgen?

Antwort: Ich kann einem Menschen während seiner Arbeitszeit nicht empfehlen, an etwas anderes zu denken. Ich weiß nicht, was dieser Mensch macht. Es könnte sein, dass er eine komplizierte, gefährliche Arbeit ausübt. Ihr interpretiert alles, was ich euch sage, auf extreme Art und Weise, was weit weg vom gesunden Menschenverstand ist.

Solche Anordnungen, dass der Mensch unter seiner spirituellen Arbeit leiden muss, existieren nicht. Er soll nicht leiden! Das Ziel der Schöpfung ist zu genießen, Genuss zu bereiten – nur im Geben.

Aus dem 6ten Unterricht des Kongresses im Krasnojarsk , 16.06.2013

Eine Weisheit, die Erfolg im Leben garantiert

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit  Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

Zusammenfassung

Frage: Nur zwei Gruppen von Menschen interessieren sich für den Schöpfer: religiöse Menschen oder große Wissenschaftler wie Einstein, die zu erforschen versuchen, ob es eine höhere Kraft gibt und wie sie zu finden ist. Aber die übrigen Menschen interessieren sich überhaupt nicht für den Schöpfer. Wie berührt Er das tägliche Leben eines normalen Menschen?

Antwort: Die Frage hat nichts damit zu tun, ob jemand religiös ist oder nicht. Der einzelne Mensch durchlebt genau so wie die Menschheit als Gesamtes verschiedene Entwicklungsschritte. Wenn er die Gesetze der menschlichen Entwicklung entdeckt, wird er in der Lage sein, ein besseres Leben zu führen.

Wenn er weiß, was ihn in einem oder zwei Tagen erwartet, in welche Richtung sich alles weiter entwickelt, kann er damit besser umgehen. Angenommen, du möchtest wissen, welcher Beruf für deinen Sohn geeignet ist? Alles wird klar sein, wenn du einen Plan hast. Du wirst alles im Voraus wissen, weil du den allgemeinen Plan, nach dem du dich entwickelst,  entdeckst und im Fluss damit bist. Deshalb ist die Enthüllung des Schöpfers für jedermann notwendig. Wir erleben heutzutage so viele Enttäuschungen und Fehlschläge, weil wir blind handeln. Die ganze Menschheit – mit dem ganzen technologischen Fortschritt, den wir haben, mit den Leiden, die wir durchlebt haben, und den bitteren Erfahrungen, die wir angehäuft haben – handelt blind, weil sie den Plan der Natur nicht kennt.

Niemand bittet uns darum, uns vor der höheren Kraft zu beugen wie in der Religion. Wir müssen sie enthüllen und kennenlernen, um unser Leben zu erleichtern und um unsere Kinder auf ein besseres Leben vorzubereiten. Ansonsten wird sich unser Leben von einer Generation zur nächsten zunehmend verschlechtern. Zweifellos wird das Leben unserer Kinder schlechter werden als unseres. Vor fünfzig oder sechzig  Jahren dachten wir, dass das Leben im Laufe der Zeit immer besser werden würde, dass die Menschheit neue Entdeckungen machen und Erfolge erreicht, dass es keine Kriege mehr gibt und dass die Welt ein wunderbarer Platz sein wird. Doch genau das Gegenteil ist der Fall.

Den Schöpfer zu erlangen, heißt, die Natur zu erlangen, den generellen Plan. Das öffnet uns die Augen und erlaubt uns einen Blick auf die Welt, in der wir leben, wer sie lenkt und wir sehen das Netzwerk, in dem wir uns befinden. All das hilft uns, erfolgreicher zu werden, und das braucht die Menschheit heute, weil sie leidet. Wir fühlen, dass wir immer mehr durch globale Bande miteinander verbunden sind, und wir wissen nicht, wie wir uns befreien können. Die EU wird nach all den erfolglosen Vereinigungsversuchen auseinander brechen, aber den betroffenen Ländern wird das schlecht bekommen. Weil sie nicht wissen, wie sie sich auf korrekte Weise vereinigen können, damit es allen gut geht.

Die Weisheit der Kabbala vermittelt uns den Plan, wie wir uns zum Guten miteinander verbinden können. Ich rate jedem, die Kabbala zu studieren. Jeder möchte in seinem Leben erfolgreich sein, und die Weisheit der Kabbala lehrt uns, wie wir das erreichen können. Und es wird ein voller Erfolg sein, ohne jemandem zu schaden oder sich Vorteile auf Kosten der Mitmenschen zu verschaffen.

Das Auserwählte Volk meint die Menschen, die den Plan der Korrektur besitzen, und das müssen wir anerkennen. Wir sind die auserwählten Menschen und müssen die ganze Menschheit in diesen Plan integrieren; und solange wir das nicht tun, wird der Druck auf uns immer größer. Die Weisheit der Kabbala ist für jeden Menschen bestimmt und hat nichts mit Religion zu tun: weder mit dem Judentum, noch mit dem Christentum, dem Islam, und auch nicht mit irgendwelchen östlichen Glaubensrichtungen oder Mystizismus. Es geht nur um die Enthüllung der Höheren Kraft für jedermann.

Dank dieser Enthüllung wird der Mensch in seinem Leben nicht fehlgehen. Darüber hinaus wird er die Höhere Kraft entdecken und realisieren, dass unser Leben nicht zu Ende ist, wenn der Körper stirbt. Der Tod ist nur der Endpunkt einer Existenz, die auf mehrere Dekaden begrenzt ist und Leiden und Kriege durchlebt hat. Der Sinn eines solchen Lebens besteht darin, sich zu Lebzeiten auf die nächste Stufe zu erheben. Das ist keine Stufe der physischen Welt, sondern eine neue Stufe der Wahrnehmung, eine neue Stufe der Empfindung. Wir steigen in eine andere Dimension auf und entdecken neue Horizonte, eine neue Welt.

Dazu lädt die Weisheit der Kabbala jeden ein. Darum geht es bei der Enthüllung der oberen Kraft, der Erlangung des Schöpfers, der Enthüllung der Ewigkeit und der Vollkommenheit der Natur.

Aus KabTV “Neues Leben #485 – Eine Weisheit, die Erfolg im Leben garantiert” 12/28/14

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Die Brücke zwischen Liebe und Hass

Frage: Müsste man unseren Charakter und Eigenschaften ändern, um im Leben glücklicher zu sein?

Meine Antwort: Nein, man sollten nur lernen, sich richtig zu verbinden. In so einer Verbindung wird der Schöpfer offenbart, dabei bleibt jeder wie er ist. Darüber hinaus soll man sich nicht verstümmeln und den Egoismus vernichten wollen. Es genügt, sich über sein eigenes Ego mit den anderen zu verbinden.

Frage: Was ist das für eine Art der Verbindung? Gibt es in unserer Welt ein Beispiel dafür?

Meine Antwort: Nehmen wir an, Sie empfinden Hass dem anderen gegenüber. Und stellen Sie sich vor, dass Sie denjenigen zugleich lieben. Wenn man die beiden Bezugspunkte in der Mitte miteinander verbindet: ich zu dir, du zu mir – dann entsteht das richtige System der Verbindung. Wir berücksichtigen, dass das unsre Natur ist, die wir nicht ändern können, aber wir können eine Brücke der Verbindung  darüber aufbauen. Und je größer die Differenz zwischen dem egoistischen Hass und der altruistischen Liebe ist, desto mehr offenbart man die Kraft des Schöpfers zwischen sich selbst und den anderen.

Frage: Ähnelt diese Verbindung der Beziehung zwischen Eltern und Kindern?

Meine Antwort: Nein, auf keinem Fall. Die Bindung zwischen Eltern und Kindern basiert auf rein tierischer Basis.

Frage: Warum gibt es kein Beispiel für richtige Verbindung?

Meine Antwort: Weil wir noch keine Möglichkeit haben, die beiden Gefühle zu verbinden: Liebe und Hass, parallel. Um dies zu tun, braucht man eine Gruppe von Gleichgesinnten.

Aus dem Unterricht auf Russisch, 1.6.2016   184462

Erfüllung durch Licht

Frage: Welche Alternative, die ein Äquivalent zu Geld wäre, bietet die Kabbala?

Meine Antwort: Die Anstrengung. Geld ist ein Äquivalent zu den Bemühungen, die wir unternehmen. Daher ist alles, was benötigt wird, unser Leben auszubalancieren. Versuchen Sie, sich ein wenig neu zu ordnen, wo Sie weiterhin arbeiten, Beziehungen in der Familie pflegen, alles genauso tun wie sonst, aber ausgeglichener. Versuchen Sie, in diesem Rahmen zu leben und zugleich die Kabbala zu studieren. Und Sie werden sehen, dass sich alles so entwickeln wird, dass Sie genug von allem haben. Die Gedanken über Entbehrungen werden Sie allmählich verlassen; Sie werden sich ganz natürlich beruhigen und von allem genügend haben.

Frage: Man kann für Geld alle weltlichen Vergnügen kaufen. Welche Vergnügen bietet die Kabbala, wenn das Geld einmal verschwunden sein wird und alles allen gehört?

Meine Antwort: Kabbala bietet die größte, ewige und unvergängliche Erfüllung und Genuss, die man mit keinem Geld der Welt kaufen kann. Die Kabbala erhebt den Menschen auf das Niveau der Ewigkeit und Perfektion, jenseits dieses Lebens. Sie ist so konzipiert, dass das Höhere Licht, das durch die Methode, die „Kabbala“ genannt wird, uns erfüllt; und wir brauchen nichts anderes. Auf diese Weise erreichen wir die Erfüllung, die in unserer Wurzel angelegt ist.

Aus der Lektion in Russisch, 03.04.2016

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