Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Medien / Neuerscheinungen'

Herzensberufe – Die Berufe der Zukunft

Im Jahr 2012 veröffentlichte das ARI-Institut, dessen Gründer ich bin, das Buch Die Vorzüge der New Economy: Bewältigung der Weltwirtschaftskrise durch wechselseitige Bürgschaft. Das Buch beschreibt einen zukunftsorientierten Arbeitsmarkt, in welchem nur wenige Menschen arbeiten müssen, um für die Bedürfnisse aller zu sorgen. Die nicht arbeitende Bevölkerung wird sogenannte “Herzenberufe” ausüben, die dazu dienen, die Herzen der Menschen zu verbinden und so ein soziales Umfeld gegenseitiger Verantwortung und Fürsorge zu schaffen. 

Einige Jahre später begann sich die Idee durchzusetzen. Dies geschah, als Regierungen begonnen hatten, den Begriff eines “Universellen Grundeinkommens” in die Tagesordnung aufzunehmen, mit dem Inhalt, dass Regierungen den Menschen die Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse garantieren. Der Journalist Thomas Friedman verdeutlichte 2017 diese Idee, als er schrieb, dass die Menschen in Zukunft mehr Werte des Herzens und der Menschlichkeit schaffen sollten”. In einem Interview mit dem British Council sagte Friedman: “Früher haben wir mit Händen gearbeitet. Dann wurden wir von Maschinen ersetzt und begannen an deren Stelle in einer auf Wissen basierenden Wirtschaft mit dem Verstand zu arbeiten….Als nächstes werden wir wohl mehr mit unserem Herzen arbeiten.” Er hatte damit Recht, dass Maschinen den Rest erledigen werden und wir uns auf die Arbeit der Herzen konzentrieren werden können.

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Corona – das Virus, das uns neu programmiert

COVID-19 wird unser gesamtes System abschalten. Es wird uns zwingen, stattdessen ein neues, gerechtes und fürsorgliches System aufzubauen. 

Als biologisches Virus wird Corona uns “biologische Maschinen” umprogrammieren. So wie ein Computervirus in das System des Computers eingreift, so verändert ein biologischer Virus unsere Funktionsweise. Doch im Gegensatz zu Computerviren ist dieser Virus nicht gekommen um uns zu zerstören. Er ist gekommen, um uns umzuprogrammieren, um die Fehler in unserem System zu beheben. Damit wir nicht nur menschlich werden, sondern auch fürsorglich miteinander und unserem Planeten umgehen.

Das Coronavirus hat unser Leben revolutioniert. In der ersten Welle haben wir uns in unserem zuhause geschützt und mit Ehrfurcht beobachtet, wie die Natur um uns herum sofort aufblühte. 

Schon bald wurde die Ausgangssperre wieder gelockert. Die Menschen verhielten sich weiter unmenschlich gegenüber anderen und die Natur musste sich wieder zurückziehen. 

Dann wurde das Virus aggressiver und ansteckender und teilte uns dadurch mit, dass wir bezahlen werden, wenn wir nicht einsehen was sie von uns verlangt.

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Was tun, mit uneinsichtigen Kindern?

Als zu Beginn der Corona Krise angeordnet wurde, dass wir zuhause bleiben und 2 Meter Abstand halten müssen, hielten diese Regeln mehr oder weniger Alle ein. Weder wollten wir uns selbst mit dem Virus anstecken, noch wollten wir andere Menschen in Gefahr bringen. Als die Quarantänemaßnahmen gelockert wurden, hatten viele die Schrecken des Lockdowns schon fast wieder vergessen. Aber das Virus ist noch nicht besiegt und schlägt nochmals zu. 

Doch jetzt haben die Menschen kein Verständnis mehr für diese Einschränkungen. Die Disziplin bezüglich der Verhaltensregeln verwandelt sich in Trotz. Als würden die Menschen zur Natur sagen: “Fang mich doch, wenn Du kannst!” Das konnte sie schon immer und wird sie auch weiterhin tun können. Die Natur verlangt von uns, dass wir unsere egoistische Ausrichtung erkennen. Und das wird sie solange tun, bis wir auf sie hören werden. 

Jede Bedrohung seitens der Natur können wir darum als Hinweis auf eine neu beginnende Phase der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft betrachten. Im Fall des Corona Virus wird uns, indem wir uns voneinander fernhalten müssen, von der Natur gezeigt, dass wir uns gegenseitig schaden. Unsere Gesellschaft spaltet sich, was wir nicht erst seit den Georg-Floyd-Protesten in Amerika beobachten können. Dort zeigt sich beispielhaft, wie sich durch Eskalationen aufgrund rassistischer Spannungen, einem aggressiven Wahlkampf und Hass gegenüber Andersdenkenden ein Sturm entfachen kann, welcher sogar die gewaltigste Supermacht der heutigen Zeit ins Wanken bringt

Dieses Verhältnis zwischen Natur und Mensch lässt sich mit einer Eltern – Kind – Beziehung vergleichen. Betrachten wir Eltern, wissen diese genau was zu tun ist, wenn ihr Kind nach einer Zurechtweisung nicht Folge leistet. Sie sprechen eine zweite, viel härtere Weisung aus. Genau so verhält sich die Natur nun gegenüber uns. Wie liebende Eltern will uns die Natur nichts Schlechtes, sondern uns uneinsichtigen Kindern den richtigen Weg weisen. Wir können uns wie trotzige Kinder benehmen und die Natur herausfordern, indem wir COVID-Partys veranstalten und uns weigern Masken aufzusetzen. Doch wie wir aus unserer Erfahrung wissen, wird die Folge davon sein, dass die Natur uns am Arm packen und in unsere Zimmer schicken wird.

Kinder verstehen oftmals, dass es klüger ist sich nicht querzustellen und den Anweisungen der Eltern folge zu leisten. Auch wir werden irgendwann einsehen, dass unser Trotz lediglich das Ende der weltweiten Krise verzögern wird.

Bild von murovas2016 auf Pixabay

Die Welt wartet auf die amerikanische Dämmerung

In Facebook  am 10.07.2020 veröffentlicht. 

Wenige Tage nach den Unruhen in Manhattan, die während der Proteste gegen die Ermordung von George Floyd ausbrachen, schickte ein Freund ein sieben-minütiges Video von sich, wie er durch die Stadt fährt. Während des gesamten Clips wurden nur an zwei Veranstaltungsorten die Fenster zur Straße nicht zerbrochen oder mit Brettern zugenagelt: in einem Geschäft am Fuße des Trump Towers, wo FBI-Kräfte den Eingang bewachten, und in einer Kirche, die keine Fenster auf Straßenniveau hat, sondern nur schwere Türen. 

Während des gesamten Clips hört man den Mann sagen: „Alles zugenagelt; alle luxuriösen Geschäfte, alles zugenagelt…“. Er stand unter Schock. Vor seinen Augen wurden die Embleme des amerikanischen Traums zertrümmert und mit Brettern zugenagelt, und die ganze Idee des Kapitalismus zerfiel mit ihm.

Ich bin der letzte Mensch, der über den Untergang des Kapitalismus trauert, aber es ist immer noch erstaunlich zu sehen, wie es vor den eigenen Augen geschieht. Es ist nicht so, als wenn seine Schriftzüge nicht schon seit Jahrzehnten an der Wand hängen würden, aber wie es scheint, hat  COVID-19 den Kapitalismus KO geschlagen. Er wird sich nicht erholen, und die Welt wird der amerikanischen Vorreiterrolle folgen.

Aber die Welt geht nicht unter. Tatsächlich bricht ein neuer Morgen an. Wir treten in eine Ära gegenseitiger Anteilnahme und Fürsorge füreinander ein. Es ist eine schmerzhafte Geburt, aber welche Geburt ist das nicht? Die Welt, die aus den Trümmern des Kapitalismus aufersteht, ist eine Welt, in der die Menschen sich umeinander kümmern – zunächst, weil sie es müssen, aber letztendlich, weil sie es wollen!

Die gegenwärtige Krise, die durch das Virus beschleunigt wurde, hat die zerbrochenen Bindungen der Gesellschaft offenbart und gezeigt, dass niemand für uns sorgen wird, wenn wir nicht für uns selbst sorgen. Gleichzeitig ist es erst jetzt, wo der Zerbruch offensichtlich ist, möglich, mit dem Prozess der Korrektur zu beginnen.

Und im Falle Amerikas bedeutet Korrektur Verbindung. Die Verbindung von Herz zu Herz muss der höchste Wert sein, der Zenit. Man wird alle Parteien und alle Gruppen der Gesellschaft brauchen, um dies zu erreichen, aber es ist der einzige Weg aus der Abwärtsspirale.

Und das wird genau beobachtet werden, um zu sehen, was aus Amerika wird, weil es so für den Rest der Welt sein wird. Dieses riesige Land mit seinen unzähligen Kulturen ist ein Beispiel für die gesamte Menschheit. Wenn Amerika in erster Linie die Unterschiede unter seinen Bewohnern vereint, dann werden das auch alle Nationen tun. Die Welt wartet auf die amerikanische Morgenröte.

Es ist an der Zeit unser Schubladendenken zu reflektieren

Eine der ersten Fragen bei jeder ersten Begegnung mit Anderen lautet: „Was machen Sie beruflich? Es gibt zwei Dinge, die wir normalerweise wissen wollen, wenn wir diese Frage stellen: 1) Wie viel verdienen Sie? und 2) Welchen gesellschaftlichen Rang haben Sie? Wenn Sie Ihrem neuen Bekannten sofort sagen würden, wie viel Sie verdienen, würde er nicht nach der Art Ihrer Arbeit oder Ihrem sozialen Status fragen. Allein Ihr Verdienst würde genügen, um Sie entsprechend einzuordnen.

Aber was geschieht, wenn Geld bedeutungslos wird? Wir steuern auf eine Realität der unverschuldeten Massen- und Langzeitarbeitslosigkeit zu, in der Arbeitsplätze zur Mangelware werden. Dies ist kein futuristisches Szenario. COVID-19 hat diese Realität hervorgebracht. Wurde man anfangs beurlaubt, so droht jetzt die Entlassung, da sich immer mehr Unternehmen auf eine Realität mit dauerhaft niedriger Nachfrage einstellen müssen.

Ich habe bereits unzählige Male in Essays und Büchern über die Verpflichtung der Regierungen geschrieben, Arbeitslosen ein Grundeinkommen zu gewähren. Der Bezug von Grundeinkommen müsste jedoch an die Teilnahme an einer Schulung geknüpft werden, die die Zusammenhänge lehrt, die zum Jobverlust geführt haben. Aber auch um die Ursachen für die massenhaften Entlassungen auf der ganzen Welt zu begreifen. Den Menschen muss Selbstwertgefühl und das Wissen um seine Einzigartigkeit vermittelt werden und dass die Menschen weltweit völlig voneinander abhängig sind. Um zu überleben, müssen wir füreinander Verantwortung übernehmen.

Es gibt drei Dinge, die ein Mensch benötigt, um ein zufriedenes Leben führen zu können: 1) physische Versorgung (Grundnahrungsmittel), 2) das Verständnis für die Welt, in der er lebt, und 3) ein Gefühl der Würde oder Selbstachtung. Ohne diese Dinge verzweifelt der Mensch. Viele könnten zu Gewalt neigen und so die Gesellschaft weiter spalten.

Da Personen des öffentlichen Lebens um die Anerkennung der Öffentlichkeit buhlen, müsste die Gesellschaft selbst zeigen, wie sehr sie Menschen respektiert, die der Gesellschaft etwas geben und zur Einheit der Menschen beitragen. Es steht außer Frage, dass eine Gesellschaft, in der die Menschen einander unterstützen, widerstandsfähig ist. Menschen sind glücklicher, wenn sie in einer Umgebung leben, von der sie Unterstützung erfahren. Neue Werte wie Hilfsbereitschaft, Respekt, Anerkennung dem anderen gegenüber und das Streben nach Einheit müssen gewürdigt und honoriert werden. Wenn wir dies mit Überzeugung tun und entschlossen zeigen, dass wir von den alten egoistischen Systemen, die andere ausbeuten, nichts halten, werden selbst die Reichen und Mächtigen ihre Machtansprüche aufgeben, wenn sie im Gegenzug dafür Respekt erhalten, da Reichtum und Vermögen an sich, keinen Respekt verschaffen. 

Ändern sich die gesellschaftlichen Werte, ändern sich auch die Wünsche der Menschen. Die Meinung anderer ist ein machtvolles Instrument. Wenn wir zeigen, welche Werte wir wollen, welche Menschen für uns Vorbildcharakter haben, werden wir eine Gesellschaft schaffen, die aus solchen Menschen besteht.

Der Vater meines Lehrers, der zukunftsweisende Denker und Kabbalist Baal HaSulam, formulierte dieses Konzept in einem kurzen Absatz: „In der Tat weiß jeder erfahrene Mensch, dass das größte aller vorstellbaren Vergnügen der Welt darin besteht, die Gunst der Menschen zu gewinnen. Um diese begehrte Sache zu erhalten, lohnt es sich, jede Anstrengung und jedes weltliche Zugeständnis zu machen. Das ist der Magnet, zu dem sich die Besten jeder Generation hingezogen fühlen und für den sie ihr gesamtes weltliches Leben opfern. Wenn wir diejenigen respektieren, die zum Gemeinwohl beitragen, dann wird dieser Beitrag die neue Währung sein. Je größer ihr Beitrag, desto „wohlhabender“ werden sie in den Augen der Gesellschaft und damit auch in ihren eigenen Augen sein. So wird Respekt zur neuen Währung. Mit dieser Methode werden wir unseren Gemeinschaften und Ländern eine gute Zukunft sichern.

Bild von Myriams-Fotos auf Pixabay

Kämpfe nicht gegen Rassismus, sondern liebe die Einzigartigkeit

Im Facebook am 26.06.2020 veröffentlicht.

Hass zwischen Menschen gibt es schon immer, Rassismus ist eine besonders zerstörerische Form davon. Um etwas dagegen tun zu können und weitaus schlimmere als die bereits heute erkennbaren Auswirkungen zu verhindern, müssen wir verstehen, woher Rassismus kommt. Ziehen wir die richtige Erkenntnis daraus, werden wir nicht nur den Hass lindern können, sondern sogar eine besondere, ganzheitliche Verbindung aller Menschen erreichen.

Vier primäre Arten

Um Rassismus zu verstehen, müssen wir alle Auswirkungen in unserer Welt als Folgen von einer Ursache betrachten. Die Ursache aller Folgen ist das Verlangen des Menschen. Aus Sicht der Weisheit der Kabbala gibt es vier grundlegende Arten von Verlangen, sowie deren Ursprung oder Wurzel. Diese vier Arten des Verlangens lassen sich auf alles in unserer Welt anwenden, die menschliche Spezies mit eingeschlossen. 

Aus diesem Grund entstanden vier unterschiedliche Rassen, die Schwarze (afrikanische), die Rote (amerikanische) die Gelbe (asiatische) und die Weiße (europäische). Diese vier Rassen entstanden getrennt voneinander auf vier verschiedenen Kontinenten, bis sich diese verbanden und sie von Kontinent zu Kontinent wandern und sich vermischen konnten. 

Die vier Arten entwickeln sich weiter und deshalb werden ihre einzigartigen Eigenschaften immer deutlicher. Zusammen bilden sie eigentlich ein perfektes Ganzes, doch wenn diese Einzigartigkeiten ignoriert werden und wir so tun, als wären wir alle gleich, arbeiten wir unbeabsichtigt gegen diese positive spezifische Entwicklung. Und genau das nehmen wir heute als gegenseitige Feindschaft , als „Rassismus“ war. 

Da die vier Rassen aus den unterschiedlichen Grundtypen des Verlangens entstanden sind, können die Konflikte zwischen ihnen nicht mit den heutigen Massnahmen gelöst werden. 

Um Rassismus aufzulösen, müssen wir wieder jeder Rasse die Möglichkeit geben, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Die vier Arten sollen nicht gleich gemacht werden, sondern gleich behandelt werden und sich ergänzen.

Nur wenn sie als eine Einheit funktioniert, die aus vier sich ergänzenden Teilen besteht, ist es möglich, die Vorzüge aller Teile zu erkennen und zu sehen, wie wichtig sie für das Wohlergehen des gesamten Organismus “Mensch” sind.

Was für Rassen gilt, gilt auch für den Menschen

Alles in der Natur ist einzigartig. Nicht nur die Rassen sondern auch jeder Mensch. Um die Menschen dauerhaft glücklich und zufrieden zu machen, müssen wir die Bedingungen dafür schaffen, dass jeder Mensch das Gefühl hat, dass er sein Potenzial ausschöpfen und damit zum Glück der Menschheit beitragen kann. Wird das Beitragen zum Wohlergehen Anderer als höchstes Statussymbol angesehen, wird jeder Mensch sich bemühen diesen Beitrag zu leisten. Dafür wird er das Beste aus sich herausholen, sein volles Potenzial ausschöpfen und jeder, der sein volles Potenzial ausschöpfen kann, wird ein glücklicher Mensch sein.

Kurz gesagt: nicht gleich müssen wir sein, sondern das gleiche Ziel müssen wir haben. So das jedes Individuum mit seinem einzigartigen Potenzial zum Glück und zum Wohlergehen der Menschheit beitragen kann.

“Was ist ein gutes Beispiel für zwei Arten von Menschen?“

Veröffentlicht in Quora

 

Grundsätzlich gibt es in unserer Welt zwei Arten von Menschen: Egoisten und Altruisten.

Egoisten tun alles aus Berechnung zum persönlichen Nutzen und müssen eine Entschädigung, wie mehr Geld oder einen verbesserten sozialen Status, für jede Handlung sehen, dann sind sie bereit anderen zu dienen.

Altruisten geben bereitwillig sich selbst und die persönliche Entschädigung dazu, um anderen zu helfen.

Egoismus ist die menschliche Natur. Es existiert in jeder einzelnen Person. Der Altruismus dagegen läuft der menschlichen Natur zuwider.

Altruisten stellen eine Minderheit dar. In der Welt machen sie bis zu zehn Prozent der menschlichen Gesellschaft aus. Die Mehrheit sind Egoisten.

Letztendlich entwickeln wir uns jedoch zu einem Zustand, in dem wir erkennen, dass die altruistischer Art zu handeln, in der gesamten Gesellschaft die zunehmenden Probleme, die wir in unserer egoistisch konsumorientierten Gesellschaft sehen, lindert.

Das Problem ist es, Altruismus zu einer sozialen Norm zu machen. Es besteht darin, dass die Mehrheit der Egoisten Mangel an Belohnung für das Altruistisch sein, empfindet. Vergleichbar mit dem Einschalten eines Motors ohne Kraftstoff.

Unser gegenwärtiger Treibstoff für die Arbeit in unserer egoistisch orientierten konsumorientierten Gesellschaft, ist Belohnung und Bestrafung. In so einem Umfeld bedeutet es: mehr arbeiten, mehr Belohnung erhalten, was zu mehr Wohlstand, Respekt, Macht und Wissen führt. Weniger arbeiten bedeutet, die „Bestrafung“ zu erhalten und alle Wünsche bleiben leer.

Je mehr wir uns jedoch in einer egoistisch, konsumorientierten Gesellschaft entwickeln, desto schwieriger wird es, uns selbst zu erfüllen. Verschiedene Krisen werden uns schließlich zu einem Gefühl der Hilflosigkeit bringen, in der wir keine Befriedigung mehr finden, da wir den eigenen Nutzen dem Nutzen anderer vorziehen. 

Wir werden dann bereit sein, unsere Lebensweise zu ändern und altruistischer zu werden.

Treibstoff benötigen wir jedoch weiterhin, damit unsere altruistische Gesellschaft funktioniert.

Was ist altruistischer Treibstoff?

Bei diesem Treibstoff geht es darum zu geben, das Leben anderer zu verbessern und positive Handlungen für andere zu leisten, sie werden zu den wichtigsten Werten der Gesellschaft.

Die Entwicklung der altruistischen Gesellschaft beginnt damit, positive soziale Beiträge zu belohnen und zu würdigen. Nach einer gewissen Zeit werden wir allmählich beginnen, altruistische Werte an und für sich wert zu schätzen.

 

 

Das Coronavirus – keine Strafe, sondern eine Lektion für gegenseitige Verantwortung

Veröffentlicht im Facebook am 29.06.2020

Jeden Tag erhalte ich E-Mails und Anrufe von Menschen, die mir erzählen, dass ihr Leben vor sechs Monaten, vor Corona, eigentlich wunderbar war und aber jetzt sind sie ratlos. Ihre Welt ist zusammengebrochen und sie sehen keine Zukunft mehr. Das macht mich sehr betroffen. Mit jedem Tag der vergeht, sehe ich, wie die Menschen hilfloser, orientierungsloser und unruhiger werden. Sie haben Angst, dass sie ihre Kinder nicht mehr ernähren können.

Das was jetzt geschieht, ist aber nicht so etwas wie eine „Strafe von oben“. Nein, es ist ein Aufruf, sich zu vereinen anstatt nur an sich selbst zu denken. Nur wenn wir zusammenarbeiten werden wir in der Lage sein, eine sichere Zukunft zu gestalten. Sich weiterhin nur um sein eigen Fleisch und Blut zu sorgen und nicht mit anderen Menschen gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, wird die Situation nur verschlimmern. Je länger wir warten, umso mehr Menschen werden in solch existenzbedrohende Situationen kommen. 

COVID-19 ist daher ein Katalysator um die gegenseitige Verantwortung anzutreiben. 

Wenn wir entscheiden keine Masken zu tragen und nur auf Abstand zu bleiben, riskieren wir nicht nur uns selbst mit dem Virus anzustecken, sondern wir nehmen damit auch in Kauf, dass wir es auf andere übertragen können.

Genauso wie uns nun das Virus zwingt darüber nachzudenken, wie wir nicht zum Überträger an alle anderen werden, müssen wir auch anfangen unter Einbezug aller Aspekte des Lebens, wie Nahrung, Wasser, Unterkunft und Stromversorgung an alle anderen zu denken. Wir müssen uns unsere gegenseitige Abhängigkeit bewusst machen. Wir sind eng miteinander verbunden und voneinander abhängig, gerade auch von Menschen, die wir aus diesem oder jenem Grund sogar hassen. Wir alle sitzen in einem Boot, die ganzen Welt.

Auch müssen wir bedenken, dass wenn zu viele Menschen wegen COVID-19 krank werden, die Nahrungsmittelproduktion und die Versorgungsketten beeinträchtigt oder sogar bis zum Erliegen gebracht werden. Hunger wird die Menschen in eine weitaus schlimmere Notlage bringen und in eine Verzweiflung treiben, wie wir sie bisher noch nicht erlebt haben. Wenn alle, jede Stadt, jedes Bundesland und das ganze Land an einem Strang ziehen kann dafür gesorgt werden, dass die Grundbedürfnisse jedes Bürgers gedeckt sind. Wenn wir verstehen und begreifen, dass wir alle im selben Boot sitzen, reicht das aus, um ein ganzes Land in eine neue, gute Zukunft zu führen. Dann werden wir auch erkennen, dass das ganze uns durch den Coronavirus zugefügt Leid keine Strafe ist, sondern eine Lektion um uns für unsere gegenseitige Verantwortung zu sensibilisieren.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

“ Die Wahrheit über den Klimawandel „

Mein neuer Artikel auf Linkedin “ Die Wahrheit über den Klimawandel „

Wissenschaftler warnen immer wieder vor dem sich ändernden Klima, sie sagen, dass dieser Prozess durch verschiedene Maßnahmen umzukehren sei. Die globale Erwärmung an sich ist weder schlecht noch gut. Die Natur hat keinen Standard, dem sie folgen muss. Sie ist in ständigem Gleichgewicht. Manchmal wird das Gleichgewicht bei einer wärmeren Temperatur und manchmal bei einer kühleren Temperatur erreicht. Aber zu denken, dass wir es manipulieren können, um unseren Launen zu entsprechen, ist nichts als Hybris.

Genau wie bei der Natur, sollten wir nicht versuchen Menschen zu verändern, sondern nur, wie sie am besten miteinander interagieren.

Wenn wir uns in der umgebenden Natur wohl fühlen wollen, müssen wir uns an sie anpassen und nicht umgekehrt. Die Natur ist ganzheitlich und ausgeglichen. Alle Dinge entwickeln sich entsprechend ihrer Natur und bilden ein ausgewogenes Beziehungssystem untereinander, um zu gedeihen.

Wir sollten uns nicht in die Natur einmischen. Wenn wir versuchen, es gemäß unserer Macken zu kippen, wird es uns durch seine unzähligen Arten von Rückschlägen gegenüber der Menschheit und  unseren Willen, zurückwerfen. Das Einzige an dem wir arbeiten können und sollten, ist immer am Miteinander.

Derzeit nutzen wir unsere Stärken, um andere zu kontrollieren und zu manipulieren. Wir versuchen, unsere Schwächen zu verbergen, damit andere uns nicht ausbeuten. Doch wenn wir stattdessen unsere Energie darauf verwenden, unterstützende und kooperative Verbindungen zwischen uns aufzubauen, würden wir von den Stärken aller profitieren, anstatt sie zu fürchten. Auch sie würden von unseren profitieren, anstatt uns zu fürchten und uns zu entfremden.

Wenn wir unsere Einstellung zueinander ändern, werden wir feststellen, dass auch die Natur ihre Einstellung zu uns geändert hat. Wenn wir untereinander im Gleichgewicht sind, wie alle Elemente der Natur, dann bedroht uns kein Klimawandel, Erdbeben, keine Pest oder Überschwemmung mehr, da Natur und Mensch synchron sind.

 

Verbindung mit den höheren Kräften 

Veröffentlicht in ML michaellaitman.com

In letzter Zeit ist viel von Kommunikation mit höheren Kräften die Rede,  die in einer Art “Cloud” Zugriff zu ihrem Inhalt gewähren.

Ein Thema, das die Fantasie weckt und zu dem es viele Bücher gibt. Doch was ist da dran? Gibt es Informationsfelder einer höheren Ebene? Ist dieses globale Wissen per Passwort zugänglich?

Isaak Newton verglich sich mit einem Kind, das an einer Küste spielt und  hin und wieder flachere Steine oder buntere Muscheln findet, während der große Ozean der Wahrheit vor ihm ununtersucht bleibe.

So gestaltet sich unsere Kenntniss des Universums. Die gesamte Wissenschaft ist nichts weiter als ein punktueller Versuch der Kommunikation mit dem Ozean der Weisheit.

Wir wissen fast nichts über uns selbst. Wir verstehen nur, dass das Bild, das vor unseren Augen erscheint durch unsere Sinnesorgane stark eingeschränkt ist. So sehr, dass wir uns sogar qualitativ andere Empfindungen nicht vorstellen können. 

Sehkraft, Gehör, Geschmack, Geruchssinn und Tastsinn scheinen uns für die Wahrnehmung der Welt zu genügen. In Wirklichkeit schränken sie uns jedoch ein. Wir sehen nur ein winziges Fragment eines großartigen Bildes, das unzählige Informationen enthält und von mehreren Barrieren verzerrt wird, bevor es in unseren Empfindungen entsteht.

Eigentlich können wir gar nicht über die Objektivität der Wahrnehmung einer äußeren Realität sprechen. Wenn ich einen Baum sehe, nehmen meine Augen in Wirklichkeit nicht ihn wahr, sondern die Wellen, die in mir durch elektrische und chemische Wandler fließen und sich als eine Form abzeichnen, die man „Baum“ nennt. Ich habe keine Ahnung, was sich draußen, außerhalb von mir befindet, ob es dort überhaupt etwas gibt, oder ob „der Baum“ ein Teil von mir ist. Da wir uns nicht außerhalb unserer Sinnesorgane aufhalten können, ist es unmöglich diese Wirklichkeit zu untersuchen.

Die Idee eines Kanals der Verbindung mit einer höheren Realität begeistert die Menschen dennoch. Es gibt viele Formen „übernatürlicher“, teilweise sehr kostspieliger Kommunikationen. 

So mancher Unternehmer wird erst dann tätig, wenn er sein persönliches „Medium“ konsultiert hat. Es erstaunt, dass selbst reiche und mächtige Menschen, eine Verbindung zu höheren Kräften suchen, um verlässliche Informationen über die Zukunft zu bekommen. Wir hegen solche Hoffnungen, weil wir die Welt, in der wir leben, nicht wirklich kennen und verstehen.

Die Wissenschaft Kabbala sagt, dass für die Erkenntnis des verborgenen Teils des Universums, der spirituellen Welt, über die fünf Sinnesorgane hinaus, neue Sinnesorgane gebildet werden müssen. Sie sind qualitativ anders und heißen „Keter“, „Chochma“, „Bina“ „Seir Anpin“ und „Malchut“.

Mit ihrer Hilfe beginnen wir die Wirklichkeit nicht mehr nur körperlich zu empfinden. Diese Empfindungen werden Seele genannt.

Mein Selbst zeichnet das Bild der Welt und meiner Umgebung ausschliesslich mit dem  Wunsch, Genuss zu empfangen. Dieses unausweichliche Streben nach Genuss ist in mir sozusagen vorprogrammiert. Ich kann nicht anders. Alles soll dazu dienen, mir Genuss zu bereiten.

Ein neues Bild der Welt  und somit eine neue Wirklichkeit ist nur dann möglich, wenn sich fünf zusätzliche Sinnesorgane bilden, die nur dem Wunsch Genuss zu schenken, zu lieben und zu geben dienen.

Während ich innerhalb meiner fünf egoistischen Sinnesorgane nur mein materielles, physisches Leben wahrnehme, beginnt sich mit dem Streben nach Geben mein spirituelles Sein, meine Seele, zu entwickeln. 

Durch diese Veränderung, durch meinen Versuch, mich der Ebene der spirituellen Welt anzupassen, beginne ich Information über die Realität zu bekommen, die außerhalb von mir liegt. 

Basiert mein Zugang zu ihr auf der Grundlage des Gebens, erkenne ich, wie begrenzt die materielle Wirklichkeit tatsächlich ist, die lediglich einen winzigen Einblick in das Gesamtbild gewährt, der mit dem Tod endet.

Im Spirituellen hingegen empfinde ich ewiges, unbegrenztes Leben.

Die gesamte Wirklichkeit wird als alles umfassend und integral erfahren, als ein allen gemeinsames Netzwerk unserer Wechselbeziehungen, in dem alle Menschen miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Meine Einstellung zum Leben verändert sich hierdurch vollkommen. Es wird bestimmt von einem Streben nach Einheit, Frieden und Harmonie für alle Menschen. So führt die Erfahrung der spirituellen Welt zum Frieden auf der Welt.