Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die flüchtigen Gedanken quer durch „Schamati“ – Der Grund für die Schwierigkeit, sich vor dem Schöpfer zu annullieren

Die Schwierigkeit unserer Arbeit, welche vollständig auf die Aufhebung unseres Egos, sowie auf die gegenseitige Verbindung gerichtet ist, besteht darin, dass wir die Wichtigkeit dieser Arbeit nicht fühlen.

Ich ignoriere diese Wichtigkeit: „Warum soll ich mich verbinden? Mit wem?.“ Ich betrachte diese Menschen, ihre Gesichter und Charaktere und fühle kein Bedürfnis, mit ihnen vereint zu werden. Ich befinde mich in einer solchen Verhüllung, deren Realität mich von der Vereinigung abhält.

Deshalb raten die Kabbalisten die Umgebung, die Gruppe aufzubauen, damit uns darin die Wichtigkeit der Vereinigung, die Wichtigkeit der Liebe zu den Freunden offenbart wird. Diese Wichtigkeit ist ein Indikator für meine innere Arbeit und für unsere gegenseitige Verbindung. Und wenn ich nicht versuche, die Kraft, die Wichtigkeit der Vereinigung zu finden, dann können viele Jahre vergehen, bis ich den anderen Menschen näher komme, mich mit ihnen im Herzen verbinde. Auf diese Weise bekomme ich nichts und begreife kaum etwas.

Ich hörte viele Fragen von den Menschen, die mit uns schon lange studieren: „Ich studiere seit vielen Jahren. Was geschieht mit mir? Warum komme ich nicht voran?“. Ich habe ihnen nicht geantwortet, aber in Wirklichkeit wollte ich sagen: „Du befindest dich hier zehn Jahre?! Aber ich sehe dich so, als ob du erst jetzt gekommen wärst.

Hast du dich mit der Gruppe verbunden? Hast du versucht die Schechina aufzubauen, den Ort, an dem das höhere Licht offenbart wird? Hast du dich ums Gefäß gekümmert, worin die Enthüllung geschieht, über welches Du jetzt nachfragst? Es ist aber deine Aufgabe! Hast du sie gelöst? Warum zählst du dann die zehn Jahre auf? Möglicherweise gingst du im Laufe von diesen Jahren zurück, und nicht vorwärts?“

Der Mensch prüft sich nicht richtig, nicht nach den gemachten Bemühungen, sich mit den anderen Menschen zu verbinden, und zählt die Jahre nach dem gewöhnlichen Kalender auf, entsprechend der Erddrehung um die Achse und um die Sonne. Hat der Mensch sich wirklich mehrmals bemüht, um das Ziel zu erreichen? Er blieb doch ein solcher, wie er war, so dass kein einziges Jahr vergangen ist.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Das Wesen des spirituellen Begreifens

Wenn wir uns bemühen uns zu verbinden, um der korrigierten Schechina gleich zu werden, um mit den anderen Menschen in einem Wunsch, in einem Gefäß, in Harmonie, in Einigkeit, im endlichen globalen Integralzustand zu sein, dann geht jeder von uns im Maße seiner Verbindung die 125 Stufen der Korrektur und der Einigkeit durch. Und jedes Mal enthüllen wir im Maße unserer Verbindung die Kraft, sowie das Licht, das uns ausfüllt.

Diese Lichter heißen Nefesch-Ruach-Neschama-Chaya-Yechida (NaRaNchaY). Jeder davon wird noch auf fünf weiglossartere Lichter geteilt: Nefesch-Ruach-Neschama-Chaya-Yechida, und jeder von ihnen wird seinerseits auf fünf weitere geteilt: Nefesch-Ruach-Neschama-Chaya – Yechida.

Somit unterteilen wir unsere Korrekturen, unsere Enthüllungen, unsere Annäherung an den korrigierten Zustand auf 125 Stufen, auf denen wir die starke Kraft unserer Vereinigung und das noch größere Licht der Füllung offenbaren.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus dem Morgenunterricht vom 25/9/11

„Eine gute Niederschrift und Besiegelung“

*Unsere gesamte Arbeit liegt in der Niederschrift, schwarz auf weiß. Weiß : Olam Azilut. Schwarz: die niedrigste Stufe, in der gerade wir uns befinden, welche Olam Assya ist.
Derjenige der „schwarz auf weiß“ schreibt, prüft und misst sich selbst in Bezug zur Welt Azilut, indem er Adam in Azilut gleichen möchte und merkt, wie sehr er davon entfernt ist und sich weiter entwickelt.

*Unsere gesamte Arbeit liegt in der Enthüllung unseres gegensätzlichen Zustandes bezüglich der Korrektur, und diese Unterstützung dient der Enthüllung des richtigen Wunsches, in Azilut zu sein.
Wenn wir nach diesem Zustand streben und nicht unterwegs zerbrechen oder uns entspannen, bis wir dazu gelangen, unsere vollständige Stufe als entgegensetzt von Azilut zu enthüllen, so heißt das, dass wir die Niederschrift zu Ende geführt haben und wir unsere Form(Gestalt) für uns definiert haben.

*Nur in der gemeinsamen Verbindung miteinander können wir jeden Einzelnen zu einer guten Niederschrift führen, das bedeutet, dass all die Dinge, die wir oben erwähnen, wirklich umgesetzt werden. Indem wir einander ein neues Jahr und gute Besiegelung wünschen, so steckt in diesen Worten die höhere Kraft, da wir miteinander verbunden sind, sowohl in der gegenseitigen Vorbereitung als auch in richtigen Niederschrift.

*Der zukünftige Zustand, in welchem alle unsere Gedanken und Herzen eins sind und wir alle wie zu einem Mensch werden, indem wir in diese Richtung streben, schreiben wir die ganze Tora in unserem Herzen nieder.

*Der Höhere definiert sich aus einer verbundenen Gruppe, und ich befinde mich in ihr ohne mich von allen zu unterscheiden, in vollkommener Bürgschaft. Und finde darin die positive Kraft.

*Der Höhere kann sich niemals entwickeln, es sei denn zum Wohl des Niederen, welcher von ihm empfängt.
Parzufim, die sich verbinden und einander erfüllen, führen dazu, dass jeder Parzuf sich mit dem ganzen Licht der Weisheit (Or Chochma) füllt. Deshalb, wenn ich zusätzliches Wissen und Weisheit (Chochma) erlangen möchte, so kann ich das nur, wenn ich dieses meinem Nächsten gebe.

*Erkenntnis: Verbindung; sich in jemanden einkleiden zu können.

Vorbereitung auf den Unterricht

*Während des Lesens der Tora: damit ist gemeint, wenn das Licht kommt, welches zum Guten zurückführt, wenn du dies mit Lesen korrigieren willst, so bist du verpflichtet, dich in einem vollkommenen (ausgeglichenen) Zustand zu befinden, dem Zustand angeglichen, über welchen du gerade liest. Du willst dich in die Verbindung mit den Freunden einschließen, dass dir dort der Sohar die Formen und Arten der Verbindung, beschreibt. Das ist was die Kabbalisten enthüllen, und nichts anderes.

Die Nation

*Mittels Enthüllung großer bitterer Fehler, die wir erfahren, wenn wir mit alten Methoden nach einer Lösung suchen, werden wir verstehen dass es hier eine neue, vollkommen andere Perspektive in der Menschheit, Familie, zwischen Eltern, Kindern, Ländern und 7 Milliarden Menschen auf der Erde gibt, die verpflichtet sind, in einem System zu existieren, unabhängig von allen Gegensätzen und Unterschieden.

*Die 1. Stufe der Korrektur beginnt damit, indem wir unseren Hass zu einander zügeln.

*Wenn es keine Verbindung unter den Menschen gibt, wird alles zerfallen. Und das ist jetzt dabei, sich zu offenbaren.

*Im Gegensatz zu vergangen Krisen wird die jetzige Krise uns nicht lehren zu zerfallen und uns zu trennen, sondern uns lehren, uns zu verbinden

*In der heutigen Welt werden nur einander ergänzende und nicht konkurrierende Systeme Erfolg haben.

*Es gibt keine frei Wahl für ACHaP (Volk) und es gibt keine freie Wahl für GALGALTA– EJNAIM (Israel), sondern nur, wenn diese zwei Teile anfangen, sich miteinander zu verbinden. In der Verbindung finden sie die freie Wahl, im „mittleren Drittel von Tiferet“.

*GALGALTA-EJNAIJIM (Israel) hat ein doppelt so großes Problem, da sie die Krise nicht verspüren, weil sie nicht so sehr mit der Welt verbunden sind, welche sich in der Krise zwischen den ACHaPim (Völkern) ausdrückt. So erscheint uns, dass wir uns in einer guten Situation befinden, obwohl dem überhaupt nicht so ist. Wir sind sowohl für die Verbindung der Welt als auch für unsere Verbindung in der Gruppe, verantwortlich.

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Schechina im Exil

Unser gemeinsamer Zustand, in dem wir alle verbunden sind, heißt Malchut der Unendlichkeit oder Schechina. Schechina ist der „Ort“, an dem das höhere Licht offenbart wird, welches nach seinen Handlungen als „Schochen“ genannt wird. Dieses Licht hält sich an diesem Ort auf.

Wir stellen die Wünsche dar, die miteinander durch die gemeinsame Eigenschaft des Gebens verbunden sind. Und deshalb können wir mithilfe dieser Eigenschaft das höhere Licht offenbaren, das uns ausfüllt.

Solange wir uns nicht als verbunden und im vollkommenen Zustand der korrigierten Schechina empfinden, befinden wir uns nicht in der Enthüllung, sondern in der Verhüllung, im Exil. Dieses Gefäß ist verhüllt und heißt deshalb „Schechina im Exil“.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Das Licht ist Musik der Seele

Frage: Mir ist klar, warum die Füllung vor uns verhüllt ist. Aber warum ist unsere gegenseitige Verbindung auch verhüllt?

Meine Antwort: Aber die Verbindung und die Füllung sind untrennbar.

Was ist das Licht? Wie kann man erklären, was eine Empfindung ist? Ich empfinde plötzlich in meinem inneren irgendwelche Vibrationen in Bezug auf jemanden: Hass, Liebe, Angst, Sorge. Diese Vibrationen sind in mir, innerhalb meiner Beziehung zum Menschen. Sie entstehen, weil ich zu diesem Menschen eine besondere Verbindung aufbaue und daran arbeite. Ich gebe ihm eine Empfindung, er bekommt sie und auch umgekehrt.

Das Licht kommt nicht von außen, es wird zwischen uns offenbart. Es kann nur in meiner Verbindung zu dem anderen Menschen empfunden werden. Dadurch fühle ich in meinen Wünschen, Empfindungen und Eigenschaften besondere Eindrücke. Das ist das Licht.

Somit ist die Verbindung notwendig, welche zwei Menschen miteinander verbindet. Innerhalb dieser Verbindung werden irgendwelche Vibrationen, die Eindrücke, das Licht, empfunden. Es gleich einem Kabel durch welches der Strom fließt, oder einem uns verbindendes Rohr.

Deshalb ist das Licht ein Gefäß, in welchem allerlei Veränderungen empfunden werden. Nicht das Licht ändert sich, sondern die Wünsche und Eindrücke. Dabei kommt von außen kein Licht.

Man kann diesen Prozess mit der Saitenvibration vergleichen, welche für die Stimme eines Musikinstruments verantwortlich ist. Es ist das Licht. Deshalb müssen wir selbst in uns die Eigenschaft des Gebens und der Liebe entwickeln, um innerhalb dieser Liebe ihre innere Wurzel empfinden zu können. Diese innere Wurzel ist der Schöpfer.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Talmud Esser Sefirot, 20.09.2011

Die Realisierung der Seele: lernen und lehren

Kongress in Toronto. Lektion 7

Unser Körper besteht aus verschiedenen Teilen, die sich sowohl durch das Aussehen als auch durch die Funktionsweise voneinander unterscheiden. Wenn wir sie getrennt betrachten, dann ist es schwierig zu verstehen, wie die Nieren, das Herz, die Leber, das Gehirn, die fünf Sinnesorgane, das Gedächtnis, das Verdauungssystem miteinander verbunden sind.

Sie sind ganz verschieden, aber das Wichtigste ist hier, dass sie durch das allgemeine Programm verbunden sind, welches alle Organe in einem Organismus vereint. Dieses Programm bestimmt das Tempo und die Funktionen, regelt die Wechselbeziehungen und gewährleistet die Existenz in der einheitlichen Harmonie.

Das Programm, das alle Körperteile vereinigt, heißt „Leben“. Es schafft das höhere Niveau – unser menschliches Bewusstsein.

Nach demselben Prinzip müssen wir untereinander zusammenwirken. Es gibt verschiedene Gruppen, verschiedene Menschen, jeder hat seine Besonderheit und aufgrund unserer Individualität soll die Beziehung entstehen. Wir wollen das universelle Programm offenbaren. Dadurch werden wir das Licht der Unendlichkeit anziehen, das uns beleben, unterstützen und verbinden wird. Die Empfindung dieses Programms ist die Enthüllung des Schöpfers.

Außer unserem tierischen Körper empfinden wir, dass in uns der Mensch, die höhere Stufe, existiert. Genauso, wenn wir uns miteinander verbinden, wird das höhere Programm offenbart, das auch als die „Offenbarung des Schöpfers seinem Geschöpf gegenüber“ genannt wird.

Einen mächtigen Impuls bekommen wir auf den Kongressen. Und in den Pausen können wir die riesige Arbeit nach der Vereinigung in den Gruppen und zwischen den Gruppen durchführen, damit wir unsere Botschaft, unser Beispiel, an die Menschheit verbreiten können. Denn die Welt beginnt langsam nach einer Erklärung der Situation zu suchen.

Der Schöpfer öffnet sich zwischen uns in der Finsternis. Mit ihrer Hilfe teilt Er uns mit, dass es uns an Ihm mangelt. Würden wir es begreifen, dann würden wir uns sofort an Ihn richten. Denn ohne das Licht wird es uns nicht gelingen, ein gutes Leben einzurichten. Die Krise, das Gefühl der Hilflosigkeit und allerlei unangenehmer Empfindungen sind Seine Instrumente, um uns zu erwecken. Wie können wir andernfalls, als Egoisten, zu Ihm streben? Wir können Ihn niemals enthüllen, wenn wir kein wirkliches Verlangen nach Ihm haben.

Mit jedem Tag taucht die Welt in die Verwirrung und die Finsternis ein, verliert die Kräfte und die Hoffnung. Das spiegelt sich auch im Leben der gewöhnlichen Menschen wider. Allmählich reift in den Menschen die Empfindung des Mangels. Anfangs wissen sie nicht, woran es mangelt . Dann begreifen sie, dass es ihnen an den Zukunftsperspektiven, an der Hoffnung und Sicherheit mangelt, die für das gewöhnliche Leben heute notwendig sind.

Das ist keine Philosophie oder das Gedankengut der Intellektuellen. Es ist auch nicht das, was uns über das gewöhnliche Leben, den Menschen mit dem Punkt im Herzen, geöffnet wird. Wir entwickeln das Programm, machen die spirituelle Arbeit, die Galgalta we Ejnaim eigen ist. Wir wollen in das Wesen des Programms eindringen, das Netz unserer Beziehung empfinden und dadurch die Gesetze des Schöpfers erkennen. Nicht alle haben das Streben dazu.

Der einfache Mensch will nur wissen, wie er am Prozess teilnehmen kann, damit seine Bedürfnisse wie Essen, Familie, Kinder, Rente, Gesundheit, Finanzen befriedigt werden. Auf diese Weise reiht er sich ins große Programm ein; allerdings nicht so, wie wir es tun.

Genauso wird er weiterleben, nur mit der Absicht der Teilnahme am allgemeinen Programm zusammen mit allen Menschen. Das ist seine spirituelle Arbeit. Denn anders kann er sie nicht gewährleisten. Ebenso funktionieren die Körperzellen, die das Programm vom Gehirn bekommen.

Wir sollen den Menschen das Programm und die damit verbundene neue Lebensweise in der globalen Welt erklären, die wir gleichzeitig entwickeln und zwischen uns erforschen. Und deshalb ist jeder von uns verpflichtet, zu verstehen, welche Verantwortung er trägt. Jeder ist somit verpflichtet, selbst zu lernen und die anderen Menschen zu lehren. Tatsächlich ist es die Realisierung der eigenen Seele.

Auszug aus der siebten Kongresslektion in Toronto, 18.09.2011

Einheit als Methode zur Lösung der weltweiten Krise, Teil 10

Meinung (Prof. Dr. R.Tremblay, Canada, Professor an der Universität Monreal, Autor des Buches „The Code for global Ethics“): Die weltweite Krise ist die Krise der Ethik und der Moral. Wir müssen einen neuen universellen ethischen Code ausarbeiten. Dieser Code muss auf der gegenseitigen Toleranz, auf der Einheit zwischen den Menschen, sowie auf der gegenseitigen Verpflichtung und dem Altruismus basieren.

Mein Kommentar: Aber wer kann diesen Code ausarbeiten, damit er von der weltweiten Gesellschaft akzeptiert wird? Nur die Kabbalisten können diesen Code ausarbeiten, weil sie den zukünftigen Zustand der Welt kennen. Und die berühmten, angesehenen Menschen werden diesen Code der Welt darbringen.

Die tragende Welle

Frage: Wie kann ich die innere Forderung an den Schöpfer richten, wenn ich mich Ihm gegenüber als völlig machtlos empfinde?

Meine Antwort: Unsere Arbeit besteht nicht darin, in uns herumzukramen, sondern nur in der Sorge um die Umgebung. Wir sollen also nur an der Beziehung, an der Annäherung, sowie an der Vereinigung mit den anderen Menschen arbeiten, weil es aus dem Zerbrechen der Gefäße hervorgeht.

Der Schöpfer wird in unseren korrigierten Wünschen offenbart. Wir müssen uns nur um diese Wünsche sorgen, und das Licht befindet sich in der absoluten Ruhe. In dem Maße, in welchem wir unsere Wünsche in die Übereinstimmung mit dem Licht, mit der Eigenschaft des Gebens bringen, in diesem Maße enthüllen wir die Eigenschaft des Gebens, was auch als „die Offenbarung des Schöpfers den Geschöpfen“ genannt wird.

Wie kann das Radio die Geräusche empfangen und wiedergeben, wenn es sie in der Luft nicht gibt? Dadurch, dass im Radio dieselbe Radiowelle gefunden wird, welche es außen gibt, werden diese zwei Wellen infolge der Gleichheit ihrer Form vereinigt, und gehen in “ Resonanz“ miteinander. Auf diese Weise erzeugen sie innerhalb des Empfängers das gemeinsame Ergebnis, das wir schon in Form der Stimme hören.

Denn wir können keine Radiowellen hören, weil sie unser Ohr nicht wahrnehmen kann. Aber es gibt zu dieser „tragenden“ Welle eine gewisse Ergänzung, „die Harmonika“. Und wenn wir die Ähnlichkeit mit der Hauptwelle erreichen, dann beginnen wir diese Harmonika, diese Stimme zu hören, die darin verborgen ist.

Nach solchem Prinzip arbeiten alle unseren Sinnesorgane, und genauso müssen wir uns auf die Verbindung mit dem Schöpfer einstimmen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 22.09.2011

Die Finsternis vertreibend

Toronto. Lektion 3

Die Welt wacht auf. Die Finsternis bringt sie zum Aufwachen; denn das egoistische Verlangen kann nicht mehr realisiert werden und empfindet, dass es sich in einer Multikrise befindet. Heute wird geheiratet und morgen wird geschieden. Heute wird geliebt, und morgen gehasst. Die Kinder ignorieren ihre Eltern, sind trotz der erhaltenen Erziehung stur und unerzogen.

Ich will die einfachen Freuden des Lebens haben und tauche stattdessen in eine Depression ein. Ich will ein wenig Geld für magere Zeiten einsparen, aber das Schicksal spielt ein böses Spiel, und ich gehe mit leeren Händen aus. Lebenslang habe ich für die Rente gearbeitet, und sie verschwindet zusammen mit dem Finanzvermögen der Banken. Ich suche meine Ruhe in der Natur, aber sie antwortet mir mit den Klimakatastrophen.

Das Wichtigste in dieser Empfindung ist die Erkenntnis, dass die Welt in die Finsternis eintaucht: es gibt nichts, wofür es sich lohnen würde, zu leben. Ein Naturprogramm ist am Werk und demonstriert der Menschheit die Abwesenheit der Füllung, die Finsternis.

Dasselbe geschieht mit uns, mit der Gruppe. Wenn wir ähnliche Symptome verspüren, dann finden wir sehr schnell die Unterstützung und können diesen Zustand überspringen. Die Unterstützung finden wir in der Gruppe, in der Methodik, die uns hilft, voranzukommen.

Die Welt kennt diese Methodik jedoch nicht. Die Menschen verstehen nicht, was mit ihnen geschieht und weshalb es notwendig ist. Der Mensch findet nirgends eine Befriedigung und nichts bereitet ihm eine Freude.

Auf diese Weise bewegt sich die Welt zum entscheidenden Zustand. Sie muss eine neue ganzheitliche Lebensweise entwickeln. Anders wird diese Finsternis nicht verschwinden, denn sie ist die Kehrseite des Lichtes. Sie verkündet das Licht, die Eigenschaft des Gebens, die uns näher kommt. Aber mit ihrer Annäherung fühlen wir uns alle schlechter, wir wollen diese Eigenschaft nicht, wir wünschen nicht, darin zu leben; sogar im Gegenteil – wir wollen unsere egoistischen Wünsche befriedigen.

Aber es gibt keine andere Wahl. Wir sehen, wie die Natur sich der Menschheit vorstellt: „Ich besitze die Eigenschaft des Gebens, und ihr werdet so lange leiden, bis ihr euch wünschen werdet, sie euch anzueignen“.
Von wem kann die Menschheit die Erklärung für die Geschehnisse bekommen? Nur von uns.

Wir sollen ihr das Wesen der Veränderungen erklären. Und je mehr wir uns mit dieser Erklärung verspäten, desto mehr wird sie uns hassen. Denn die Menschen wollen einerseits die Eigenschaft des Gebens nicht akzeptieren, und andererseits werden sie fühlen, dass wir eine Lösung haben, die aber durch unsere Verzögerung den Weg für sie zum Guten versperrt. Sie sollen die Erklärungen darüber bekommen, was in der Welt geschieht und was der Grund der Finsternis ist.

Wir bedrängen sie vorerst mit unserer Botschaft: „Schauen Sie, wir können die weltweiten Ereignisse erklären. Es ist höchste Zeit, den Kurs zu ändern: der Mensch soll sich ändern, nicht die Welt. Die globale Krise ist gar nicht die Krise. Im Gegenteil, uns wird die Eigenschaft des Gebens offenbart…“ Aber sie hören noch nicht zu.

Es werden noch einige Monate vergehen müssen, und es wird noch weitere Schicksalsschläge geben. Dann werden sie beginnen, zu lauschen, zu verstehen, worin der Grund der Finsternis, der Hilflosigkeit, der Verwirrung, der Unmöglichkeit, die Welt auf die alte Weise zu lenken, liegt. Denn alle Systeme werden zusammenbrechen.

Und wir unsererseits sollen uns mit der Verbreitung beeilen. Man kann es sich so vorstellen, als wären die Strahler der UFOs von allen Seiten auf die Erde gerichtet, und dies mit voller Kraft, weil so die Einwirkung der Eigenschaft des Gebens ist. Wenn wir mit dieser Eigenschaft nicht übereinstimmen, dann spüren wir nur die Finsternis. Wenn wir mit ihr übereinstimmen werden, werden wir darin die Freude, die Wärme, die Hoffnung auf die Zukunft, die Ewigkeit, die Vollkommenheit entdecken.

Es ist nicht einfach, der Welt die Wahrheit zu erklären. Wir müssen die Materialien umschreiben, die Erklärungen in verschiedenen Formen und aus verschiedenen Dimensionen vornehmen. In Wirklichkeit ist es sehr schwierig, die menschliche Wahrnehmung zu verändern und sie ins neue Flussbett zu leiten.
Jedoch ist unsere Zeit einzigartig. Die Generationen von Kabbalisten träumten davon, aber gerade wir haben die Ehre, nicht nur in dieser Zeit zu leben, sondern auch die Geschehnisse zu verstehen.

Viele erleben eine Lebenskrise, eine innere Leere, stecken in familiären Dramen, haben Probleme mit Drogen, und das alles unabhängig vom materiellen Wohlstand. Der Mensch, der fünfzig Millionen verloren hat, leidet auch, nur wir können seine Drama wenig nachvollziehen. Die Menschen wissen nicht, dass die Schläge zielgerichtet kommen und schrecklich sind. Der Mensch ist fähig, alles auszuhalten, wenn er weiß, dass er zum Ziel vorankommt und all diese Leiden in einen Gewinn umgewandelt werden. Aber was ist zu machen, wenn in der Zukunft nichts leuchtet?

Wir haben das Wissen über das Programm der Schöpfung und kennen das Ziel. Wir wissen, dass das ganze Schlechte uns zum Guten führen wird, und es ist eben das Geschenk von Oben. Die Milliarden von Menschen in der Welt haben nicht einmal eine Vermutung darüber. Und wir sind verpflichtet, ihnen zu erklären, dass es für alle Ereignisse einen Grund gibt, dass es eine große Belohnung gibt und die Möglichkeit, jeden Schlag in eine gute Gabe zu verwandeln.

Man muss der Welt diese Nachricht mitteilen. Die Zeit ist reif. Unabhängig davon, dass die Menschen aus dem Grund nicht hören wollen, weil sie von den Schlägen betäubt sind und nur den Schmerz empfinden. Nur im Moment der Beruhigung kann man in den Menschen einen Tropfen der Erklärung eingießen, dann noch einmal usw.. So werden die Empfindungen mit Informationen abwechseln. Wir sollen die Wellen verfolgen, die über die Welt gewalzt werden und die Abstände zwischen ihnen mit den Erklärungen über die Gründe und das Wesen der Ereignisse ausfüllen.

Dann werden die Menschen jeden neuen Schlag mit mehr Verständnis annehmen, bis das Verständnis die Empfindung der Kausalität und der Zweckgerichtetheit mit sich bringen wird, wobei sie darin sogar den Gewinn sehen werden. Anstelle des Schmerzes wird der Mensch plötzlich die erwünschte Erleichterung entdecken.

Das Bedürfnis bildet das Gefäß, in dem das Licht offenbart wird, so wie der Appetit dem Mahl vorausgehen muss, sonst würde man das schöne Mahl nicht genießen können.

Auszug aus der 3. Kongresslektion in Toronto, 16.09.2011

Die echte Arbeit

Frage: Warum wird uns das Netz unserer zerrissenen Wechselbeziehung nicht offenbart? Warum wird uns der Grund des ganzen Übels nicht gezeigt, damit wir begreifen, an welcher Stelle man sich bemühen muss?

Meine Antwort: Weil wir uns dann wegen der Auswegslosigkeit korrigieren würden. Unsere Bemühungen wären dann einfach die gewöhnliche egoistische Arbeit. Als ob man das Geld für die Ernährung verdienen würde. Im Spirituellen wird diese Arbeit nicht angenommen, weil ich mich einfach aus der Angst vom Hunger bemüht hätte.

In Wirklichkeit soll ich mich uneigennützig für das Ziel bemühen wollen. Dabei kann ich nicht das geringste Bedürfnis für dieses Ziel verspüren. Meine Natur verpflichtet mich dazu ganz und gar nicht, deshalb kann ich in mir den ganzen freien unabhängigen Wunsch entwickeln. Das Geben bedeutet für mich nichts, ich brauche es nicht, da ich unabhängig bin, wie der Gott, Der über alles herrscht.

Und dann offenbare ich die Abhängigkeit von den anderen und will ihnen etwas geben, ich will ihnen dienen, will mich als der Unbedeutendste, als der Niedrigste unter ihnen aufhalten.

Anderenfalls wird die Arbeit nicht von mir, sondern vom Schöpfer gemacht. In meiner spirituellen Arbeit gibt es einen Punkt, den Punkt der Freiheit. Diesen Punkt muss man ständig vergrößern. Denn dieser Punkt ist uns in dieser Welt nicht bekannt. An diesem Punkt kann ich unabhängig sein und nichts machen. Die ganze Welt liegt mir zu Füßen ohne jegliche Bemühung meinerseits. Hier entsteht die Möglichkeit für die echte spirituelle Arbeit.

Um diesen Punkt zu erreichen, bekomme ich die Schläge und Probleme, aus denen ich lernen kann. Aber später, wenn ich die spirituelle Welt wirklich kennenlernen werde, wird meine Arbeit in das Gegenteil umgewandelt. „Nimm alles!“ – wird mir gesagt. Und ich werde auf dieses Geschenk verzichten.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „Die Nation“, 20.09.2011