Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Kraft des Lichtes hilft uns, unsere egoistischen Wünsche zu überwinden


Wenn ein Mensch beginnt, unmittelbar an seinem Wunsch zu geniessen zu arbeiten und er versucht, diesen zu unterdrücken oder umgekehrt, ihn zu vergrößern, dann findet dieser Vorgang innerhalb der Grenzen dieser Welt statt. Es gibt viele Menschen, die bereit sind, ihre Wünsche um etwas anderes Wichtiges willen zu unterdrücken, z.B. wollen sie schlanker werden, einen gesunderen Lebenstil erreichen oder im Sport eine Medaille erringen.

In diesen Fällen bezwingt der größere egoistische Wunsch die kleineren Wünsche. Alles hängt von der Entscheidung ab, die man trifft. Was ist für mich wichtiger?

Die Gesellschaft und Werbung können uns mit solch künstlichen Werten vollstopfen, dass wir gezwungen sind, entgegen unseren natürlichen egoistischen Wünschen, das Leben zu geniessen, zu handeln. Das ist so, weil der größte Wunsch des Menschen in der Anerkennung der Gesellschaft liegt, da dieser Wunsch aus der Verbindung unter den Seelen stammt.

Viele Menschen bringen ihr egoistisches Verlangen dazu, aus sich selbst oder unter dem Einfluss der Gesellschaft zu wachsen: sie kämpfen darum, Reichtum, Berühmtheit und Macht zu gewinnen, ohne sich selbst Grenzen zu setzen und sie versuchen, sich selbst zu erfüllen. Beide Herangehensweisen sind egoistisch und üblich in unserer Welt. Ebenso ist das, was wir „Gnade“ oder „Mitgefühl“ nennen, ebenfalls eine verhüllte Art des Empfangens.

Sollte ein Mensch jedoch zum wahren Grad des Gebens aufsteigen wollen, dann muss er sicher gehen, dass er sich nicht selbst belügt, dass er nicht in dem gleichen gewöhnlichen Egoismus verbleibt. Darum wird er zu einer Gesellschaft gebracht, deren Ziel es ist, Geben und Vereinigung mit einander zu erreichen, aber außerdem wird dies deshalb getan, um sich mit dem Schöpfer zu verbinden und Ihn zu enthüllen.

Um das zu tun, braucht man das Höhere Licht, denn man braucht eine äußere Kraft, die Kraft des Lichtes, um die Arbeit gegen den Egoismus auszuführen. In diesem Fall suche ich mir nicht aus, welcher Wunsch am wichtigsten für mich ist, sondern ich entscheide einfach, dass mein Egoismus gar nichts empfangen will. Die einzige Belohnung, die ich erhalte, wird die Eigenschaft des Gebens sein, die ich erlange.
(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)

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Ein Weg aus der Sackgasse dieser Welt


Heute entdeckt die Menschheit, dass sie ihre Umstände nicht kontrollieren kann und dass sie nichts hat, um die Welt zu lenken. Eine besondere Kraft wird gerade der Welt enthüllt – die Kraft der integralen Verbindung zwischen den Menschen. Diese Kraft verbindet alle zu einem einzigen System, in dem wir nicht innerhalb unseres Egoismus existieren können.

Die neuen Gesetze der gegenseitigen Anteilnahme und universalen wechselseitigen Beziehung werden enthüllt und unsere heutigen egoistischen Wissenschaften, die vom Menschen entwickelt wurden, können keine Erklärung für solche Gesetze bieten. Als Folge davon ist heute die Menschheit in einem Zustand der Verzweiflung und sieht keinen Weg heraus – so ist der Zustand der Welt.

Obwohl einige von uns denken mögen, dass die Krise vorüber sei, wird sie in Wirklichkeit nur schlimmer. Wenn wir uns erst einmal selbst in der Sackgasse wiederfinden, die wir sehr schnell erreichen, kann die Wissenschaft der Kabbala allmählich enthüllt werden.

Das Allerwichtigste ist, dass die Menschen auf richtige Weise erkennen, dass ihr Zustand die Folge eines Prozesses ist, der Jahre angedauert hat, wenn sie anfangen zu leiden und sich Problemen gegenübersehen. Das egoistische Verlangen ist das, was die Menschheit weiterentwickelt, sie vorwärts treibt und die Wissenschaften hervorbringt.

Dieses Verlangen endet in der Zerstörung aller vorherigen Systeme und führt zu kollektivem Versagen in allen Bereichen der menschlichen Aktivitäten. Ein Mensch muss verstehen, dass er für die Zukunft keine Hoffnung hat, wenn er damit fortfährt, seinen Egoismus zu gebrauchen. Andererseits haben wir eine Ebene der Verbindung erreicht, die uns verpflichtet, mit anderen auszukommen und sogar andere zu lieben.

All das muss Schritt für Schritt erklärt werden – in der gleichen Weise, in der ein Mensch während seiner ersten 20 Lebensjahre über die Welt, in der lebt, gelehrt wurde. Heute muss sogar der mächtigste und weiseste Mensch zum Wissen gelangen, in was für einer Welt er lebt, was auf ihn zukommt und welche Fähigkeiten er für sein Leben in der neuen Welt erwerben muss. Das trifft auf jeden Menschen zu, der die Erde bevölkert. Wir befinden uns in einer neuen Situation und in Bezug auf die ganze vorherige Entwicklung ist dieser Zustand endgültig und unumkehrbar. Wir haben jetzt jedoch die Gelegenheit zu einer anderen Art der Entwicklung.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Erfolg liegt in der Verbindung unter uns
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Die besten Momente aus dem täglichen Kabbala Unterricht – Lernen vom Schöpfer

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Die Zwickmühle unserer Korrektur

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist der Unterschied zwischen der Erreichung der gegenseitigen Bürgschaft und dem Empfang der Tora?

Meine Antwort: Gegenseitige Bürgschaft ist ein Zustand der Einheit. Die Tora (Kabbala) ist das Mittel, durch das man die Eigenschaft des Gebens erreichen kann; sie ermöglicht es einem, Einheit zu erlangen, denn sie enthüllt den Schöpfer.

In Übereinstimmung mit dem Gesetz der Gleichheit der Form wird mir der Schöpfer darin enthüllt, wenn ich das Verlangen zu „geben“ erlange, weil die einzige Eigenschaft des Schöpfers das Geben und die Liebe ist. Solange mein Verlangen in der Gleichheit mit Ihm unkorrigiert bleibt, habe ich nichts, mit dem ich Ihn entdecken und enthüllen kann. Jedoch ohne die Enthüllung des Schöpfers bin ich nicht fähig, mich selbst zu korrigieren. Es ist eine Zwickmühle:

  • Ohne mich selbst korrigiert zu haben, kann ich den Schöpfer nicht enthüllen
  • Ohne den Schöpfer enthüllt zu haben, kann ich mich nicht selbst korrigieren!

Darum gibt es eine Methode, die es einem ermöglicht, eine Kraft anzuziehen, welche die eigenen Verlangen vom Empfangen zum Geben korrigiert. Diese Methode heißt Kabbala und sie ermöglicht es einem, das Licht, das umgestaltet, anzuziehen, während man noch unkorrigiert ist und nicht die gleichen Eigenschaften wie das Licht hat.

Diese Kraft heißt Umgebendes Licht. Es ist der Schöpfer, der in einer verhüllten Weise auf uns einwirkt. Deshalb wird es Umgebendes Licht genannt und nicht explizit Direktes Licht.

Aus der Ferne kann das Umgebende Licht auf etwas einwirken, das von Ihm abgelöst und Ihm entgegengesetzt ist (Egoismus) – in Übereinstimmung mit der Sehnsucht eines Menschen nach Korrektur.

Der Schöpfer heißt Bore. BO–RE bedeutet „komm“ und „siehe“. Wenn ich mich mit anderen in unserer gemeinsamen Eigenschaft des Gebens verbinde, entwickeln wir die Bedingungen zur Enthüllung des Schöpfers. Die gesamte Methode der Korrektur (Kabbala) besteht aus dem Heranziehen des Umgebenden (korrigierenden) Lichtes auf uns.

Verwandtes Material:
Blog-post: „Und Gott schuf den Menschen nach Seinem eigenen (Ab)Bild“
Blog-post: Die Korrektur geschieht nur durch das Licht, das man während des Studiums der Kabbala empfängt
Blog-post: Der Schöpfer erschuf uns vollkommen!

Wir erreichen den Schöpfer, wenn wir seine Handlungen nachahmen

Fragen, die ich über das Studium der Gematria, die Charaktere der alten Texte und die zwei Formen der Verlangen erhielt:

Frage: Bezieht sich das Studium der Gematria auf die Kabbala? Was ist das Ziel dieser Wissenschaft? Was können wir daraus lernen?

Meine Antwort: Gematria ist eine Methode, welche die Beziehungen zwischen den spirituellen Eigenschaften und den verschiedenen Seelen aufzeichnet. Ähnlich den modernen Aufzeichnungsmethoden für Information. Die Buchstaben stellen Eigenschaften dar, die aus dem System der Signale, welches uns steuert, stammen. Wenn wir die Reihenfolge der Buchstaben als Worte darstellen, dann sehen wir nicht die eigentlichen Worte, sondern eher das Programm, welches die Welt lenkt.

Die Gematria gibt uns ein Beispiel davon, wie wir sein sollten. Unsere gesamte Arbeit liegt darin, dem Schöpfer gleich zu werden.

Dieses Gleichsein kann man nur durch Nachahmung Seiner Handlungen erreichen, so wie ein Kind von den Erwachsenen lernt.

Frage: Die Kabbala spricht von Adam, Eva und anderen Charakteren aus alten Texten. Ich wüßte gerne, wer diese Menschen waren.

Meine Antwort: Es sind innere Kräfte aus der Wurzel der Seele: Die gebende männliche Quelle und die empfangende weibliche. In der Kabbala sind dies die Strukturen von S`A und Malchut. Für mehr Informationen lest bitte Das Buch Sohar.

Frage: Kann man sagen, dass es zwei Formen von Verlangen gibt? Das Erste ist das Verlangen sich selbst zu erfreuen und das Zweite – andere zu erfreuen. Das Erste ist sehr begrenzt und das Zweite ewig und unendlich.

Meine Antwort: Das stimmt!

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die Wahrheit gehört allen
Blog-post: Perfektion ist die Vereinigung des Lichtes mit dem Verlangen
Blog-post: Was ist die Gematria?
Blog-post: Die spirituelle Bedeutung von Namen und Titeln

Die besten Momente aus dem täglichen Kabbala Unterricht – Das Licht

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Bnei Baruch Kabbalalernzentrum – Unterricht findet nun auch in Portugiesisch statt


Das Herbstsemester des Bnei Baruch Kabbalalernzentrums hat begonnen! Zum allerersten Mal werden die Unterrichte in Portugiesisch übersetzt. Danke an alle Freunde, die dies ermöglichten.

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Verwandtes Material:
Kabbala Webseite in Portugiesisch
Seite des portugiesischen Kabbalalernzentrums

Das Buch Sohar enthüllen: Wir sind schwarze Punkte in einem Meer von Licht

Das folgende Gespräch fand statt, als wir „das Vorwort zum Sulam Kommentar“ in der Täglichen Lektion lasen:

Ich bin ein schwarzer Punkt in einem Meer von Höherem Licht. Meine gesamte Existenz ist mit diesem Licht verbunden und ich messe mich daran.

Ich entdecke, dass Er Güte und Geben ist. Umgekehrt bin ich der Empfänger, der alles verschlingen und Ihn ausnutzen will. Ich lerne, dass unser beider Natur, das des Schöpfers und des Geschöpfes, polare Gegensätze sind. Und wenn ich mich mit Ihm vergleiche, dann merke ich, dass wir durch einen Abgrund getrennt sind, weil alles, was in Ihm existiert, in mir als gegensätzliche Form, wie ein Siegelabdruck existiert.

Und ich bin von Scham überwältigt! Er ist das Geben und ist voller Liebe, wohingegen ich nur empfange und voller Hass bin…

Diese Scham ist anders als alles andere, was ich jemals gefühlt habe und es ist das wahre Geschöpf. Noch nie war ich mir so tief bewusst. Ich fange an, Sein Geben für gut und mein Empfangen für böse zu halten.

Doch woher stammt diese Messskala? Im Licht gibt es diese nicht! Das ist das wahre Geschöpf. Es fühlt sich unabhängig und getrennt vom Geber und daher merkt es, dass es sich im Gegensatz zu Ihm befindet.

Das geht solange weiter, bis die Schöpfung dahing gelangt zu spüren, dass sie nicht länger in diesem Zustand verbleiben kann. Sie kann sich nicht länger rechtfertigen, sie vollzieht eine Einschränkung und stößt das Licht von sich.

Dies ist Malchut der Welt von Unendlichkeit, welche darunter leidet, dass sie nicht wie der Schöpfer sein kann – dass sie nicht so lieben kann, wie Er es tut. Darum bringt uns letztendlich die Entwicklung nach der Ersten Einschränkung (Zimzum Alef) zur Liebe – zur gleichen Eigenschaft, wie sie der Schöpfer für uns hat. Alles stammt aus der Handlung der Ersten Einschränkung und in dem Masse, dass die Entscheidung, eine Einschränkung zu vollziehen, das gesamte Universum antreibt und es zur letzten Korrektur führt.

Daher ist das Gefühl der Scham

der „Big Bang“, der Urknall, der das Universum ins Leben rief und seinen ganzen Weg hinunter in unsere Welt und zurück nach oben durchlief.

Die treibende Kraft dieser Entwicklung, die die Wirklichkeit dazu bringt, sich von oben nach unten und von unten nach oben zu entfalten, ist genau das Gefühl der Scham, das von Malchut in der Welt der Unendlichkeit empfunden wurde. Es gibt nichts anderes. Wie der Urknall, aus welchem das Universum geschaffen wurde und welches sich bis heute noch immerfort ausdehnt.

All dies passiert im Malchut der Welt der Unendlichkeit, welche alle vorangehenden Sfirot enthält.

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Der Weg aus dem dunklen Keller heraus ist es, das Licht herein zu bringen

Jemand, der nach spiritueller Entwicklung sucht, fühlt sich, als ob er in einem Keller sitzt, in absoluter Dunkelheit und will daraus entfliehen. Doch er kann nirgends hin. Er muss das Licht in den dunklen Keller bringen, in dem er sich befindet.

Die gesamte Menschheit befindet sich in diesem Keller und jeder Versuch, zu entfliehen, wird bestraft. Doch die Bestrafung kommt nicht sofort. Es scheint, als ob man eine Gelegenheit zur Flucht bekommt, eine Gelegenheit herauszukommen, doch dann kommt unterwegs ein schmerzhafter Schlag. Und das geht so weiter, bis man lernt, die Verbindung zwischen seinen Versuchen zu entkommen und den Schlägen zu erkennen.

Das ist nicht einfach. Wir befinden uns in einem globalen, integralen und begrenzten System, in dem die Bestrafung für ein Vergehen nicht auf der Stelle kommt. Tatsächlich scheint es, als ob die Strafe von einer völlig anderen Stelle aus kommt. Das geschieht uns, damit wir allmählich entdecken, dass das gesamte Universum ein einziges System ist, in welchem wir ewig existieren.

(Aus dem täglichen Kabbala Unterricht)

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Die drei Linien unserer inneren Arbeit verstehen (Fortgeschrittene)

Wir verstehen nicht, wie zwei entgegengesetzte Phänomene zur gleichen Zeit existieren können, wie es möglich ist, zu empfangen und zu genießen und gleichzeitig demjenigen Vergnügen zu bereiten, der mir Genuss gibt. Dies sind gegensätzliche Empfindungen. Wie also können sie kombiniert werden, wenn sie in verschiedene Richtungen streben: eine in meine Richtung und die andere in Seine Richtung? Wie ist es möglich, gleichzeitig von zwei Verlangen Genuss zu empfinden?

In unserer Welt gibt es dazu keine Beispiele, weil sie nur auf einem Verlangen basiert, welches das egoistische Verlangen ist. Jedoch in der spirituellen Welt gibt es ein zusätzliches Verlangen – das Verlangen zu geben und beide Verlangen wirken gemeinsam.

Doch zuerst müssen die beiden Verlangen miteinander kollidieren. Der Wille zu genießen wächst und widerstreitet dem Willen jemandem Vergnügen zu bereiten. Die Harmonie zwischen ihnen entsteht kraft der dritten Linie, die nicht nur eine Verbindung der zwei Verlangen ist – es ist kein Kompromiss, sondern die zwei Verlangen – „für mich“ und „für Ihn“ – werden eins. Der einzige Weg, wie dies stattfinden kann, ist durch die Enthüllung des Höheren Lichts, das einem die Möglichkeit gibt, Gegensätze zu verstehen und sie miteinander zu verbinden.

(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)