Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Allgemein'

Wenn die Fragen des Pharao keine Ruhe geben

Eine Frage, die ich erhielt: Was soll ich mir selbst antworten, wenn die Fragen des Pharao keine Ruhe geben?

Meine Antwort: Ein religiöser Mensch wird von diesen Fragen nicht gequält, er gibt sich damit zufrieden, dass er beim Studium der Tora Wissen erwirbt.

Derjenige aber, der Kabbala studiert, überprüft ständig: Wozu mache ich das, wo befinde ich mich, wann erreiche ich das Schöpfungsziel? – Das heißt, er befindet sich ständig in einer inneren Analyse.

Auch die Umgebung, die neben ihm existiert, befindet sich in den gleichen Klärungen und beeinflusst ihn.

Und zwar nicht nur Menschen, die ihn unmittelbar umgeben, sondern die gesamte Weltgemeinschaft, Tausende von Menschen, die weltweit Kabbala studieren und in eine Richtung denken.

Sie bewegen sich alle synchron, als ob sie von einem starken Wind oder von Tsunami-Wellen, die eine nach der anderen kommen, getragen würden.

Deshalb entstehen in jedem diese Fragen: „Wer?“ – „Wer ist der Schöpfer, auf dessen Stimme ich hören soll?“ Für wen tue ich das alles?

Und „Was?“ – „Was bringt mir diese Arbeit?“ – d.h., wozu tue ich das alles? Um das Geben zu erlangen? Doch was bringt mir das?

Das sind Fragen des Pharao, unseres Egos, und sie sind sehr richtig und berechtigt. Im Buch Sohar steht geschrieben, dass der Pharao der Klügste unter allen war, dass in Ägypten die größte Weisheit konzentriert war.

Der Pharao verkörpert das ganze spirituelle Gefäß, das ganze vom Schöpfer erschaffene Verlangen. Deshalb, wenn der Schöpfer den Menschen (Moshe und das Volk Israel) Sich näherbringen will, sagt Er: „Lass uns zum Pharao gehen!“

Woher sonst erhältst du Verlangen, wie enthüllst du, wer du bist? – Nur wenn du zum Pharao kommst! Der Schöpfer sagt: „Ich selbst gehe mit dir“.

Als ob du keine Wahl hättest, mußt du dich an den Pharao wenden und von ihm die Kräfte des egoistischen Verlangens erhalten, ohne welches es unmöglich ist, voranzukommen.

Woher sonst erhält man die Weisheit? – Nur von dem Pharao, dem Licht der Weisheit, dem Licht Chochma, welches in diesen Verlangen enthalten ist.

Deshalb ist es gut, wenn in uns die Fragen des Pharao aufkommen, wir müssen nur mit ihnen arbeiten.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 03.08.2010

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Lasst uns den Empfänger auf die Frequenz des Gebens einstellen

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ein paar Menschen eine Gruppe gründen und sich untereinander verbinden, wie können sie dieses Gefühl der Verbindung später in der ganzen Welt verbreiten?

Meine Antwort: Mir genügt es, durch meine kleine Gruppe die Eigenschaft der Verbindung, des Gebens und der Liebe zu erlangen. Und wenn ich über diese Eigenschaft verfüge, wende ich mich an die große Welt, ich sehe sie vereint.

Denn wenn ich aus mir zu einem Menschen herauskommen kann, werde ich aus mir zu allen und zum Schöpfer herauskommen können. In mir entsteht ein Organ der Wahrnehmung der äußeren Welt (der Schirm und O“CH), durch welches die Welt in meinen Blickwinkel gerät.

Deshalb, wenn ich jetzt über einen bestimmten Egoismus verfüge, merke ich nur das, was meinem Ego entspricht. Und das, was meinem Egoismus nicht gefällt oder uninteressant für ihn ist, sehe ich einfach nicht.

Es gibt sehr viele Sachen auf der Welt, die ich nicht erkenne. Es gibt ein ganzes Universum, riesig und hoch, die spirituelle Welt, doch ich erkenne sie nicht.

Ich habe einfach nicht dieses Wahrnehmungsorgan, ich spüre die spirituelle Welt nicht, sie fließt an mir vorbei! Sie ist hier und jetzt, doch ich sehe sie nicht.

Ich muss ein neues Wahrnehmungsorgan – das Gefühl der Liebe und des Gebens – erlangen, dann werde ich das Geben und die Liebe, die die Welt ausfüllen, spüren. Genau das nennt sich Schöpfer.

Wenn ich eine solche – wenn auch die kleinste – Empfindung bekomme, werde ich im gleichen Maße einen Teil der spirituellen Realität spüren.

Das bedeutet, dass ich auf die erste spirituelle Stufe aufgestiegen bin. Später werde ich meine Wahrnehmung ausdehnen, die Fähigkeit des größeren Gebens und der größeren Liebe erlangen und mehr spüren.

Je größer mein spirituelles Gefäß, mein Wahrnehmungswerkzeug, ist, desto mehr spüre ich die spirituelle Welt. Auf diese Weise durchlaufe ich 125 Stufen und erreiche nach und nach die volle Wahrnehmung der Eigenschaft des Gebens.

Das bedeutet, dass ich die Gesamtkorrektur meines spirituellen Gefäßes erreicht habe und die ganze Realität, den ganzen Schöpfer, die ganze Kraft des Gebens und der Liebe, die es nur gibt, darin wahrnehme.

Ich spüre diese Kraft, und sie erfüllt mich. Wir, Er und ich, sind jetzt zusammen. Und mit dieser neu erlangten Eigenschaft, mit diesem Sinnesorgan, nehme ich die jetzt erweiterte Realtität wahr.

Deshalb können wir uns jetzt, solange wir über diese Eigenschaften des Gebens und der Liebe nicht verfügen, nicht beklagen, dass wir die spirituelle Realität nicht wahrnehmen.

Diese Realität befindet sich hier und jetzt! Sie verbirgt sich nicht irgendwo weit weg, an einem anderen Ort ich nehme sie einfach nicht wahr, enthülle sie nicht, sehe sie so, als ob ich die Brille abgenommen und dadurch die Fähigkeit verloren hätte, Bilder zu erkennen. Die ganze Welt ist für mich verschwunden, sie existiert in Bezug auf mich nicht.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 25.06.2010

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Darum wirst du Mensch heißen…

Es steht geschrieben: „Ich erschuf den bösen Trieb und ich erschuf die Tora als Mittel zu dessen Korrektur, denn das Licht, das in ihr enthalten ist, führt zu seiner Quelle zurück“.

Von der Seite der Schöpfung nehme ich meinen Egoismus, mein Übel, und von der anderen Seite, vom Schöpfer, die Kraft des Gebens, das Licht, und aus diesen beiden Komponenten baue ich eine neue Konstruktion auf, die „Mensch“, Adam, d.h. dem Schöpfer „ähnlich“ (dome), genannt wird.

Dort im Inneren sitzt mein Egoismus, doch von außen ist er dem Geben ähnlich, d.h., innen ist das Empfangen und außen das Geben. Deshalb wird diese Handlung als „Empfangen um zu geben“ und eine solche Arbeit als Arbeit in drei Linien, der rechten, der linken und der mittleren, bezeichnet.

Die Rechte und die Linke steigen von oben, vom Schöpfer, ab, und die Mittlere steigt von unten nach oben, vom Menschen, auf.

Über die linke Linie steht geschrieben: „Ich erschuf den bösen Trieb“, über die Rechte: „Und ich erschuf die Tora als Mittel zu dessen Korrektur“, und über die Mittlere: „Denn das Licht, das in ihr enthalten ist, führt zur Quelle, zum Guten, zurück“ – und du wirst genauso gut wie Ich sein.

Ich bin gut und tue Gutes, darum wirst auch du Mensch heißen – dem Schöpfer ähnlich!

Aus dem Sohar-Unterricht vom 30.07.2010

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Sich selbst von der Seite aufmerksam studieren

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet Freiheit? Freiheit wovon? Und wodurch wird sie erreicht, wenn alles durch strenge Gesetze bestimmt wird, sowohl in dieser Welt als auch in der spirituellen?

Meine Antwort: Freiheit kann nur Freiheit vom eigenen Egoismus bedeuten. Ich will, dass das höhere Licht kommt und anstelle des Egoismus Macht über mich ausübt. Ich empfinde entweder die Macht des Egoismus oder die Macht des Altruismus als unabdingbar – eins von beiden.

Es gibt zwei Arten der Natur: die Natur des Unteren, das Empfangen, und die Natur des Höheren, das Geben, und beide sind sie vorbestimmt und wirken nach unabänderlichen Gesetzen.

Die einzige freie Handlung besteht darin, sich von einer Natur, der egoistischen, in die andere, die altruistische, zu erheben! Das heißt, sich der Macht der Gesetze des Egoismus, des Empfangens, zu entledigen und die Macht der Gesetze des Gebens anzunehmen.

Wir werden noch nicht einmal unsere ursprüngliche Natur begreifen können, solange wir keine zweite, altruistische, Natur bekommen haben.

Denn im Moment sind wir wie in einer Ebene gefangen, und wenn wir innerhalb dieser Ebene bleiben, werden wir sie niemals verstehen.

Ihr seht, wie viele Fehler wir machen. Jahrtausendelang entwickelten wir uns in unserer einzigen egoistischen Natur, und noch nicht einmal sie können wir erfassen.

Denn wir befinden uns innerhalb von ihr, um jedoch etwas zu verstehen, braucht man etwas Anderes, Entgegengesetztes, zum Vergleich.

Wenn wir über eine zweite Natur, die Natur des Gebens, verfügen würden, könnten wir beim Vergleich zwischen ihr und dem Egoismus begreifen, was Empfangen und Geben bedeuten.

Doch in unserer Welt existiert nichts anderes außer dem Empfangen. Was wir auch tun, tun wir nur zu unserem Vorteil, für uns selbst. Deshalb sind wir noch nicht einmal in der Lage, zu verstehen, wie wir funktionieren und wie diese Welt funktioniert.

Ihr seht, die Menschheit macht ständig Fehler und weiß nicht, wie sie sich weiterentwickeln soll. Besonders jetzt, da wir die maximale Höhe unseres Egoismus erreicht haben, eröffnet sich uns unsere absolute Unfähigkeit, diese Welt zu begreifen. Und das treibt uns alle dazu, dass es keine Wahl gibt und wir uns über diese egoistische Natur erheben müssen.

Selbst um innerhalb unseres Egoismus klar zu kommen, müssen wir aus ihm herausgehen und ihn von oben studieren.

Es ist unmöglich, etwas zu erfassen, wenn man darin bleibt – man muss höher als das zu erforschende und zu klärende Objekt sein.

Und erst wenn du dich über dich selbst erhebst, wirst du verstehen, wer du bist, und lernen, richtig zu leben, wenn auch nur in dieser Welt. Dazu treibt uns die moderne weltweite Krise.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 25.06.2010

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Die Zeichen der kommenden Offenbarung

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich, zum Beispiel, das Auto kaufen will – dann werden mir alle seine Vorteile und Nutzen erklärt, was auch leicht zu verstehen ist. Aber in der Spiritualität will ich das Geben erreichen – etwas Unverständliches? Was muss ich machen, wenn alles so verwirrend ist?

Meine Antwort: Es sind die rechtmäßigen Ansprüche seitens des Menschen, der erst am Anfang seines geistigen Wege steht: warum gibt es in der Spiritualität keine Einfachheit und Klarheit, warum kann man nicht die Zukunft mit allen ihren Vorteilen sehen?

Ich habe mich in unserer Welt daran gewöhnt, dass ich immer Bescheid weiß, wann die Universität beendet wird, wo ich arbeiten und was verdienen werde. Ich sehe vor mir die Beispiele anderer Menschen, die dasselbe gemacht haben, und bin damit einverstanden, die gleichen Bemühungen zu machen, um ein solches Leben zu erreichen. Warum ist in der Höheren Welt alles so verwirrend und nichts klar? Wohin gehen wir überhaupt?! Wenn ich nach dem Unterricht auf der Straße gefragt werde: „Was hast du dort bekommen?“ – so kann ich keine Antwort darauf geben.

Dennoch ist es ein Zeichen, dass der Mensch sich vor Enthüllung befindet, und auf diese Weise für sich das Verborgene öffnet. Nur aus der Empfindung, dass ich es nichts habe! Aus dem Mangel heraus! Aus der unbewussten inneren Leere! Die Empfindung, dass mir an etwas fehlt ist schon die Vorbereitung darauf, dass es sich bald offenbaren wird.Deshalb ist deine Empfindung sehr nützlich. Sie ist unangenehm, aber dennoch die richtige Empfindung vor dem Öffnen. Denn die Enthüllung kann nur infolge solcher Empfindung kommen: „Also, wo ist die Spiritualität?! Warum gibt es sie?! Wofür?!“ – aus der Empfindung des leeren Raumes. Und so wird es immer, auf jeder beliebigen Stufe sein. Wir müssen uns nicht darum kümmern, welche Zustände wir durchgehen. Das Wichtigste ist deren schnelle Abwechselung! Ich bin verpflichtet, durch alle Zustände zu gehen, und deshalb soll ich mich nicht darum kümmern, wie ich mich jetzt fühle. Nur die Frequenz der Veränderungen spielt eine Rolle. Nur sie ist wichtig.Auch wenn es mir dabei schlecht oder gut geht, ob ich verwirrt bin, oder mehr oder weniger verstehe – das alles ist unbedeutend! Hauptsache ich komme dabei voran!

Derjenige, wer zögert und in seinen Zuständen kramt, macht nicht das Richtige. Denn man muss immer vorwärts kommen und weniger nachdenken. Es ist wichtig, schneller vorankommen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „die Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“, 30.07.2010

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Wie kann man alle Pyramiden zu einer einzigen verbinden

Die Pyramide, auf der die ganze Natur beruht, beinhaltet die vier Bewusstseinsebenen: unbelebtes, pflanzliches, tierisches und menschliches – und befindet sich innerhalb jedes Menschen.

Und sie ist immer in seinem Inneren, das heißt jeder Mensch vereint in sich alle Wünsche. Deshalb muss er sich bewusst werden, dass die Wünsche in Form dieser Pyramide angeordnet sein sollen – das heißt nach der Reihenfolge der Prioritäten.

Du kannst nicht vollständig von der Realität losgelöst werden und ungestört in der Spiritualität schweben – denn dieser Zustand wäre nicht richtig! Es bedeutet, dass du deine Wünsche nicht kontrollierst, du siehst sie nicht und fühlst sie nicht.

Folglich musst du das ganze System betrachten können, um zu erkennen, zu welcher Bewusstseinsebene dein innerer Wunsch gehört: zur unbelebten, pflanzlichen, tierischen oder zur menschlichen.

Dies ist mein vollständiges geistiges Kli – HaWaYa (jud-hej-waw-hej), und ich arbeite mit diesen Wünschen, indem ich für jeden Wunsch einen eigenen Schirm aufbaue. Dadurch wird die Seele in meinen Händen festgehalten!

Es ist klar, dass hierfür die Hilfe der Umgebung und des höheren Lichtes benötigt wird, aber diese geistige Konstruktion soll „vor mir“ sein.

Selbst wenn es vorkommt, dass ich mich irre und in der zufälligen egoistischen Berechnung sündige – trotzdem muss ich mir vollkommen bewusst sein was mit mir geschieht.

Sowohl die ganze Welt, als auch jeder einzelne Mensch ist nach dieser Pyramide aufgebaut, und durch diese Pyramiden der Wünsche verbinden wir uns miteinander.

Wir können nichts in dieser Welt korrigieren, bis wir uns im Gipfel unserer Pyramiden, in ihrem höchsten Punkt, in der Verschmelzung mit dem Schöpfer verbinden.

Dann wird alles ausgewogen sein und sich in ein vollkommenes System verbinden. Wir können unsere Pyramiden nur in diesem höchsten Punkt der Verschmelzung richtig verbinden.

Folglich werden wir erkennen, dass alle unsere Wünsche und Eigenschaften gut und notwendig sind, wenn sie sich vermischen und einander in ein Ganzes ergänzen!

Aus dem Morgenunterricht am 29.07.2010

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Annulliere dich und beginne zu leben

Der spirituelle Embryo bedeutet völlige Annullierung seiner selbst vor dem Höheren. Wir sehen hier eine klare Übereinstimmung mit dieser Welt – ein Embryo wählt nicht, wie ein Säugling, der nicht essen wird, wenn er das nicht will.

Ein Embryo bekommt die ganze Nahrung durch die Nabelschnur. Doch er muss den anti-egoistischen Schirm erhalten, der ihn mit der Mutter verbindet.

Der Embryo bedeutet eine große Arbeit. Man könnte meinen, was ist schon dabei, es gab nun mal einen Samentropfen, der auf drei Kilo angewachsen ist, um geboren zu werden. Aber nein, er ist nicht einfach auf drei Kilo, sondern um 125 Stufen gewachsen!

Wie geschrieben steht: „Der Embryo im Fruchtwasser sieht die Welt von einem Ende bis zum anderen, eine Kerze brennt über seinem Haupt, und er wird in der gesamten Tora unterrichtet“ – dem gesamten Licht der Unendlichkeit (NaRaNCHaY).

Er empfängt und kann nur in dem Maße etwas annehmen, indem er sich vor der Mutter annulliert – doch es muss eine Annullierung auf allen Stufen, ganz bis zum Ende der Korrektur, sein.

Er braucht einen Schirm, um sich mit seinem Egoismus in keinerlei Handlungen des Höheren einzumischen, sondern nur sein Ego zu annullieren. Er bleibt quasi bis zu seiner Geburt ein Samentropfen, und drei Kilo Gewicht kommen nur durch die Annullierung seiner selbst zustande.

Und bevor du zu einem Samentropfen wirst, existierst du einfach nicht in der Spiritualität! Annulliere dich bezüglich der Spiritualität im allerkleinsten Maße, in einem Punkt, annulliere deinen ganzen Egoismus bezüglich des dir gegebenen Punktes im Herzen, und du wirst zum spirituellen Samentropfen und gelangst in den Mutterleib des höheren Parzuf.

Dort wirst du alle deine Freunde sehen – sie warten bereits auf dich! Nur du alleine fehlst, damit der spirituelle Embryo zu wachsen und sich zu entwickeln beginnt! Alleine ist es nicht zu schaffen – man muss sich zusammen in einer gemeinsamen Mutter vereinen.

Aus dem Unterricht nach dem „Talmud Esser HaSefirot“ vom 09.07.2010

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Die Arbeit nach dem Kongress

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn man aus drei Zeitabschnitten wählen dürfte: vor dem Kongress, während des Kongresses und nach dem Kongress – welchen würden Sie als den effektivsten empfehlen?
Meine Antwort: Der eine Zeitabschnitt ist ohne den anderen nicht möglich! Wenn ich während des Kongresses keine große Begeisterung verspürt habe und wenn ich danach nicht abgestiegen bin, dann werde ich nichts haben, worüber ich mich erheben kann, sowie keine Kraft für den Aufstieg haben. Und es handelt sich dabei um den Aufstieg zur nächsten Stufe.
Jeder Aufstieg basiert auf:
1. dem Erhalten der Kräfte von der Umgebung (der Wichtigkeit des Ziels, des Schöpfers – während des Kongresses),
2. der Enthüllung neuer egoistischer Verlangen (dem Abstieg – gleich nach dem Kongress) und
3. den Anstrengungen, sich über die erhaltenen Verlangen mit Hilfe der erhaltenen Kräfte zu erheben (sich möglichst schnell möglichst intensiv einander anzunähern, in die Arbeitsroutine einzugliedern, auf den nächsten Kongress vorzubereiten).

Vor dem Kongress bereiten wir uns die ganze Zeit auf das bevorstehende Treffen vor, darauf, uns zu verbinden und uns von einer so großen Menschenmenge um uns herum begeistern zu lassen, damit jeder von uns möglichst stark von ihr beeinflusst und vor Begeisterung erregt werden kann.
Denn die einzige freie Wahl besteht in dem Erhalten der Kräfte von der Umgebung. Die Einwirkung der Umgebung ist das einzige Mittel für den spirituellen Aufstieg.
Je mehr Begeisterung ich während des Kongresses von den anderen bekommen habe, desto höher ist die Stufe, die ich danach erreichen kann, indem ich diese Begeisterung realisiere. Sie muss zu meiner eigenen ständigen
Wahrnehmung der Dazugehörigkeit zum gemeinsamen Verlangen (Kli) werden.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ 

Gemeinsam werden wir noch höher aufsteigen!

Eine Frage, die ich erhielt: Es gibt solche Freunde, die nach der großen Begeisterung und der Vereinigung während des vergangenen Megakongresses jetzt das Losgerissensein und die Gleichgültigkeit empfinden. Wie kann man ihnen helfen?

Meine Antwort: Es ist das gute Zeichen, weil der Kongress vorbei it, und wir auch den neuen Zustand erreichten – wenn der Mensch aus dem hohen Gipfel in die tiefe Grube fällt. Man kann hier nur auf zwei Weisen behilflich sein: entweder durch die innere, oder durch die äußere Sorge.

In unserem Inneren sollen wir uns bemühen, trotz allem das gemeinsame Gefühl der Einheit, des allgemeinen Kli, des geistigen Gefäßes zu spüren. Und gerade diejenigen, die gefallen sind – enthüllen die neue Schicht des egoistischen Wunsches, die jetzt – in unserem allgemeinen Weltkli offenbart wird. Denn sie sind die Träger dieses neuen Wunsches (mit der größeren Dicke, Awijut). Und diejenigen, die diese Belastung im Wunsch nicht empfinden, wollen sich zusammen mit den anderen noch höher, in der einheitlichen Umarmung erheben – dann werden wir alle gewinnen. Wir werden den Schirm und das widergespiegelte Licht einbringen, und sie – die Kraft des Wunsches (Awijut), und zusammen werden wir das fertige Kli erschaffen, in dem wir hinaufsteigen können.

Wir können also gerade jetzt den großen Aufstieg fühlen, wenn der Kongress schon vorbei ist. Die Zeit des gemeinsamen Treffens ist nur das Ergebnis unserer vorhergehenden Arbeit, und jetzt, nach dem Kongress, fängt die folgende Etappe der Einigkeit an, damit jeder Verlangen hat, die Übrigen zu erheben. Auf diese Weise funktioniert das allgemeine geistige Gefäß: der eine gewährleistet den Wunsch, und anderer den Schirm, und dann wechseln sie ihre Aufgaben. Und so erfolgt das Vorankommen. Es ist eine sehr gute, nützliche Periode, und keinesfalls darf man diese Zeit als unbelebte bzw. nur als Erwartung des folgenden Kongresses wahrnehmen! Im Gegenteil, darin besteht eben die ganze Arbeit und der ganze Aufstieg – die Erhebung über die Hindernisse hinauf! Und der Kongress ist eine Vereinigung, die eigentlich keine Arbeit erfordert.

Dort wirken die allgemeine Begeisterung aller Teilnehmer und die individuelle Aufhebung des Egoismus. Dort erfolgt das Erhalten der Kräfte für die Periode des Aufstiegs zwischen den Kongressen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 28.07.2010

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Jedem Einzelnen sind alle Möglichkeiten gegeben

Eine Frage, die ich erhielt: Ich verstehe, dass in den großen Gruppen für den Menschen gesorgt wird, im Falle des Abstiegs wird er seitens der anderen unterstützt, aber was kann derjenige machen, der von den anderen Dutzende und Hunderte von Kilometern entfernt ist, und sich beispielsweise irgendwo in Europa, in der fremden, materialistischen Umgebung befindet?

Meine Antwort: Uns scheint es so zu sein, dass die physische Nähe das Spirituelle positiv beeinflusst, aber das bleibt allerdings umstritten, und wenn der Mensch sich an seinem Wohnort bemüht, den Kontakt und den Aufstieg zu erreichen, dann gewinnt er immer mehr, als wenn er sich für die schnelle Fahrt zu den Anderen entscheidet – denn man muss zunächst ein halbes Jahr lang versuchen, an der Verbindung vor Ort zu arbeiten.

Du sollst dich nicht auf die umgebenden Körper konzentrieren, sondern dich bemühen, durch deine Umgebung die geistigen Entfernungen zu bemerken.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 28.07.2010

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