Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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YNET: Was ist uns betreffend Schulbildung unserer Kinder wichtig? (Teil 1)

Aus meiner Kolumne auf Ynet: „Was ist uns betreffend Schulbildung unserer Kinder wichtig?“ Wenn wir nicht eines Morgens aufwachen und entdecken wollen, dass wir eine ganze Generation verloren haben, dann müssen wir das Bildungssystem ändern, damit es unsere Kinder so schnell wie möglich auf das Leben vorbereitet. Während alle Umfragen den Bedarf zur Veränderung zeigen, konzentriert sich das Bildungsministerium nur auf die Steigerung der Wissensvermittlung. Was ist die Lösung?

Wenn Sie einer der Entscheidungsträger aus dem öffentlichen Dienst wären, was würden Sie zuerst verbessern? Die medizinische Betreuung, die nationale Sicherheit, die Gerichte oder das Bildungssystem? In einer Umfrage beantworteten hunderte von Israelis die Fragen des zentralen Statistikbüros. Die Ergebnisse wurden diese Woche veröffentlicht.

Wenn Sie zu den aufgeregten Eltern von Kindern gehören, die diese Woche ein neues Schuljahr begonnen haben, wissen Sie wahrscheinlich die Antwort auf diese Frage. Mehr als 30% der Bevölkerung sind der Meinung, dass sich das israelische Bildungssystem verbessern sollte; 48% der israelischen Eltern sind von der Tätigkeit dieses Systems enttäuscht; 60% suchen nach Alternativen; 81% der Eltern beschweren sich darüber, dass das Bildungssystem die Kinder nicht auf das Leben im 21. Jahrhundert vorbereitet. Der Kunde hat immer Recht und in diesem Fall sind es die Eltern. Mit welchen Werkzeugen werden unsere Kinder nach 12 Jahren Schule unsere Gesellschaft regeln? Welche Werte werden sie in der Schule lernen? Der Rassismus wächst, die Trennung im Land erweitert sich und der Diskurs in den sozialen Netzwerken wird immer heftiger. Wer bereitet unsere Kinder auf diese realistischen Probleme und vieles mehr vor?

Eltern, interessiert es Euch?

In dieser Woche wird die Schule wieder einmal zur zentralen Einrichtung, die das Leben und die Zukunft Ihres Kindes beeinflusst. Das öffentliche Bildungssystem wurde im 19. Jahrhundert während der Industriellen Revolution mit der Absicht eingeführt, möglichst viele Arbeiter auf die Fließbandarbeit vorzubereiten.

Seitdem hat sich nicht viel verändert… Der Schwerpunkt wurde auf das Unterrichten von professionellen Fertigkeiten, die das Wirtschaftssystem besser bedient und es unterstützt, gesetzt. So lange die Schulen damit fortfahren eine Fabrik zu sein, um gute und wettbewerbsfähige Bürger zu produzieren und Leistungstests das einzige Kriterium sind, um Erfolg zu messen, gibt es keinen Grund unsere Kinder in die Schule zu schicken.

Das Schulsystem sollte zuerst den Schwerpunkt auf das Übermitteln von Werten und nicht von Informationen legen. Die Verbesserung der Kernthemen und die steigende Zahl von Studenten, die das höchsteNiveau für Englisch und Mathematik als Abschlussprüfung wählen und Formulierungen von sozialen Studien umarbeiten, ist wichtig. Dies ist jedoch die Rolle des Informationsministeriums und nicht des Bildungsministeriums.

Vertiefte Umerziehung

Mittlerweile gibt es einen starken Rückgang bei den Jugendlichen, die in der Armee dienen möchten. Viele junge Menschen denken darüber nach, das Land zu verlassen. Wir werden täglich immer gleichgültiger gegenüber anderen. Um mit einem nationalen Problem fertig zu werden, das unbegründeter Hass genannt wird und dessen Samen bei der Zerstörung des Tempels gepflanzt wurde, müssen wir Maßnahmen ergreifen und den Grundsatz-Wert „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ lehren.

„Derjenige, der sich um die Tage sorgt, pflanzt Weizen; derjenige, der sich um die Jahre sorgt, pflanzt Bäume und derjenige, der sich um die Generationen sorgt, erzieht Menschen.“ (Janusz Korczak)

Alle Eltern machen sich Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder und tun ihr Bestes, um die Verbindung innerhalb der Familie zu festigen. So sollten wir uns auch über die Zukunft der nächsten Generation sorgen.

Wir sollten die Verbesserung der zwischenmenschlichen Beziehungen fördern, um darin die Kraft der Einheit, Wohlstand und Sicherheit zu finden. Und das nicht erst aus einem falsch verstandenen Gemeinschaftsgefühl heraus, das oft in Krisenzeiten entsteht.

„Unsere einzige Hoffnung ist eine tiefgreifende Umgestaltung der Erziehung unserer Kinder, die natürliche Liebe zu erkennen und neu zu entfachen. Sie flackert in uns, wir sollten den nationalen Muskel wiederbeleben, der vor zweitausend Jahren inaktiv wurde“ (Die Schriften von Baal HaSulam)

Fortsetzung folgt..

Vom Ynet-Artikel 31/8/16

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Zwischen Hass und Liebe

Frage: Sie sagten, unser Leben verläuft zwischen Liebe und Hass. Doch inwiefern ist Liebe mit Hass verbunden und andersrum genauso?

Meine Antwort: Wenn es keinen Hass gäbe, würde es auch keine Liebe geben. Wenn ich keine Verlangen und keine Erfüllung hätte, woher wüsste ich, dass ich es liebe? Das Maß der Liebe, ihr Charakter und ihre Kraft hängen von Maß, Charakter und der Kraft des Hasses ab. Wenn ich etwas hasse, möchte ich mich davon distanzieren, oder wenn ich leide, hasse ich das Leid, denn ich will es nicht. Hass und Liebe beschreiben das ganze Spektrum der Beziehungen. Und es gibt nichts anderes, als das, was ich hasse und was ich liebe.

Wir wurden aus dem Wunsch zu genießen erschaffen, und darum gibt es Dinge, die ich hasse und von denen ich mich entfernen möchte, weil sie mein Verlangen zu genießen negativ beeinflussen. Umgekehrt ist es genau so, es gibt Dinge, die ich liebe und denen ich mich hingeben möchte, weil sie auf mich positiv wirken. Und zwischen den beiden befindet sich mein ganzes Leben: Es zieht mich etwas an oder stößt mich ab; ich pendle zwischen dem Hass für das Schlechte und der Liebe für das Gute hin und her.

Womöglich sollten wir uns selbst erziehen, und die Vorstellungen von dem, was schlecht und was gut ist, wovon wir genießen und wovon nicht überdenken. Und darum brauchen wir eine spezielle Bildung und damit einhergehend eine Veränderung in der Beziehung des Menschen zu dem, was ihm als gut und angenehm scheint und was er als schlecht und unangenehm empfindet.

Wir können unsere Einstellung dazu ändern und Wahrheit und Lüge, süß und bitter in unsere Betrachtungsweise einbeziehen. Immerhin gibt es Dinge, die man liebt, obwohl man weiß, dass sie schädlich sind. Und es gibt Dinge, die man hasst und verachtet, aber nichtsdestotrotz richtig sind. Und mit deren Hilfe man tatsächlich zum Guten kommen kann.

Das heißt, man sollte sein Leben nicht nach dem instinktiven oder erworbenen gesellschaftlichen Vorstellungen und Gefühlen von Gut und Böse betrachten, sondern eine Klärung im Verstand durchführen: was wirklich gut oder schlecht ist, und nicht was mir angenehm oder unangenehm erscheint oder was ich selbst als richtig oder falsch empfinde.

Dies ist möglich, weil der Mensch ein soziales Wesen ist und deshalb bestimmen kann, was gut und schlecht in Bezug auf die Gesellschafft ist. Die Gesellschaft respektiert mich oder verachtet mich. Und da ich sehr unter dem Einfluss der Gesellschaft stehe, kann ich meine Werte  ändern und etwas hassen, was ich früher geliebt habe und umgekehrt.

Früher verhielt ich mich zum Beispiel, wie es mir in den Sinn kam, und plötzlich in der neuen Umgebung merke ich, dass es gar nicht gut ankommt, ich werde missachtet, nicht respektiert. Weil ich mich vielleicht falsch benehme oder ungepflegt bin..

Ich sehe, dass ich gar keine Wahl habe und mein Verhalten korrigieren muss; ich erkenne den Einfluss der Umgebung, in der man klar nach gut und schlecht beurteilt wird. Ich fange an, die Missachtung der Umgebung als etwas Schlechtes zu sehen, das mir schadet und ich strenge mich an, mein Verhalten und meine Einstellung zu korrigieren. Meine Werte ändern sich.

So sind wir in der Lage, die Dinge zu ändern, die wir lieben und die wir hassen.

„Neues Leben“. Folge Nr. 692

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Die Weisheit der Kabbala verbietet überhaupt nichts

Frage: Wenn es notwendig ist, das ganze Leben der spirituellen Entwicklung zu widmen und „andere Dinge“ auszuklammern, wann hat man dann noch Zeit zu leben? Warum hat der Schöpfer alles so kompliziert gemacht?

Meine Antwort: Und wofür lebt eine Person? Wenn wir beginnen, die Methode der Weisheit der Kabbala zu studieren, fangen wir an sie zu leben. Wir fühlen, über welche Kräfte sie spricht, wie es möglich ist, sie zu entdecken und zu verstehen, wie die Welt funktioniert.

Die Weisheit der Kabbala ist die Grundlage der menschlichen Kultur, aller Religionen und alles Wissens, weil sie über das Höhere Leitsystem spricht. Alles, was in unserer Welt existiert, ist ein Resultat dieses Systems. Durch das Studium der Weisheit der Kabbala ist es möglich, sich in dieses System zu integrieren.

Es gibt in der Weisheit der Kabbala keine Verbote von irdischen Vergnügungen. Es ist möglich, in Ruhe fischen zu gehen, ein Fußballspiel anzuschauen, Sport zu treiben, sich um die Familie zu kümmern usw. Es ist nicht notwendig, irdische Interessen aufzugeben. Eine Ausnahme ist der Gebrauch harter Drogen, weil sie den Menschen von der Realität trennen, und davon, das Höhere System zu verstehen.

Die Weisheit der Kabbala verbietet überhaupt nichts. Sie hat nichts zu tun mit Klosterleben, Askese oder Selbsteinschränkung. Sie spricht nur darüber, wie man dem Leben besondere höhere Genüsse hinzufügen kann.

Dennoch wissen wir, dass wir für jedes Vergnügen, für jeden erfüllten Wunsch und für das ganze Wissen mit unserer Kraft und Zeit bezahlen müssen. Genauso ist es hiermit.

Aus der russischen Kabbalalektion vom  4/17/16

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Die Entstehung der europäischen Zivilisation

Europa geht durch schwierige Zeiten: Wirtschaftskrise, Flüchtlingsströme, die Ausbreitung des Islam, die Wiederkehr des Nationalsozialismus – alle diese Probleme haben einen Schneeballeffekt.

Dennoch hatte Europa einen großen Anteil an der Entwicklung der Menschheit, vielleicht mehr als alle anderen Kontinente. Was ist der Grund dafür, dass sich so eine hohe Zivilisation in Europa entwickeln konnte?

Alte Zivilisationen entstanden im mittleren Osten, im alten Babylon, in Persien. Doch dann verlagerte sich alles nach Europa, nach Griechenland und Rom. Daraus entwickelte sich die europäische Zivilisation.

Aus Griechenland kamen die Wissenschaft und die Philosophie nach Europa, die die griechischen Gelehrten von den Juden während der Periode des ersten Tempels bis zur Zerstörung des zweiten Tempels übernahmen, etwa 1000 Jahre vor unserer Ära. Europäische Wissenschaftler und Philosophen schreiben selbst darüber.

Die Römer brachten das Sozialsystem, das Europa entwickelte. Dennoch war Europa zu Zeiten des Höhepunkts des römischen Reichs ein eher barbarischer Kontinent. Ohne die Römer, die bis weit in den Norden Europas vordrangen, würde die europäische Geschichte wohl anders aussehen.

Die Römer gaben Europa ein Staatssystem und errichteten ein Straßennetzwerk.Im Talmud steht geschrieben, dass die Römer die Macht und das Wissen Judäas übernahmen, als sie letzteres eroberten. Letztendlich kam alles aus Israel, aus der der Niederschlagung des jüdischen Volkes. Sein spirituelles Wissen, seine Errungenschaften und seine Stärke waren erschöpft und nur wenig blieb davon übrig.

Das jüdische Volk wusste nicht, damit umzugehen, da es nicht dazu erschaffen worden war, materielle Güter in dieser Welt anzuhäufen. Seine Aufgabe lag in der spirituellen Arbeit. Doch die Römer übernahmen das Wissen der Juden und nutzen es für die materielle Entwicklung des europäischen Kontinents.

Die Unternehmungen Alexanders des Größenunterstützten diese Entwicklung. Er selbst wollte diese modernen, wissenschaftlichen Errungenschaften in der ganzen Welt verbreiten. Das war der Zweck seiner vielen Eroberungen.

Auch das Christentum verbreitete den römischen Einfluss in ganz Europa. Die ersten Christen waren Juden, die nach der Zerstörung des Zweiten Tempels zum damals neuen Christentum konvertierten.

Die Christen waren verpflichtet, die Religion weiterzuentwickeln, sie zu verbreiten und neue Seelen hinzuzufügen. Dadurch wurden auch die Römer inspiriert, Europa zu erobern, und Wissenschaft und Philosophie zu verbreiten.

Zuvor war Europa in den Händen heidnischer Barbaren. Das Christentum brachte ihnen Struktur und Bücher. Die Künste entwickelten sich, da es notwendig war, den Analphabeten die Ideen über Gemälde und Zeichnungen zu vermitteln.

Religiöse Strömungen und Philosophie blühten auf den Ruinen des Zweiten Tempels, da die Juden nicht mehr in der Lage waren, das spirituelle Gedankengut weiterzuführen. Sie fielen und wurden am Erdball zerstreut. Die gesamte europäische Zivilisation erwuchs aus den letzten Fragmenten der verborgenen Weisheit der Juden.

Aus Kab TV, Neues Leben, 18.8.2016

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Die Weisheit der Kabbala und die wissenschaftliche Arbeit

Frage: Wenn die Befriedigung meiner materiellen Bedürfnissen von meiner wissenschaftlichen Arbeit abhängt, warum sollte ich sie aufgeben? Wie kann man es anstellen, alles Notwendige für das Leben zu organisieren, um sich frei von Sorge mit der Spiritualität befassen zu können?

Meine Antwort: Wenn das dein Job ist und du niemandem damit schadest, dann kannst du dich weiterhin im notwendigen Maß damit beschäftigen. Gleichzeitig solltest du dich mit der Weisheit der Kabbala beschäftigen. Dann wirst du verstehen, wie sehr alles harmonisch miteinander verbunden ist. Auf diese Weise kannst du dein restliches Leben gestalten. Es ist durchaus möglich, sich neben der Kabbala mit etwas anderem zu beschäftigen. Du wirst herausfinden und sehen, dass dein Wissenschaftsfeld und die Weisheit der Kabbala kompatibel sind. Es könnte sein, dass du plötzlich entdeckst, dass du eines dem anderen hinzufügen kannst. Du erklärst die Weisheit der Kabbala mit der Wissenschaft und die Wissenschaft mit der Weisheit der Kabbala.

Frage: Warum gibt der Schöpfer dem Menschen Talente, wenn er diese in der Weisheit der Kabbala nicht braucht?

Meine Antwort: Jedes  Talent ist nichts wert im Vergleich zu dem, was die Weisheit der Kabbala enthüllt. Ich verstehe die Ängste dabei. Ich habe dieselben Zweifel durchlebt. Wenn es so aussieht, dass sich etwas Unbekanntes und Geheimes vor dir enthüllt und du dich danach sehnst, dann versuche es zu entdecken. Aber nach und nach wird das verschwinden. Wenn du dich in deiner Wissenschaft engagierst, dann kann es sein, dass du ihr mithilfe der Weisheit der Kabbala neue Facetten hinzufügen kannst; du wirst tatsächlich neue wissenschaftliche Entdeckungen machen, je nachdem wie du dich darauf einlässt. Das ist durchaus möglich.

Ich habe einige Studenten, die auf unterschiedlichen Fachgebieten wissenschaftlich arbeiten und sie versuchen alle, die Weisheit der Kabbala beruflich zu nutzen. Übrigens begrüße ich die Wissenschaft. Wir organisieren mehrmals im Monat im Studio Gespräche mit Wissenschaftlern. Wir sprechen mit ihnen darüber, wie man die Weisheit der Kabbala mit ihrer Wissenschaft verbinden kann und wie sie sich gegenseitig ergänzen.

Aus der russischen Kabbalalektion 4/10/16

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Erloschene Liebe

Frage: In Israel ist die Hauptursache für Scheidung die erloschene Liebe (36%), der zweite Grund sind finanzielle Probleme (32,5%) und die dritte Ursache ist Untreue (11,2%). Wie beziehen Sie das auf die verlorene Liebe?

Antwort: Ich verstehe nicht was das bedeutet! Als ich meine Frau zum ersten Mal sah, fragte ich mich, obwohl ich nicht religiös oder ein Kabbalist war: Ist sie der Mensch, der für eine sehr lange Zeit an meiner Seite stehen wird? Ich erkannte, dass sie es war und es für mich auch möglich wäre. Sie ist nachsichtig, fleißig, sie studiert gerne und war bereit, mich in den Jahren, in den mir die Einwanderung nach Israel verweigert wurde, zu begleiten. In diesen Tagen war es sogar gefährlich, darüber zu sprechen, nach Israel zu gehen. Ich erzählte ihr bei unserem ersten Treffen: „Ich gehe nach Israel, wirst du mitkommen? Es hätte ansonsten keinen Sinn gehabt, sich wiederzusehen, doch sie willigte ein.

Frage: Sie haben noch nichts über Liebe gesagt…

Antwort: Liebe ist eine Gefühl, das sich durch eine lange Verbindung zwischen den Menschen ergibt. Es entsteht, wenn sie sich gegenseitig unterstützen und sich umeinander kümmern. Wie in der Tierwelt sind es zunächst nur die Hormone, die Menschen zusammenbringen. Sie können so etwas in Naturfilmen sehen. Wenn es um Tiere geht, besteht die Verbindung nur eine gewisse Zeit lang. Wenn es sich um Menschen handelt, geht es für immer.

Ich glaube, dass Dichter und Schriftsteller den Begriff „Liebe“ erfunden haben, um den Mensch zu verwirren. Ich bin sicher, dass es vor ein paar Jahrhunderten keine Liebe gab, die Menschen waren einfach verbunden. Sie dachten „sie ist die Richtige oder er ist der Richtige für mich“. Sie waren aufeinander eingestimmt, fühlten sich einander nahe, verstanden sich und unterstützten sich, das ist alles.

Frage: Was meinen die Menschen, wenn sie sagen, dass die Liebe vergangen ist?

Antwort: Welche Liebe? Hormone können nicht für vierzig, fünfzig oder sechzig Jahre funktionieren, vor allem nicht bei Männern.

Frage: Warum funktionieren sie überhaupt? Warum leben Menschen Jahrzehnte lang zusammen?

Antwort: Menschen leben zusammen, weil sie zum Beispiel Kinder haben oder sich Eigentum miteinander teilen etc. Wir können nichts dagegen tun, da uns Gewohnheit von Oben gegeben wurde. Mit Liebe hat das nichts zu tun.

Frage: Also was ist Liebe?

Antwort: Liebe ist ein Gefühl von gegenseitigem Verständnis, Verbindung Verpflichtung und Treue. Es ist ein Gefühl der Partnerschaft, eine Verantwortung einem anderen Menschen gegenüber. Du wirst nicht dazu gezwungen, sondern du spürst einfach, dass du dich verpflichtest hast. Was noch mehr zählt, ist das Gefühl, dass dein Partner dich genauso behandelt. Das wird Liebe genannt. Wir haben diese Definition aus der Weisheit der Kabbala, in der Liebe als das Verlangen zu Geben für einen anderen verstanden wird und nicht umgekehrt. In unserer Welt besteht jedoch vielfach der Wunsch, etwas Materielles vom anderen zu bekommen, so viel und schnell wie möglich. Dies ist eine völlig egoistische Interpretation des Begriffs „Liebe“, die dem eigentlichen Sinn entgegengesetzt ist.

Frage: Es stellt sich also heraus, dass sich wahre Liebe entwickeln muss.

Antwort: Ja, aber nur auf der Grundlage des gegenseitigen Verständnisses, durch harte Arbeit zwischen uns.

Aus Kab TV „Neues von Michael Laitman“, 28/7/16

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Der Papst und Europa

Aus dem Catholic Herald: „Christen in Europa müssen die ‚Mauern der Angst und Aggression‘ niederbrechen. Wir müssen Menschen mit anderem Glauben verstehen“, sagte Papst Franziskus. In einer Video-Botschaft an die Versammlung ‚Gemeinsam für Europa‘ in München beteuerte der Papst, dass ‚unsichtbare Mauern‘ aufgebaut würden, die die Menschen voneinander trennen: „Diese Mauern begrenzen die Herzen der Menschen. Sie bestehen aus Angst und Aggression; sie sind das Unvermögen, Menschen mit anderen Hintergründen zu akzeptieren. Es sind Mauern politischer und ökonomischer Selbstsucht. Sie sind ohne Respekt für das Leben und die Würde der anderen Menschen.“

In seiner Ansprache an 300 christliche Organisationen, Strömungen und Bewegungen aus Europa, mahnte der Papst, dass die Christen neue, lebendigere Wege für die Verbreitung christlicher Werte innerhalb der Gesellschaft Europas und der Welt finden müssen: „Europa steht vor der Entscheidung, ob sein immenses christliches Erbe ins Museum gehört oder ob es noch in der Lage ist, die Kultur zu inspirieren und seine Schätze der ganzen Menschheit zukommen zu lassen!“

Frage: Papst Franziskus ist eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Ist seine Warnung bezüglich des Mangels an Akzeptanz anderer Religionen gefährlich?

Meine Antwort: Nein, das ist nicht gefährlich. Es ist ein Faktum. Zwischen den Religionen gibt es 1000 unterschiedliche „Mauern“. Je größer die Mauer umso mehr Leidenschaft brennt in den verschiedenen Parteien.

Frage: Ist Europa, so wie der Papst es sagte, „Noch immer fähig, seine Kultur zu erhalten und seine Schätze der ganzen Menschheit zur Verfügung zu stellen“?

Meine Antwort: Europa ist müde und scheint völlig bewegungsunfähig zu sein.

Frage: Der Papst sagte auch: „Jede authentische Einheit zieht den Reichtum der Diversität an, der sie auch formt – ähnlich einer Familie, die derart in ihrer Verbundenheit aufgeht, sodass jedes Mitglied vollkommen und angstfrei es selbst sein kann.“ Weiter fügte er hinzu: „Damit Europa eine Familie sein kann, muss das Gute im Menschen der zentrale Fokus sein; Völker und Gruppen müssen Wege finden, nicht nur wirtschaftlich sondern auch sozial und kulturell zusammen zu arbeiten.“ (Catolic Herald)

Meine Antwort: All das stimmt; viele Europäer stimmen dem zu. Doch die Frage ist, ob sie eine Methode finden, diese schönen Worte auch umzusetzen. Wenn nicht, bleibt es bei den Worten. Die Europäer haben wenig Vertrauen in ihre Macht und sie haben keinen Glauben an die Methode der Korrektur.

Papst Franziskus sagt also die Wahrheit – doch was kommt als nächstes? Der Papst ist nicht nur spiritueller Führer Europas sondern von Millionen anderer Menschen ebenso. Er müsste eine „Bildungs-Methode“ zur Hand haben. In der Vergangenheit verhielten sich die Christen teilweise wie Wilde. Heute müssen Christen und Anhänger anderer Religionen – alle Menschen – tatsächlich zu Menschen werden. Sie müssen im „Mensch werden“ gebildet sein; sie müssen sich zu einem Ganzen verbinden, mit der Natur im Ausgleich sein, der Natur ähnlich werden. Nur so kann jeder Mensch Glück erreichen. Nur so werden Harmonie und Frieden in Europa herrschen können.

Kommentar: Er sagte auch: „Einheit ist einer Familie vergleichbar.“

Meine Antwort: Ja, es liegt an der Gesellschaft, wie eine Familie zu leben. Und der Papst hat recht damit, dass es so etwas in Europa noch nicht gibt. Die Vorfahren der Europäervhatten dies jedenfalls nicht im Sinn. Doch der Papst könnte den Europäern den Weg zeigen. Er kann sich als spiritueller Führer an den ganzen europäischen Kontinent wenden.

Wir sollten ihm schreiben und ihm einige Vorschläge machen. Wir könnten ihm Dokumente und verschiedenes anderes Material zur Verfügung stellen. Die Juden und die Kabbalah sind dazu da, den Papst bei seinen Unternehmungen zu unterstützen, sich richtig  und erfolgreich an die Europäer wenden zu können. Denn die Weisheit der Kabbala entstammt schließlich derselben Wurzel, aus der auch das Christentum hervorging.

[189827]

Die Formel der menschlichen Entwicklung

Frage: Nach der anerkannten Definition von Wissenschaft ist die Weisheit der Kabbala ein Mittel, um die Welt um uns herum zu beschreiben und zu verstehen. Was möchte man erreichen, wenn man nicht die Wissenschaft fördert, sondern lediglich eine Perspektive auf die Struktur der Welt?

Meine Antwort: Jede materielle Wissenschaft ist eine mögliche Perspektive der Struktur der Welt, während nach der Weisheit der Kabbala der gesamten Natur und allen Geschöpfen der Wunsch, Genuss zu empfangen, gemeinsam ist. Dabei ist es egal, ob wir das mit materiellen oder psychologischen Parametern ausdrücken. Es stellt sich heraus, dass wir durch das System unserer herkömmlichen Wissenschaften sehr begrenzt sind.

Schaut, was mit uns passiert. Wir wissen nicht, woher wir kommen, und wir können nicht voraussagen, was am nächsten Tag passieren wird, in der nächsten Minute oder in ein paar Jahren. Welchen Nutzen hat die Wissenschaft, wenn sie den Menschen kein Verständnis für den Umgang mit der Welt übermittelt?

Das Allerwichtigste ist die Kenntnis der Formel unserer Entwicklung und was mit uns geschieht. Wir wissen noch nicht einmal, wie die Maschine arbeitet, die uns vorwärts bewegt. Wie Einstein sagte, sind wir wie Kinder, die am Strand mit Kieselsteinen spielen, während das Meer selbst für uns unerreichbar ist. Und deshalb gleicht unser Anspruch, dass wir scheinbar bestimmen, was Wissenschaft ist, einem Spiel von Kindern.

Im Großen und Ganzen gründet sich die Wissenschaft auf unsere menschliche Wahrnehmung, weil hinter jeder Herangehensweise ein menschliches Wesen steht, das alles durch seinen Verstand und sein Herz fühlt und versteht. Wenn wir das als Variablen unserer Bewertungen in Betracht ziehen, dann sehen wir die Welt als ein sich ständig veränderndes System, das wir „beherrschen“. Wir können es messen, fühlen und mit ihm arbeiten. Wir können verschiedene Parameter in das System einfügen und schauen, was passiert. Dies ist bereits eine systematische, kybernetische Herangehensweise. Der Mensch kann die Natur nicht beeinflussen ohne seine Parameter zu ändern, weil er nicht weiß, wie er sich anpassen soll und wie er das Ergebnis sehen kann.

Aus der russischen Kabbalalektion 2/28/16

[182276]

Nicht unglücklich über Herabwürdigung

Frage: Woher kommt Ihre Zufriedenheit darüber, dass man Sie verunglimpft?

Meine Antwort: Es stimmt. Ich bin nicht unglücklich über diverse Herabwürdigungen meiner Person, und dafür gibt es eine Reihe von Gründen.

Zum einen wurde mir in den Jahren 1972 bis 1974 die Erlaubnis verweigert, nach Israel zu immigrieren. Ich erinnere mich an eine Vielzahl von Informationen über Israel, die aus antizionistischen und antisemitischen Veröffentlichungen in der Sowjetunion stammten.

Seitdem wir in einer egoistischen Welt existieren, wird der Mensch vom Bösen angezogen, von Falschheit, Verleumdung und so weiter. Deshalb ist es für mich sehr wichtig, das Wissen der Weisheit der Kabbala zu verbreiten, welches notwendig für das Überleben der Juden ist. Ich bin froh, diese Möglichkeit zu haben, auch wenn ich dafür belächelt werde. Denn dadurch kann ich natürlich auch ein wenig von der Weisheit der Kabbala enthüllen.

Zum anderen nimmt der Mensch, solange er noch nicht die Obere Welt enthüllt hat, alles durch die Konzepte unserer Welt wahr, die der Oberen Welt absolut entgegengesetzt sind. Das bedeutet, dass er noch nicht bereit ist, die Methoden zur Enthüllung der Oberen Welt oder deren Details auf irgendeine Weise zu beurteilen.

Deshalb ist es kein Wunder, dass die Kabbalisten über 2000 Jahre geschwiegen haben. Heute ist die Welt global, und das erfordert eine Kenntnis über die Organisation des gesamten Systems. Diese Kenntnis kann nur durch die Enthüllung der Höheren Ordnung erreicht werden, und dies ist das Hauptthema der Weisheit der Kabbala.

Daher ist es absolut notwendig, jedem die Weisheit der Kabbala als einziges Mittel für die Rettung der Menschheit zu erklären, ohne auf mögliche Verunglimpfungen und Verleumdungen zu achten.

Bis vor einigen Jahren würdigte und schätzte kaum jemand auf der Welt die großen Kabbalisten des 20. Jahrhunderts, Baal HaSulam und Rabash. Allerdings hat ein Dr. Laitman, der in allen Kommunikationsmedien zu finden ist, eine Werbekampagne für sie arrangiert. Jetzt sagen diejenigen, die gegen diesen Dr. Laitman sind, dass Baal HaSulam und Rabash die wahren Kabbalisten sind, während Dr. Laitman keiner ist.

Aber ich bin hier nicht wichtig. Trotzdem sie mich verleumden und verfluchen, sind sie mit meinen großen Lehrern einverstanden, schätzen sie und geben ihnen Recht. Was mich und meine Schriften betrifft…, das werde ich meinen Studenten und den zukünftigen Generationen hinterlassen.

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Neues Leben – Ewige Schönheit

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Zusammenfassung

Unser Wunsch nach Unsterblichkeit ist natürlich. Das Streben nach Schönheit, Macht und Anerkennung motiviert uns, da wir soziale Wesen sind. Das Ego entwickelt sich ständig. Heute wird uns durch die Altersvorsorge und Schönheitspflege anhaltendes Glück vorgegaukelt. Die Investition in Anti-Aging Produkte bringt uns jedoch keine ewige und vollkommene Zufriedenheit.

Letztendlich erkennen wir, dass wir unsere Seele entwickeln müssen, um ewig jung zu bleiben. Es ist sehr wichtig, um unsere körperliche Gesundheit besorgt zu sein, aber Interesse an Schönheit ist etwas anderes. Es gibt eine innere und eine äußere Schönheit. Die spirituelle Quelle der weiblichen Sorge um Schönheit und Aussehen entspricht einer Ausstrahlung von Licht, eine gute Haltung anderen gegenüber. Anstatt Schönheitsoperationen hinterher zu laufen, ist es lohnender in eine „innere Operation“ zu investieren, die eigene Einstellung zu anderen zu verbessern.

Wenn Sie eine innere Haltung von Wärme und Liebe ausstrahlen, wird sich auch Ihr äußerer Ausdruck verbessern. Grundsätzlich sollte ein Mensch sich selbst so annehmen, wie die Natur ihn geschaffen hat. Das Erscheinungsbild spiegelt seine inneren Kräfte. In dem Maß, wie ein Mensch gut und selbstlos mit anderen umgeht, wird er von den anderen als schön angesehen, ähnlich wie in der Beziehung des Kindes zu seiner Mutter. Ein Mensch, der seine innere Haltung gegenüber anderen zur Liebe korrigiert, wird sich jünger fühlen.

Versuchen Sie, sich auf andere so zu beziehen, als wären Sie deren Mutter, strahlen Sie Liebe und Vertrauen aus. Die anderen werden Sie sofort als viel schöner ansehen.

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Von Kab TV „Neues Leben 581- Ewige Schönheit“, 2/6/15