Eine Kuh von Bill Gates
Bill Gates investierte 40 Mio. Dollar in die Entwicklung einer Superkuh, die das Vierfache an Milch geben soll. Seiner Meinung nach wird dies im Kampf gegen Armut und Hunger helfen.
Ich glaube das Problem liegt weniger im Milchertrag, sondern in ihrer Verteilung bzw. Vermarktung. Israel zum Beispiel liegt nach dem Ertrag auf dem ersten Platz, der Milchpreis ist aber keinesfalls niedrig, weil der Markt komplett reguliert ist.
Auf dem Vertriebsweg der Milch gibt es viele Hindernisse, von Dumping und Zollgebühren bis zu Oligopolen und Sonstigem. Alle Bemühungen von „Wohltätern“ werden zunichte gemacht.
Wegen den vom Ego korrumpierten Wechselbeziehungen ist die Menschheit nicht in der Lage, etwas Nützliches und Wirksames für die Bedürftigen zu unternehmen. Es gibt Versuche, aber die Gier macht alles zunichte, sie saugt sich an allem fest. Sollten die Superkühe tatsächlich das Vierfache an Milch geben, wird sie deswegen nie den asiatischen oder afrikanischen Empfänger erreichen. Schlimmstenfalls wird sie entsorgt, um die Preise nicht zu ruinieren. Bevor man in solche Projekte investiert, muss man in die zwischenmenschliche Verbindung investieren. Ohne sie sind unsere besten Absichten machtlos.
Es ist nicht notwendig etwas Neues zu erfinden, wenn dafür keine entsprechenden Voraussetzungen vorbereitet sind. Wir könnten eine große Anzahl von Hungernden versorgen, indem wir schlicht die „überflüssige“ Nahrung verwenden würden, die auf der Müllkippe landet. Das ist aber bei den gegenwärtigen Verhältnissen in der Wirtschaft und in der Gesellschaft nicht realistisch.
Somit liegt das Problem nicht in der Produktivität, sondern in den Menschen, genauer gesagt in ihrer Vereinzelung.
Wenn wir uns verbinden, werden wir erkennen, wie man Ressourcen nutzt, die in Wirklichkeit im Überfluss vorhanden sind. Wenn die Menschheit zu einer Familie wird, wid sie eine richtige Verteilungsform für Waren finden – dann kann man sich Gedanken über die Produktivität machen. Bis dahin wird die Milch und alles anderes in unseren nimmersatten Egos verschwinden.
Aus den TV Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“ 30.01.2018
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Der Unterschied zwischen Mordechai und Haman ist wie der Unterschied zwischen Leben und Tod. Das Verlangen zu genießen ist von Anfang an als dem Schöpfer entgegengesetzt erschaffen worden. Je mehr ich bekomme, desto mehr töte ich mich selbst, indem das Verlangen erlischt. Das Empfangen neutralisiert das Verlangen. Das zeigt sich in unserer Welt, die voll von Enttäuschung, Depression und Hilflosigkeit ist.
„…Der Geist eines Tieres steigt hinab, das heißt, es sieht nur mit sich beginnend und weiter nach unten, und es hat weder Vernunft noch Verstand, um zu sehen, was mit ihm geschah, und um die Zukunft zu korrigieren…“ (Baal HaSulam, „Aufbau der zukünftigen Gesellschaft“)
Forscher des Projektes „Unsere Welt in Fakten“ (Our World in Data), haben mit Zahlen verifiziert, dass es in unserer Welt bedeutende Fortschritte über den Zeitraum der letzten zweihundert Jahre gegeben hat. Zum Beispiel lebten Anfang des 19. Jahrhunderts 94% der Weltbevölkerung in Armut, während diese Zahl heutzutage auf 9,6% abgesunken ist. (OurWorldinData.org)
Und nach ihm kommt ein Mensch und „der Geist des Menschen steigt auf“, das heißt in die Vergangenheit. Er blickt in die Vergangenheit, als ob er in einen Spiegel schaut und die Notwendigkeit sieht, seine Mängel zu korrigieren.
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