Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Sammle die Teile der kollektiven Seele

Frage: Warum spüre ich eine Verbindung mit der gesamten Welt Seele, mit Menschen, die ich nicht kenne, wenn ich in einem Kreis in einer Gruppe von zehn in einem Workshop arbeite?

Antwort: Der Schöpfer erschuf ein großes Verlangen und zerbrach es dann in viele Teile. Mit anderen Worten, das einzige erschaffene Verlangen wurde unter dem Einfluss, welches die Sünde Adams (da Adam den Egoismus in dieses Verlangen miteinbezog) in Milliarden Fragmente zerschmettert. Als Ergebnis endete die Verbindung zwischen den Teilen der allgemeinen Wünsche und jeder persönliche Wunsch führte dazu, dass auch alle Empfindungen zu den anderen erloschen. Um genauer zu sein, man spürte das, nutzte es aber nur zum eigenen Vorteil. Der allgemeine Wunsch zu empfangen heißt „Adam“ oder „Adam HaRishon“(der erste Mensch) oder die „Seele“. Nach der Shvira (Zerbrechen der Seelen) teilte sich die kollektive Seele in eine Vielzahl von einzelnen Seelen. Schließlich fielen die einzelnen Seelen noch tiefer. In jeder Einzelnen von ihnen verblieb ein kleiner Punkt, der „Keter“ genannt wird und der Beginn der zukünftigen Seele ist. Diese Punkte oder Funken, die unzerbrochen blieben, ziehen uns in Richtung der Wiederverbindung, um den Schöpfer zu entdecken.

Sobald si erneut in uns entflammen, sehnen wir uns danach, das gesamte System des Schöpfers zu entdecken. Dies offenbart sich als Verlangen in uns, den Sinn des Lebens zu erreichen und uns in eine Gruppe zu begeben.

Eine Gruppe ist ein bestimmter Teil aller einzelnen Seelen, die jetzt die Korrektur erreichen müssen. Die Menschen versammeln sich einer Gruppe, ohne sich zu kennen. Sie fangen in einer Zehnergruppe zu arbeiten an und formen die Gruppe zu einer Einheit, zu einem gemeinsamen Ganzen um. In dem Moment, indem sie das erreichen, spüren sie unverzüglich den Schöpfer.

Genau das müssen wir tun. Überall, wo auch immer, müssen wir Freunde finden, mit denen wir gemeinsam die gesamte Methode der Weisheit der Kabbala lernen können. Dann werden wir die höhere Welt spüren. Das bedeutet, dass wir die Verbindung zwischen uns, den 10 Sefirot, einem Parzuf oder einer Seele wieder herstellen. Durch diese Struktur werden wir die höhere Welt deutlicher wahrnehmen können. „Seele“, „Höhere Welt“ und „Schöpfer“ ist das Gleiche; es hängt davon ab, wie wir diese Enthüllung überprüfen.

Aus dem russischen Kabbalaunterricht vom 8/5/16

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Arbeit im Zehner

Frage: Ich bin jetzt in einem virtuellen Zehner, der aus Frauen aus verschiedenen Zeitzonen besteht. Wir haben dabei aber sehr große Zeitunterschiede. Was sollen wir tun?

Antwort: Die Frau ist von jeglichem Unterricht, der mit der Zeit verbunden sind, befreit! Sie kann ruhig selbständig studieren, ohne Verbindung zu anderen Frauen. Und wenn sie eine freie Minute hat, kann sie sich mit anderen Frauen unterhalten, entweder auf Sviva Tova oder im Chat oder Skype u. a.

Frage: Ich habe gehört, dass man 6 Minuten stündlich in Gedanken dem Thema Arvut (Bürgschaft zwischen den Freunden) widmen sollte; bei den Frauen wie bei den Männern auch, in einem zeitlichen Abstand. Hat das einen Sinn?

Antwort: Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen, ich habe so etwas nie gesagt. Kein Mann und keine Frau sollen das tun. Sonst werdet ihr euch ständig unter Spannung befinden und schließlich werdet ihr alles hinschmeißen. Dieser Prozess muss harmonisch verlaufen und annehmbar für unser Leben sein. Stellt euch vor, dass der Straßenbahnfahrer seine Bahn jede Stunde für 6 Minuten stoppt; arbeitet er dann spirituell?

Jeder von euch muss die Arbeit in der für ihn passenden Zeit erledigen. Natürlich ist es gut, Schichtarbeit zu leisten, aber versteht bitte, dass ihr euch dabei in einer Anspannung befinden würdet. Das sind enorme mentale Anstrengungen. Und wofür?! Letztendlich führt es zu nervöser Verwirrung und anstatt eines guten Eindrucks von der spirituellen Arbeit werdet ihr die Last der Pflichterfüllung fühlen und euch in einem Zustand der Unruhe befinden. Das darf nicht sein!

Frage: Ich habe gehört, dass die Frauen genau wie die Männer im Zehner nach dem Unterricht und in der anderen Zeitzone die Werke von Rabasch lesen müssen.

Antwort: Trefft euch einmal pro Woche, wenn ihr alle einen freien Tag habt. Ihr fügt damit weder der Familie noch irgendjemandem anderen einen Schaden zu, und dann lest etwas. Macht euch eine Tasse Kaffee in häuslicher Atmosphäre, setzt euch ruhig an den Computer und lest zusammen mit den anderen den Artikel. Das ist Vergnügen und das ist gut.

Frage: Macht es Sinn, sich in gleichen Zeitzonen in den Zehnern zu verbinden?

Antwort: Wenn ihr euch nur am Wochenende trefft und das für euch günstig ist, verbindet euch von mir aus sogar in 10 Zeitzonen. Wenn es nicht möglich ist, tut es nicht. Die spirituelle Arbeit muss besonnen verlaufen! Sie muss systematisch und höchst bequem sein! Das Einzige, was unbequem ist, ist der Ausstieg aus dem Egoismus. Alles andere wird ohne Druck erfolgen. Man kann sich mit anderen auf dem Sofa liegend verbinden, weil wir innere Arbeit leisten. Deswegen macht es keinen Sinn, sich mit den Menschen aus verschiedenen Regionen und Zeitzonen zu verbinden (und dabei Arbeitszeit und Schlafenszeit unberücksichtigt zu lassen). Solch eine Verbindung kann nicht lange funktionieren. Der Mensch wird im Endeffekt abspringen. Die Arbeit in den Zehnern hat damit nichts zu tun.

Für die Zehner ist es genug, sich dreimal pro Woche für 15 Minuten zu treffen. Unsere Zehner in BB treffen sich 10 Minuten lang nach jedem Morgenunterricht und das war’s. Wenn es in eurer Region eine Möglichkeit gibt, sich abends für 10 Minuten zu treffen und etwas zu besprechen, sei es auch virtuell, dann ist das gut und das genügt. Das ist das Leben des Zehner.

Frage: Wir treffen uns aber nicht physisch, wir telefonieren jeden Abend miteinander, lesen den Artikel des Tages und realisieren unsere 6 Minuten. Jeder ist auf der Arbeit und konzentriert sich einfach darauf, dass er an die Zehner denkt. Das beeinträchtigt die Arbeit nicht. Muss man nun auf diese Übung verzichten und das, was Sie uns jetzt gesagt haben, befolgen?

Antwort: Ich kann einem Menschen während seiner Arbeitszeit nicht empfehlen, an etwas anderes zu denken. Ich weiß nicht, was dieser Mensch macht. Es könnte sein, dass er eine komplizierte, gefährliche Arbeit ausübt. Ihr interpretiert alles, was ich euch sage, auf extreme Art und Weise, was weit weg vom gesunden Menschenverstand ist.

Solche Anordnungen, dass der Mensch unter seiner spirituellen Arbeit leiden muss, existieren nicht. Er soll nicht leiden! Das Ziel der Schöpfung ist zu genießen, Genuss zu bereiten – nur im Geben.

Aus dem 6ten Unterricht des Kongresses im Krasnojarsk , 16.06.2013

Eine Weisheit, die Erfolg im Leben garantiert

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit  Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

Zusammenfassung

Frage: Nur zwei Gruppen von Menschen interessieren sich für den Schöpfer: religiöse Menschen oder große Wissenschaftler wie Einstein, die zu erforschen versuchen, ob es eine höhere Kraft gibt und wie sie zu finden ist. Aber die übrigen Menschen interessieren sich überhaupt nicht für den Schöpfer. Wie berührt Er das tägliche Leben eines normalen Menschen?

Antwort: Die Frage hat nichts damit zu tun, ob jemand religiös ist oder nicht. Der einzelne Mensch durchlebt genau so wie die Menschheit als Gesamtes verschiedene Entwicklungsschritte. Wenn er die Gesetze der menschlichen Entwicklung entdeckt, wird er in der Lage sein, ein besseres Leben zu führen.

Wenn er weiß, was ihn in einem oder zwei Tagen erwartet, in welche Richtung sich alles weiter entwickelt, kann er damit besser umgehen. Angenommen, du möchtest wissen, welcher Beruf für deinen Sohn geeignet ist? Alles wird klar sein, wenn du einen Plan hast. Du wirst alles im Voraus wissen, weil du den allgemeinen Plan, nach dem du dich entwickelst,  entdeckst und im Fluss damit bist. Deshalb ist die Enthüllung des Schöpfers für jedermann notwendig. Wir erleben heutzutage so viele Enttäuschungen und Fehlschläge, weil wir blind handeln. Die ganze Menschheit – mit dem ganzen technologischen Fortschritt, den wir haben, mit den Leiden, die wir durchlebt haben, und den bitteren Erfahrungen, die wir angehäuft haben – handelt blind, weil sie den Plan der Natur nicht kennt.

Niemand bittet uns darum, uns vor der höheren Kraft zu beugen wie in der Religion. Wir müssen sie enthüllen und kennenlernen, um unser Leben zu erleichtern und um unsere Kinder auf ein besseres Leben vorzubereiten. Ansonsten wird sich unser Leben von einer Generation zur nächsten zunehmend verschlechtern. Zweifellos wird das Leben unserer Kinder schlechter werden als unseres. Vor fünfzig oder sechzig  Jahren dachten wir, dass das Leben im Laufe der Zeit immer besser werden würde, dass die Menschheit neue Entdeckungen machen und Erfolge erreicht, dass es keine Kriege mehr gibt und dass die Welt ein wunderbarer Platz sein wird. Doch genau das Gegenteil ist der Fall.

Den Schöpfer zu erlangen, heißt, die Natur zu erlangen, den generellen Plan. Das öffnet uns die Augen und erlaubt uns einen Blick auf die Welt, in der wir leben, wer sie lenkt und wir sehen das Netzwerk, in dem wir uns befinden. All das hilft uns, erfolgreicher zu werden, und das braucht die Menschheit heute, weil sie leidet. Wir fühlen, dass wir immer mehr durch globale Bande miteinander verbunden sind, und wir wissen nicht, wie wir uns befreien können. Die EU wird nach all den erfolglosen Vereinigungsversuchen auseinander brechen, aber den betroffenen Ländern wird das schlecht bekommen. Weil sie nicht wissen, wie sie sich auf korrekte Weise vereinigen können, damit es allen gut geht.

Die Weisheit der Kabbala vermittelt uns den Plan, wie wir uns zum Guten miteinander verbinden können. Ich rate jedem, die Kabbala zu studieren. Jeder möchte in seinem Leben erfolgreich sein, und die Weisheit der Kabbala lehrt uns, wie wir das erreichen können. Und es wird ein voller Erfolg sein, ohne jemandem zu schaden oder sich Vorteile auf Kosten der Mitmenschen zu verschaffen.

Das Auserwählte Volk meint die Menschen, die den Plan der Korrektur besitzen, und das müssen wir anerkennen. Wir sind die auserwählten Menschen und müssen die ganze Menschheit in diesen Plan integrieren; und solange wir das nicht tun, wird der Druck auf uns immer größer. Die Weisheit der Kabbala ist für jeden Menschen bestimmt und hat nichts mit Religion zu tun: weder mit dem Judentum, noch mit dem Christentum, dem Islam, und auch nicht mit irgendwelchen östlichen Glaubensrichtungen oder Mystizismus. Es geht nur um die Enthüllung der Höheren Kraft für jedermann.

Dank dieser Enthüllung wird der Mensch in seinem Leben nicht fehlgehen. Darüber hinaus wird er die Höhere Kraft entdecken und realisieren, dass unser Leben nicht zu Ende ist, wenn der Körper stirbt. Der Tod ist nur der Endpunkt einer Existenz, die auf mehrere Dekaden begrenzt ist und Leiden und Kriege durchlebt hat. Der Sinn eines solchen Lebens besteht darin, sich zu Lebzeiten auf die nächste Stufe zu erheben. Das ist keine Stufe der physischen Welt, sondern eine neue Stufe der Wahrnehmung, eine neue Stufe der Empfindung. Wir steigen in eine andere Dimension auf und entdecken neue Horizonte, eine neue Welt.

Dazu lädt die Weisheit der Kabbala jeden ein. Darum geht es bei der Enthüllung der oberen Kraft, der Erlangung des Schöpfers, der Enthüllung der Ewigkeit und der Vollkommenheit der Natur.

Aus KabTV “Neues Leben #485 – Eine Weisheit, die Erfolg im Leben garantiert” 12/28/14

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Die Brücke zwischen Liebe und Hass

Frage: Müsste man unseren Charakter und Eigenschaften ändern, um im Leben glücklicher zu sein?

Meine Antwort: Nein, man sollten nur lernen, sich richtig zu verbinden. In so einer Verbindung wird der Schöpfer offenbart, dabei bleibt jeder wie er ist. Darüber hinaus soll man sich nicht verstümmeln und den Egoismus vernichten wollen. Es genügt, sich über sein eigenes Ego mit den anderen zu verbinden.

Frage: Was ist das für eine Art der Verbindung? Gibt es in unserer Welt ein Beispiel dafür?

Meine Antwort: Nehmen wir an, Sie empfinden Hass dem anderen gegenüber. Und stellen Sie sich vor, dass Sie denjenigen zugleich lieben. Wenn man die beiden Bezugspunkte in der Mitte miteinander verbindet: ich zu dir, du zu mir – dann entsteht das richtige System der Verbindung. Wir berücksichtigen, dass das unsre Natur ist, die wir nicht ändern können, aber wir können eine Brücke der Verbindung  darüber aufbauen. Und je größer die Differenz zwischen dem egoistischen Hass und der altruistischen Liebe ist, desto mehr offenbart man die Kraft des Schöpfers zwischen sich selbst und den anderen.

Frage: Ähnelt diese Verbindung der Beziehung zwischen Eltern und Kindern?

Meine Antwort: Nein, auf keinem Fall. Die Bindung zwischen Eltern und Kindern basiert auf rein tierischer Basis.

Frage: Warum gibt es kein Beispiel für richtige Verbindung?

Meine Antwort: Weil wir noch keine Möglichkeit haben, die beiden Gefühle zu verbinden: Liebe und Hass, parallel. Um dies zu tun, braucht man eine Gruppe von Gleichgesinnten.

Aus dem Unterricht auf Russisch, 1.6.2016   184462

Erfüllung durch Licht

Frage: Welche Alternative, die ein Äquivalent zu Geld wäre, bietet die Kabbala?

Meine Antwort: Die Anstrengung. Geld ist ein Äquivalent zu den Bemühungen, die wir unternehmen. Daher ist alles, was benötigt wird, unser Leben auszubalancieren. Versuchen Sie, sich ein wenig neu zu ordnen, wo Sie weiterhin arbeiten, Beziehungen in der Familie pflegen, alles genauso tun wie sonst, aber ausgeglichener. Versuchen Sie, in diesem Rahmen zu leben und zugleich die Kabbala zu studieren. Und Sie werden sehen, dass sich alles so entwickeln wird, dass Sie genug von allem haben. Die Gedanken über Entbehrungen werden Sie allmählich verlassen; Sie werden sich ganz natürlich beruhigen und von allem genügend haben.

Frage: Man kann für Geld alle weltlichen Vergnügen kaufen. Welche Vergnügen bietet die Kabbala, wenn das Geld einmal verschwunden sein wird und alles allen gehört?

Meine Antwort: Kabbala bietet die größte, ewige und unvergängliche Erfüllung und Genuss, die man mit keinem Geld der Welt kaufen kann. Die Kabbala erhebt den Menschen auf das Niveau der Ewigkeit und Perfektion, jenseits dieses Lebens. Sie ist so konzipiert, dass das Höhere Licht, das durch die Methode, die „Kabbala“ genannt wird, uns erfüllt; und wir brauchen nichts anderes. Auf diese Weise erreichen wir die Erfüllung, die in unserer Wurzel angelegt ist.

Aus der Lektion in Russisch, 03.04.2016

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Kabbala Blitz-Tipps zum Thema Geld

Frage: Wie kann Geld dem Geben gleichen?

Antwort: Es ist nicht das Geld, sondern die Anstrengungen, die gemessen werden.

Geld ist eine Tasche voll Gold oder Silber, die nach ihrer Schwerkraft gemessen und gewogen werden kann und wie viel Macht ich über die Größe der Tasche, aus der ich geben kann, habe. So kann es aus der Sicht der Physik erklärt werden.

Frage: Was ist die spirituelle Wurzel von Schulden?

Antwort: Es ist unsere Schuld an den Schöpfer, die sich auf diese Weise zwischen uns manifestiert.

Frage: Wenn mein Beruf beinhaltet, das Gesetz zu brechen, unterscheidet dann die Weisheit der Kabbala zwischen dem, wie Geld gemacht wird, oder hat Geld keinen Geruch?

Antwort: Geld hat solange keinen Geruch, solange es nicht zum Schaden anderer Menschen verwendet wird.

Frage: Wie soll ich mit jemandem umgehen, der sich von mir Geld geliehen hat, es aber nicht zurückzahlt?

Antwort: Sie haben das Recht, ihr Geld auf die für Sie passende Weise zurückzuverlangen: Sie können vor Gericht gehen oder es anders regeln. Gleichzeitig sollten Sie die wirtschaftliche Situation der Person, die ihnen Geld schuldet, berücksichtigen. Vielleicht kann sie tatsächlich ihre Schulden nicht zurückzahlen. In diesem Fall sollten Sie sie nicht „töten“.

Frage: Ist das Banksystem ein Parasit, der sich von der Gesellschaft ernährt oder kann die Welt davon profitieren?

Antwort: Heute ist es ein sehr großer Parasit, der von der Gesellschaft lebt. Das Banksystem vermittelt grundsätzlich Geld an Orte, die knapp bei Kasse sind. Zum Beispiel durch einen Vermittler, der Zahlungen in der Industrie tätigt etc.. Seit  die Banken nur an sich selbst denken, wurden sie zum Parasiten. Die Banker bekommen hohe Gehälter von dem Geld, das wir in die Banken einzahlen. Sie machen Milliardengewinne mit den Geldern der Öffentlichkeit.

Frage: Geld und Erfolg gehen Hand in Hand. Kann man mit Hilfe der Weisheit der Kabbala erfolgreich sein?

Antwort: Ja, das ist möglich, aber nur, wenn Sie sich ernsthaft bemühen, das höhere Licht durch die Gruppe auf sich zu ziehen. Dann werden Sie sowohl geistig als auch in ihrem körperlichen Leben, glücklich, gesund und erfolgreich sein.

Frage: Wenn ich etwas Geld gefunden habe, muss ich dann die Person suchen, der es gehört?

Antwort: Wenn Sie keine Informationen darüber haben, wem das Geld gehört, dann müssen Sie gemäß der Tora die Person, der das Geld gehört, nicht suchen. Gleichzeitig müssen Sie gemäß der Tora das Geld zur Polizei bringen.

Frage: Gibt es die Verpflichtung für diese Arbeit auch im Leben der Frauen?

Antwort: Heute schon.

Vom russischen Kabbala Unterricht 3/4/16

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Von der physischen Welt in die spirituelle

Wenn ich beginne mit der Gruppe zu arbeiten, bekomme ich nach und nach alle möglichen Probleme. Damit offenbart der Schöpfer mir ein Tätigkeitsfeld, alle Probleme lösen zu können, um Brücken der Liebe zu bauen und um die Bedingungen für seine Offenbarung in der Gruppe zu schaffen.

Auf diese Weise verbinde ich mich mit den anderen Mitgliedern der Gruppe, wie in den Zehn Sefirot, und erschaffe den Raum für die Enthüllung des Schöpfers zwischen uns.Deshalb müssen wir uns ständig gegenseitig daran erinnern, denn der Schöpfer setzt uns regelmäßig in den irdischen Alltag zurück. Von dort müssen wir wieder herausklettern und uns an die spirituelle Umgebung ausrichten, um eine korrekte Darstellung der Situation zu bekommen.

Dies ist unsere ständige Arbeit – uns aus der verwirrten Welt, die der Schöpfer speziell für uns erschafft, zu einem neuen Zustand zu erheben.

Aus dem russischen Unterricht Nr. 4 beim Kongress in Moskau am 03.05.2016

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Die spirituellen Wurzeln der menschlichen Eigenschaften

Frage: Es gibt offene, extrovertierte Menschen auf der Welt und verschlossene, unsoziale und introvertierte Menschen. Wie erklärt das die Kabbala? Aus welchen spirituellen Wurzeln stammt das?

Meine Antwort: Jeder ist anders. Es hängt ab von den Sefirot im allgemeinen Körper des Individuums. Wenn die Sefirot von Chessed und Nezach im Menschen vorherrschen und ihn kontrollieren, dann sind die Sefirot verantwortlich für die Verbreitung und Ausdehnung. Andererseits sind die Sefirot Gwura und Hod Eigenschaften der Introvertiertheit, Wachsamkeit und Verteidigung.

Die Sefira Jessod ist die allgemeine Einheit aller Sefirot. Diese Sefira führt zum korrekten Gebrauch aller Eigenschaften, von beiden, den „Negativen“ und „Positiven“, weil man nicht eine ohne die andere haben kann. Durch ihre gegenseitige Ergänzung wird die Perfektion, die wir erreichen müssen, geboren.

Frage: Befähigt uns ein Aufstieg auf eine höhere Stufe dazu, alle zwischenmenschlichen Beziehungen zu regeln oder nur bis zu einem bestimmten Ausmaß?

Meine Antwort: Ein Aufstieg auf eine höhere Stufe befähigt dich, alle zwischenmenschlichen Beziehungen und alle Beziehungen zum Schöpfer zu regeln.

Aus der russischen Kabbalalektion vom 5/1/16

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Wie wird man gegenüber äußeren Einflüssen unverwundbar?

Frage: Man findet keine Ruhe mehr, nicht mal in der eigenen Wohnung. In der Nachbarschaft wird renoviert, man hört und sieht Geschrei und Streitereien, Trinkerei. Auf der Straße, in Geschäften, an Urlaubsorten überall ist es dasselbe. Wie können wir Kraft, Güte, Freude und Glück empfinden? Wie kann man gegen die äußeren Einflüsse unverwundbar werden? Wie sollen wir weiterleben?!

Meine Antwort: Diese Fragen beantwortet die Wissenschaft der Kabbala: Wir brauchen eine Gesellschaft und eine Atmosphäre, in der man das Herz öffnen kann und man versucht, den anderen zu fühlen und mit ihm zusammenzuarbeiten. Es gibt nichts Schöneres, als wenn Menschen miteinander kommunizieren und sich in Gedanken und Gefühlen verbinden.  Aber wer träumt heute noch davon oder strebt danach?

Nur wenn wir zu dem Punkt gelangen, wo es gar nicht mehr geht, werden wir verstehen, dass es doch anders gehen muss! Und wir werden so eine Umgebung finden, wo wir alle unsere Enttäuschungen realisieren können. Das Ziel dieser Umgebung: Freundschaft, Verständnis, Liebe, gegenseitige Zugeständnisse, innige Verbindung zu einander. Kurz gesagt, all das, was viele Menschen zu Eins macht.

Damit beschäftigt sich die Wissenschaft der Kabbala, denn in der Verbindung zwischen den Menschen offenbart sich der Schöpfer; das ist die Höhere Kraft, die zwischen uns entsteht.

Frage: Wie kann die Kabbala helfen, wenn in der Verbindung zwischen den Menschen negative Gefühle wie Reizbarkeit und Hass entstehen? Kann man dann trotzdem Gefühle, wie Liebe und Freundschaft entwickeln?

Meine Antwort: Man muss trainieren, sich über seine Gefühle zu erheben und Konflikte für den eigenen spirituellen Aufstieg zu nutzen. Dann wird man in der Lage sein, aus allen möglichen positiven oder negativen Gefühlen, die in einem entstehen, eine besondere Verbindung zwischen einem selbst und der Höheren Lenkung aufzubauen.

Es kommt nicht darauf an, über unsere zwischenmenschlichen Beziehungen zu sprechen – obwohl das auch wichtig ist. Aber wir sollten uns nicht nur mit Problemen beschäftigen, denn dann schaffen wir es nicht, uns zu verbinden.

Wir müssen verstehen, dass alles, was in dieser Welt erschaffen wurde, in uns, zwischen uns, außerhalb von uns, nur dazu dient, damit wir auf die höhere Entwicklungsstufe aufsteigen können. Auf die Stufe der Höheren Welt, von welcher aus unsere Welt gelenkt wird.

Unsere Welt befindet sich auf einer niedrigen Ebene und wird von der Höheren Stufe gelenkt.  Wie wir diese Stufe der Höheren Lenkung offenbaren können, das System der Handlungen und wie wir von unserer Stufe aus darauf Einfluss nehmen können – damit beschäftigt sich die Wissenschaft der Kabbala. Und das ist das Wichtigste.

Solange wir das nicht tun, solange wir keinen richtigen Kontakt mit der Höheren Welt haben, wird sie ständig Druck auf uns ausüben: durch Reiz, Ärger und alle möglichen negativen Gefühle. Und wir werden gar nichts dagegen machen können. Kein Coaching, keine Psychoanalyse werden helfen, weil wir alle der Höheren Lenkung unterliegen. Sie lenkt uns und zwingt uns zu Handlungen, damit wir mit ihr in Kontakt treten. Die Verbindung zwischen uns ist nur ein Mittel, um auf die Höhere Stufe aufzusteigen und von dort aus unsere Welt zu korrigieren.

Auf unserer Ebene können wir die Welt nicht ändern! Die Menschheit versucht das bereits seit Jahrtausenden ohne Erfolg.

Aus dem russ. Unterricht

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Zwischen den Atomen

Das österreichische Magazin NZZ veröffentlichte mein Interview mit dem Titel „Zwischen den Atomen“ mit Michael Fleischhacker, Journalist, Moderator, Chefredakteur von NZZ und früherer Chefredakteur von „Die Presse“.

Sie ist eine der ganz alten Weisheitslehren der Menschheit und immer noch voll im Trend: die Kabbala. Einer der prominentesten Vertreter der Kabbala erklärt im Gespräch, warum wir uns ein Instrument bauen müssen, um Gott zu entdecken.

Interview Michael Fleischhacker und Michael Laitman

Michael Fleischhacker Wir haben für dieses Magazin einige österreichische Künstler gebeten, uns ein Bild zu zeichnen. Das Bild sollte zeigen, was auch der Titel des Magazins ist: Mein Gott. Auch Zenita Komad hat ein Bild für uns gezeichnet. Aus diesem Bild lese ich heraus, dass in ihrem Verständnis Gott eigentlich Kommunikation ist, dass Gott nicht dadurch entsteht, dass vereinzelte Atome herumirren – sondern dadurch, dass zwischen diesen Atomen Kommunikation aufgebaut wird, und erst, wenn die hergestellt ist, klärt sich Gott auf oder wird Gott sichtbar, wenn man so will. Teilen Sie diese Sicht?

Michael Laitman Das ist absolut richtig. Ich stimme Zenita zu. Gott ist keine Persönlichkeit, sondern eine Kraft; die allgemeine Kraft, die alle Naturkräfte in sich vereint. Diese Kraft verbindet und beinhaltet die gesamte Schöpfung. Leitet alles, lenkt alles, organisiert alles, ordnet alles. Alles in allem ist sie Energie. Um diese Kraft zu entdecken, müssen wir einen Detektor bauen, wie in unserer Welt, wo man ein Instrument braucht, um etwa eine magnetische oder radioaktive Kraft zu messen. Zum Beispiel spüren wir an uns selbst die Schwerkraft. Eine magnetische Kraft spüren wir nicht, dazu brauchen wir ein Instrument. Genauso ein Instrument müssen wir in uns herstellen, um Gott, diese allgemeine Kraft, zu fühlen und zu entdecken.

Ich stelle mir das gerade sehr technisch-praktisch vor. Wie in einer „Universum“-Sendung, wo der Mensch beginnt, sich so einen Gottesdetektor zu bauen, der etwa aussieht wie die Roboter aus Star Wars?

Ja, genauso ist es, aber im Unterschied dazu muss das im Innersten des Menschen gebaut werden.

Gibt es irgendwo Bauanleitungen dafür, oder muss man das selbst erfinden? Kann man sich das aus dem Internet herunterladen? Anleitungen für das Star-Wars-Lego meines Kindes zum Beispiel kann ich aus dem Internet laden …

Natürlich gibt es die. Darum geht es ja in der Weisheit der Kabbala. 6000 Jahre fast schon spricht sie darüber, wie wir unsere Verbindungen bauen, um die Göttlichkeit zu entdecken. [Rest des Beitrags lesen →]