Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Kabbala Blitz-Tipps zum Thema Geld

Frage: Wie kann Geld dem Geben gleichen?

Antwort: Es ist nicht das Geld, sondern die Anstrengungen, die gemessen werden.

Geld ist eine Tasche voll Gold oder Silber, die nach ihrer Schwerkraft gemessen und gewogen werden kann und wie viel Macht ich über die Größe der Tasche, aus der ich geben kann, habe. So kann es aus der Sicht der Physik erklärt werden.

Frage: Was ist die spirituelle Wurzel von Schulden?

Antwort: Es ist unsere Schuld an den Schöpfer, die sich auf diese Weise zwischen uns manifestiert.

Frage: Wenn mein Beruf beinhaltet, das Gesetz zu brechen, unterscheidet dann die Weisheit der Kabbala zwischen dem, wie Geld gemacht wird, oder hat Geld keinen Geruch?

Antwort: Geld hat solange keinen Geruch, solange es nicht zum Schaden anderer Menschen verwendet wird.

Frage: Wie soll ich mit jemandem umgehen, der sich von mir Geld geliehen hat, es aber nicht zurückzahlt?

Antwort: Sie haben das Recht, ihr Geld auf die für Sie passende Weise zurückzuverlangen: Sie können vor Gericht gehen oder es anders regeln. Gleichzeitig sollten Sie die wirtschaftliche Situation der Person, die ihnen Geld schuldet, berücksichtigen. Vielleicht kann sie tatsächlich ihre Schulden nicht zurückzahlen. In diesem Fall sollten Sie sie nicht „töten“.

Frage: Ist das Banksystem ein Parasit, der sich von der Gesellschaft ernährt oder kann die Welt davon profitieren?

Antwort: Heute ist es ein sehr großer Parasit, der von der Gesellschaft lebt. Das Banksystem vermittelt grundsätzlich Geld an Orte, die knapp bei Kasse sind. Zum Beispiel durch einen Vermittler, der Zahlungen in der Industrie tätigt etc.. Seit  die Banken nur an sich selbst denken, wurden sie zum Parasiten. Die Banker bekommen hohe Gehälter von dem Geld, das wir in die Banken einzahlen. Sie machen Milliardengewinne mit den Geldern der Öffentlichkeit.

Frage: Geld und Erfolg gehen Hand in Hand. Kann man mit Hilfe der Weisheit der Kabbala erfolgreich sein?

Antwort: Ja, das ist möglich, aber nur, wenn Sie sich ernsthaft bemühen, das höhere Licht durch die Gruppe auf sich zu ziehen. Dann werden Sie sowohl geistig als auch in ihrem körperlichen Leben, glücklich, gesund und erfolgreich sein.

Frage: Wenn ich etwas Geld gefunden habe, muss ich dann die Person suchen, der es gehört?

Antwort: Wenn Sie keine Informationen darüber haben, wem das Geld gehört, dann müssen Sie gemäß der Tora die Person, der das Geld gehört, nicht suchen. Gleichzeitig müssen Sie gemäß der Tora das Geld zur Polizei bringen.

Frage: Gibt es die Verpflichtung für diese Arbeit auch im Leben der Frauen?

Antwort: Heute schon.

Vom russischen Kabbala Unterricht 3/4/16

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Von der physischen Welt in die spirituelle

Wenn ich beginne mit der Gruppe zu arbeiten, bekomme ich nach und nach alle möglichen Probleme. Damit offenbart der Schöpfer mir ein Tätigkeitsfeld, alle Probleme lösen zu können, um Brücken der Liebe zu bauen und um die Bedingungen für seine Offenbarung in der Gruppe zu schaffen.

Auf diese Weise verbinde ich mich mit den anderen Mitgliedern der Gruppe, wie in den Zehn Sefirot, und erschaffe den Raum für die Enthüllung des Schöpfers zwischen uns.Deshalb müssen wir uns ständig gegenseitig daran erinnern, denn der Schöpfer setzt uns regelmäßig in den irdischen Alltag zurück. Von dort müssen wir wieder herausklettern und uns an die spirituelle Umgebung ausrichten, um eine korrekte Darstellung der Situation zu bekommen.

Dies ist unsere ständige Arbeit – uns aus der verwirrten Welt, die der Schöpfer speziell für uns erschafft, zu einem neuen Zustand zu erheben.

Aus dem russischen Unterricht Nr. 4 beim Kongress in Moskau am 03.05.2016

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Die spirituellen Wurzeln der menschlichen Eigenschaften

Frage: Es gibt offene, extrovertierte Menschen auf der Welt und verschlossene, unsoziale und introvertierte Menschen. Wie erklärt das die Kabbala? Aus welchen spirituellen Wurzeln stammt das?

Meine Antwort: Jeder ist anders. Es hängt ab von den Sefirot im allgemeinen Körper des Individuums. Wenn die Sefirot von Chessed und Nezach im Menschen vorherrschen und ihn kontrollieren, dann sind die Sefirot verantwortlich für die Verbreitung und Ausdehnung. Andererseits sind die Sefirot Gwura und Hod Eigenschaften der Introvertiertheit, Wachsamkeit und Verteidigung.

Die Sefira Jessod ist die allgemeine Einheit aller Sefirot. Diese Sefira führt zum korrekten Gebrauch aller Eigenschaften, von beiden, den „Negativen“ und „Positiven“, weil man nicht eine ohne die andere haben kann. Durch ihre gegenseitige Ergänzung wird die Perfektion, die wir erreichen müssen, geboren.

Frage: Befähigt uns ein Aufstieg auf eine höhere Stufe dazu, alle zwischenmenschlichen Beziehungen zu regeln oder nur bis zu einem bestimmten Ausmaß?

Meine Antwort: Ein Aufstieg auf eine höhere Stufe befähigt dich, alle zwischenmenschlichen Beziehungen und alle Beziehungen zum Schöpfer zu regeln.

Aus der russischen Kabbalalektion vom 5/1/16

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Wie wird man gegenüber äußeren Einflüssen unverwundbar?

Frage: Man findet keine Ruhe mehr, nicht mal in der eigenen Wohnung. In der Nachbarschaft wird renoviert, man hört und sieht Geschrei und Streitereien, Trinkerei. Auf der Straße, in Geschäften, an Urlaubsorten überall ist es dasselbe. Wie können wir Kraft, Güte, Freude und Glück empfinden? Wie kann man gegen die äußeren Einflüsse unverwundbar werden? Wie sollen wir weiterleben?!

Meine Antwort: Diese Fragen beantwortet die Wissenschaft der Kabbala: Wir brauchen eine Gesellschaft und eine Atmosphäre, in der man das Herz öffnen kann und man versucht, den anderen zu fühlen und mit ihm zusammenzuarbeiten. Es gibt nichts Schöneres, als wenn Menschen miteinander kommunizieren und sich in Gedanken und Gefühlen verbinden.  Aber wer träumt heute noch davon oder strebt danach?

Nur wenn wir zu dem Punkt gelangen, wo es gar nicht mehr geht, werden wir verstehen, dass es doch anders gehen muss! Und wir werden so eine Umgebung finden, wo wir alle unsere Enttäuschungen realisieren können. Das Ziel dieser Umgebung: Freundschaft, Verständnis, Liebe, gegenseitige Zugeständnisse, innige Verbindung zu einander. Kurz gesagt, all das, was viele Menschen zu Eins macht.

Damit beschäftigt sich die Wissenschaft der Kabbala, denn in der Verbindung zwischen den Menschen offenbart sich der Schöpfer; das ist die Höhere Kraft, die zwischen uns entsteht.

Frage: Wie kann die Kabbala helfen, wenn in der Verbindung zwischen den Menschen negative Gefühle wie Reizbarkeit und Hass entstehen? Kann man dann trotzdem Gefühle, wie Liebe und Freundschaft entwickeln?

Meine Antwort: Man muss trainieren, sich über seine Gefühle zu erheben und Konflikte für den eigenen spirituellen Aufstieg zu nutzen. Dann wird man in der Lage sein, aus allen möglichen positiven oder negativen Gefühlen, die in einem entstehen, eine besondere Verbindung zwischen einem selbst und der Höheren Lenkung aufzubauen.

Es kommt nicht darauf an, über unsere zwischenmenschlichen Beziehungen zu sprechen – obwohl das auch wichtig ist. Aber wir sollten uns nicht nur mit Problemen beschäftigen, denn dann schaffen wir es nicht, uns zu verbinden.

Wir müssen verstehen, dass alles, was in dieser Welt erschaffen wurde, in uns, zwischen uns, außerhalb von uns, nur dazu dient, damit wir auf die höhere Entwicklungsstufe aufsteigen können. Auf die Stufe der Höheren Welt, von welcher aus unsere Welt gelenkt wird.

Unsere Welt befindet sich auf einer niedrigen Ebene und wird von der Höheren Stufe gelenkt.  Wie wir diese Stufe der Höheren Lenkung offenbaren können, das System der Handlungen und wie wir von unserer Stufe aus darauf Einfluss nehmen können – damit beschäftigt sich die Wissenschaft der Kabbala. Und das ist das Wichtigste.

Solange wir das nicht tun, solange wir keinen richtigen Kontakt mit der Höheren Welt haben, wird sie ständig Druck auf uns ausüben: durch Reiz, Ärger und alle möglichen negativen Gefühle. Und wir werden gar nichts dagegen machen können. Kein Coaching, keine Psychoanalyse werden helfen, weil wir alle der Höheren Lenkung unterliegen. Sie lenkt uns und zwingt uns zu Handlungen, damit wir mit ihr in Kontakt treten. Die Verbindung zwischen uns ist nur ein Mittel, um auf die Höhere Stufe aufzusteigen und von dort aus unsere Welt zu korrigieren.

Auf unserer Ebene können wir die Welt nicht ändern! Die Menschheit versucht das bereits seit Jahrtausenden ohne Erfolg.

Aus dem russ. Unterricht

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Zwischen den Atomen

Das österreichische Magazin NZZ veröffentlichte mein Interview mit dem Titel „Zwischen den Atomen“ mit Michael Fleischhacker, Journalist, Moderator, Chefredakteur von NZZ und früherer Chefredakteur von „Die Presse“.

Sie ist eine der ganz alten Weisheitslehren der Menschheit und immer noch voll im Trend: die Kabbala. Einer der prominentesten Vertreter der Kabbala erklärt im Gespräch, warum wir uns ein Instrument bauen müssen, um Gott zu entdecken.

Interview Michael Fleischhacker und Michael Laitman

Michael Fleischhacker Wir haben für dieses Magazin einige österreichische Künstler gebeten, uns ein Bild zu zeichnen. Das Bild sollte zeigen, was auch der Titel des Magazins ist: Mein Gott. Auch Zenita Komad hat ein Bild für uns gezeichnet. Aus diesem Bild lese ich heraus, dass in ihrem Verständnis Gott eigentlich Kommunikation ist, dass Gott nicht dadurch entsteht, dass vereinzelte Atome herumirren – sondern dadurch, dass zwischen diesen Atomen Kommunikation aufgebaut wird, und erst, wenn die hergestellt ist, klärt sich Gott auf oder wird Gott sichtbar, wenn man so will. Teilen Sie diese Sicht?

Michael Laitman Das ist absolut richtig. Ich stimme Zenita zu. Gott ist keine Persönlichkeit, sondern eine Kraft; die allgemeine Kraft, die alle Naturkräfte in sich vereint. Diese Kraft verbindet und beinhaltet die gesamte Schöpfung. Leitet alles, lenkt alles, organisiert alles, ordnet alles. Alles in allem ist sie Energie. Um diese Kraft zu entdecken, müssen wir einen Detektor bauen, wie in unserer Welt, wo man ein Instrument braucht, um etwa eine magnetische oder radioaktive Kraft zu messen. Zum Beispiel spüren wir an uns selbst die Schwerkraft. Eine magnetische Kraft spüren wir nicht, dazu brauchen wir ein Instrument. Genauso ein Instrument müssen wir in uns herstellen, um Gott, diese allgemeine Kraft, zu fühlen und zu entdecken.

Ich stelle mir das gerade sehr technisch-praktisch vor. Wie in einer „Universum“-Sendung, wo der Mensch beginnt, sich so einen Gottesdetektor zu bauen, der etwa aussieht wie die Roboter aus Star Wars?

Ja, genauso ist es, aber im Unterschied dazu muss das im Innersten des Menschen gebaut werden.

Gibt es irgendwo Bauanleitungen dafür, oder muss man das selbst erfinden? Kann man sich das aus dem Internet herunterladen? Anleitungen für das Star-Wars-Lego meines Kindes zum Beispiel kann ich aus dem Internet laden …

Natürlich gibt es die. Darum geht es ja in der Weisheit der Kabbala. 6000 Jahre fast schon spricht sie darüber, wie wir unsere Verbindungen bauen, um die Göttlichkeit zu entdecken. [Rest des Beitrags lesen →]

Wurzel und Zweig

Es gibt das Gesetz der Wurzel und Zweig

Geschichtlich betrachtet kamen wir einst aus Ägypten, durch die Wüste, in das Land Israel. Wir bauten den ersten Tempel, dann den Zweiten usw. All dies ist bereits passiert.

Aber wir sprechen nicht über geschichtliche Abläufe. Schließlich mussten sie genau so ablaufen. Wir sprechen über das Gesetz, als die spirituelle Wurzel notwendigerweise ihre irdische „Antwort“, oder den irdischen Zweig, berühren musste. Wurzeln und Zweige müssen sich miteinander verbinden, aber nur einmal!

Für die Wurzel reicht es aus, wenn sie den Zweig leicht berührt. Damit verrichtet sie bereits die Arbeit in ihm und schafft eine Verbindung. Deshalb müssen wir nicht nach Ägypten zurückkehren. Wir müssen kein Flugticket kaufen, um unseren Pharao, der über uns regiert, dort zu treffen. Das ist nicht mehr notwendig.

Es bleibt für uns nur noch das zu tun, was wir tun müssen, d.h. uns zu korrigieren. All dies existiert bereits in den Wurzeln und wir müssen es jetzt in den Zweigen verwirklichen. Deshalb sind wir im Land Israel, im Egoismus, und jetzt müssen wir das alles selbst durchleben, um es zu korrigieren.

Frage: Was bedeutet es dann, dass ein Mensch sich so fühlen sollte, als lebte er jeden Tag in Ägypten?

Antwort: Der Exodus aus Ägypten ist ein Aufstieg über unseren Egoismus. Es gibt 613 egoistische Wünsche (Taryag) im Egoismus, die zu altruistischen Wünschen korrigiert werden müssen. D.h., die Wünsche von Hass, Wettstreit und Feindseligkeit werden zu Wünschen von Verbindung und Liebe. Das bedeutet, die Gebote der Korrektur der Wünsche zu beachten.

Und das müssen wir täglich tun, weil der Mensch immer wieder auf eine neue Ebene aufsteigt. Jede dieser Ebenen kennt dieselben 613 Wünsche, allerdings in einer anderen und stärkeren Ausprägung. Deshalb muss sich der Mensch jeden Tag vorstellen, dass er Ägypten verlässt und das Recht hat, diese Wünsche zu korrigieren.

Aus KabTV “Geheimnisse des Ewigen Buches” 5/11/16

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Such die Frau!

Frage: In alten Zeiten sagte man: „Such die Frau!“. Warum waren „freie“ Frauen so oft im Laufe der Geschichte eine Quelle der Zwietracht, Kriege, Konflikte und Probleme?

Meine Antwort: Das hängt von den Männern und nicht von den Frauen ab. Eine Frau hat natürlich ihren eigenen Charakter; sie ist listig und will einen Mann besitzen, um ihn zu benutzen. Dies ist ein rein egoistisches Verlangen der Frauen, das in jedem von uns vorhanden ist, auch in den Männern.

Daher liegt die Korrektur, auch in unserer Welt, mehr auf dem männlichen Teil. Bei den Menschen gibt es sowohl einen weiblichen Teil (Egoismus) wie auch einen männlichen Teil (die Möglichkeit, diesen Egoismus zu korrigieren). Und bei den Frauen unterscheidet sich die Ausrichtung der Kräfte zwischen der rechten und der linken Linie, zwischen dem Verlangen zu empfangen und der Absicht zu geben.

Sie sind mehr auf die Natur bezogen und von ihr anhängig. Männer sind in ihrer spirituellen Arbeit mehr abgelenkt, wenn sie sich mit Frauen abgeben. Wie man weiss, ist das größte Verlangen des Mannes sein sexuelles Verlangen nach einer Frau. Speziell nach der Zerstörung des Tempels. Bei den Frauen rührt die Ablenkung wiederum von ihrer Abhängigkeit nach dem Mann her. Also sind die Gründe der Ablenkungen unterschiedlich. Sie sind vermischt, voneinander abhängig, aber unterschiedlich.

Frage: Was bedeutet es,  dass die Frauen an die  Männer gebunden sind?

Meine Antwort: Eine Frau braucht einen Mann, sie sucht ihn, möchte sich an ihn anhaften, möchte mit ihm verbunden  sein. Schließlich sie hat einen Wunsch nach einer Familie und einem Heim.

Frage: Das gilt für Single Frauen.. Und wenn sie schon verheiratet ist, welche Hindernisse hat sie dann?

Meine Antwort: Wenn sie nur an die Familie und ihre Kinder denkt, keine. Sie ist beschäftigt. Aber heutzutage gibt es so viele andere Probleme. Es gibt viele andere Arten von Hindernissen, weil wir uns dem Ende der Korrektur nähern. Aber im Allgemeinen sind die Hindernisse auf dem spirituellen Weg unterschiedlich und wirken sich daher auch unterschiedlich bei Männern und Frauen aus.

Von der russischen Kabbalalektion, 24.4.2016

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YNET: Was ist uns betreffend Schulbildung unserer Kinder wichtig? (Teil 2)

Eine Lektion in Verbindung

Wenn wir nicht eines Morgens aufwachen wollen, um festzustellen, dass wir eine ganze Generation verloren haben, schlage ich vor, einen Schultag so zu beginnen, wie es Baal HaSulam in seinem Artikel beschreibt: Nämlich mindestens eine Stunde täglich mit gemeinsamen Verbindungsaktivitäten zu verbringen. Wir sollten den Moment, wieder auf der Schulbank zu sitzen, nicht verpassen. „Wir, das Volk, müssen dafür sorgen, dass sich unter den Studenten eine „Kleingemeinschaft“ bildet, in der sich wie in einer kleinen Familie jeder um alle anderen kümmert. Das bereitet die Kinder auf eine warme, freundliche Verbindung vor. Diese wird über ihren Spannungen und natürlichen Konflikten stehen und all ihre verborgene Kreativität und Potentialem hervorbringen. („Bildung erschafft nichts Neues, bringt jedoch das hervor, was schon in einem Menschen steckt“, Rav Kook).

Während der „Verbindungsstunde“ halten die Lehrer die grundlegenden Werkzeuge, die für eine starke und gesunde Verbindung zwischen den Studenten wichtig sind, bereit. Die Lehrer bringen positive Beispiele für Vertrauen und Rücksichtnahme. Sie leiten die Schüler im Umgang mit einer globalen Welt an, die jeden Aspekt unseres Lebens beeinflusst.

Die Kinder werde in einem Kreis sitzen, in dem alle gleich sind, und wo sie sich gegenseitig zuhören und sehen können. Sie sitzen nicht hinter herkömmlichen Schulbank-Reihen. Sie lernen einander zuzuhören, ohne dabei gleich jedem ihre eigene Meinung aufzwingen zu wollen, bevor sie nicht ein allgemeines Verständnis erreicht haben. Allmählich lernen sie, ihre egoistische Natur zu überwinden und schließlich werden sie Partnerschaft, Verbindung und Liebe fühlen, wie geschrieben steht, „Liebe überdeckt alle unsere Sünden“.

Ein Lehrer fürs Leben

Der Lehrer wird selbst ein Teil des Kreises sein, mit den Kindern zusammensitzen und mit ihnen auf gleichem Niveau sprechen. Er wird seine Autorität und Überlegenheit kunstvoll durch wichtige Fragen ersetzen, die den Kindern helfen, mehr über ihre Kommunikation untereinander zu entdecken und darüber sprechen zu lernen.

Ein Kind, das in einer Umgebung aufwächst, die Erfolg entsprechend dem Maß an Rücksichtnahme gegenüber anderen und Teilnahme an der Vergrößerung gesellschaftlichen Miteinanders misst, wird sehr gut gedeihen und gebildet sein. Als Erwachsener wird es zweifellos eine erweiterte Perspektive der Welt haben und Verantwortung und Fürsorge in Bezug auf den Aufbau einer freundlichen, gleichberechtigten Gesellschaft übernehmen.

„Es ist eine Schande, zuzugeben“, sagt Baal HaSulam im selben Artikel, dass „eine der wertvollsten und wichtigsten Eigenschaften, die wir während unserer Zeit im Exil verloren haben, unser nationales Bewusstsein ist. Damit ist ein natürliches Gefühl gemeint, dass jede Nation verbindet und aufrechterhält. Es geschah dadurch, dass der Faden der Liebe, die Verbindung des israelischen Volkes, aus den Herzen geschnitten wurde und verloren ging“. Unser Volk besitzt eine große Weisheit der Verbindung, eine Ideologie, die seit Generationen aufgebaut wurde. Alles was wir tun müssen, ist die Methode der Verbindung umzusetzen. Sie ist mit der barmherzigen Liebe Abrahams und zwischen unseren geliebten Kindern verwurzelt. Dies ist kein Traum, es ist genau hier, in den Beziehungen zwischen uns.

Vom Ynet-Artikel 31/8/16

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YNET: Was ist uns betreffend Schulbildung unserer Kinder wichtig? (Teil 1)

Aus meiner Kolumne auf Ynet: „Was ist uns betreffend Schulbildung unserer Kinder wichtig?“ Wenn wir nicht eines Morgens aufwachen und entdecken wollen, dass wir eine ganze Generation verloren haben, dann müssen wir das Bildungssystem ändern, damit es unsere Kinder so schnell wie möglich auf das Leben vorbereitet. Während alle Umfragen den Bedarf zur Veränderung zeigen, konzentriert sich das Bildungsministerium nur auf die Steigerung der Wissensvermittlung. Was ist die Lösung?

Wenn Sie einer der Entscheidungsträger aus dem öffentlichen Dienst wären, was würden Sie zuerst verbessern? Die medizinische Betreuung, die nationale Sicherheit, die Gerichte oder das Bildungssystem? In einer Umfrage beantworteten hunderte von Israelis die Fragen des zentralen Statistikbüros. Die Ergebnisse wurden diese Woche veröffentlicht.

Wenn Sie zu den aufgeregten Eltern von Kindern gehören, die diese Woche ein neues Schuljahr begonnen haben, wissen Sie wahrscheinlich die Antwort auf diese Frage. Mehr als 30% der Bevölkerung sind der Meinung, dass sich das israelische Bildungssystem verbessern sollte; 48% der israelischen Eltern sind von der Tätigkeit dieses Systems enttäuscht; 60% suchen nach Alternativen; 81% der Eltern beschweren sich darüber, dass das Bildungssystem die Kinder nicht auf das Leben im 21. Jahrhundert vorbereitet. Der Kunde hat immer Recht und in diesem Fall sind es die Eltern. Mit welchen Werkzeugen werden unsere Kinder nach 12 Jahren Schule unsere Gesellschaft regeln? Welche Werte werden sie in der Schule lernen? Der Rassismus wächst, die Trennung im Land erweitert sich und der Diskurs in den sozialen Netzwerken wird immer heftiger. Wer bereitet unsere Kinder auf diese realistischen Probleme und vieles mehr vor?

Eltern, interessiert es Euch?

In dieser Woche wird die Schule wieder einmal zur zentralen Einrichtung, die das Leben und die Zukunft Ihres Kindes beeinflusst. Das öffentliche Bildungssystem wurde im 19. Jahrhundert während der Industriellen Revolution mit der Absicht eingeführt, möglichst viele Arbeiter auf die Fließbandarbeit vorzubereiten.

Seitdem hat sich nicht viel verändert… Der Schwerpunkt wurde auf das Unterrichten von professionellen Fertigkeiten, die das Wirtschaftssystem besser bedient und es unterstützt, gesetzt. So lange die Schulen damit fortfahren eine Fabrik zu sein, um gute und wettbewerbsfähige Bürger zu produzieren und Leistungstests das einzige Kriterium sind, um Erfolg zu messen, gibt es keinen Grund unsere Kinder in die Schule zu schicken.

Das Schulsystem sollte zuerst den Schwerpunkt auf das Übermitteln von Werten und nicht von Informationen legen. Die Verbesserung der Kernthemen und die steigende Zahl von Studenten, die das höchsteNiveau für Englisch und Mathematik als Abschlussprüfung wählen und Formulierungen von sozialen Studien umarbeiten, ist wichtig. Dies ist jedoch die Rolle des Informationsministeriums und nicht des Bildungsministeriums.

Vertiefte Umerziehung

Mittlerweile gibt es einen starken Rückgang bei den Jugendlichen, die in der Armee dienen möchten. Viele junge Menschen denken darüber nach, das Land zu verlassen. Wir werden täglich immer gleichgültiger gegenüber anderen. Um mit einem nationalen Problem fertig zu werden, das unbegründeter Hass genannt wird und dessen Samen bei der Zerstörung des Tempels gepflanzt wurde, müssen wir Maßnahmen ergreifen und den Grundsatz-Wert „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ lehren.

„Derjenige, der sich um die Tage sorgt, pflanzt Weizen; derjenige, der sich um die Jahre sorgt, pflanzt Bäume und derjenige, der sich um die Generationen sorgt, erzieht Menschen.“ (Janusz Korczak)

Alle Eltern machen sich Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder und tun ihr Bestes, um die Verbindung innerhalb der Familie zu festigen. So sollten wir uns auch über die Zukunft der nächsten Generation sorgen.

Wir sollten die Verbesserung der zwischenmenschlichen Beziehungen fördern, um darin die Kraft der Einheit, Wohlstand und Sicherheit zu finden. Und das nicht erst aus einem falsch verstandenen Gemeinschaftsgefühl heraus, das oft in Krisenzeiten entsteht.

„Unsere einzige Hoffnung ist eine tiefgreifende Umgestaltung der Erziehung unserer Kinder, die natürliche Liebe zu erkennen und neu zu entfachen. Sie flackert in uns, wir sollten den nationalen Muskel wiederbeleben, der vor zweitausend Jahren inaktiv wurde“ (Die Schriften von Baal HaSulam)

Fortsetzung folgt..

Vom Ynet-Artikel 31/8/16

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Ein Handel mit dem Schöpfer

Frage: Können wir mit dem Schöpfer verhandeln und einen Deal mit Ihm eingehen?

Meine Antwort: Natürlich, der Deal, den wir mit dem Schöpfer eingehen, nennt sich Arvut (gegenseitige Bürgschaft). Es gleicht dem, wie wenn man sagt: Du bist für mich und ich bin für Dich; Ich tue alles, was Du von mir verlangst und Du erfüllst meine Verlangen.“ So präsentieren wir bewusst oder unbewusst dem Schöpfer eine Bedingung und schreiten voran. Es gibt keine Alternative.

Ein Mensch, der in dieser Welt unbewusst lebt, trifft in jedem Moment eine Übereinkunft mit dem Schöpfer, ob er nun will oder nicht. Doch wenn er versteht, dass es ein Schöpfungsziel gibt und einen Weg, es zu erreichen, kann er vorankommen und erwartet Hilfe vom Schöpfer – und dadurch trifft er bewusst eine Übereinkunft mit dem Schöpfer.

Frage: Heißt das, dass „Du bist für mich und ich bin für Dich“ auch in der Spiritualität besteht?

Meine Antwort: Ja, weil die Kabbala erklärt, wie man alles vom Schöpfer vorgesehene korrekt und uneingeschränkt empfangen kann. Kabbalisten sind in der Tat die größten Egoisten, da sie die Welt der Unendlichkeit anstreben, mit Licht erfüllt sein wollen und ewig in Ganzheit und Erkenntnis leben möchten. Das ist Ausdruck eines großen Egos. Wir müssen nur wissen, wie wir Ihm gerecht werden können, und daher heißt die Kabbala auch „Weisheit des Empfangens“ oder „Weisheit der Erfüllung.

Frage: Was ist der Preis für diese Erfüllung? Wie wenden wir uns an den Schöpfer, um zu diesem Zustand zu gelangen?

Meine Antwort: Indem wir uns Ihm annähern. Das bedeutet, dass wir seine Eigenschaften an- und übernehmen.

Aus der russischen Kabbala Lektion, 3.4.16

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