Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wünsche'

Die Scham, die das Geschöpf in sich entstehen läßt

Eine Frage, die ich erhielt: Was bringt die Schöpfung dazu, sich für die Kontraktion (Zimzum) zu entscheiden?

Meine Antwort: Die Scham! Das Geschöpf empfindet das Schamgefühl in allen seinen Wünschen, diese Entscheidung trifft nicht der Verstand – sondern das Gefühl. Ich fühle, dass ich nicht mehr bereit bin, zu empfangen!

Das Licht, das mich ausfüllt, wandelt für mich den Genuss in den Tod um. Es gibt mir ein solches Gefühl, dass ich das gesamte Licht, die gesamte Erfüllung verliere.

Denn das Licht stellt Genuss dar, und in dem Augenblick, in dem ich Genuss erfahre, fühlt es sich so an, als ob ich schon so viel bekommen habe – ich habe mich nicht nur vollständig erfüllt, sondern auch den riesigen, unendlichen Genuss empfunden.

Folglich beginne ich zu enthüllen, dass ich Genuss von jemandem bekommen habe, und mir wird es deshalb peinlich, mich verbrennt das Feuer des Schamgefühls. Ich fühle ein riesiges Unbehagen, denn diese Tatsache hebt meine eigene Persönlichkeit auf. Ich schäme mich und hasse mich selbst, Ihn…

Das bedeutet eben das Verschwinden des Lichtes, und hierfür sind keine vernünftige Schlussfolgerungen oder Entscheidungen notwendig. Sie alle sind die sinnlichen Empfindungen, weil der Genuss verschwindet, und ich später keine Erfüllung spüre.

Das Schamgefühl infolge des Empfangens ist ein sehr erhobenes Gefühl, und deshalb wünsche ich jedem, es zu erreichen.

Aus dem Unterricht zum Artikel „Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“, 14.05.2010

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Das Schamgefühl, das stärker als der Tod ist

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir die Empfindung eines solchen Schamgefühls erreichen, welches folglich zur Kontraktion des Egoismus führen wird?

Meine Antwort: Die Scham ist ein sehr erhabenes Gefühl, das nicht direkt am Anfang des Weges empfunden wird. Dies ist die Scham vor dem Schöpfer, vor dem Gebenden, weil Er das Geben ist und ich das Nehmen.

In unserer Welt beschränken wir uns ständig, um nicht zu erhalten, um uns deswegen nicht zu schämen. Wir wollen das Empfangen irgendwie rechtfertigen.

Wir sind bestrebt, das Selbstwertgefühl zu vergrößern, wobei uns das eigene Ich teurer als das Leben ist. Wir sind einverstanden, zu sterben, um nur nicht demütigt zu werden.

Auf diese Weise ist unsere Natur programmiert. Die Menschen sind bereit, den Tod zu akzeptieren, nur um das eigene Ich, den Ehrgeiz, beibehalten zu können.

Die Scham bedeutet eigentlich, wenn ich das Gefühl bekomme, dass mein Ich aufgehoben wird und später verschwindet. Wenn ich den Wunsch und die Erfüllung verliere und nicht dabei spüre, dass ich aufhöre, zu existieren.

Der Mensch stirbt und fühlt nicht, dass er absolut aus dieser Realität verschwindet. Er hat nur das Gefühl, dass er einen Teil verliert, bzw. von der Vergangenheit befreit wird.

Aber wenn ich mich schäme, dann wird  meine geistige Existenz gestrichen. Dieses Gefühl gibt mir zu spüren, dass von mir jetzt nichts übrig bleibt!

Diese Empfindung ist höher als Leben und Tod, sie ist sehr tiefgehend. Man kann ihr nicht widerstehen. Der Mensch ist bereit, sich selbst zu töten, um nur nicht den Punkt seines Ich zu verlieren.

Denn der Körper ist einfach das Tier, und wir haben keine große Angst, ihn zu verlieren. Wir sehen auch, wie die Menschen ihr Leben riskieren. Aber der Schöpfer spielt mit uns, indem Er den Punkt unseres Ichs  konsequent und methodisch aufreizt. Und uns bleibt keine andere Wahl, denn wir sind verpflichtet, irgendwelche Handlungen zu unternehmen, um die eigene Persönlichkeit zu retten.

Die Empfindung, dass ich über dieses Leben hinaufsteigen soll, höher als der Tod hilft mir, meine zweite Natur zu enthüllen. Ich bin bereit, mir sie anzueignen! Man sagt mir „du sollst geben“  und ich bin dazu bereit! Ich bin sogar einverstanden, mich selbst zu verlieren! Damit dieser Punkt meines Ich, weiterhin existiert.

Solche Empfindung kann nur das Licht geben, das zur Quelle zurückführt. Das Licht wirkt auf uns ein und erweckt in uns diesen Punkt, der in unserem Inneren begründet ist – ein Ausgangspunkt “Jesh mi ajin” („Nichtvorhandensein“ bzw. Aus dem Nichts geschaffen sein). Dies ist nicht das Wesentliche des Wunsches „zu genießen“, sondern etwas viel tiefer Gehendes.

Um ein solches Gefühl zu erreichen, sind die kabbalistische Gruppe und das Studium notwendig. In der Gruppe bemühen wir uns, das Modell der geistigen Einheit aufzubauen, wie sie in der Welt der Unendlichkeit existiert.

Während des Studiums und unter Bedingung der Einheit, ziehen wir das Licht heran, das uns folglich zu diesem Zustand erhebt. Es gibt keine anderen Mittel! Nur die Gruppe und das Studium innerhalb der Gruppe.

Gerade dieses beängstigende Gefühl bringt uns der Rettung näher.

Aus dem Unterricht zum Artikel “Einführung in die Wissenschaft der Kabbala”, 14.05.2010

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Das sich umwandelnde Herz

Wir verfügen über die einzige Freiheit der Wahl bezüglich des Wunsches zur Spiritualität, des Punktes im Herzen, den wir über alle übrigen Wünschen erheben können.

Kaum erhebe ich den Punkt im Herzen über das eigene Herz, über alle seine egoistischen Wünsche, das heißt, ich richte mich direkt zum Schöpfer „Isra-El“, so beginnt mein Herz in dem selben Augenblick umgewandelt zu werden, größer zu werden.

Folglich beginne ich das Fallen zu fühlen – die Spiritualität verliert an Wichtigkeit, und es leuchtet nichts vorwärts, es gibt nur die Leere.

Es bedeutet, dass der Punkt im Herzen sich unter den Wünschen des Herzens befindet, und der Egoismus ist dagegen hinaufgestiegen.

Ich beginne wieder, innerlich zu arbeiten, um diese Wünsche zu überwinden und das Spirituelle (den Punkt) höher als sie (als das Herz) zu erheben. Mein Herz bekommt sofort die erneute Last – und auf diese Weise sind entweder die egoistischen Wünsche oder der spirituelle Wunsch wichtiger.

Aus dem Unterricht „Vorwort zum Buch Sohar“, 10.03.2010

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Unglücksfälle sind verkleidete Hilfen

Der Sohar: Zahlreich waren die Leiden, die Jakob dulden musste, um nicht an der bösen Neigung haften zu bleiben. Und wie viele Leiden müssen die Rechtschaffenen in dieser Welt erdulden, Krankheiten über Krankheiten und Leiden über Leiden, um sich für die nächste Welt zu läutern?

Die Enthüllung der bösen Neigung ist nötig, denn wie sonst könnte der Mensch vorankommen? Der Zustand des „Gerechten“ ist ein Zustand der Reglosigkeit. Es ist der Zustand, in dem man fühlt, dass man nichts braucht, dass alles perfekt in Ordnung ist und was auch immer passiert, nur zum Besten ist. Der Mensch kann jedoch, wenn er so fühlt, nicht vorankommen.

Gerade die Unglücksfälle, die zu uns kommen, werden zum „Motor der Entwicklung“. Wir müssen sie als Formen der Hilfe sehen, die exakt zum gewünschten Effekt führen.

Es hängt jedoch alles von der eigenen Vorbereitung ab. Wenn sich eine Person richtig darauf vorbereitet, um das „Böse“ (verschiedene negative Verlangen, Schwächen und Verwirrtheit) zu enthüllen, dann ist sie fähig, sie als Güte zu akzeptieren. Indem der Mensch Erfahrung sammelt, sieht er, dass, indem er einen Weg aus diesen Abstiegen sucht, er immer schlauer und stärker wird, und sich so über den gegenwärtigen Zustand erheben kann. Das ist es, weshalb der Mensch aus dem Zustand der Rechtschaffenheit herausgezogen wird und durch fremde Gedanken und Wünsche verwirrt wird; es geschieht, weil ihm dies das Material für den Fortschritt gibt.

Wir müssen unsere Einstellung gegenüber dem ändern, was passiert. Es ist sehr wichtig, alle Störungen als Hilfe auf dem Weg zum Ziel zu empfinden. Schließlich zwingen sie uns dazu, nach den Kräften zu bitten, die uns Unterstützung bringen und uns in Zeiten der Not helfen werden. Die Gruppe, die Verbreitung, das Studium und ein geeigneter Tagesplan sind die Mittel, die uns zwingen werden, stärker zu werden und Kräfte zu sammeln, anstatt im stillen Wasser unserer eigenen Rechtschaffenheit zu stagnieren.

Die Methode, um die spirituelle Leiter aufzusteigen

Alles entstand in den vier Stufen der Ausdehnung des Direkten Lichtes, im anfänglichen HaWaYaH, wie geschrieben steht, „Ich habe Mein HaWaYaH nicht verändert“. Dies ist das Modell, das alle Kräfte, Wünsche und Lichter beinhaltet, und von dort an gibt es eine Entwicklung einer Leiter von Graden, Welten, Verhüllungen, Parzufim und Sefirot, mit allen unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufen.

Die ganze Offenbarung dieses HaWaYaH geschieht nur in den Empfindungen des geschaffenen Wesens, in ihm selber, in den Erkenntnissen seiner selbst. Jede Stufe der Entwicklung und Offenbarung des HaWaYaH, der fortlaufenden größeren Wahrnehmung vom Selbst, hat dieselben Details wie das anfängliche HaWaYaH, welches sich im Malchut der Unendlichkeit befindet.

Der Unterschied zwischen den Ebenen liegt nur in der „Grobheit“ des Materials, welches beim Abstieg weniger und weniger spirituell wird. Im gleichen Ausmaß jedoch nimmt es sich mehr und mehr selbst wahr.

Die Ebenen entfernen sich immer weiter weg vom Licht, da das Verlangen zu empfangen mehr und mehr enthüllt wird, bis es die unterste Stufe erreicht – unsere Welt. Alle Welten, alle Stufen von Malchut der Unendlichkeit, bis zu unserer Welt beinhalten jedoch dieselben Details ohne Ausnahme, welche miteinander verbunden sind und eine neben der anderen existieren. Deshalb haben wir die Möglichkeit von unserer Stufe auf eine Höhere aufzusteigen.

Die niedere Ebene ist unfähig die Höhere Ebene zu verstehen, bis sie deren Ebene erreicht hat. (Im Übrigen sollten wir daher nicht über andere urteilen, solange wir nicht in ihren Schuhen stecken; jede Person urteilt über andere gemäß ihres eigenen Egoismus). Wenn wir jedoch danach streben, so zu sein wie der Höhere und ihn uns vorstellen, sind wir wie Kinder, die Erwachsene werden wollen, und so wecken wir Or Makif (das Licht der Korrektur) über uns, das uns die Höhere Stufe enthüllt.

Wenn wir uns selbst daher als mehr gebend vorstellen als wir im Moment sind, erwecken wir das Licht einer höheren Stufe über uns. Wir bewirken, dass uns eine höhere Stufe zu sich anzieht und uns auf ihre Stufe emporhebt.

Alle Ebenen existieren parallel und gleichzeitig und ihre Natur unterscheidet sich nur hinsichtlich des Materials, der Absicht des Gebens. Deswegen haben wir immer die Möglichkeit zu höheren Ebenen aufzusteigen. Das ist die ganze Methode, um den Schöpfer zu enthüllen – die Wissenschaft der Kabbala.

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Jeder möchte wissen, weshalb die Kabbala wichtig ist

Eine Frage, die ich erhielt: Weshalb ist die Kabbala wichtig?

Meine Antwort: Jeder stellt diese Frage. In unserem Leben gibt es viele Dinge. Einige sind wichtiger, andere sind weniger wichtig. Jede Sekunde werden uns andere Dinge wichtig, Dinge wie schlafen, spielen, essen oder herumrennen. Wie finden wir das Wichtigste des Lebens?

Die Hauptsache im Leben ist, etwas Bedingungsloses, Unendliches und Allmächtiges zu spüren, durch alle Welten ohne Grenzen zwischen Leben und Tod hindurchzusehen und alle unsere Wünsche zu erfüllen, selbst jene, die wir noch nicht kennen, wie jenes, so zu werden, wie der Schöpfer.

Es nichts Höheres als das. Das ist der Höhepunkt, zu dem alle Dinge führen. Wie also erreichen wir ihn? Wie erlangen wir hier und jetzt absoluten Erfolg? Durch die Methode der „Weisheit der Kabbala“.

Darum ist sie so wichtig. Denn wir bewerten alle Dinge daran, ob sie uns etwas nützen. Wenn die Kabbala uns helfen kann, alles zu erlangen, macht sie das wichtiger als alles andere.

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Die Welt als ein Mittel zum Fortschritt

Eine Frage, die ich erhielt: Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Vielfältigkeit unser Welt und dem einheitlichen Ziel der Liebe zum Nächsten?

Meine Antwort: Das gemeinsame Kli umfasst alle Bestandteile unserer Welt. Welche Verbindung besteht beispielsweise zwischen einer Ameise, die ihr kurzes Leben lang im Wald herumkrabbelt und nach Nahrung sucht und der schlussendlichen Korrektur meiner Seele?

Alle Ebenen unterhalb der menschlichen Ebene werden als äußerliche Manifestationen menschlicher Eigenschaften dargestellt. Die „Ameise“ existiert zunächst in Euren Wünschen und manifestiert sich dann in einer lebendigen Form. Ohne die äußere Form wärt ihr nicht für die innere Korrektur bereit.

Jedes Element der unbelebten, pflanzlichen und belebten Ebene ist notwendig, da sie Teil des menschlichen Wesens sind. Indem sie ihr natürliches Leben führen, helfen sie unserem Willen sich zur menschlichen Ebene zu entwickeln.

Während der Entwicklung unseres Willens gehen wir durch Phasen, die schon stattgefunden haben. Zunächst geschieht dies in der Natur der Welt, dann in der „menschlichen“ Ebene unseres Willens und schließlich nähern wir uns der spirituellen Welt und betreten sie. Unsere inneren Wünsche würden sich nicht formen, ohne das Zutun all dieser äußeren Elemente.

Am Anfang müssen sich diese Wünsche von den kleinsten und unbedeutendsten ausgehend entwickeln. Deshalb wird zunächst die unbelebte Ebene geformt, gefolgt von der pflanzlichen und der belebten in all ihrer Vielfältigkeit. In diesem Prozess sterben manche Arten aus, während Neue plötzlich auftauchen. Alles verändert sich, aber dies ist alles ein Abbild unserer inneren Veränderungen.

Die gesamte Schöpfung ist im Menschen enthalten und stellt ein harmonisches, vollkommenes Ganzes dar.

Deshalb sollten die Menschen wissen, wie sie all die Elemente der Realität, die vor ihnen liegt, nutzen können. Hier wirken verschiedene Gesetzmäßigkeiten, deren wichtigstes Ziel es ist uns zu zeigen, wie wir alles in Beziehung zum Ziel der Schöpfung setzen. Wir müssen die gesamte Welt so nutzen, dass sie uns zum Ziel hin vorantreibt.

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Ein Meer an Wünschen – enthalten in der Frage eines Kindes

Kinder bestehen aus unendlich vielen Wünschen. Sie stellen einfache Fragen, doch diese Einfachheit kann uns total durcheinanderbringen.

Und das ist so, weil es eigentlich keine Antwort zu ihren Fragen gibt. Alle Antworten liegen jenseits des Machsoms, wo die Menschen selbst sehen und fühlen.

Darum erzählt man Kindern Märchen und Geschichten – die tiefschürfendsten Dinge kann man auf diese Weise zeigen.

Erwachsene brauchen nicht diese Vielzahl an Ebenen. Sie sind verwirrter und ihre Seelen sind unter der dunklen Decke unserer Welt versunken und das ist bei den Kindern noch nicht so.

Frage: warum müssen wir uns vereinen?

Meine Antwort: Ich habe nur einen Feind – meinen Egoismus – und ich kann ihn nicht allein bekämpfen.

Mein Egoismus ist wie ein grosser, starker Schuljunge, vor dem ich dauernd davonlaufen muss, damit ich nicht verprügelt werde.

Ich suche nach Hilfe, um meinen Egoismus zu bekämpfen und die finde ich bei meinen Freunden. Sie haben das gleiche Problem – der schlimme Anfang, der Egoismus, wird sie nicht in Ruhe lassen.

So entscheiden wir zusammen, ihn tüchtig zu verprügeln, um ihn von uns abzuhalten. Wir müssen Freunde werden, um diesem ‘schlimmen Jungen‘ den Garaus zu machen und ihm die Lust verderben, jemals wieder etwas mit uns zu tun zu haben.

Darum müssen wir uns verbinden, damit wir den gemeinsamen Feind schlagen können. Das Leben wird einfach wunderbar werden, wenn wir ihn loswerden.

Aus der Kinderlektion vom amerikanischen Kongress 17. Oktober 2009.

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Es ist sinnlos die USA für die Finanzkrise verantwortlich zu machen

Eine Frage, die ich erhielt: Stehen Sie, wie die meisten Menschen den USA kritisch gegenüber? Sind Sie der Meinung, dass die USA für die Finanzkrise verantwortlich ist? Und denken Sie, dass nur die USA eine Lösung finden kann?

Meine Antwort: Die ganze Welt beschuldigt die USA. Aber wenn ein anderes Land die Gelegenheit gehabt hätte dasselbe zu tun, hätte es dies nicht getan? Die Amerikaner haben ein System aufgebaut, dass sie in die Lage versetzt hat die ganze Welt „auszunutzen“. Wer hätte nicht das gleiche getan? Die USA waren damit erfolgreich und alle anderen sind nun beleidigt, weil die USA es geschafft hat und nicht sie selbst. Man sollte sich also selbst für das eigene Versagen anklagen und nicht die Amerikaner für ihren Erfolg schimpfen.

Der Grundsatz des Kapitalismus „meines ist meins und deines ist deins“ hat für eine ganze Weile gut funktioniert und die Menschen waren stolz darauf. Nun fühlt es sich jedoch zunehmend unfair an. Das liegt daran, dass die Welt eine spirituelle Schicht offen legt, und es mehr und mehr klar wird, dass die Menschen in ihrem Wesen ungleich sind.

Aus diesem Grund können nicht alle Menschen dieselben Gelegenheiten erhalten. Dies zerstört die Gesellschaft, statt sie aufzubauen. Die Möglichkeiten sollten nicht einfach gleich sein, sie sollten unter Einbeziehung der persönlichen Fähigkeiten, Bildung und Können gleichwertig sein.

Je weniger ein Mensch zu tun in der Lage ist, desto mehr sollte die Gesellschaft dafür sorgen diesen Mangel auszugleichen. Wenn Du stärker bist als ich, solltest Du weniger Hilfe bekommen. Wir haben alle Fähigkeiten von der Natur, vom Schöpfer erhalten und ihr Ausgleich sollte von der Gesellschaft kommen.

Sind also gleiche Chancen gut? Nein, sie sind zerstörerisch. Wir müssen wissen, wie viel jeder Einzelne von Geburt an mitbekommen hat, wie er aufgewachsen ist und dann müssen wir das ergänzen, was er benötigt um mit den anderen gleichberechtigt leben zu können.

Das ist Gerechtigkeit, die zu Frieden führen wird. Niemand wird dann einen Grund haben sich darüber zu beklagen, dass er etwas entbehren muss oder ungleich behandelt wird. Und so lange dies nicht geschieht, wird es keinen Frieden in der Welt geben.

Ist es jedoch möglich solches umzusetzen? Ja, aber dazu müssten wir die inneren Daten jedes Einzelnen kennen und dies ist nur möglich, wenn wir die Seelen der Menschen entdecken, die inneren Kräfte und Eigenschaften jedes Menschen. Diese Enthüllung geschieht, wenn wir alle zur Einheit streben.

In Kabbalistischen Worten ausgedrückt, werde ich Dich beispielsweise als einen Achap zu meinem Galgalta Enayim hinzufügen und dies wird in einem vollen Gefäß (Kli), das aus den zehn Sefirot zusammengesetzt ist, resultieren. So erfüllt jeder die Wünsche aller. Und dies ist der einzige Weg Gleichberechtigung und Vollkommenheit zu erreichen.

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Rabash Artikel: „Die Wichtigkeit der Gruppe“

Die ganze Welt ist ein Teil von dir

Das Verlangen, zu genießen, ist eine Notwendigkeit, denn ohne dieses Material wäre es für uns unmöglich, das Geben zu lernen. Ich kann nur die Form meines Verlangens ändern, was bedeutet, dass ich lernen kann, es für andere zu verwenden, anstatt für mich.

Dadurch werde ich die Wirklichkeit anders wahrnehmen – nicht in mir, sondern außerhalb von mir. Dann werde ich verstehen, dass ich eine imaginäre Welt in mir erblickt habe. Etwas in mir war falsch, denn es veranlasste mich zu denken, dass die Realität sich in mein Ich und eine Welt außerhalb von mir aufteilt. Wenn ich aber diese imaginäre Teilung der Welt an ihren einzelnen Teilen korrigiere und sie miteinander verbinde, indem ich alle Verlangen der Welt einbeziehe, welche mir zuvor fremd oder außerhalb von mir erschienen, dann erlange ich ein einziges Verlangen oder Kli.

Somit stellt sich heraus, dass das Problem, mit dem wir konfrontiert sind, rein psychologisch ist, wie Baal HaSulam in seinem Artikel „Die Wissenschaft der Kabbala“ schreibt. Wir müssen unsere Verlangen analysieren und erkennen, wie falsch diese Verlangen, andere auszubeuten, sind. Wenn der Mensch feststellt, dass alles um ihn herum nur seine eigenen Wünsche sind, dann erkennt er: Wen belügst du wirklich? Dies ist, als ob man mit seinem kleinen Sohn spielt und versucht, ihn zu verwirren und zu täuschen, damit er davon profitiert.

Genau auf diese Weise verhalten wir uns zur ganzen Welt, welche uns aufgrund des Zerbruchs fremd erscheint. Wenn aber die Wahrheit offenbart wird, werden wir eine andere Welt sehen.

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