Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Brauchen wir in der modernen Welt eine Familie?

Frage aus Facebook: Früher wurde aus wirtschaftlichen Gründen eine Familie gegründet. Heute braucht ein Mensch keine Familie, um zu leben und das Leben zu genießen. Noch mehr, es behindert ihn und schafft nur Probleme. Warum also eine Familie gründen?

Antwort: Tatsächlich brauchte ein Mann in der Vergangenheit eine Frau, die ihm diente, Kinder die ihm im Alter halfen, ein Haus um darin zu leben, Freunde, Verwandte – generell der engste Kreis.

Ein Mensch musste bei Schwierigkeiten, bei Krankheiten unterstützt werden und schließlich bei einem Begräbnis begleitet werden. Heute braucht er das nicht mehr; es gibt alle Arten von sozialen Diensten, die damit umgehen.

Braucht er eine Frau? Nein er braucht Keine. Er kann jeden Tag eine neue Frau haben. Kinder? Warum braucht er Kinder? Sie wachsen auf und ab einem Alter von zehn Jahren sieht er sie kaum noch, nur wenn sie um Geld bitten. Sie nehmen keine Rücksicht auf ihre Eltern und sie werden ihnen keine Hilfe im Alter sein.

Heute ist ein Mensch von seinen natürlichen Wurzeln getrennt: Familie, Frau, Kinder, Eltern und Zuhause. Früher arbeiteten die Menschen ihr Leben lang an einem Ort. Wo ist das heute alles?

Frage: Stellt es sich heraus, dass die Hauptzelle der Gesellschaft, die Familie, nicht mehr existiert?

Antwort: Leider stellt es sich heraus, dass niemand mehr etwas will. Frauen wollen nicht mehr heiraten, wollen keine Kinder, obwohl sie von Natur aus einen Wunsch nach Kindern, einem Ehemann, einer Familie und einem Zuhause haben.

Frage: Brauchen wir also auf lange Sicht gesehen eine Familie oder nicht?

Antwort: Ob wir sie brauchen oder nicht, hängt von dem Ziel ab. Wenn das Ziel die Verhältnisse rechtfertigt, dann sind die Mittel notwendig, wenn nicht, dann gibt es dafür keine Notwendigkeit.

Frage: Glauben Sie, dass die Menschheit jetzt solche Ziele hat, dass sie keine Familie braucht?

Antwort: Sicher. Aber wenn ich weiß, dass ich eine Familie brauche, um das Ziel zu erreichen, dann werde ich eine gründen und es schätzen. Die Menschheit muss ein Ziel erlangen, um zu verstehen wie man lebt und ob es notwendig ist zu leben. Heute fragen sich viele Menschen in der Welt, ob es sich zu leben lohnt.

Die Trennung der Kinder von ihren Eltern findet unbewusst statt, da sie durch die Frage „warum haben mich meine Eltern zur Welt gebracht“, beunruhigt sind. So als würde ich vom Leben abgehängt und müsste leiden? Ich bin nutzlos; Niemand braucht mich – weder mich noch andere. Soll ich warten bis ich sterbe? Dafür haben sie mich geboren? Sie haben es genossen und sie haben es zu ihrer eigenen Freude gemacht, aber ich habe keinen Genuss am Leben. Gib mir ein paar Drogen und ich werde irgendwie existieren.

Frage: Was sollte das Ziel im Leben sein, wofür ich eine Familie brauche?

Antwort: Das Ziel für das ich eine Familie brauche, ist es, die nächste Stufe der Existenz zu erreichen: Vollkommenheit, Ewigkeit, Unendlichkeit und das absolute Geben zu erreichen. Wir können uns das nicht vorstellen und wollen es uns nicht einmal vorstellen. Wir sind von allem müde! Deshalb ist es so schwierig, dies den Menschen zu erklären.

Wir müssen uns zu liebe aus diesem Leben ausbrechen – das ist unsere Einschränkung. Sobald wir merken, dass es eine andere Methode der Existenz gibt, wird es für uns viel einfacher.

In diesem Fall wird die Familie gebraucht, da es eines der Systeme ist, welches dem höheren System der Natur ähnelt. Um das Ziel zu erreichen, müssen besonders die Männer heiraten, eine Familie und Kinder haben. Es ist das Ziel, die nächste Stufe zu erreichen, die egoistische Existenz durch eine altruistische zu ersetzen. Das enthüllt uns ganz andere Tiefen der Natur, eine Existenz in anderen Dimensionen, in dem nicht unser Universum das zuhause für uns ist, sondern ein gänzlich anderes Universum.

Frage: Wie werden dann die Beziehungen in der Familie eingestellt sein?

Antwort: Sie werden nur in der Übereinstimmung wie ein Mensch das Ziel seiner höheren Existenz sieht, angepasst sein. Von dem gesteuert, wird die Familie gehalten und die Kinder erhoben. Sonst gibt es nichts.

Frage: Gibt es den Begriff der Liebe in einer Familie, welche die richtige Absicht hat?

Antwort: Liebe ist die richtige Beziehung, die dir erlaubt, dieses Ziel zu erreichen. Und nichts weiter.

Von Kab TV „Neues mit Michael Laitman“ 15/5/17

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Es kann keine Leere geben!

Frage: Nach dem Kongress kommt oft die große Leere. Wie kann man sich darauf vorbereiten? Oder sollen wir uns vielleicht keine Sorgen darum machen?

Meine Antwort: Man sollte sich nicht darum sorgen und über die große Leere nachdenken. Es kann keine Leere geben. Umgekehrt, wir werden sie ständig offenbaren und erfüllen, offenbaren und erfüllen.

Wenn ihr mit anderen Freunden verbunden seid, werdet ihr keine Leere fühlen. Entweder füllt ihr sie ständig oder sie füllen euch, denn ihr habt in eurem Zehner eine Zirkulation und ihr werdet euch nie leer oder überfüllt fühlen.

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Die Welt verändern!

Frage von Facebook: Warum klagen alle über das Leben, wollen aber nichts ändern?

Meine Antwort: Weil man darüber klagen kann, dass man etwas nicht hat und verlangt: „Gib es mir!“. Und ändern bedeutet, dass ich etwas von mir selbst geben muss. Wie soll das  gehen? Ich will die Welt so umkehren, dass ich nichts tun muss und doch alles habe.
So wünscht es sich unser Egoismus. Und dem kann man nicht entkommen.
Deshalb ist es nur natürlich, dass sich der Mensch über die Welt, das Schicksal, den Schöpfer und über alles Mögliche beschwert.
Selbstverständlich über den Schöpfer, denn er bestimmt alles.
Der Mensch fühlt sich als einzigartig existierende, außergewöhnliche Schöpfung. Das Gefühl der Einzigartigkeit ist eine einmalige Empfindung in jedem von uns, wenn es mir scheint, dass nur ich existiere und die anderen wie Schatten um mich herum sind.
Und wenn jemand sich ändern sollte, dann der Rest, nicht ich. Ich bleibe „ich“!
Ein Mensch muss sich so ändern, dass sich die Welt um ihn herum ändert. Willst Du die Welt verändern? Sehr gut. Nur ändere dich selbst so, dass diese Veränderungen die Welt beeinflussen. Und das ist machbar. Du kannst dich jede Sekunde ändern, und die Welt um dich herum wird sich ändern.

Frage: Wie kommt ein Mensch zu dieser Entscheidung?

Meine Antwort: Erst wenn er beginnt zu verstehen, dass es in der Welt nur ihn und den Schöpfer gibt, und die Welt als eine Art illusorisches Gefühl zwischen ihnen.

Frage: Fühlt man sich nicht überheblich bei dem Gedanken, dass nur der Schöpfer und ich existieren?

Meine Antwort: Nein, denn indem man sich verändert, um die Welt zu verändern, reduziert man allmählich den eigenen Egoismus, und dann verändert sich die Welt. Er schließt sich in die anderen und andere in sich ein und erlangt so die Eigenschaft des gegenseitigen Gebens.

Frage: Wann kommen wir zu diesem Verständnis?

Meine Antwort: Nicht alle Menschen kommen zu diesem Verständnis, sondern nur diejenigen, die einen sogenannten „Punkt im Herzen“ haben. Sie können die inneren Eigenschaften der Welt spüren und erkennen, dass die Welt nur eine Vorstellung unserer inneren Eigenschaften ist, eine Spiegelung unseres Selbst auf das höhere Licht. Daran gibt es nichts auszusetzen.  Beschwere dich über dich selbst, das wäre richtiger. Alle Erscheinungen in unserer Welt, die unbelebte, pflanzliche, tierische Natur und vor allem die Menschen, sind alles deine inneren Eigenschaften, die du außerhalb von dir siehst. Es können an niemanden Ansprüche gestellt werden, außer an dich selbst.
Nur wenn du dich änderst, wirst du die Welt verändern: vom Besseren – zum Besseren, vom Schlechtesten – zum Schlechtesten. Also entscheide selbst, welche Richtung du wählst. Und was kann dir helfen? Es gibt nur ein Mittel – die Wissenschaft der Kabbala.
Viel Glück damit!

Aus dem TV-Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 12.06.2017

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Die Struktur des Buches Sohar

Frage: Wie ist das Buch Sohar strukturiert?

Meine Antwort: Das Buch hat viele Teile, unter anderem ein Vorwort. Das Buch selber ist in drei Kapitel aufgeteilt, wie die Tora. Das Buch Sohar ist der Kommentar zur Tora.

Die Tora beschreibt alle möglichen Zustände von allen  höheren spirituellen Welten.  Das Buch Sohar beschreibt dasselbe, und steht den Kommentaren der Kabbalisten am nächsten. Das Buch offenbart das für die ganze Menschheit.

Die Tora ist nicht dafür geeignet, um den Menschen die Höhere Welt zu offenbaren, sie ist lediglich eine Auflistung der spirituellen Zustände. Das Buch Sohar dagegen hilft die Höhere Welt zu offenbaren.

Die Tora erzählt über alle Tiefen der Weltlenkung, also über die Höhere Welt in all ihren Einzelheiten. Das Buch Sohar aber ist ein Kommentar, welcher uns das erklärt, was in der Tora gesagt wurde, aber in einem übertragenen Sinne. Deswegen kann das Buch nur der Kabbalist verstehen.

Nichts desto trotz ist dieses Buch näher an den Menschen und dank diesem Buch beginnen wir zu begreifen, worüber in der Tora geschrieben wurde.

 „Das Vorwort zum Buch Sohar“ ist ein kompletter Band. Er erzählt von den grundlegenden Systemen der Lenkung unserer Welt. Dort sind die Artikel gesammelt und jeder von ihnen beschreibt ein bestimmtes System der Lenkung, einen bestimmten Knotenpunkt, eine Anleitung unserer Welt.

Im Buch Sohar gibt es auch einzelne Artikel wie „Idra Zuta“, „Idra Raba“, welche in den Kapiteln dieses Buch geschrieben stehen, weil sie eine mehr innerliche Vertiefung in das System darstellen.

Das ist genauso wie in unserer Welt. Nehmen wir an, ich studiere die Struktur des Autos, genauer gesagt die Kraftstoffanlage. In diesem Studienteil erlerne ich gesondert den Anlassvergaser, gesondert die Vorbereitung der Brennlösung im Motor und so weiter. Das heißt, dass die Arbeiten der gesonderten Systeme in einem separaten Studienblog stehen.

Genau dasselbe steht in den Artikeln des Buches Sohar: „Idra Zuta“, „Safra de-znijuta“ und anderen.

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Die absolute Freiheit

rav_laitman_017Frage: Was bedeutet der Begriff: der freie Bürger der „Letzten Generation“?

Meine Antwort: Ich wähle eins von beiden: entweder den Pharao (den Egoismus) oder den Schöpfer (den Altruismus).

Ich habe permanent die freie Wahl und sie geht nicht von mir fort. Auch wenn ich mich zu 100% für den Schöpfer entschieden habe, habe ich immer noch die freie Wahl, weil mich der Zustand der Versklavung in meinem Egoismus ständig begleitet und ich radiere das nicht aus. Deswegen macht mich die Existenz zwischen dem Schöpfer und Pharao absolut frei von den beiden (vom Schöpfer und vom Pharao).  

Frage: Ist das die mittlere Linie? Wenn ein Mensch über den beiden Naturen ist?

Antwort: Ja, natürlich. Und er befindet sich dabei in ständiger Wahl. Wenn ich aber in der mittleren Linie stehe, fühle ich etwas, was nicht zum einen und nicht zum anderen gehört. Ich beginne den Zustand zu spüren wo ich die beiden besiege: sowohl den Pharao als auch den Schöpfer. Ich bestehe aus beiden. „Meine Söhne haben Mich besiegt“. So etwas ist dem Geschöpf vom Schöpfer gegeben!

 

Aus dem Programm „Die Letzte Generation“

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Das Gesetz der Weltlenkung, Teil 1

Der Europäische Kongress „Die Zukunft beginnt jetzt“, Unterricht 1

Wir können unsere Verlangen nicht weiter vergrößern, jetzt müssen wir ihre Nutzung ändern. Die Menschheit versteht das aber nicht und dementsprechend wundert sie sich über unsere Zustände.

Wir sind in eine Periode eingetreten, wo wir keine großen Verlangen mehr brauchen. Deswegen ist die heutige Generation so müde und enttäuscht darüber wie ihre weitere Entwicklung aussieht. Die jungen Leute streben nicht mehr nach Karriere und Familie, sie möchten nicht über die Zukunft nachdenken. Sie ist für alle unklar.

Dies alles sieht deswegen so aus, weil statt dem linearen Wachstumsgesetz des Egoismuswachstums, bei dem jeder alleine agierte, ein neues Gesetz zu wirken beginnt. Das ist das integrale Gesetz, das von uns die Verbindung untereinander verlangt. Ab jetzt wird die Entwicklung der Welt von der Kraft unserer Verbindung abhängen, wie bei den Zellen eines Organismus. Je mehr Güte und Anteilnahme es in unseren Wechselwirkungen gibt, desto weiter werden wir voranschreiten.

Wir sehen genau so eine Tendenz in der Technik: je komplizierter die Programme und Mechanismen werden, je mehr innere Komponenten sie beinhalten, desto vollkommener sind die Geräte. Der Fortschritt geschieht nicht mithilfe der Vertiefung in einzelne Details, sondern mithilfe ihrer größeren gegenseitigen Verbindung. Die ganze Entwicklung der Technik in den letzten Jahrzehnten ist auf dem Erschaffen neuer Verbindungen zwischen den Elementen aufgebaut.

In der menschlichen Gesellschaft sind wir nicht im Stande so eine Entwicklung durchzuführen, weil wir selber seine Elemente sind. Wir wollen uns aber nicht miteinander verbinden. Deswegen verstehen wir nicht, was dieses Gesetzt der Entwicklung von uns will. Das ist das größte Problem der Menschheit heutzutage, welche aus dem Unverständnis kommt, dass wir in die neue Epoche eingetreten sind. 

Baal HaSulam nennt diese Periode „die letzte Generation“, weil die Menschen anfangen zu verstehen, dass die individuelle Entwicklung, die egoistische Entwicklung beendet ist und der weitere Progress ist nur dank der Entwicklung der richtigen Verbindungen zwischen uns möglich. Wir sind verpflichtet zu verstehen, dass wir einem System angehören, in welchem das Gesetz der gegenseitigen Anteilnahme herrscht, des gegenseitigen Verständnisses.

Alle Menschen müssen sich als die Zellen oder Organe eines Organismus fühlen. Sie müssen sich auf richtige Weise verbunden fühlen. Sobald wir solch eine Verbindung erschaffen, spüren wir in ihr die gemeinsame Kraft, welche die gesamte Natur durchdringt. Diese Kraft heißt „Schöpfer“. Wir erschaffen diese Kraft selber mit unserer richtigen Verbindung. Und wir offenbaren sie in dieser Verbindung.

Darin besteht die Berufung des Menschen in dieser Welt und dazu verpflichtet uns unsere Zeit. Die Menschheit ist verpflichtet sich zu diesem Zustand zu erheben. Je schneller wir diese Etappen begreifen und sie realisieren wollen, desto gütiger und angenehmer wird unsere Entwicklung sein. Wir werden verstehen, welches Ziel sich vor uns befindet und wir werden die richtige Reaktion der Natur auf all unsere Handlungen sehen.

Der Endzustand existiert bereits in der Natur und wir sind ideal darin miteinander verbunden. Solch ein System heißt „Adam“, der erste Mensch, (vom hebräischen Wortstamm Dome abgeleitet  „ist ähnlich“) welcher der Naturkraft ähnlich ist.  Die Naturkraft ist die Kraft des Gebens und der Einheit. Die richtige gegenseitige Verbindung heißt die Liebe. Dabei erkennt jeder die Bedürfnisse des Anderen und kann richtig mit ihnen in Wechselwirkung treten.

Zu lieben heißt zu wissen, wie man dem Anderen das sicherstellt, was er benötigt und er seinerseits kann mir das geben, was mir fehlt. Auf diese Weise realisieren wir den allgemeinen integralen Mechanismus der gesamten Menschheit. Man muss verstehen, dass in der Welt nichts Überflüssiges erschaffen wurde. Wenn wir das System kennen, finden wir einen  geeigneten Platz für jeden und diesen Platz muss man lediglich ausfüllen.

Wenn ein Kind Legosteine zusammenbaut, bleiben bei ihm oft die angeblich überflüssigen Detailsteine übrig. Das ist nur deswegen so, weil es das ganze System nicht kennt. Derjenige, der dieses System aber erschuf, wusste genau, wohin man jedes seiner Teile ankuppeln muss und welche wahre Funktion es hat.

So auch wir, wenn wir uns mit dem System bekannt machen werden, werden wir verstehen, wie wichtig jeder von uns darinnen ist. Daraus werden wir den richtigen Bezug zueinander finden, weil in der Natur nichts Überflüssiges erschaffen wurde.

Wenn wir verstehen, dass in Wirklichkeit das System der Natur integral ist, vollkommen ist, ideal verbunden ist, wir das aber nicht sehen können, so heißt die Devise: „Glaube über dem Verstand“.

Das bedeutet, dass ich mich nicht von dem was ich sehe leiten lasse, wie das Kind, welches das Puzzle nicht zusammenbauen kann. Ich versuche stattdessen den richtigen Ankupplungsplatz für jedes Detail zu finden, damit ich sie zu einem vollkommenen System verbinde. Das nennt sich die Arbeit „über dem Verstand“.

Deswegen lernen wir, befinden uns ständig auf der Suche, erlernen die Gesetze der Natur, versuchen uns gegenseitig kennenzulernen, und wie wir uns in irgendeiner Form verbinden können. Dabei entdecken wir unsere Unterschiede. Genau wie die Kinder, die Puzzleteile drehen und sie nicht zusammenfügen können.  

Dabei muss man verstehen, dass all diese „Puzzleteile“ bei jedem Menschen in unserer Zeit für den Endzustand schon entwickelt sind. Er kann sich nicht weiterentwickeln. Wenn wir auf ihn Druck ausüben, ihn zwingen werden sich wie früher zu entwickeln, kommen in ihm Mutationen und bösartige Formen zutage.

Das ist genau das, was wir in unserer Gesellschaft und in unseren Kindern sehen, weil wir ihnen nicht die richtige Form der gegenseitigen Verbindung geben. Und das muss unsere nächste Etappe sein. Nur wenn wir die Gesetze der richtigen Wechselwirkungen zwischen uns erlernen, werden wir daraus die Gesetze der Weltlenkung verstehen und wir werden im Stande sein unser Leben zu verbessern.

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Die wunderbare Balance

Die Frage: Wie kann man die Balance zwischen unserer Welt und der Offenbarung der Spiritualität aushalten?

Meine Antwort: Dies ist die wunderbare Balance, wo alles im Gleichgewicht geschieht und keine Widersprüche zwischen den beiden Welten auftauchen. Wir alle werden das bestimmt offenbaren.

Das Wichtigste ist: versucht das zu tun, was für die Offenbarung der höheren Welt möglich ist. Und da werdet ihr sehen wie sich das Ganze zu einem einzigen System verbindet. Ihr werdet ein Bild erhalten und dieses Bild wird wunderschön sein, mit solch einer Harmonie, welche euch erfüllt und euch die Empfindung der ewigen Bewegung geben wird.

In diesem Leben, in dieser Welt werdet ihr alles, was über euch existiert, spüren.

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Wie kann man die Zeit einholen?

Frage: Alle haben schon längst erkannt, dass heutzutage die Zeit sehr schnell vergeht. Man will wissen welche Prioritäten in unserem Studium und unserem Voranschreiten sein müssen?

Meine Antwort: Es ist wahr, dass die Zeit sehr schnell vergeht. Wir können uns aber noch schneller entwickeln, nicht materiell wie unsere Welt, sondern spirituell, wenn wir uns wie kleine Kinder ohne jegliche Kritik, dem was Kabbalisten sagen, unterordnen. Alles hängt nur von uns ab.

Versammelt euch in einer Gruppe, versucht zwischen euch die Verbindung zu erreichen, die gegenseitige Fürsorge, damit ihr ein einziges Verlangen nach der Spiritualität darstellt. Verbindet euch in diesem Verlangen, löst euch in ihm auf.  Dann werdet ihr durch diesen Punkt, welcher sich auf der anderen Seite vom Ego befindet, die höhere Welt spüren, die höhere Kraft. Das ist das, was ihr offenbaren sollt.

Unsere Verbindung gibt uns die Möglichkeit, durch die Grenze zwischen unserer Welt und der spiritueller Welt „auszusickern“. Die Bewegung nach vorne ist nur in der Verbindung zwischen uns. Die Realisation ist immer innerlich, in der sinnlichen Verbindung zwischen uns.

[#209716]

Die einzige Kraft der Entwicklung in der Natur  Teil 3

Die Höhere Kraft erschafft in uns die Fähigkeit, uns getrennt von ihr zu fühlen. Das geschieht mit der Absicht, uns die Möglichkeit zu geben, sie als gebende Kraft zu offenbaren, die gut und Gutes tuend ist.

Frage: Warum brauchen wir das?

Meine Antwort: Uns ist die Notwendigkeit dessen bewusst, denn wir hängen von dieser Kraft ab. Wir sehen, dass unser Leben in dieser Welt sehr begrenzt ist und leiden darunter. Diese Leiden zwingen uns nach der Ursache zu suchen, und die Ursache liegt in der Kraft selbst. Darum wollen wir diese Höhere Kraft offenbaren, um unseren Zustand zu verbessern.

Es gibt Menschen, die diese einzige Kraft der Natur erforschen und erkennen, dass sie gut und Gutes tuend ist mit dem Wunsch, uns zur Vollkommenheit zu bringen. Aber dazu muss zuerst das Böse offenbart werden, denn ohne die Erkenntnis des Bösen kann man nicht zum Guten gelangen. Dies ist nur möglich, wenn man den Kontrast der Gegensätzlichkeit der Form zwischen Gut und Böse fühlt.

Wir wollen nur die Güte fühlen und gute Zustände empfinden, aber sobald wir etwas Unangenehmes spüren, versuchen wir uns davon zu entfernen. Und neben diesen Empfindungen benutzen wir den Verstand, wie man das Schlechte vermeidet. So entwickelt man sich im Empfinden und im Verstand.

Es ist natürlich, dass man sich von unangenehmen Empfindungen entfernt und sich den Angenehmen annähert. Nach tausenden Jahren der Entwicklung, angefangen von den primitivsten Lebensformen bis heute, jetzt im 21.Jahrhundert beginnen wir nach und nach einen Mechanismus aufzubauen, der es uns ermöglicht zu fühlen und zu verstehen, wie man handeln soll.

So bauen wir als Ergebnis eine Form der optimalen Existenz auf.

Wir versuchen die Kraft der Natur zu nutzen, in der wir uns befinden, damit es uns allen gut geht, entsprechend unserem Verständnis. Im Wesentlichen besteht darin unsere ganze Arbeit im Leben. 

Nur zu diesem Zweck einwickeln wir die Wissenschaft, Kultur, Bildung, Psychologie, Philosophie, Geschichte etc. In der Tat wollen wir nur wissen, wie man sich besser fühlt. Denn das Streben nach angenehmen Empfindungen ist das grundlegende Bedürfnis des Menschen, sein natürliches „Verlangen zu genießen“.

Kabbala ist Physik auf einer höheren Ebene, in einer anderen Wahrnehmung, die „Physik der Zukunft“. In der gewöhnlichen Physik geht es nicht darum, dass der Beobachter seine Eigenschaften ändern muss. In der Relativitätstheorie kann sich der Beobachter entsprechend des Zustandes  ändern, gemäß der Zeit, der Geschwindigkeit, und des Raums, aber dennoch kann er sich selbst nicht ändern. Seine Psychologie bleibt gleich.

Die richtige Kombination von Physik und Psychologie liegt dann vor, wenn man nicht von der Wahrnehmung der Wirklichkeit spricht, sondern darüber, wer sie wahrnimmt und welche richtigen Einstellungen man in dem Beobachter  erwecken kann, um die neue Realität zu spüren. Dies ist die nächste Stufe der Entwicklung nach der Relativitätstheorie. Denn nicht  Zeit, Geschwindigkeit oder Raum verändern sich, sondern der Beobachter selbst in seiner Wahrnehmung, in dem er seine Einstellung ändert.

So gesehen gibt es nichts Konstantes in unserer Welt, alles ist relativ und vorübergehend.

Man verändert seine Eigenschaften und somit verändert sich auch die Realität. Und danach entwickeln wir uns weiter. Die Kabbala sagt, dass jede Wirklichkeit keine Form hat und alles von der Wahrnehmung des Beobachters abhängt.

Zusammenfassung: Die Kraft der Natur ist konstant und ewig. Wir befinden uns in ihr mit unterschiedlichen Eigenschaften und sollen herausfinden, was beständig ist, und was sich in uns selbst und in der Realität um uns herum verändert, lerne dies zu unterscheiden.

Die konstante Kraft nennen wir die Natur, oder die Höhere Kraft, den Schöpfer, und die wechselnde Kraft ist der Mensch, der sie beobachtet.

Jede Wirklichkeit, die der Mensch sieht, ist eine direkte Folge seiner inneren Eigenschaften. Wenn man den Menschen verändert, verändert sich auch die Realität.

 

Aus der 872. Folge „Neues Leben“, 27.06.2017

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Die Vorteile des virtuellen Lernens

Frage: Wir studieren online an der Kabbala Akademie von Moskau. Was ist das wesentliche Merkmal einer virtuellen Gruppe? Was ist lohnenswert bei dieser Arbeit? Was sollte man beachten?

Antwort: In jeder Gesellschaft gibt es potentiell gute und schlechte Merkmale und Eigenschaften.

Die Einzigartigkeit einer virtuellen Gruppe ist die riesige Distanz zwischen euch, und tatsächlich beeinflusst ihr euch gegenseitig nicht körperlich. Ihr beeinflusst euch gegenseitig nur durch eure inneren Eigenschaften, die ihr durch die Kommunikationskanäle empfindet. Und deshalb ist das viel einfacher.

Einerseits kann ich mich mit zehn Freunden in einer virtuellen Gruppe sehr viel schneller als in einer physischen Verbindung durch einen Bildschirm, durch Kommunikationsmedien verbinden, und nur das, was wir mitteilen wollen, wird übertragen. Deshalb ist das viel einfacher.

Andererseits gibt es eine unbegrenzte Zuhörerschaft; Billionen von Menschen auf der ganzen Welt können sich verbinden.

Unsere Verbindungen heutzutage sind universell, in verschiedenen virtuellen Formen, und wir kommunizieren miteinander zu unterschiedlichen Tageszeiten, usw.

Im Allgemeinen kannst du sehr mobil und flexibel sein, wenn du das Verbindungssystem zwischen euch korrekt wählst. So wirst du die Verbindung zwischen euch ständig verbessern, bis es darin zu einer wirklichen Enthüllung des Schöpfers kommt.

Frage: Wie sollten wir die praktische Arbeit organisieren?

Antwort: Das geht nur durch die Verbindung zwischen euch.

Alles wird nur in der Verbindung zwischen Menschen erkannt, da wo wir unser Ego annullieren und eine gute Verbindung zwischen uns schaffen, wird der Schöpfer enthüllt werden. Das ist die praktische Arbeit.

Aus einer Videokonferenz mit Studenten des Russischen Lernzentrums (MAK) 5/21/17

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