Gast und Gastgeber, Malchut und Keter
Frage: Baal HaSulam gibt ein sehr gutes Beispiel über einen Gast und einen Gastgeber. Können Sie bitte dieses Beispiel in Bezug auf die zehn Sefirot erklären?
Antwort: Wir können die gemeinsamen Erfahrungen des Gastes und des Gastgebers noch nicht fühlen, wenn der Gastgeber durch seine spirituellen Zustände den Gast durch dessen Verlangen und gleichzeitig mit seinem Verhalten füllt.
Wenn der Gastgeber seinen Gast nur hätte erfreuen wollen, hätte er nur ein Verlangen in ihm erschaffen und es gefüllt. Dieses Verlangen wird die unbelebte, pflanzliche oder belebte Natur genannt und der Gast hätte keine anderen Gefühle gehabt.
In dem Moment, wenn andere Gefühle im Gast entstehen, empfindet er den Gastgeber nicht einfach wie ein Hund sein Herrchen fühlt, sondern er fühlt Ihn tatsächlich als den Einen, der gibt und sich selbst als den einen, der empfängt. Das ist nicht genug, da der Gastgeber den Gast von ganzem Herzen erfreuen und beschenken möchte. Deshalb erscheint das Gefühl der Scham nicht sofort im Gast; seine Eigenschaften müssen weiter entwickelt werden bis sie in den acht Sefirot in Malchut ausgedrückt werden.
Dann ist er in der Lage, die Sefira von Keter zu fühlen und zu verstehen, dass er sich vom Gastgeber unterscheidet und er nicht empfangen kann, weil er dann entgegengesetzt und das Gegenteil von den Eigenschaften des Schöpfers wäre.
Das ist ein Problem. Wenn ich empfange, bin ich entgegengesetzt und das Gegenteil von Ihm, getrennt und verschieden von Ihm. Während Er erhaben ist, gibt, eine Quelle der Freude und Liebe ist, bin ich so tief unten, dass ich nur das liebe, was ich empfange und darin vollkommen versunken bin. Deshalb erscheint das Gefühl von Keter (der Gastgeber) in Malchut und das Gefühl von ihr selbst und das kann sie nicht dulden. Weil sie nicht weiß, was zu tun ist, weigert sie sich, es anzunehmen.
Es gibt verschiedene gefühlsmäßige Erklärungen für diesen Zustand, in dem Malchut alle Sefirot zu fühlen beginnt, die ihr vorausgingen, die ganze Haltung des Gastgebers, des Schöpfers ihr gegenüber, und so begrenzt sie sich natürlich und hört auf zu empfangen. Das ist ihr erster Schritt.
Nachdem sie mit dem Licht gefüllt ist, beginnt Malchut die verborgenen Eigenschaften von Keter wahrzunehmen. Sie fühlt, dass sie durch das Empfangen das Gegenteil vom Licht wird. Das Licht gibt absolut, während Malchut absolut empfängt, und daher entsteht in ihr das Gefühl von Scham, das absichtlich vom Schöpfer erschaffen wurde, und diese Scham ist so groß, dass sie in Malchut die Weigerung des Empfangens verursacht. Und das wird Zimzum , Einschränkung, genannt.
Aus der russischen Kabbala Lektion 3/5/17
[209036]
Buch Sohar, Kapitel „Lech Lecha“: „Wie stark wird die Tora, dank welcher der Mensch dem Leben in der kommenden Welt würdig wird, vom Schöpfer geliebt. Und jeder, der die anderen die Tora lehrt, ist wichtiger als alle.“
Tora, Deuteronomium, 26:12 – 26:13: Wenn du den ganzen Zehnten deines Ertrages im dritten Jahr, dem Jahr des Zehnten, vollständig entrichtet hast und ihn dem Leviten, dem Fremden, der Waise und der Witwe gegeben hast, damit sie in deinen Toren essen und sich sättigen, dann sollst du vor dem HERRN, deinem Gott, sprechen: Ich habe das Geheiligte aus dem Haus weggeschafft und habe es auch dem Leviten und dem Fremden, der Waise und der Witwe gegeben nach all deinem Gebot, das du mir befohlen hast; ich habe deine Gebote nicht übertreten noch vergessen.
Frage: Einsamkeit ist der Fluch der modernen Gesellschaft. Im Menschen, der von unzähligen Menschenmengen umgeben ist, lebt ein inneres Gefühl der völligen Einsamkeit. Vor allem ist dieses Phänomen unter jungen Menschen verbreitet, und es nimmt an Schwung und Kraft zu.
Frage: Man sagt, dass die Einrichtung der Freimaurer Logen mit reger Anteilname von kabbalistischen Gruppen geschah. Wer sind die Freimaurer und wie sind sie mit der Kabbala verbunden?
Frage: Das ewige Thema: Väter und Söhne – die Kluft zwischen den Generationen. Warum sind wir so unterschiedlich und verstehen uns nicht? Alle 10-15 Jahre kommt eine neue Generation, die sich durch ihre Wahrnehmung der Welt von der vorangegangenen Generation unterscheidet. Was wird uns helfen, dass wir in Frieden mit allen unterschiedlichen Sichtweisen zusammen leben können? Im Grunde hat die Generation der Väter die gesamte materielle Basis für unser Leben geschaffen. Die nachfolgenden Generationen werden immer weniger dazu verpflichtet, sich im Materiellen zu engagieren, sondern sich mehr mit der inneren, menschlichen Forschung zu beschäftigen. Wie tief ist in Wirklichkeit der Konflikt zwischen den Generationen?
RSS Feed abonnieren