Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Die „Geschenke“ von Abraham

Abraham war ein sehr berühmter, angesehener Mann im alten Babylon. Seine kabbalistischen Lehren verbreiteten sich daher erfolgreich unter den Babyloniern. Er soll ihnen die ganze Idee der zukünftigen spirituellen Entwicklung vorgestellt haben.

Der große Philosoph, aus dem 11. Jahrhundert- Rambam schrieb, dass Tausende von Menschen Abraham folgten. Tausende! Und er führte sie weg von Babylon in das Land Israel. Diejenigen, die ihm nicht folgten, da sie keine Verlangen spürten, wie der Schöpfer zu werden, beschlossen, sich über den ganzen Globus zu verteilen. Die Primärquellen sagen aus, dass Abraham ihnen sogenannte „Geschenke“ gab.

Die Geschenke hatten die Bedeutung, dass er ihnen alle möglichen anderen Techniken beibrachte. Diese beruhten nicht darauf, den Egoismus zu bewältigen,  ihn in der mittleren Linie zu verbessern, um sich über das Ego zu erheben, um nach vorne zu gehen und von HAGAT zu HABAD aufzusteigen. Im Gegenteil diese Lehren beruhen darauf den Egoismus zu reduzieren, ihn zu schmälern und sich mit dem Geringen und Kleinen zufrieden zu geben. Mit anderen Worten: Abraham gab den Babyloniern die Überreste des Glaubens- die Religionen. So verteilten sie sich über die ganze Erde.

Wir sehen, dass spirituelle Lehren, besonders östliche Lehren und Religionen, darauf aufgebaut sind, dass der Mensch bescheidener ist und sich nicht von anderen abhebt. Sie fördern nicht die Entwicklung von Egoismus oder gar die Entwicklung von Technik.

Sie stehen im Gegensatz zur Kabbala die sagt: Je größer der Egoismus ist, desto besser ist es, denn mit seiner Hilfe können wir uns erheben und uns korrigieren.

Wenn ein Mensch kein Streben nach Korrektur hat, dann ist es besser, seinen Egoismus zu verkleinern, „leiser als Wasser unter dem Gras“ zu sein.

Aus der Fernsehsendung „Die Kraft des Buches Zohar“Nr.6

[278583]

Einige Menschenleben sind in unserer egoistischen Welt mehr wert

Covid-19 hat in Brasilien fast 350.000 Todesopfer gefordert, die Impfungen laufen erbärmlich schleppend, und jeden Tag kommen Tausende Opfer hinzu. Die europäischen Länder haben in der Zwischenzeit Zugang zu Impfstoffen, und ihre täglichen Fallzahlen liegen im unteren dreistelligen Bereich. Die Tragödie in Brasilien erhält jedoch kaum oder gar keine mediale Aufmerksamkeit, während der Kampf in Europa, der ohne bürokratische Inkompetenz noch erfolgreicher hätte sein können, im Mittelpunkt steht. Sind brasilianische Leben weniger wert?

[Rest des Beitrags lesen →]

Wie man Covid-19 beendet

Jedes Land der Welt kämpft für sich mit den Problemen von Covid-19. Deutschland ist auf dem Weg zu einem weiteren Lockdown; Frankreich ist bereits im Lockdown; Indien bricht Rekorde in neuen bestätigten Fällen, und Brasilien bricht Rekorde in Covid-Todesfällen. Es gab eine Zeit, in der wir das Gefühl hatten, dass die Pandemie das Problem aller ist, und dann sagte der Präsidentschaftskandidat Joe Biden „Eine Infektion irgendwo ist eine Infektion überall“. Jetzt kämpft jedes Land für sich gegen den Virus. Der UN-Generaldirektor beklagte sich über die Ungleichbehandlung bei der Verteilung der Impfstoffe;  während in einigen Ländern bereits die Hälfte ihrer Bevölkerung geimpft ist, haben andere nicht eine einzige Dosis eines der Impfstoffe erhalten.

[Rest des Beitrags lesen →]

Nach links, nach rechts, aber immer nach vorne

Wir hatten den Nazismus und wir hatten den Kommunismus, den Sozialismus und den Kapitalismus. Wir haben Demokratie, Monarchien und wir haben Republiken gehabt. Das Leben besteht aus Gegensätzen: links – rechts, Sonne – Mond, heiß – kalt, Hass – Liebe, Freude und Traurigkeit. Ohne das eine gäbe es das andere nicht, ohne beides gäbe es keine Existenz.

Das Leben ist nicht statisch, es entwickelt sich immer weiter, bewegt sich immer vorwärts. Schicht um Schicht entwickelt sich das Leben. Wenn eine neue Schicht erscheint, manifestieren sich ihre beiden Gegensätze, bekämpfen sich eine Zeit lang und erkennen schließlich, dass keiner ohne den anderen existieren kann, also gehen sie eine Verbindung ein. In der Folge wird diese Verbindung zur Grundlage für das Entstehen der nächsten Schicht.

[Rest des Beitrags lesen →]

Holocaust-Gedenken – Blick in die Zukunft

Der Holocaust hat mich von klein auf stark geprägt. Ich wurde in Weißrussland geboren, an dem selben Ort, an dem die Nazis schreckliche Gräueltaten an den Juden verübt haben. Und gerade in Witebsk, der Stadt meiner Kindheit, gab es ein Ghetto und ein Vernichtungslager, in dem viele meiner Verwandten umgebracht wurden. Diese Geschehnisse blieben in meiner Familie immer präsent – ich hörte von ihnen, als ich klein war. Ich wurde von jenen auf- und erzogen, die gerettet worden waren und die die Geschichten der Umgekommenen erzählen konnten. So hat die Shoah in mir eine unvergängliche Prägung hinterlassen, da sie ein integraler Bestandteil meiner Erziehung war.

[Rest des Beitrags lesen →]

Der Exodus aus Ägypten und der Ausstieg aus der Pandemie

In der Pessach-Nacht sitzt man traditionell mit seinen Lieben an einer festlichen Tafel, um über die Freiheit und die Leiden der Sklaverei und Plagen und den Wunsch nach Befreiung zu lesen.

Im zweiten Jahr in Folge der Pandemie werden in den USA und in den meisten Gemeinschaften auf der ganzen Welt viele feiern, da die Pandemie noch nicht hinter uns liegt. Wenn wir uns also fragen: „Ma nishtana?“ (Was hat sich geändert?) was diese Nacht von allen anderen unterscheidet, müssen wir vielleicht hinterfragen, warum wir immer noch schmerzhafte Situationen ertragen und wie wir ein für alle Mal davon befreit werden können.

[Rest des Beitrags lesen →]

Die Bestimmung der Frau

Frage: Für eine Frau ist es wichtig, etwas Eigenes zu haben. Ein Mann dagegen duldet keinerlei Einschränkungen. Warum ist das so?

Antwort: Auch eine Frau neigt zum verlassen ihrer Rahmenbedingungen. Früher war die größte Bedeutung für sie das Haus, die Familie, Kinder und Ehemann. Es war nicht einmal nötig, das Haus zu verlassen.

Frage: Wurde sie vielleicht durch ihre Umgebung dazu gezwungen?

Antwort: Nein, sie wurde von niemandem zu etwas gezwungen. Das war tatsächlich so. Wenn eine Frau Kinder hatte und in ihrer Familie alles gut lif, bestand darin der Sinn ihres Lebens.

Heute erhält sie keine Erfüllung von ihren Kindern, ihrem Mann oder ihrer Familie. Ein Mensch muss immer noch für etwas existieren, man muss Freude empfangen. Deshalb geht eine Frau, die sich nicht erfüllt fühlt, in die Außenwelt hinaus, ich würde sagen, aus Verzweiflung, weil sie in der Familie keine Befriedigung findet.

Erwiderung: Studien sagen, dass verheiratete Frauen eine sehr instabile Psyche haben. Sie sind gezwungen, ständig einen Psychologen zu konsultieren.

Antwort: Das ist furchtbar. Eine Frau sollte für ihre Familie und Kinder da sein. So ist es immer gewesen, vor allem in der jüdischen Gemeinschaft, wo man sich darum kümmerte, dass kein Mädchen ohne Bräutigam blieb, und auch, dass ein Brautpaar wenigstens ein minimales Auskommen hatte. So ist es uns vorgeschrieben.

Die Gesellschaft ist verpflichtet, eine Frau nicht allein zu lassen, für sie die Umgebung zu schaffen, die ihrer   Natur   entspricht.   Deshalb   hatte   die   Brautwerbung   eine   wichtige   gesellschaftliche   Bedeutung, daneben auch die Pflegschaft, die Fürsorge für junge Paare. Die Gesellschaft überließ das nicht nur den Eltern. 

Die Brautwerbung ist nicht nur eine interessante Tätigkeit, sondern sie soll vielfältige soziale Probleme lösen. Diese Institution der Fürsorge besteht schon seit der Antike, seit Jahrtausenden. Sie basiert auf sehr ernsthaften Motiven. Keinen einzigen Menschen allein zu lassen, ohne dass er in seiner wohlgeordneten Familie aufgehoben ist, in der er existieren sollte. 

[279955]

Wir sind gezwungen zu wachsen, trotz unserer Vernebelung durch die Medien

Noch bevor sich Covid-19 wie ein Flächenbrand über den Globus ausbreitete, standen wir vor einem Niedergang. Die Medien taten so, als gäbe es noch viele Leckerbissen zu entdecken, aber trotz dieser Vernebelung bewegten wir uns dennoch auf das Ende zu. Wir werden nicht glücklich sein, wenn wir auf einer Kolonie auf dem Mars leben; wir werden nicht glücklich sein, weil es einen neuen Präsidenten gibt; wir werden nicht glücklich sein, weil unser Auto elektrisch ist und unsere Energie aus erneuerbaren Quellen stammt, oder weil wir vegetarische Burger oder im Labor gezüchtetes Fleisch essen. Wir werden nur dann glücklich sein, wenn wir die Verantwortung für unser Leben übernehmen und aufhören, uns nur auf uns selbst zu konzentrieren.

[Rest des Beitrags lesen →]

Woran wir uns an Israels Gedenktag erinnern sollten

Heute ist der israelische Gedenktag für die gefallenen Soldaten der israelischen Kriege und die Opfer von Terroranschlägen. Unsere Nation ist besonders. Neben der Trauer um die Gefallenen und die Opfer müssen wir uns vor Augen halten, dass der Staat Israel und das Volk Israel in einer einzigartigen Position sind. Wir sind die einzige Nation, deren Schicksal in ihren Händen liegt. Es ist zwar wahr, dass wir von Feinden umgeben sind, die nichts anderes als unsere Zerstörung wollen. Aber es ist auch wahr, wenn auch schwer zu akzeptieren, dass wir unsere Feinde in Freunde verwandeln können, wenn wir tun, was wir tun müssen, worauf ich weiter unten eingehen werde. Deshalb müssen wir einerseits die Gefallenen betrauern, andererseits müssen wir die Verantwortung für unser Leben übernehmen und verhindern, dass andere fallen,  und den lang ersehnten Frieden mit unseren Nachbarn erreichen.

[Rest des Beitrags lesen →]

Der Bankrott des Zionismus

Leviev: Der Zionismus ist wegen der „neuen amerikanischen Religion“ bankrott.

Geschäftsmann Lev Leviev, einer der angesehensten Diamantenhändler der Welt, er ist von Israel nach London umgezogen, erklärte den Zionismus für bankrott. In einem Interview mit der Zeitung Haaretz erklärte Leviev, dass das Leben im heutigen Israel seine jüdische Substanz verlieren würde. Leviev, der eine Kette von Privatschulen in Israel und im Ausland besitzt, kritisierte ebenfalls die heutige säkulare israelische Erziehung. [Rest des Beitrags lesen →]