Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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„Gesalbt zu sein“ bedeutet, das Licht von Chochma heranzuziehen


Eine Frage, die ich erhielt: Wieso sagen Sie, dass das Wort Mashiach (Messias) vom Wort Lishmoch (ziehen) stammt? Ich denke, es kommt vom Wort Limshoach – salben – und es bezieht sich auf jemanden, der zum Dienen gesalbt ist.

Meine Antwort: Gesalbt zu sein bedeutet, das Höhere Licht Chochma auf einen Menschen heranzuziehen. In unserer Welt wird dieses Licht durch Öl repräsentiert. Auf diese Weise steigt ein Mensch auf eine Stufe auf, die es erfordert, dem Schöpfer zu dienen.

Dieser Vorgang wurde von einem Propheten durchgeführt, der auf einer solch hohen Stufe war, dass er einen Menschen auf die spirituelle Stufe des Dienstes für den Schöpfer ziehen konnte. Die Kabbala spricht nicht über „wen, wie und mit was salben“, sondern berichtet uns über das Wesen dieses Phänomens: über die Wahrnehmung des Höheren Lichtes, das einem Menschen tatsächlich die Kraft und das Recht gibt, der Gesalbte G-ttes zu sein, dem Schöpfer nahe zu sein. Ich „übersetze“ diese Worte, um direkt zum Wesentlichen von dem zu kommen, was geschieht.

Nebenbei bemerkt – diese Buchstaben sind im Hebräischen untereinander austauschbar. Wenn Sie sich jedoch mehr von der physischen Salbung angezogen fühlen, dann sollten Sie Erklärungen lesen, die nicht kabbalistisch sind. Alles in der Tora Geschriebene kann auf direkte Weise verstanden werden, d. h. wie physische Handlungen, und/oder entsprechend seiner wahren inneren Bedeutung. Doch kann man nach wie vor durch das wörtliche Verständnis des Textes nicht seine wahre Bedeutung enthüllen, denn der Mashiach ist die Kraft der Befreiung vom Egoismus und nicht eine Person.

Im Punkt 70 der Einführung zum Buch Sohar heißt es: „Wehe denen, die der Grund dafür sind, dass der Geist des Messias schwinden und vielleicht nie wieder in die Welt zurückkehren können wird, weil sie die Tora trocken machen, ohne jegliche Zugabe von Verstand und Wissen, da sie sich nur auf den ausführenden Teil der Tora beschränken und nicht versuchen wollen, die Wissenschaft der Kabbala zu verstehen, die Geheimnisse der Tora sowie den Sinn der Gebote zu erkennen und zu studieren …“

Verwandtes Material:
Blog-post: Das Kommen des Messias
Artikel: Rabbi Chiyas Vision

Unsere Sehnsüchte kommen aus der Gesellschaft

Drei Fragen, die ich über das Ausgleichen der Spiritualität mit dieser Welt erhielt:

Frage: Ich habe gehört, wie sie im Kinderunterricht gesagt haben, dass wir die Leute beneiden sollen, die bei der Gruppe mitwirken und andere lieben. Soll ich mich selbst belügen, mir selber einreden, dass ich die Mitwirkenden ebenso beneide, wie ich in der Realität zum Beispiel jemanden beneide, der ein neues Auto hat? Bitte geben Sie mir einen Rat, was ich in Übereinstimmung mit der Kabbala tun soll.

Meine Antwort: Studieren Sie weiter; die Gruppe und die Unterrichtsstunden werden Ihnen das Gefühl geben, dass andere Werte wichtiger sind. Das ist besser, als sich dem Anhäufen von Dingen hinzugeben und sich später desillusioniert zu sehen. Sie werden sich von der Höheren Welt, die sich Ihnen zu offenbaren beginnen wird, erheblich erfüllter fühlen, als von einem neuen Auto. Das Auto ist Ihnen wichtig, weil die Gesellschaft es wertschätzt. Aber wenn Ihre Gesellschaft andere Dinge als wertvoll erachtet, werden sich genauso auch Ihre Prioritäten ändern.

Frage: Manchmal werde ich böse auf den Schöpfer, aber in Wahrheit werde ich böse auf mich selbst, weil ich mich selbst frage: „Wieso ist der Prozess der Korrektur so langatmig!?“ Und dann beantworte ich mir die Frage selbst: „Weil ich mich nicht genügend anstrenge!“

Meine Antwort: Es mangelt Ihnen am Druck aus dem richtigen Umfeld.

Frage: In mir findet eine Diskussion statt: Auf der einen Seite habe ich einen neuen Job, der mich interessiert und mir Freiraum für die Verbesserung meiner beruflichen Fähigkeiten lässt, damit ich in Zukunft einen gut gesicherten Arbeitsplatz habe. Auf der anderen Seite habe ich nach den Morgenunterrichten nicht sehr viel Energie übrig, sodass ich darüber nachdenke, sie zu reduzieren. Es nervt mich schon. Welche ist die richtige Einstellung zu dieser Situation?

Meine Antwort: Sie müssen Ihre berufliche Ausbildung beenden, sodass Sie sich und Ihre Familie unterstützen können, während Sie Kabbala „auf niedriger Flamme“ studieren. Geben Sie sich dennoch in allen anderen Beziehungen dem Studium der Kabbala hin. Wenn Sie diese Balance der Zeit und der Energie halten können, werden Sie in beidem erfolgreich sein.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Einfluss des Umfeldes
Blog-post: Kabbala und Berufswahl
Blog-post: Familie, Kinder, Arbeit und Kabbala
Rabash Artikel: Das Ziel der Gemeinschaft, Teil 2

Wie erklärt man anderen die Kabbala?


Zwei Fragen, die ich darüber erhalten habe, wie man anderen die Kabbala erklärt:

Frage: Wenn ein Mensch mit dem Studium der Kabbala vorankommt und sich entwickelt, erhält er dann die Fähigkeit, das Konzept der Kabbala anderen auf eine für sie verständliche Weise zu erklären?

Meine Antwort: Nicht unbedingt. Das Buch Sohar erklärt, dass Rabbi Shimon dieses Buch nicht selbst schreiben konnte, er jedoch Rabbi Aba sagte, was zu schreiben war. Gleichermaßen steht geschrieben, dass Moses unfähig war, die Geschehnisse vor Ort und ihr Ziel den Menschen zu erklären und er brauchte Hilfe von seinem Bruder Aaron.

Warum ist das so? Baal HaSulam schreibt, manche Seelen stammen aus dem inneren Licht und manche – vom äußeren Licht. Das bestimmt ihre Fähigkeit, das Material auf einer dem Schüler angemessenen Ebene und der Ebene ihrer Darlegungen zu erklären.

Frage: Ich komme in Kontakt mit vielen unterschiedlichen Menschen, die schweren Situationen begegnen. Manche sind religiös, andere lieben die Mystik und wieder andere suchen einfach nach etwas. Ich denke, dass das hier eine großartige Gelegenheit gibt, sie für Kabbala zu interessieren, indem man erklärt, dass alles vom Schöpfer stammt und mit dem Ziel geschaffen wurde, die Frage zu erwecken: „Was ist der Sinn des Lebens?“

Was soll ich tun?

Meine Antwort: Es ist das Beste, nichts über Kabbala zu sagen. Stattdessen sollten Sie einfach in Ihrem Empfangsbereich Material über Kabbala aufbewahren, wie z. B. unsere Zeitung.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Art der Verbreitung
Baal HaSulam Artikel: Bedingungen zur Enthüllung der Kabbala

Die zwei großen Lichter


Das hebräische Buch Die Zwei Grossen Lichter ist nach dem biblischen Vers „Und G-tt schuf die zwei großen Lichter“ benannt. Das Buch spricht über die zwei großen Kabbalisten des 20. Jahrhunderts – Rav Kook und Baal HaSulam, die beide das Verlangen hatten, die Kabbala am Anfang des letzten Jahrhunderts unter den Massen zu verbreiten.

Sie sahen sowohl den II. Weltkrieg als auch unsere Globale Krise voraus. Sie verstanden, dass die Menschheit dabei ist, in die Endphase ihrer Entwicklung einzutreten, wo es für ihr Fortbestehen unumgänglich ist, jeden Menschen im Geiste von „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu erziehen. Dieses Buch enthüllt ihre prophetische Vision über unsere Zeit und ihren Rat zur Veränderung der Welt.

Diesen Blog gibt es jetzt auch in Ungarisch!


Den Blog „Kabbala, Wissenschaft und der Sinn des Lebens“ gibt es jetzt auch in Ungarisch:

Kabbala és az élet értelme – Michael Laitman személyes blogja

Ein großes Danke schön von uns allen bei Bnei Baruch an unsere ungarischen Freunde! Lasst uns weiter miteinander in Richtung Gutes voranschreiten!

Fragen entlang des Weges


Fragen, die ich über das Arbeiten mit den Büchern und der Gruppe erhielt:

Frage: Wann gelangt ein Mensch, der die Wissenschaft der Kabbala studiert, vom einfachen „absorbieren“ der Information (lesen, hören und sehen) zum eigentlichen Erkennen der Höheren Welt?

Meine Antwort: Sobald er auch nur im geringsten Maße der Qualität des Schenkens, wie sie im Text beschrieben wird, entspricht.

Frage: Wenn man das Material mit den oben genannten Methoden studiert, macht es dann mehr Sinn, sich mit den Gedankengängen der Kabbalisten zu verbinden, als eine Verbindung zum Material selbst zu finden?

Meine Antwort: Das ist genau das, was Sie tun sollten – versuchen Sie, sich mit dem Autor und seiner Absicht zu verbinden.

Frage: Kann der die Sache des Bruchs nur in einer Gruppe ans Tageslicht kommen? Oder auch mit Menschen, die mir nahe stehen, wie mein Mann zum Beispiel?

Meine Antwort: Das kann nur getan werden, indem man versucht, die Sehnsüchte nach dem Schöpfer zu vereinigen, indem wir unsere gemeinsamen Sehnsüchte nach Ihm näher zusammenbringen.

Frage: Manchmal treffe ich Leute, die mir spirituell sehr nahe zu sein scheinen und es ist leichter für mich, mich mit ihren Sehnsüchten zu verbinden. Ist das eine egoistische Gleichwertigkeit der Form? Oder das Muster der Reinkarnation von Seelen?

Meine Antwort: Es sind dieselben.

Verwandtes Material:
Blog-post: Shamati – Das wertvollste Buch der Welt
Blog-post: Wir müssen nur unsere Punkte im Herzen vereinen

Virtueller Unterricht am 14.12.08


Am Sonntag dem 14.12.08 haben wir unsere Reihe des virtuellen Unterrichtes fortgesetzt.

Ich gab die vierte Lektion über Baal HaSulams Artikel „Einführung zu Talmud Esser Sefirot“.

Die Wahrheit kann nur von innen heraus wahrgenommen werden


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, wie man sicher sein kann, auf dem richtigen Weg zu sein:

Frage: Ich möchte dringendst herausfinden, wo die Wahrheit liegt, doch wo immer ich auch hinschaue, sieht es nach Lügen aus.
Wie kann ich mir und anderen den Beweis beschaffen, dass die Kabbala das Wahre ist? Zu sagen, alles sei schlecht und nur „unsere Tora“ die Wahrheit, reicht nicht aus.

Meine Antwort: Fortschritt und Wachstum gehen immer mit der Empfindung eines Fehlers und dessen Korrektur einher, so wie in jedem Ortungssystem, das ein bestimmtes Ziel anstrebt. Verunsicherung und das Gefühl, alles sei eine Lüge und falsch – all das ist notwendig – und Sie sollten froh sein, dass Sie dies spüren können.

Nur Tiere machen keine Fehler, weil sie von der Natur gelenkt werden, wohingegen der Mensch sich aus freien Stücken entwickeln muss. Überdies dürfen wir diese Eigenschaften im anderen nicht unterdrücken; im Gegenteil, man sollte sie ermutigen, auch wenn diese Menschen uns verlassen sollten. Erlaube ihnen, ihren eigenen Weg zu überprüfen und zu finden.
Sonst werden sie nicht zu einem Menschen, sondern bleiben „Tiere“, wie geschrieben steht: „Alle sind wie Tiere“ – alle außer denen, die das Licht des Wachstums und der Korrektur anziehen.

Frage: Es gibt viele Gruppen und Schulen, die Kabbala studieren. Eignet sich Ihrer Meinung nach jede Gruppe, die authentische Quellen studiert, zum Studium der Kabbala?

Meine Antwort: Nur Sie allein können bestimmen, welche Gruppe und Studiumsweise für Sie am besten sind. Manche Menschen müssen noch verschiedene Mystiken, Religionen und die Kabbala als Wissen erfahren (Baal HaSulam beschreibt dies, wenn er über „Kabbalisten von Jerusalem“ schreibt. Wenn man all dieses ausprobiert hat (vielleicht in seinem darauffolgenden Leben), kommt man zum authentischen Studium der Kabbala, was der Empfang des Lichts zur Korrektur unseres Egoismus ist. Tatsächlich ist dies der einzige Grund für die Existenz der Kabbala auf dieser Welt, der einzige Grund, warum uns die Tora (Kabbala) gegeben wurde. Der Schöpfer sagte: „Ich habe den Egoismus geschaffen und für seine Korrektur die Tora“, oder um es in anderen Worten auszudrücken: damit die Menschen die Eigenschaft „Liebe für deinen Nächsten“ erlangen – das Hauptgesetz der gesamten Tora und der ganzen Welt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum bekommt ein Mensch Schläge?
Blog-post: Viele Wege führen zum Schöpfer
Shamati # 148: Es gibt die Analyse von bitter und süss, Wahrheit und Lüge

Baal HaSulam beschreibt die Lebensbedingungen in einer globalisierten Welt


Baal HaSulam, Artikel „Die Freiheit“:
„Wenn die Menschheit ihr Ziel erreicht, das heißt zum Niveau der vollkommenen Liebe dem Nächsten gegenüber aufsteigt, wenn alle Menschen der Welt zu einem einzigen Herzen verschmelzen – nur dann wird all das für die Menschheit vorgesehene Glück in all seiner Herrlichkeit offenbar werden.“

Baal HaSulam, Artikel „Frieden in der Welt“:
„Zuallererst sollte jeder gut verstehen und seiner nächsten Umgebung erklären, dass der Frieden in der Gesellschaft, also der Frieden im Staat, und der Frieden auf dem Planeten vollkommen voneinander abhängig sind.“

Baal HaSulam, Artikel „Die zukünftige Generation“:
„Die ethische Form bestimmt das Leben jeder Nation und muss die Menschen in erster Linie dazu verpflichten, anderen gemäß dem Prinzip „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu geben. Dies wird zum sozialen Bewusstsein aller Nationen werden. Aber abgesehen hiervon kann jede Nation ihrer eigenen Religion und Tradition treu bleiben und keine Nation sollte eine andere störend beeinflussen.“

Baal HaSulam, Artikel „Der Frieden“:
„Egoistische Resistenz zwischen Menschen und Nationen kann nur mithilfe der Höheren Kraft des Schöpfers (Natur) von der Welt verschwinden, sofern wir es wünschen, uns mit Ihm zu vereinen. Dies war ursprünglich im Schöpfungsgedanken geplant. Und wenn wir dieses Ziel der Verschmelzung mit dem Schöpfer anstreben, dann wird Neid, Hochmut und Hass verschwinden und wir werden uns in einem Herzen versammeln, erfüllt mit dem Wissen des Schöpfers.“

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Quelle des Glücks
Blog-post: Wir müssen nur unsere Punkte im Herzen vereinen

Das Fundament der Weisheit der Kabbala


Frage: Ich versuche, den Widerspruch zwischen der Phrase „Glaube über dem Verstand“ und Ihrer wiederkehrenden Aussage, dass die Kabbala sich nicht auf Glauben gründet, sondern auf Empfindungen und präzises Wissen, unter einen Hut zu bringen.

Heißt „Glaube über Verstand“, dass ich, anstatt blind etwas zu glauben, das mir erzählt wurde, selbst entscheiden darf, ob ich das Erzählte für wahr oder falsch befinde?

Antwort: Der erste Mensch, der dies fühlte, war Adam (siehe auch Baal HaSulams Artikel „Das Geheimnis der Weisheit“ im Buch Früchte der Weisheit, hebr.). Der jüdische Kalender beginnt an diesem Tag – dem ersten Tag des Monats Tishrey im Jahre 0 (vor 5768 Jahren).

In den auf Adam folgenden Generationen gab es weitere, die den Schöpfer enthüllten, doch die Kabbala, wie wir sie heute kennen, entstand 20 Generationen später im alten Babylon (vor 4000 Jahren). Ein babylonischer Priester namens Abraham „entdeckte“ die kabbalistischen Prinzipien und schrieb sie im „Buch der Schöpfung“ nieder. Er versammelte auch Gleichgesinnte um sich und bildete mit ihnen die erste kabbalistische Gruppe. Seine Anhänger – physische und spirituelle Söhne (damals wurden die Menschen nach dem Anführer des Stammes genannt) entwickelten sich weiter spirituell fort. Solange bis sie durch einen spirituellen Abstieg die Empfindung des Schöpfers verloren und die Empfindung unserer Welt bekamen (als Ergebnis wurde der Zweite Tempel vor 2000 Jahren zerstört).

Danach fielen auch alle Definitionen und Namen, die vorher benutzt wurden, und die Sprache im Allgemeinen (Hebräisch) vom ehemaligen spirituellen Niveau auf das weltliche Niveau. Dieselben Worte wurden an Dingen festgemacht, die man sehen, hören und verstehen konnte. Die Worte erhielten sozusagen eine körperlich weltliche Bedeutung und verloren die Bedeutung, die sie in der Vergangenheit hatten. Seit damals werden kabbalistische Texte mit denselben Buchstaben und Worten geschrieben, doch alles hängt von der Person ab, von der sie gelesen werden – entweder handelt es sich um jemand, der sich auf einer spirituellen Stufe befindet oder eben „nur“ auf einer körperlich weltlichen.

„Glaube über Verstand“ beschreibt folgende Voraussetzung: Das Verlangen (die Eigenschaft) zu geben (Bina, Chafez Chessed, das Licht Chassadim) steht über dem Verlangen zu empfangen – auch Wissen genannte, denn darin empfängt man das Licht der Weisheit – Chochma.

Für Menschen, die die Höhere Welt nicht wahrnehmen, ist das Wort „Glaube“ gleichbedeutend mit an etwas zu „glauben“, das vielleicht existiert – vielleicht aber auch nicht, etwas, was man nicht fühlen kann. Die Kabbala spricht aber nicht von dieser Art zu „glauben“, denn sie bemüht sich ausschließlich darum, den Schöpfer für die Menschheit in dieser Welt zu enthüllen! (siehe Baal HaSulams Artikel: Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala)

Wenn Sie also beim Lesen kabbalistischer Texte die Wahrheit verstehen wollen, müssen Sie das Gelesene von einer körperlich weltlichen auf eine spirituelle Stufe „übersetzen“. Dann werden Sie sich nicht wie all die religiösen Menschen verwirren, die kabbalistische Texte (Tora, Talmud usw.) nur auf einem „materiellen“ Niveau interpretieren. Eigentlich ist das die grundlegende Quelle aller Missinterpretationen des Schöpfers.

Im Artikel „Das Geheimnis, die Weisheit zu erreichen“ schreibt Baal HaSulam: „Die Erkenntnis des gesamten Universums in seiner ganzen Tiefe und alle Beziehungen seiner Einzelteile wurden von Adam vollständig verstanden.“ Daher nennen wir ihn den „Ersten Menschen“ – denn er war der erste, der die Stufe „Mensch“ – Adam in Hebräisch – erreicht hat. Adam bedeutet „im Bildnis des Schöpfers“.

Verwandtes Material:
Blog-post: Religion ist eine kulturelle Tradition, Kabbala ist die Methode der Korrektur