Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der Tag nach dem Coronavirus – Kapitel 3 – Die Evolution stärkt die Verbindung

Die Evolution stärkt die Verbindung

Unser Verständnis der Welt beruht auf der Tatsache, dass wir umso mehr Naturgesetze entdecken, je weiter die Menschheit voranschreitet. In der Antike fanden wir heraus, wie man bestimmte Steine zu Eisen, Kupfer und verschiedenen Metallen verarbeiten und wie man aus Rohstoffen Nahrungsmittel und Getränke wie Brot und Wein herstellen kann.

Später versuchten die Wissenschaftler, grundlegende Elemente der Natur in den verschiedenen Wissenschaften wie Physik, Chemie und Biologie zu beschreiben, und formulierten verschiedene Gesetze und Theorien, wie z.B. das Gravitationsgesetz, die Energiegesetze, die Auswirkungen von Energie auf verschiedene Materialien und so weiter.

Neue Gesetze und Theorien stellten oft die uns bereits bekannten in Frage, wie z.B. Einsteins Relativitätstheorie in Bezug auf die klassische Physik, die bis zu seiner Zeit weithin akzeptiert war.

Alles, was mit uns geschieht – unsere gesamte Entwicklung – entfaltet sich innerhalb der Naturgesetze. Je mehr wir verstehen, wie und warum die Natur so funktioniert, wie sie funktioniert, desto besser können wir die vielen Phänomene verstehen, die sich in unserem Leben abspielen, einschließlich der Coronavirus-Pandemie.

Die Weisheit der Kabbala betont die Verbindungen zwischen den verschiedenen Ebenen der Natur. Es ist so, wie Baal HaSulam in seinem Artikel „Die Freiheit“ erklärt:

„Es besteht eine allgemeine Verbindung zwischen allen Elementen der vor uns liegenden Wirklichkeit […], was bedeutet, dass jedes einzelne Geschöpf der Welt aus den vier Typen – unbelebt, vegetativ, belebt und sprechend – nach dem Gesetz der Kausalität durch Ursache und Wirkung lebt. […] Dies ist für alle offensichtlich, die die Wege der Natur von einem rein wissenschaftlichen Standpunkt aus und ohne ein Fitzelchen Voreingenommenheit untersuchen“.

Alle Teile der Realität sind miteinander verbunden. Jede Handlung hat eine systemische Wirkung. Darüber hinaus werden im Laufe der Evolution die Verbindungen zwischen den Teilen der Wirklichkeit immer raffinierter. Die Evolution beschreibt die Entwicklungsprozesse von Lebewesen von unscheinbaren Elementen zu komplexen Lebensformen, die auf Zusammenarbeit beruhen. So entwickelte sich aus der Verbindung zwischen unterschiedlichen Teilchen die lebende Zelle. Die Grundeinheiten des Lebens bildeten später weitere Verbindungen, um mehrzellige Lebensformen auf vegetativer und tierischer Ebene zu entwickeln.

Auch die Menschheit entwickelte sich, indem sie diesem Trend der zunehmenden Vernetzung folgte. Bis vor etwa 100 Jahren waren wir in erster Linie mit der physischen Umwelt verbunden, in der wir aufwuchsen, während wir heute mit einer weitaus größeren Umwelt verbunden sind. Der Wunsch nach Entwicklung und Fortschritt veranlasste uns, Mittel zu schaffen, um Verbindungen zwischen Menschen, Ländern und Nationen zu ermöglichen. Der Zug, der Telegraf, das Radio und das Telefon verbanden weit entfernte Menschen miteinander, und das Internet machte jeden leicht verfügbar. Diese Tendenz zur Verbindung machte die Welt kleiner und zugänglicher.

Die Evolutionsbiologin und Zukunftsforscherin  Dr. Elisabet Sahtouris beschreibt, wie die Evolution die Natur in die Vielfalt und Individualisierung drängt, was jedes Mal zu Konflikten führt, die dann durch Zusammenarbeit und die Herstellung von Verbindungen auf einer fortgeschritteneren Ebene gelöst werden. Dementsprechend ist der Prozess, durch den die Welt zu einem kleinen globalen Dorf geworden ist, kein Zufall: Er ist eine natürliche Stufe in der Evolution der Zivilisation hin zu einer größeren Form der Verbindung.

Kabbalisten beschreiben diesen Entwicklungsprozess als ein Naturgesetz, als eine allgemeine Kraft, die im System der Natur wirkt und es durch die Schaffung von weiter fortgeschrittenen Verbindungen und Netzen stärker vernetzt.

In der speziellen Sprache des  Sohar, im Teil Toldot (Generationen), wird dieser Prozess wie folgt ausgedrückt: „So wie sich der Körper des Menschen in Organe teilt und diese alle Grad über Grad stehen, eines auf dem anderen errichtet und alle ein Körper sind, so ist auch die Welt, d.h. alle Schöpfungen in der Welt sind viele Organe, die eines auf dem anderen stehen, und sie sind alle ein Körper. Und wenn sie alle korrigiert werden, werden sie tatsächlich ein Körper sein“.

Immer mehr Wissenschaftler sprechen heute von der Welt als einer Art „Superorganismus“ und betrachten sie als eine einzige zusammenhängende Einheit. Die gegenseitige Verantwortung, die durch das Coronavirus beleuchtet wird, macht die Existenz dieses Superorganismus offensichtlich. Alle Teile der Natur, einschließlich des Menschen, sind durch unzählige Beziehungen miteinander verbunden.

Die Welt hat sich verändert. Von einer individualistischen Welt, in der jeder isoliert von den anderen handelt, sind wir zu einer globalen und integralen Welt übergegangen, in der wir alle gesundheitlich, ökologisch, wirtschaftlich, politisch und sozial miteinander verbunden sind.

Global bedeutet ein  – Ganzes. Integral bedeutet miteinander verbunden, in der alle Teile ausnahmslos voneinander abhängig sind. Obwohl wir unseren globalen und integralen Zustand noch zu verdauen haben, ändert das nichts an der Tatsache, dass wir in diesem System leben.

Alles in der Natur ist miteinander verbunden. Die Tiefe dieser Verbindung wird sich mehr und mehr zeigen, wenn wir unsere Forschung über das gesamte System der Natur durch die Weisheit der Kabbala fortsetzen. Ein nachhaltiges Leben in einem solchen System, in dem sich das Netz der Verbindung immer enger knüpft, erfordert eine Änderung unseres Denkens und Verhaltens.    

Immer mit mir – Teil 63

Fürsorge für die anderen

RABASH sagte mir oft: „Wenn du aus der Dunkelheit heraustreten willst, kümmere dich um die anderen.“ Das war sein Gebet. Ich habe es während des ersten libanesischen Krieges 1982 erlebt. RABASH beugte sich jede Stunde zum Empfänger. Er hörte die Nachrichten im Auto, zu Hause, sogar während des Unterrichts. Die Kommentare waren von keiner Bedeutung für ihn, er war nur daran interessiert, was genau los war. Aber während des Krieges in Libanon ließ er den Empfänger nicht aus den Händen. Damals kamen Fremde in unsere Klasse, und es sah für sie sehr seltsam aus. Wie kommt es, dass man aufhört, über das zu reden, was in der Tora geschrieben steht, dass man aufhört, solch erhabene Sachen zu lernen, um die Nachrichten zu hören?!

Ich erinnere mich an einen der Haredim (ultra-religiösen), der sogar empört war und fragte RABASH: „Wie kann das sein? Es ist bei uns überhaupt nicht üblich, Radio zu hören, und Sie unterbrechen sogar den Unterricht und hören zu!“

RABASH antwortete ihm: „Und wenn du dort Söhne hättest, würdest du dich darum kümmern, was dort passiert, oder nicht?! Ich bin mir sicher, dass dein Herz da sein würde! Natürlich! Und du würdest das Radio einschalten und hören, weil du das Gefühl hättest, dass dein Leben davon abhängt. Wir haben unsere ganze Armee dort, und alle von ihnen sind meine Söhne, ich leide mit ihnen und sorge mich um sie.“

Es war eine gute Schule für mich. Zu verstehen, wie der Kabbalist ein besonderes Gefühl für die Menschen entwickelt, wie er leidet und versucht, mit den Menschen in all den Leiden, Schwierigkeiten und Problemen, die dem Land zustehen, zusammen zu sein[1].

[1] Baal HaSulam schreibt in seinen Artikeln „Bürgschaft“ und „Die Gabe der Tora“, dass, je entwickelter ein Mensch ist, desto mehr beginnt er, sich nicht um sich selbst, sondern um seine Familie zu sorgen, dann – um seine Verwandten, dann – um die Gesellschaft, in der er lebt, für sein Land, für die ganze Welt. Es kommt aus dem inneren Bewusstsein, dass wir ein Organismus sind. (aus dem Michael Laitman Blog)

 

[# 245630]

Fortsetzung folgt…

Immer mit mir – Teil 62

Eigene Seele kennen

Nach einer Weile begannen wir am Anfang der Lektion, diese Artikel in der Gruppe zu lesen. Wir lasen eine Stunde, anderthalb. RABASH hörte mit geschlossenen Augen und nach hinten gebeugtem Kopf zu. Für ihn war nicht nur die Meinung der Schüler wichtig, sondern auch die unserer Frauen. Am Ende des Artikels sagte er immer zu mir: „Vergiss nicht, es den Frauen zu geben. Es lag in meiner Verantwortung, die Artikel zu kopieren und durch meine Frau weiterzugeben. RABASHs nächste Frage war: „Nun, was haben sie gesagt? Wie ist der Artikel für sie?“ Er schätzte ihre Meinung, vielleicht sogar mehr als unsere. So erschienen einmal im Monat Artikel über Frauenfragen.

Heute, nach fast 40 Jahren, sehe ich, welche Veränderungen die Artikel von RABASH in mir, in seinen Schülern, in all denen, die ihn umgaben, bewirkt haben. Sie wirkten anfangs unschön und falsch geschrieben, es schien uns, dass ihre einzelnen Teile nicht miteinander verbunden waren, dass sie inkonsequent waren… Weil wir in ihnen die präzise Bewegung der Seele nicht erkannten, die sich auf diese Weise entwickelt. Wir kannten unsere Seele nicht. Doch RABASH kannte sie.       

Diese Artikel haben ihre Arbeit getan. Vor meinen Augen begannen Wunder zu geschehen. Ich erinnere mich, als wir einen Artikel lasen, und plötzlich öffnete sich die Tür, und jemand Unbekanntes kam herein, nahm Kaffee, setzte sich hin und schloss sich, als ob nichts geschehen wäre, der Lektion an. Weniger als zehn Minuten später öffnete sich die Tür wieder und ein neuer Unbekannter kam herein und machte dasselbe. RABASH sah meine Verwirrung, lehnte sich zu mir herüber und flüsterte: „Dieser hier ist vor 10 Jahren verschwunden, und der andere vor 15…“

So begannen wir, die Artikel zu lesen, und so fingen auf einmal die längst verschwundenen Studenten von RABASH an, zurückzukehren. Es war, als hätten sie den Ruf gehört und kamen zurück. Es ging ihnen so, als wären sie eine Zigarette rauchen gegangen oder hätten sich einen Tag frei genommen, und nicht 10 oder 15 Jahre. Das alles, weil diese Artikel „Manuskripte“ der menschlichen Seele waren. Und wonach strebt die Seele? Sich um die anderen zu kümmern. RABASH kümmerte sich um alle.

 

 [# 245610]

Fortsetzung folgt…

Immer mit mir – Teil 61

Wir kaufen eine Schreibmaschine

Als ich sah, dass RABASH nicht mehr aufhören würde, überredete ich ihn, eine Schreibmaschine zu kaufen. Ich erklärte ihm, dass seine Handschrift unleserlich sei, und er stimmte sofort zu. Wir gingen nach Tel Aviv, in einen Laden, und RABASH probierte alle Maschinen selbst aus, war wie Kind leidenschaftlich daran interessiert. Wieder zu Hause angekommen, setzte er sich sofort hin und begann zu schreiben. Von nun an hat sich unser Zeitplan nie geändert. Gleich nach dem Spaziergang im Park zu Hause angekommen, machte ich ihm Kaffee. Er ging nach oben in seine Wohnung und setzte sich hin um zu schreiben. Ich blieb unten, hier war es dunkel und kühl, ich öffnete das Buch und wartete.                    

Ich hörte zu, bis das erste Klopfen der Schreibmaschine von oben zu hören war.

Auch jetzt höre ich es, während ich diese Zeilen schreibe, manchmal höre ich es, wenn ich Artikel lese, es ist besser für mich wie jede Musik – Kabbalistische „Musik“ von RABASH – „Tuk-tuk, Tuk-tuk…“.

RABASH tippte mit einem Finger, die Fehler hat er mit „Tipp ex“[1] übermalt, es war ein Prozess, dem er seine volle Aufmerksamkeit schenkte. Praktisch nach jedem Wort setzte er ein Komma, als ob er seinen Zustand vermitteln würde. Als ob er sagen wollte, dass jedes Wort von ihm nicht einfach so geschrieben wird, und es ist notwendig, es zu fühlen, zu reflektieren, nicht in Eile zu lesen. So ist ein Artikel von sieben oder acht Seiten in einer Woche entstanden.

Es verging einige Zeit und wir kauften eine elektrische Maschine…. RABASH ist auf den Geschmack gekommen. Er hat seinen Zeitplan nie geändert. Es hatte in sich in all den Jahren so viel angesammelt, dass er keine Pause machen konnte, er beeilte sich.

[1] Tipp ex ist eine spezielle weiße Tinte für die Textbearbeitung.

 

[# 245516]

Fortsetzung folgt…

Neues Leben 1200 – Kommunikation in Beziehungen

Neues Leben 1200 – Kommunikation in Beziehungen
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

Anstatt andere zu beschuldigen, niederzumachen oder zu konfrontieren, müssen wir einen Weg finden, so zu kommunizieren, dass der Andere es annehmen kann. Wir wollen immer Recht haben, aber wenn man einer verärgerten Person etwas zugesteht, entwaffnet man sie sofort. Jeder Kampf kann mit einem Kuss beendet werden. Auch Kinder müssen die Möglichkeit haben, all ihre Emotionen auszudrücken, einschließlich Wut. Andere so zu nehmen,  wie sie sind, ohne sie verändern zu wollen ist wichtig, Stattdessen sollte man sich darauf konzentrieren, sich selbst zu verändern.

[259024]

Aus KabTVs „New Life 1200 – Kommunikation in Beziehungen“, 16.01.20

Neues Leben 1199 – Wie man auf Menschen zugeht

Neues Leben 1199 – Wie man auf Menschen zugeht
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

Ein Kabbalist ist ein Experte im Umgang mit Menschen. Er findet in sich selbst eine Gemeinsamkeit zum Anderen und gibt ihm das Gefühl, ihn zu verstehen, zu kennen und stimmt ihm zu, damit der andere sich öffnen kann. Ein Kabbalist hört mit Interesse zu, weiß, was der andere hören will und drückt Freude über die Beziehung aus. Ein Kabbalist zeigt, dass sein Herz offen ist, den anderen zu empfangen.

[258936]

Aus KabTVs „New Life 1199 – Wie man auf Menschen zugeht“, 16.01.20

Immer mit mir – Teil 60

Er weis das!

Es war noch zu Beginn meiner Studienzeit als wir durch die Straße gingen und ich fragte ihn über das Böse, da ich von irgendwelchen Ungerechtigkeiten beeindruckt war.

– Wie böse ist die Welt!

– Ist sie es wirklich?! – antwortete er.

– Immerhin, – sagte ich, – Morde, Raub, Gewalt, die Welt ist voll von all diesem Ekel.

 Und er läuft weiter und wirft nebenbei hin:

–  Ich habe das alles schon durchgemacht.

Ich erinnere mich als ich anhielt und fragte:

– Was haben Sie durchgemacht?

– Ich war ein Mörder, ein Dieb und noch schlimmer, –

sagt er.

Ich schaue ihn an und scanne unbewusst. Ein alter Mann steht vor mir, klein von Wuchs, der sein ganzes Leben mit einfachen Arbeiten verbrachte, in einer religiösen Umgebung lebte und mit seinem Vater Baal Sulam untrennbar verbunden war. Und plötzlich sagt er mir, dass er alles in seinem Leben durchgemacht hatte. Ich schaue ihn an und denke: was hatte er durchgemacht, was hatte er außer seiner Welt gesehen, indem er praktisch nirgendwo hingefahren ist und niemanden kennengelernt hat… Er verstand meinen Blick, erklärte aber nichts.

Erst dann wurde mir klar, wie primitiv alle meine Gedanken und Vergleiche waren, dass ich es war, der nirgendwo hingefahren war, obwohl ich in viele Länder gereist war, – ich hatte nichts gesehen, hatte mit meinem Hochschulabschluss, Biokybernetik und Tonnen von Literatur, die durch mich durchgegangen waren, nichts erfasst. Und er, RABASH, hatte alles erfasst.

Er offenbarte einen solchen Egoismus in sich selbst, in dem er sich als Mörder, Vergewaltiger und Dieb fühlte, alles in der Welt, gut, schlecht, schrecklich – all das war in ihm. Später erklärte er mir mehrmals, dass in einem Menschen, der sich ernsthaft mit der spirituellen Arbeit befasst, die ganze Menschheit auftaucht. Er akzeptiert alle Nachteile, Fehler und Verstöße der anderen als seine eigenen.

– Schließlich muss man die gemeinsame Seele vor sich sehen, – sagte er, – und wenn man die Fehler der Welt sieht, hat man kein Recht, aufzuhören. Du musst dich an der Korrektur beteiligen, dich wie ein Sünder, ein Dieb, ein Mörder zu fühlen. In dir selbst einen Richter „ausgraben“, egal was dein Vergehen ist. Und dadurch den Schöpfer rufen um sich selbst zu richten und zu korrigieren. Wenn du zu diesem Punkt kommst, dann hast du das Problem gelöst. Und so ist jedes Mal.

All diese Reflexionen, Gefühle, Entdeckungen hat RABASH in seine Artikel aufgenommen. Deshalb sind sie unschätzbar.    

[# 245451]

Fortsetzung folgt…

Neues Leben 1196 – Verbote in der Tora verstehen

Neues Leben 1196 – Verbote in der Tora verstehen
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Die Tora bezieht sich nicht auf diese Welt und daher ist es unmöglich, sie richtig zu verstehen, ohne die Höhere Welt zu entdecken. Alle Verbote in der Tora sind Auslegungen des egoistischen Gebrauchs der spirituellen Welt in der Sprache dieser Welt. In Wirklichkeit ist die Tora nicht einschränkend oder straforientiert. Ihr Zweck dient der Umformung eines Menschen, damit er so liebevoll wie die Höhere Kraft wird. Die Vollendung dieser Korrektur wird Schabbat genannt, die die letzte Stufe der menschlichen Entwicklung darstellt.

[258728]

Aus KabTVs „New Life 1196 – Verbote in der Tora verstehen“, 31.12.19

Neues Leben 1195 – Recht und Kriminalität

Neues Leben 1195 – Recht und Kriminalität
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Kriminalität entspringt der Entwicklung des menschlichen Egos, damit wir seine zerstörerische Kraft erkennen. Das menschliche Ego erlangt Befriedigung, Erfüllung, Geld, Respekt und Kontrolle durch die Schädigung anderer. Dies ist das wahre Wesen der Kriminalität. Es gelingt uns nur deshalb nicht, Kriminelle zu rehabilitieren, weil die gesamte Gesellschaft eine Erziehung braucht, wie man andere liebt. Unsere Gesetze hängen von den egoistischen Werten der Gesetzgebung ab und nicht von der absoluten Gesetzmäßigkeit der Natur, die nach dem Prinzip „Und du sollst deinen Freund lieben wie dich selbst“ funktioniert.

[258175]

Aus KabTVs „New Life 1195 -Recht und Kriminalität „, 31.12.19

Die Seele ist der Teil unseres Verlangens, der dem Schöpfer ähnlich ist


Ich erhielt Fragen über Tod, Wiedergeburt, den Körper und die Seele:

Frage: Was ist die spirituelle Arbeit mit einem verstorbenen Freund?

Meine Antwort: Die gleiche, wie mit den Seelen deiner anderen Freunde. Verbinde die Bestrebung dieser Seele in Richtung des Schöpfers genauso mit deinen Bestrebungen, wie mit denen der Gruppe.

Frage: In einer Ihrer Lektionen sagten Sie: „Die Seele eines Menschen ist ewig, weil sie ein Teil des Schöpfers ist. Deswegen stellt man sich vor, dass man mit seiner Seele ewig lebt. Jedoch verändert der Schöpfer die Seele, und das ist die Bedeutung der Reinkarnation der Seelen – wenn die vorherige Stufe stirbt und „ein neuer Mensch geboren wird“. Meine Frage ist: Wenn die Seele wiedergeboren wird, behält man dann den gleichen physischen Körper (passiert das in einer physischen Reinkarnation), oder wird auch der Körper ausgetauscht?

Meine Antwort: Immer wenn wir unsere spirituelle Stufe ändern, ändern wir unsere Seele oder unseren Grad der Gleichheit mit dem Schöpfer. Wenn ein Mensch auf den Level ansteigt, gleich dem Schöpfer zu sein, dann wird er während seines Lebens im gleichen Körper wiedergeboren. Wenn er jedoch die Korrektur seiner Seele noch nicht abgeschlossen hat, dann wird sein Körper mit einem anderen ausgewechselt.

Frage: Wenn die Seele eines Menschen abgelöst wird und ihm eine neue Seele gegeben wird, wo geht die vorherige hin? Wird sie in einem anderen Körper wiedergeboren?

Meine Antwort: Eine Seele ist jene Stufe die aufgrund der Realisierung der Reshimot in den Verlangen erscheint. Die Seele ist ein Teil des gesamten Verlangens – sie ist der Teil der dem Schöpfer gleicht.

Frage: Wenn sich die Seele eines Menschen verändert, dann würde ich denken, dass ihre Eigenschaften nicht sehr anders als die Eigenschaften der vorherigen Seele sein sollten. Ist das richtig?

Meine Antwort: Die Seele wird jedes Mal stärker und größer.

Frage: Merkt ein Mensch, wenn sich seine Seele ändert?

Meine Antwort: Ein Mensch verändert seine Seele durch seine eigenen Anstrengungen in eine vollkommenere.

Frage: Neulich las ich eine Zeitung, in der es häufig um Kabbala ging und dort gab es ein Interview mit Ihnen, indem Sie über das „Ich“ eines Menschen sprachen. Sie sagten, dass der Körper nur eine Schale für das „Ich“ sei und dass sich ein Mensch nicht verändern wird, wenn irgendeines seiner physischen Organe ausgetauscht wird – sogar sein Gehirn. Ich möchte gerne wissen: Was passiert mit dem „Ich“ nachdem der Körper stirbt?

Meine Antwort: Wenn ein Mensch während der Existenz seines Körpers seinen „Punkt im Herzen“ durch die Vereinigung mit anderen (durch das Ausbrechen aus dem Egoismus und die Überquerung des Machsom) vergrößert hat, dann hat er bereits die Höhere Welt enthüllt. Aber wenn er das noch nicht erreicht hat, dann bleibt er ein Punkt und wird noch einmal wiedergeboren, um den Machsom zu überqueren.

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