Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Egoismus'

Segen und Fluch

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeuten „Segen und Fluch“, von denen im Buch Sohar geschrieben steht?
Meine Antwort: Segen ist die Kraft, die es mir ermöglicht, mich über den Egoismus zu erheben, mich mit den anderen zu verbinden. Segnen bedeutet, die Kraft des Gebens und der Liebe zu schenken.
Und Flüche sind umgekehrte Handlungen, wenn dem Menschen die Möglichkeit zu geben und zu lieben genommen wird.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 24.09 2010

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Sich vor dem tosenden Ozean retten

Zu Jom Kipur lesen wir die Erzählung „Jona“. Über den Propheten Jona, den der Schöpfer beauftragt hat, in die Stadt Ninwe zu gehen, um deren Bewohner zu gute Taten zu erwecken.

Aber Jona hat sich entschieden, vor dem Schöpfer wegzulaufen, er suchte das Schiff auf, um wegzuschwimmen… Der Schöpfer aber hat den Sturm hervorgerufen, und als die Seeleute verstanden haben, dass der Jona daran schuld war, haben sie ihn in die Welt hinausgeworfen, in der der Wal Jona verschluckt hatte und ihn dann an die Küste … in die Stadt Ninwe gebracht hat. Jona kam in die Stadt ein und nach seinen Predigten verzichteten die Bewohner auf die Feindschaft, und erreichten die Nächstenliebe. So hat Jona notgedrungen die Verordnung des Schöpfers erfüllt.

Jona, der an Bord des Schiffes ging, ist eine Seele, die sich in den Körper des Menschen herabließ. Denn der Mensch in dieser Welt ist dem Schiff im tosenden Meer ähnlich.

Die Seele kommt in den Körper, um ihre Korrektur in Zusammenhang mit anderen Seelen zu erreichen. Gerade aufgrund des egoistischen Wunsches kann die Seele korrigiert werden – auch wenn sie dabei die Selbstsucht und die Trennung von den Anderen verwendet, entwickelt sie trotzdem aus „dem Punkt des Gebens“ die Größe und die Stufe des Schöpfers (die Eigenschaft des Gebens und der Liebe).

Dieser „Punkt des Gebens“ bindet an sich die immer größeren egoistischen Wünsche. Dabei werden solche Wünsche, die noch nicht für das Geben geeignet sind, nicht verwendet (die Beschränkung). Folglich verlegt man 125 Mal den ganzen Wunsch zu genießen, bis das Geben erreicht ist.

Der Schöpfer schickt „den Punkt des Gebens“, die Wurzel der Seele in diese Welt – den Propheten Jona, in die Wünsche der Menschen, aufs Schiff. Die Matrosen und der Kapitän sind die Engel, d.h. die Umgebung des Menschen, die Beauftragten des Schöpfers.

Jona soll seine Wünsche erwecken, um korrigiert zu werden, sich mit allen Seelen zu verbinden, die Stadt Ninwe zur Korrektur anzuregen, deren Übel ins Gute, in die gegenseitige Liebe umzuwandeln. Andersfalls fallen sie in die Selbstsucht und den Hass herab, die sie folglich zum Tod führen können.

Dazu müssen wir zur Hilfe das Licht heranziehen. Das heißt, zu bitten, bzw. über die Hilfe zu schreien. Und in jenem Maß, in dem wir schreien erhebt das Licht den Teil des Wunsches zu genießen, und schließt ihn an die Handlung des Gebens an.

So verlegen wir alle Wünsche aus unserer Welt (die Wünsche „für sich“), – in die zukünftige Welt (die Wünsche „für die anderen“). Dadurch gehen wir in die Welt des Schöpfers ein, zur Empfindung der Welt in der Eigenschaft des Gebens, die als die ewige und vollkommene Existenz empfunden wird.

Die Geschichte des Propheten Jona besagt, dass der Schöpfer uns zwingen wird, uns entweder auf dem guten Weg oder durch Leiden mit der Verbreitung der Kabbala zu beschäftigen, mit der Methode der Korrektur der ganzen Welt. Deshalb ist es gesagt: „So wähle das Leben“ – und darin ist das Wesen des Jom Kipur eingeschlossen.

Aus dem Unterricht nach gewählten Ausschnitten über Jom Kipur, 17.09.2010

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Die Welt zur Korrektur anstoßen

Eine Frage, die ich erhielt: Halten Sie eine noch breitere Verbreitung der Kabbala für notwendig, sogar ohne sie zu erwähnen und nur mit der Erklärung ihrer Idee, den Gründen für die Krise, der Notwendigkeiten der Vereinigung in der globalen Welt usw.?

Meine Antwort: Ich bin vollständig mit dem einverstanden, was Sie über die Notwendigkeit einer größeren Offenheit in unserem Vertrieb draußen berichten. Ich bin damit einverstanden, dass man die Programme der breiten Verbreitung entwickeln muss und hierfür die Fachkräfte vorbereiten soll.

Aber vor allem müssen wir klären, ob wir im Meer von Informationen und Aufrufe zur Vereinigung, die bereits existieren und mithilfe der schönen Worte schon beschrieben sind, versinken können. Denn es gibt schon so viele solcher Organisationen! Obwohl das Internet damit überfüllt ist – niemand hört zu. Warum?

Weil die ganze Natur den Wunsch darstellt, den Wunsch zu genießen, den Selbstgenuss. Der Mensch kann nur im Radius seines Wunsches hören, und nicht breiter, und so wurde die Schöpfung erschaffen. Deshalb schreit man vergeblich.

Rabasch sagte einst, dass der Wunsch nicht in der Apotheke verkauft wird und man nur „den Kranken“ ansprechen kann. Deshalb ist den Menschen alles gleichgültig, was sie selbst nicht betrifft. Und man darf sie dafür nicht tadeln.

Was können wir dann machen? Uns bleibt nur Folgendes übrig:

1. Unsere Idee zu verbreiten und die Menschen mit dem „Punkt im Herzen“ zu verbinden.

2. Unsere Idee unter den Menschen zu verbreiten, die zur Offenbarung „des Punktes im Herzen“ am nahsten sind. Möglicherweise sprechen Sie gerade über diesen Kreis der Bevölkerung?

3. Wir beobachten, dass die allgemeine Krise von der Menschheit nicht anerkannt wird, da diese versucht, die Krise zu verbergen. Das Einzige, was unmöglich ist, zu verbergen und was von jedem unmittelbar empfunden wird ist die Krise der Erziehung (nicht der Ausbildung!) – die Situation in den Schulen, in der Familie, im Privatleben.

Wenn wir zeigen, dass man die junge Generation physisch gesund großziehen kann, wobei sie moralisch den Sinn und das Ziel des Lebens in ihrer ganzen Breite und der Tiefe verstehen wird – dann werden wir gewiss die Aufmerksamkeit aller Menschen heranziehen.

Somit werden wir in der Lage sein, durch unsere Erziehung (Gruppen, die Heranziehung des O`M“, die Kinder großzuziehen – d.h. die neue Generation, die in einigen Jahren den Platz ihrer Eltern belegen wird.

Wobei wir die Erziehung und unsere Schulen weltweit organisieren können. Durch das Internet, die sog. offene Schule für alle, einschließlich die Erziehung und die Bildung, die Fakultäten, den Netzwerk usw., wonach sich die junge Generation so sehnt. Dadurch wird sie aus der materiellen Ebene in die Ebene der virtuellen Welt erhoben, in die geistige Welt hinauf.

Dafür müssen wir eine virtuelle Schule erschaffen, selbst wenn wir beginnen, uns nur mit den Kindern unserer Freunde in der ganzen Welt zu beschäftigen – es sind aber Tausenden von Kinder, die das Ergebnis zeigen können und zu aktiven und gebildeten Teilnehmer unserer Bewegung werden können. Je nach der physischen Größe, wird das Kind auch geistig wachsen!

Diesen Punkt 3 können wir verwirklichen und dadurch die Welt zur Korrektur anstoßen, wie es in der Bibel gesagt ist: „Die Herzen der Väter an die Söhne, und die Herzen der Söhne an die Väter zurückzugeben“.

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Kabbala und Geldverdienen

Frage: Auf Bitte eines Freundes möchten wir eine Frage, die ihn sehr beschäftigt, stellen: Darf er sich als Ihr Schüler vorstellen und den Menschen für Geld den Segen erteilen und ihnen dadurch in schwierigen Lebenssituationen helfen?
Außerdem schlägt er vor, das zu einer lokalen Gruppenaktivität zu machen, weil er meint, es habe etwas mit der Verbreitung zu tun und erwecke bei den Menschen Interesse für Kabbala.
Da er Geldsorgen hat, steht er im Moment vor der Wahl, einen riskanten Job anzunehmen oder zu versuchen, mit solchen Segnungen Geld zu verdienen. Wir wissen nicht weiter und fragen deswegen Sie, um keine Fehler zu machen.

Meine Antwort: Auf keinen Fall darf man mit Kabbala Geld verdienen, wobei man auch noch Menschen betrügt. Und wenn sich so etwas in der Gruppe beobachten lässt, muss derjenige sofort aus der Gruppe ausgeschlossen werden.
Man darf niemals Kabbala zum Geldverdienen benutzen – das schneidet den Menschen völlig vom spirituellen Weg ab. Es darf kein Segen erteilt werden – das ist eine Lüge!
Nur das Verlangen der Gruppe und die Gedanken an den Freund, wenn sie uneigennützig sind, können ihm helfen. Mit Kabbala Geld verdienen darf man auf gar keinen Fall!
Das betrifft ebenfalls solche Flüche wie Pulsa de Nura, als ob man mit deren Hilfe jemandem schaden könnte. Es gibt keine Wunder auf dieser Welt!
Wir müssen nur nach dem Licht, der Kraft des Gebens und der Liebe, streben, das ist die einzige positive Kraft in der Welt. Sie hervorzurufen, ist unsere einzige Möglichkeit, etwas in der Welt zu bewegen, unser einziger freier Wille.

 interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >  Kabbala Akademie

Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 2

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Die Wissenschaft der Kabbala spricht nicht von unserer materiellen Welt
Der Sohar spricht keineswegs von materiellen Ereignissen (die in den egoistischen Verlangen eines Menschen stattfinden), sondern von den höheren Welten (die in den altruistischen Verlangen wahrgenommen werden), wo die zeitliche Abfolge (Handlungsabfolge) eine andere als in der materiellen (egoistischen) Welt ist.
Spirituelle Zeiten äußern sich durch die Änderung von Formen und Stufen, die über Raum (des egoistischen Verlangens) und Zeit (der Handlungsabfolge) liegen (weil die Ursache und die Folge in der spirituellen Eigenschaft des Gebens ihrer Folge im Materiellen entgegengesetzt sind).

Das Buch Sohar mit Sulam-Kommentar, Abschnitt WaJeze, 139

Die Wissenschaft der Kabbala erzählt nur davon, was angefangen von der Wurzel der spirituellen Welt Assija und höher liegt (d.h. höher als unsere Welt. Aus diesem Grund sind alle, die versuchen Kabbala in unserer Welt anzuwenden, entweder Laien oder Scharlatane).

Rabbi Nachman von Bratslav. Sichot Moaran, 225

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Wie kann man einem Menschen erklären, was die Kabbala ist?

1. Als erstes muss man die Kabbala von allen übrigen sogenannten “geistigen” Methoden, Philosophien, Mystik, Wundern usw. trennen.

2. Man muss sehr kurz und konkret erklären: was die Wissenschaft der Kabbala ist und wofür man sie benötigt, wie sie uns hilft, alle Probleme zu lösen, die aus einer Wurzel entstehen – aus dem Ungleichgewicht mit der Natur.

Wir wissen (aus der Physik und Physiologie), dass das Gesetz des Gleichgewichtes das grundlegende Gesetz des Lebens ist, wovon unser ganzes Leben abhängt, und weshalb man es unbedingt beachten muss.

Die Menschen sind heute schon bereit, darüber zu hören, wenn man ihnen einfache und eine von Herzen kommende Erklärung gibt.

Wir bieten den Menschen das Medikament für die Beseitigung ihrer Probleme. Dann passt es jedem Menschen, aus jedem beliebigen Kreis – denn man geht mit der Natur zusammen, mit ihren Gesetzen, die für alle gelten.

Die Weisheit der Kabbala erklärt, wie man das Gleichgewicht erreichen kann, oder mit anderen Worten – die Beziehungen mit dem Schöpfer, was eigentlich ein und dasselbe ist! Wie man dieses Gesetz des Gleichgewichtes und der Ähnlichkeit der Eigenschaften in seinem Inneren realisieren kann.

Die Regel: “Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst” – bedeutet eine vollkommene und natürliche Verbindung mit der Umgebung.

Wenn ich mich mit der Umgebung zu einem Ganzen verbinde, dann werde ich keine Probleme und Leiden empfinden – ich werde genauso ewig und vollkommen sein, wie die ganze Natur!


Aus dem Unterricht zum Thema “Kabbala heute. Die Aktualität im Licht der Kabbala”, 10.08.2010

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Wir bauen einen kabbalistischen Staat auf!

Ein Brief, den ich erhielt: Es ist eine neue Sozialstruktur der Online-Communities entstanden, wo es bis jetzt noch keine Regeln, keine Ideologie, nichts gibt, dort wird eine virtuelle Realität aufgebaut.

Und ich sehe, dass ihre Methode für diese Online-Communities am besten geeignet ist. Nicht für die reale Welt, weil sie schrecklich träge und voll von vielen verschiedenen Ideologien ist, sondern für die virtuelle, in der Veränderungen innerhalb von einigen Tagen und nicht einigen Jahrzehnten stattfinden.

Natürlich ist das keine spirituelle Welt, aber auch keine materielle mehr. Das ist ein neuer Spielplatz für den menschlichen Verstand, wo er verschiedene Szenarien durchspielen kann, die früher nur in natura, im Laufe von Jahrzehnten und Jahrtausenden, überprüft werden konnten.

In Israel könnt ihr nach dem alten Schema arbeiten, indem ihr die physische Infrastruktur aufbaut. Und in den letzten Monaten lässt sich beobachten, dass das wunderbar funktioniert. Doch in der restlichen Welt lässt man euch nirgendwo rein – sowohl in der physischen Welt als auch in ihrem ideologischen Aufbau ist alles bereits längst belegt. Verändern wird sich das nur infolge von Naturkatastrophen.

Und dort, wo der materielle Mensch euch noch nicht einmal zuhören wird und der „spirituelle“ Mensch sofort das Wesen der Kabbala begreift, wird der Mensch, der in diesen virtuellen Welten lebt, euch sagen: „Wenn dein Spiel interessant ist, lass uns spielen, warum nicht!“ Und darin sehe ich die einzige Chance für uns, irgendetwas in der äußeren Welt zu verändern.

Meine Antwort: Ich gebe Ihnen fast in allem recht. Das versuchen wir auch in unserem Stimulator zu erreichen – eine neue gesellschaftliche Vereinigung zu erschaffen – den weltweit einzigen kabbalistischen Staat.

Das Grundgesetz lautet „Liebe deinen Nächsten“ nach dem Gesetz der höheren Naturkraft. Alle Gesetze, Verhaltens- und Beziehungsregeln, Problemlösungen gründen nur auf den Gesetzen der Natur des Gebens. Baal haSulam schreibt darüber im Buch „Die letzte Generation“.

Die Jugendlichen nehmen die Online-Communities als ihre Familie wahr, sie verzichten auf die lebendige Kommunikation zugunsten der virtuellen. Online-Communities werden zu starken psychologischen Bezugspunkten für die Nutzer.

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Enthüllung des Zerbrechens

Eine Frage, die ich erhielt: Wer sind die Menschen mit zerbrochenem Herzen?

Meine Antwort: Das Herz sind alle Verlangen eines Menschen. Wenn er feststellt, dass alle diese Verlangen dem Eigengenuss dienen, erkennt er, dass sie zerbrochen sind.

Was bedeutet Zerbrechen? Sie waren einmal, am Anfang, durch die Kraft des Gebens, die Kraft der Verbindung zwischen ihnen vereint – auf eine natürliche Art und Weise, durch das Licht, durch die Erweckung von oben, denn so hat es der Schöpfer erschaffen.

Später hat sich der Schöpfer verhüllt, das Licht ist verschwunden, und deshalb ging auch die Verbindung zwischen uns verloren. Die Enthüllung der fehlenden Verbindung zwischen uns nennt man Zerbrechen. Das alles bezieht sich auf die Geschöpfe.

Die fehlende Enthüllung des Schöpfers, der Eigenschaft des Gebens, hat die Trennung hervorgerufen. Diese Trennung kann so wahrgenommen werden, wie wir sie im Moment empfinden: „Es ist nichts Schlimmes, es ist alles in Ordnung. Ich will bloß nicht gestört werden, und ich selbst schade niemandem“. Das nennt sich Verhüllung des Zerbrechens.

Es gibt aber auch einen Zustand, wenn wir spüren, dass wir zerbrochen sind und es zwischen uns keine Verbindung, keine Vereinigung existiert. Hier kann es ebenfalls ein unterschiedliches Maß an Erkenntnis des Bösen geben: entweder ich erreiche ohne Verbindung zwischen uns kein gutes materielles Leben oder ich rufe durch die fehlende Verbindung zwischen uns Naturkatastrophen hervor, oder aber ich erkenne durch diese fehlende Verbindung den Schöpfer, die Spiritualität, nicht.

Das heißt, es gibt eine Enthüllung über dem Exil, über der fehlenden Verbindung zwischen uns, und es gibt eine Enthüllung von unten – das ist das, was die Menschheit im Moment allmählich erkennt.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 15.08.2010

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Alles hängt von jedem von uns ab

Warum sollte man nicht weltweit nur diejenigen versammeln, die zu dem aktivsten Teil, der „600 000 Seelen“ genannt wird, gehören, und sich mit ihrer spirituellen Korrektur beschäftigen? Und um die Anderen müssen wir uns dann nicht kümmern.

Aber nein. Wir müssen uns jetzt von Anfang an im gemeinsamen, integralen Strom befinden.
Wir sehen, dass überall auf der Welt globale Katastrophen und allgemeines Erwachen stattfinden – alle Ereignisse beginnen dermaßen miteinander verbunden und auf alle bezogen zu sein, dass wir verpflichtet sind, uns um diesen gemeinsamen Organismus zu kümmern.

Die allgemeine, vollkommene spirituelle Befreiung (Geula) bedeutet Verbreitung der Wissenschaft der Kabbala unter allen Völkern, und alle diese Teile der Gesamtseele müssen einander helfen.
Die einen erlangen die gegenseitige Bürgschaft, die anderen unterstützen sie. Es gibt viele unterschiedliche Kreise.

Der aktive Teil, genannt „Israel“, muss als erster seine Korrektur beenden, damit diese Wissenschaft von dort auf die gesamte Welt überschwappt. Doch die gesamte restliche Welt muss ihm dabei helfen, weil wir dadurch den Weg beschleunigen.

Und die Wahl zwischen dem Weg des Lichtes und dem Weg der Leiden hängt nicht nur von denjenigen ab, die den Punkt im Herzen besitzen – wir sehen in der Praxis, wie die gegenseitige Unterstützung auf alle wirkt und uns alle stärkt.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 11.08.2010

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Werde zum Schöpfer deiner selbst!

Eine Frage, die ich erhielt: Was kann uns helfen, die Gruppe so zu betrachten, dass wir nur Vorteile und keine Nachteile in den Freunden sehen?
Meine Antwort: Die Gruppe ist wie ein Vergrößerungsglas oder eine Brille, ohne die es unmöglich ist, den Schöpfer zu sehen. Ich sehe Ihn nur, wenn ich durch die Gruppe hindurch schaue. Sie ist mein spirituelles Gefäß und mein Werkzeug zur Enthüllung des Schöpfers.
Und hier kann nur die Liebe helfen… Die Liebe unterdrückt unser Ego, und es fängt an, in der umgekehrten Form zu funktionieren, wie das Verlangen zu genießen, welches genutzt wird, um zu geben. Deshalb wird alles nur von der Einstellung, von unserer Bewertung der Wichtigkeit der Freunde bestimmt.
Im normalen Leben, wenn der Mensch sich ein egoistisches Ziel gesetzt hat, arbeitet er an einem Ort, wird an einem anderen Ort bezahlt und kauft sich wiederum was ganz anderes – das alles gehört nicht zusammen.
In der Spiritualität vereint sich alles im Inneren, an einem Ort: sowohl die Anstrengungen als auch die Belohnung und das Ziel selbst oder das Resultat – das alles sind Teile eines Ganzen. Deshalb fällt es uns so schwer, denn wir sind es gewohnt, dass das alles in der materiellen Welt getrennt ist.
Doch man muss verstehen, dass ich und der Freund, ich und der Schöpfer, weit von mir entfernte und mir nahestehende Menschen, diejenigen, die groß oder klein in Bezug auf mich oder auch mir gleich sind – all das ist mein spirituelles Kli, innerhalb welchem ich alles, sogar mich selbst, enthülle!
Solange ich dieses Kli nicht enthüllt habe, werde ich noch nicht einmal existieren! Das werde nicht ich, sondern eine glatte Lüge sein, ein Stück Egoismus, mit dem ich mich noch identifiziere. Wenn wir erkennen, was unter der Gesamtseele, sprich Gruppe, verstanden wird, erkennen wir dort im Inneren auch uns selbst und enthüllen alles.
Im Moment besitze ich nur den Punkt des Zerbrechens, der Einschränkung, der Entfernung, der sich außerhalb der Spiritualität, außerhalb des Schöpfers befindet. Uns ist die Wahrnehmung gegeben, dass wir uns außerhalb der wahren Realität, in einem Traum, in einer imaginären Welt befinden.
Wenn ich, während ich mich in diesem Traum befinde, es schaffe, aus ihm heraus die wahre Realität aufzubauen, in welcher die Gemeinschaft, der Schöpfer und mein wahres Ich eingeschlossen sind, werde ich in sie eintreten können! Doch bis dahin stelle ich mir mein Leben nur vor.
Diese ganze zukünftige Realität ist die Gruppe, die ich aufbauen muss. Ich selbst baue meine spirituelle Welt, meine Seele auf. Denn genau das ist auch meine Seele, die ich aus dieser trügerischen Scheinrealität, aus dem Traum, in den ich hineingetaucht wurde, aufbaue, damit ich zum Schöpfer meiner selbst werde! Und dann vereinen sich ich, die Gruppe und der Schöpfer und gelangen zur vollkommenen Einheit und Verschmelzung.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 15.08.2010

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