Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Zeiten von „im Strom des Lebens dahintreiben“ sind vorbei


In der Einführung zu Talmud Esser HaSfirot schreibt Baal HaSulam über das Verlangen des Menschen, den Sinn des Lebens klar zu verstehen. Er sagt: „Und dennoch bleibt die Frage:’Was ist der Sinn meines Lebens‘ hartnäckig und unerbittlich wie nie zuvor. Manchmal trifft sie uns ungebeten, läßt uns nicht in Ruhe und demütigt uns, bevor wir wieder zum alten Trick zurückgreifen und wie gestern geistlos im Lebenstrom weiterschwimmen.“

Menschen mit kleinen Verlangen sind wie kleine Kinder: Sie wollen Richtlinien. Sie setzen sich Grenzen und leben innerhalb derer, damit sie sich sicher fühlen. Dazu wollen diese Leute, dass ihre Beziehungen einer Hierarchie folgen. Sie wollen wissen, „der steht höher als ich und dieser unter mir, diesen muss ich fürchten und jenen kann ich respektieren“.

Viele Politiker, Psychologen und Soziologen nutzen dies zu ihrem Vorteil, und auch die Religion basiert darauf. Die Geschichte hindurch haben die Menschen die Kräfte der Natur gefürchtet und glaubten, dass diese machtvoller seien als sie. Sie versuchten, die Gegebenheiten abzumildern, indem sie diese Kräfte mit Respekt behandelten, und errichteten folglich besondere Systeme, mit denen sie ihre Einstellung zu den Naturgesetzen zum Ausdruck brachten.

So wurden Religionen geschaffen. Und Religion war gut für die Menschen, weil sie ihnen ein klares Verständnis von dem gab, was von ihnen verlangt wurde. Diese Institution war für alle sehr zufriedenstellend, weil die Menschen sich mit der Religion schützen konnten.

Heute leben wir jedoch in einer gänzlich anderen Zeitepoche. Heute hat der Wille, Genuss zu empfangen, alle Grenzen überschritten, und ob die Menschen nun weltlich oder religiös sind, sie können sich nicht mehr in den bisher gesetzten Grenzen halten. Sie können nicht länger „im Strom des Lebens“ dahintreiben, wie bisher.

In der Vergangenheit führten die Menschen vorbestimmte Handlungen aus, ohne viel darüber nachzudenken oder zu debattieren. Sie handelten auf bestimmte Weise und waren froh darüber, weil sie wussten, dass sie ihr Leben auf die richtige Weise lebten. Heute jedoch können die Menschen von diesem Lebenstil nicht mehr befriedigt sein, weil keine dieser Handlungen ihnen die Antwort auf die Frage gibt: „Wofür lebe ich?“

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Verwandtes Material:
Blog-Post:  Die Religion ist lediglich ein kulturelles System in unserer Welt.
Die gesamte Evolution ist darauf  ausgerichtet uns dazu zu bringen die Höhere Bewusstseinsebene zu erlangen.
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Religion und  ihr Ziel.

Die besten Momente aus dem täglichen Kabbala Unterricht

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Die besten Momente aus dem täglichen Unterricht – Ein Verlangen

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Ein Meer der spirituellen Erfüllung befindet sich direkt vor unserer Nase


Die Erschöpfung, die wir spüren, wurde uns absichtlich von Oben gesandt. Es erscheint uns, als ob es nicht Gutes an der Spiritualität gibt und der heutige Unterricht über genau das Gleiche wie gestern spricht. Und diese Erschöpfung, die wir spüren, wird nur noch größer. Wenn ein Mensch keine Kraft von seiner Umgebung (der Gruppe und den Büchern) erhält, wird er nicht fähig sein, spirituell weiterzukommen.

Doch die größte Kraft kommt daher, dieses Wissen an andere Menschen weiterzugeben. Wenn ihr das tut, werdet ihr erholt und viel stärker aus dem Unterricht kommen, als vorher. Das ist so, weil ihr euch mit den Verlangen vieler Menschen verbindet und ihr miteinander das Material durcharbeitet.

Innerhalb eurer neuen Verlangen, werdet ihr die Welt auf einer tieferen Existenzebene enthüllen und ihr werdet diese Enthüllung als neue Kraft und Energie, als Wiederbelebung eurer Seele erfahren.

Doch wenn ihr keinen Genuss und die Kraft des Lebens vom Unterricht und der Verbreitung verspürt, verbindet ihr euch nicht mit den Verlangen der Freunde. Die Korrektur liegt nur darin, die zerbrochene Verbindung zwischen den Seelen zu einen. Wir müssen korrigieren, was zerbrochen wurde. Sobald wir zu der ersten Verbindung untereinander kommen, werden wir in dem Maße sofort die Höhere Welt empfinden.
Das Licht, das Empfinden der Verbindung, des Gebens und der Liebe, kommt nicht von irgendwoher, sondern es erscheint in unserm Innern, sobald wir diese Eigenschaft erlangen. Diese Eigenschaft kommt vom Schöpfer und umgibt uns.

Tatsache ist, dass wir immer in ein Meer von Licht getaucht sind! Deshalb spüren wir nicht, dass überall um uns herum Wasser ist. Das können wir nur in unserm Glas wahrnehmen. Verbindet also einige Seelen miteinander. Ihr werdet dann ein Gefäß formen und die spirituelle Welt spüren!

Das ist so einfach. Wenn es erst einmal einem Menschen enthüllt wird, ist er verblüfft, weil er erkennt, dass es immer genau vor seiner Nase war und er fragt sich: Warum habe ich das nicht vor zehn Jahren gemacht?

Am Sukkot Fest “Abfall” und “Schatten” zum Bau unserer Seele verwenden


Sukkot ist ein Fest, das für unsere spirituelle Arbeit ein sehr gutes Symbol ist. Es kommt nach der Erkenntnis des Bösen, das an Yom Kippur geschieht. Das heißt, an Yom Kippur versteht ein Mensch das ganze Ausmaß, in dem sein Wille zu genießen, sein Egoismus, seine gesamte Natur, böse ist und dass er keine Chance hat, ihm zu entkommen. Doch diese Erkenntnis kommt als Ergebnis von großer vorausgehender Arbeit.

An Rosh HaShana (Neujahr) entscheidet ein Mensch, mit einem neuen Leben zu beginnen, über seine eigene Natur aufzusteigen, koste es was es wolle, und zur nächsten Stufe aufzusteigen. Doch an Yom Kippur erkennt er jedoch, dass er nicht fähig ist, dieses zu erlangen, denn seine Kelim (Verlangen) sind dafür untauglich. Doch dann versteht er, dass die Spiritualität und das Körperliche untrennbar sind, dass jede höhere Stufe auf der vorherigen Stufe basiert und darauf aufgebaut ist. Es ist nicht so, dass irgendwo eine Art fertige spirituelle Welt auf dich wartet und alles, was du tun musst, aus dieser Welt „dorthin“ zu gelangen, sondern du musst alles, was du auf der jetzigen Stufe besitzt nehmen und es auf eine neue Art ordnen und umgestalten. Auf diese Weise wirst du deine neue Stufe bauen.

Auf unserer jetzigen Stufe besitzen wir sehr Wichtiges, einschließlich aller physischen und spirituellen Dinge. Doch die spirituellen Dinge scheinen uns noch nicht wichtig zu sein, weil wir sie noch nicht genießen können. Geben, sich um den Nächsten kümmern und Liebe zum Schöpfer sind alles Dinge, die uns nutzlos erscheinen, wie Abfall.

Wir sind einverstanden, spirituelle Arbeit zu leisten, doch nur, wenn es dazu ist, mehr Wissen und Verständnis zu erlangen, um für die Arbeit eine Belohnung zu bekommen. Und wir verstehen nicht, dass kraft dieser „unwichtigen“ Dinge ist, dem „Abfall“, den wir über uns emporheben und ihn dazu gebrauchen, ein Dach oder einen Schutz zu bauen, mit denen wir ein neues Kli erschaffen.

Das geschieht, wenn diese Dinge, die mein Verlangen zu genießen für unnötig erachtet, arbeiten, um meinen Egoismus zu bedecken oder zu verhüllen und zu beschwichtigen, indem sie einen Schatten darüber legen. Wenn ich willig bin und mich darüber freue, in diesem Schatten zu bleiben und in meinem Innern das Verlangen zu Geben zu schaffen, dann kommt das Licht des Sukkot Festes zu mir.

Das besondere Licht des Sukkot Festes


Eine Frage, die ich erhielt: Während eines jeden Festes wird ein einzigartiges Höheres Licht enthüllt. Was ist das für ein Licht, das während des Sukkot Festes zu uns kommt und wie können wir es am besten zum voranschreiten nutzen?

Meine Antwort: Jede spirituelle Stufe entspricht bestimmten Lichtern und Verlangen (Kelim), die sich miteinander vereinen. Die Lichter wirken auf das Verlangen und bringen es nach einem bestimmten Programm oder einer Reihenfolge zu einem korrekten Zustand. Die Seelen einer Generation müssen zusammen durch die Korrektur gehen.

Es gibt zwei Arten der Höheren Vorherbestimmung: im Einzelnen und im Allgemeinen. Die allgemeine Vorherbestimmung erweckt Schicht für Schicht Kelim (Verlangen)entsprechend ihrer Stufe. Das geschieht von einer Generation zur nächsten und zwingt die Verlangen zur natürlichen Entwicklung, einem Weg folgend, der „zu seiner Zeit“ – Beito – genannt wird.

Und entsprechend dieser natürlichen Entwicklung der Zeit tritt jetzt ein besonderes Licht in diese Welt ein, das alle Menschen zusammen voranbringt. Das wird als Fest angesehen. Es ist die Reflexion der spirituellen Wurzel in ihrem physischen Zweig.

Außerdem kann ein Mensch, dessen Verlangen nach Spiritualität erwacht, dieses allgemeine Erwachen zu seinem Vorankommen nutzen. Das ist sehr effizient, weil es eine riesige Menge Verlangen gibt, die Sukkot feiern, zumindest auf symbolische Weise als Tradition.

Wenn wir diesem allgemeinen Erwachen unsere Absichten hinzufügen, werden wir damit einander helfen.

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Wer ist in einer kabbalistischen Gruppe dein Freund?

Eine Frage, die ich von einem meiner Studenten erhielt: Sie sagen, dass man seinen Freund in der Gruppe als Kind behandeln soll, mit Liebe und ohne ihn zu verurteilen. Wir müssen uns zu einer höheren Stufe des Verständnisses erheben und erkennen, dass es das Wichtigste ist, unsere Freunde mit der Regel „Liebe deinen Freund wie dich selbst“ zu behandeln.

Aber bedeutet das, dass wir Beleidigungen durch unsere „Freunde“ ignorieren müssen und sie nicht tadeln sollen, selbst wenn ihre Handlungen uns moralisch und physisch schaden? Jedesmal, wenn mir dies geschieht, möchte ich die Situation klären und ich habe das Gefühl, dass diese Person nicht mein Freund ist. Oder soll ich mich in solchen Fällen von dieser Person distanzieren, um die negativen Gefühle zu vermeiden, auch wenn wir beide Kabbala studieren?

Meine Antwort: Rabash hat geschrieben, wenn du aufrichtig versuchst, die Situation mit dieser Person zu klären und deine Versuche scheitern, dass du sie alleine lassen und so handeln sollst, als ob du sie nicht bemerkst. Du musst warten, dass die Person sich entwickelt und wenn das der Fall ist, wird sie dein Freund werden. Wenn du diese Einstellung behältst, wird dir das helfen!

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Verwandtes Material:
Blog-post: Der Hass und das Böse sind Widerspiegelungen unserer inneren Zustände
Blog-post: Der Zweck unserer Abhängigkeit und Entfremdung
Baal HaSulam Artikel: „Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu Geschöpfen“

Die Krise ist ein Aufruf, uns über diese Welt zu erheben

Die gegenwärtige Situation in der Welt ist die, dass wir zur größten Tiefe der Leiden und Probleme absteigen können, bis nach vielen Schlägen unsere Sinne und unser rationaler Wille uns zeigen werden, dass das eine Sackgasse ist.

Jedoch können wir sofort beginnen zu verstehen, dass dieser Abstieg uns gegeben wird, um aufsteigen zu können. Uns wird gezeigt, dass die Krise, die uns gegenwärtig von unserer früheren Erziehung, Geld, Ehre und Macht wegreißt, diese Welt in einen Abgrund stürzt. Infolgedessen werden wir aufgerufen, uns über die Krise zu erheben, anstatt hier nach einem Leben ohne Sorgen zu suchen.

Deshalb wird uns als Individuen, wie auch der ganzen Welt, das Leiden als eine Hilfe gesandt, um uns von der Vergangenheit loszureißen. Innerhalb des sich daraus ergebenden leeren Raumes werden wir zum Wunsch gelangen, den Schöpfer fühlen zu wollen (BO-RE, komm und siehe), der Eigenschaft des Gebens. Wir werden diese Eigenschaft fühlen wollen, um in diesen leeren Raum innerhalb des Gefühls der Finsternis einzutauchen, mit dem Wunsch, dass die Eigenschaft des Schöpfers uns füllen möge.

Anderen zu geben, ist die vollkommene Erfüllung

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn die Welt einen Punkt erreicht, wo jeder den durchschnittlichen Lebensstandard haben wird und keiner außerhalb dieses Standards lebt, was wird dann die Leute antreiben, sich weiter zu entwickeln? Was wird Leute veranlassen, in ihrer Entwicklung voranzuschreiten?

Meine Antwort: Wenn eine Person Vergnügen darin fühlt, anderen zu geben, wenn sie fühlt, dass durch die Verbindung mit anderen, sie ein einziges Gefäß erschaffen, innerhalb dessen sie die Höhere Kraft (den Schöpfer) fühlt, dann wird die ständig anwachsende Kenntnis des Schöpfer, die sie fühlt, ihre Absicht und Belohnung sein. Wenn eine Person die „menschliche“ Stufe in sich erbaut, indem sie anderen gibt, korrigiert sie ihre Einstellung zu ihnen, und das gleicht sie dem Schöpfer an. So steigt sie entlang der 125 spirituellen Stufen zur Endkorrektur.

Wenn sie spirituell aufsteigt, fühlt sie Befriedigung und Erfüllung, und kommt so dem Schöpfer näher. Die Erfüllung, die sie davon wahrnimmt, ist vollkommen. Sie ist nicht temporär und vergänglich, sondern ewig. Sie erfüllt eine Person vollständig, ohne eine Leere zu hinterlassen. Außerdem gewinnt man unaufhörlich neue Möglichkeiten für noch größere Arten der Erfüllung.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Genieße deine Liebe für andere
Blog-post: Eine Studie mit den „Großzügigkeit-Pillen“ gibt einen Hinweis auf die Quelle der vollkommenen Erfüllung
Blog-post: Das Leben, das Ziel und die Seele
Baal HaSulam Artikel: „Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu Geschöpfen“

Die besten Momente aus dem täglichen Kabbala Unterricht – Er hat das Böse erschaffen

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