Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Medien / Neuerscheinungen'

Die moderne Frau und ihre unermessliche Bedeutung in der Männerwelt

In der westlichen Welt verdient eine Frau im gleichen Beruf durchschnittlich immer noch weniger als ein Mann. Traditionell werden Haushalt und Familie allein den Frauen zugesprochen.

In der Tat symbolisiert die Frau das Heim, das Herz der Familie. Ihr wird damit die Sorge um das Wohlergehen der Familie zugeschrieben. Gleichzeitig streben die meisten Frauen immer mehr nach persönlicher Freiheit. Sie fühlen sich von der weiten Welt angezogen und möchten sich selbst verwirklichen. Frauen widmeten in den letzten Jahren immer mehr Zeit ihrer Karriere und weniger Zeit der Familiengründung. Früher wurden sie traditionell mit häuslichen Sorgen überhäuft, doch jetzt sind sie auf der Suche nach anderen Möglichkeiten. Damit verdrängen sie Männer langsam von ihren „gewohnten Positionen“.

Das ist ganz normal, denn die Frauen sind von Natur aus eher verantwortungsbewusster, konsequenter und fleißiger. Diese Eigenschaften bestehen darin, Leben zu schenken, die Nachkommen zu versorgen und diese zur Selbstständigkeit zu erziehen; und sind deshalb unerlässlich für den Erhalt der Menschheit. Gerade diese Eigenschaften tragen auch dazu bei, mehr zu lernen und sich besser in einen Beruf und in ein Team zu integrieren.

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Das Geschäftsrad neu erfinden

Veröffentlicht in Thrive Global am 24.06.2020

Diejenigen, die sich der Umsetzung des Integrationsgesetzes in ihrem Unternehmen oder ihrer Organisation verschreiben, werden Erfolg haben.

Die globale Wirtschaft braucht eine Intensivstation. Und so wie noch kein Medikament zur Verfügung steht, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern oder zu bekämpfen, steht auch kein Heilmittel für die prekäre Gesundheit von Unternehmen und Industrien in Aussicht. Steigende Arbeitslosigkeit und eine sich abzeichnende Wirtschaftsprognose stellen Amerika und den Rest der Welt vor immense Herausforderungen.

Jeden Tag wird es immer deutlicher, dass sich vor unseren Augen etwas Neues ereignet, das unsere Einstellung zum Leben, zum Geschäft, zur Familie, zu uns selbst und zur Welt deutlich verändern wird. Wenn wir aufhören, an der Vergangenheit festzuhalten, und den globalen Prozess, den wir durchlaufen, mit offenem Geist begrüßen, werden wir die Geburtswehen einer neuen Welt mit relativer Leichtigkeit durchstehen können.

Im Laufe der Geschichte haben sich die sozioökonomischen Strukturen viele Male verändert: von der Stammesgesellschaft in der Antike über Sklaverei und Feudalismus bis hin zu Kapitalismus und Kommunismus. Wir treten nun in eine neue Konfiguration ein, die sich von allen ihren Vorgängern völlig unterscheiden wird, weil sie auf neuen Prinzipien in den menschlichen Beziehungen aufgebaut sein wird.

Bereits im letzten Jahrhundert begannen der Schmetterlingseffekt und andere Modelle dynamischer komplexer Systeme zu veranschaulichen, wie eng wir miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Bis jetzt waren wir nicht in der Lage, die Bedeutung dieser gegenseitigen Abhängigkeit zu verinnerlichen, aber unsere Erfahrungen mit der Pandemie und ihren Folgen haben uns keine andere Wahl gelassen, als soziale, politische, industrielle und wirtschaftliche Strukturen mit einer neuen Vision aufzubauen.

Das Coronavirus zeigt uns, dass wir, ob wir es wollen oder nicht, diesen Wandel akzeptieren müssen, denn ohne ihn haben wir keine Zukunft.

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Warum werden Tiere vom COVID-19 kaum beeinflusst?

Veröffentlicht in Linkedin am 24.06.2020

Das Coronavirus hat sich weltweit verbreitet. Doch von allen Arten, die auf dem Planeten leben, scheinen die schädlichen Auswirkungen davon fast nur die Spezies Mensch zu betreffen. Warum ist das so? 

Wenn wir uns die Verhaltensregeln die wir befolgen müssen um das Coronavirus einzudämmen, genauer ansehen, sagen sie etwas darüber aus, warum die Auswirkungen fast nur uns Menschen betreffen. 

Um das Virus einzudämmen, müssen wir soziale Distanz einhalten, Gesichtsmasken tragen und unsere Hände waschen. Von den drei Vorschriften sind die ersten beiden entscheidend dafür, um zwischen uns die Verbreitung des Virus zu verhindern. Die dritte Vorschrift ist wichtig um zu vermeiden, dass wir selbst angesteckt werden. Eigentlich müssen wir uns vor allem auf die ersten beiden Anweisungen konzentrieren, denn wenn wir sie einhalten, werden wir das Virus nicht auf andere übertragen und müssen uns dann keine Sorgen mehr darüber machen, uns selber anzustecken.  

Die zwei Meter Abstand halten, bedeuten aber genau genommen nur „physische Distanzierung“ und nicht „soziale Distanzierung“. Doch „Soziale Distanzierung“ ist das, was das Virus uns aufzwingen will, nämlich das wir uns sozial und emotional voneinander fernhalten müssen, nicht nur körperlich.

Betrachten wir die anderen Spezies in der Natur, sehen wir, dass zwischen Tieren keine schädlichen Beziehungen untereinander existieren. Selbst zwischen Gejagtem und Jäger gibt es im Tierreich keinen bösen Willen. Und obwohl sie sich gegenseitig Viren und andere potenziell schädliche Keime übertragen können, geschieht das eher selten. 

Wenn man es genau betrachtet, hat sich nur in der Spezies Mensch im laufe ihrer Entwicklung dieser böse Wille – die Kultur des Wettbewerbs, der Diskriminierung und der Bigotterie – ausgebildet. Die Kultur des Hasses hat sich heute etabliert. Infolgedessen sind die Viren, die wir auf andere übertragen, genauso bösartig und schädlich wie unsere Gedanken. Tatsächlich ist unser Hassgefühl gegenüber anderen so intensiv, dass es nicht ausreicht zwei Meter Abstand zu halten, sondern wir müssen auch noch unsere Gesichter bedecken. 

Doch bis wir nicht unser Grundproblem, den Hass aufeinander, beheben können, werden wir COVID-19 nicht loswerden. Selbst wenn wir medizinische Lösungen oder einen Impfstoff dagegen finden, wird es sich anpassen und einfach noch komplexer und aggressiver werden. Genauso wie auch der Mensch darauf reagiert, wenn jemand ihn verletzen will. Wenn wir also nur daran arbeiten, ein Heilmittel oder einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu finden, müssen wir damit rechnen, dass wir dadurch nur auch noch härter daran arbeiten müssen, die Pandemie des Hasses zu heilen, die sich über die gesamte Menschheit verbreitet.

Bild von Katrin B. auf Pixabay

Die Roboter kommen

Müssen wir uns wirklich davon überzeugen lassen, dass uns Roboter ein perfektes Leben ermöglichen? Können wir es nicht selbst tun?

Einerseits wird vermutet, dass Roboter die ganze Welt erobern werden. Auf der anderen Seite gibt es die Meinung, dass sie uns helfen werden. Sie kochen für uns, bauen und fahren Geländewagen. Sie sind hoch intelligent. Und wir glauben, dass sie unser Leben perfektionieren werden.

Roboter sind unfähig zu geben und zu lieben. Es ist vollkommen egal welche Software wir ihnen laden. Es wird nicht geschehen. Ein Mensch ist dazu genauso unfähig. Doch er wird in sich selbst einen neuen Menschen erschaffen müssen und zwar einen spirituellen. 

Denn im Gegensatz zum Roboter hat der Mensch einen zusätzlichen, höheren Anteil, nämlich die Seele. Sie zieht ihn vorwärts, damit er die höhere Welt erreichen kann. Dorthin können wir keinen Roboter bewegen. Sie werden nie fähig sein, sich statt des Menschen zu entwickeln und seine höhere Aufgabe in der Natur zu erfüllen. Ein Mensch kann nicht ersetzt werden.

Veröffentlicht in ML michaellaitman.com

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Wie praktikabel ist gegenseitige Verantwortung?


Vor nicht allzu langer Zeit hieß es in einem Kommentar zu einem meiner Beiträge, dass eine Anpassung der Gesellschaft an die harmonische und integrale Natur, in der wir leben, nicht praktikabel sei. Gegenwärtig ist sie in der Tat unpraktisch, da die Menschen keinen Grund sehen, mit anderen in Harmonie zu leben. Solange wir können, wird unsere egozentrische Natur versuchen, ihre egozentrische Denkweise beizubehalten.

Aber die Realität hat sich geändert, und je früher wir dies erkennen, desto besser für uns alle. Der Virus wird uns zwingen, aneinander zu denken. Jeder von uns kann ihn auf alle um uns herum übertragen. Selbst wenn wir nicht krank sind, bedeutet das nicht, dass wir keine Überträger sind, und deshalb sollten wir uns davor hüten, es an andere weiterzugeben. Auf diese Weise lehrt uns das Virus, aneinander zu denken, rücksichtsvoll zu sein, auch wenn wir es nicht aus freiem Willen oder aus Zuneigung zu anderen tun.

Da das Virus in absehbarer Zeit nicht verschwinden wird, sind wir gezwungen, den Ansatz der gegenseitigen Verantwortung zu wählen. Unbeabsichtigt werden wir uns in einer Gesellschaft wiederfinden, die nach anderen Regeln lebt: Regeln einer harmonischen, integralen Gesellschaft. Wir werden keine andere Wahl haben; unser Leben hängt davon ab.

Es mag noch einige Monate oder Jahre dauern, aber eine Gesellschaft der gegenseitigen Verantwortung und Solidarität wird nicht nur praktikabel und realistisch sein, sie ist auch die einzige Alternative für die Menschheit, da sie die einzige Möglichkeit bietet, erfolgreich mit COVID-19 oder mit allen Krisen auf dem Weg dorthin fertig zu werden.

[Reuters: Eine Menschenmenge versammelt sich, um die Menschen während einer vom Iowa Freedom Riders, Black Voices Project organisierten Feier zum 19. Juni sprechen zu hören].

Liebe auf den ersten Blick

Es gibt keine Liebe auf den ersten Blick, so amerikanische Wissenschaftler.

Amerikanische Wissenschaftler behaupten, es gäbe keine Liebe auf den ersten Blick, aber es gäbe Liebe auf den vierten Blick. Oft wird die Wirkung von Hormonen für Liebe gehalten .

Amerikanische Psychologen haben nachgewiesen, dass es keine Liebe auf den ersten Blick gibt, sondern Liebe auf den vierten Blick. Sie sagen, man braucht nicht mehr als drei Dates, um das Gedächtnis aufzubauen und im Laufe des vierten Dates kann die Liebe schon entstehen.

Ich weiss nicht, was sie unter dem Begriff „Liebe“ verstehen. Was versteht man darunter? Einen Sinnesreiz, hormonelle Schwankungen, intellektuelle Abhängigkeit oder Nähe?

Sie sagen, dass wahre Liebe nur durch angenehme Erinnerungen an einen Partner verstärkt wird, was bedeutet, dass ein richtiger Eindruck vom Menschen entstehen muss. Daher seien vier Dates notwendig.

Das ist der heutige Stand. Morgen sagt jemand etwas anderes. Ich glaube, es ist müssig zu versuchen, dies zu verstehen, weil menschliche Gefühle rein chemische Vorgänge sind, die sich unserem Verständnis entziehen, da sie sehr tief in unserem Unterbewußtsein verankert sind. Es gibt verschiedene Bedingungen und Gründe, wie und warum ein Mensch von einem anderen angezogen wird. 

Daher würde ich nicht versuchen, eine ernsthafte wissenschaftliche Basis für dieses Thema zu schaffen. Ich kann nur sagen, dass Liebe Pflicht, Abhängigkeit und Dankbarkeit ist, ein Zustand, in dem die Menschen verstehen, wie sehr sie miteinander verbunden sind, wie viel sie für einander getan haben und wie viel sie noch für einander tun können. Genau diese sehr enge Abhängigkeit,in welcher beide sich als Fortsetzung von einander fühlen, heißt „Liebe“. Und das hat weder mit Sex, noch mit gegenseitiger Anziehung, noch mit dem ersten Blick zu tun. Es ist das, was wir viele Monate oder sogar Jahre lang nähren. Liebe ist, wenn ein Mensch die Wünsche seines Geliebten statt seiner eigenen akzeptiert und sie mehr als die eigenen erfüllt. Absolute Liebe ist es dann, wenn er das gegen den eigenen Wunsch tut. Aber das ist eine ganz andere Ebene von Beziehung.

Veröffentlicht in ML MichaelLaitmam.com

Gleichberechtigung ist kein leeres Wort

Veröffentlicht in MichaelLaitman.com 

Vor dem Hintergrund der Welle der Empörung über den Tod von George Floyd wurde ich gefragt, wie es gemäß der Kabbala möglich ist, Rassenunterschiede zu überwinden und dem Rassismus in all seinen Erscheinungsformen ein Ende zu setzen.

Meine Antwort: Zunächst gilt es zu verstehen, dass der Hass auf andere in der menschlichen Natur selbst verwurzelt ist. Tiere der gleichen Art unterscheiden sich manchmal in Farbe, Charakter und Fähigkeiten erheblich voneinander, dennoch führt es nicht zu Exzessen. Bei den Menschen ist dies anders. Die Unterschiede zwischen uns sind viel ausgeprägter, grundlegender, krasser.

Im Allgemeinen ist die Vielfalt und der Gegensatz ihrer Bestandteile, eine Eigenschaft der Natur. Jeder ist einzigartig. Keiner gleicht dem Anderen. Was sogar für Zwillinge gilt, gilt um so mehr für alle anderen Menschen. Uns trennt Vieles: Farbe, angeborene Eigenschaften, Geschlecht, Alter…

Wie können wir unter diesen Bedingungen zu Gleichheit und Einheit gelangen?

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Was passiert, wenn wir Vielfalt und Inklusion falsch verstehen?

Veröffentlicht in KabNet vom 04.06.2020

Kannst du Wasser und Öl mischen? Nein, das kannst du nicht. Aber kannst Du auf eines von beiden verzichten? Nein, das kannst du nicht. Kann ein Wolf ein Elch werden? Nein, das kann er nicht. Würden wir das wollen? Gott bewahre! Warum schließen wir Vielfalt und Inklusion aus, wenn es um Menschen geht?

Warum kämpfen wir darum, dass alle gleich sind, wenn es genau die Unterschiede zwischen uns sind, die die Menschheit so wunderbar macht, wenn wir harmonisch miteinander arbeiten?

So wie Männer und Frauen sich voneinander unterscheiden, so unterscheiden sich auch die vier verschiedenen Farbtypen: Weiß, Schwarz, Gelb und Rot. Und so wie sich Männer und Frauen ergänzen, so ergänzen sich auch die vier Arten von Menschen. Keiner ist besser oder schlechter als der andere. Sie sind einfach das was sie sind – vier Arten von Menschen, deren Unterschiede sich unter anderem in der Hautfarbe manifestieren.

„Indem wir versuchen, alle gleich zu machen, interpretieren wir Inklusion falsch und erhöhen den Hass, der bereits in uns besteht.“

Sie könnten fragen: „Aber wenn einer dem anderen nicht überlegen ist, warum gibt es dann Fanatismus?“

Fanatismus hat nichts mit Hautfarbe zu tun oder mit menschlicher Natur: Wir sind egozentrisch und voneinander entfremdet. In einfachen Worten, wir sind hasserfüllte Kreaturen. Dies ist natürlich keine Neuigkeit; Es ist seit Genesis (8:21) bekannt, als Gott sagte: „Die Neigung des menschlichen Herzens ist seit seiner Jugend böse.“

Diese Neigung ist der Grund dafür, dass es mehr als ein halbes Jahrhundert nach der Aufhebung der Rassentrennung in den Vereinigten Staaten keine Eingliederung gibt. Mit dem Versuch, alle gleich zu stellen, interpretieren wir die Inklusion falsch und verstärken den bereits in uns vorhandenen Hass.

Inklusion bedeutet nicht, dass alle gleich werden. Dies bedeutet, dass jeder an dem Aufbau einer gemeinsamen Gesellschaft beteiligt ist, jeder gemäß seinen einzigartigen Eigenschaften. Gerade die Vielfalt der Einzigartigkeiten innerhalb eines gemeinsamen Systems schafft eine gesunde und robuste Nation.

Doch dafür müssen die Menschen die böse Neigung überwinden, die ihr Herz beherrscht. Um die angeborene Neigung zu überwinden, müssen wir mehrere Aspekte verstehen und begreifen: 1) Alle Teile der amerikanischen Gesellschaft sind unentbehrlich. Extrahiert man irgendeinen Teil davon, dann wird dadurch die ganze Nation behindert. 2) Die verschiedenen Fraktionen sind gerade deshalb unverzichtbar, weil sie unterschiedlich sind. Was einer kann, kann kein anderer. 3) Die Einzigartigkeit jeder Bevölkerungsgruppe muss einen positiven Beitrag zur gesamten Gesellschaft leisten. Die Vielfalt wird die Gesellschaft stärken und die Solidarität erhöhen, anstatt wie in der gegenwärtigen Situation, durch den Hass die Trennung verursachen und zu Spannungen und zum Zerfall führen. 4) Das ultimative Ziel aller Fraktionen muss die Stärkung und Stabilisierung der gesamten amerikanischen Gesellschaft sein. Wenn auch nur eine der vier Gruppierungen ihren eigenen Weg geht, wird die gesamte Gesellschaft in Stücke zerfallen.

Ein guter Beispiel ist eine Basketballmannschaft. Jeder Spieler in der Mannschaft hat eine bestimmte Rolle (oder Rollen) zu spielen, und jeder Spieler hilft auch den anderen Mannschaftskameraden, ihren Beitrag zu leisten. Wenn die Mannschaft gewinnt, ist es nicht der persönliche Sieg eines Spielers, sondern eine Teamleistung, die das Ergebnis erbracht hat.

In etwa, den gleichen Teamgeist braucht die heutige amerikanische Gesellschaft und ihre Akteure, die ihre Rolle spielen, sich dabei auch gegenseitig helfen und gemeinsam die Aufgabe erfüllen, die gesamte amerikanische Nation zu vereinen. Die Vielfalt der amerikanischen Bevölkerung kann die schönste und blühendste Gesellschaft der Erde erschaffen, aber zuerst müssen die Menschen entscheiden, lieber einander zu lieben als zu hassen.

Die Entscheidung für die Liebe ist nicht leicht, aber es gibt keinen anderen Weg. Man sagt, dass die Notwendigkeit die Mutter der Erfindung ist. Heute ist es notwendig, dass sich die amerikanische Gesellschaft neu erfindet, weil sie am Rande des Zusammenbruchs steht. Die kommenden Wochen und Monate werden darüber entscheiden, ob Amerika den Hass, der sich in der ganzen Nation ausgebreitet hat, besiegt und zu einem Leuchtfeuer der Hoffnung für die ganze Welt wird, oder dem Hass nachgibt und in einen Bürgerkrieg zurückfällt.

Eine Zivilisation in der Neugestaltung

In Facebook am 15.06.2020 veröffentlicht. 

Wir dachten, wir könnten COVID-19 überwinden, indem wir ein paar Monate zu Hause bleiben und uns in sozialer Distanzierung üben. Wir lagen sehr, sehr falsch. Sobald wir den Lockdown zurücknahmen, kehrte das Virus mit einem Stamm zurück, der „fast zehnmal infektiöser“ ist, so die Wissenschaftler von Scripps Research in Florida. Es wird nicht locker lassen, bis wir seine Botschaft verstanden haben: Es ist an der Zeit, die menschliche Zivilisation neu zu gestalten.

Hier ist eine unvollständige Liste der Fälle, in denen die Zahl der bestätigten Fälle wieder ansteigt: Vereinigte Staaten, Russland, Frankreich, Israel, Argentinien, Brasilien (das nie wirklich in den Lockdown ging), Italien, Deutschland und Südkorea (früher der Goldstandard des Erfolgs). Wohin man auch schaut, die Taktik „zu Hause bleiben, bis es weggeht“ scheitert kläglich, und der neue Stamm garantiert, dass sie weiterhin scheitern wird. Das lässt uns nur eine Möglichkeit: unsere Länder so umzustrukturieren, dass jeder seinen Grundbedarf deckt und gleichzeitig lernt, was in der Welt vor sich geht. Jedes Land, das diese Taktik nicht anwendet, wird zwangsläufig einen vollständigen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Zusammenbruch erleiden.

Wir werden nicht in der Lage sein, Geschäfte und Einkaufszentren wieder zu eröffnen, da sie zu Infektionsknotenpunkten werden. Laut Bloomberg „besteht bei einem Drittel der verlorenen Arbeitsplätze in den USA die Gefahr, dass sie dauerhaft verloren gehen“. Ich denke, Bloomberg ist viel zu optimistisch. Da das Virus die Wiedereröffnung von Unternehmen nicht zulässt, werden sie einfach geschlossen, zusammen mit allen von ihnen abhängigen Unternehmen. In naher Zukunft wird fast die Hälfte der Amerikaner ohne Einkommen bleiben und ohne Möglichkeit, eines zu erzielen.

Im Laufe der Zeit wird der Prozentsatz der einkommenslosen Amerikaner noch steigen, „wenn sich die Unternehmen vom Hersteller bis zum Einzelhändler an eine Post-Virus-Welt anpassen und noch mehr Menschen von einer sicheren Arbeit abschneiden“, so die Studie von Bloomberg Economics. Und wenn man bedenkt, dass das Virus noch nicht einmal weg ist, werden die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt noch verheerender sein als vorhergesagt.

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Professor Covid

Im Facebook am 15.06.2020 veröffentlicht. 

Wie ein strenger, anspruchsvoller Lehrer treibt uns das Coronavirus an, unsere Denkweise zu ändern. Indem es uns nicht zu unserer früheren Lebensweise zurückkehren lässt, zwingt es uns, eine neue Lebensweise aufzubauen, bei der wir uns weniger auf materielle, unmittelbare Befriedigung als mehr auf dauerhafte, soziale Befriedigung konzentrieren, die sich aus positiven Verbindungen mit anderen ergibt.

Wir müssen nicht darauf warten, dass das Virus sich untereinander in Verbindung setzt. Wenn wir das tun, werden wir in der Tat noch bitterer als jetzt unter der strengen Hand des unsichtbaren „Lehrers“ leiden. Stattdessen müssen wir unsere Verbundenheit anerkennen, dass wir alle in jedem Aspekt unseres Lebens voneinander abhängig sind, und unsere Gesellschaft entsprechend strukturieren.

Die neue Lebensweise wird eine neue Art des Denkens erfordern. Wenn wir zum Beispiel das Gefühl haben, gesund und stark zu sein, neigen wir dazu, keine Masken zu tragen, weil sie unbequem sind. Aber dadurch könnten wir andere Menschen mit dem Virus infizieren, weil wir asymptomatische Überträger sein könnten. In dem neuen Denken werden wir Masken tragen, um andere nicht mit dem Virus zu infizieren, eben weil wir nicht wissen, ob wir Träger des Virus sind oder nicht.

Dasselbe gilt für Lebensmittel. In naher Zukunft könnte es eine Situation geben, in der die Nahrungsmittelknappheit uns alle betreffen wird. Wenn wir alle versuchen, so viel wie möglich zu ergattern und nur an uns selbst zu denken, werden wir Chaos und Gewalt erzeugen. Aber wenn wir nur das nehmen, was wir brauchen, damit auch andere das Ihre haben, wird es genug für alle geben, und ein Gefühl der Wärme und des Vertrauens wird sich in der Gemeinschaft ausbreiten. Auf diese Weise wird uns das Virus allmählich lehren, dass sich gute Verbindungen viel besser anfühlen und viel lohnender sind als unser bisheriges Leben mit brutalem Wettbewerb und übermäßigem Konsum. Die Frage ist nur, wie schnell wir es lernen werden.

Bild von Miriam Müller auf Pixabay