Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Das schwierige Leben eines Kabbalisten

Frage: Wie kann ein Kabbalist trotz aller Probleme immer in guter Stimmung sein?

Antwort: Ich werde meine Erfahrungen mit Ihnen teilen. Ich bin sehr beschäftigt und ich versuche auch, immer beschäftigt zu sein. Ich stehe früh auf, manchmal um Mitternacht. Morgens gebe ich von 3 bis 6 Uhr Kabbala-Unterrichte. Nach der Lektion gehe ich mit meiner Frau spazieren, frühstücke und schlafe für eine Stunde.

Wenn ich aufstehe, arbeite ich am Computer. Anschließend werden von 10- 11 Uhr Videofilme gedreht, es geht weiter bis zum Abend mit Pausen und Treffen zwischendurch. Des Weiteren muss ich Artikel schreiben, meinen Blog verwalten und Präsentationen vorbereiten. Genauso habe ich auch meine eigenen Studien von Talmud Eser Sefirot, von Baal HaSulam und anderen Büchern, manchmal sehe ich mir auch noch andere Quellen durch.

Auf jeden Fall sehe ich mir die neuesten Nachrichten und einige Kommentare an. Ab und zu sehe ich mir Programme über die Natur an. Mein Zeitplan ist voll.

Frage: Waren Sie jemals traurig? Haben Sie schon einmal geweint?

Antwort: So seltsam es klingen mag, ich bin auch ein Mensch. Ich habe Gefühle, Gedanken, Schwächen und Erfolge, etc..

Ich bin mit vielen Menschen auf der ganzen Welt verbunden, ich mache mir Sorgen um das Schicksal der Welt, obwohl ich es eher als Weg sehe, die höhere Welt zu entdecken. Ich habe die gleichen Gefühle, die Sie haben; glauben Sie nicht, dass ich eine Puppe bin. Sie können nicht sehen, was in mir vor sich geht.

Ich wunderte mich zunächst auch über meinen Lehrer, bis ich ihm näher kam und erkannte, was hinter seiner äußeren Gleichgültigkeit oder Heiterkeit verborgen war. Kabbalisten erleben sehr intensive Auf- und Abstiege. Sie haben sehr emotionale Zeiten, Perioden der Loslösung, das Abreißen von der Welt und den Menschen. Sie offenbaren solch eine Leere des Universums, die sonst kein gewöhnlicher Mensch fühlen kann.

Das bedeutet, dass es Momente gibt, in denen man Verzweiflung empfindet, depressiv wird, als wäre man vom Leben abgetrennt; dies fühlt ein Kabbalist tausendmal stärker und tiefer als die gewöhnlichen Menschen. Er hat jedoch die richtigen Werkzeuge, die ihm helfen, mit diesen Zuständen fertig zu werden, obwohl er sie immer noch hat und fühlt.

Der Egoismus eines Kabbalisten ist viel größer als der des gewöhnlichen Menschen. Es steht geschrieben: „Er, der größer als sein Freund ist, dessen Verlangen ist größer als er“, das bedeutet, je größer ein Mensch ist, um so größer ist sein Egoismus. In der Tat ist ein Kabbalist ein großer Mensch mit großen Unzulänglichkeiten, aber gleichzeitig mit entsprechend großen Vorteilen, was heißt, dass er alles hat.

Aus der russischen Kabbala- Lektion, 9/6/16

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Und ihr sollt euch über alle eure Bestrebungen freuen

In der Tora steht geschrieben: „Und ihr sollt euch über alles, was eure Hände geschafft haben, freuen…“ (Deuteronomium, 12:7).

Die Hände repräsentieren die egoistischen Wünsche eines Menschen, die die ganze Welt besitzen wollen. Wenn wir aber mit unseren egoistischen Händen altruistisch handeln, indem wir altruistische Absichten für unser Handeln schaffen, dann sind wir in der Heiligkeit und können dadurch den Schöpfer (seine Fülle) empfangen. Ihn also wahrnehmen, offenbaren, mit Ihm in Kontakt kommen und durch Annäherung mit Ihm in der Eigenschaft des Gebens verschmelzen.

Es steht geschrieben: „Freut euch in all euren Anstrengungen“, denn „freuen“ ist die Offenbarung des Schöpfers. Wir enthüllen Ihn in unseren korrigierten, richtig angesammelten Wünschen. Der Schöpfer kommt aus dem, was wir zwischen uns und unseren zerbrochenen Teilen zusammensetzen können.

Mit anderen Worten gibt uns die gewisse Beschaffenheit der Verbindung zwischen uns ein entsprechendes Bild des Gebens und der Liebe. Das wird „der Schöpfer“ genannt. Eine andere Beschaffenheit gibt uns ein anderes Bild von Ihm. Daher wird im Buch Sohar und anderen Quellen geschrieben, dass der Schöpfer zwischen uns in unterschiedlicher Gestalt aufgedeckt wird. Diese Bilder sind nicht materiell.

Aus Kab TV „Geheimnisse des ewigen Buches“ 30/6/16

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Kabbala Blitz Tipps

Frage: Wie lernt man, in der Gegenwart zu leben und zu bleiben? Wie kann man den Verstand von dem Schmerz und den Erinnerungen an die Vergangenheit und von der Angst vor der Zukunft befreien?

Meine Antwort: Es bedeutet, dass Sie noch nicht das Höhere Licht durch Ihre Gruppe erhalten haben, sodass Sie keine Verbindung mit dem Schöpfer haben. Sobald Sie einen kleinen Verbindungspunkt mit dem Schöpfer einrichten, werden sofort alle Zweifel verschwinden und keine Fragen über Sie selbst auftauchen. Denn wenn Sie mit der höheren Macht, die alles bestimmt und Sie völlig unter Kontrolle hat, verbunden sind, müssen Sie sie nur mehr wahrnehmen. Sie werden sofort von Ihrem Egoismus befreit. Wir möchten diesen Zustand zuerst erreichen.

Frage: Ist unser Wissen eine Täuschung des Verstandes?

Meine Antwort: Es hängt davon ab, was Sie mit „Wissen“ meinen. Wissen ist, was wir in unsere Welt erkunden und auf den Ergebnissen dieser Forschung basiert, damit wir darin existieren können. Das ist kein Irrtum. Kabbalah begrüßt es.

Frage: Was passiert, wenn man ein Déjà-vu erlebt?

Meine Antwort: Es existieren viele verschiedene Ereignisse, die geschahen, passieren und noch geschehen werden, die auch vorhergesagt werden können. Es gibt nichts in einem Menschen, das umsonst passiert und ohne eigene Reschimot (Spirituelle Gene) bleibt. Deshalb existieren solche Phänomene wie Déjà-vu. Es hängt alles davon ab, in welchen Eigenschaften sie von uns wahrgenommen werden. Es kann sein, dass die spirituellen Gene noch nicht zum Ausdruck gebracht wurden, ihre Form noch nicht gefunden haben, weil der  Schirm fehlt und die Aviut (Stärke des Verlangens), das reflektierte Licht und so weiter genauso fehlen.

Frage: Selbstmitleid – kommt es auch aus dem Egoismus?

Meine Antwort: Selbstmitleid ist der Höhepunkt des Egoismus.

Frage: Was werden Sie tun, wenn Millionen Menschen zur Kabbalah kommen und hunderttausende Fragen gestellt werden?

Meine Antwort: Ich werde genauso vor der Kamera sitzen und in die ganze Welt übertragen. Anstatt zehntausend Studenten hören dann eine Million oder 100 Millionen zu. Das ist nichts Erschreckendes, ich habe keine Angst.

Frage: Warum ist die Gruppe so wichtig?

Meine Antwort: Weil wir in einer Etappe sind, wo wir das Höhere Licht durch die Arbeit der verbundenen Zehner heranziehen können, die zur Vereinigung streben. Das höhere Licht fängt an, durch sie zu leuchten und wird weiter an die ganze Welt übertragen.

Frage: Wie empfindet man das Licht?

Meine Antwort: Das Beste ist ein Gefühl der Verbindung mit dem höheren Sinn und mit der Kraft, die alles abdeckt.

Frage: Nur ewig Lebende können die höhere Welt erreichen. Wenn wir wüssten, dass wir ewig leben würden,  gäbe es dann keine Depression?

Meine Antwort: Was hat es mit dem ewigen Leben zu tun? Was ist die Dimension der Zeit? Der Herzschlag? So was gibt es nicht. Ihr Körper lebt 70-100 Jahre, aber das Leben ist eigentlich ewig, stellt jedoch einen Übergang von einem Zustand zu einem anderen dar. Also, keine Sorge. Es gibt hier keine Wahl.

Aus der Lektion auf  Russisch, 15.05.2016

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Bewusst Mensch sein

Die Wissenschaft der Kabbala ist eine praktische Wissenschaft, die uns ermöglicht, die  Antriebskraft unserer Welt zu begreifen, den inneren Motor, all das, was unser Leben ausmacht, uns entwickelt und  zu einem bestimmten Ziel führt. Um zu verstehen, wie man lebt, wo wir sind, worin der Sinn des Lebens besteht, müssen wir dieses Programm offenbaren.

Wie Baal HaSulam schreibt, haben wir uns in dieser Welt verirrt. Als Ergebnis der persönlichen Entwicklung, die wir uns selbst ausgesucht haben, kamen wir in eine korrekt geplanten, Sackgasse, aus der wir jetzt entkommen müssen.

Die Weisheit der Kabbala bietet uns einen Weg aus der Sackgasse. Entweder wie bisher auf die gleiche Art und Weise weitermachen und aus eigenen Fehlern so lange lernen, bis man ans Ziel gelangt. Oder man wendet die Methode der Kabbala an und beginnt jetzt schon den Plan der Schöpfung zu begreifen, die Kraft, die unsere Welt lenkt,  die in jedem Augenblick des Lebens die Zukunft der Menschen bestimmt und unsere Gedanken, Verlangen und Entscheidungen formt.

Wir müssen diese Höhere Kraft erforschen, die alles beinhaltet: jeden von uns und alles in Eine; sie zu verstehen und zu sehen, was der freie Wille bedeutet und ob wir überhaupt einen haben; oder sind wir wie Tiere, die durch Instinkte, Freude oder Strafe angetrieben  werden?

Es gibt nichts anderes, aber wir verstehen es nicht, und es scheint uns, als hätten wir die freie Wahl: ich wähle selbst und treffe selbst Entscheidungen. Wir verstehen nicht, dass wir von inneren Kräften der Natur gelenkt werden, und nur sie entscheiden alles.

Kabbala spricht über die verschiedenen Entwicklungsstufen, von der unbelebten bis zur pflanzlichen und tierischen, die wir innerhalb von Milliarden Jahren durchgelaufen sind. Und jetzt stehen wir vor der nächsten Stufe, wo wir die freie Wahl haben, sie zu erklimmen, ohne dass uns das Leid dazu zwingt.

Wir sollten uns wünschen, bewusster zu sein. Und das ist nicht einfach. Jeder von uns will in jedem Augenblick der Realität entfliehen, die Augen verschließen, sich entspannen, und gar nicht darüber nachdenken, was geschieht. Es ist einfacher und leichter. Aber das Leben zwingt uns dazu, dass wir uns selbst und auch unweigerlich unsere Gesellschafft weiter entwickeln.

Ob wir es nun wollen oder nicht, bekommen wir schwerwiegende Probleme, mit denen wir uns bewusster auseinandersetzen müssen, und nicht die Augen verschließen, wie ein Kind, als wäre nichts geschehen. Das ist unmöglich.

Kabbala bietet uns die Möglichkeit, das Problem des Lebens bewusst zu lösen, auf die nächste Entwicklungsstufe zu gelangen, die Höhere Kraft der Natur und uns selbst zu begreifen.

Kongress in Prag. Lektion Nr.1

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Der neue Präsident, eine neue Welt und neue Werte

Frage: Wie sehen Sie als Kabbalist die aktuelle Situation in der Welt? Sie sprechen schon die ganze Zeit über große Veränderungen, die auf uns zukommen. Was sind diese Veränderungen?

Meine Antwort: Die Welt befindet sich wirklich in einem ganz besonderen Zustand. Es ist klar, dass sich eine Revolution zusammenbraut. Es ist klar, dass es nicht mit Herrn Trump zu tun hat, er ist nur eine Marionette, die für diese Rolle ausgewählt wurde. Das System bekommt ein leistungsstarkes und sehr wichtiges „Upgrade“.

In der Tat kann man sagen, dass die Welt neue Werte annimmt. Obwohl es allmählich geschieht und noch nicht von den Menschen wahrgenommen wird. Von der Macht des Geldes, das die tragende Säule des Kapitalismus ist, bewegt sich die Welt zu „spirituellen“ Werten. Dies wird auch aufgrund des ideologischen Einfluss auf die Welt, der Expansion des Islam unterstützt. Denn die Moslems kämpfen nicht um Geld, sondern für ihre Ideologie.

Auf die Welt warten große Veränderungen und der gesamte Prozess wird den sogenannten „Neo-Liberalismus“ begraben. Schließlich hat er keine realistische Grundlage und kein Existenzrecht; er wird völlig künstlich aufrechterhalten. Der Liberalismus brachte uns zu einem Zustand, den die Menschen nicht mehr ertragen können. Einige besitzen irrsinnige Reichtümer, die nicht auf realen Geschäften, sondern auf Betrug an der Börse basieren. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die nichts zum Beißen haben.

Es ist verständlich, dass es unmöglich ist, Fabriken zurück nach Amerika zubringen. In allen entwickelten Ländern gibt es viele Fabrikationsstätten, die nach China und anderen Orten mit billigen Arbeitskräfte transferiert wurden. Dies kann man nicht mehr rückgängig machen, und dazu besteht auch keine Notwendigkeit. Wir können dem amerikanischen Arbeiter nicht den Niedriglohn wie dem Arbeiter in China zahlen.

Man muss auf eine neue spirituelle, menschliche Ebene wechseln. Wir sollten keine Gegenstände, sondern Menschlichkeit produzieren! Schließlich haben wir keinen Mangel an Nahrung oder Bekleidung. Es gäbe genug, um alle Menschen mit dem Notwendigsten zu versorgen. In der Welt besteht eine Überproduktion von Konsumgütern, die eigentlich nahezu wertlos sind.

Wir müssen erkennen, dass für den Wohlstand der Welt nur eine höhere Kraft erforderlich ist. Die Kraft der Verbindung bringt uns zur Ähnlichkeit mit der Natur. Deshalb werden die Menschen, die durch ihre Vereinigung in der Lage sein werden, der Menschheit zu helfen, ähnlich wie Natur zu sein, die Gefragtesten sein. Dies wird der Beruf der Zukunft sein, den die Menschen erlernen müssen. Diese Phase dauert noch Jahre und alle müssen es lernen, Millionen und Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt.

Das ist eine neue Aufgabe für diejenigen, die den Menschen die Kunst der Verbindung beibringen können. Es sollten alle Medien einbezogen werden, weil es ein ganzes System ist. Die Menschen werden es erlernen, und diese Ausbildung wird eine eine Arbeit für den Schöpfer sein, für die wir alle bezahlt mit dem, was wir brauchen, bezahlt werden. Es ist etwa 90% der Weltbevölkerung, die keine Arbeit in der Produktion von Gütern finden werden. Die übrigen 10% der mechanischen Arbeit wird in der Welt irgendwie verteilt.

Trump stellt das Symbol der Veränderung dar, wenn es ihm erlaubt wird. Aber das ist schon eine Charakteristik. Schließlich will er dem Finanz- und Bankensystem die Macht entreissen und sie der Industrie zurückgeben.

Aber die Industrie wird nicht die gleiche bleiben, wie er glaubt: Dass wir wieder anfangen, in Amerika Autos zu bauen und die Schwerindustrie zu fördern. Das wird nicht funktionieren. Sondern es wird eine neue Industrie entstehen: Die Produktion von „Menschen“. Dies ist die aktuelle Tendenz der Entwicklung der Menschheit. Die bestimmt auch die Situation in Europa. Die Europäische Union bricht auseinander. Alle schreien, dass Europa die integrale Verbindung vermittelt.

Aber die Europäische Union war nie eine Vereinigung, geschweige denn integral. Es war ein Zusammenschluss von Banken mit dem Ziel, möglichst hohen Profit einzufahren und über alles zu herrschen. Es gab niemals eine Einheit oder ein vereinigtes Europa. Verbunden sind nur diejenigen, die mit dem Geld spielen. Und so ist es nur zum Besseren, wenn dieses Bündnis auseinanderfallen wird. Europa war nie verbunden, also müssen wir nichts bereuen.

Und nachdem die Europäische Union auseinander gefallen sein wird, woran keinerlei Zweifel mehr besteht, kann man über die echte Verbindung sprechen. Es ist offensichtlich, dass danach dringender Bedarf besteht.

Irgendwann wird es möglich sein, über die Einheit Europas und Vereinigung in einer anderen Form zu sprechen. Aber das erfordert schon eine Ausbildung in Integraler Bildung.

Aus dem Gespräch über die aktuelle Weltlage , 18/11/2016

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Die Jugend in Europa will nicht arbeiten

Kommentar: Immer mehr europäische Jugendliche arbeiten nicht, sie leben lieber von Sozialleistungen. Dies ist vor allem in Italien, Spanien, Zypern und Irland, verbreitet. Man dachte, dass die Wirtschaftskrise ineffiziente Menschen verdrängen würde und dabei die Jungen vorwärts kommen könnten. Sie würden studieren, Karriere machen und ihren Platz einnehmen. Tatsächlich ruht sich die Jugend lieber auf dem Gemeinwohl aus.

Mein Kommentar: Der Grund dafür ist nicht Faulheit an sich. Sie werden faul, da sie keinen Anreiz haben. Alles hängt davon ab, ob es etwas gibt, was ihren Egoismus erhellt. Geld und Karriere bieten einem Mensch keinen Anreiz mehr. Es ist nicht mehr das Bonbon, auf das er wie ein Kind zuläuft.

Frage: Was macht also ein Mensch, der dasitzt und von der Fürsorge lebt?

Antwort: Nichts, er sitzt sein Leben lang von morgens bis abends vor Facebook. Wir sehen, was dort passiert. Was geschieht, wenn das vorüber ist?! Es ist erschreckend, darüber nachzudenken! Wir können uns nur vorstellen, welch tiefer Schrei von Milliarden von Menschen aus der totalen Dunkelheit hervorbrechen wird. Nichts wird sie mehr füllen können.

Ich möchte nicht in dieser Zeit leben. Ein Mensch bewegt sich durch einen Zustand, in dem er nichts hören kann; er muss erkennen, dass er nichts mehr begreift. Er ist in sich selbst gefangen. Er verspürt keinerlei Wünsche. Er ist so ausgelöscht, dass er nicht einmal mehr Geräusche von außen aufnimmt. Unsere Zukunft könnte so dunkel werden.

Bevor dies geschieht, hoffe ich, dass die Menschen damit anfangen, die Weisheit der Kabbala zu studieren und dabei verstehen, dass sie darin den  Sinn des Lebens entdecken. Ich hoffe, dass ich den Nährboden dafür vorbereite, da dies das Heilmittel ist. Es ist wichtig, dass sich die Menschheit auf uns zubewegt. Sie darf sich nicht umdrehen. Sie wird zu uns kommen, am Tor stehen und schreien: „Gib“!

Von KabTV „Nachrichten mit Michael Laitman 5/9/16

(194375)

Wie machen wir den Schöpfer glücklich?

Frage: Wie können wir den Schöpfer glücklich machen, wenn der Schöpfer ein System ist? Es ist wie der Versuch, das Gesetz der Schwerkraft glücklich zu machen.

Antwort: Alles hängt von unserer Einstellung gegenüber dem Schöpfer ab, da wir unsere Gefühle in dieses System einbringen. Wenn wir an einem Computer arbeiten, werden wir manchmal wütend, fluchen und wollen aufhören. Warum? Dies geschieht, da wir unsere Emotionen auf jene Objekte übertragen, die mit diesen Kräften umgehen, mit denen wir interagieren. Das gleiche geschieht mit dem Schöpfer. Der Schöpfer ist vollkommen. Das Vollkommene ändert sich nicht. Er wird nicht von unseren Wünschen beeinflusst und er kann nicht mit uns interagieren, da er vollkommen ist.

Frage: Heißt das, dass wir nur das Gefühl haben, ihn glücklich zu machen?

Antwort: Ja. In unseren korrigierten Gefühlen ist der Schöpfer etwas, das auf mich zutrifft. Wir können behaupten, dass etwas außerhalb von uns existiert und wir für den Schöpfer arbeiten müssen, da wir so die Gesamtheit spüren. Wenn wir ihn erreichen, werden wir verstehen, was in diesen Worten verborgen liegt, was es bedeutet, den Schöpfer Zufriedenheit zu geben und ob dies möglich ist. Das ist es, was uns in der Zukunft erwartet.

Frage: Wenn der Schöpfer die Verbindung zu jedem ist, wie kann dann diese Verbindung glücklich sein?

Antwort: Wenn wir miteinander verbunden sind, entsteht eine Verbindung über und zwischen uns, obwohl sie aus unseren Gefühlen, Gedanken, Absichten und Beziehungen gewebt ist. Diese Verbindung liegt nicht im Individuum. Sie wird durch den Abstand zwischen uns geschaffen, durch dieVerbindung zwischen zwei Menschen. Sie ist nicht in einer bestimmten Person oder in mir, sondern zwischen uns. Die Leere, die in den wechselseitigen Beziehungen offenbart wird, zeigt uns das Bild des Schöpfers.

Aus der russischen Kabbalalektion 19/6/16

(194572)

Der Unterschied zwischen Abstieg und Depression


Frage: Warum werden beim Studium der Kabbala Abstiege als Egoismus bezeichnet, ist das nicht eine gewöhnliche Depression?

Antwort: Es erscheint ihnen so, als wären es Depressionen. Sie erleben ein unbekanntes Gefühl, d.h. sie sind nicht daran interessiert, es zieht sie nicht an, trotzdem ist es keine übliche Depression durch den Mangel am Geschmack für die Welt, sondern ein echtes Eintauchen in die Dunkelheit. Dies ist eine undurchdringliche Dunkelheit, das Gefühl der Abwesenheit von jeglichem Verlangen. In anderen Worten, es wurde Egoismus hinzugefügt.

Der Mensch beginnt sein Leben in der Kabbala mit dem Zustand „Null“, mit dem normalen tierischen Egoismus in dieser Welt. Mit Wünschen nach Nahrung, Sex, Unterhaltung, Geld, Kontrolle und Wissen. Dies ist seine Ausgangsposition (DR). Dann erreicht der Mensch die Weisheit der Kabbala. Er erlebt dabei einen gewissen Aufstieg, er ist in einer Gruppe eingebunden, bereit für alles, das Leben ist wunderbar und alles ist gut. Er hat sich selbst gefunden. Bis dahin war er ein wenig traurig, es fehlte etwas, der Sinn des Lebens usw.. Und hier ist der erste Aufstieg, „Ich habe es gefunden!“

Aber dann fällt er in den entgegengesetzten Zustand, der ihn in einen dunklen Abgrund zieht. Es ist ein Vakuum, das seine Kräfte aussaugt; der Mensch kann kaum seinen Kopf drehen, er kann nicht leben. Es ist so, als hätte man ihm mit einem Staubsack auf den Kopf geschlagen; er fühlt Staub in seinem Kopf und in seinem Herz. Er beginnt Höhen und Tiefen, Höhen und Tiefen zu erleben.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Erreichung der höheren Welt auf dem Fehlen des egoistischen Verlangens basiert. Darum wird die Weisheit der Kabbala auch „die Weisheit des Empfangens“ genannt. Wie kann ich ohne Egoismus etwas empfangen? Wie kann ich ohne Verlangen, ohne einer brennenden Sehnsucht, ein wahrer und gesunder Egoist sein, der die höhere Welt begreifen und erfassen kann?

Ein normaler Mensch möchte essen, sich mit seinem Handy beschäftigen oder sich unterhalten. Es ist nicht möglich, die spirituelle Welt auf diese Weise zu erobern. Dafür braucht man eine andere Waffe, ein riesiges Verlangen. Wenn ich brenne, bin ich zu allem bereit, ich möchte die höhere Welt gewinnen.

So wird der Egoismus dem Zustand des Egoismus 2 hinzugefügt. Dank diesem steige ich auf die 3. Stufe runter. Wegen der 3. Stufe steige ich tiefer zur 4. Stufe, weiter hinunter zur 5. Stufe und wieder weiter hinunter. Nach einer großen Anzahl von Auf- und Abstiegen erreiche ich beispielsweise die 9. Stufe. 

Und wenn ich mich im niedrigsten und unangenehmsten Zustand befinde, erlebe ich Angst, Niedergeschlagenheit und ein Gefühl, dass „der Tod besser ist als dieses Leben.“ Dies ist der Abschied von unserem körperlichen Egoismus, während wir noch am Leben sind.

Wenn ein Mensch eine gewisse Anzahl von Auf- und Abstiegen hinter sich hat, erreicht er den 10. Punkt. Vergleicht man Punkt 9 mit Punkt 10, sehe ich, dass wirklich alles vom Schöpfer kommt. „Es gibt nichts außer Ihm“ und „Er ist gut und Gutes tuend.“ Das wird Glaube über dem Verstand genannt, da Verstand (Wissen) sich innerhalb des Egoismus befindet und Glaube die Eigenschaft des Gebens ist. Das ist das erste Mal, dass ich einen spirituellen Parzuf baue, einen Samentropfen, den Embryo der Seele. Damit beginnt die Geburt der Seele. Wer diese Stufe erreicht, ist schon unterwegs!

Wer sie nicht erreicht hat, kann sagen was er will. Interessanterweise verlassen Menschen, die sich mitten auf dem Weg befinden, aber noch nicht den 10. Punkt erreicht haben, häufig das Studium der Kabbala. Sie verfluchen die Weisheit der Kabbala, mich und unser System. Wir müssen verstehen, dass die spirituelle Welt nicht so ist, wie es uns erscheint; sie wird als Methode, welche in den kabbalistischen Quellen beschrieben wird, wahrgenommen.

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Aus der russischen Kabbalalektion vom 15/5/16

Zum Glauben über dem Verstand


Frage: Ist es möglich, die Frequenz von Aufstiegen und Abstiegen zu erhöhen, um sie zur Lichtgeschwindigkeit und sogar noch darüber hinaus zu beschleunigen?

Meine Antwort: Es gibt keine Grenzen bei Auf- und Abstiegen. Sie sollten eine besondere Intensität in der Frequenz und Größe erreichen. Die Intensität der Auf- und Abstiege hängt von der Größe ab, multipliziert mit der Frequenz. Beide, die Größe und die Frequenz sind wichtig.

Die Größe und die Intensität bewirken beim Menschen die Wahrnehmung, dass alles, was ihm passiert, sogar die niedrigsten Zuständen, tatsächlich vom Schöpfer kommen. 

In diesem Zustand schließt sich der Mensch an den Schöpfer an, und steigt zum ersten Mal auf die Stufe „Glaube über dem Verstand“ auf.

Keter ist der Glaube, und mein Zustand in Malchut ist Wissen.

Aus der russischen Kabbalalektion

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Frühregen und Spätregen

Tora, Deuteronomium 11:13 – 11:15: Werdet ihr nun meine Gebote hören, die ich euch gebiete, dass ihr den Herrn, euren Gott, liebet und ihm dienet von ganzem Herzen und von ganzer Seele, so will ich eurem Land Regen geben zu seiner Zeit, Frühregen und Spätregen, dass du einsammelst dein Getreide, deinen Wein und dein Öl, und will deinem Vieh Gras geben auf deinem Felde, dass ihr esset und satt werdet.

Es gibt den Tag und es gibt die Nacht, und alles beginnt mit der Nacht, wenn neue Möglichkeiten und neue, unkorrigierte, starke Wünsche auftauchen, und wenn die Sonne, das Lebenslicht, verschwindet und der Mensch sich schlafen legt, als wenn er sterben würde, anders gesagt, wenn er sich von der Realität trennt. Dieses allegorische Bild zeigt uns dieselben Dinge, die in den Jahreszeiten der Natur geschehen, und in unserer Lebenszeit: Geburt, starke Entwicklungsjahre und dann der graduelle Abstieg. Dasselbe passiert auch auf unseren spirituellen Stufen.

Deshalb steigen wir zu ihnen auf, nehmen uns selbst darin wahr, und steigen wieder ab, um zur nächsten Stufe aufzusteigen. Wir sehen  die Kontinuität nicht in unserem Leben, außer dem Wechsel der vier Jahreszeiten, aber wir sehen diese Stufen im spirituellen Leben.

Alles kommt von den fünf Stufen der Emanation des Oberen Lichtes. Die erste Stufe ist die Krone oder Wurzelphase, gefolgt von den vier weiteren Phasen. Im materiellen Leben gibt es den Wechsel der vier Jahreszeiten gemäß den oberen Wurzeln, einem höheren Niveau. Dasselbe passiert mit dem spirituellen Leben; es gibt vier Phasen der Umsetzung auf jeder spirituellen Stufe. „Frühregen und Spätregen“ (hebräisch: yore ve malchosh) bezeichnen den Anfang und das Ende.

Yore ist der Frühregen, malchosh ist der Spätregen, alle Regen dazwischen regnen zu ihrer Zeit. Dann kommt der heiße Sommer und alles trocknet aus. So muss es in der Natur sein. Schließlich ist diese Periode notwendig für eine Erneuerung.

Wenn jedoch ein Mensch in diesen Phasen korrekt lebt, fühlt er keine besondere Abhängigkeit von Winter, Frühling, Herbst oder Sommer. Er fühlt sich in allen Phasen gut und er hat immer von allem genug. Er versteht, dass dieser Zyklus notwendig ist, damit wir uns durch Wechsel und progressive Bewegungen weiter entwickeln. So wie sich die Planeten um die Sonne drehen, so müssen wir um die Realisierung unserer Reshimot kreisen, und so steigen wir auf.

Deshalb brauchen wir den Frühregen, den Spätregen und die Verbindung zwischen ihnen während des Winters oder Sommers, um das Licht von Chassadim (unsere Verlangen) auf unserer Erde anzuziehen und zu korrigieren und um das Licht von Chochma anzuziehen.

Aus KabTV’s “Geheimnisse des Ewigen Buches” 6/15/16

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