Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Allgemein'

Das Leben innerhalb des holographischen Bildes

Frage: Wenn wir innerhalb eines holographischen Bildes leben, wird es sich dann entsprechend unseres Aufstieges entlang der spirituellen Stufen verändern?

Meine Antwort: Dieses Bild verändert sich die ganze Zeit, weil wir selbst seine Form aufbauen. Es gibt zwei Vektoren: den Wunsch zu empfangen und den Wunsch zu geben, also nur zwei Kräfte, zwischen denen wir eine Beziehung aufbauen. Somit bewirken die unterschiedlichen Verbindungen dieser zwei Kräfte Tausende verschiedene Formen.

Egal welches Instrument oder welche Naturerscheinung wir betrachten werden: sei es das Spirituelle oder das Materielle, in allen Welten stammt alles aus der Wechselwirkung des Schöpfers und der Schöpfung, des Lichtes, das den Wunsch bewirkt. Folglich gibt es nur zwei Komponenten: das Licht und den Wunsch sowie den Schirm zwischen ihnen. Dieser Schirm gewährleistet die Übereinstimmung zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf.

Diese Übereinstimmung wird in zehn qualitative Niveaus (10 Sefirot) aufgeteilt, die sich weiterhin in 620 (ТАRACH) Teile bis ins Unendliche teilen.

Aber egal was wir machen: sei es die Realitätsanalyse und deren Aufteilung in die Komponenten, oder das Gegenteil die Realitätssynthese, ihre Zusammenfassung – werden wir immer dieselben zwei geltenden Kräfte offenbaren: die Kraft des Gebens und die des Empfangens.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Die Kabbala und die Philosophie“, 05.01.2011

Mit dem Kopf von dem Höheren auf den Schultern

Rabasch, „Stufen der Leiter“. Art. 7, 1988/89 „Wer nicht am Samstagabend“: Die Anstrengungen werden in der Arbeit über dem Verstand gemacht, wenn der Mensch nicht weiß für was er arbeiten muss. Das ist sehr schwierig.

Frage: Warum ist es so schwierig?

Meine Antwort: Weil das in allem, was ich bin komplett entgegengesetzt ist. In der Tat, es ist nicht nur sehr schwierig, es ist schlicht unmöglich. Hier kann ich mit eigenen Kräften nicht erfolgreich sein. denn ich habe keine Mittel um in dem Verstand oder im Gefühl eine Handlung über dem Verstand auszuführen.

Ich handle immer, indem ich von eigenen Gedanken und Wünschen ausgehe. wie kann es denn anderes sein? Was sonst steht dem Menschen zur Verfügung?

Um eine richtige Handlung auszuführen muss man sich mit dem Verstand des Schöpfers, nicht der Schöpfung ausrüsten. Das heißt ich brauche seinen Kopf statt dem eigenen. Wie kann ich das erreichen?

Deshalb geben uns die Kabbalisten Ratschläge. wenn ein Mensch jemandem Großen dienen will, sei es Gruppe oder Freunde, versucht er seine eigene Vernunft und Gefühl abzuschalten, und akzeptiert stattdessen den Verstand und das Gefühl seines Nächsten. Mit Hilfe von diesen Übungen bauen wir eine Einstellung zu dem Schöpfer auf.

Denn dem kleinen mangelt es immer an dem „Kopf“, an dem Verständnis. Selbst weiß er nicht,wie er sich dem Schöpfer angleichen könnte, er versteht ihn nicht. Deshalb muss er einen Teil des Verstands des Höheren empfangen, akzeptieren.  Die Arbeit mit dem Verstand von dem Höheren, statt des eigenen, heißt nämlich „Der Glaube über dem Verstand“

Warum gerade „Den Glauben“? Könnte man nicht : „Verstand des Höheren“ sagen. Die Sache ist die, dass der Untere den Kopf von dem Höheren erlangt, indem er auf seinen eigenen Verstand verzichtet, in der Eigenschaft des Gebens, Chafetz Chessed. Sonst wird er das nicht machen können, er wird die Handlungen des Höheren nicht sehen und sich Ihm angleichen können.

Das effektivste Mittel, das uns die Weisheit und die Größe der neuen Stufe erlangen lässt, ist zu versuchen seinen eigenen Verstand und das Gefühl in sich zu neutralisieren, um den Verstand und das Gefühl des Nächsten, der Höher als ich steht, akzeptieren zu können. Sonst wachse ich nur in meinen tierischen Eigenschaften, quantitativ aber nicht qualitativ.

Auzug aus einem Unterricht über den Artikel von Rabasch „Wer am Freitag sich nicht gekümmert hat“, 03.01.2011

Kabbalisten zu Tora und Geboten, Teil 18

Liebe Freunde! Bitte stellt Fragen zu den Zitaten der großen Kabbalisten.

(Anmerkungen in Klammern sind von mir)

Die Tora entwickelt im Menschen die Empfindung des Begreifens des Übels

Die Arbeit („Avodat Achem“ – „die Arbeit des Schöpfers“, um dem Schöpfer gleich zu werden) fängt mit „dem Begreifen des Übels“ an, wenn der Mensch den Schöpfer darum bittet, sich in dem Moment schlecht zu fühlen, in welchem er den Genuss empfinden möchte. Und nur der Schöpfer kann ihn bewusst fühlen lassen, dass „der Wunsch, zu empfangen“ das „Böse“ ist.

Es bedeutet, dass der Mensch mit Hilfe der Tora zum Begreifen des Übels kommen kann, das heißt, zu verstehen, inwiefern „der Wunsch zu empfangen“ schlecht ist. Und danach kann er darum bitten, dass der Schöpfer „den Wunsch zu empfangen“ auf „den Wunsch zu geben“ korrigiert.

Rabasch. Shlavey HaSulam. Artikel 28, 1991 „Die Heiligkeit und die Reinheit in der Arbeit“.

Aus dem Abdruck den Stempel erkennen

Frage: Wie ist der eigene Aufstieg zu bemessen: nach dem Wachsen der Selbstsucht oder nach der Größe des Gebens?

Meine Antwort: Man kann das Geben niemals bemessen. Es hat so lange keine Grenzen, keine Form und keine Umrisse, bis es sich auf den Wunsch zu erhalten einkleidet.

Wir befinden uns immer in den egoistischen Gedanken. Aber wenn wir sie überwinden und uns auf den Schöpfer ausrichten, dann werden dadurch die Höhe und die Form des Wunsches zu geben sichtbar.

Nach der Höhe wird er mit der Größe des Wunsches zu erhalten verglichen, über dem wir uns im Geben aufhalten wollen. Somit wenden wir uns in der genauen Übereinstimmung mit unserem egoistischen Impuls an den Schöpfer.

Denn Er hat in uns diesen egoistischen Wunsch, diesen fremden Gedanken gebildet. Indem ich mich erhebe und meine Bitte an Ihn ausrichte, ziehe ich eine Art Maske an, ich kopiere Ihn und finde auf diesem Wege Seine Form.

Der Schöpfer kopierte Seine Form auf meinen Wunsch der Genüsse, und ich mache die Rückkopie von diesem Wunsch, wodurch ich zur Grundform des Schöpfers, zum Wunsch des Gebens zurückkehre.

So komme ich zur Erkenntnis, zum Verständnis und zur Empfindung des Schöpfers: vom Stempel zum Abdruck – und zurück.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel von Rabasch „Wenn  das Gute wächst,  wächst auch das „, 04.12.2011Böse

Mache dir selbst ein glückliches Schicksal

Das Einzige, was uns helfen wird, ist die Selbstaufhebung vor der Gruppe, dem Lehrer und dem Schöpfer. Es bedeutet eben, sich mit der Umgebung zu verbinden, und daraus alles aufzunehmen, was nur möglich ist.

Uns ist eine Menge solcher Beispiele aus der Geschichte bekannt. Zum Beispiel die Geschichte über Jehoschua Bin Nun, der zum Nachfolger von Mosche wurde. Er symbolisiert die innere Macht in uns, neben der Macht des Mosche, die den Menschen zur letzten Etappe der Korrektur durch die Liebe führt, ihn an das Ende der Korrektur (Gmar Tikun) annähert.

Es ist die höchste Stufe des Erhaltens zwecks des Gebens! Wie wurde er ihrer würdig? Er half Mosche, wenn er das Volk ausbildete: putzte in der Klasse, „stellte die Bänke auf“.

Das heißt, er folgte den Handlungen des Lehrers und wollte zu seinem unzertrennlichen Teil werden, weshalb er von Mosche die ganze Weisheit bekommen hat. Gerade er, und nicht die Schüler, die in der Klasse lernten! Und er lernte nicht, sondern hat das Spirituelle „Pe-el-pe“ bekommen („Mund zu Mund“, durch den gemeinsamen Schirm), ist mit dem Lehrer verschmolzen.

Und, diejenigen, die in der Klasse studierten, haben auch bekommen, und zwar jeder auf seiner Stufe (sie waren alle auch große Kabbalisten), aber erreichten nicht eine solche Höhe, die Jehoschua Bin Nun erreichte.

Hatten sie von diesem Prinzip nicht gewusst? Sie wussten es wohl, aber konnten es nicht anwenden!

Denn alles hängt davon ab, inwiefern sich der Mensch bemüht, vom Lehrer und von der Gruppe aufgehoben zu werden. Ich würde dazu noch sagen, dass hier alles durch „das glückliche Schicksal“ beeinflusst wird, das heißt die zusätzlichen Bedingungen zur Hilfe, die wir nicht kennen, welche aber trotzdem von oben heruntersteigen (der Erfolg/Masal kommt vom Wort Tropfen/Nosel). Es hängt von der Wurzel der Seele ab – von ihrer Vorausbestimmung.

Aber welchen Sinn hat es, darüber zu sprechen, was von uns nicht abhängt. Man muss nur das tun, was von uns abhängt, und es ist eben die Selbstaufhebung.

Darüber ist überall geschrieben und für niemanden ist es eine Neuheit. Aber was kann man machen, wenn es uns nicht gelingt, wobei ich selbst weiß, wie schwierig es ist, diesen Zustand zu erreichen. Und gewöhnlich stolpert der Mensch ueber die einfachsten Hindernisse – als ob es unmöglich wäre, es zu erreichen, und er kann es trotzdem nicht tun… Und er versteht sogar, dass es in jedem Sinne nützlich ist, sogar für das Materielle, dennoch hält ihn etwas in seinem Inneren davon ab.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Die Kabbala und die Philosophie“, 03.01.2011

Der Kummer ein kluger Esel zu sein

Frage: Warum misslingt es dem Menschen, sich an das Höhere zu orientieren und darin den Grund für alle Geschehnisse zu sehen, um voranzukommen?

Meine Antwort: Es heißt „Wehe dem Verstand“, denn es gibt in unserem Kopf einen solchen „Block“, der uns furchtbar stört. Wegen ihm können wir nichts machen. Jeder ist überzeugt, dass er besser versteht und sich auf seinen Verstand in allem verlassen kann. Der Mensch ist nicht fähig, seine irdische Vernunft, sein „Ich“ aufzuheben.

Das Gesetz des Wachsens und des stufenweisen Aufstiegs erfordert, dass die vorhergehende Stufe aufgehoben wird, um die Folgende zu erreichen. Sogar die Pflanzen entwickeln sich genauso aus den Samen. Eine beliebige Zelle, die aus einem Zustand in den anderen übergeht, geht solche Veränderungen durch. Wir müssen sie also bewusst, mit dem Verständnis, nach der eigenen Forderung machen!

In der Natur geschieht es automatisch, instinktiv – so wächt ein Embryo im Mutterleib und jedes beliebige Kind auf. Und wenn ich einen Beruf erlernen will, dann weiß ich, dass ich meine Vernunft vor dem Lehrer aufheben muss. Ich will, dass er mir erzählt und zeigt, wie etwas zu machen ist, und ich seine Ausführungen wiederhole.

Infolge dieser Wiederholung gelingt mir das Prinzip, die innere Grundlage zu verstehen. Weil ich es selbst mehrmals gemacht habe, verstehe ich jetzt, warum es gerade so und nicht anders funktioniert. Wenn unser egoistischer Wunsch dies unterstützt, dann gibt es kein Problem die Vernunft abzuschalten – und so lerne ich.

Und hier ist der egoistische Wunsch gegen eine solche Aufhebung, weshalb du nichts lernen kannst! Du stehst, wie der eigensinnige Esel (der Esel/Chamor klingt wie das Wort Material/Chomer), und bewegst dich nicht von der Stelle, auch wenn man dich töten würde!

Und man tötet uns in Wirklichkeit! Wir beenden unser Leben, ohne das Begreifen zu erreichen. Und es stimmt auch, dass je klüger der Mensch ist, desto problematischer seine Wahrnehmung ist.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Die Kabbala und die Philosophie“, 03.01.2011

Das Herz des Menschen befindet sich zwischen zwei Flammen

Frage: Mit Beginn der Krise nehmen viele Menschen an, was die Kabbala sagt. Sie stimmen zu, dass  Einheit notwendig ist und sie sehen das Ego als Grund aller Leiden.

Sie fragen nur: „Was soll man genau tun?“ Wir können nicht alle zwingen, den Sohar zu studieren.

Antwort: Es ist klar, dass man den Mensch nicht zwingen kann, wonach er kein Streben hat. Das Einzige  was gebraucht wird ist, die wichtigsten Begriffe zu lernen die  Baal HaSulam in seinen Artikeln über die Gesellschaft, über die Verbindung, über die Notwendigkeit der Einheit und über das Verhalten zueinander in einfacher Form beschreibt. Das würde ausreichen, um eine Entwicklungskraft anzuziehen.

So wie wir Bücher für Kinder erschaffen, mit bunten Bildern und in einer für sie verständlichen Sprache, die sie lehren und entwickeln, braucht der Erwachsene jedoch ein Buch, das für seine Entwicklung geeignet ist. Es ist die gleiche Methodik, aber für jede Gruppe vereinfacht und angepasst: für Männer, für Frauen, für Kinder.

Wenn wir die Artikel von Baal HaSulam verkürzen und adaptieren, können sie den Verstand und das Herz jedes Menschen erreichen.

Wenn aber gefragt wird, was man physisch tun soll, gibt es eine Antwort: „Du brauchst nichts tun!“ Wenn wir anfangen, nur physisch zu handeln, zerstören wir die Methodik. Vor allem soll man seine Gedanken ändern und der Rest wird sich ordnen! „Alles wird in Gedanken geklärt“ – man kann nie mit den Handlungen beginnen.

Die einzige unsere Handlung ist die Verbreitung und alles, was uns hilft, zur innerlichen Verbindung zu kommen. Mehr braucht man nicht tun. Jedes gemeinsame Essen oder jeder Kongress ist nur die Möglichkeit, uns zu vereinigen. Alles soll sich nach innen ausrichten.

Alle Handlungen sind im Inneren, im Herzen des Menschen. Wir sollen unser Herz korrigieren.

Diese Artikel sollen zum „Volksvermögen“ werden – alle sollen sie lesen, sie verstehen und darüber diskutieren. Und in dem Maße, wie die Menschheit durch zu erwartende schwierige Ereignisse durchgehen wird, werden wir sehen, wie sich die Menschen  immer mehr verbinden.

Der Mensch wird sich dabei in der Mitte finden. Einerseits wird der Schöpfer ihn von außen drücken und anderseits wird ihn die kontinuierlich wachsende innerliche Krise beeinflussen.

Von der anderen Seite wird der Mensch die Wissenschaft der Kabbala in einer zugänglichen und für ihn angepassten Form bekommen, und der Mensch wird anfangen, sich zu ändern. Hierbei wird er zwischen diesen beiden Einwirkungen bleiben, einerseits das Leiden und anderseits  die Methode der  der Wissenschaft der Kabbala.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Lernen unter einer streichelnden Sonne zu leben!

Frage: Welche Lösung können wir einer Person geben, die uns von der Seite anschaut? Wird es ihr nicht wie eine Philosophie erscheinen?

Antwort: Die Weisheit der Kabbala redet über die Macht der Natur, deren positive Wirkung wir an uns spüren können, indem wir Ihm ähnlich werden. Wir ändern nicht die Macht selbst, sondern wir müssen uns korrigieren. Wie beim Sonnenlicht kann ich im Schatten stehen bleiben oder auf das Dach gehen, mit der Absicht, mich unter die Sonne zu stellen und Kavana zu halten. Die Sonne verändert sich nicht, ich bin der, der sich verändert, indem ich immer mehr Licht von Ihm erhalten will. So entsteht auch die Kraft der Weisheit der Kabbala, die uns lehren kann, wie wir ihn akzeptieren können.

Weisheit der Kabbala ist eine Wissenschaft. Lerne die Kraft des Lichts zu nützen und sie wird dich zum richtigen und guten Weg leiten. Wir reden nicht über künstliche Dinge oder Fantasie, sondern nur wie wir uns organisieren können, über unser Verständnis und über die Gemeinsamkeit der Natur, die wir begreifen und erreichen können.

Anstatt der „Sonne“ den Rücken oder die Seite zuzuwenden, wenden wir ihr das Gesicht zu. Das heißt, wir bekommen die Übereinstimmung mit der Form; über dies redet die Kabbala, sie rät einem Menschen: sich zu entwickeln, wenn er es möchte oder nicht.

Aber wenn man sich auf eine gute und angenehme Art und Weise entwickeln will, muss man die Kraft gewinnen und sich entwickeln. Wenn man Ihm den Rücken zuwendet, ist es der Schlüssel fürs Leben, weil man die Dringlichkeit hinter seinen Einfluss spürt. Steht man vor Ihm von der „Seite“, so ändert sich das Verhältnis, manchmal besser manchmal schlechter. Aber wenn man Ihm sein Gesicht zuwendet, entwickelt man sich mit Freude zum Guten.

Das ist alles, was wir tun! Wir wollen nur die positive Eigenschaft des Gebens finden, die unsere Situation ändert. Können wir aufhören zu leben? Nein! Jeden Moment haben wir eine neue Situation und der Prozess hängt nicht von uns ab. Doch es gibt eine Wissenschaft, die sagt: Schaut euch die bestehende Tendenz an! Es ist nicht notwendig etwas zu erfinden und es ist nicht notwendig das Rad neu zu erfinden. Wir sind alle miteinander verbunden, aber nur bei schlechtem Kontakt zerstören wir die Natur mehr und mehr.

Also lasst uns unsere Beziehungen korrigieren, damit alles umgekehrt wird. Wenn all unsere Probleme von den falschen Beziehungen abhängen, kommt und lasst uns denken wie wir uns richtig vereinen können. Die Kabbala erklärt in einer verständlichen Weise das natürliche Gesetz der Gleichheit der Form. Der Schöpfer bedeutet die Natur!

Zum Kabbalalernzentrum–>

Dort, wo wir uns mit dem Schöpfer treffen

 

Bis wir unser Verlangen zu Genießen noch nicht analysieren, und darin noch nicht das ganze System der Verbindungen und Eigenschaften, aus welchen es besteht endeckt haben, scheint es uns dass dieses Verlangen nichts besonderes an sich hat.

Aber wenn uns seine Tiefe Schritt für Schritt enthüllt wird, sehen wir, wie komplex dieses System ist.

In der Quantenphysik dringen die Wissenschaftler immer tiefer in die Materie ein. Sie endecken mit jedem Schritt eine ganze Welt von immer kleineren Elementarteilchen, welche früher für untrennbar gehalten wurden.

So dringen auch wir immer tiefer in unser Verlangen ein. Aber was sehen wir darin? Wir sehen wie das höhere Licht, das dieses Verlangen geschaffen hat, eingewirkt hat und die vier Stadien des direkten Lichtes darin geschaffen hat und in diesen vier Stadien, baut es seine eigene Struktur, da das Licht in das Verlangen eingedrungen ist.

In dem Verlangen gibt es nichts, ausser dem Verlangen selbst . Aber das Licht schafft darin Unterschiede nach fünf Stadien des Awijuts (Dicke) des Verlangens (Schoresch, Alef, Bet, Gimel, Dalet), Sfirot, Welten, Parzufim, Linien, unendlich viele Arten von Verbindungen und Formen, wobei jede ihre speziellen Eigenschaften und Besonderheiten hat. Unendlich viele Unterschiede, die alle vom Licht kommen.

Deshalb, je mehr wir das Verlangen zu Geniessen enthüllen, desto mehr entdecken wir das Licht, den Schöpfer, seine Natur. Aber wir offenbaren Ihn aus der Materie, aus dem Verlangen zu Empfangen heraus, und das heißt „die Form, die in die Materie eingekleidet ist“.

Wir enthüllen nicht den Schöpfer selbst, sondern die Handlungen die Er in dem Material getan hat, – und daraus erkennen wir Ihn, wie es geschrieben steht: „Aus deinen Taten erkenne ich Dich“.

Wir dringen in das Material selbst ein. Der Schöpfer hat Sich in dem Material abgedruckt und wir entdecken, dass wir uns in dem gleichen Material befinden. Dort treffen wir uns mit dem Schöpfer und deshalb, bleibt Atzmuto unerkennbar.

 

Auszug aus dem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 02.01.2011

Die weise Liebe

Wenn der Schöpfer uns zur Ähnlichkeit mit Ihm anleiten will, wie kann Er aber dann in uns die Empfindung Seiner Größe, die Wichtigkeit der Eigenschaft des Gebens erwecken, damit wir unseren Zustand verändern wollten?

Es bleibt uns keine andere Wahl, als nach und nach die kleinen Stufen hinaufzusteigen und sich darin zu bemühen, die höhere Stufe im Hinblick auf den laufenden Zustand zu bevorzugen.

Deshalb kann der Schöpfer uns Seine Liebe nicht sofort öffnen! Denn wenn Seine Liebe offenbart wäre, dann würde die ganze Treppe, der ganze Unterschied zwischen den Stufen vernichtet. Das Kind ist wie ein Chef in der Familie, und es denkt, dass seine Eltern für es alles machen würden. Es benutzt ihre Liebe!

Wenn es sich wo anders befindet, dann benimmt er sich auch ganz anders: es wird niemals genauso wie zu Hause fordern. Es würde sich genieren und sich fürchten. Aber zu Hause gibt es weder die Scham, noch die Angst!

Hätte der Schöpfer uns Seine Liebe offenbart, so könnten wir, die unerzogenen Kinder, Seine Größe niemals bewerten. In unserer Welt wirkt in uns der Naturinstinkt, welcher uns dazu zwingt, erwachsen zu werden und sich zu entwickeln. Aber in der spirituellen Welt existiert ein solcher tierische Instinkt nicht! Wir müssen in uns selbst diesen Wunsch entwickeln.

Und wenn sich der Schöpfer offenbart hätte, dann würden wir Ihn in allem vernachlässigen, weshalb Er sich zu verbergen hat, um uns die Entwicklung zu ermöglichen, Seine Größe in der Finsternis zu bewerten, denn im Licht könnten wir es niemals.

Gerade darüber beklagen sich die dunklen Mächte (Klipot), die den Schöpfer noch bis zum Erhalten des Schirmes enthüllen wollen. Dann bliebe uns überhaupt keine Möglichkeit, das Geben zu erreichen.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Die Kabbala und die Philosophie“, 03.01.2011