Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Tora – Das Buch BaMidbar, Abschnitt Behaalotcha

Die Tora. Das Buch BaMidbar. Abschnitt Behaalotcha (gekürzt)
Und Gott sagte zu Moses: „Sag Aaron: Wenn du die Lampen entzündest, dann so, dass das Licht der sieben Lampen vom Leuchter aus nach vorn fällt. Und die Struktur der Menorah ist folgende: sie wurde aus einem einzigen Goldbarren geschmiedet. Entsprechend dem Bildnis, das Gott Moses zeigte.“

Und Gott sagte zu Moses: „Sondere die Leviten aus dem Umfeld der Kinder Israels ab und reinige sie! Spreng über sie das reinigende Wasser! Sie selbst sollen sich an ihrem ganzen Körper rasieren, ihre Kleider waschen und sich reinigen. Dann sollst du die Leviten vor das Offenbarungszelt führen und die ganze Gemeinde der Israeliten versammeln. Lass die Leviten vor den Herrn treten und die Kinder Israels sollen den Leviten die Hände auflegen. Und Aaron soll an den Leviten im Namen der Kinder Israels vor den Augen des Herrn die Weihe vornehmen, um dem Herrn zu dienen. Auf diese Weise sollst du die Leviten aus dem Umfeld der Kinder Israels aussondern; dann gehören die Leviten mir.“ [Rest des Beitrags lesen →]

Anfängliche Probleme


Eine Frage, die ich erhielt: Ich nahm am 15. Juni an einem Kabbala-Seminar in Tallinn, Estland, teil. Beim Treffen äußerte ich meinen Unmut zu folgender Aussage: „Während eines Abfalls kann jemand sogar mehr vorankommen, als während eines Aufstiegs, weil ein Mensch zu dieser Zeit nur die Kraft der Gruppe nutzt, welche immer größer ist als seine eigene Kraft. Die Freunde in der Gruppe werden vom Schöpfer selbst ausgewählt. Wenn du sie lieben wirst, wird er dich lieben.“

Ich bin es gewohnt, vorwärts zu gehen und Dinge alleine zu erreichen. Vielleicht ist das falsch, aber so ist es zurzeit. Menschen singen zusammen, halten sich an den Händen, singen Lieder. Ich spüre, dass sie das nicht nur tun, ohne den Text zu kennen oder zu sehen, sondern sie tun das auch ohne jegliche Seele. Also was soll ich tun?

Ich lege mehr Seele hinein, wenn ich einen Brief an eine Frau schreibe, die ich liebe oder ihr in die Augen blicke. Ich kann noch nicht Teil einer Gruppe sein. Vielleicht bin ich noch nicht bereit für eine Gruppe und ich muss an mir arbeiten, solange die Gruppe fremd für mich ist. Auf der anderen Seite war es ein Vergnügen, mit einzelnen Menschen am Abend in Tallin zu sprechen. Aber als es zum Singen und Umarmen kam, wollte ich aufbrechen.

Meine Antwort: Jeder rebelliert zuerst dagegen. Manche Menschen sind von Natur aus sozial und manche sind Einzelgänger. Ich persönlich gehöre zu Letzteren, daher verstehe ich Sie sehr gut. Sie sollten so viel Sie können, teilnehmen. Und danach wird Ihr Leben Sie ausrichten, denn wenn man Anstrengungen unternimmt und keine Ergebnisse erhält, versteht man, dass es keinen Ausweg gibt, dass unsere Korrektur in der Vereinigung der Seelen liegt. Sie müssen nicht andere umarmen oder eine gute Singstimme haben. Sie sollten studieren und verbreiten und der Rest wird zu gegebener Zeit kommen. Setzen Sie sich nicht unter Druck.

Was bedeutet „direkt“ in der Kabbala? (fortgeschritten)


Eine Frage, die ich erhielt: Können Sie folgendes erklären, denn ich bin einigermaßen verwirrt:
Aus Baal HaSulam, Talmud Eser Sefirot, Teil 2, „Tabelle der Fragen und Antworten betreffend der Bedeutung der Worte“:
Frage 34, Was ist Yashar (direkt)?
Wenn Or Elyon (Höheres Licht) zu den Gefäßen absteigt, welche Aviut Dalet (4. Grad der Grobheit) besitzen (also ein bestimmtes Verlangen, denn die Gefäße vergrößern sich durch ihr Verlangen) wird behauptet, dass das Licht (Or) direkt (yashar) absteigt. Das heißt, dass das Licht, welches Yosher absteigt, proportional zu Aviut und dem Verlangen ist.

Wenn beispielsweise ein schweres Objekt auf den Boden fällt, tut es dies auf vollkommen geradem (yashar, direkt) Weg. Es fällt zudem mit hoher Geschwindigkeit, denn die Erdanziehungskraft trägt ebenfalls dazu bei. Wenn jedoch etwas Leichtes auf den Boden fällt und die Erdanziehungskraft darauf wenig Einfluss hat, schwebt es einige Zeit lang in der Luft und dann langsam zu Boden.

So auch bei den Kelim, die kein Aviut wie die Kelim de Igulim (die zirkulären Kelim) besitzen – hier wird behauptet, dass das Licht sie durch die Kraft der Sefirot von Yosher durchdringt. Es wird gleichmäßig, denn es gibt kein Aviut dort, also kein Verlangen, das es zusätzlich anziehen würde.

Jedoch besitzen die Kelim de Yosher (die direkten Kelim) ein Aviut, welches das Licht mit großer Kraft anzieht und so kommt das Licht sehr schnell und geradlinig herab.“

Was soll dieses Beispiel mit dem schweren Gegenstand, welcher durch die Erdanziehungskraft mehr beeinflusst werden soll als ein leichterer? Wusste Ashlag nicht, dass die Beschleunigung im freien Fall von der Masse eines Gegenstandes abhängt, oder hab ich etwas falsch verstanden?

Meine Antwort: In der Spiritualität wird das Licht durch (in) das Kli (Gefäß) angezogen, da es keinerlei leeren Raum gibt. Der Raum gleicht das Verlangen aus. Es ist in 5 Grade eingeteilt – von Null bis Vier (Größenabstufungen des Verlangens). Der Unterschied zwischen den Stufen liegt nicht nur in der Größe des Verlangens (Quantität) sondern auch in der Qualität – in der Wahrnehmung und Realisierung des Verlangens und des Lichts. Daher ziehen die Stufen 0,1,2,3 „indirekt“ Licht an. Anders gesagt weiß das Kli noch nicht, was es ist und wozu es dient und daher wird in den Verlangen 0 bis 3 das Licht als Lichtobjekt wahrgenommen. Die vierte Stufe aber nimmt das Licht als den erwünschten Genuss wahr – sie nimmt die Lichtquelle wahr und daher wünscht sie sie sich direkt. Und so steigt das Licht „Ba Yosher“ also direkt auf sie herab.

Verwandtes Material:
Kabbalah Blog Post:Talmud Eser Sefirot and the Need to Define Spirituality Correctly
Kabbalah Blog Post: Baal HaSulam’s Intention for Writing Talmud Eser Sefirot
Kabbalah Blog Post: What is Spirituality? What is a Soul?

Kabbala und andere Lehren


Ein Kommentar, den ich erhielt: Ich lese Ihre Arbeiten nun schon eine lange Zeit und sehe viele Parallelen zum Gnostizismus. Ich bin darüber erstaunt, wie Sie dieses mit einer so materiellen Lehre wie dem Judentum kombinieren und wie die Philosophie Theodizee sich in der Kabbala zeigt, denn offenkundig ist die materielle Welt extrem böse und ihr Schöpfer kann nicht böse sein. Die einzig mögliche Aussicht kann es sein, dass ein Feind, von wem auch immer, diese materielle Welt erschuf.

Meine Antwort: In unserer Welt manifestiert sich der Schöpfer Sich Selbst gegenüber als gegensätzlich, denn anstatt Ihn wahrzunehmen, nehmen wir durch unseren Egoismus wahr und deshalb sehen wir das Negative. Um die Spiritualität wahrzunehmen, wie sie wirklich ist, müssen wir in unserem Inneren Eigenschaften erzeugen, die ihr ähnlich sind und die ihre Wahrnehmung nicht verzerren.

Dies ist genau das, was Kabbala mit jedem macht, der sie studiert. Kabbala erschafft neue spirituelle Eigenschaften in einer Person, die dann, wenn sie diese Eigenschaften gebraucht, das Höhere verborgene Reich verspüren, das andere nicht verspüren.

Ich ignoriere einfach alles außer Kabbala und vergleiche sie nicht mit etwas anderem. Das erlaubt es mir zu verhindern, dass ich verwirrt werde und zu gewinnen. Ich lasse alle Philosophien, die ich kannte und studierte, außer acht. Ich ziehe es vor, zu erlangen, anstatt klug zu sein und mich in Überlegungen zu verlieren und ich empfehle Ihnen, dasselbe zu tun. Es hilft.

Gehen Sie die Baal HaSulam-Artikel durch – praktisch alle, durch die ganze Liste (Red.. alle Links unter „Kabbala Quelltexte“ sind Artikel von Baal HaSulam, außer Talmud Eser Sefirot, das ein Buch ist).

Sie sollten zuerst diese Artikel studieren und dann, wenn Sie immer noch einen inneren Drang danach verspüren, eine vergleichende Analyse über Kabbala und etwas anderem zu machen, dann können Sie sich dran machen. Viel Glück!

Verwandtes Material:
Mythen über Kabbala
Chapter 7 of the Book: The Kabbalah Experience – Beliefs, Mysticism and the Supernatural

Ich oder der Schöpfer?


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, ob es der Schöpfer ist, der die Kontrolle hat, oder der Mensch

Frage: Was kommt zuerst? Mein Verlangen, auf dem Weg in Richtung des Ziels voranzuschreiten, das Verständnis, dass alles zum Wohle der Korrektur geschieht, ohne den Schöpfer und Seine Ausrichtung, die Schöpfung zu korrigieren, zu fühlen oder erwirbt man erst das Verständnis, dass der Schöpfer alles tut, um uns auf verschiedene Arten Gutes zu tun und wir Sein Verlangen füllen möchten?

Meine Antwort: Dieser Widerspruch, „Was kommt zu erst?“ oder „Wer hat die Macht?“ wird immer in Ihnen bleiben, bis zum endgültigen Ende der Korrektur. Wer bestimmt Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen – Sie oder der Schöpfer? Dieser Widerspruch wird erst verschwinden, wenn Sie sich mit Ihm zu einem Ganzen vereinigen!

Frage: Ich bin willens, die Idee zu akzeptieren, dass ich mich selbst korrigieren muss, aber es ist schwer für mich, die Idee zu akzeptieren, dass alles durch den Schöpfer geschieht. Wenn ich einen Abstieg erlebe, dann tut der Schöpfer das für meine Korrektur. Wenn ich einen Aufstieg erfahre, dann gab ihn mir der Schöpfer. Jedoch fühle ich nicht, das irgendetwas vorherbestimmt ist. Was soll ich tun?

Meine Antwort: Versuchen Sie zu fühlen, dass alles, was in Ihren Gedanken und Gefühlen und alles was um Sie herum passiert, dass dies alles vom Schöpfer kommt! Wenn Sie kabbalistisches Material studieren (Baal HaSulam) und sich bemühen, dann ziehen Sie während des Studiums das Licht der Korrektur an (Or Makif – lesen Sie den Punkt 155 in der „Einführung zu Talmud Eser Sefirot“ und allmählich, wie aus einem Nebel heraus, wird dieses Licht Ihnen den Schöpfer enthüllen!

Verwandtes Material:

Es ist unmöglich für einen Kabbalisten, lustlos und melancholisch zu sein


Eine Frage, die ich erhielt: Bezüglich meiner vorherigen Frage möchte ich noch etwas wissen. Falls jemand lustlos und melancholisch wird, ist es dann nicht sehr schwierig, die spirituellen Abstiege zu ertragen, die zwangsläufig mit dem spirituellen Aufstieg verbunden sind? In vielen Texten wird erwähnt, dass Kabbalisten die Korrektur mit den Qualitäten der Perfektion der Schöpfung und Angleichung der Form an den Schöpfer in Zusammenhang bringen. Bitte helfen Sie mir, dieses Rätsel zu lösen.

Meine Antwort: Eine Person, die sich im spirituellen Aufstieg befindet, rechtfertigt den Schöpfer in allen Dingen (man bezeichnet so jemanden als Gerechten). Es ist für ihn unmöglich, melancholisch und lustlos zu sein.

Die Annäherung an den Schöpfer bedeutet die Angleichung der Form an Ihn. Anstatt der Eigenschaften, mit denen man geboren wurde, erlangt man die Eigenschaften von BYA de Tumah (die unreinen Welten von BYA; BYA = Beria, Yetzira, Assiya), welche sich über dem Machsom enthüllen. Es offenbaren sich die 613 Qualitäten des wirklichen Egoismus (Pharao). Diese sind entgegengesetzt zum Schöpfer. Mit Hilfe des Lichtes der Tora von BYA de Kedusha (die heiligen Welten von BYA), welches zur Quelle zurückführt, wird die Absicht dieser Verlangen von „für sich selbst“ zu „für den Schöpfer“ transformiert. Damit erlangt man die vollständige Füllung der 613 Verlangen und Formgleichheit bzw. Verschmelzung mit dem Schöpfer. Natürlich hat das nichts mit dem Ausführen von irgendwelchen Handlungen zu tun, wie geschrieben steht: „Der Schöpfer schert sich nicht darum, wie jemand Rinder schlachtet – vom Kopf oder vom Nacken her“ (Das meint das Beachten einer rein mechanischen Handlung), sondern vielmehr sind die Gebote gegeben worden, um den Menschen zu korrigieren.

Verwandtes Material:
Kapitel 15 aus: Leben aus der Kabbala – Stufenweise spirituelle Korrektur
Chapter 18 from the Book: Interview with The Future – A Spiritual Task
Chapter 2.12 in the Book: The Path of Kabbalah – The Body at the End of Correction

Jeder geht seinen eigenen Weg


Eine Frage, die ich erhielt: Lieber Rav Laitman, würden Sie mir bitte erklären, wie die Kabbala zur Ehe und den unterschiedlichen Wahrnehmungen zwischen Ehemann und Ehefrau steht? Die Kabbala hat mir bereits vieles klar gemacht. Betrachtet Kabbala die Beziehung zwischen Mann und Ehefrau als eine heilige oder kommt es auf unser Verlangen an, diesem Weg zu folgen? Ich danke Ihnen, dass Sie uns dabei behilflich sind, zu verstehen, was als „ein Geheimnis“ betrachtet wurde.

Meine Antwort: „Heilig“ ist die Eigenschaft des Gebens, die wir unter dem Einfluss des korrigierenden Lichtes (Or Makif) erhalten, wenn wir Kabbala (Bücher von Baal HaSulam) richtig studieren. Es gibt keine andere Heiligkeit! Es steht geschrieben: „Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität“. Auf der körperlichen Ebene ist der Egoismus der Antreiber für den Zwang, doch kann er nicht in der spirituellen Welt und innerhalb spirituellen Taten existieren.

Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg zu gehen und kommt zum Schöpfer, wenn es der richtige Zeitpunkt für ihn ist; darum haben wir nicht das Recht irgendjemanden dazu zu zwingen, Kinder und Ehemann eingeschlossen. Sie können ihnen so nebenbei einmal etwas darüber erzählen, sanft, doch ohne Druck und dabei die Liebe dafür in ihnen erwecken. Und egal, wie das Resultat auch sei, sollten Sie Ihr Leben mit Ihrer Familie genausso wie vorher leben.

Wenn Sie sich mit denjenigen zusammentun, die dem Schöpfer entgegenstreben, werden auch Sie die Kraft erhalten, Ihn zu erreichen. Betrachten Sie Ihre Verwandten als Körper, die mit Ihnen verwandt sind und als Seelen, die Ihnen fremd sind.

Verwandtes Material:
Shamati Article 145: What Is Will Give Wisdom Specifically to the Wise
Chapter 4.4 of the Book: The Path of Kabbalah: Questions and Answers
Part 6, Ch. 4 from the eBook Interview with the Future: What Should One Go Through in Order to Attain Spirituality?
eBook: The Path of Kabbalah – Revealing the Hidden Wisdom
Purchase the Book: The Path of Kabbalah – Revealing the Hidden Wisdom

Studium, Arbeit und Verbreitung


Drei Fragen, die ich über das Studium, die Arbeit und die Verbreitung erhielt

Frage: Spielt es eine Rolle, wie viel Zeit ich für das Studieren aufwende – zwei Stunden oder eine halbe Stunde? Ziehe ich mehr Or Makif (umgebendes Licht an, wenn ich zwei Stunden studiere?

Meine Antwort: Es reicht aus, zwischen einer bis drei Stunden pro Tag zu studieren. Am wichtigsten ist Ihre Absicht, in der Sie studieren. Lesen Sie „Einführung in Talmud Eser Sefirot“, Abschnitte 10-20, wo dies besprochen wird. Sie sollten sich Ihre Zeit so einteilen, dass Sie die Hälfte davon für das Studieren und die Hälfte für die Verbreitung der Kabbala in der Welt verwenden. Und es ist am besten, beides in einer Gruppe zu tun – entweder physisch oder virtuell.

Frage: Nach den Kabbalaunterrichten sind wir mit dem Leben, der Arbeit oder der Schule konfrontiert Was sollte ich tun, wenn ich in der Schule bin?

Meine Antwort: Schieben Sie alle Gedanken über Kabbala beiseite und tun Sie nur, was Sie eigentlich tun müssen. Später werden Sie im Stande sein, beide richtig zu verbinden.

Frage: Kann ich verbreiten, selbst wenn ich noch nicht verstehe, worüber Kabbala spricht?

Meine Antwort: Das Verstehen wird schrittweise zu Ihnen kommen, genau in dem Ausmaße, wie Sie an der Verbreitung teilnehmen. Schauen Sie sich das Beispiel von Joshua an: er half Moshe, das Wissen zu verbreiten, Dinge zu ordnen, aber er studierte nicht für sich selbst. Indem er half, erwarb er das Wissen und wurde der Nachfolger von Moshe – der spirituelle Führer der Nation. Kabbala wird nicht durch den Fleiß und das intellektuelle Verstehen überliefert, sondern durch jemandes Verlangen, in diesen Erkenntnissen zu sein: Verlangen = Kli! Daher steht über Kabbala geschrieben: „Nicht der Kluge versteht (sondern derjenige, der danach verlangt).“

Wo ist mein Platz in der Kabbala?


Drei Fragen, die ich darüber erhielt, wie wir in das spirituelle Puzzle hineinpassen:

Frage: Ich bin ein bisexueller Mann und spiele in Beziehungen mit Männern immer die Rolle des Mannes. Seit ich angefangen habe, mich für Kabbala zu interessieren, habe ich jedoch im Allgemeinen nahezu jegliches Interesse für beide verloren, Männer und Frauen. Kann ich in einer Gruppe studieren?

Meine Antwort: Bitte schreiben Sie uns und erklären Sie, in welcher Weise Sie Männer betrachten, wenn Sie eine längere Zeit nebeneinander sind, wenn Sie zusammen studieren, zusammen arbeiten, zusammen reisen, zusammen trinken und sich umarmen, mit Männern zusammen singen und tanzen. Was empfinden Sie, wenn Männer Sie anschauen und Sie umarmen? Sobald Sie geantwortet haben, werden wir uns Ihre Situation weiter anschauen.

Frage: Ich habe mich nie so schlecht gefühlt wie jetzt. Ich will mich verbessern, doch der Zustand, in dem ich mich schon seit drei Tagen befinde, ist untragbar und schrecklich, erstreckt sich von der Frage „Wozu dient das alles? Warum lebe ich?“ bis „Ich will nicht weiterleben.“ Ich habe kabbalistische Bücher, Musik und Lektionen und ohne diese wäre ich nicht in der Lage weiterzumachen. Aber ich will nicht, dass sich mein Leben auf das Gefühl gründet, in einen Abgrund meines eignen Schmutzes hinab gesenkt worden zu sein und ich versuche, daraus auszubrechen!

Meine Antwort: Es gibt nichts außer einem Menschen und dem Schöpfer – also wenden Sie sich an Ihn. Ihr Appell an den Schöpfer wird erfolgreicher sein, wenn Sie in einer Gruppe studieren und Kabbala verbreiten.

Frage: Jede Seele ist ein Teil des allgemeinen Puzzles. Männer versammeln ihre Teile, um ein Kli zu formen. Wenn eine Person die Verbindung verliert und aus dem allgemeinen System herausfällt, dann gibt es ein „Loch im Boot“, es gibt kein Licht. Dies erscheint klar genug. Aber wie passt die weibliche Seele in dieses Puzzle? Ich fühle mich wie nicht dazugehörend.

Meine Antwort: Diese weibliche Empfindung, mangelhaft zu sein (nicht nach Freud, aber gemäß Kabbala), wird Sie (ebenso wie alle Männer, die ihre Malchut korrigieren) den ganzen Weg über bis zum Ende der Korrektur begleiten. Sie erhalten das Licht von Oben durch die globale Männergruppe, auf dieselbe Weise wie jeder Mann. Und genau wie die Männer, fügen Sie Ihr Puzzleteil, Ihre Seele, in die allgemeine Seele von Adam ein! Sie gleichen in jeder Hinsicht den Männern, ausgenommen der Tatsache, dass diese das Licht anziehen. Die Männer (die männlichen Teile der allgemeinen Seele) akzeptieren ungern Ihre Verlangen und sie gehen hinaus, um zu jagen und zu arbeiten, um das Höhere Licht für alle anzuziehen.

Spirituelle Korrektur und Veränderungen im physischen Verhalten


Eine Frage, die ich erhielt: In Mesilat Yasharim (Der Weg der Gerechten) schreibt der Ramchal über die Korrektur der Eigenschaften des Menschen: Obwohl die Korrektur der Eigenschaften der belebten Seele des Menschen keine Beziehung zu den Stufen der heiligen Seele hervorbringt, ist es für einen Kabbalisten dennoch unrealistisch, gereizt und hitzig zu sein oder schlechte Wörter (Lashon Ra) zu benutzen und Eigenschaften zu besitzen, die anderen um ihn herum schaden können.

Meine Antwort: Der Ramchal sagt, dass es unmöglich ist, die Eigenschaften der belebten Seele des Menschen zu korrigieren. Jeder Versuch, unsere belebte Seele zu korrigieren, endet im Misserfolg, da dies sich auf den unbelebten Teil des Menschen bezieht, der uns gegeben wurde, so dass wir unsere spirituelle Seele daraus zum Wachsen bringen können.

Das einzige, was wir ändern können und sollen, ist unsere heilige, spirituelle Seele: den Teil des Schöpfers in uns. Dieser Teil fängt mit dem an, was ein „Punkt im Herzen“ genannt wird und in einem Menschen mit der Frage zum Ausdruck kommt: „Was ist der Sinn meines Lebens?“ Die Frage, die einen Menschen zur Kabbala bringt. Dies ist der Punkt, den wir entwickeln müssen.

Wenn wir diesen entwickeln, verändern wir uns und solch eine Veränderung hat auch einen Effekt auf unser irdisches Verhalten. Wir können anderen nicht mehr absichtlich schaden, da wir Eigenschaften erlangt haben, die uns nicht erlauben, dies zu tun.

Gleichzeitig jedoch kann unser äußerlicher Ausdruck von Ärger, Schroffheit und Ungeduld bestehen bleiben, da wir den Schaden, der von bestimmten Handlungen und Phänomen hervorgerufen wird, mehr als andere wahrnehmen. Des weiteren fällt ein Mensch, der aufsteigt, immer zurück, bevor er einen Schritt nach vorne macht und wenn dies geschieht, ist dieser Mensch wie jeder andere auch in solch einem Zustand. Dies bleibt bis zum Ende der Leiter, wie es geschrieben steht: „Jeder Mensch, der größer ist als ein anderer, hat einen größeren Egoismus als dieser.“ Außerdem steht über Rabbi Shimon geschrieben, dass er, als er sich im tiefsten Abstieg als „Shimon vom Markt“ befand, verstand, dass ihm die letzte Stufe des Aufstiegs bevorstand! (Im Buch des Sohar steht geschrieben, dass, als Rabbi Shimon aus der Höhle herauskam, in welcher er dreizehn Jahre verbracht hatte, um den Sohar zu schreiben, er einen Kleinbauern das Land bearbeiten sah, eine Handlung, so entfernt von der Spiritualität, dass, als er ihn sah, er ihn mit seinem bloßen Glanze verbrannte. Dies sind jedoch Geheimnisse der Tora…)

Verwandtes Material:
Kapitel 12 aus dem Buch: Leben aus der Kabbalah: Den Egoismus auslöschen
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