Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Die Jugend in Europa will nicht arbeiten

Kommentar: Immer mehr europäische Jugendliche arbeiten nicht, sie leben lieber von Sozialleistungen. Dies ist vor allem in Italien, Spanien, Zypern und Irland, verbreitet. Man dachte, dass die Wirtschaftskrise ineffiziente Menschen verdrängen würde und dabei die Jungen vorwärts kommen könnten. Sie würden studieren, Karriere machen und ihren Platz einnehmen. Tatsächlich ruht sich die Jugend lieber auf dem Gemeinwohl aus.

Mein Kommentar: Der Grund dafür ist nicht Faulheit an sich. Sie werden faul, da sie keinen Anreiz haben. Alles hängt davon ab, ob es etwas gibt, was ihren Egoismus erhellt. Geld und Karriere bieten einem Mensch keinen Anreiz mehr. Es ist nicht mehr das Bonbon, auf das er wie ein Kind zuläuft.

Frage: Was macht also ein Mensch, der dasitzt und von der Fürsorge lebt?

Antwort: Nichts, er sitzt sein Leben lang von morgens bis abends vor Facebook. Wir sehen, was dort passiert. Was geschieht, wenn das vorüber ist?! Es ist erschreckend, darüber nachzudenken! Wir können uns nur vorstellen, welch tiefer Schrei von Milliarden von Menschen aus der totalen Dunkelheit hervorbrechen wird. Nichts wird sie mehr füllen können.

Ich möchte nicht in dieser Zeit leben. Ein Mensch bewegt sich durch einen Zustand, in dem er nichts hören kann; er muss erkennen, dass er nichts mehr begreift. Er ist in sich selbst gefangen. Er verspürt keinerlei Wünsche. Er ist so ausgelöscht, dass er nicht einmal mehr Geräusche von außen aufnimmt. Unsere Zukunft könnte so dunkel werden.

Bevor dies geschieht, hoffe ich, dass die Menschen damit anfangen, die Weisheit der Kabbala zu studieren und dabei verstehen, dass sie darin den  Sinn des Lebens entdecken. Ich hoffe, dass ich den Nährboden dafür vorbereite, da dies das Heilmittel ist. Es ist wichtig, dass sich die Menschheit auf uns zubewegt. Sie darf sich nicht umdrehen. Sie wird zu uns kommen, am Tor stehen und schreien: „Gib“!

Von KabTV „Nachrichten mit Michael Laitman 5/9/16

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Wie machen wir den Schöpfer glücklich?

Frage: Wie können wir den Schöpfer glücklich machen, wenn der Schöpfer ein System ist? Es ist wie der Versuch, das Gesetz der Schwerkraft glücklich zu machen.

Antwort: Alles hängt von unserer Einstellung gegenüber dem Schöpfer ab, da wir unsere Gefühle in dieses System einbringen. Wenn wir an einem Computer arbeiten, werden wir manchmal wütend, fluchen und wollen aufhören. Warum? Dies geschieht, da wir unsere Emotionen auf jene Objekte übertragen, die mit diesen Kräften umgehen, mit denen wir interagieren. Das gleiche geschieht mit dem Schöpfer. Der Schöpfer ist vollkommen. Das Vollkommene ändert sich nicht. Er wird nicht von unseren Wünschen beeinflusst und er kann nicht mit uns interagieren, da er vollkommen ist.

Frage: Heißt das, dass wir nur das Gefühl haben, ihn glücklich zu machen?

Antwort: Ja. In unseren korrigierten Gefühlen ist der Schöpfer etwas, das auf mich zutrifft. Wir können behaupten, dass etwas außerhalb von uns existiert und wir für den Schöpfer arbeiten müssen, da wir so die Gesamtheit spüren. Wenn wir ihn erreichen, werden wir verstehen, was in diesen Worten verborgen liegt, was es bedeutet, den Schöpfer Zufriedenheit zu geben und ob dies möglich ist. Das ist es, was uns in der Zukunft erwartet.

Frage: Wenn der Schöpfer die Verbindung zu jedem ist, wie kann dann diese Verbindung glücklich sein?

Antwort: Wenn wir miteinander verbunden sind, entsteht eine Verbindung über und zwischen uns, obwohl sie aus unseren Gefühlen, Gedanken, Absichten und Beziehungen gewebt ist. Diese Verbindung liegt nicht im Individuum. Sie wird durch den Abstand zwischen uns geschaffen, durch dieVerbindung zwischen zwei Menschen. Sie ist nicht in einer bestimmten Person oder in mir, sondern zwischen uns. Die Leere, die in den wechselseitigen Beziehungen offenbart wird, zeigt uns das Bild des Schöpfers.

Aus der russischen Kabbalalektion 19/6/16

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Der Unterschied zwischen Abstieg und Depression


Frage: Warum werden beim Studium der Kabbala Abstiege als Egoismus bezeichnet, ist das nicht eine gewöhnliche Depression?

Antwort: Es erscheint ihnen so, als wären es Depressionen. Sie erleben ein unbekanntes Gefühl, d.h. sie sind nicht daran interessiert, es zieht sie nicht an, trotzdem ist es keine übliche Depression durch den Mangel am Geschmack für die Welt, sondern ein echtes Eintauchen in die Dunkelheit. Dies ist eine undurchdringliche Dunkelheit, das Gefühl der Abwesenheit von jeglichem Verlangen. In anderen Worten, es wurde Egoismus hinzugefügt.

Der Mensch beginnt sein Leben in der Kabbala mit dem Zustand „Null“, mit dem normalen tierischen Egoismus in dieser Welt. Mit Wünschen nach Nahrung, Sex, Unterhaltung, Geld, Kontrolle und Wissen. Dies ist seine Ausgangsposition (DR). Dann erreicht der Mensch die Weisheit der Kabbala. Er erlebt dabei einen gewissen Aufstieg, er ist in einer Gruppe eingebunden, bereit für alles, das Leben ist wunderbar und alles ist gut. Er hat sich selbst gefunden. Bis dahin war er ein wenig traurig, es fehlte etwas, der Sinn des Lebens usw.. Und hier ist der erste Aufstieg, „Ich habe es gefunden!“

Aber dann fällt er in den entgegengesetzten Zustand, der ihn in einen dunklen Abgrund zieht. Es ist ein Vakuum, das seine Kräfte aussaugt; der Mensch kann kaum seinen Kopf drehen, er kann nicht leben. Es ist so, als hätte man ihm mit einem Staubsack auf den Kopf geschlagen; er fühlt Staub in seinem Kopf und in seinem Herz. Er beginnt Höhen und Tiefen, Höhen und Tiefen zu erleben.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Erreichung der höheren Welt auf dem Fehlen des egoistischen Verlangens basiert. Darum wird die Weisheit der Kabbala auch „die Weisheit des Empfangens“ genannt. Wie kann ich ohne Egoismus etwas empfangen? Wie kann ich ohne Verlangen, ohne einer brennenden Sehnsucht, ein wahrer und gesunder Egoist sein, der die höhere Welt begreifen und erfassen kann?

Ein normaler Mensch möchte essen, sich mit seinem Handy beschäftigen oder sich unterhalten. Es ist nicht möglich, die spirituelle Welt auf diese Weise zu erobern. Dafür braucht man eine andere Waffe, ein riesiges Verlangen. Wenn ich brenne, bin ich zu allem bereit, ich möchte die höhere Welt gewinnen.

So wird der Egoismus dem Zustand des Egoismus 2 hinzugefügt. Dank diesem steige ich auf die 3. Stufe runter. Wegen der 3. Stufe steige ich tiefer zur 4. Stufe, weiter hinunter zur 5. Stufe und wieder weiter hinunter. Nach einer großen Anzahl von Auf- und Abstiegen erreiche ich beispielsweise die 9. Stufe. 

Und wenn ich mich im niedrigsten und unangenehmsten Zustand befinde, erlebe ich Angst, Niedergeschlagenheit und ein Gefühl, dass „der Tod besser ist als dieses Leben.“ Dies ist der Abschied von unserem körperlichen Egoismus, während wir noch am Leben sind.

Wenn ein Mensch eine gewisse Anzahl von Auf- und Abstiegen hinter sich hat, erreicht er den 10. Punkt. Vergleicht man Punkt 9 mit Punkt 10, sehe ich, dass wirklich alles vom Schöpfer kommt. „Es gibt nichts außer Ihm“ und „Er ist gut und Gutes tuend.“ Das wird Glaube über dem Verstand genannt, da Verstand (Wissen) sich innerhalb des Egoismus befindet und Glaube die Eigenschaft des Gebens ist. Das ist das erste Mal, dass ich einen spirituellen Parzuf baue, einen Samentropfen, den Embryo der Seele. Damit beginnt die Geburt der Seele. Wer diese Stufe erreicht, ist schon unterwegs!

Wer sie nicht erreicht hat, kann sagen was er will. Interessanterweise verlassen Menschen, die sich mitten auf dem Weg befinden, aber noch nicht den 10. Punkt erreicht haben, häufig das Studium der Kabbala. Sie verfluchen die Weisheit der Kabbala, mich und unser System. Wir müssen verstehen, dass die spirituelle Welt nicht so ist, wie es uns erscheint; sie wird als Methode, welche in den kabbalistischen Quellen beschrieben wird, wahrgenommen.

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Aus der russischen Kabbalalektion vom 15/5/16

Zum Glauben über dem Verstand


Frage: Ist es möglich, die Frequenz von Aufstiegen und Abstiegen zu erhöhen, um sie zur Lichtgeschwindigkeit und sogar noch darüber hinaus zu beschleunigen?

Meine Antwort: Es gibt keine Grenzen bei Auf- und Abstiegen. Sie sollten eine besondere Intensität in der Frequenz und Größe erreichen. Die Intensität der Auf- und Abstiege hängt von der Größe ab, multipliziert mit der Frequenz. Beide, die Größe und die Frequenz sind wichtig.

Die Größe und die Intensität bewirken beim Menschen die Wahrnehmung, dass alles, was ihm passiert, sogar die niedrigsten Zuständen, tatsächlich vom Schöpfer kommen. 

In diesem Zustand schließt sich der Mensch an den Schöpfer an, und steigt zum ersten Mal auf die Stufe „Glaube über dem Verstand“ auf.

Keter ist der Glaube, und mein Zustand in Malchut ist Wissen.

Aus der russischen Kabbalalektion

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Frühregen und Spätregen

Tora, Deuteronomium 11:13 – 11:15: Werdet ihr nun meine Gebote hören, die ich euch gebiete, dass ihr den Herrn, euren Gott, liebet und ihm dienet von ganzem Herzen und von ganzer Seele, so will ich eurem Land Regen geben zu seiner Zeit, Frühregen und Spätregen, dass du einsammelst dein Getreide, deinen Wein und dein Öl, und will deinem Vieh Gras geben auf deinem Felde, dass ihr esset und satt werdet.

Es gibt den Tag und es gibt die Nacht, und alles beginnt mit der Nacht, wenn neue Möglichkeiten und neue, unkorrigierte, starke Wünsche auftauchen, und wenn die Sonne, das Lebenslicht, verschwindet und der Mensch sich schlafen legt, als wenn er sterben würde, anders gesagt, wenn er sich von der Realität trennt. Dieses allegorische Bild zeigt uns dieselben Dinge, die in den Jahreszeiten der Natur geschehen, und in unserer Lebenszeit: Geburt, starke Entwicklungsjahre und dann der graduelle Abstieg. Dasselbe passiert auch auf unseren spirituellen Stufen.

Deshalb steigen wir zu ihnen auf, nehmen uns selbst darin wahr, und steigen wieder ab, um zur nächsten Stufe aufzusteigen. Wir sehen  die Kontinuität nicht in unserem Leben, außer dem Wechsel der vier Jahreszeiten, aber wir sehen diese Stufen im spirituellen Leben.

Alles kommt von den fünf Stufen der Emanation des Oberen Lichtes. Die erste Stufe ist die Krone oder Wurzelphase, gefolgt von den vier weiteren Phasen. Im materiellen Leben gibt es den Wechsel der vier Jahreszeiten gemäß den oberen Wurzeln, einem höheren Niveau. Dasselbe passiert mit dem spirituellen Leben; es gibt vier Phasen der Umsetzung auf jeder spirituellen Stufe. „Frühregen und Spätregen“ (hebräisch: yore ve malchosh) bezeichnen den Anfang und das Ende.

Yore ist der Frühregen, malchosh ist der Spätregen, alle Regen dazwischen regnen zu ihrer Zeit. Dann kommt der heiße Sommer und alles trocknet aus. So muss es in der Natur sein. Schließlich ist diese Periode notwendig für eine Erneuerung.

Wenn jedoch ein Mensch in diesen Phasen korrekt lebt, fühlt er keine besondere Abhängigkeit von Winter, Frühling, Herbst oder Sommer. Er fühlt sich in allen Phasen gut und er hat immer von allem genug. Er versteht, dass dieser Zyklus notwendig ist, damit wir uns durch Wechsel und progressive Bewegungen weiter entwickeln. So wie sich die Planeten um die Sonne drehen, so müssen wir um die Realisierung unserer Reshimot kreisen, und so steigen wir auf.

Deshalb brauchen wir den Frühregen, den Spätregen und die Verbindung zwischen ihnen während des Winters oder Sommers, um das Licht von Chassadim (unsere Verlangen) auf unserer Erde anzuziehen und zu korrigieren und um das Licht von Chochma anzuziehen.

Aus KabTV’s “Geheimnisse des Ewigen Buches” 6/15/16

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Die Balance zwischen der inneren Arbeit und der integralen Methodik

Frage: Helfen Sie uns, das Gleichgewicht, die Balance zwischen der inneren Arbeit und der integralen Methodik zu finden, weil oft die Frage aufkommt: „Was ist wichtiger? Womit sollen wir uns beschäftigen?“

Meine Antwort: Das Wichtigste ist, uns mit uns selbst zu beschäftigen. Wenn ihr euch nicht mit euch selbst beschäftigt und all das, was ihr erlebt, nicht wie eine Walze über euch rollen lasst, werdet ihr nichts an die anderen weitergeben können. Die integrale Methodik basiert auf Gefühlen. Mensch bedeutet Verlangen, und Verlangen ist das, was du fühlst.

Deswegen ist es unausweichlich. Ihr müsst in erster Linie daran denken, inwieweit wir vorankommen, inwieweit wir uns verbinden. Vorankommen bedeutet Verbindung. Und das darf auf keinen Fall aus den Augen verloren werden.

Und erst wenn ihr einen bestimmten Abschnitt erreicht habt und Zeit habt, geht ihr an die Öffentlichkeit. Anderenfalls werdet ihr dort nichts erreichen.

Wenn ihr in die Öffentlichkeit geht, ohne euch vorher untereinander verbunden zu haben und ohne zu spüren, dass ihr buchstäblich nicht nur ein Teil sondern eine riesige Gemeinschaft seid, wird es nichts bringen.

Wenn ich vor einem öffentlichen Publikum stehe und spüre, dass ich im Namen der Gruppe spreche, dass in mir ein Gefühl der Gemeinschaftlichkeit, der Abhängigkeit, der Unterstützung entsteht, dass wir alle wie ein Mensch vereint sind, dann nehmen die Menschen plötzlich wahr, dass meine Worte in sie eindringen, und sie verstehen sie mit dem sechsten Sinn.

Deshalb muss es eine eben solche Vorbereitung geben. Wenn du zu einem Vortrag oder einer Veranstaltung gehst, musst du in deinem Inneren eine sehr ernsthafte Vorbereitung durchmachen – nicht allein, sondern mit mehreren Freunden.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 21.10.2012

Es ist schwer, ein Gerechter zu sein

Tora, Deuteronium 11:17  – Und der Zorn des Herrn wird sich über euch entflammen, und Er wird die Himmel verschließen, und es wird keinen Regen geben, und die Erde wird keine Früchte tragen, und ihr werdet alsbald umkommen, hinweg aus dem guten Land, das euch der Herr gegeben hat.

Wenn sich ein Mensch nicht mit der spirituellen Korrektur beschäftigt, fehlt ihm das Licht von Chassadim, Fruchtbarkeit und Regen, und er kann seinen Egoismus nicht korrekt benutzen. Die Sonne brennt so stark, dass sie für ihn nicht zu einem Lebenslicht wird, sondern zu einer versengenden Hitze. Mit so einer Einstellung zum Leben, zur Welt, und zu seiner Mission verkümmert der Mensch ohne Wasser (das Licht von Chassadim). Genau das passiert heutzutage.

Frage: Fühlt man den Zustand, in einer Sackgasse zu sein, auf jeder neuen Stufe?

Meine Antwort: Diese Blockade muss sich für nicht mehr als einen Moment fortsetzen. Aber sie muss vom Menschen begriffen werden, um fortzuschreiten. Es steht geschrieben: „Es gibt keinen Gerechten auf der Welt, der Gutes getan hat ohne vorher zu sündigen“. So stolpert er auf jeder Stufe und schreitet dann voran, er stolpert und schreitet voran. Er passiert den tiefsten Punkt der Verzweiflung, die Erkenntnis des Egoismus, und erst dann beginnt er aufzusteigen.

Außerdem verleugnet er am tiefsten Punkt den Schöpfer vollkommen, er ist mit nichts einverstanden, er taucht in einen extremen Egoismus ein, und er wird zum schlimmsten Gesetzesübertreter. Das bedeutet, er ist dem oberen Zustand der Gerechten vollkommen entgegengesetzt.

Frage: Trifft das nur auf diejenigen zu, die voranschreiten und nicht auf andere, die diesen Punkt nicht erreichen?

Meine Antwort: Natürlich. Normale Leute erfahren keine inneren Zustände. Sie wissen noch nicht mal, in welchen Zuständen sich die Gerechten befinden.

Aus KabTV´s „Geheimnisse des Ewigen Buches“  6/15/16

 

[194779]

Das Paradies in Europa

Meinung: Auf der einen Seite ist der Lebensstandard in Europa ziemlich hoch und sozial abgesichert. Auf der anderen Seite gibt es auf dieser Ebene doch sehr viele Probleme und die Menschen sind mit ihrem Leben unzufrieden. „Es scheint, man hat ein Paradies erschaffen, wo alle leiden.“ Hier gibt es einen Widerspruch.

Meine Antwort: Die Tatsache ist die: Ein Tier kann man füttern, anziehen, schlafen legen. Den Menschen in sich selbst kann man nicht ankleiden, füttern, schlafen legen. So wie ein kleines Kind, das am Abend nicht ins Bett gehen möchte. Er blickt auf sein Leben, sieht keinen Sinn und dass alles schlecht ist. Er verspürt keine Zufriedenheit.

Meinung: Früher war er zufrieden, heute nicht mehr.

Meine Antwort: Der Egoismus ist gewachsen.. Was kann man machen? Die Menschen sind reifer geworden. Lesen Sie Bücher, die vor 50 Jahren geschrieben wurden oder gucken Sie sich alte Filme an. Die sind nicht nur naiv, die sind anders. In der Menschheit gab es riesige Veränderungen! Europa befindet sich in einem Widerspruch zwischen dem materiellen Überfluss und der innerlichen Leere. Das ist das Problem unserer Zeit. Dieses Paradoxon führt zu Depressionen, Alkoholismus, Drogenabhängigkeit usw.

So lange die Menschen nicht den Sinn des Lebens enthüllen, passiert nichts Gutes. Das ist die wichtigste Frage überhaupt. Allerdings ist den meisten Europäern noch nicht ganz klar, warum es ihnen schlecht geht. Doch diese Frage wird in jedem immer deutlicher. Und sie sollten aufschreien: “Wofür ist das alles?“. Die Natur bringt uns zu diesem Schrei. Und dann werden wir ausgerechnet mit Hilfe von Leiden das Verlangen haben, die Natur zu begreifen und den Sinn des Lebens zu offenbaren.

Frage: Also ist es möglich, in das Paradies zurückzukehren, das sie aufgebaut haben?

Meine Antwort: Nein. Während sie ihr bürgerliches Paradies erbaut haben, wuchsen sie innerlich und haben jetzt andere Verlangen. Die alten Verlangen erfüllen sie nicht mehr.

Frage: Es sieht so aus, als wäre das Paradies auf Erden nicht möglich?

Meine Antwort: Nein. Wenn wir die Entwicklung des Menschen und seinen inneren Verlangen stoppen könnten, dann wäre es alle in Ordnung. Aber wir berücksichtigen nur das quantitative Wachstum. Wir geben dem Menschen mehr von dem und dem. Aber er braucht das nicht. Er verlangt nach der höheren Materie. Darum wird der Mensch weitersuchen und immer mehr verlangen, und das ist der Sinn des Lebens.

Aus der Sendung  „Nachrichten mit Michael Laitman“

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Wie beeinflusst die Weisheit der Kabbala das Leben in dieser Welt?

Frage: Wie wird die Weisheit der Kabbala studiert, um einen Einfluss auf das Leben in dieser Welt zu haben?

Antwort: In dem Moment, in dem wir mit dem Studium der Weisheit der Kabbala beginnen, verändert sich das Leben zum Besseren. Es kann lange dauern, bis unser Studium und unser Verlangen das höhere Lenkungssystem beeinflusst und wir eine Antwort von diesem System erhalten.

Es gibt spezielle Pausen, die für Monate oder sogar länger anhalten können. Die Hauptsache ist es, nicht zu verzweifeln und zu verstehen, dass wir in dieser Welt keine andere Möglichkeit haben. Es liegt an dem Mensch, es zu versuchen und dies jetzt zu tun, sonst wird er es zukünftig bereuen.

Es werden Jahre vergehen, dann muss er in dieses Leben zurückkehren, in diese Welt, in der es nichts Gutes gibt. Es liegt an ihm, wiedergeboren zu werden und das zu tolerieren, bis er in der Zukunft einen Zustand erreicht, in dem ihm die Korrektur von selbst gelingt.
Aus dem russischen Kabbalaunterricht

8/5/16

(194227)

Woher bekommt man ein Verlangen nach Spiritualität?

Frage: Was kann man tun, wenn es kein Verlangen danach gibt, die Weisheit der Kabbala zu studieren und sich nach vielen Jahren des Studiums einer Gruppe anzuschließen? Zuerst scheint es so, als hätte ich den „Stein der Weisen“ gefunden und mein ganzer Lebenssinn bestünde aus der Weisheit der Kabbala.

Antwort: Solange dein Ego daran interessiert war, die Weisheit der Kabbala zu studieren, bist du zum Studium gerannt und hast die Methode gelernt. Das war sehr gut für dich. Aber heute will dein Ego etwas anderes, und es ist bereit, das Studium zu verlassen. Glaubst du wirklich, dass du auf diese Weise die Weisheit der Kabbala systematisch lernen und ernsthaft verstehen kannst? Und das gilt auch für jede andere Wissenschaft. Wie könntest du das schaffen? Dir wurde die Gelegenheit gegeben, zu verstehen und zu wissen, wie die Welt, in der du lebst, aufgebaut ist, wie du sie in einen Garten Eden verwandeln kannst! Das tust du für dich persönlich. Möchtest du das? Dann mach weiter. Nein? Leider kann ich dir kein Verlangen geben.

Ich kann dir nur einen Ratschlag geben: du musst das eine gegen das andere ausspielen. Gebt euch gegenseitig Beispiele für euren größten Wunsch. Du musst erkennen, wie wichtig es für dich ist, den Sinn des Lebens zu entdecken, seine Absicht und seine Geheimnisse!

Zögere nicht, sondern sei dir sicher, dass du verstehst! Das ist eine große Wahrheit! Darin schlummert eine Eigenschaft, die so wichtig für die Welt ist, um Ausgewogenheit und eine gute Zukunft für dich und deine Kinder zu erreichen. Dazu muss man sagen, dass du in die wichtigste, interessanteste und geheime Weisheit involviert bist, die dir nach und nach enthüllt wird. Hast du die Geduld verloren? Du musst sie von der Umgebung bekommen.

Es heißt „kauf dir einen Freund“ (Pirkei Awot 1:6). Wenn du in einer guten und passenden Beziehung zu ihm stehst, kannst du seine Wünsche von ihm erhalten und mit dem Studium fortfahren. Du brauchst nichts weiter. Du wirst anfangen, in der Verbindung zwischen euch die Höhere Welt zu enthüllen, und dort wirst du allmählich feststellen, wie mehr und  mehr zukünftige Handlungen und Ereignisse in unserer Welt in dir geboren werden, wie aus einem gesunden Lebensquell. Dort wirst du dich selbst und deine Freunde in einem vollkommenen Zustand sehen.
Aus der russischen Kabbalalektion 5/8/16

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