Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Allgemein'

Das Coronavirus verändert die Realität, Teil 8

In Zeiten globaler Probleme

Frage: Beeinflusst das Virus nur die belebte Ebene, unseren biologischen Körper, damit wir unsere Haltung auf der „menschlichen“ Stufe, d.h. auf der spirituellen, mentalen Stufe, ändern können?

Antwort: Ja. Tatsache ist, dass die höchste Verbindung zwischen Menschen eine emotionale ist – ihre gegenseitigen Beziehungen untereinander und die Absichten einer Person zu einer anderen.

Wenn diese Absichten gut sind und auf Verbindung abzielen, gelangt die Natur zu ihrem absoluten integralen Zustand, und dann verläuft selbstverständlich alles reibungslos. Menschen sehen den Beistand der Natur nur, soweit ihre Handlungen gut sind.

Wenn sie jedoch immer egoistischere Beziehungen zueinander aufbauen, um auf Kosten anderer zu profitieren und sogar anderen zu schaden, dann manifestiert sich die Natur ihnen gegenüber offensichtlich in umgekehrter Weise.

Hier kommen alle möglichen biologischen Probleme ins Spiel, wie dieses Virus. Es können aber auch Umweltprobleme, Kriege oder alles Mögliche auf jeder Stufe – der unbelebten, pflanzlichen, belebten oder menschlichen – sein.

Das Wichtigste ist, sich zu zerstreuen. Wie es geschrieben steht: „Vertreibe die Bösen; besser für sie und besser für die Welt“. Die Menschen halten einen gewissen Abstand voneinander, um nach und nach die richtige Schlussfolgerung zu ziehen und sich wieder zu verbinden. Aber auf eine gute Art und Weise.

Frage: Die Natur hat uns also gewaltsam integriert, und isoliert uns nun irgendwie durch Katastrophen voneinander? Sagen Sie das im Sinne der Kabbala, dass sie uns auf diese Weise beeinflusst?

Antwort: Genau. So hat es sich im Verlauf der Menschheitsgeschichte, beginnend mit der Sünde Adams, zugetragen. Da gab es ein einziges System, das dann in viele Teile zerbrach. Jetzt müssen wir sie durch richtiges Zusammenwirken wieder miteinander verbinden.

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Immer mit mir – Teil 61

Wir kaufen eine Schreibmaschine

Als ich sah, dass RABASH nicht mehr aufhören würde, überredete ich ihn, eine Schreibmaschine zu kaufen. Ich erklärte ihm, dass seine Handschrift unleserlich sei, und er stimmte sofort zu. Wir gingen nach Tel Aviv, in einen Laden, und RABASH probierte alle Maschinen selbst aus, war wie Kind leidenschaftlich daran interessiert. Wieder zu Hause angekommen, setzte er sich sofort hin und begann zu schreiben. Von nun an hat sich unser Zeitplan nie geändert. Gleich nach dem Spaziergang im Park zu Hause angekommen, machte ich ihm Kaffee. Er ging nach oben in seine Wohnung und setzte sich hin um zu schreiben. Ich blieb unten, hier war es dunkel und kühl, ich öffnete das Buch und wartete.                    

Ich hörte zu, bis das erste Klopfen der Schreibmaschine von oben zu hören war.

Auch jetzt höre ich es, während ich diese Zeilen schreibe, manchmal höre ich es, wenn ich Artikel lese, es ist besser für mich wie jede Musik – Kabbalistische „Musik“ von RABASH – „Tuk-tuk, Tuk-tuk…“.

RABASH tippte mit einem Finger, die Fehler hat er mit „Tipp ex“[1] übermalt, es war ein Prozess, dem er seine volle Aufmerksamkeit schenkte. Praktisch nach jedem Wort setzte er ein Komma, als ob er seinen Zustand vermitteln würde. Als ob er sagen wollte, dass jedes Wort von ihm nicht einfach so geschrieben wird, und es ist notwendig, es zu fühlen, zu reflektieren, nicht in Eile zu lesen. So ist ein Artikel von sieben oder acht Seiten in einer Woche entstanden.

Es verging einige Zeit und wir kauften eine elektrische Maschine…. RABASH ist auf den Geschmack gekommen. Er hat seinen Zeitplan nie geändert. Es hatte in sich in all den Jahren so viel angesammelt, dass er keine Pause machen konnte, er beeilte sich.

[1] Tipp ex ist eine spezielle weiße Tinte für die Textbearbeitung.

 

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Fortsetzung folgt…

Neues Leben 1200 – Kommunikation in Beziehungen

Neues Leben 1200 – Kommunikation in Beziehungen
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

Anstatt andere zu beschuldigen, niederzumachen oder zu konfrontieren, müssen wir einen Weg finden, so zu kommunizieren, dass der Andere es annehmen kann. Wir wollen immer Recht haben, aber wenn man einer verärgerten Person etwas zugesteht, entwaffnet man sie sofort. Jeder Kampf kann mit einem Kuss beendet werden. Auch Kinder müssen die Möglichkeit haben, all ihre Emotionen auszudrücken, einschließlich Wut. Andere so zu nehmen,  wie sie sind, ohne sie verändern zu wollen ist wichtig, Stattdessen sollte man sich darauf konzentrieren, sich selbst zu verändern.

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Aus KabTVs „New Life 1200 – Kommunikation in Beziehungen“, 16.01.20

Der Hass der Kinder gegenüber ihren Eltern

Frage: Eines der Probleme unserer Zeit: Kinder hassen ihre Eltern. Es gibt sehr viele  solcher Fälle! Kinder lassen ihre Eltern allein, sie vergessen sie einfach. Diese unglücklichen Eltern sterben dann in kompletter Einsamkeit, obwohl sie viele Kinder haben. Und so ist es überall auf der Welt. Warum geschieht dies?

Antwort: Wir steigen von der Ebene des tierischen Egoismus auf die Ebene des spirituellen oder anders ausgedrückt, menschlichen Egoismus auf. Aber mit „menschlichem Egoismus“ ist bereits die spirituelle Ebene gemeint, die es in unserer Welt nicht gibt.

Deshalb verlieren wir die tierische Verbindung, die es früher zwischen uns gab, als die Eltern noch mit den Kindern zusammenlebten, eine Braut oder einen Bräutigam mitbrachten oder zum Bräutigam zogen usw. Damals war alles  eine einzige Haushaltsführung.

Frage: Könnten sie im selben Haus wohnen?

Antwort: Ja, sogar im selben Raum. Alles war so einfach. Heute ändert sich alles, weil sich in unserer Welt der Egoismus verändert.

Frage: Meinen Sie, dass der Egoismus es früher noch zugelassen hat?

Antwort: Ja, das ist tierischer Egoismus. Und jetzt beginnt er zu wachsen. Er beginnt, uns auf die nächste Entwicklungsstufe zu drängen. Deswegen verstehen wir die tierische Existenz nicht mehr. Unsere Kinder verstehen das ganz sicher nicht.

Sie befinden sich in einem solchen Zustand, dass sie nicht verstehen, wozu die Bindung an die Eltern notwendig ist. Es sei denn, sie sorgen sich ein Leben lang um mich. Warum haben sie mich also in die Welt gesetzt? Solange sie leben, müssen sie also an mich denken. Oder sie machen das nicht, dann halt nicht. Ich verlasse sie dann, das ist alles.

Frage: Wie kann ein Kind in Bezug zu seinen Eltern so fühlen?

Antwort: Es fühlt das nicht.

Frage: Fühlt es keinen Schmerz, fühlt es gar nichts?

Antwort: Es fühlt nichts! Weil es über den tierischen Egoismus hinausgewachsen ist und keine Verbindung zu seinen Eltern fühlt, dass es ihnen helfen, sie versorgen, an sie denken muss und so weiter. Erfinden Sie keine Dinge, die es nicht gibt. Dies wird nicht mehr wiederkommen.

In letzter Zeit flaute das alles ab, und heute gibt es dies nicht mehr. Wenn Sie also den Kindern helfen, werden sie gebraucht. Sie werden ihnen dann nahestehen. Und wenn Sie aufhören, ihnen zu helfen, brauchen sie Sie nicht mehr. So funktioniert das.

Bemerkung: Das Einzige, was mich im Moment verwirrt, dass Sie alles verallgemeinern. Es gibt doch auch normale Beziehung.

Antwort: Ich spreche von der Tendenz der Natur! Deswegen verallgemeinere ich.

Frage: Wie geht es weiter?

Antwort: In unserer Generation können die Eltern noch etwas geben: eine Richtung geben, ein Erbe hinterlassen, usw. Aber in der nächsten Generation wird es hier bereits eine Lücke geben.

Es wird eine solche Beziehung zwischen Eltern und Kindern geben, dass, wenn sie die gleichen spirituellen Ziele haben, sie dadurch dadurch irgendwie verbunden sein werden. Und wenn nicht, werden die Menschen ihre Eltern vollkommen vergessen. Und ehrlich gesagt, werden auch Eltern nicht unbedingt an ihre Kinder denken.

Frage: Woran werden denn die Eltern denken?

Antwort: Darüber, wie man Zeit in Frieden mit seinen alten Freunden, oder Freundinnen verbringen kann.

Frage: Oder mit Hunden, Katzen…?

Antwort: Ja, es wird viele unterschiedlichen Spielklubs geben, zum Beispiel Dominosteine legen oder so etwas.

Frage: Was ist hier also gut?

Antwort: Nichts ist hier gut! Ein Mensch muss einfach erkennen, wie er heute mit anderen Menschen verbunden sein muss. Das ist ein komplett anderes System – kein System von tierischer, irdischer Verbindung.

Frage: Ist dies kein Eltern-Kind-System?

Antwort: Das ist ein System, in welchem die Eltern und Kinder jeder für sich ein gemeinsames Ziel für alle entdecken. Dann verbindet sie dieses Ziel miteinander.

Frage: Was für ein Ziel ist das?

Antwort: Dieses Ziel besteht darin, den Sinn des Lebens zu verstehen, sowohl für Eltern, als auch für Kinder und Enkelkinder. Es ist immer dasselbe Ziel. Wenn sie es enthüllen, sich daran binden, dann haben sie das Bedürfnis, miteinander verbunden zu sein und sich gegenseitig dabei zu helfen.

Frage: Von welchen gemeinsamen Lebensziel sprechen Sie? Wenn Eltern und Kinder das gleiche Ziel haben…

Antwort: Dann können Eltern ihre Kinder zum richtigen Ziel lenken. Dann wird die Verbindung zwischen ihnen sowohl irdisch als auch spirituell sein – um den Schöpfer zwischen ihnen zu offenbaren.

Frage: Was ist die Offenbarung des Schöpfers?

Antwort: Die Offenbarung des Schöpfers ist die Offenbarung der gegenseitigen Verbindung und Liebe.

Frage: Nur zwischen ihnen?

Antwort: In erster Linie.

Frage: Offenbaren Kinder und Eltern dann diese Kraft gemeinsam in dieser Zelle?

Antwort: Ja.

Frage: Wollen sie sie jetzt nicht enthüllen?

Antwort: Sie tun es nicht. Hat ihnen jemand davon erzählt? Wer hat sie dazu gebracht?

Frage: Setzt also ihre natürliche Verbindung nicht voraus, dass ihnen jemand davon erzählen wird?

Antwort: Natürlich nicht.

Bemerkung: Sie sind heute hart.

Antwort: Ich bin nicht hart. Das ist es, was in der Welt offenbart wird. Bin ich hart?! Ihr seid diejenigen, die die Welt so hart gemacht habt!

Bemerkung: Diese Wahrheit, von der Sie jetzt erzählen… Ich kann mir vorstellen, wie viele Kommentare es geben wird.

Antwort: Ich bin dafür, diese Wahrheit nicht zu verbergen. Sogar im Gegenteil, man muss sie aufzeigen, damit die Menschen sehen können, in welchem erbärmlichen Zustand sie sich befinden und wohin er sie führt.

Frage: Welche Schlussfolgerung sollte ein Mensch nach Ihren harten Worten ziehen – dass es eine Kluft zwischen Eltern, Enkelkindern und Kindern geben wird, und das dies natürlich ist?

Antwort: Wenn sie kein gemeinsames Ziel finden, dann verbindet sie nichts miteinander. Nichts!

Frage: Sie appellieren also an sie, ein gemeinsames Ziel zu suchen?

Antwort: Ja!

 Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 06.01.2020

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Das Coronavirus verändert die Realität, Teil 7

Können sich Menschen, die mit dem Plan der Natur Schritt halten, mit dem Coronavirus infizieren?

Frage: Tausende Menschen haben sich in Israel am jüngsten Kabbala-Kongress vereinigt. Unmittelbar danach begann der weltweite Ausbruch des Virus. Wir haben uns verbunden und blicken auf die Geschehnisse. Haben wir das verursacht?

Antwort: Nein, wir haben dies nicht verursacht. Erstens begann der Ausbruch schon vor dem Kongress; jedoch war alles noch nicht so offensichtlich.

Wir waren sicher, dass den Kongress Teilnehmern nichts passieren würde. Da sich weltweit Zehntausende Menschen miteinander physisch und virtuell dank guter Bemühungen verbanden, bestand hier keine Gefahr.

Ich bin überzeugt, dass keiner unserer Freunde, unabhängig davon, wo sie sich befanden und wohin sie gingen, um an Spiegel Kongressen teilzunehmen, krank wurde. Es traten bei niemandem Probleme auf.

Wie hätte es auch Probleme geben können, wo wir uns doch versammelt hatten, um noch bessere Verbindungen zwischen uns herzustellen. Wir bewegen uns gemeinsam nach dem Plan der Natur; deshalb können wir nicht von einem Virus befallen werden, der egoistische Verbindungen zwischen Menschen, Gesellschaften und Ländern angreift.

Frage: Lässt sich daraus folgende Formel ableiten: Menschen, die lernen werden, sich richtig miteinander zu verbinden, werden von diesem Virus nicht befallen werden?

Antwort: Ja. Darauf kann ich Ihnen mein Wort geben. Wir müssen nur verstehen, dass dies nicht zu 100% der Fall ist, da es auch Einzelfälle gibt, die wir analysieren müssen, um zu sehen, warum es in unseren Reihen geschehen ist. Ich glaube jedoch nicht, dass wir von einer Vielzahl von Kabbalisten hören werden, die von diesem Virus befallen sind. Das ist unmöglich. Wir werden einfach zusehen und abwarten..

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Wie nutzen wir das Corona Virus am besten?

Frage: Wie sollten wir mit der wachsenden Angst vor den zu erwartenden Folgen des Coronavirus umgehen, wenn wir keine Arbeit mehr haben, um den Lebensunterhalt zu verdienen? Wie hängt dies mit der spirituellen Verbindung zusammen?

Antwort: Sie werden keine Probleme haben, da dies nicht nur Ihr Problem ist, sondern das von vielen Millionen oder sogar Milliarden Menschen auf der Welt. Deshalb macht es keinen Sinn, sich Sorgen zu machen.

Es werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, damit die Menschen über die Runden kommen. Es ist nicht vergleichbar mit dem Leid, das durch Kriege oder Hungersnöte auftritt. In Wahrheit ist die Krise nicht so dramatisch. Wie viele Todesopfer hat das Coronavirus bisher gefordert? Eine kleine Menge. Wir können also damit umgehen.

Allerdings müssen wir solche Zustände als Hinweis auf unsere „getrennte“ Gesellschaft betrachten. Wenn wir versuchen, das Trennende zwischen uns zu überwinden, dann machen wir aus diesem Virus etwas Gutes. Dann wird es seine „gute Tat“ vollbringen: Anstatt die Verbindungen zwischen uns zu zerstören, wird es sie produktiver, liebevoller, korrekter und menschlicher machen.

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Neues Leben 1199 – Wie man auf Menschen zugeht

Neues Leben 1199 – Wie man auf Menschen zugeht
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

Ein Kabbalist ist ein Experte im Umgang mit Menschen. Er findet in sich selbst eine Gemeinsamkeit zum Anderen und gibt ihm das Gefühl, ihn zu verstehen, zu kennen und stimmt ihm zu, damit der andere sich öffnen kann. Ein Kabbalist hört mit Interesse zu, weiß, was der andere hören will und drückt Freude über die Beziehung aus. Ein Kabbalist zeigt, dass sein Herz offen ist, den anderen zu empfangen.

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Aus KabTVs „New Life 1199 – Wie man auf Menschen zugeht“, 16.01.20

Immer mit mir – Teil 60

Er weis das!

Es war noch zu Beginn meiner Studienzeit als wir durch die Straße gingen und ich fragte ihn über das Böse, da ich von irgendwelchen Ungerechtigkeiten beeindruckt war.

– Wie böse ist die Welt!

– Ist sie es wirklich?! – antwortete er.

– Immerhin, – sagte ich, – Morde, Raub, Gewalt, die Welt ist voll von all diesem Ekel.

 Und er läuft weiter und wirft nebenbei hin:

–  Ich habe das alles schon durchgemacht.

Ich erinnere mich als ich anhielt und fragte:

– Was haben Sie durchgemacht?

– Ich war ein Mörder, ein Dieb und noch schlimmer, –

sagt er.

Ich schaue ihn an und scanne unbewusst. Ein alter Mann steht vor mir, klein von Wuchs, der sein ganzes Leben mit einfachen Arbeiten verbrachte, in einer religiösen Umgebung lebte und mit seinem Vater Baal Sulam untrennbar verbunden war. Und plötzlich sagt er mir, dass er alles in seinem Leben durchgemacht hatte. Ich schaue ihn an und denke: was hatte er durchgemacht, was hatte er außer seiner Welt gesehen, indem er praktisch nirgendwo hingefahren ist und niemanden kennengelernt hat… Er verstand meinen Blick, erklärte aber nichts.

Erst dann wurde mir klar, wie primitiv alle meine Gedanken und Vergleiche waren, dass ich es war, der nirgendwo hingefahren war, obwohl ich in viele Länder gereist war, – ich hatte nichts gesehen, hatte mit meinem Hochschulabschluss, Biokybernetik und Tonnen von Literatur, die durch mich durchgegangen waren, nichts erfasst. Und er, RABASH, hatte alles erfasst.

Er offenbarte einen solchen Egoismus in sich selbst, in dem er sich als Mörder, Vergewaltiger und Dieb fühlte, alles in der Welt, gut, schlecht, schrecklich – all das war in ihm. Später erklärte er mir mehrmals, dass in einem Menschen, der sich ernsthaft mit der spirituellen Arbeit befasst, die ganze Menschheit auftaucht. Er akzeptiert alle Nachteile, Fehler und Verstöße der anderen als seine eigenen.

– Schließlich muss man die gemeinsame Seele vor sich sehen, – sagte er, – und wenn man die Fehler der Welt sieht, hat man kein Recht, aufzuhören. Du musst dich an der Korrektur beteiligen, dich wie ein Sünder, ein Dieb, ein Mörder zu fühlen. In dir selbst einen Richter „ausgraben“, egal was dein Vergehen ist. Und dadurch den Schöpfer rufen um sich selbst zu richten und zu korrigieren. Wenn du zu diesem Punkt kommst, dann hast du das Problem gelöst. Und so ist jedes Mal.

All diese Reflexionen, Gefühle, Entdeckungen hat RABASH in seine Artikel aufgenommen. Deshalb sind sie unschätzbar.    

[# 245451]

Fortsetzung folgt…

Schicksal und die Wurzel der Seele


Frage: Sie sagen, dass alles, was man in jeder Reinkarnation erlebt, aus der Wurzel unserer Seele stammt. Mein ganzes Leben lang, und besonders in meiner Kindheit, habe ich mich gefragt: „Warum nehme ich wohl die Welt durch meinen Körper und nicht durch den eines anderen wahr?“ Die Antwort darauf ist – weil ich meine Seelenwurzel besitze. Wieso habe ich aber die Wurzel der Seele, die mir gegeben wurde? Wenn ich eine andere Seelenwurzel hätte, dann würde ich die Wirklichkeit anders wahrnehmen. Ich verstehe, dass der Schöpfer nichts zufällig geschehen lässt. Daher denke ich, dass meine Frage gerechtfertigt ist und auch eine Antwort hat.

Meine Antwort: Die Urseele von Adam zersplitterte in viele Teile, die Bnei Adam (die Söhne Adams, das hebräische Wort für „Menschen“) genannt werden. Jeder Teil dieser zersplitterten Seele steigt herab, wobei sich seine Eigenschaften verschlimmern, bis hinunter zum niedrigsten Grad, unserer Welt, wo er sich als physischer Körper mit einer Welt um sich herum wahrnimmt. Diese Wahrnehmung ist die am weitesten abgewandte vom Schöpfer und sie ist fix (dauerhaft) – sie kann nicht korrigiert werden.

Es gibt jedoch einen „Punkt im Herzen“ – ein Verlangen, das aus allen heraustrat, das korrigiert und hinauf bis zu seiner Wurzel in Adam erhoben werden kann. „Der Körper“ ist das niedrigste Verlangen und er durchläuft Lebenszyklen, um den Zustand zu erreichen, in dem es einem Menschen möglich wird, mit der Entwicklung dieses „Punktes im Herzen“ zu beginnen. Jeder „Punkt“ von Adam entspricht einem bestimmten „Körper“ mit seinem eigenen Schicksal.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Seele ist der Teil unseres Verlangens, der dem Schöpfer ähnlich ist
 

Neues Leben 1196 – Verbote in der Tora verstehen

Neues Leben 1196 – Verbote in der Tora verstehen
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Die Tora bezieht sich nicht auf diese Welt und daher ist es unmöglich, sie richtig zu verstehen, ohne die Höhere Welt zu entdecken. Alle Verbote in der Tora sind Auslegungen des egoistischen Gebrauchs der spirituellen Welt in der Sprache dieser Welt. In Wirklichkeit ist die Tora nicht einschränkend oder straforientiert. Ihr Zweck dient der Umformung eines Menschen, damit er so liebevoll wie die Höhere Kraft wird. Die Vollendung dieser Korrektur wird Schabbat genannt, die die letzte Stufe der menschlichen Entwicklung darstellt.

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Aus KabTVs „New Life 1196 – Verbote in der Tora verstehen“, 31.12.19