Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Durch das Prisma der beiden Verlangen

Wir müssen uns ändern um den Schöpfer erreichen zu können, weil wir Ihn in neuen Gefäsen der Wahrnehmung erlangen, in neuen Verlangen. Offensichtlich sind die Verlangen selbst nicht neu, sondern sie verbinden sich in uns, auf neue Weise.

Wir besitzen das Verlangen, Vergnügen zu empfangen und das Verlangen zu schenken. Um den Schöpfer zu enthüllen, müssen wir eine solche Verbindung zwischen diesen Verlangen in uns selbst schaffen, die es uns ermöglicht, Ihn zu erkennen. Der Schöpfer besitzt 125 aufeinanderfolgende Formen der Enthüllung, während Er Sich Selbst für uns mehr und mehr enthüllt, genauer und genauer. Es sind 125 Stufen entlang denen wir aufsteigen und fähig werden Ihn immer mehr zu sehen, und zu spüren.

Wie finden wir den Schöpfer? Sobald wir eine Verbindung zwischen unserem Verlangen zu empfangen und dem Wunsch zu schenken geschaffen haben, wo der Wille zu schenken über den Willen zu empfangen auf der ersten spirituellen Stufe herrscht, indem er eine Form gleich zum Schöpfer annimmt, sehen wir unmittelbar den Schöpfer durch diese Verlangen und ihre Einheit.

Mit anderen Worten, ich muss in mir eine gemeinsame Eigenschaft zwischen dem Verlangen zu geniessen und dem Verlangen zu schenken schaffen, so dass es identisch, gleich und vollwertig zum Schöpfer auf der kleinsten Stufe Seiner Enthüllung wird. In diesem Fall werde ich Ihn erkennen, verstehen und spüren.

Auch in unserer Welt existieren verschiedene Naturerscheinungen. Um sie zu verstehen muss ich intelligenter werden, zusätzliche Wahrnehmungen erlangen und mehr studieren. Dann werde ich beginnen zu verspüren was geschieht, auf welche Art und Weise, und was diese Phänomene sind.

Das gleiche geschieht in der Weisheit der Kabbala. Um in jedem von uns eine Verschmelzung hervorzurufen, eine gemeinsame Durchdringung des Verlangens zu empfangen mit dem Verlangen zu schenken auf der ersten spirituellen Stufe und weiter auf allen 125 Stufen, benötige ich das Licht, das diese Veränderung in mir schafft, ich selbst bin dazu nicht in der Lage, weil ich mich auf der untersten Stufe befinde, ich besitze nicht die geringste Idee, was ich auf der nächsten Stufe werden muss, wie ein kleines Baby, das nicht weiss, wie es aussehen wird, wenn es ein Jahr alt sein wird.

Daher wurde uns das Studium gegeben. Wir müssen uns hinsetzen und von den authentischen Quellen lernen, und die beste Quelle, aus der das Licht hervorkommen kann ist das Buch Sohar. Wenn wir dieses Buch zusammen studieren, wird das als „Glaube über dem Verstand“ angesehen, sofern, während wir das tun, jeder darüber nachdenkt, wie er sich mit den anderen vereinigen wird. Dies geschieht weil wir in der Verbindung zwischen uns die Form des Schöpfers erzeugen, die richtige Paarung zwischen dem Verlangen zu empfangen und dem Willen zu schenken, so dass das Verlangen zu schenken über das Verlangen zu empfangen herrscht, ihm hierbei die richtige Form gebend.

Wenn ich mir wünsche, dass es während des Studiums geschehe, ist das ausreichend. Es gibt kein grösseres Gebot und nichts lebenswichtigeres. In diesem Fall ziehe ich das Licht an, damit es diese Verlangen für mich angleichen wolle.

Es ist das Licht, das dies leistet. Ich benötige nichts anderes zu wissen. So wünscht ein kleines Kind zu wachsen und deshalb läuft, spielt und tut es, was immer es tun kann. So tue ich, wie ein Kind, alles was möglich ist, um das Licht zu veranlassen, zu kommen, mich umzugestalten und mich zurück zur Quelle zu bringen, zum Schöpfer.

Aus dem ersten Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 18/02/2011, „Einführung in den Sohar“

Erkenne dich selbst, erkenne den Schöpfer

Der Schöpfer hat einen vollkommenen Zustand erschaffen, wo wir vollkommen sind und in der Verschmelzung mit Ihm existieren. Doch um diesen Zustand zu empfinden, müssen wir zuerst eine Sensibilität dafür entwickeln und lernen, seine Komponenten zu unterscheiden. Diese Sensibilität muss aus unserm Innern kommen; wir müssen eine spirituelle Wahrnehmung erwerben. Es ist unmöglich, die Wahrnehmung außerhalb zu bekommen, obwohl der Schöpfer allmächtig ist.

Das Geschöpf muss seinen eigenen Zustand im Vergleich zu dem des Schöpfers spüren. Es soll sich in der Verschmelzung und der Vollkommenheit zwischen sich selbst und dem Schöpfer erfreuen und seine Ähnlichkeit mit dem Schöpfer spüren, denn es gibt nichts Vollkommeneres. Dazu muss das Geschöpf zwei Zustände in seinem Innern haben, zwei Elemente der Wahrnehmung oder zwei Eigenschaften: das, was es selbst ist und das, was der Schöpfer ist. Es muss fähig sein, die Unterschiede dieser Eigenschaften in ihrer Tiefe zu erkennen. Nur dann wird das Geschöpf den Wert und die Erhabenheit der Verschmelzung mit dem Schöpfer spüren.

In dem erschaffenen Wesen muss es zwei Gegensätze geben. Aus einem vollkommenen Zustand und erschaffen vom Schöpfer, müssen wir zuallererst unsere eigene Natur erkennen, als ob es den Schöpfer nicht geben würde. Und dann, Schritt für Schritt, müssen wir die Stufen gehen, um die Natur des Schöpfers zu erkennen.

Dann werden wir das Ziel erreichen: Wir werden unsere Natur und die Natur des Schöpfers, und die Trennung und Einheit zwischen ihnen erkennen. Schließlich wird uns das Kraft und eine Empfindung der Größe des vollkommenen Zustandes geben, in welchem wir jetzt schon existieren.

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 22.02.2011, Schriften von Rabash

Ich wünsche Ihnen mehr Licht auf dem Wege

Frage: Wie funktioniert das informative Gen des Entwicklungsprozesses (Reschimo)?

Meine Antwort: In mir wird das nächste informative Gen (Reschimo) offenbart, und ich beginne, sein Potential zu empfinden – die Beziehung zwischen dem Licht (Reschimo de-Itlabschut) und dem Wunsch (Reschimo de-Awijut ).

Die Reschimo entspricht vollständig dem spirituellen Zustand, darin existiert sein gesamtes Licht und die Wünsche und es mangelt nur am Schirm, der sie miteinander verbinden soll, das heißt es fehlt die Realisation!

Ich beginne einen noch nicht realisierten spirituellen Zustand zu empfinden. Und deshalb empfinde ich die ganze Kraft der Bitterkeit aus der Gegensätzlichkeit des Lichtes und der Wünsche, die sich miteinander nicht verbinden, sowie ineinander nicht eingehen können. Das wird entweder in Form des spirituellen Leidens, oder eben materiell – als eine Epidemie, eine Katastrophe, eine Krankheit, Unfälle, Kriege, als alles Mögliche empfunden.

Das geschieht, wenn ich für das Eintreffen der Reschimo nicht bereit bin. Wenn ich dagegen seine Offenbarung selbst hervorgerufen hätte, dann würde ich mich über seine Realisation freuen. Aber wenn es zu mir kommt, wenn ich noch nicht vorbereitet bin, wenn ich also nicht im bereit bin, den Schirm zu empfangen um dieses Reschimo in den spirituellen Zustand umzuwandeln, dann wird es in Form eines riesigen Leidens offenbart: eine solche Opposition des Lichtes und des Wunsches, wo sich Licht und Finsternis gegenüber stehen, und ich mich dazwischen, in der Mitte befinde.

Dann ergibt es sich, dass ich den fehlender Teil des Schirmes enthülle, der sie eigentlich verbinden sollte! Darin besteht eben der ganze Unterschied zwischen dem Weg des Lichtes und des Leidens.

Auf dem Wege des Lichtes bereite ich mich freiwillig vor, und ich wünsche sehr, dass ein neues Reschimo offenbart wird! Ich bereite die Umgebung vor, studiere, bereite mich vor, um dieses Reschimo realisieren zu können und ich warte sennsüchtig darauf! Ich beschleunige diese Entwicklung und die Offenbarung der Reschimo. Und in dem Augenblick, wo ich bereit bin, wird diese neue Reschimo offenbart.

Aber wenn ich mich nicht beeile, dann wird es entsprechend seiner eigenen Geschwindigkeit eintreffen: wenn ich soweit bin, dieses Leiden zu ertragen, wird die schmerzhafte Reschimo offenbart. Es wird mich folglich zwingen, in diese oder jene Richtung zu flüchten, um dem Schmerz zu entfliehen.

Möglicherweise wird dieses Leiden mir noch nicht helfen, zur Kabbala, in die Gruppe zu kommen, um die Methodik der Korrektur zu erreichen, und ich werde mich vergeblich quälen – krank sein, Kriege führen, sterben, wiedergeboren werden. Und inzwischen werden die Leiden meinen „Boden“ umgraben, was mit dem Satz „die Leiden mildern die Selbstsucht“ gemeint wird. Ich werde mittels der Leiden unbewusst die Differenz zwischen dem Licht und dem Wunsch in den Reschimo mildern.

Auf diese Weise erfolgt die unbewusste Entwicklung in den Anfangsstufen, wobei ich später sowieso gezwungen sein werde, den Weg des Lichtes zu wählen.

Auf dem Wege des Lichtes beschleunige ich die Offenbarung der Reschimo, wie auch gesagt wird: „Diejenigen, die zum Schöpfer (Israel) streben, beschleunigen die Zeiten“. Und es kommt manchmal vor, dass ich nicht in der Lage bin, die Zeit zu beschleunigen, infolge dessen komme ich mittels des Weges des Leidens voran. Und deshalb heißt dieser mittlere Weg „der irdische Weg“.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „das Vorwort zu Panim Meirot“, 28.02.2011

In der Spiritualität ist jeder gleich

Frage: Wie kann ein kleiner Mensch viele Leute zur Vereinigung bringen, von der seine Korrektur abhängt? Besitzt er wirklich die notwendigen Werkzeuge um dies zu vollbringen?

Meine Antwort: Es gibt weder kleine noch große Menschen. Wir befinden uns in der Welt der Unendlichkeit, einem vollkommenen, integralen System. Wenn sich jedoch ein Defekt in der Gesamtheit befindet, dann ist es nicht mehr vollkommen, und seine Ganzheit ist zerbrochen. Daher ist jeder genauso wichtig wie all die anderen.

Stell dir vor, dieses System hat einen Eingang und einen Ausgang, jedoch führt der Weg durch dieses System ohne Ausnahme durch alle seine Elemente, die in einer Kette verbunden sind. Spielt es in diesem Fall eine Rolle, wie viele interne Elemente defekt sind und die Kette zerreissen, tausend oder gerademal eines?

Offensichtlich, je weniger defekte Elemente verbleiben, um so leichter ist es, sie zu reparieren. Von diesem Standpunkt aus gesehen ist eine defekte Bindung derer von tausend vorzuziehen. Wenn wir allerdings das Ergebnis eines defekten, bruchstückhaften Systems untersuchen, wissen wir, dass ein defektes Element genügt, um das ganze System zu zerbrechen.

Deswegen ist jeder von uns wichtig und es gibt keine geringen oder bedeutenden Menschen. Jeder von uns wird gebraucht und wir müssen über alle nachdenken. Von der Perspektive des Schöpfers gibt es keinen Unterschied zwischen den Menschen, zwischen den Seelen, wie auch immer.

Aus dem 4.Teil des Täglichen Kabbalah Unterrichts vom 08/02/2011, „Die Freiheit“

Über den Baum von Gut und Böse nachsinnend

Wenn wir in uns die Empfindsamkeit für Gut und Böse nicht kultivieren, werden wir nicht wissen, wie wir sie in der rechten Weise zu gebrauchen haben.

Zudem ist wichtig, auf welche Art wir feststellen, was gut und was böse ist, weil für gewöhnlich erachtet ein Mensch das, was seinem Egoismus dient als gut und das, was ihm schadet als böse. Also was ist der Bezugspunkt, der auf die Definition von Gut und Böse verweist? Ist es in Beziehung zu mir, zur Gesellschaft oder zum Schöpfer? Was ist eigentlich „Gut“ und „Böse“?

Wir stehen heute einem grossen Problem gegenüber: Während unserer gesamten Vergangenheit haben wir getan, was für uns selbst das Beste war. Wir haben die Freiheit besessen Rohöl und Gas zu verteilen, unsere Umwelt zu verschmutzen und über nichts besorgt zu sein, bis wir eine Möglichkeit bekamen, mit Entsetzen zu sehen, was wir angestellt haben. Allerdings gibt es kein Zurück. Wissenschaftler sagen, dass das Schicksal des Globus entschieden ist: Wir haben die Grenze zur Umkehr bereits überschritten und können das zerstörte Heil nicht mehr wiederherstellen.

Das, was wir als gut empfunden haben, hat sich in schlecht verwandelt. Wären wir in der Vergangenheit empfindsamer und in der Lage gewesen, die Dinge im rechten Licht zu sehen, hätten wir das, was wir getan haben, nicht getan. An dieser Stelle hängt unsere Fähigkeit, Entscheidungen zu fällen, in hohem Masse von unseren Gefühlen ab. Letzten Endes ist das Verlangen die Hauptkraft und der Verstand entwickelt sich daneben um zu erfüllen, was das Verlangen wünscht. Intelligenz wächst nur ,um das Verlangte zu erlangen.

Ich denke darüber nach, was ich zu erreichen verlange und je mehr ich wünsche, um so mehr denke ich darüber nach. In Übereinstimmung damit entwickeln sich meine Bemühungen zu verlangen, was ich ersehne. Daher, neben einem grossen Verlangen ist immer ein grosser Gedanke, während sich neben einem kleinen Verlangen ein kleiner Gedanke befindet. Auf diese Art sind wir geschaffen. Diese Entwicklung findet auch in den lebenden Zellen statt genauso wie im gesamten Menschen.

Somit wird sich unser Verstand , indem wir eine grössere Empfindsamkeit für „Gut“ und „Böse“ entwickeln, im selben Masse entwickeln und wir werden weiser werden. Die einzige Frage ist, welche Kriterien werden wir verwenden um festzulegen, wann wir es mit gut und wann wir es mit böse zu tun haben?

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbalah Unterrichts vom 18/02/2011, „Die Freiheit“

Die Natur ist eingefroren und wartet auf deine Entscheidung

Frage: Welche Kraft erhebt die Welt am Samstag, nachdem Adam HaRishon geboren ist und bevor er in Sünde fällt?

Meine Antwort: Es gibt eine Kraft, die als ein „Erwecken von Oben“ (Itaruta de Laila) bezeichnet wird. Sie kann einfach als das Höhere Licht betrachtet werden, das sich aus der Welt der Unendlichkeit ausdehnt, wobei wir nicht wissen wie und warum. Doch in Wahrheit gibt es kein „Erwecken von Oben“ ohne ein „Erwecken von unten“ (Itaruta de Letata), vom Geschöpf selbst.

Es gibt eine Kette von Informationsgenen (Reshimot), die sich entfalten, die von den unbelebten, pflanzlichen, tierischen und sprechenden Stufen absteigen und sich nacheinander aufklären. Die Reshimot der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen entfalten sich auf natürliche Weise, unbewusst und von selbst, denn dort gibt es keinen freien Willen.

Sie entfalten sich nacheinander und kommen schließlich zu dem Zustand, wo es einen Sprung zu einer neuen Stufe gibt. Woher das kommt, wissen wir nicht. Doch es geschieht, weil die Vorbereitung auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen abgeschlossen sind und plötzlich beginnt man zu spüren, das sich der eigene Zustand verändert hat. Man fängt an, anders zu denken, Dinge anders zu sehen und alles anders zu empfinden.

Der Grund dafür ist, dass die Reshimot, die außerhalb unseres Bewusstseins, dem Verstehen, der Vorbereitung und dem freien Willen sind und die auf natürliche Weise bestimmt werden, realisiert wurden. Der Schöpfer bereitet alle Bedingungen für einen vor, damit man seinen freien Willen einsetzt und jetzt muss man alleine arbeiten.

Es ist den Vorgängen, die im Körper stattfinden, ähnlich. Man braucht sich keine Gedanken darüber machen, wie sich alle Atome und Moleküle darin bewegen, wie der Metabolismus und verschiedene innere Systeme arbeiten. Stellt euch vor, wie komplex diese Prozesse mit einer unendlichen Anzahl von Bedingungen sind und alle arbeiten sie automatisch.

Die spirituelle Entwicklung ist dem gleich: Die Höhere Kraft bringt uns an den Punkt, an dem unser freier Wille beginnt. Und dies breitet sich im gesamten System, dem gesamten Verlangen, das vom Schöpfer erschaffen wurde, der gesamten unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur, ihrem riesigen System, aus. Aber es ist nicht unsere Arbeit und es geschieht Dank der Wechselwirkung des Lichts und dem Verlangen automatisch.

Das Licht wirkt auf die Verlangen, die Verlangen reagieren auf das Licht und auf diese Weise strebt die gesamte Welt, das ganze Universum, alles danach, Gleichgewicht zu erlangen. Die einzige Ausnahme ist der Mensch!

Heute ist es so in unserer Welt: Die gesamte Natur befindet sich im Gleichgewicht, doch das Problem ist der Mensch, der seinen freien Willen einsetzen und dieses Gleichgewicht herbeiführen muss. Weil in der spirituellen Welt alle Ereignisse vor Adams Sündenfall, einschließlich dem Fall selbst, unter der Lenkung der Kraft von Oben (Itaruta de Leila) durch die Kette der Reshimot stattgefunden hat, bis wir zu dem Platz unseres freien Willen kommen, friert dort alles ein und wartet, bis der Mensch eine Entscheidung trifft.

Dieses geschieht gerade in unserer Welt: Die Natur wartet auf unsere Entscheidung. Sie wird Druck auf uns ausüben, weil die Reshimot der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen sich anstauen und uns zahlreiche Probleme auf allen Ebenen der äußeren Welt bringen, bis wir uns auf unserer sprechenden Stufe endlich entscheiden, dass wir für unsere Korrektur vorwärts gehen müssen.

Die unbelebte, pflanzliche und tierische Natur drängt uns, damit wir auf dem Weg der Korrektur auf unserer menschlichen Stufe weitermachen.

Aus dem 3. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, Talmud Esser Sefirot

Der Schirm ist dein Beitrag zur spirituellen Realität

Frage: Was ist ein Schirm (Massach)?

Meine Antwort: Der Schirm bringt das Licht und die Wünsche in Übereinstimmung. Denn wir alle unterliegen dem zwischen dem Geschöpf und dem Schöpfer bestehenden Gesetz der Übereinstimmung der Eigenschaften, welches erreicht werden muss.

Seitens des Schöpfers bleiben Seine natürlichen Eigenschaften erhalten, und seitens des Geschöpfs – die Eigenschaften, die es vom Schöpfer empfangen hat, die äußerlichen gebenden Absichten über seinem Naturwunsch des Empfangens.

Beide sollen dank dieser Eigenschaften gleich, identisch werden. Der Mensch soll die Form des Schöpfers erreichen, weshalb er als Mensch (Adam, dem Schöpfer „ähnlich“) bezeichnet wird.

Im folgenden Zustand (Reschimo) befindet sich das infomative Gen mit einem Paar: das Licht und den Wunsch, was das Bild des beliebigen spirituellen Zustandes darstellen, der noch nicht realisiert ist. Dieser Zustand ist dazu vorbestimmt, dass du ihn in den realen Zustand umwandelst.

Nehmen wir z.B. ein Restaurant und einen hungrigen Gast. Folglich muss man diesen hungrigen Menschen (sich selbst) ins Restaurant gehen lassen, die Rechnung bezahlen und sich das Essen servieren lassen, um den Hunger zu stillen. Das heißt,  Handlungen sind notwendig: die Bemühung, die Bezahlung und das Empfangen der Füllung.

Und diese Bedingung, die einerseits den Hunger und andererseits die Füllung verbindet, heißt „Reschimо“. Und meine übrige Arbeit für seine Realisation – heißt  „der Schirm“.

Der Schirm macht aus der potentiellen Reschimo den realen spirituellen Zustand. Reschimo gleicht sich den Ausgangsdaten im Computer an, die irgendwo „auf meinem CD“ gespeichert sind. Und wenn ich auf den Knopf drücke und es in Form eines Bildes am Bildschirm sehe, dann ist es schon die Realisation.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „das Vorwort zu Panim Meirot“, 28.02.2011

Zum bevorstehenden Kongress in Nordamerika

Frage: Worin besteht die Wichtigkeit des bevorstehenden Kongresses in Nordamerika und warum sollte man daran teilnehmen?

Meine Antwort: Unsere Welt befindet sich in einer sehr gefährlichen Lage, andererseits ist diese Lage sehr interessant und sensibel. Diese Situation herrscht im Moment in der ganzen Welt.

Und auf diese riesige und weite Welt können nur wir einen Einfluss ausüben, diejenigen, die sich mit der Kabbala beschäftigen, die als „Isra-El“ (Yashar-Kel, direkt zum Schöpfer) bezeichnet werden und über eine Verbindung mit der höheren Kraft verfügen – mit der einzigen Kraft, die in der Welt regiert.

Wenn wir uns verbinden und diese höhere Kraft beeinflussen wollen, um deren gute Einwirkung hervorzurufen, dann ist das im Grunde genommen die einzige Möglichkeit für die Welt, sich dem Guten zuzuwenden und den Weg des Guten zu gehen. Ansonsten wird sie den Weg der Leiden gehen, entsprechend dem Überhang, der beim Zusammenstoß von Gut und Böse in der Natur entsteht.

Es liegt nur in unseren Händen, durch unsere Verbindung eine gute Entwicklung in die Welt hineinzubringen und gute Zeiten für sie einzuläuten. Am 1. April kommen wir auf dem Kongress in Amerika, in New Jersey, zusammen, wodurch uns eine besondere Gelegenheit geboten wird, uns von dieser wichtigsten Weltmacht, von der meistens der stärkste Einfluss ausgeht, an die ganze Welt mit der positiven, richtigen Kraft zu wenden, die den Erfolg mit sich bringen wird.

Aus diesem Grund empfehle ich allen, die dazu in der Lage sind, zu kommen. Wir werden dort an unserer Verbindung arbeiten, werden versuchen, die höhere Kraft an uns heranzuziehen und sie in das Gesamtsystem der Verbindungen zwischen den Menschen hineinströmen zu lassen, damit diese Energie durch das ganze Netz fließt. Und ich hoffe, dass wir positive Auswirkungen in der ganzen Welt wahrnehmen werden. Alles hängt von uns ab.

Das sind jene Veränderungen, die wir vollziehen können, indem wir den Weg des Lichts oder den Weg der Leiden wählen. Und wir alle sehen, wie schnell die Welt auf dem Weg der Leiden vorankommt. In dem Buch Sohar steht geschrieben, dass alles vom inneren Teil der Welt, sprich von unserer Gruppe abhängt, die den inneren Teil der Menschheit darstellt. Man sollte sich nicht genieren, sondern es mit aller Ernsthaftigkeit und Verantwortlichkeit angehen.

Deshalb setze ich große Hoffnungen auf diesen Kongress und kann ihn kaum erwarten, weil die Welt sich in einer bedrohlichen Lage befindet, jeden Tag passiert etwas. Ich hoffe sehr, dass wir mit Hilfe von allen, die dort zusammenkommen, sowohl den alten als auch den neuen Studenten, große Veränderungen in der Welt bewirken können.

Und wenn wir dort zum Wohl der Welt handeln, dann steht auch uns zu, höher aufzusteigen – auch wir werden eines Aufstieges würdig sein. Jeder Mensch erhält das spirituelle Vorankommen unter der Bedingung, dass er es zum Wohl der Menschheit benutzt.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“, 24.02.2011

Über die globale Erziehung

Frage: Was ist globale Erziehung? Wer wird sie überwachen? Eine einzige Behörde für die gesamte Welt?

Meine Antwort: Das ist die Mission der UNESCO, eine spezialisierte Agentur der Vereinten Nationen, die der Erziehung in der gesamten Welt gewidmet ist.

Globale Erziehung bedeutet Erklärung der Naturgesetze. Wir müssen erklären, dass wir alle miteinander verbunden sind, gelenkt von einer einzigen höheren Kraft und dass wir dementsprechend handeln müssen.

Ein einziges Ganzes zu sein bedeutet, die Interessen jedes anderen zu berücksichtigen. Andernfalls werden wir die Schläge der Natur auf uns ziehen, bis wir erkennen, dass wir keine andere Möglichkeit haben, als uns zu vereinen. Die Schläge werden den Menschen zwingen, seinem Egoismus abzuschwören; er wird willens sein, alles zu tun, um Leiden zu vermeiden. Doch all das kann auf eine bessere Weise erreicht werden – durch die Kraft des Lichtes, das umwandelt.

Natürlich habe ich das während meines Treffens mit dem Leiter der UNESCO nicht erklärt, doch irgendwann einmal werde ich es müssen. Das ist es, was Marx tun wollte. Er dachte, wenn Menschen anfangen sich zu vereinen, den Sozialismus zu errichten, werden sie in der Praxis erkennen, dass sie es nicht können. Dass sie anfangen werden, zu suchen und erkennen würden, dass es nur ein Mittel zur Korrektur gibt: die höhere Kraft. Deshalb war Marx ein Atheist und glaubte nicht an irgendwelche Götter, sondern nur an die höhere Kraft des Gebens.

Eine einfache Beobachtung der Natur lehrt uns, dass auch wir verbunden sein müssen. Und später, indem wir versuchen, uns zu verbinden, werden wir enthüllen, dass wir es nicht können. Dann wird die Lösung offenbart. Und dazu müssen wir die Kabbala aktiv in Umlauf bringen. Die Welt wird sie immer mehr brauchen.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, „Die Freiheit“

Schlechte Nachrichten für den Egoismus

Kabbalisten bringen uns den Weg zu der Wurzel bei, damit jeder die Wurzel seiner Seele erreichen kann. Und das Wichtigste, sagen sie, ist die Absicht.

Oben gibt es eine Kraft, die dazu bestimmt ist, uns zu korrigieren und durch alle Etappen zu dem finalen hohen Zustand zu bringen. Wir müssen jedoch den Aufstieg durch eigene Handlungen einleiten, dem durch die Bitte, durch das Verlangen vorgreifen.

Denn letztendlich müssen wir das wahrnehmen, was wir im Moment nicht in der Lage sind wahrzunehmen. Wir haben nichts, woran wir uns festhalten könnten, wir haben keine Möglichkeit dazu. Dieses Etwas stellt sich uns als nichtig und sinnlos dar. Warum? Weil die Erscheinung, die wir wahrnehmen sollten, das Geben und die Nächstenliebe ist. Genau das ist die Kraft des Schöpfers, die Eigenschaft namens „Schöpfer“, die die gesamte Realität umfasst und ausfüllt.

Doch wir begreifen und spüren es nicht, wir sind nicht in der Lage, uns dem anzunähern. Wir sind dem absichtlich entgegengesetzt erschaffen worden, um das Licht aus der Dunkelheit heraus erkennen und es dann verstehen, spüren und an den Tag legen zu können.

Es ist aber so, dass das Licht an sich uns lediglich blenden würde. Doch wir befinden und entwickeln uns in der Eigenschaft des Empfangens, während wir immer mehr Details der Wahrnehmung erlangen. Und anschließend kommt der Moment, in dem wir am Empfangen verzweifeln und einen Anstoß zur Eigenschaft des Gebens bekommen. Dieser in uns erwachte Funke nennt sich „der Punkt im Herzen“.

Und dann werden wir an die Realisierung herangeführt – wir werden zu dem Lehrer, den Büchern und der Umgebung geführt. Nun können wir aus diesem Funken die echte Eigenschaft des Gebens und der Nächstenlieben entwickeln.

Unsere Arbeit besteht aus allen möglichen Handlungen, dank welchen wir immer mehr den Lehrer, die Urquellen und die Umgebung schätzen lernen, indem wir sie über unseren Egoismus, über die Eigenschaft des Empfangens erheben, damit die Eigenschaft des Gebens in unseren Augen wichtiger als die Eigenschaft des Empfangens ist, damit das Licht in uns ein größeres Ansehen als die Finsternis genießt, damit der Schöpfer mehr als die Schöpfung geschätzt wird.

Ich lese darüber in den Urquellen, also muss ich mich bemühen. Wenn ich jedoch direkt damit zu tun habe, wenn ich einen Plan erstelle, um damit anzufangen, das Geben über das Empfangen in meinen Augen zu erheben und zu achten, offenbart sich in mir die Hilflosigkeit und das Fehlen jeglichen Interesses. Im Gegenteil, ich fühle, dass der Lehrer, die Gruppe und die Bücher mich gar nichts angehen. Alles wirkt fad.

Warum? Weil mein Egoismus, mein Verlangen zu genießen, hier keinen Nutzen erkennt. Im Gegenteil, von diesem Moment an spürt er, dass ihn Verluste erwarten.

Wie kann ich mir selbst etwas Schlechtes zufügen, wenn ich gänzlich aus dem Verlangen zu genießen bestehe? Ich bin dazu einfach nicht in der Lage, eine solche Möglichkeit – sich selbst etwas Schlechtes zu tun – ist in mir nicht vorgesehen.

Wie dann? Meine Annäherung an den Schöpfer ist also eine permanente Entfernung von dem, was mir im Moment als „gut“ vorkommt. Mehr noch, es ist eine Annäherung an das „Böse“. Ist denn so etwas möglich?

Eine Antwort auf diese Frage bekommt man nur von der Wissenschaft der Kabbala.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 23.02.2011