Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Ein Filter zum Reinigen von Absichten

Jeder Schritt in unserer Arbeit wird an der Absicht gemessen. Jede neue Handlung verlangt von uns eine neue, schärfere Absicht.

Die Handlungen selbst können unterschiedliche Formen annehmen, das Wichtigste ist, was ich „am Ausgang“, am Ende meiner Anstrengungen bekommen will.

Hier ist es notwendig, sich selbst einzuschätzen: wie sehr kümmert mich die Belohnung und um welche Art der Belohnung handelt es sich? Die Rede ist nicht von materiellen Belohnungen, sondern von höheren Werten spiritueller Natur, obwohl sie unterschiedliche Richtung haben können: um des Empfangens willen und um des Gebens willen.

Wenn der Mensch eine Belohnung in seinem Kli verlangt, dann ist seine Absicht um des Empfangens willen. Er will spüren, verstehen, erlangen, sich erheben usw.

Mit anderen Worten, es ist unwichtig, was genau ich will – wenn das Ziel in mir ist, wenn die Überprüfung in meinen Verlangen stattfindet, dann ist meine Berechnung zwar spirituell, aber egoistisch.

Selbst wenn ich die Bruderliebe, die Nächstenliebe, die Liebe zum Schöpfer erreichen will, muss ich tiefer graben und meine Deutung dieser Phrasen überprüfen – was ist dort: Unreinheit oder Heiligkeit?

Also hängt alles davon ab, wo der Mensch die Resultate seiner Arbeit prüft: im eigenen Kli oder im Schöpfer.

Kann ich etwa einen Sensor im Schöpfer installieren und tatsächlich überprüfen, ob ich Ihm Genuss bereitet habe?

Und weiter? Wenn das Resultat positiv ist, wird es für mich selbst angenehm und warm ums Herz sein? Oder ist meine Absicht wirklich allein auf Ihn gerichtet, ohne jeglichen Bezug zu mir selbst?

Diese ganzen Überprüfungen können nur erfolgen, wenn wir eine wirkliche Arbeit leisten, sprich den Schöpfer in der Gruppe enthüllen.

Die Liebe zwischen den Freunden dient als eine Art Filter zum Reinigen von Absichten und Verlangen, mit dessen Hilfe ich mich von der egoistischen Berechnung befreie und fehlerfrei überprüfe, wer ich bin, was die Gruppe ist und wie sehr ich ihr und nicht mir selbst ergeben bin.

Dann sehe ich, dass ich selbst zur kleinsten Handlung des Gebens nicht in der Lage bin. Das liegt nicht in meiner Kraft. Und ich wende mich an die Gruppe, weil die Freunde mir das Gefühl der Bürgschaft gegeben haben und mir auch die Kraft zum Geben verleihen können.

Die Größe der Freunde, die Größe der Gruppe liefert mir den Kraftstoff – bis zu einem bestimmten Level, bis ich mein Kli aufgebaut habe.

Wenn ich seine Korrektur abgeschlossen habe, will ich es anwenden – und dann entdecke ich den Schöpfer, den ich von Anfang an angestrebt habe, in der Gruppe.

Doch jetzt wende ich mich an Ihn zusammen mit den Freunden, aus dem gemeinsamen Verlangen heraus – mit der Bitte um die Kraft des Glaubens. Auf diese Weise kommen wir zu der Verschmelzung mit Ihm.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash vom 11.10.2010

Kabbala Akademie

 

Wie man seinen Punkt im Herzen entwickelt

Frage: Was bedeutet die Vereinigung der Punkte im Herzen, die wir zu erreichen versuchen?

Antwort: Wenn ein Verlangen nach Geben, genannt der Punkt im Herzen, in einer Person erscheint, wird er zu Beginn vom Verlangen, Genuss zu erhalten, gelenkt. Vorerst befindet sich das Verlangen zu geben innerhalb unseres egoistischen Verlangens zu empfangen, und deshalb wird es als „Punkt im Herzen“ bezeichnet

Die Vereinigung der Punkte im Herzen, die wir zu erreichen versuchen, ist die Vereinigung unserer Verlangen zu geben. Sie müssen Ihren Punkt mit anderen Punkten vereinen, um einander zu beeinflussen. So wird sich Ihr Verlangen zu geben über das Verlangen zu empfangen erheben.

Wenn wir aus unserem Verlangen zu empfangen herauskommen und ein Netz zwischen uns darüber erschaffen, dann wird genau dieses Netz die Seele genannt. Alle Punkte, mit denen ich mich verbunden habe, werden sich in meine Seele verwandeln. Außerdem wird die Kraft der Seele dadurch bestimmt, wie verbunden ich mit anderen bin und wie groß mein Verlangen ist, ihnen zu geben.

Wenn wir das Verlangen nach Genuss mit der Kraft des Lichtes beeinflussen, dann wird dieses Verlangen nicht im Stande sein, unseren Fortschritt zu stören, da es keinen Kontakt mit dem Licht hat. Und dann können wir unseren Punkt im Herzen höher erheben. Das wird „der Exodus aus dem Exil“ genannt.

Kabbala Akademie

Ungleichheit ist die Quelle aller Probleme der Gesellschaft


Bei der Analyse von statistischen Daten weltweit, die negative soziale Phänomene betreffen, wie  Häftlingsraten, Drogenmissbrauch, Depressionen, Scheidungen, häusliche Gewalt und Eltern-Kind Entfremdung, kann man einige sehr interessante Ergebnisse erkennen.

Es ist festzustellen, dass diese Probleme in ärmeren Ländern fast nicht existieren.
Wenn man Leuten in Ländern mit einer breiteren Ebene an sozialer Gleichheit Antidepressiva anbieten sollte, würden diese nicht verstehen, wovon die Rede ist. Allerdings in Gesellschaften, in denen es mehr soziale Unterschiede gibt, ist die Anwendung von Antidepressiva zu etwas Alltäglichem geworden und viele Menschen haben auch ihren eigenen Psychologen oder Therapeuten.

Am Ende stellt sich heraus, dass das Problem nicht in der Armut liegt, sondern im Unterschied der verschiedenen Lebensstandards und wie man sich selbst in Beziehung zu den anderen und den dazwischenliegenden Unterschieden bewertet. Gleichheit ist ein Gesetz der Natur und je unausgewogener eine Gesellschaft ist, desto mehr Probleme hat sie: Kriminalität, Drogen, Depressionen, Scheidungen usw. Gleichzeitig wird eine Gesellschaft weniger durch solche Dinge geplagt, je näher sich die Menschen in ihrem Lebensstandard sind.

Sie können in einer Höhle leben und glücklich sein oder im völligen Wohlstand ohne Probleme – so lange jeder in der Gesellschaft auf gleiche Weise lebt. Die Probleme resultieren ausschließlich aus der Ungleichheit, da gerade der Mangel an Ausgewogenheit die Wurzel allen Übels ist.

Die Menschen zur Gleichheit zu bringen, ist jedoch keine einfache Aufgabe, da sie im Widerspruch zu unserem egoistischen Verlangen steht. So müssen wir erst erkennen, was uns dem anderen angleichen kann, denn bisher war unser Verlangen darauf ausgerichtet, über den anderen stehen zu wollen. Kabbala vermittelt uns, dass wir unser Verlangen nur verändern können, wenn wir den Schöpfer enthüllen, um uns anzugleichen. Seine Enthüllung bringt uns eine Füllung aller Empfindungen der Verschiedenheit, und dies wird die Belohnung sein, für den Kompromiss den wir eingehen, um uns einander anzugleichen.

Die Gesellschaft ist bereit zu verstehen, dass die Ungleichheit alles Schlechte hervorbringt, da sie im Gegensatz zur allgemeinen Kraft der Natur steht, in deren Einklang alles in Balance und folglich richtig ist. Wir erhalten Erfüllung durch die Unendlichkeit, welche in absoluter Gleichheit existiert, und dadurch erkennen wir, dass jedes gegensätzliche Phänomen unser Ruin sein wird.

Kabbala Akademie
 

Neues Leben #92 – Verständnis von Sucht

Neues Leben #92 – Verständnis von Sucht
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

 

Zusammenfassung

Wir alle können potenziell von etwas süchtig zu sein. Der Mensch ist mit einem Verlangen nach Genuss geboren, und wenn wir uns leer fühlen, kann es uns zu verschiedenen Abhängigkeiten führen. Die süchtig machende Substanz der Wahl gibt uns das Gefühl der Loslösung vom Wettbewerb, Druck und anderen Umweltproblemen. Wir erleben einen Abstieg von der belebten Existenzebene zur vegetativen Ebene, da die Suchtsubstanz unseren Wunsch zu empfangen sowohl unterdrückt als auch erfüllt. Wenn die Sucht zur Gewohnheit wird, brauchen wir immer größere Dosen und es wird zu einer erfolglosen Art der Bewältigung. Was wir eigentlich brauchen, ist die „Droge des Lebens“, die auf gegenseitig, befriedigenden Verbindungen zwischen Menschen basiert. Ein positives soziales Umfeld kann uns rehabilitieren und uns helfen, uns auf eine höhere Existenzebene zu entwickeln.

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Aus KabTVs „New Life # 92 – Sucht verstehen“ vom 28.10.2012

Sprung in die Vergangenheit und in die Zukunft

Frage: Kann man mit Hilfe der Kabbala Zeitsprünge im Ozean des höheren Lichts machen, wenn aus ihrer Sicht, Zeit und diese Welt nicht existieren, außer innerhalb der Grenzen einer egoistischen Empfindung?

Antwort: Natürlich ist es möglich. Wenn ich mich einer Gruppe anschließe, durch Selbstannullierung in ein Kli (spirituelles Gefäß) das sich auf einer bestimmten Stufe befindet eintrete, ist es so als würde ich in ein Raumschiff gebracht werden und einen Zeitsprung machen. Ich kann dabei meine Zustände um vieles schneller verändern.

Ich kann auch Sprünge im Weltraum machen wenn ich zusammen mit dieser Gruppe auf ihrer Stufe bin und sicher stelle, dass sie mich mit ihrem AHAP erheben. Das ist bereits eine Art interplanetare Reise.

Unsere materielle Welt ist rein mechanisch. Hier kannst du, außer ihrer Einschränkungen, weder die Zeit, den Ort, noch den Raum oder die Bewegung ändern.

Frage: Kann ich meine spirituelle Entwicklung beschleunigen?

Antwort: Wenn du deine spirituelle Entwicklung beschleunigst, segelst du bereits in einem spirituellen, nicht in einem irdischen Raumschiff. Im irdischen Raumschiff kannst du nichts tun. Alles was darin existiert ist tot. 

Frage: Können wir einmal mehrere Millionen Jahre in der Zeit zurückgehen?

Antwort: Solch eine Möglichkeit gibt es nicht und wird es auch nie geben. Wie Einstein beschreibt, kann die Lebenszeit nur geringfügig,  indem man sich der Lichtgeschwindigkeit nähert, verändert werden. Du kannst jedoch immer noch nichts tun, da alle deine Annäherungen an die Lichtgeschwindigkeit rein mechanisch und spekulativ sind.

Frage: Was bedeutet aus spiritueller Sicht „in die Vergangenheit zu springen“?

Antwort: Es bedeutet, ein paar Stufen herabzusteigen. Baal HaSulam bat den Schöpfer darum, ihn auf eine Stufe zu bringen, von der er mit den einfachen Menschen sprechen konnte. Man nennt dies einen „Sprung in die Vergangenheit“.

Wenn du in eine starke Gruppe kommst, dich ihnen so anpassen kannst, dass du dich wie ein Embryo im Mutterleib darin auflöst um auf der Stufe der Mutter zu sein, dann nennt man das einen „Sprung in die Zukunft“. Du kannst diese Sprünge in die Vergangenheit und in die Zukunft kontrollieren, da sie von deinem Bildschirm abhängen.

 

Aus dem russischen Kabbala Unterricht, 12.08.2018

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Die ganze Welt ist in Dir!

Frage: Wenn im Spirituellen die ganze Realität in mir ist existiere ich dann alleine? Es macht mir Angst, denn keiner möchte alleine in der ganzen Welt sein.

Antwort: Mach Dir keine Sorgen, wir befinden uns in Dir! In der spirituellen Welt enthülle ich, dass sich die ganze Schöpfung in mir befindet, so fühlt sich jeder von uns, aber jeder besteht aus allen.

Deshalb heiße ich Adam (der Mensch), derjenige, der dem Schöpfer gleicht (dome). So fühlst du dich und jeder unserer Freunde.

Wenn du beginnst die Kräfte der Verbindung zu spüren, empfindest du deine Freunde wie deine integralen Teile. Das ist viel mehr als dein zukünftiger Zustand, denn gerade jetzt bist du einsam und allein. Du bist von Egoisten umgeben, deren du völlig gleichgültig bist.

Entsprechend unserem spirituellen Fortschritt und der gegenseitigen [geistigen] Durchdringung, spürt jeder, dass die ganze vom Schöpfer erfüllte Welt mit ihm gemeinsam ist. Der Schöpfer muss den Raum zwischen uns so auffüllen, dass wir uns zu einem Ganzen mit unseren Gedanken, Wünsche und Absichten verbinden. Dann bist Du nicht allein!

Kabbala Akademie

Damit man der Gruppe keinen Schaden zufügt

Jedes einzelne Mitglied der Gruppe sollte der Zusammenkunft seine besondere Aufmerksamkeit schenken. Diese Aufmerksamkeit sollte zu dem Gefühl führen, dass jedes Gruppenmitglied etwas erworben hat was er nach dem Treffen in seine Kelim platzieren kann. Keiner sollte in dem Zustand verbleiben, von dem gesagt wird: „Und in ihren Gefäßen werdet ihr nichts sammeln“.

Jeder sollte daran denken, dass wenn man ohne besonderer Aufmerksamkeit an der Versammlung teilnimmt, nicht nur für sich selbst verloren geht, sondern auch für die gesamte Gruppe einen Schaden verursacht. (Rabash: „die Ordnung einer Gruppenversammlung“)

Wenn ein Mensch die Möglichkeit hat, von der ganzen Gruppe zu empfangen, kann er damit die Gruppe stören und ihr Schaden zufügen.

 

Frage: Sollte ein Mensch diese Art von Ehrfurcht haben?

Antwort: Unbedingt. Entweder ist es sein Verdienst oder nicht. Wie auch immer, er kann für die Gruppe plus oder minus sein.

Frage: Wenn ich nicht mein Bestes gegenüber dem Gruppenziel gebe, habe ich dann keine Ehrfurcht davor, sie zu verletzen?

Antwort: Es geht hier nicht um die Ehrfurcht. In der Tat sind alle positiven, wie negativen Ergebnisse das, was du aus der Gruppe genommen und ihr gegeben hast. Mit dem Nehmen aus der Gruppe ist eine negative Kraft des Vorankommens gemeint. Mit  Geben in die Gruppe, ist die positive Kraft des Fortschritts gemeint.

Du nimmst praktisch nichts für dich selbst. Du solltest messen, wie viel positive und negative Kraft du der Gruppe gegeben hast. Es gibt ein verbleibendes Ergebnis deiner Arbeit in der Gruppe.

Die negativen Kräfte sind Kritik aller Arten, Abstiege, auch persönliche. Die positiven Kräfte sind gute Laune, Sicherheit auf dem Weg, Inspiration, etc.

Blitz Antworten eines Kabbalisten

Frage: Gibt es irgendwelche spirituelle Grundeigenschaften, die ich festlegen und anstreben kann?

Antwort: Oh ja, natürlich. Da ist der Verstand, das Wissen, das Gefühl der Ewigkeit, die Vollkommenheit- das heißt alles, außer der Eigenschaft des Gebens, die alle Füllungen beinhaltet. Die Eigenschaft des Gebens ist uns absolut entgegengesetzt. Wir wollen diese Eigenschaft nicht, wir wollen aber das erhalten, was sich darin offenbart.

Frage: Wenn in jedem Moment die höhere Wurzel alle Details regelt, welche Aufgabe hat dann der Zweig? Nur zu spüren, dass er von einer spirituellen Quelle beherrscht wird?

Antwort: Die Aufgabe des Zweiges ist es, einen Zustand zu erreichen, in dem er ohne Störungen zu erzeugen, die spirituelle Wurzel so wahrnimmt, wie sie ist. Dies wird als „direkte Verbindung von Schöpfung und Schöpfer“ bezeichnet.

Frage: Kann ein Mensch mit Hilfe der Kabbala in dem Maß wie er von der höheren Wurzel reguliert wird, den Grad von Verlangen oder Leiden kontrollieren?

Antwort: Mit Hilfe der Kabbala erhält ein Mensch eine Methode, das Licht der Korrektur anzuziehen. Das höhere Licht, das zu ihm herabsteigt, verändert diesen Zustand der dem Schöpfer entgegengesetzt ist, in eine gerade Linie. Dadurch beginnt der Mensch den positiven Einfluss des Schöpfers und den Schöpfer selbst zu spüren.

Frage: Wenn der Kreislauf nicht gerechtfertigt wurde und die höchste Wurzel das Leben eines Menschen vorzeitig beendet, wird er dann wiedergeboren?

Antwort: Tatsächlich sterben wir nicht und werden nicht geboren, sondern bewegen uns nur durch unsere Empfindungen von einem zum nächsten Zyklus. Denken Sie also nicht an Leben und Tod, es ist etwas Vergängliches.

Frage: Wie gehen wir mit dem Wunsch um, Fußball anschauen zu wollen?

Antwort: Grundsätzlich hat die Kabbala nichts dagegen. Ein Mensch soll sich nicht in seine Kammer einschließen, sondern auch ein bisschen Spaß haben. Trotzdem soll er verstehen was für ihn in diesem kurzen Leben, das ihm gegeben wurde, am wichtigsten ist.

Frage: Wie kann ich das verstehen? Vielleicht weigere ich mich ohne es zu wissen,  das Schöpfungsprogramm einzuhalten und erhalte dann Schläge und Leiden.

Antwort: Wer das Schöpfungsprogramm nicht einhält, bekommt ständig Schläge. Wir sehen das am Beispiel des jüdischen Volkes. Es ist in Bezug auf dieses Programm weiter entwickelt als andere Völker, deshalb erhält es in jedem Moment der Geschichte Schläge. Es steht geschrieben: „Durch das Beifügen von Wissen wird in dem Maß wie er von der höheren Wurzel reguliert wird, Leid hinzugefügt“.

Frage: Was empfinden sie als Kabbalist über das Leben und den Tod ihrer Angehörigen, Studenten und Lehrer?

Antwort: Es gibt kein Leben und keinen Tod. Es gibt Existenz in verschiedenen Zuständen und sonst nichts. Wir müssen uns jedoch darauf einigen, wo wir uns befinden und müssen alles, was in diesen Zuständen möglich ist erfüllen.

Frage: Eine seltsame Formel: Je höher der Entwicklungsstand, desto mehr leidet das Volk oder die Menschen…

Antwort: So ist es in der Welt. Man sagt: „Wachsendes Wissen erhöht den Schmerz.“ Durch die Erweiterung des Wissens vergrößert der Mensch diesen Bereich. Er beginnt ein Plus gegenüber einem Minus zu sehen. Er bekommt das Gefühl, dass sich diese Dinge nicht verbinden und das lässt ihn leiden.

Frage: Wie kann man die Anweisungen des Schöpfers von persönlichen, egoistischen Ratschlägen unterscheiden?

Antwort: Es muss uns ganz klar sein: „Es gibt niemanden außer Ihm“, dann erkennen wir, dass es  tatsächlich nichts anderes außer Ihm gibt: weder ein kollektives Ego noch dein Ego, es gibt nur die innere Stimme des Schöpfers, die dir etwas sagt. Das ist es, worauf wir uns vorbereiten müssen.

Frage: Wenn ein Mensch keine Belohnung für seine Handlungen erhält, wie kann man dann zwischen einer Handlung, die dem Schöpfer Freude bereitet und einer Handlung, die das nicht tut und überhaupt nutzlos ist unterscheiden?

Antwort: Kabbalisten sagen, dass eine Handlung, die dem Schöpfer Freude bereitet, nur die Verbindung in der Gruppe ist. Der Wunsch der Gruppe ist es, sich mit einem gemeinsamen Wunsch an den Schöpfer zu wenden.

Frage: Warum werden manche Menschen, durch ihre Weltanschauung, die sie zum leiden bringen noch sturer?

Antwort: Sehr gut! Hartnäckigkeit und Ausdauer sind eine gute Sache.

Frage: Werde ich als Mitglied einer spirituellen Gruppe angesehen, wenn ich ihre Sendungen mit großem Verlangen und Interesse auf You Tube verfolge?

Antwort: Ja. Diejenigen, die bei uns sind und eine Stunde pro Woche lernen, sind Mitglieder einer spirituellen Gruppe.

Aus dem Unterricht in Russisch 08.07.2018

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Neues Leben 121 – Entwicklung in Bezug auf die Verbindung in der Arbeitswelt

Neues Leben 121 – Entwicklung in Bezug auf die Verbindung in der Arbeitswelt

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Zusammenfassung:

Die jüngere Generation ist überfordert und nicht mehr bereit ihr Leben für Geld, als moderne Sklaven, am Arbeitsplatz zu verbrauchen. Der technische Fortschritt und die industrielle Revolution halfen dem exzessiven Ego noch mehr, die Allgemeinheit für ihre Profitinteressen auszubeuten. Die Reichen werden bald nicht mehr die Freiheit haben, ihr Geld auf Kosten der Bevölkerung zu verdienen. Die globale Krise wird uns zwingen, unsere Wahrnehmung und unsere Einstellung auf dem Weg zur Gleichheit zu verändern. Der integrale Ansatz bringt uns zur Verbindung in Bildung, Kultur, Kommunikation und allem, was nötig ist, um ein gutes Umfeld auf dem Planeten aufzubauen. Wettbewerb und Industrie werden sich darauf konzentrieren, ein globales Gleichgewicht zu schaffen und den tatsächlichen Bedürfnissen aller gerecht zu werden. Die jüngeren Generationen werden sich bereits nach diesen neuen Konzepten richten. Sie wissen, dass der Erfolg im Leben von der Verbindung zwischen uns abhängt und nicht von der Berufstätigkeit.

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„Spötter“ sind die inneren Störungen des Menschen

Es ist eine Tatsache, dass sich in der Regel Menschen zu Interessensgemeinschaften zusammenschließen. Jedes Mitglied einer solchen Gruppe wägt im Geist ab was er als Gegenleistung für seine Bemühungen „zum Wohle der Gesellschaft“ erhielt und wie er mit Hilfe anderer Mitglieder der Gruppe sein Verlangen nach Empfangen sättigen konnte. Eine solche Gruppe basiert auf Egoismus.

Sobald ein Mitglied das Gefühl hat, dass er alleine mehr als innerhalb der Gruppe bekommen könnte bereut es, der Gruppe beigetreten zu sein.

Wenn in solch einer Gruppe ein Mensch auftaucht, der von der Notwendigkeit spricht, die Gruppe nach dem Prinzip der Hilfe und Liebe für den Nächsten aufzubauen,  dann fängt jeder an, ihn zu verspotten. Das bezeichnet man als „Kreis der Spötter“.

So eine Gesellschaft trennt einen Menschen von der Spiritualität ab. Das Verbot lautet: „sitze nicht in einem Kreis der Spötter“. (Rabash: Was entsprechend „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ erklärt wird).

Im Laufe der Entwicklung des Menschen wächst sein Egoismus und er spürt, dass er die Grundsätze der kabbalistischen Gruppe vernachlässigt und sie zu verspotten beginnt. Dies äußert  sich durch die Natur des Menschen. Er muss richtig mit solchen Störungen arbeiten und sie in Hilfe umwandeln.

Es geht dabei ausschließlich um die innere Arbeit.

Frage: Was ist, wenn ein Mensch das Gefühl hat, dass sich sein Zehner in eine Versammlung von Spötter verwandelt hat?

Antwort: Hier ist seine innere Arbeit nötig. Alles was ihm im Außen zu passieren scheint geschieht in seinem Inneren. Er sieht sich selbst von innen.

Frage: Muss er weiterhin in der Gruppe arbeiten?

Antwort: Ein Mensch verlässt die Gruppe nur dann, wenn die ganze Gruppe der Meinung ist, dass sie nicht den Weg der Verbindung folgen muss. Er muss begreifen, dass alles was er sieht, durch seinen Egoismus betrachtet.

Frage: Wie arbeitet er damit? Erhöht er die Wichtigkeit des Ziels?

Antwort: Zuerst einmal erhebt er sich selbst. So testet er sich. Wenn er sich verändert und beobachtet, dass sich die Gruppe ebenfalls verändert, bedeutet es, dass es seine persönlichen Störungen waren.

Frage: Und wenn er bemerkt, dass er jetzt ein Spötter ist: er sitzt und lacht innerlich über alles. Was kann er dann tun, um sich seinen Freunden anzuschließen?

Antwort: Er muss um Hilfe bitten. Er kann sich sogar offen an seine Freunde wenden, damit sie ihm helfen.

Frage: Wäre es möglich, dass der Schöpfer Menschen in die Gruppe bringt und sich die Gruppe dann in eine Ansammlung von Spöttern verwandelt?

Antwort: Alles ist möglich. Deshalb müssen wir das besprechen und uns vor allem mit der Bürgschaft befassen. Wenn die Gruppe richtig arbeitet, dann sind die Spötter in jedem einzelnen, in Bezug auf die anderen, die inneren Hindernisse.

Der Mensch spürt nach und nach, dass es nichts Äußeres gibt, und alles was er vor sich sieht, alles was er sich vorstellen kann, einschließlich den Schöpfer, befindet sich in ihm.

 

Aus der TV-Sendung „Die letzte Generation“, 18.04.2018

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