Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Wofür bestraft uns die Natur? Teil 4

Frage: Wie können die zwischenmenschlichen Verhältnisse auf Vulkane oder Erdbeben wirken? Kann der Ozean erfahren, dass die Menschen an seinem Ufer angefangen haben, sich besser zueinander zu verhalten, und sich beruhigen?

Antwort: Wir alle gehören einem einzigen System an. Dieses besteht aus der unbelebten Natur, den Pflanzen, Tieren und Menschen. Tsunamis und Orkane werden von den Kräften ins Leben gerufen, die auch unseren Verstand und unsere Gefühle lenken. Unser Verstand und unsere Gefühle befinden sich aber auf einem höheren Niveau als die Kraft, die den Orkan hervorbringt. Der Orkan ist in seiner Quantität stark und der Mensch in seiner Qualität.

Wenn wir uns auf der menschlichen Stufe unsere Beziehungen um „10 Gramm“ verbessern, indem wir uns einander annähern, entkräften wir dadurch den Orkan auf der niedrigeren Stufe nicht nur um 10 Gramm, sondern zehn Milliarden mal stärker. Er wird uns keinen Schaden mehr zufügen.

Das ist so, da in diesem  System der Natur ein Niveau über dem anderen aufgebaut ist. Wir befinden uns auf dem menschlichen Niveau, auf dem Niveau der Qualität und der Orkan auf dem unbelebten Niveau, auf dem quantitativen Niveau. Seine Stärke ist in der Quantität und unsere in der Qualität und deswegen ist der menschliche Gedanke imstande, Orkane ins Leben zu rufen oder sie zu besänftigen. Bis jetzt haben wir sie nur ins Leben gerufen…

Frage: Sind hunderttausend Menschen, die am Ufer stehen, fähig den Orkan zu stoppen?

Antwort: Nein. Als Erstes braucht man dafür nicht am Ufer zu stehen. Das Wichtigste ist, dass wir zwischen uns die Verbindung erreichen sollen, die Einheit. Wir müssen die bösen Kräfte, die sich in uns befinden, mit Hilfe der guten Kräfte ausbalancieren. Dann wird sich auf allen anderen Stufen unter uns, auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe das Gleichgewicht wie von selbst einstellen.

Frage: Demnach ist es so, dass die Gefahr nicht vom wütenden Ozean, von Erdbeben oder Vulkanausbrüchen ausgeht? Muss man die Kraft unseres Gedankens nicht darauf richten?

Antwort: Auf keinen Fall! Die Aufmerksamkeit sollten wir nur auf uns selbst richten. Indem  wir unser Verhältnis zu den anderen Menschen korrigieren. Obwohl das unrealistisch, phantastisch und unwissenschaftlich erscheint, ist die Wirkung aber genau so.

Wir müssen lernen unsere Gedanken zu steuern, unsere Gefühle und Absichten zu lenken. Wenn wir dies nicht tun, gehen sie automatisch in Richtung Egoismus, wo sie uns  mehr Nutzen und den anderen mehr Schaden bringen sollen.

Frage: Wie wird der korrigierte Mensch der Zukunft aussehen?

Antwort: Der Mensch der Zukunft wird eine Wissenschaft erlernen, die ihn lehrt, ein ideales Gleichgewicht mit anderen zu halten. So, dass er nicht höher als alle anderen steht, oder die anderen höher als er, sondern alle sind Freunde, die miteinander immer eine gute Verbindung haben. Dadurch kommt die gesamte Natur ins Gleichgewicht, was sich Garten Eden nennt.

Frage: Worüber wird sich ein Mensch Sorgen machen, wenn er in diesem Garten Eden aufwacht?

Antwort: Es wurde gesagt, dass „die Welt nach Seinen unveränderlichen Gesetzen funktioniert“ und im Leben wird alles genau so sein. Der Mensch wird sich um das Gleichgewicht zwischen ihm und der Natur (die gesamte Menschheit eingeschlossen) kümmern.

Frage: Wird das ein gutes, nicht langweiliges Leben sein?

Antwort: Mach dir keine Sorgen darüber, du wirst dich sorgen, aber nicht um Probleme, sondern um die guten Sachen. Was deine Kinder betrifft, wirst du dich nicht um einen Brief von der Polizei oder der Schule sorgen, sondern du wirst von ihrem guten Verhalten dir gegenüber ergriffen.

 

Aus dem 911. Gespräch über das Neue Leben 

[#215858]

Meine Gedanken auf Twitter,  15/11/17

Wir verändern weder die Vergangenheit, noch die Gegenwart, noch die Zukunft. Wir beobachten die Zustände, die wir erleben und ändern uns selbst! Und so verändert sich die Welt! #SelfDevelopment

„Es gibt keine Kraft neben dem Schöpfer“ – dieser Tweet begann mit meiner Nacherzählung von Baal Ha Sulams Artikel. BB betritt eine neue Wachstumsstufe. Der Widerstand verstärkt sich. Das kommt vom Schöpfer, wie die Schwerkraft. Unsere Arbeit besteht darin, ALLE Einflüsse nur dem Schöpfer zuzuschreiben! #quote

Das Ziel des Schöpfers besteht darin, Seine Geschöpfe zu erfreuen. So muss man denken, dass das Empfangen von Vergnügen (#pleasure) dem Schöpfer Freude bereitet. Und so sehnt er sich danach, im Reich des Schöpfers zu sein, um Freude mit dem Schöpfer zu erlangen, was dem Schöpfer Zufriedenheit geben würde.

Man muss achtsam sein, damit sein Wille zu empfangen mit der Absicht um zu geben korrigiert ist. Denn das Vergnügen und die Freude (#joy), enthüllt im Willen zu empfangen, in der Absicht, dem Schöpfer Freude zu schenken, darin empfindet man Vergnügen.

Wenn jemand fühlt, dass es ihn näher zum Schöpfer hinzieht, und er Zufriedenheit empfindet, weil er Gnade (#mercy) in den Augen des Schöpfers findet, dann muss er das Gefühl von Zufriedenheit erreichen, nicht darin wie er sich fühlt, sondern indem er dem Schöpfer Zufriedenheit bereitet.

Wenn sich jemand vom Schöpfer entfernt fühlt, muss er das bedauern. Aber nicht für sich selbst, dass er entfernt ist, sondern weil er dem Schöpfer Leiden verursacht. Indem er nicht für sich selbst bedauert, rettet er sich daraus, dem Ego (#ego) zu verfallen, das ihn vom Schöpfer trennt.

Es gibt keine Kraft (#force) neben dem Schöpfer, das bedeutet, dass niemand über eine Kraft verfügt, und jemand irrt sich, wenn er denkt, dass er gestern etwas unabhängig getan hat, d.h. er glaubt nicht, dass der Schöpfer die Welt beherrscht. Und man sollte die Vergangenheit nicht bedauern, weil es der Schöpfer war, der ihn weggestoßen hat.

Man muss versuchen immer in Anhaftung an den Schöpfer zu sein, weil all seine Gedanken Ihm gelten sollten. Sogar im schlimmsten Zustand sollte man das Gesetz des Schöpfers nicht verlassen und denken, dass es ein anderes Gesetz gibt, das ihn davon abhält, den Weg des Schöpfers zu gehen, weil alles von Ihm abstammt.

Wenn sich jemand dem Schöpfer nahe fühlt, sollte er nicht sagen, dass er jetzt den Wert der Arbeit für Ihn verstanden hat. Denn der Grund ist der, dass er würdig geworden ist, und der Schöpfer ihn deshalb näher bringt. Darum findet er Geschmack an der spirituellen Arbeit, um die Einzigartigkeit des Schöpfers zu erkennen. #singularity

Er sieht, dass seine Freunde dem Schöpfer näher sind, während er mit Ihm nicht übereinstimmt, er ist von Ihm vollkommen abgetrennt. Obwohl er manchmal ein Erwachen erfährt, trennt er sich sofort wieder von der Einzigartigkeit des Schöpfers. Aber das zwingt ihn, eine Lösung für die Anhaftung an den Schöpfer zu fordern.

Auch alle Zurückweisungen des Schöpfers stammen von Ihm; nicht als Strafe für seine Schwäche, sondern damit man um die Anhaftung bittet. Auf diese Weise hilft einem der Schöpfer, indem er ihm zeigt wie entfernt er ist. Und je mehr Hindernisse er auf dem Weg zum Schöpfer überwindet, umso weiter weg sieht er sich selbst von Ihm. #faith

Nur in der Überwindung der Kräfte, die uns vom Schöpfer trennen, und indem man sie mit Ihm verbindet, bleibt der Mensch mit dem Schöpfer verbunden. Es wird immer schwerer, Ihn als die alleinige Kraft in der Welt zu empfinden. Alles was er tun kann, ist, den Schöpfer um Hilfe zu bitten, damit er sich Ihm annähert. #God

#force Es gibt keine andere Kraft in der Welt außer dem Schöpfer. Und die fremdartigen Kräfte, die nicht vom Schöpfer zu kommen scheinen, sind dafür gedacht, den Menschen von Ihm zu trennen. Aber durch die Zurückweisung erwecken sie das Bedürfnis, die Hilfe des Schöpfers zu suchen, indem man Ihm zeigt, dass man ohne die Anhaftung verloren ist.

#connections Die Welt hat die Verbindungen verloren, die wir so verzweifelt brauchen. Niemand schuldet irgendjemandem irgendetwas und ist frei, zu tun was immer er möchte. Die Welt ist nicht am Scheideweg, sie sieht den Weg, der vor ihr liegt, überhaupt nicht. Darin liegt das Problem, aber auch die Lösung, da nur ein Weg nach vorne übrig bleibt – die Kabbala!

#Liberalism Der Liberalismus drängt sich selbst der Gesellschaft auf, unfähig auf Kritik zu hören oder an Lösungen mitzuarbeiten, er führt Krieg durch die Medien, baut Vertrauen auf und ein Alibi für sich selbst, indem er Lügen verbreitet, er lenkt die Bürger mit Sport/Mode/Essen ab, untergräbt die Erziehung, zeichnet das Bild seines Feindes…

 

Aus Twitter, 11/15/17

Wofür bestraft uns die Natur? Teil 3

Frage: Heutzutage entwickelt sich die Klimatechnik rasant. Dies bedeutet, dass anstatt sich um das Erhalten der Umwelt zu sorgen, versucht der Mensch sich in die Naturprozesse einzumischen und mit Hilfe der entwickelten Technologien das Klima zu steuern: die Erde  zu kühlen, die Zusammensetzung der Atmosphäre zu ändern und den Zustand der Ozeane…

Der Mensch versucht das Gleichgewicht in der Natur mit Hilfe der modernen Technologien wiederherzustellen. Ist dies ein Wohl für die Menschheit oder umgekehrt, bringt das eine große Gefahr mit sich?

Antwort: Natürlich müssen wir auf diese Weise für unsere falschen Reaktionen bezahlen. Auch wenn sie seismologische Häuser bauen, die uns vor den Schlägen der Natur schützen. Aber das hilft sowieso nicht, weil wir selber diese Naturkatastrophen herbeiführen, indem wir uns falsch benehmen.

Wir sollen verstehen, dass sich die Gedanken und die Verlangen des Menschen auf dem obersten Niveau aller Kräfte im All befinden. Deswegen fügen wir der Natur nur mit Hilfe unserer Gedanken, Verlangen und Absichten den größten Schaden zu.  

Der Mensch ist der Träger der negativen Kraft in der Natur, weil er nur von der Kraft des Nehmens geleitet wird. Deswegen müssen wir uns mit der Kraft des Gebens ausbalancieren. Auf eine natürliche Art und Weise handelt jeder Mensch in der Gesellschaft so, dass er alles für sich bekommen möchte. Im Verhältnis dazu müssen wir in uns die Fähigkeit zu geben entwickeln. Dann wird sich zwischen uns eine Balance einstellen, die von der Menschheit auf die gesamte Natur übergeht.

Frage: Nehmen wir an, wir fangen an uns gut zueinander zu benehmen und zwischen allen Menschen und Völkern wird die Liebe und das Geben herrschen. Die vollkommene Idylle. Wie kann das einen Vulkanausbruch oder Tsunami stoppen?

Antwort: Unsere Gedanken und Verlangen sind auch die Kräfte der Natur. Der Mensch ist ein Teil der Natur, die Krönung ihrer Entwicklung. Worin unterscheiden wir uns von allen anderen Teilen der Natur? In der Wissenschaft, dem Intellekt, der Entwicklung der Gefühle. Es kann sein, dass diese Gefühle böse sind, sie sind dennoch höher entwickelt als bei den Tieren. Deshalb werden wir auch Menschen genannt.

Das Problem besteht nur darin, dass wir unsere Kräfte nicht richtig nutzen. Wir denken, dass wir genauso instinktiv leben können wie die Tiere; ohne die Liebe zum Nächsten zu erreichen und ohne die Erforschung unseres Einflusses auf die Welt. Das ist aber nicht richtig, weil wir zu der menschlichen Stufe gehören. Der Mensch zeichnet sich vor allem durch die Wissenschaft, den Verstand und die Gefühle aus, die uns auf den Gipfel der Pyramide erheben.

Im Vergleich zu allen anderen Niveaus der Natur: unbelebten, pflanzlichen und tierischen, welche sich instinktiv in ein System namens „Natur“ einschließen, ist es beim Menschen so, dass er sich immer weiter davon entfernt, also davon abtrennt.

Wir sind verpflichtet, mit unserer Teilnahme das System der Natur zu vervollständigen, indem wir uns mit allen zusammen in sie einschließen; indem wir unsere Gefühle, unseren Verstand, die negative Kraft unseres Egoismus´ mit der positiven Kraft ausgleichen. So werden wir eine gute Verbindung mit allen Teilen des Geschöpfes erreichen.

 

Fortsetzung folgt…

Aus dem 911. Gespräch über das Neue Leben  

[#215841]

Die Geburt der Seele und ihre spirituellen Eltern

Frage: Wie geschieht die Geburt der Seele? Was sind spirituelle Eltern?

Antwort: Die spirituellen Eltern sind Aba we Ima (Vater und Mutter), Eigenschaften, die Sefirot Chochma und Bina.

Das höhere Licht steigt aus der Welt der Unendlichkeit hinunter und erschafft fünf Welten: Adam Kadmon, Azilut, Brija, Yezira und Assija, die man in Form von Kreisen darstellen kann. Innerhalb dieser wird noch ein zusätzliches Parzuf gebaut, genannt  Adam.

Adam HaRishon wird in der Welt Azilut geboren, die folgende Parzufim einschließt: Atik, Arich Anpin, Aba we Ima, dann  Seir Anpin und Malchut, die man SON (Seir Anpin und Nukwa) nennt.

Der Parzuf Aba we Ima sind Vater und Mutter, aus denen Adam HaRishon geboren wird. Nach der Geburt steigt er an seine Stelle in Malchut hinunter. Das alles geschieht unter Einwirkung des höheren Lichtes.

Und dann will der Wunsch, genannt Adam, bis zum endlichen Zustand, zu der vollen Korrektur  der vollen Ähnlichkeit mit dem Schöpfer (der grüne Pfeil) hinaufsteigen, der auch die Unendlichkeit heißt.

Aber wenn Adam versucht, in diesen Zustand hinaufzusteigen, erscheinen in ihm sofort versteckte Schlangen.

Normalerweise sitzt die Schlange tief innerhalb des Wunsches, nichts interessiert sie. Aber wenn das höhere Licht, das gegen sie gerichtet ist, auf sie einwirkt, wacht sie sofort auf. Es entsteht ein sehr interessantes Bild: auf der einen Seite ist das höhere Licht und auf der anderen die Schlange. Das heißt zwei Gegenpole.

Infolgedessen fällt die ganze Konstruktion von Adam nach unten (der blaue Pfeil) in die Zustände, die unter dem Parssa heißen, wo sich die reinen Welten Brija, Yezira und Assija und ihnen gegenüber auch die unreinen Welten von Brija, Yezira und Assija (Egoismus, Klipa) befinden.

Die Seele, die aus ihrem niedrigsten Zustand geboren wird, genannt „Fall der Seele“, kommt in den Raum zwischen den reinen und unreinen Welten.

Also ist die Seele ein Wunsch, es gibt nichts anderes in ihr. Sie wurde von ihren Eltern Aba we Ima geboren und heißt Adam vom Wort „Ähnlichkeit“ (dome) mit dem Schöpfer, welche sie in der Zukunft erreichen muss. Als sie gewünscht hatte, hinaufzusteigen und dem Schöpfer ähnlich zu werden, erschien die Schlange in ihr, in Beziehung zum höheren Licht, deshalb ist sie in die erschaffenen reinen und unreinen Welten gefallen und fing an sich in ihnen zu entwickeln.

Von hier ab haben wir drei Linien: die linke (blau auf der Abb.), die rechte (grün), und die wichtigste mittlere (rot).
Wenn alle drei Linien miteinander arbeiten, heißen sie „die Seele“ (die gelbe Farbe auf der Abb.). Eine kann nicht ohne die andere existieren.

Frage: Müssen die dunklen Welten gegenüber den reinen Welten unbedingt existieren?

Antwort: Ja. Außerdem existiert alles eben gerade dank den unreinen Welten. Wir unterschätzen die Selbstsucht. Ohne Schlange wäre es unmöglich irgendetwas zu machen. Dank der Methode, die Tora heißt, vom Wort „die Lehre“, „das Licht“ (Horaa, Or) können wir von der Schlange ihre getrennten, richtigen Teile isolieren, sie korrigieren und weiter gehen.

 

Aus dem russischen Kabbalaunterricht 14/05/2017

[211952]

Was ist eine Seele und wie entwickelt man sie?

Frage: Was ist die Seele und wie entwickelt man sie?

Meine Antwort: Die Seele ist das Verlangen zu geben, der Körper das Verlangen zu empfangen. Hier gibt es viele Feinheiten, in denen ein Mensch, der dies nicht an sich spürt, sich oft verwirrt.Tatsache ist, dass der Schöpfer das Verlangen geschaffen hat, Genuss zu empfangen, was der Stoff der ganzen Natur ist. Und die Natur des Schöpfers ist das Verlangen zu geben, das hat nur Er.

Deswegen, wenn wir sagen, dass ein Mensch  sich von dem Verlangen zu empfangen zum Verlangen zu geben ändern kann, meinen wir nicht den Wunsch selbst, sondern die Absicht. Wie ist dieser gegebene Wunsch mit der Absicht für das Geben zu nutzen? Denn wir wollen immer nur empfangen.

Wir sagen oft, dass ein Mensch einem anderen etwas gibt, aber tatsächlich gibt niemand niemandem etwas – ein solcher Zustand existiert nicht in unserer Natur.

Wenn ich dir etwas gebe, bedeutet das, dass ich etwas zurückbekomme. Das heißt, es kann keinen Zustand geben, indem ein Mensch etwas von sich gibt. Weil er keine Quelle ist. Daher ist jedes Geben auf der materiellen Ebene ein versteckter Gewinn. Aber wie kann man dennoch eine Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreichen bzw. die eigene Seele erwerben? Wie kann das Verlangen Ihm ähnlich werden, wenn es ein Verlangen zu empfangen ist?

Nur wenn man eine Absicht zu empfangen hat, aber nur um zu geben, d.h. das Empfangen muss identisch mit dem Geben sein.
Wie kann man das machen? Wenn jemand mich liebt und mir etwas geben will, dann kann ich es wirklich von ihm bekommen, mit der Absicht, ihm ein Vergnügen zu bereiten. Indem ich etwas von ihm erhalte, tue ich ihm einen Gefallen, und dies wird dem Geben gleichwertig sein.

Es gibt viele solche Fälle in unserem Leben. Wir sprechen über das Verhältnis zwischen dem großen, von allen verehrten Menschen und dem gewöhnlichen Mann. Wenn er dem Großen irgendein Geschenk gibt, und dieser zustimmt, es anzunehmen, schenkt er damit dem gewöhnlichen Menschen eine Freude.

Dabei soll es beiden absolut klar sein, was dabei geschieht: der Große empfängt, um dem kleinen Mann eine Freude zu geben, und der andere gibt, weil selbst diese Handlung ein Vergnügen für ihn ist, da er einem großen Menschen gibt.

Wir sehen, dass hier die Handlung der Absicht entgegengesetzt wird, aber dies stört nicht, weil das Wichtigste die Absicht ist. Sie bestimmt den Wert einer Handlung, ihr Wesen.

Der Wunsch des Schöpfers zu geben, zum Genuss zu führen ist unveränderlich. Der Wunsch der Schöpfung auf allen Ebenen, der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen, ist es, nur zu bekommen!
Unbelebtes, pflanzliches und tierisches Verlangen wird „Natur“ genannt und existiert in allen Menschen.
Der Wunsch, auf Kosten der anderen zu genießen, wird Egoismus genannt. Und dabei genießen wir nicht, weil es für unser Überleben auf der tierischen Ebene notwendig ist, sondern weil der „böse Mensch“ in jedem von uns genießt, indem er den anderen demütigt.

Als Egoismus wird also nicht etwas bezeichnet, was wir tun müssen, weil die Natur uns dazu zwingt, sondern der Wille, andere zu unterdrücken, sich über sie zu erheben. Dies ist die böse Natur, die nur für den Menschen charakteristisch ist.

Wenn ich mich über den Wunsch zu dominieren und andere auszunutzen erhebe und ihn in das Geben an andere verwandele – sie nicht für meine Eitelkeit ausnutze, sondern mich ihnen gegenüber zwinge, ihnen wirklich zu geben, zurück zu geben, Genuss zu schenken, zu füllen – dann werden diese Wünsche, korrigiert vom Bösen zum Guten, Seele heißen.

 

Aus der Lektion in russischer Sprache, 21.05.2017
[#211973]

Die kommende Formation  – die Vereinigung der Menschheit

Frage: Die materielle Arbeit, die uns ernährt, wurde vom Schöpfer erschaffen. Hat dies Geltung, um den Egoismus des Menschen, den bösen Trieb, zu korrigieren?

Meine Antwort: Natürlich, materielle Arbeit wurde vom Schöpfer erschaffen und im Laufe der Evolution weiterentwickelt, um uns der Korrektur näher zu bringen. Die Korrektur besteht jedoch nicht in der physischen Arbeit. Im Laufe der Evolution ist die Menschheit durch verschiedene soziale, politische und staatliche Entwicklungen gegangen, um zum jetzigen Zustand zu gelangen, wo die Welt zum ersten Mal seit tausenden Jahren ihre egoistische Entwicklung erlebt.

Aber heute geht es zu Ende. Geld wird allmählich seine Macht verlieren. Arbeit verliert ihren Wert, und es wird immer weniger Arbeit geben. Dementsprechend wird die Grenze zwischen Reichen und Armen, Starken und Schwachen verschwinden und  Hierarchien nehmen ab. Alle möglichen Ausschreitungen, die der Egoismus in der menschlichen Gesellschaft erschaffen hat, werden verwischen und an Wert verlieren. Darum wird die gewichtige Bedeutung von „Arbeit“, die auf Selbstsucht aufgebaut war, verschwinden.

Frage: Wird es weiter Arme und Reiche geben?

Meine Antwort: Nein. Jetzt gibt es noch diese Unterteilung der Bevölkerung, dass  aus der ganzen Menschheit vielleicht nur mehrere Tausende Menschen reich sind, und alle anderen arm. Das heißt, eine kleine Gruppe von Menschen wird an der Spitze sitzen und die restlichen Milliarden ganz unten. Aber die Menschheit wird  so nicht leben können.

Wir sprechen nicht über Sozialismus, Kommunismus, Gegensätze und dergleichen, denn die Natur wird uns selbst zur Verbindung treiben. Deshalb durchleben wir die Zustände der unterteilten Menschheit, damit wir verstehen, dass es so nicht weiter gehen kann.

Gemäß der Wissenschaft der Kabbala wird uns die Natur zur Erkenntnis bringen, dass die nächste Formation, die nächste Entwicklungsstufe, die Vereinigung der Menschheit ist, zu gleichen Bedingungen, weil Vermögen, Ego, Gehalt, nicht als Maß für den Erfolg stehen werden.

Für den Erfolg werden andere Rahmenbedingungen gelten. Er fließt aus der Hierarchie heraus nicht von unten nach oben, sondern von außen nach innen. Derjenige, der mehr für die Verbindung arbeitet, wird eine höhere Energie aus der Natur empfangen, einen besonderen Zustand, Harmonie, die Ähnlichkeit mit der Höheren Natur.

Diese Menschen werden wirklich groß, mächtig und reich werden. Aber das geschieht nur dann, wenn sie verstehen, dass der Reichtum die  Verbindung zwischen ihnen bedeutet. Die Aufmerksamkeit des Menschen wird sich auf die Arbeit für die Verbindung fokussieren. Und das wird eine echte Arbeit sein.

Frage: Aber der Wert, ob man glücklich ist oder nicht, bleibt?

Meine Antwort: Auf jeden Fall! Darüber hinaus bleiben die Höheren und die Niederen. Aber sie werden nach anderen Kriterien bewertet, danach, wie viel man in die Verbindung investiert.

Frage: Und dann werden sie glücklicher sein?

Meine Antwort: Sie werden nicht nur glücklicher sein, sondern auch respektiert und verehrt. Und dies wird zur Konkurrenz antreiben.

Frage: Was ist mit der Filmbranche, Theater, bleibt das?

Meine Antwort: Selbstverständlich. Alles bleibt, was in sich ein spirituelles Potenzial tragen kann, einschließlich der Kunst, die die inneren Impulse des Menschen zum Ausdruck bringt.

Und alles andere wird nur in dem Maße existieren, dass wir genug zum Anziehen haben, unseren Körper gut versorgen und ihm Schutz geben können.

 

Aus der Lektion auf Russisch, 18.12.2016

[#205361]

Das Gesetz vom Management der Welt, Teil 1

Unsere ganze Wirklichkeit ist vollkommen dem Gesetz unterworfen und wird, gemäß der Weisheit der Kabbala, durch das alleinige Gesetz der Höheren Kraft, die Natur genannt wird, kontrolliert. Wir nennen diese Höhere Kraft auch der Schöpfer, weil er tatsächlich das gesamte Universum erschaffen hat.

Die Natur dieser Kraft arbeitet allein zum Wohle ihrer Geschöpfe; das heißt, sie ist absolut gut. Aber wenn wir das nicht sehen, liegt hierin der einzige Grund, warum wir den Schöpfer nicht verstehen können.

Kabbalisten sind Menschen, die diese Höhere Kraft erforschen und ihre vollkommene Güte offenbaren. Und selbst gewöhnliche Naturforscher sehen, dass, obwohl jeder den anderen in der Natur verschlingt, alles besonderen Gesetzen unterliegt und letztendlich der allgemeinen Entwicklung aller erschaffenen Wesen zugute kommt.

Die moderne Wissenschaft zeigt, dass die Natur allumfassend und ganzheitlich und alles darin  vollkommen miteinander verbunden ist. Nichts kann aus diesem Rahmen  herauskommen. Alle Zellen und Systeme arbeiten in Harmonie zusammen, wie in einem gesunden Körper, und bereiten alles auf ein höheres Ziel vor, das über unserer gewöhnlichen, körperlichen Existenz liegt. Wir finden dieses Gesetz in allen Formen der Natur und auf allen Ebenen.

Das Wissen dieser Gesetze ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Existenz. Die unbelebte Materie, Pflanzen und Tiere handeln nach ihren Instinkten, sie spüren die Ordnungen der Natur und führen sie unbewusst aus, beim Menschen hingegen ist es viel komplizierter.

Wir wissen nicht, wie wir uns verhalten sollen. Unsere Instinkte sind nicht stark genug, um unser richtiges Verhalten zu garantieren, obwohl wir uns nur von ihnen leiten lassen. Und das alles, weil der Mensch ein soziales Wesen ist und daraus rühren alle Schwierigkeiten.

Bei allem also, was mit der sozialen Ordnung zu tun hat, funktionieren Instinkte nicht mehr. Sie werden nicht länger durch die Natur reguliert.

Wünsche nach Nahrung, Sex und Familie sind mehr oder weniger verständlich und bereiten uns keine Probleme. Aber in allem, was die Gesellschaft betrifft, wie das Verlangen nach Reichtum, Macht und Wissen, sind wir sehr verwirrt. Unsere inneren Instinkte sagen uns nicht, wie wir uns hier verhalten sollen.

Wünsche nach Nahrung, Sex und Familie gehören zur tierischen Stufe, und deshalb können wir uns in diesem Bereich auf unsere Instinkte verlassen, sie sind wie bei allen anderen Tieren inhärent.

Aber in Bezug auf die rein menschlichen Wünsche müssen wir die richtige Richtung für unsere Entwicklung finden. Ansonsten erweisen sich sowohl Geld und Macht als auch Wissen als Ursache für all unsere Probleme. Durch die tiefgreifende Entwicklung unseres Verstandes erfinden wird die Waffen für unsere eigene Zerstörung.

In den früheren Jahrhunderten alter Geschichte entwickelte sich der Mensch instinktiv wie ein Tier. Unser Egoismus trieb uns stets voran und alles war sehr einfach. Die Entwicklung ging ihren natürlichen Weg, Schritt für Schritt, von einer Manifestation zur nächsten: Sklaverei, Feudalismus, Kapitalismus, und auch der Egoismus wuchs.

Aber heute ist die Zeit gekommen, in der unser Ego seine Entwicklung beendet hat und aufhörte, der Motor für die Evolution zu sein. Er scheint seinen Höhepunkt erreicht zu haben und es gibt nirgendwo einen weiteren Weg. Deshalb kommt alles in den Prozess der Stagnation: Wissenschaft, Produktion, junge Leute, die nicht heiraten und  keine Kinder wollen.

Es gibt eine allgemeine Ermüdung, weil ein Mensch fühlt, keine Antwort auf die Hauptfrage zu bekommen: “Wozu lebe ich?“

Schließlich wussten wir während der vergangenen Jahrtausende, in welche Richtung wir uns entwickelten und unser Egoismus verlangte nicht mehr als nötig. Er hatte sehr reale Bedürfnisse: eine gute Familie, ein Beruf, Kinder und Geld und wir entwickelten uns entsprechend dieser Verlangen. Heute allerdings hat unser Verlangen zu empfangen sein lineares Wachstum beendet und das ist das Problem.

In der Tat begann dieser Prozess vor fünfhundert Jahren zur Zeit des Ari: das Verlangen hörte einfach auf zu wachsen  und „verendete“. Alle Teile der Verlangen in Bezug auf die unbelebte, pflanzliche und tierische Natur haben sich bis zu einer bestimmten Stufe entwickelt und müssen sich nun in der korrekten Form vereinen.

Das heißt, jetzt müssen wir uns verbinden. Wenn wir uns auf  die richtige Weise miteinander verbinden, werden wir die Eigenschaft des Gebens erlangen, die die Eigenschaft des Schöpfers ist und folglich die gemeinsame Kraft der Natur zwischen uns enthüllen. Diese Kraft zeigt sich gerade in der richtig korrigierten Verbindung zwischen uns.

 

aus: Kongress „Die Zukunft beginnt hier“ in Europa, 25.08.2017. Das Gesetz von der Führung der Welt, Lektion 1

[212572]

Die Illusion unserer Welt

Frage: Hat der Krieg eine spirituelle Wurzel?

Antwort: In unserer Welt hat alles seine spirituelle Wurzel, ansonsten würden diese Objekte gar nicht existieren. Die Kräfte, welche aus der spirituellen Welt runtersteigen, aus dem höheren System der Lenkung und der Verbindung der Kräfte, haben sich allmählich materialisiert und sind in unserer Welt als verschiedenste Objekte vorhanden.

Deswegen wurde gesagt: “Es gibt keinen Grashalm in unserer Welt, der ohne den Einfluss der höheren Kraft ist, die ihn schlägt und zu wachsen zwingt.“ Das ist natürlich.

Die höheren Kräfte steigen aus der Welt der Unendlichkeit über die Welten von Adam Kadmon, Azilut, Brija, Jezira und Assija herunter, kommen bis in unsere Welt und materialisieren sich hier.

Wenn wir von der höheren Wurzel gegenüber seinem Zweig in unserer Welt sprechen, ist das sehr schwer zu erklären, weil dieses System sehr verzweigt ist. Zum Beispiel, wie kann man ein Glas oder die menschliche Hand den höheren Objekten angleichen? Mehr noch, in unserer Welt existieren sie nicht! Das sind nur die Kräfte, welche die Objekte in unseren Verstand malen, in unsere Empfindungen. Uns scheint aber, dass dies materielle Objekte sind. Es ist eine Illusion.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 7/9/17

[#215154]

Wie macht die Kabbala den Menschen frei?

Frage: Wie macht die Kabbala den Menschen frei?

Antwort: Die Kabbala enthüllt dem Menschen die ganze Stufe seiner Unfreiheit und erklärt, in welchem Rahmen die Freiheit existiert.

In dieser Welt ist die Freiheit von unserer Selbstsucht, von unserer ganzen Natur, der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Natur möglich. Und das ermöglicht uns nur die Methode der Kabbala. Sie ruft die höchste Kraft hervor, die uns über unsere tierische Selbstsucht erheben kann.

Tatsächlich sind wir absolut schwach, können nicht aus unserem Ego heraustreten. Der Mensch kann sich aus dem Sumpf nicht herausziehen. Aber wenn mit Hilfe des höchsten Lichtes das höchste Niveau auf uns einwirkt, dann zieht uns das Licht aus dem materiellen Niveau heraus.

Der sogenannte ACHaP des Höheren steigt zu uns herunter in Galgalta we Ejnaim des Niedrigen, und wir beginnen uns zu erheben. Wir gehen über die Grenzen unserer Natur hinaus auf das höhere Niveau.

Aber wenn wir uns sogar schon dort befinden, sind wir immer noch nicht frei in dem Sinne, dass wir alles machen können, was wir wünschen. Das heißt, der Begriff der absoluten Freiheit existiert nicht. Die Freiheit hat nur der Schöpfer. Die Geschöpfe haben keine Freiheit.

Die Geschöpfe können im Zustand der Freiheit von der ursprünglichen egoistischen Natur sein und dabei zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer streben, d.h. sich immer mehr zum Altruismus, zum Geben, zur Liebe hinbewegen. In einem solchen Zustand fühlt sich der Mensch absolut zufrieden, erfüllt, er hat keine Bedürfnisse, er fühlt die uneingeschränkte Freiheit.

Außerdem bekommt er das Gefühl der Verantwortung, er ist verpflichtet zurückzugeben, zu helfen, andere zu erfüllen. Er empfindet diesen Zustand der absoluten Unfreiheit wie die absolute Freiheit, weil sie sich immer über seine Selbstsucht, über all seine minderwertigen Empfindungen erhebt.

Aus dem russischen Unterricht vom 02.07.2017

[#214800]

Kabbala Akademie

Seminar im Kreis und die praktische Kabbala Teil 1

Frage: Die Methode der Kabbala erlaubt uns die Natur des Menschen so zu verändern, dass er anstatt sich um sich selber zu kümmern, anfängt sich um die anderen Menschen zu kümmern. Für die Realisation dieser Methode benutzt man die Seminare in Kreisen, „die runden Tische“. Was ist „der runde Tisch“?

Meine Antwort: Der runde Tisch ist eine Gruppenhandlung, an welcher Männer, Frauen und Kinder teilnehmen. Kabbala ist die Methode der Offenbarung des Schöpfers den Geschöpfen in dieser Welt. Und dies ist nur unter der Bedingung des Gleichheit der Eigenschaften möglich. Das bedeutet, dass wir die Eigenschaften erlangen sollen, die der höheren Kraft ähneln. Dann werden wir diese Kraft offenbaren können. Genauso wie jedes Ortungsgerät dafür bereit sein muss, die Erscheinungen die es orten soll, zu erfassen.

Zum Beispiel ist ein Dampfdetektor darauf aufgebaut, dass er auf den Dampf reagiert und nicht auf einen süßen, sauren oder bitteren Geschmack. Genauso hier, wenn ich die höhere Kraft offenbaren möchte, muss ich in mir ein Gefühlsorgan bilden, welches der Natur des Schöpfers entspricht. Dann kann ich den Schöpfer finden, wie ein Spürhund, der einen Geruch aufgenommen hat. Ich brauche nur „den Geruchsinn“ um zu orten, wo sich der Schöpfer verbirgt.

Die Kabbalisten sagen, dass der Schöpfer sich zwischen uns verbirgt. Wenn zwischen uns die guten Verhältnisse herrschen und die gegenseitige Anteilnahme, Liebe zu den Freunden, als ob wir ein Mann mit einem Herzen wären, sagt uns das, dass wir uns wirklich als Ganzes fühlen wollen.

In diesem Streben fangen wir an, wie ein Hund mit seiner Spürnase die Anwesenheit des Schöpfers zu fühlen. Wir suchen nicht nach Ihm irgendwo in anderen Welten und Räumen, sondern wir verbinden uns miteinander noch mehr, damit wir herausfinden wo und wie wir den Schöpfer offenbaren können.

Es ist klar, dass wir, indem wir freundliche Wechselwirkungen zwischen uns aufbauen, darinnen die höhere Kraft offenbaren. Das Netz der Verbindungen zwischen uns, der maximal guten Verbindungen, bis hin zur Liebe, heißt Shechina. In ihr wollen wir die Anwesenheit des Schöpfers finden, der Shochen heißt.

Daraus folgt, dass keine Notwendigkeit dazu besteht sich in einen anderen Raum zu versetzten. Wir brauchen zwischen uns nur das Netz der  Wechselwirkungen, die gegenseitige Liebe und das Geben, die Umarmung, die Einheit bis zu so einer Stufe korrigieren, bis wir uns innerlich so nahe sein werden, dass sich innerhalb dieser Verbindung der Schöpfer offenbart.  Das Einzige worum wir uns Sorgen machen müssen, ist unsere Verbindung. Alles andere wird sich innerhalb dieser offenbaren.

Für den Aufbau solch einer besonderen Verbindung wird die Arbeit in der Gruppe von zehn Menschen, die die höhere Kraft offenbaren wollen, durchgeführt. Wenn diese Menschen den Anweisungen der Kabbalisten folgen, offenbaren sie allmählich diese Kraft.

Es ist wünschenswert, dass dieser Zehner sich jeden Tag für das Studium der Wissenschaft der Kabbala versammelt und sich auch bemüht alle Freunde miteinander zu verbinden indem man über die Verbindung redet, die kabbalistischen Artikel liest und eventuell Übungen macht.

Das alles geschieht dafür, dass man unter den Freunden solche Beziehungen aufbaut, innerhalb derer sich ein Netz der Verbindungen zwischen uns offenbart. Dieses Netz existiert auch jetzt schon, wir sollen es aber aus seinem Versteck herausholen als ob wir ein Fischernetz aus der Tiefe der See holen. Wie die Fischer den Fisch mit dem Netz herausziehen, werden wir mit diesem Netz auch den Schöpfer herausziehen und offenbaren.

Das Seminar in dem Kreis ist eine Handlung, die uns erlaubt den Eigenschaften der höheren Kraft ähnlich zu sein. Darin verbirgt sich die ganze Wissenschaft der Kabbala, die von der Erhebung des Menschen von unten nach oben spricht.

Es existiert ein Teil in der Kabbala, welcher den Aufbau des Alls, das von der Welt der Unendlichkeit nach unten absteigt, erklärt. Ein anderer Teil der Kabbala lehrt darüber, wie man aus dieser Welt zurück in die Welt der Unendlichkeit aufsteigt und den Schöpfer offenbart. Diese Arbeit geschieht mithilfe des Seminars im Kreis.

Fortsetzung folgt…

 

Aus dem 885. Gespräch über das Neue Leben 

[#214705]