Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der Anfang einer neuen Welt

Auszug aus dem Unterricht Nr. 2, in Moskau
Die Menschheit begreift noch ungenügend, was ihr noch an Wissen der Offenbarung fehlt. Wir sind verwirrt und verstehen nicht, wie wir handeln sollen.
Doch die Wissenschaft der Kabbala ist nicht dafür da, um unser Leben in Ordnung zu bringen. Umgekehrt, sie sagt, dass wir uns aus dieser Welt in die Höhere erheben sollen, welche sich uns langsam offenbart.
Dort ist das Dasein ganz anders, nicht in in unserem Inneren, sondern zwischen uns. Im Raum, zwischen den Teilen des Universums, werden wir die neuen Erscheinungen und uns selbst anders empfinden, als intergral und global verbunden, existierend in einem System.
Anstatt nur mich selbst, werde ich dieses System als ein Ganzens empfinden. Dann verschwindet die Empfindung seines abgesonderten Ichs im Menschen. Sein Ich wird zur Gemeinsamkeit, zur ganzen Welt.

Dieser Übergang sollte laut Kabbala zu unserer Zeit geschehen. Deswegen decken wir die globale Krise in Allem, was wir in tausenden von Jahren unserer Entwicklung geschaffen haben, auf. Wir müssen sehr schnell zu der Erkenntnis kommen, dass die Existens in der Vergangenheit nicht mehr möglich ist und die Zeit gekommen ist, eine andere Beziehung zu mir selbst und zu der Welt aufzubauen. Wir sollen zu der Erforschung „der Lehre“ zwischen uns kommen, welche mit riesiegen Kräften gefüllt ist. Diese Kräfte verwalten alles.
Dann finden wir heraus, wer wir sind und wofür wir da sind, und werden die Vollkommenheit der anderen Welt erlangen. Einerseits, werden wir von Leiden dazu angestoßen, andererseits werden wir von der höheren Kraft angelockt. In Jedem existiert der Punkt im Herzen, der Anfang einer neuen Welt, welche sich in der Lehre offenbart.
Die ganze Wissenschaft der Kabbala ist darauf aufgebaut, um die neue Welt zu offenbaren, ein zusätzlicher Umfang in welchem wir existieren können. Sie erzählt uns über die Mittel, dank welchen wir diese Welt emfinden und erforschen, sowie mit ihr zusammenwirken können.

Auszug  aus dem Unterricht über den Artikel von Rabash, 16.01.2011

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Die Schritte ins Unerforschte

Frage: Warum wirkt das Licht so langsam auf uns ein? Was sollen wir denn noch machen?
Meine Antwort: Wir schreiten mit sehr großen Schritten voran. Doch sind wir nicht in der Lage zu messen, wie lange wir noch zur Korrektur unserer Wahrnehmung brauchen, um aus unserem Verlangen zu Empfangen in das Geben zu wechseln, um die höhere Kraft anzuziehen, damit sie diese „Zahnräder“, unsere Seelen miteinander verbindet und wir die höhere Kraft empfinden können.
Weder ich, noch die Kabblisten der letzten Generationen oder andere Menschen auf der Welt, befanden sich in solchen Zuständen, in welchen wir uns heute befinden. Niemals strebte so eine große Gruppe von Menschen zur Endkorrektur, ohwohl die Offenbarung des Schöpfers in ihnen fehlt. Da es kein Beispiel dafür gibt, kann ich nicht sagen, in welcher Form es geschehen wird.
Denn die Wissenschaft der Kabbala ist wie die Natur: wenn etwas nicht offenbart ist, weißt du nicht, was zum Vorschein kommt. Ein richtiger Wissenschaftler wird sagen, dass nach seinen Berechnungen es so oder so geschehen soll, doch wenn er einen Schritt vorwärts macht, dann tritt er in das Unerforschte ein.
Es gibt Wissenschafler, die jahrelang irgendeine Erscheinung erforschen, und davon überzeugt sind, dass es genau so geschieht. Eines Tages bekunden sie: „Nein, wir haben uns getäuscht“, und fangen von Neuem an.
Das Gleiche gilt für die Kabbala. Sie ist eine Wissenschaft! Wir sollen selber die höhere Welt offenbaren und nicht ein Telegramm, eine SMS, oder etwas anderes daraus erwarten.
Alles, was bis zum jetzigen Moment offerbart wurde, wurde in den eigenen, individuellen Eigenschaften jedes Kabbalisten offenbart. Doch jetzt müssen wir die höhere Welt in einem riesigen Verlangen, in der Verbindung zwischen uns offenbaren. Und es wird zum ersten Mal passieren!
Wahrscheinlich werden nicht alle 7 Milliarden Menschen sich verbinden, doch werden es Hunderttausend oder sogar Millionen sein.
Anders gesagt, ging das Streben nach der Offenbarung der spirituellen Welt, aus dem Individullen zum Gemeinsamen über. Es wurde niemals davor realisiert, und deshalb ist es unmöglich vorher zu sagen, wann es geschieht. Trotzdem schreiten wir in einem großen Tempo voran!

Auszug aus der Lekton am Tag der Einheit, 26.12.2010

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Wozu braucht der Schöpfer Mich?

Frage: Das Ziel der Schöpfung ist mir mehr oder weniger klar. Was unklar ist, wozu braucht der Schöpfer das alles? Wozu braucht er mich? Wozu hat Er das gemacht?

Meine Antwort: Er hat es aus zwei wichtigsten Gründen gemacht. Erstens, weil Seine Natur – der Gute und das Gute Schaffende ist. Das heißt Er möchte uns eine unendliche Erfüllung, über der Zeit, Bewegung, Raum, und über allen Beschränkungen geben.

Und der zweite Grund besteht darin, dass diese Erfüllung auf der gleichen Ebene, wie bei dem Schöpfer soll, und dass wir den gleichen Status wie Er genießen können und wie Er sein können. Aber solchen Zustand müssen wir selbst erreichen, indem wir eine Unabhängigkeit erlangen und unseres „Ich“ bis zu seinem Niveau vergrößern.

Es ist uns noch nicht klar wie wir bis zur solchen Niveau wachsen können, aber wir werden zu einem solchen Zustand gelangen, dass wir dem Schöpfer in allem gleich sein werden.

Die Kraft des Guten bzw. die Kraft der Liebe die der Schöpfer ist, die Schöpfung zu schaffen und sie zur Vollkommenheit führen. Aber in der Tat, befinden wir uns schon jetzt in einem vollkommenen Zustand. Er hat uns vom Anfang an so geschaffen.

Er hat uns nicht in diesem miserablen Zustand, in dem wir uns jetzt befinden geschaffen, und als ob wir jetzt müssten uns neue aufbauen. Nein, wir brauchen nur unseren wahren Zustand zu entdecken. Und bezüglich des Schöpfers befinden wir uns nach wir vor in dem vollkommenen Zustand.
Aber wenn wir diesen Status nicht selbständig erlangen, werden wir auch nicht in der Lage sein die Welt der Unendlichkeit zu fühlen. Auch jetzt können wir ihn fühlen, aber da unsere Kelim unterentwickelt sind, spüren wir stattdessen unsere Welt.

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Herrin des Gebens

Frage: Wer oder was ist „das Licht, das zur Quelle zurückführt“? Ist es der Schöpfer?

Meine Antwort: Das Licht, der Schöpfer, die Höhere Kraft – das alles ist ein und dasselbe: die allgemeine Kraft des Gebens, welche über die Welt herrscht, eine riesige Sphäre, innerhalb dessen wir uns befinden. Heute wird sie immer enger, und wirkt auf uns durch ihre Kraft immer mehr ein.

Das heißt die Natur oder der Schöpfer, denn im Hebräischen ist der Zahlenwert (die Gematrie) dieser Wörter identisch. Und das Leuchten, das sich von da aus verbreitet, heißt das Höhere Licht, das Geben.

Auszug aus der Vorlesung in Natania, 12.12.2010

Schätze jeden Moment

Jeder von uns soll sich Sorgen machen, dass seine Zeit rational genutzt wird.

Ich kann es mir nicht vorstellen, dass jemand ohne einen persönlichen Arbeitsplan in irgendetwas erfolgreich sein kann. Es ist notwendig einen solchen Plan für die bevorstehende Woche zusammen zu stellen, damit klar wird, was man zu erledigen hat.

Ich muss es für mich selbst bestimmen und darf vom Geplanten nicht abweichen. Außerdem muss dieser Plan mit allen anderen Arbeitsplänen übereinstimmen, damit ich wie ein Zahnrad mit dem ganzen System verbunden bin.

Deshalb müssen jede Stunde und jede Minute strickt eingeteilt werden. Und in dem gleichen Ausmaß wie der Mensch sich um das Äußere kümmert, damit aus seiner Arbeit etwas für die andere entsteht, in dem gleichen Ausmaß ist er auch in der inneren Arbeit erfolgreich.

Auszug aus einem Gespräch über die spirituelle Arbeit, 17.12.2010

Anstrengung unten, Empfindung oben

Frage: Während der Vorbereitungen auf den Europäischen Kongress in Berlin haben wir Schwierigkeiten damit, die Kraft von der Umgebung zu schöpfen. Wie können wir bei all den physischen Handlungen nicht die Verbindung mit dem inneren Ziel verlieren?

Meine Antwort: Zu allererst ist es gut, dass die Menschen den Mangel an Absicht spüren, denn ohne die innere Komponente, sprich die Absicht zu geben, kann die äußere Anstrengung nicht zum Erfolg bei der Enthüllung des Schöpfers führen. Woher sollen wir also die richtige Absicht zur Vereinigung und Verbindung erhalten, innerhalb deren wir handeln werden?

Wir müssen uns anstrengen – wie ein kleines Kind sich anstrengt, um groß zu werden – wir müssen uns aus aller Kraft an der Absicht festhalten und dürfen nicht vergessen, dass wir alle äußeren Handlungen ausgehend von der inneren Anstrengung ausführen. Und inwieweit es gelingt, hat nichts mehr mit unserem Erfolg zu tun.

Vielleicht will man uns zeigen, dass wir wirklich klein sind und keinen Erfolg haben, damit wir aufhören, stolz auf uns zu sein, und spüren, dass ohne die Hilfe von oben keine Absicht in uns entstehen kann, dass wir uns durch eigene Kraft nicht verbinden können.

Wenn wir selbst damit fertig werden könnten, würden wir den Schöpfer nicht brauchen und den Zustand „lass uns zum Pharao gehen“ nicht erreichen können.

Im Grunde genommen, sollte sich der Mensch niemals über die eintretenden Zustände beklagen. Sie werden als Folge des Vorankommens enthüllt und sind deshalb in jedem Augenblick richtig. Die Frage besteht darin, wie man mit Hilfe der Gruppe die richtige Haltung diesen Zuständen gegenüber aufbaut.

In den meisten Fällen machen wir uns Vorwürfe wegen der Vergangenheit: etwas falsch, schlecht gemacht, verpasst, nicht gekonnt usw. Auf diese Weise wirkt die unreine Kraft/Klipa auf uns ein, die uns in die Vergangenheit zurückkehren lässt. Das Gleiche bezieht sich auf die Enttäuschung von eigenen Eigenschaften: was hat es für einen Sinn, sich selbst etwas vorzuwerfen, wenn es unbestreitbar ist, dass wir Egoisten sind und jedes Mal nur das enthüllen? Über diesem Zustand müssen wir unsere richtige Haltung bilden.

Aus diesem Grund hängt alles von der Anstrengung ab. Vielleicht ist der Mensch unzufrieden und möchte etwas anderes haben – es ist unwichtig, weil die Empfindung von oben kommt. Den Anfängern wird gezeigt, wie erfolgreich sie sind, sie werden ermuntert und angespornt wie kleine Kinder. Denjenigen aber, die vorankommen, werden ihre Mängel und Fehler gezeigt, damit sie … sich nicht selbst korrigieren, sondern nach der Korrektur verlangen. Dabei kommen uns alle Reaktionen zugute.

Die innere Arbeit eines Menschen in Bezug auf die Gruppe soll von den Handlungen zur Organisation von Unterrichten, Kongressen und Verbreitung getrennt werden. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun: die inneren Auf- und Abstiege sollten keine Auswirkung auf die äußere Arbeit haben. Es gibt einen Tagesablauf/ein Programm, und wir handeln dementsprechend, unabhängig von den Verlangen.

In der inneren Arbeit strengen wir uns nach Möglichkeit an, und die Empfindung, die wir erhalten – ob gut oder schlecht – hängt davon ab, was genau wir empfinden sollen. Wenn wir keine Begeisterung, keinen Elan und keine allgemeine Unterstützung empfinden, dann bedeutet es, dass uns durch diese Empfindung geholfen wird, vom Egoismus abzuschalten.

Die Enttäuschung von den laufenden Zuständen führt dem Menschen vor Augen, dass das egoistische Verlangen ihn nicht unterstützt, und er kehrt ihm auf natürliche Weise den Rücken zu. Der Egoismus trägt selbst dazu bei, dass wir ihn ablehnen, und das bedeutet „Hilfe gegen sich selbst“. Das unangenehme Gefühl bei der Arbeit, das in uns existiert, ist Hilfe von der gegenüberliegenden Seite, bis wir in der Lage sein werden, uns über unsere eigene Natur zu erheben und einen Blick auf sie von oben zusammen mit dem Schöpfer zu werfen. Das bedeutet, dass ich zusammen mit dem Schöpfer gegenüber dem Pharao stehe. Auf diese Weise erhebe ich mich über ihn und überquere den Machsom.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 24.12.2010

Wenn die Arbeit ein Vergnügen ist

Frage: Wann versteht der Mensch endgültig, dass ihm nur der Schöpfer helfen kann und dass die einzige Hilfe der Einschluss in die Gruppe ist?

Meine Antwort: Auf der letzten Stufe des Ausganges aus dem Exil. Erst dann entstehen der wahre Schrei und das wahre Bedürfnis. Aber auch diese Stufe wird auf weitere Etappen aufgeteilt: Die Flucht, die Überquerung des endlichen Meeres, der Berg des Hasses (Sinai), die Aufrufe und die Verzweiflung. Hier steckt eine Menge der Sachen dahinter.

Wir warten die ganze Zeit darauf: „Wann wird die Arbeit endlich gemacht und der Schöpfer offenbart sich?“ Es ist richtig, Er wird sich offenbaren, aber dann folgt wieder mehr Arbeit.

Jedoch sieht der Mensch darin ein Abenteuer, ein Genuss. Wenn du jemanden gern hast, dann bemühst du dich für den Geliebten, diese Arbeit ist also ein Genuss für dich. Du genießt, weil du etwas für ihn machen kannst.

Indem du dich „egoistisch“ bemühst, strengst du dich an, um später die Früchte deiner Arbeit zu genießen. Wäre es nur möglich, die Früchte ohne Bemühungen zu kosten. Eine andere Sache ist es, wenn du aus der Nächstenliebe handelst: Dann sind die Bemühungen selbst ein Genuss. In deinen Bemühungen selbst erntest du die Früchte.

Versuche etwas für denjenigen zu machen, den du liebst, zum Beispiel für deinen Sohn. Egal wie sehr du dich bemühen muss, spürst du die Liebe und den Genuss während der ganzen Arbeit, und es ist das Angenehmste gerade dann, wenn du dich anstrengen muss. Wenn du einfach ein Geschenk machst und siehst, welches Vergnügen es bereitet, dann wirst keinen vergleichbaren Genuss empfinden. Wenn du liebst, dann bringen dir gerade die Bemühungen Freude.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel von Rabasch „Welche Kräfte brauchen wir in der spirituellen Arbeit“, 09.01.2011

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„Deine Wahrheit in der Nacht zu verkünden“

Frage: Ich studiere eine zeitlang in Kabbala Campus, und befinde mich jetzt in einem solchen Zustand, wo ich nichts verstehe und nichts fühle….

Meine Antwort: Je mehr der Mensch lernt, desto eher geht er in den Zustand ein, wo er nichts fühlt und nichts versteht. Und später lässt er diese Schranke hinter sich.

Es handelt sich dabei um eine sehr interessante Empfindung. Es ist geschrieben, dass Rabbi Shimon hat sich einst als einfacher Händler – als Shimon vom Markt gefühlt. Das heißt, sein ganzes Wissen, alle Empfindungen, alle Eindrücke, die mit der Wissenschaft der Kabbala verbunden waren, waren verschwunden.

Aber entsprechend der empfundenen Dunkelheit – hat er auch die Stufe gefühlt, die er erkennen sollte. Wenn der Mensch sich spirituell entwickelt, dann ist der Bruch zwischen dem, was er während des Aufstiegs erreicht hat, und dem, wohin er „fällt“, indem er alles verliert, riesig.

Wenn dich also die Dunkelheit umringt, dann wird dir nur die Tatsache helfen, dass du sie gründlich studierst und verstehst, worin genau sie gezeigt wird.

Was geschieht gerade, welche Gefühle ruft sie in dir hervor, bist du verwirrt, wo ist für dich die absolute Finsternis, bist du verzweifelt, hast du keine seelischen Kräfte mehr, und wo gibt es sie noch ein wenig – solche Klärungen sollen wir im Zustand der Finsternis machen. Das heißt „Arbeit in der Nacht“ – eine Periode, die von den Weisen der Kabbala sehr beachtet wird: „Am Morgen zu verkünden deine Gnade, und deine Wahrheit in den Nächten“ (Ps. 92:3).

Mit anderen Wörtern, beginnt der Mensch innerhalb der Dunkelheit zu unterscheiden, was offenbart werden soll, weil die Dunkelheit eine Rückseite des Lichtes ist. Und wenn du nicht einfach sitzt und dich selbst auffrisst, sondern analysierst sie richtig, dann tritt „der Morgen“ ein, und das Licht beleuchtet alles.

So soll der Mensch innerhalb der Dunkelheit das Licht erkennen und prüfen, was genau er aus dieser Dunkelheit erkennen soll. Und schon aus der Dunkelheit soll der Mensch erkennen, dass er sich an dieses Ziel annähert.

Es ist eine sehr angenehme Arbeit – sich in der Dunkelheit zu befinden! Dieser Zustand ist einzigartig. Auf diese Weise wird uns gezeigt, inwiefern wir selbst zu nichts fähig sind, etwas zu machen. Der Mensch erkennt schließlich seine wahrhafte Natur, versteht, dass er ohne Hilfe von oben nichts wert ist.

Wenn dir das Höhere Licht leuchtet, dann richtest du dich auf, wie eine Blume, die sich zur Sonne erstreckt. Und wenn es kein Licht gibt – dann fällst du sofort runter.

Auszug aus der Vorlesung in Nord Tel Aviv, 19.12.2010

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Als Erwachsene zurückkehren

Kabbalist Michael Laitman: Wir lesen die Werke der Kabbalisten, der Menschen, welche die höhere Welt, die Superrealität offenbart haben. Wir verstehen und fühlen nicht worüber sie uns erzählen und folgen einfach ihren Worten.

Sie sagen uns, dass eine Höhere Kraft existiert, die von alleine nicht begreifbar ist. Von unserer Seite begreifen wir sie als den Schöpfer, der Gute und das Gute schaffende. Der Schöpfer hat aus dieser Eigenschaft die Schöpfung geschaffen und wünscht, dass sie sich entwickelt und Seine Wohltat annimmt.

Die Wohltat besteht darin, dem Schöpfer gleich zu werden. Es gibt nichts Besseres oder Höheres. Deswegen bedeutet „Gutes tun“ die Schöpfung auf die Stufe des Schöpfers zu führen.

Dafür sollten wir zwei Parameter erlangen, welche Ihm eigen sind: die Vollkommenheit und die Selbständigkeit. Die Selbständigkeit ist ein Teil der Vollkommenheit, doch für uns hat sie eine eigene Bedeutung und steht am ersten Platz. Wir sollten selbständig sein, so wie der Schöpfer. Wie er vor der Erschaffung selbst existierte, so sollen wir, obwohl wir seine Schöpfung sind, auf die gleiche selbstständige Ebene aufsteigen.

Darüber hinaus sollen wir in der Lage sein, selbst die Stufe des Guten und das Gute Schaffende zu erlangen.

Damit uns solche Möglichkeit zur Verfügung steht, hat der Schöpfer den vollkommenen Zustand erschaffen, wo wir mit Ihm identisch, einander gleich sind. Einer gleicht dem Anderen, was bedeutet, dass wir in Allem vereint sind – in den Eigenschaften, in der Wahrnehmung, in der Selbständigkeit usw.

Aus diesem Anfangs-bzw. Endzustand beginnt Er uns in verschiedenen Bereichen der Wahrnehmung zur vollkommenen Gegensätzlichkeit Ihm gegenüber, ab zu senken. Und aus dieser Gegensätzlichkeit, gibt Er uns die Möglichkeit zurück in die Vollkommenheit mit einem kostbaren Gepäck zurück zu kehren. Nach Hause zurückkehren, das ist alles, was wir brauchen.

Auszug aus einem Unterrichte über den Artikel von Rabash „“Was bedeutet der Verbot über einem leeren Tisch den Segenspruch zu sprechen in der spirituellen Arbeit“, 13.11.2011

Die Etappen der Montage

Unser Ziel ist die Rückkehr zum Schöpfer. Alles ist schon „zum Abendmahl“ vorbereitet, aber wir müssen zuerst unseren Weg prüfen, um alle existierenden Mittel zu finden und, zu verstehen, wie sie richtig zu verwenden sind.

Natürlich, gibt es nichts neues, weder in uns selbst, noch in den Mitteln, die für unseren Weg vorbereitet sind, oder in den Prozessen und den Erscheinungen, die wir beim Aufstieg empfinden werden, sowie in ihren Ergebnissen. Unsere Arbeit besteht nur in der Analyse, in der Prüfung der Mittel und deren richtigen Montage.

Als ob uns ein kaputter Mechanismus gegeben wäre, damit wir herausfinden, was er in der korrigierten Form darstellt und nach welchem Verfahren man seine Teile sammelt.

Hierfür wird uns auch die Vernunft vom Schöpfer gegeben. In uns selbst kann nichts Neues heranwachsen. Es steht geschrieben: „Es gibt nichts neues unter der Sonne“. Wir bekommen die ganzen Informationen von oben, und von uns hängt nur eins ab – der Willen den Prozess der Korrektur, d.h. der Montage aller Elemente der Schöpfung zu realisieren.

Nichts ist zufällig geschaffen, nichts schadet uns, alles hat seine Stelle. Die Aufgabe besteht nur darin, alle Elemente in der einheitlichen Harmonie zu verbinden, und das sollen wir lernen.

Dann werden wir etwas neues empfinden – das Wissen, das Begreifen, die Vollkommenheit, die Beziehung, die dem Guten und das Gute Schaffenden eigen ist, die Liebe, die uns vom Schöpfer offenbart wird, Seine Sorge.

Im Endeffekt begreifen wir unsere Offenbarung. Und alle Etappen auf dem Weg heißen die Etappen der Offenbarung der Höheren Lenkung, der Beziehung des Schöpfers zu uns.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel von Rabasch „Was bedeutet der Verbot über einem leeren Tisch den Segenspruch zu sprechen in der spirituellen Arbeit“, 13.01.2011