Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Alles hängt von jedem von uns ab

Warum sollte man nicht weltweit nur diejenigen versammeln, die zu dem aktivsten Teil, der „600 000 Seelen“ genannt wird, gehören, und sich mit ihrer spirituellen Korrektur beschäftigen? Und um die Anderen müssen wir uns dann nicht kümmern.

Aber nein. Wir müssen uns jetzt von Anfang an im gemeinsamen, integralen Strom befinden.
Wir sehen, dass überall auf der Welt globale Katastrophen und allgemeines Erwachen stattfinden – alle Ereignisse beginnen dermaßen miteinander verbunden und auf alle bezogen zu sein, dass wir verpflichtet sind, uns um diesen gemeinsamen Organismus zu kümmern.

Die allgemeine, vollkommene spirituelle Befreiung (Geula) bedeutet Verbreitung der Wissenschaft der Kabbala unter allen Völkern, und alle diese Teile der Gesamtseele müssen einander helfen.
Die einen erlangen die gegenseitige Bürgschaft, die anderen unterstützen sie. Es gibt viele unterschiedliche Kreise.

Der aktive Teil, genannt „Israel“, muss als erster seine Korrektur beenden, damit diese Wissenschaft von dort auf die gesamte Welt überschwappt. Doch die gesamte restliche Welt muss ihm dabei helfen, weil wir dadurch den Weg beschleunigen.

Und die Wahl zwischen dem Weg des Lichtes und dem Weg der Leiden hängt nicht nur von denjenigen ab, die den Punkt im Herzen besitzen – wir sehen in der Praxis, wie die gegenseitige Unterstützung auf alle wirkt und uns alle stärkt.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 11.08.2010

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Alle zusammen aufsteigen – und keinen Schritt zurück!

Heute wird der Einheitsabend in Beer Schewa stattfinden, und jedes Mal gehen wir einen weiteren Schritt nach oben.
Auch wenn dieses Ereignis nur von kleinem Maßstab ist, wird es immer zu allen vorhergehenden ergänzt.
Wir fühlen die Akkumulation unserer Bemühungen nicht, aber so ist es in unserer irdischen Entwicklung, wenn wir eine Menge Handlungen ausführen müssen, um einen sichtbaren Sprung in der Entwicklung durchzuführen. Wie die Flucht aus Ägypten – unerwartet, in der Hast und in der Finsternis.
Deswegen ist die heutige Veranstaltung so wichtig. Jedes weitere Ereignis ist zweifellos tiefer und stützt sich auf alle vorhergehenden Zustände und übersteigt sie alle.
Wenn man alle vorhergehenden Zustände zusammen verbindet, dann wird jeder weitere Zustand größer als die anderen, egal, ob wir das fühlen oder nicht. Handlungen werden nicht nach unserer Empfindung bewertet.
Und wir erhoffen uns, dass wir schon genug vorbereitet sind und das Fallen überwinden können. Wie ein Greis, der gebogen geht und die ganze Zeit im Voraus prüft, ob er etwas fallen lassen hatte.
Genauso müssen wir jetzt auch entscheiden, dass wir hinaufsteigen und nicht mehr fallen. „In der Geistigkeit wird es gehoben, aber nicht gesenkt!“
All diese Schwäche, die sich nach dem Treffen und der Vereinigung enthüllen wird, muss man bereit sein, mit dem Glauben über dem Verstand sofort zu überwinden.
Der Zustand, der auf dem Treffen erreicht wurde, soll nicht verlorengehen! Wir werden die Leere unvermeidlich fühlen, weil wir ja bis zu irgendeinem Zustand der Einheit hinaufgestiegen waren. Danach haben wir uns getrennt und sind noch tiefer gefallen als wir vorher waren. Und jetzt stellt sich die Frage: Was werden wir mit diesem Fallen machen?
Das Wichtigste und das Kostbarste ist dieser negative Zusatz, weil wir mit seiner Hilfe noch ein Stückchen höher hinaufsteigen können.
Dieser Zusatz der Selbstsucht ermöglicht es uns, mit dem „Glauben über dem Verstand“ über sie hinaufzusteigen. Die Kraft, um die Fälle zu überwinden, kommt von oben, wenn wir um sie gemeinsam bitten.
Darin kann uns nur der Stimulator helfen, in dem wir die Einigkeit nach dem vergangenen Einheitsabend fortsetzen, um uns dort so stark wie möglich zu äußern.
Mit jedem Treffen werden wir mehr und mehr von der Einheit ansammeln, bis „ der Groschen zum großen Kapital wird“.
Wieviel dort angesammelt wurde, ist uns nicht bekannt, bis die nötige Summe für den Eingang in die höhere Welt plötzlich erreicht wird.
Aber das geschieht immer unerwartet, in der Hast, wie die Flucht aus Ägypten. Es ist unmöglich, etwas darüber im Voraus zu wissen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 18.08.2010

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„Drei bis fünf Jahre“: Der Flug verläuft normal

Die Gruppe ist jenes Material, innerhalb dessen ich arbeite. Es ist der Ort, das Arbeitslabor, wo ich all meine Handlungen durchführe. Es ist jenes Visier, durch welches ich mich auf das Ziel ausrichte, denn sonst sehe ich es nicht.

Nehmen wir an, du musst mit einer Kanone auf ein spirituelles Ziel schießen. Doch wie willst du es treffen, wenn du es nicht siehst? Was soll dich genau auf den richtigen Punkt ausrichten? Du brauchst einen Außenstehenden, der das Ganze von der Seite betrachtet, sprich eine dritte Kraft, die dich lenkt.

Was ist das für eine dritte Kraft in unserem Fall? Der Schöpfer ist vor mir verborgen, ich bin auch weit weg von Ihm, deshalb wird für mich auf dem Weg eine Beobachtungsstation bzw. ein Visier, genannt „Gruppe“, aufgebaut. Wenn ich mich mit ihr verbinde und mich aus ihr heraus auf das Ziel ausrichte, werde ich es zweifellos treffen.

Ich muss mehrere Bedingungen berücksichtigen: „Entfernung“, „Wind“ u.a. Das alles finde ich in der Gruppe. Selbst ein materielles Ziel ist schwer zu treffen, und in der spirituellen Welt greifen unzählige Bedingungen, die für mich unbekannt sind.

Dieses ganze System ist vor mir verborgen. Erst später fange ich an, zu erkennen, dass ich ein kompliziertes und gewaltiges System starte, ähnlich einem Säugling, der mit seinem Geschrei alle um sich herum laufen und ganze Fabriken arbeiten lässt, damit sie ihn mit Pampers und Babynahrung versorgen.

Genauso handeln auch wir innerhalb der Gesellschaft, ohne selbst zu verstehen, wie das geschieht. Meine Verbindung mit dem Schöpfer ist zerbrochen, und wenn ich eine Verbindung mit der Gesellschaft herstelle, werde ich ohne Zweifel Ihn treffen, denn Er verbirgt sich innerhalb derselben Verbindung.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 18.08.2010

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Kabbalisten über Kabbalisten T.2

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Wer ist ein Kabbalist?

Die Wissenschaft der Kabbala hängt (um sie zu verstehen) von allen Wissenschaften ab (deshalb wird Kabbala enthüllt, nachdem die Menschheit alle Wissenschaften unserer Welt im Allgemeinen entdeckt und sich ihrer Begrenztheit vergewissert hat), die ihrerseits von ihr abhängen (gerade aufgrund der Enthüllung und Umsetzung der Kabbala erkennt die Menschheit die Quelle aller Wissenschaften).

Und daher werden wir keinen einzigen wahren Kabbalisten finden, der nicht über ein breites Wissen in allen der Welt bekannten Wissenschaften verfügt, (nicht weil er sie studiert hat, sondern) infolge der Tatsache, dass man sie ausgehend vom Wesen der Wissenschaft der Kabbala erlangt, weil alle Wissenschaften in ihr eingeschlossen sind.

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Das gemeinsame Leben des Lichtes und des Wunsches

Wir alle reihen uns in den einzig existierenden Zustand ein – in die Welt der Unendlichkeit, wie alle Teile des gemeinsamen Systems.

Es existiert in Form des einheitlichen Körpers, gleicht einem lebendigen Organismus, der aus verschiedenen inneren Systemgruppen besteht, welche das Blut, die Flüssigkeit, die Lymphe, die Neurosignale bewegen.

Wir sind genauso, wie ein schöner, ewiger Organismus auf der Stufe der Welt der Unendlichkeit verbunden, welcher sich dem gut gebauten Wagen angleicht, und dem Licht ähnelt, das ihn ausfüllt. Der Wunsch und das Licht, das ihn ausfüllt funktionieren in der allgemeinen Harmonie.

Wie in jedem gesunden Körper, erfolgen auch in diesem System die Prozesse der Ausdehnung und des Zusammenziehens: der Puls, die Atmung, das Herzschlag. Obwohl der Wunsch und das Licht einander entgegengesetzt sind, gibt es zwischen ihnen eine solche Dynamik, die als das „Leben“ bezeichnet wird. Denn von all diesen Veränderungen kommt eben die Empfindung des Lebens auf!

Wenn es nur ein Licht oder nur einen Wunsch gäbe – dann würde nichts empfunden werden. Das Geschöpf empfindet seine Existenz gerade aufgrund der Harmonie zwischen dem Licht und dem Wunsch – entweder ist das Licht größer, oder es gibt einen größeren Wunsch. Und so funktioniert es die ganze Zeit, das Eine ergänzt das Andere.

Entweder das Licht intensiviert sich, weil der Wunsch sich absichtlich verringert hat, um dem Licht seine Handlung zu ermöglichen. Oder das Licht ermöglicht dem Wunsch zu gelten.

Wie auf dem Schaukelbrett – entweder der eine ist höher, oder der andere. So geben wir einander die Möglichkeit hinaufzusteigen, nach oben zu fliegen! Diese Dynamik der Veränderungen bewirkt das Leben.

So geschieht es in der Welt der Unendlichkeit, aber unser Zustand ist beabsichtigt, künstlich beschädigt, damit wir „den Vorteil des Lichtes aus der Finsternis“ empfinden können, das Gegenteil des Lichtes fühlen und uns selbst zur Vollkommenheit bringen. Nur dann können wir es schätzen!

Wenn du schon als vollkommen geboren wurdest, dann wirst du automatisch leben und wirst niemals diese Vollkommenheit in ihren gesamten Tiefe verspüren. Deshalb sind die Beschränkungen und die Verhüllungen, die Entfernung und das Zerbrechen vorgesehen – bis zur vollen Loslösung der Schöpfung vom Schöpfer, bis zum endgültig unkorrigierntfernten Zustand. Und dieser Defekt befindet sich nur in unserem Inneren, in unserer Wahrnehmung.

Ich empfinde mich jetzt in irgendwelchem Körper (meine Illusion) und in irgendwelcher (vorgestellten) Welt, weil ich ohne Bewusstsein bin. Ich befinde mich in der Welt der Unendlichkeit, aber stelle mir unbewußt verschiedene Bilder vor. Dieser Fieberwahn heißt diese Welt … – die letzte, unterste und schlimmste Stufe von allen möglichen Zuständen.

Daraus wird eben klar, dass wir die Anstrengungen selbst machen müssen, um ins Bewusstsein und in die Empfindung der Vollkommenheit zurückzukehren – dann werden wir verstehen, was sie tatsächlich bedeutet, denn ihre gesamte Tiefe wird dann empfunden.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 13.08.2010

Du willst eine Million haben? – Erhalte sie dann auch!

Eine Frage, die ich erhielt: Ich bin – ein einfacher Mensch und möchte in Ruhe leben. Manchmal bekomme ich Schläge, aber ich denke niemals über den Sinn des Lebens nach.

Ich sehe, dass es den Menschen, welche die Wissenschaft der Kabbala studieren, besser geht. Aber ich möchte nur ein ruhiges Leben haben. Bin ich dann auch verpflichtet, die Wissenschaft der Kabbala zu studieren?

Meine Antwort: Ja. Denn die Wissenschaft der Kabbala wird dir erzählen, wie die angestrebte Ruhe zu erreichen ist. Du bist nicht verpflichtet, den Schöpfer, die zukünftige Welt, die Höheren Welten zu enthüllen … Aber derjenige, der sich es wünscht, wird die Offenbarung erreichen.

Und du willst einfach nur Ruhe? – Dann wirst du deine Ruhe bekommen. Wenn die Wissenschaft der Kabbala die Menschen zum allgemeinen Gleichgewicht bringt, dann wird jeder von diesem Zustand das bekommen, was er sich wünscht.

Es heißt „MaN“, von dem man sich „in der Wüste ernähert“ (im leeren Wunsch), – jeder empfindet darin den erwünschten Geschmack.

Du willst das ruhige Leben haben? – Bitte! Du wünschst dir im Gegenteil das Leben, voller Abenteuer ? – Dann erhalte es doch!

Eine Frage: Und wenn ich eine Million Dollar will?

Meine Antwort: Eine Million Dollar ist eine Empfindung des Genusses und nicht die Anzahl „der grünen“ Papierchen. Du wirst den Genuss empfinden, als ob du eine Million Dollar bekommen hättest. Denn danach bemessen wir das Maß unserer Erfüllung.

Aus dem Unterricht zum Thema „Die Aktualität im Licht der Kabbala“, 10.08.2010

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Du denkst das, was ich denke!

Eine Mitteilung: Die Neurologen aus der Princeton University haben das Vorhandensein einer mentalen Verbindung zwischen Gesprächspartnern experimentell bestätigt.

Es hat sich herausgestellt, dass die Gehirne von Gesprächspartnern während des Gesprächs synchron arbeiten, d.h., es entsteht eine mentale Verbindung. Je aufmerksamer man zuhört, desto besser verläuft die Synchronisation.

Die Hirnaktivität des Zuhörers kopiert vollständig die vergleichbaren Prozesse im Gehirn des Redners.

Meine Antwort: Das bestätigt erneut das Vorhandensein einer globalen permanenten absoluten Verbindung zwischen allen Teilen der Schöpfung, so dass man sie nicht als miteinander verbundene Teile eines Systems, sondern als ein Ganzes betrachten sollte.

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Wegweiser durch das Buch Sohar. Die Formel der Schöpfung

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“

Das korrigierte Verlangen funktioniert nach der Formel: „Israel, der Schöpfer und die Tora sind eins“.

„Israel“ – das bin ich bzw. mein inneres Verlangen, den Schöpfer zu erreichen, Ihm ähnlich zu werden („Isra-el“ bedeutet auf Hebräisch „direkt zum Schöpfer“).

Der Schöpfer ist das Ziel, welches von mir angestrebt wird.

Die „Tora“ ist der korrigierte Mechanismus der Verbindungen zwischen den Seelen, in Liebe zwischen uns.

Um das zu veranschaulichen, betrachten wir den menschlichen Organismus als Beispiel. Alle seine Teile befinden sich in einer richtigen Wechselbeziehung miteinander, unterstützen einander in Verbindung, Bürgschaft und Einheit.

Genauso müssen sich die Seelen verhalten. Das System der Verbindungen (des völligen Zusammenwirkens) zwischen ihnen in Liebe nennt sich „Tora“.

Es enthält 613 (Tariag) richtige Verbindungen zwischen einer jeden Seele und den anderen Seelen sowie zwischen allen Seelen insgesamt (die letzte Verbindung, das letzte Gebot, verbindet sie alle durch die Liebe zu einem Ganzen).

Wenn es zwischen den Seelen keine Verbindung durch die Liebe gibt und sie im Gegenteil durch den Hass verbunden sind, bedeutet dies, dass die Tora verdorben und verborgen ist.

Seelen, die keine Verbindung zwischen ihnen wahrnehmen, werden als diejenigen bezeichnet, die sich im Exil von der Tora und dem Schöpfer, nicht in ihrer Eigenschaft, befinden, getrennt von der richtigen Verbindung (der Tora) zwischen ihnen und dem Licht (dem Schöpfer), welches ihre richtige Verbindung ausfüllt.

Das ist mit dem Unterschied zwischen einem gesunden und einem kranken Organismus, der sich zerstört und dessen Systeme nicht funktionieren, zu vergleichen.

Innere Korrekturen, die wir in unserem Verlangen vollziehen, um es aus einem verdorbenen in einen korrigierten Zustand zu bringen, werden als „Gebote“ bezeichnet.

Aus diesem Grund steht geschrieben, dass „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ das Hauptgesetz der Tora ist, welches das gesamte System der richtigen Verbindungen zwischen den Seelen enthält.

Wie wirst du deine Welt ausmalen?

Als Symbol unseres bevorstehenden Kongresses gelten die Einheit, die Vereinigung, die gegenseitige Bürgschaft, die Vereinigung der ganzen Menschheit um die höhere Kraft, die wir untereinander offenbaren werden. Sie bringt uns zum Gleichgewicht, zur Ruhe, zur Empfindung der Ewigkeit. Damit heben wir den Tod auf! Denn der Todesengel wird aus dem uns trennenden Hass geboren. Und wenn wir stattdessen, die geistige Kraft, die Kraft des Gebens heranziehen, dann werden wir des ewigen Lebens würdig.
Gerade der Hass hebt das Leben auf und bringt uns zum Tod! Er tötet unsere Körper und gibt uns die Empfindung dieser Welt. Diese Welt ist die Widerspiegelung der egoistischen Verbindung zwischen uns. Aber jeder ist verpflichtet, sich und die ganze Welt in eine andere Form der Verbindung zu bringen, damit anstelle dieser Welt, die geistige Verbindung empfunden wird:  Brija, Jezira, Azilut, Adam Kadmon und die Welt der Unendlichkeit. Alle Welten sind Formen der Verbindung zwischen uns, es ändert sich nichts mehr! Wir werden in unseren Körper leben, ebenso, wie jetzt – nur unsere Beziehungen werden sich verändern, und werden uns die Empfindung der neuen Realität geben.
Und wir werden fühlen, dass wir in der Welt der Unendlichkeit existieren und hören auf, unsere Körper zu empfinden! Unsere ganze Welt steigt in die Unendlichkeit hinauf.
Verschiedene Beziehungen und Verbindungen zwischen den Menschen: von bedrohlichen, bis zur neutralen und freundlichen, bewirken das ganze Spektrum der Farben und der Schattierungen um uns herum – von der schwarzen Finsternis bis zu den hellen und schönen Farben: von himmelblau bis weiß. Stellen Sie sich die ganze heutige Menschheit vor, ausgerüstet mit Gewehren und Messern, wo sich jeder von den anderen in einer Festung abgrenzen will, um dort das Haus zu haben, um von niemandem abhängig zu sein oder eben das vollkommene Gegenteil – die vollständig offene Welt, ohne jegliche Grenzen, wo die anderen und ich eine Einheit bilden, und die ganze Welt, meine Kinder, Freunde ein einheitlicher Organismus sind.
Der Mensch wird fühlen, dass er ohne andere Menschen verloren ist. Heute beginnen wir allmählich, aus der Natur zu lernen, wir enthüllen, dass wir alle verbunden und voneinander abhängig sind.
Diese Schlussfolgerung ist immer noch erzwungen, aber später werden wir verstehen – dass das gerade gut ist, dass wir mit den Anderen verbunden sind! Denn ich kann gerade aufgrund dieser Verbindung über diese Welt hinaus zur Vollkommenheit und der Ewigkeit hinaufsteigen! Ich werde dankbar dafür sein, dass eine solche Verbindung existiert – denn sie erlaubt mir die Wahrnehmung der Realität zu verändern, sowie in eine andere, geistige, die ewige Dimension einzugehen.

Aus dem Unterricht zum Thema „die Fragen über die Rolle des Volkes“, 12.08.2010

 

Zum Gedenken des Todestages von Rav Kuk (1865-1935)

Die Grundlagen seiner Lehre.

Kabbala gilt als das Fundament der Lehre von Rav Kuk. Er sah sie als eine Grundlage für den Aufbau einer neuen Gesellschaft und des Staates Israels, die auf dem Gesetz der „Nächstenliebe“ gegründet sind. Das Volk stellt den einheitlichen Organismus dar, der sich mittels der Einheit in solchen Zustand bringen wird. Auf diesem Wege nähert sich das Volk dem Schöpfer an. Jedes Mitglied der Gesellschaft ist verpflichtet, seine Vorbestimmung zu verstehen, und dank der Individualität zum Teil des ganzen Volkes, und dann der ganzen Welt zu werden. Erst dann erfüllt der Mensch seine Vorbestimmung und wird dem Schöpfer ähnlich.
Der Mensch kann sich individuell nicht mit dem Schöpfer verbinden, sondern nur aus Einheit mit ähnlichen Menschen: „Von der Nächstenliebe – zur Liebe zum Schöpfer“. Das Volk Israels existiert nur als eine einheitliche Gesamtheit, an die das gegenseitige Geben und die Liebe gerichtet ist, woraus die Verschmelzung, die Ähnlichkeit der Eigenschaften mit dem Schöpfer resultieren. Das Volk wurde als solches vom Abraham mit den Babyloniern geschaffen, und die gemeinsame Liebe ist eine Bedingung für ihre Existenz.
Im Exil (wenn man sich im Gegenteil zum Schöpfer befindet), außerhalb des Landes Israel (Erez Israel – der Wunsch zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer) – existiert das Volk nicht. Für die Wiederherstellung der Verbindung mit dem Schöpfer kehrt das Volk ins Land Israel zurück, wo die Möglichkeit, sich zu korrigieren entsteht, der Aufbau eines neuen Staates. Deshalb bedeutet dieser Aufbau des Staates Israels den Anfang der Korrektur des Volkes Israels und dann der ganzen Menschheit, welche zur allgemeinen Erhöhung bis zum Niveau des Schöpfers führt. Die Beachtung der religiösen Gesetze ist nur für den öffentlichen und kulturellen Rahmen der Gesellschaft wichtig. Der Aufbau des Staates lässt zu, die nationale Verantwortung für die Korrektur des Volkes Israels, sowie die der ganzen Menschheit zu erreichen. Heute hat sich die Menschheit entwickelt und ist bereit die Kabbala als die Methode der Enthüllung des Schöpfers wahrzunehmen.
Die Zeit für das Volk Israel ist gekommen, aus der geistigen Vertreibung zurückzukehren, und dann zum Licht für die Völker der Welt zu werden, auf ihrem Wege der Offenbarung des Schöpfers. Nur in diesem Fall wird der Aufbau des Staates Israels die Unterstützung der Völker der Welt bekommen. Im Falle der Nichterfüllung der Mission des Volkes Israels, die Methodik der Korrektur den Völkern der Welt zu tragen, wird er zerstört werden, und das Volk wird sich wieder ins Exil begeben.
Obwohl der Zionismus unbewusst handelt, wird er allmählich gezwungen, sich der Notwendigkeit der Kabbala, als der Methode für die Offenbarung des Schöpfers, der höheren, lenkenden Kraft bewusst zu werden, um die Verfassung des Landes und der Welt zu konzipieren. Die Mission und die Auserwähltheit des Volkes Israels – besteht im Dienen der Menschheit auf den Wegen ihrer Korrektur, „als Licht für die Völker der Welt“ (Prophet Jesaja).
Ausführliche Informationen über Rav Kuk und seine Verbindung zum Baal HaSulam findet man in meinem Buch „Zwei große Himmelskörper“.