Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Allgemein'

Die Konstante und die Variable in der Gleichung der Bürgschaft

Eine Frage, die ich erhielt: Kann ich durch die äußerlichen Erscheinungen durchdringen und an die Punkte in den Herzen der Freunde, an ihre innere Leere angeschlossen werden, die sie möglicherweise selbst noch nicht empfinden?

Meine Antwort: Ja! Beginnen sie die Kraft der Bürgschaft zu verwenden, denn das System ist schon vorhanden. Wenn es dem Menschen gelingt, es sogar für den Augenblick zu öffnen, ist es schon ein Erfolg!

Dasselbe System existiert zwischen uns und dem Schöpfer, aber es lässt nicht zu, an Ihn zu gelangen. Bei der Bitte zum Schöpfer haben wir keine Möglichkeit „des Rücklaufes“: inwiefern wir dieses System enthüllen werden.

Angenommen, ich habe es auf 10 % enthüllt, so führt kein Weg zurück, und ich kann nur vorwärts gehen, da der Schöpfer unveränderlich ist, und der Kontakt zu Ihm nur auf der konstanten Grundlage aufgebaut werden kann. Wenn ich das Maß auf 15 % erhöht habe, dann wird es zu meinem neuen Minimum.

Deshalb können wir zur Zeit die Bürgschaft nicht in Bezug auf den Schöpfer, sondern nur in Bezug auf die Gruppe „verwenden“, wo es keine Probleme mit den Auf- und Abstiegen gibt, wo wir nicht verpflichtet sind, im konstanten Zustand zu bleiben.

Dadurch unterscheidet sich das System der Seelen vom System des Schöpfers. Obwohl Er darin anwesend ist, kleidet Er sich jedoch in die Gruppe ein, und lässt uns vorerst zu, „unartig zu sein“, nach oben und nach unten zu springen, voran zu kommen. Und wenn wir die konstante Richtung, nur zu Ihm hinauf erreichen werden, dann wird Er uns geöffnet werden.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“ „, 08.10.2010

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Habe ich eine Gruppe?

Frage: Jeden Freitag besuche ich Ihren Unterricht, außerdem haben wir bei uns in der Stadt ein Zentrum eröffnet, das eher eine Art Gemeinde ist. Reicht das aus? Habe ich eine Gruppe?

Meine Antwort: Ich kann dir nicht sagen, ob du eine Gruppe hast. Wie viele Zentren oder Veranstaltungen von uns du auch besuchen magst, ob du eine Gruppe hast, weiß ich nicht.

Doch damit nicht genug: einige kommen täglich hierher (und nicht so wie du einmal die Woche), übernehmen Dienste, bezahlen Maasser, erledigen viele Aufgaben – und ich weiß, dass sie keine Gruppe haben. Was will man mehr, wenn der Mensch sich hier schon physisch befindet? Doch eine Gruppe hat er nicht.

Frage: Was soll man dann tun? Was ist eine Gruppe?

Meine Antwort: Eine Gruppe ist die innere Verbindung mit anderen Menschen, wenn ich weiß, dass ich nur mit Hilfe dieser Verbindung das Licht erlangen kann. Ich enthülle das Licht, das auf mich einwirkt und mich korrigiert, nur unter der Bedingung, dass ich mich mit ihnen verbinde. Denn das Licht verbirgt sich gerade in unserer Einheit.

Frage: Kann ich diese Menschen aussuchen?

Meine Antwort: Natürlich. Wie Rabash in seinen Artikeln über die Gruppe schreibt, suchst du sie nach ihrem Bestreben, nach dem Ziel aus. Setzen sie sich zum Ziel, die Einheit und durch die Einheit das Geben und durch das Geben den Schöpfer zu erlangen?

Wollen sie die spirituelle Welt enthüllen und den Nächsten wie sich selbst lieben? Wenn ich sehe, dass sie im Allgemeinen genau danach streben, wenn sie dieses Ziel nicht verschmähen, wenn sie sich anstrengen – dann gehe ich mit ihnen.

Frage: Können zwei eine Gruppe bilden?

Meine Antwort: Ja. Gruppe ist ein Begriff, der bedeutet, dass ich aus mir heraus gehe. Es spielt keine Rolle, wem ich entgegenkomme. Lass es einen Einzelnen sein: den Schöpfer oder einen Freund, oder lass es viele Menschen sein – es ist unwichtig. Wichtig ist, aus sich heraus.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 15.09.2010

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Die wahre Vollkommenheit erreichen

Die Eigenschaft der Barmherzigkeit, die den ganzen Entwicklungsprozess begleitet, wird aus allen bitteren und gegensätzlichen Zuständen erkannt, die die Schöpfung wahrnimmt.

Gerade durch diese wird sie verpflichtet, sich über sich selbst zu erheben, die Barmherzigkeit und das Gericht, das Geben und das Empfangen in sich einzuschließen.

In der Schöpfung ist ein endlos umfangreiches Farbenspektrum vom Empfangen bis hin zum Geben enthalten – dadurch ermittelt sie die Höhere Kraft, die ihr vorausging und sie erschuf.

Um zu einer Schöpfung zu werden, die vom Schöpfer unabhängig und Ihm ähnlich ist, um Ihn vollständig zu erfassen, muss man das eigene System und das System des Schöpfers enthalten – auf eine solche Art und Weise, dass diese beiden Systeme vollkommen miteinander übereinstimmen.

Die Schöpfung ist ein komplizierter Mechanismus, doch ihre Kompliziertheit ist eine Folge der Unvollkommenheit. Die Vollkommenheit verbirgt sich in der Einfachheit.

Das höhere Licht ist unkompliziert, das ist eine reine Eigenschaft des Gebens. Doch die Schöpfung selbst kann nicht dem Schöpfer ähnlich werden, sondern nur durch ihre äußere Form, in ihrem Inneren bleibt sie ein Verlangen nach der Erfüllung.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 12.10.2010

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Stößt man dich vom Weg herunter oder vorwärts an?

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man sich in der richtigen Absicht aufhalten, wenn die höhere Kraft uns darin absichtlich stört?

Meine Antwort: Die Höhere Kraft wirft uns aus der richtigen Absicht nicht hinaus, sondern gibt uns einen noch größeren Wunsch, den wir überwinden und korrigieren können.

Alles ist oben exakt berechnet, laut dem allgemeinen System: wie viel Bemühungen du schon angelegt hast, wie viel Kräfte du angesammelt hast – und in diesem Maß wird dir jetzt der zusätzliche Wunsch gegeben.

Und dir scheint es so zu sein, dass man dich vom Weg hinaus stoßen möchte. Aber man ermöglicht dir im Gegenteil dein Vorankommen!

Und du nimmst es in Form von Hindernissen wahr, weil du die spirituelle Arbeit nicht anstrebst. Wenn du an der spirituellen Arbeit interessiert sein würdest, würdest du dich über die Belastung darin freuen.

Alles hängt davon ab, wie du dich vorbereitet hast. Wenn du nach spiritueller Arbeit suchst und die Möglichkeit mehr in der spirituellen Arbeit zu sein als eine Belohnung ansiehst, dann empfindest du diese angebliche Abstiege aus der Spiritualitaet, nicht wie Abstiege. Denn du siehst, dass dies eine Möglichkeit des Aufstieges und des Erfolges ist.

Ich werde für dieses Beschweren des Herzens, wie für die Korrektur dankbar sein. Da gerade dadurch wird mir die Möglichkeit gegeben, meine Liebe zum Schöpfer zu zeigen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 06.10.2010

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Richtig in den Kongress einfließen

Eine Frage, die ich erhielt: Auf dem Kongress, wo sich siebeneinhalb Tausend Menschen versammeln werden, will ich die Verbindung zwischen uns enthüllen.

Wie muss ich während dieser drei Kongresstage arbeiten?

Meine Antwort: Die Antwort ist sehr einfach. Im spirituellen Sinne sprechen wir von einem Ort, der eine gewaltige Kraft besitzt.

Wenn du dort bist, wirst du spüren, mit welcher Kraft dieser Ort auf dich einwirkt. Du wirst gezwungenermaßen in diesen Strom einfließen müssen – und von dir selbst wird nichts übrig bleiben.

Unter dem Einfluss einer dermaßen großen und starken Umgebung lässt du dich auf eine natürliche Art und Weise davon mitreißen.

Jeder, der mit einer positiven Einstellung zum Kongress kommt, wird im gemeinsamen Bestreben aufgehen. So ist die menschliche Natur.

Und dennoch, wie sehr arbeitet der Mensch innerlich? Nutzt er den Verstand und das Gefühl nicht nur, um sich im gemeinsamen rasenden und auf eine gewisse Art und Weise irreführenden Strom zu halten?

Zieht er Schlüsse, macht er Berechnungen? Fügt er seine eigene Begeisterung hinzu? Rudert er selbst, ohne sich völlig der Strömung hinzugeben?

Das ist sehr wichtig, und hier hängt alles von der Vorbereitung ab.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 17.10.2010

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Die Kabbalisten – über die verborgene Tora und über die offene Tora, Teil 6

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Die Präferenz des Studiums der verborgenen Tora vor offenen Tora

Es ist einfacher, das Licht (das uns korrigieren kann), welches sich in der Tora verbirgt, durch Studien und Bemühungen in der Kabbala, als durch Bemühungen in der offenen Tora anzuziehen.

Und der Grund dafür ist durchaus einfach: die Weisheit der offenen Tora ist in äußere materielle Hüllen gekleidet, solche wie die Gesetze vom „Diebstahl“, „Raub“, „Schaden“ usw.; und jedem Menschen (der diese Geschichten ließt) fällt es daher schwer und es ist hart für ihn, während der Studien seinen Verstand und das Herz auf den Schöpfer einzustellen (die notwendige Bedingung), um das Licht anzuziehen, welches in der Tora eingeschlossen ist.

Wenn dem Menschen das Studium des Talmuds auch noch hart und schwer fällt, wie kann er dann während des Studiums den Gedanken an den Schöpfer im Kopf behalten? Denn da (in Talmud) die Rede von materiellen Dingen ist, können sie sich bei ihm nicht zur gleichen Zeit mit der auf den Schöpfer gerichteten Intention (der Korrektur) verbinden.

Daher empfiehlt es Chaim Vital, sich mit der Wissenschaft der Kabbala zu beschäftigen, denn ihre Weisheit ist gänzlich in Namen des Schöpfers gekleidet.

Dann wird der Mensch natürlich mühelos während des Studiums (der Wissenschaft der Kabbala) seinen Verstand und sein Herz auf den Schöpfer einstimmen können, auch wenn er maximal unempfänglich für das Studium ist. Denn das Studium dieser Wissenschaft und das Studium des Schöpfers ist in ihrem Wesen das gleiche. Und das ist sehr einfach.

Baal HaSulam. Das Vorwort zum TES, Punkt 22.

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Alles hängt vom Glauben an den Erfolg ab!

Eine Frage, die ich erhielt: Welches Ziel wollen wir auf dem bevorstehenden Kongress erreichen?
Meine Antwort: Wir alle erwarten vom Kongress eine Möglichkeit, uns zu verbinden, um die gegenseitige Bürgschaft zu erreichen.
Die Bürgschaft ist die Kraft der gegenseitigen Verbindung und bestimmt die Stufe der Seele. Wir müssen den ersten Grad der Verbindung zwischen uns erreichen, damit sich uns der Schöpfer dort enthüllt.
Selbst wenn wir uns auf dieser Stufe nicht für immer halten können, dann wenigstens für eine bestimmte Zeit! Es ist durchaus möglich diesen Zustand zu berühren, damit das Licht uns anleuchtet und dann wieder verschwindet.
Doch der Mensch bekommt dadurch bereits einen spirituellen Eindruck, er weiß, dass es ihn gibt, und versteht, wohin er voranschreiten muss.
Wenn das mit einer großen Menschenmenge geschieht, ist das sehr effektiv. Ich hoffe, das mit euch zu erreichen, und selbstverständlich hängt alles von unserer Vorbereitung, von dem Glauben an den Erfolg, von der Gewissheit, dass wir dies verdient haben, ab!
Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“ vom 14.10.2010

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Neid in der Gruppe

Eine Frage, die ich erhielt: Wie soll man Neid in der Gruppe richtig anwenden?

Meine Antwort: Neid und Ehrgeiz sind sehr starke Mittel. Neid verstärkt sowohl den Abstieg als auch den Aufstieg. Je stärker er ist, desto schlechter oder besser sehen Freunde in meinen Augen aus.

Im Endeffekt hilft mir dieser „Verstärker“ voranzukommen – denn ohne Neid werde ich in den Freunden nichts Gutes erkennen können.

Auf wessen Seite steht nun mal der Neid? Ist er für den Egoismus oder gegen ihn? Das hängt davon ab, in welcher Richtung ich ihn benutze.

Es liegt in meiner Kraft, ihm eine Richtung zu geben, um richtige Eigenschaften zu finden. Denn wenn ich die Freunde in meinen Augen bis zur Stufe der Endkorrektur erhebe, dann beneide ich sie auch im gleichen Maße. Dann treibt mich dieser Hass nach vorne, ihnen hinterher.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 10.10.2010

 

Wenn jeder an jeden denkt

7. Wenn in einer Gruppe jeder an jeden denkt, wird sie zu einem vollkommenen System, das sich im Zustand der Bürgschaft befindet – als eine Seele.

Alle darin werden sich über ihre Verlangen erheben und eine gemeinsame gegenseitige Verbindung untereinander eingehen, und im Geben füreinander bürgen.

Jeder hat seinen „Punkt im Herzen“ aus seinem Egoismus herausgetrennt und ihn mit den „Punkten im Herzen“ der anderen verbunden. Auf diese Weise sind Verlangen „unten“ geblieben, die Verbindung jedoch findet zwischen den „Punkten im Herzen“ statt.

In einer solchen Verbindung des gegenseitigen Gebens gelten bereits andere, altruistische Gesetze. Vor dem Menschen eröffnet sich eine neue Welt.

8. Wenn man sich über seinen Egoismus erhoben hat, beginnt die Korrektur der Verbindung mit den anderen im Heranziehen des ehemals verstoßenen Verlangens – im „Geben um des Gebens willen“, und später im „Empfangen um des Gebens willen“.

Alle Beziehungen werden realisiert, nur um dem Schöpfer Genuss zu schenken. In jedem entwickelt sich dieser gemeinsame Geist, der zwischen den Freunden zugegen ist, sie sind bereits in der Lage, ihn zu erkennen, nur darauf ist ihre Absicht gerichtet.

Es entsteht ein Gefühl der Zusammenarbeit nicht mit sich selbst und nicht mit den anderen, sondern mit einem Ganzen. Und aus dieser Einheit heraus kommt die Beziehung zum darin enthüllten Schöpfer.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“ vom 08.10.2010

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Seien Sie selbständig!

Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe die Möglichkeit in einer Gruppe in New Jersey zu studieren, aber diese Gruppe ist jung. Wäre es nicht besser in der Gruppe Brooklyn zu studieren, weil sie über die langjährigen Erfahrungen verfügt und mit guten Klassen ausgestattet ist?

Meine Antwort: Ich rate Ihnen vor Ort zu bleiben und dort die Gruppe mit aufzubauen. Dieser Rat ist nicht nur für Sie vorgesehen, sondern betrifft alle neuen Gruppen.

Seien Sie untereinander, und mit uns verbunden, schauen Sie die Unterrichte unseres „Lernzentrums“ an – es genügt dann. In den alten Gruppen gibt es häufig alte Probleme, und Sie müssen voran gehen können. Seien Sie also selbständig!

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