Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verstand'

Das Studium der Kabbala lohnt sich, selbst wenn man dabei Computerspiele spielt


Fragen, die ich von Studenten erhielt, die sich auf den spirituellen Weg begeben:

Frage: So wie ich die Dinge im Moment sehe, bin ich mir nichts mehr sicher: Ich weiß nicht mehr, was die Wahrheit ist, ob Rav real ist, ob ich auf dem richtigen Weg bin, ob ich die Bücher richtig verstehe und ob ich vielleicht meinen Verstand verloren habe. Es gibt Dinge, die ich ohne Kenntnis zu akzeptieren habe, aber dennoch ihnen kritisch gegenüberstehen muss. Mein Verstand ist jedoch begrenzt und darum ist auch meine Kritik eingeschränkt. So wie es im Moment aussieht, könnte ich mir auch rote Bänder umlegen oder denken, dass es auf einem Speiseteller „Seelen“ gibt, die ich esse („korrigiere“). Gibt es eine grundlegende Faustregel, die ich akzeptieren sollte, und dann verwende, um die wahre Richtung zu erkennen, anstelle eine Marionette zu bleiben, die die ganze Zeit lang kontrolliert wird?

Meine Antwort: Sie sollten nur den kabbalistischen Rat annehmen, in einer Gruppe zu studieren und auf das Höhere Licht zu warten, welches Ihnen alles klar macht. Ich denke, dass Sie durch vollständige Teilnahme in 4 – 6 Monaten Resultate sehen werden.

Frage: Ich lade gerne Ihren Unterricht herunter und spiele ihn im Hintergrund ab, während ich etwas anderes tue, z. B. Computerspiele spiele. Später bekomme ich dann Schuldgefühle und meine, dass ich entweder ernsthaft mit dem Studium der Kabbala anfangen und ihm all meine Zeit und Aufmerksamkeit widmen oder aufhören sollte, mich selbst zu betrügen, weil es doch so keinen Zweck hat zu studieren. Was meinen Sie?

Meine Antwort: Auch diese Art des Kabbala-Studiums ist vorteilhaft. Bald werden Sie jedoch entscheiden, dass es an der Zeit ist, die Spiele hinter sich zu lassen und anzufangen, dem Unterricht mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Frage (von einem deutschen Studenten): Ich studiere Kabbala und möchte gern vorankommen, doch ist dies ziemlich schwierig, wenn man alleine studiert. Ich bin kein Jude, spreche kein Hebräisch und weiß nicht, an wen ich mich wenden soll. Ich bin diesen Kabbalaexperten gegenüber skeptisch, die mit einem Mal überall auftauchen. Vielleicht bin ich zu vorsichtig und traue keinem genug? Wo kann ich Gewissheit über meinen Weg gewinnen? Gibt es Gruppen oder einzelne Personen, die Menschen wie mir helfen, ihren Weg zu finden?

Meine Antwort: Unsere deutschen und österreichischen Gruppen, unser Online-Unterricht und unser gesamtes Archiv sind bereit, Ihnen sofort und kostenlos zu helfen!

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Welche Einstellung ist die richtige, die man gegenüber dieser Welt haben sollte?


Drei Fragen, die ich zur täglichen weltlichen Realität eines Kabbalisten erhielt:

Frage: Was ist die richtige Einstellung, die ich gegenüber meinen Handlungen in dieser Welt haben sollte, unter Anbetracht dessen, dass ich keinen freien Willen habe? Sollte ich aufhören zu versuchen, alle Dinge zu kontrollieren, die nicht wirklich wichtig sind; oder im Gegenteil, jederzeit nach Perfektion streben?

Meine Antwort: Nichts von dem oben erwähnten. Sie sollten sich mit ihrem gesamten Verstand und Herzen in Dem Höheren befinden, in dem System von Adam. In unserer Welt jedoch sollten Sie wie ein Roboter funktionieren, d.h. „wie jeder andere auch“.

Frage: Wie sollten wir den Leuten begegnen, die einen Vorteil aus uns ziehen möchten? Wenn wir uns wünschen, altruistisch und nicht egoistisch zu sein, anderen zu helfen, und wenn ich denke, dass ich dieses Verlangen habe, was ist dann der richtige Weg, mit diesen Leuten umzugehen, wenn ich ihnen begegne?

Meine Antwort: Sie sollten diese Leute auf die Weise behandeln, wie dies normale Leute auch tun würden – „freundlich/egoistisch“.

Frage: Was hilft einem Kabbalisten dabei, mit dem Theater der Welt der Roboter verbunden zu bleiben, nachdem er über die allgemeine Wahrnehmung der Realität aufgestiegen ist? Was hilft einem Kabbalisten dabei in der Hauptströmung des Lebens zu verbleiben? Welche Werte, die von normalen Leuten verstanden werden können, bleiben in der Spiritualität „erhalten“? Was motiviert einen Kabbalisten, in einem Körper im Zustand von „Chefez Chessed“ zu leben? Wie bleibt ein Kabbalist mit einer Gruppe von Studenten verbunden? Ist er lediglich von der natürlichen Entwicklung der Welten abhängig oder gibt es spezielle Methoden des „spirituellen Aufstiegs?“

Meine Antwort: Ich verstehe nicht, warum Sie sich darum Sorgen machen, doch es gibt eine kurze Antwort auf all Ihre Fragen: „Liebe für den Nächsten“.

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Russland und Israel haben ein entgegengesetztes Problem


Eine Frage, die ich erhielt: Ich studierte die Kabbala über eine lange Zeit und habe es wirklich genossen. Ich habe auch ein Buch geschrieben, das die Kabbala aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Ich habe jede Menge Fragen an Sie, werde aber mit nur einer beginnen: Wäre es gut, die königliche Herrschaft in Russland wieder herzustellen?

Meine Antwort: Ich habe viele Fragen von meinen Studenten aus der Kaukasusregion, aufgrund der aktuellen Entwicklungen dort, erhalten. Obwohl ich normalerweise nicht in die Politik involviert bin oder in physischen Begriffen denke, wenn hier tatsächlich etwas passiert, werde ich trotzdem in der regulären Sprache darüber reden, um zu erklären, wie sich die Höheren Kräfte in unseren Handlungen wiederspiegeln.

Russische Menschen sind smart, empfindlich und in ihrem Herzen und ihrem Verstand sogar außergewöhnlich, aber sie sind nicht in Lage, sich selbst zu regieren (wie ein russisches Sprichwort sagt: „Der Meister wird kommen und entscheiden, was getan wird.“) Sie waren während der gesamten Geschichte nicht in der Lage, das zu tun. Die einzige Periode, in der Russland florierte, war die, als es von Zaren regiert wurde – von Peter dem Großen bis zum letzten Zaren.

Viele dieser Zaren waren keine Russen, sondern kamen aus dem Westen und sie dirigierten Russland in Richtung des westlichen Entwicklungsweges. Während dieser Zeit waren fast alle russischen Minister, genauso wie die russische Kultur, „westlich“. Und das behinderte die Entwicklung Russlands in keiner Weise, vielmehr förderte es die Entwicklung der russischen Kultur, der Literatur und der Industrie – die Basis Russlands, welche im 19. Jahrhundert geschaffen wurde. Im Wesentlichen wurde Russland von Europa erbaut, aber anstatt von den westlichen Einflüssen unterdrückt zu werden, entwickelten sich russische Kultur, Glauben und Wissenschaft wunderbar!

Deswegen ist die derzeitige Absonderung Russlands von Europa für es tödlich! Russland sollte mit der Hilfe von erfahrenen europäischen Fachleuten das europäische Parlament und die Regierung Wort für Wort imitieren, so wie es während des zaristischen Russlands passierte. Es kann sich nicht selbst verwalten, da ihm die Erfahrung des Westens fehlt, dessen Geschichte und Entwicklung viele tausend Jahre zurückgeht. Durch die zur Schau Stellung ihrer Exklusivität wendet sich Russland gegen die Höheren Kräfte. Deswegen wird sich dieses Land wieder einmal erfolglos entwickeln.

Übrigens haben die Juden in Israel das entgegengesetzte Problem: Sie streben danach, wie der Westen zu werden, aber entsprechend ihres Höheren Ziels müssen sie danach streben, eine spirituelle Gesellschaft zu schaffen und ein Beispiel für die gesamte Welt werden. Das ist der Grund, warum die Höheren Kräfte gegen sie sind.

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Dieser Weg kann nur von jenen bewältigt werden, die ihn auch gehen


Eine Frage, die ich erhielt: Ich nehme an den Lektionen teil, die von Bnei Baruch angeboten werden. Aber ich habe den Eindruck, jetzt ein schlechterer Mensch zu sein, als vor Beginn des Studiums. Was mache ich falsch? Ich glaube zu verstehen, wie wichtig die Gruppe ist, aber ich empfinde keine Liebe für sie. Stattdessen fühle ich eine tiefe, sich stets vergrößernde Kluft. Ich bin wertend und zynisch, in meinem Privatleben bin ich deprimiert, zornig und gereizt, aber es gibt dafür keine logische Erklärung. Trotzdem spüre ich all diese Gefühle sehr stark. Es scheint, als ob mein Verstand oder ein Teil von mir auf einer Seite einer Fahrbahn, und mein fühlender anderer Teil (welcher mich lenkt) auf der anderen Seite in entgegengesetzter Richtung unterwegs wären, verbunden mit einem Hass/Liebe-Verhältnis zur Kabbala und dem Studium.

In den Lektionen wird uns klar gemacht, dass sich das Studienmaterial ausschließlich auf spirituelle Zustände bezieht. Aber wie sieht der „praktische“ Teil aus? Was für eine Person soll ich sein?

Meine Antwort: Alle von uns erleben solche Zustände, wenn wir abzuwägen beginnen, ob das spirituelle Wachstum, das die Kabbala uns lehrt, richtig und notwendig ist. Im Augenblick erreicht die gesamte Menschheit eine Periode der Neuorientierung ihres Wertesystems und erlebt daher Krisen in allen Bereichen des Lebens – in Bildung, Politik, Gesellschaft, Familie, Wissenschaft, Ökologie, Natur, usw.

Wir bewerten zudem unsere körperliche Existenz, wie auch die Notwendigkeit, unseren unkorrigierten egoistischen Verlangen (Herz) und Gedanken (Verstand) Spiritualität hinzuzufügen (also die Enthüllung der Höheren Welt und des Schöpfers). Ihr Egoismus wird weiterhin viele „Enttäuschungen“ auf dem Weg der spirituellen Entwicklung erleben, weil er auf diesem Weg keine Erfüllung findet – sondern das Gegenteil. Um Spiritualität entwickeln zu können, muss der eigene Egoismus ausgelöscht werden. Aber es muss betont werden, dass nicht die Verlangen und Gedanken ausgelöscht werden sollen, sondern es muss die Absicht „für sich selbst zu empfangen“ in eine Absicht „für andere zu empfangen“ umgewandelt werden.

Wie kann man auf dem spirituellen Weg vom Egoismus abrücken, ohne dabei den Egoismus zu Hilfe zu nehmen. Egoismus steht im Gegensatz zur Spiritualität. Deshalb wird Egoismus als „Hilfe gegen sich selbst“ bezeichnet, weil er sich letztendlich selbst annulliert. Denn wenn du egoistisch in einer Gruppe Kabbala studierst und versuchst, dich mit den anderen zu verbinden, ziehst du das Höhere Licht an, welches dann den Egoismus korrigiert. Die Misserfolge und Abstiege sind daher nur der vom Egoismus wahrgenommene Mangel an egoistischen Füllungen. Die zukünftige Erfüllung wird nicht durch Empfangen, sondern durch Geben für andere erreicht. Dies wird durch das Gefühl der Liebe und der Erkenntnis, dass jeder in einem einzigen Ganzen eingebunden ist, entstehen.

Das einzige was dich ans Ziel bringt – zum ewigen Schöpfungsziel – sind das beständige Studium, die Teilnahme an der Gruppe und die Verbreitung und zwar trotz deinem Egoismus, „wie ein Ochse zu Bürde und ein Esel zur Last“. Alle Shamati Artikel sprechen darüber, also lest weiterhin darin! Dieser Pfad kann nur von jenen bewältigt werden, die ihn auch gehen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Hast du Zweifel, verbreite!
Blog-post: Richtlinien zu Erreichen der Einheit – Ausgewählte Zitate von Baal HaSulam
Artikel von Baal HaSulam: Frieden in der Welt

Annunaki und Kabbala haben nichts gemeinsam


Eine Frage, die ich erhielt: Es gibt ein Problem, das ich lösen muss, bevor ich anfangen kann, Kabbala zu studieren. Ich würde eine ehrliche Antwort von Ihnen wirklich sehr schätzen und hoffe, dass meine Frage Sie nicht verärgert.

Was ist die Verbindung zwischen Kabbala und Annunaki? Wenn Kabbala unser Ego „ausschalten“ kann, welche Kräfte werden uns danach übernehmen? Bevor ich damit beginne, mein Ego „auszuschalten“, wie kann ich mich da vergewissern, dass die Kabbala keinen Nutzen daraus zieht und Kontrolle über Menschen anstrebt, die nach größerem Selbstbewusstsein streben?

Meine Antwort: Ich bin nicht vertraut mit Annunaki, aber diese Lehre steht in keinerlei Weise mit der Kabbala in Verbindung. Ein Mensch, der Kabbala studiert, „schaltet“ sein Ego nicht aus und er ist immer in der Lage, die Situation zu kontrollieren. Man schaltet auch nicht seinen Verstand oder seine Verlangen aus, ganz im Gegenteil – sie wachsen mitsamt unserem Ego. In der Kabbala lernt man, wie man seinen Verstand und seine Verlangen kontrolliert und in diesem Ausmass wachsen sie.

Verwandtes Material:
Blog-post: Sei glücklich über das anwachsen des Egoismus!
Blog-post: Der Schöpfer kann mit nichts anderem erreicht werden, als mit der Kabbala
Blog-post: Das Ziel der Schöpfung ist vollkommene Erfüllung
Shamati 86: Und man setzte Fronvögte über sie

Die Weisheit der Kabbala kann man nicht mit Hilfe des einfachen Verstandes lernen


Ich erhielt zwei Fragen, ob es notwendig ist, vor dem Studieren der Kabbala die Tora zu kennen:

Frage: Ich habe die Kabbala von allen Seiten her untersucht: Wissenschaft, Religion, Glaube, Spiritualität usw. Sind Sie sicher, dass jemand der mit Ihnen Kabbala studiert und die Artikel von Baal HaSulam liest, in der Lage ist, sie richtig zu verstehen? Die Weisheit ist großartig und es gibt nichts Vergleichbares in der ganzen Welt. Sollte es wirklich so einfach erreichbar sein für jeden Menschen der dieses Material studieren will? Vielleicht verstehen diese Menschen nicht einmal, was sie da lesen.

Ich frage das, weil ich Studenten getroffen habe, die die Kabbala völlig unverständlich erklärt haben und die vorgefasste Vorstellungen haben, die schwer zu ändern sind. Sollten sie nicht zuerst über Abraham, Moses und die Geschichten der Bibel etwas lernen? Sollten sie nicht zuerst die einfache Bedeutung der Tora verstehen, bevor sie anfangen den spirituellen Teil der Tora zu studieren?

Meine Antwort: Ich brachte viele neue Studenten zu meinem Lehrer, Rabash. Sie waren unreligiös und wussten nichts über die Tora, dennoch akzeptierte er sie als seine Studenten. Rav Kook schrieb auch, dass das Studium der Kabbala keine vorangehende Vorbereitung erfordert. Es spielt keine Rolle, wie jemand das Material versteht, weil diese Weisheit nicht durch den einfachen Verstand zu erfassen ist, sondern durch die Anziehung des Höheren Lichtes, um in dem Studenten neue Eigenschaften zu enthüllen. Und in dem Grad, in dem der Student die Eigenschaften des Lichtes erwirbt, beginnt er, das Licht zu verstehen.

Auf der anderen Seite werden Menschen, die die Bedeutung dieser Weisheit mit ihren materiellen Eigenschaften „untersuchen“ nie in der Lage sein, irgendetwas zu verstehen! Die Weisheit der Kabbala unterscheidet sich von allen anderen Wissenschaften, denn in allen anderen Wissenschaften können wir die Welt mit unseren fünf Sinnesorganen untersuchen, aber in der Wissenschaft der Kabbala muss man erst den sechsten Sinn erwerben – Gleichheit mit dem Licht, und erst dann, in dem Grad der Gleichheit zum Licht, wird man in der Lage sein, es zu untersuchen.

Deswegen ist diese Weisheit praktischer, da wir sie in uns erreichen, nicht außerhalb von uns. Die Weisheit benutzend enthüllen wir die Höhere Welt, und erreichen sie von innen heraus, in einer tiefgründigen Weise. Dieses Erfassen verändert den Studenten, da alles nur in seinem Inneren passiert. Deswegen wird die Kabbala die Weisheit des Inneren oder die innere Tora genannt.

Frage: Wenn es unmöglich ist, die Tora ohne das Wissen der Kabbala zu verstehen, warum sagten dann die meisten früheren Kabbalisten, dass bevor man Kabbala studieren darf, man die Tora im Detail lernen muss?

Meine Antwort: Das ist so, weil die Periode vom 1. bis zum 16. Jh. (vom Fall des Zweiten Tempels bis zum Ari) eine Periode der Verbannung aus der Spiritualität war. Während dieser Zeit war es notwendig, darauf zu warten, dass jene Seelen, welche vom spirituellen Level abfielen, sich mit den Seelen vermischen, die niemals auf diesem Level waren. Zum Beispiel wurde Abraham lange vorher enthüllt, dass das Exil in Ägypten 400 Jahre dauern sollte. Genauso prophezeite Baal HaSulam was zu unserer Zeit passieren würde – dass es beginnend mit 1995 eine intensive, flächendeckende Verbreitung der Kabbala geben wird.

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Blog-post: So lesen Sie die Tora richtig!
Blog-post: Verbessere Deine Lebensqualität
Mythen über Kabbala
Kabbala unserer Zeit
 

Glaube über dem Verstand ist Geben über dem Empfangen


Zwei Fragen, die ich über den Glauben über dem Verstand erhielt und wie man jederzeit mit dem Schöpfer verbunden sein kann.

Frage: Sie sagten, dass es keinen Glauben in der Kabbala gibt, sondern nur Wissen und Verstand. Was meinen Sie nun mit „Glaube über dem Verstand“?

Meine Antwort: Glaube über dem Verstand bedeutet Geben über Empfangen. Unserem Wesen nach empfangen wir lieber, als dass wir geben, und dieser Wunsch macht uns dem Schöpfer gegenüber gegensätzlich. Wir können unsere egoistische Natur der des Schöpfers angleichen, wenn wir unseren Handlungen die Absicht zu geben hinzufügen, welche „über dem Verstand“ ist – dann wird dieses die Essenz unserer Handlungen festlegen, welche dem Empfangen dienen.

Ebenso ist der „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ das Wissen oder die Erkenntnis unserer 613 Verlangen und deren Korrektur, damit wir unsere Verlangen zu empfangen in der Absicht zu geben verwenden.

Die Kabbala ist eine Wissenschaft und beschäftigt sich nicht mit Glauben, sondern nur mit klar erkennbaren Vorgängen nach dem Prinzip „Der Richter weiß nie mehr als das, was seine Augen sehen“. Der Schöpfer oder das Licht erschuf einen Wunsch mit der Absicht „für sich selbst“. Alles, was geschieht, ist ein Vorgang, bei dem man die Absicht „für sich selbst“ zu „für andere“ korrigiert. Bis zu dem Grad der Korrektur des Verlangens, wo das Licht das Verlangen erfüllt. Das Ende der Korrektur ist dann erreicht, wenn das Verlangen vollkommen dem Licht ähnlich ist.

Frage: Wie ist es möglich, jederzeit mit dem Schöpfer zu sein? Was heißt das eigentlich?

Meine Antwort: Es bedeutet, in der Eigenschaft des Gebens anstelle des Empfangens zu handeln.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Glaube über dem Verstand wird nach dem Machsom erlangt (fortgeschritten)
Blog-Post: Die Kabbala befasst sich ausschließlich mit der Erreichung des Schöpfers
Blog-Post: Spiritualität liegt über unserer Welt (fortgeschritten)

Sogar Gerichtshöfe, Versicherungsunternehmen und Finanzmärkte erahnen die Höhere Kraft


Ich hatte ein Gespräch über das Thema „Die Höhere Kraft“, das für eine bevorstehende TV Serie aufgezeichnet wurde. Ich sprach mit:

Daniel Lamberg – Rechtsanwalt und Versicherungsexperte,
Shlomi Buchana – Professor für Ökonomie an der Bar-Ilan Universität und
Ben-Tsion Gertz – Autor und Veranstalter des Programms.

Wir nehmen nur einen kleinen Teil der Welt wahr und wir wissen nicht, was einen Moment später oder in ferner Zukunft geschehen wird. Wir wissen nicht, welche Verlangen plötzlich in unseren Herzen auftauchen werden oder welche Gedanken in unserem Verstand erscheinen, welche uns womöglich zwingen, entgegen unserem gesunden Menschenverstand und den vorherigen Verlangen zu handeln.

Alles, was wir nicht kennen, schreiben wir als „Höhere Kraft“ ab – irgendeine übergeordnete Macht, die eine unerwartete Folge von Ereignissen hervorruft und uns eine Ausrede für unsere Verantwortung bietet. Alle Gerichtshöfe, Versicherungsunternehmen und Finanzmärkte betrachten diese „Einmischung“ der Höheren Kraft in unser Leben unterschiedlich und interpretieren es auf ihre eigene Art und Weise.

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Blog-Post: Woher kommen Gedanken, Ideen und Träume?
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Kabbalablog: Alles nur eine Frage der Erziehung

Was sagt die Tora über rote Bänder?


Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe entdeckt, dass rote Bänder nicht nur dabei versagen, den Menschen zu helfen, sie sind von der Tora aus ebenfalls absolut verboten. Im Buch Bereshit, Kapitel Derech HaAretz wird gesagt: Rabbi Tsadok sagte: הקושר על ידו חוט אדום הרי זה מרדכי האמורי – „Jemand, der ein rotes Band um seine Hand bindet, ist wie eine unreine Kraft gegen Mordechai (Eigenschaft von Bina).“

Warum erwähnen Sie immer Tarot Karten, rote Bänder, Yoga usw., wenn Sie Fragen beantworten, bei denen es um Mythen und Kabbala geht? Warum erwähnen Sie nie „Channeling“, das gerade so populär ist? Zum Beispiel weiß jeder von den zahlreichen Auftritten Lee Carolls bei der UN und jeder kennt seine Bücher. Und es gibt eine Menge Leute, die andere Lehren praktizieren, die sich mit dem, was Sie lehren, überschneiden. Ich habe keine Zweifel, dass nichts den Aufbau des Universums so detailliert erklärt wie die Kabbala, aber die anderen Methoden helfen doch auch, die Menschheit zu „Erwecken“, die mit ihrer Korrektur spät dran ist.

Antwort: Ich bin nicht vertraut mit all den „spirituellen“ Lehren und ich habe nicht vor, sie kennenzulernen. Sie alle erscheinen und verschwinden wieder. Ich habe keine Zeit und auch kein Verlangen, ihnen Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn wir alles systematisieren würden, was unser egoistischer Verstand erfinden kann, dann würden wir sehen, wie erbärmlich das ist.

Ich ziehe die Lehre der Kabbala vor, die von dem durchführbaren Eintritt in die Höhere Welt spricht (ich habe das selbst erprobt). Das Studium gründet sich auf das Ausbrechen aus unserer egoistischen Natur und nicht auf all die verschiedenen Lehren und Religionen dieser Welt (dies kann ebenfalls von oben erkannt werden, von der Höheren Welt aus). Ich empfehle Ihnen, das gleiche zu tun.

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Seine Unerreichbarkeit im Geist eines Kabbalisten


Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagten, dass die Kabbala eine Wissenschaft ohne Axiome/Grundsätze ist. Doch Rabash sagt in Shamati, dass es nur Azmuto (den Unerreichbaren), Ein Sof und die Seelen gibt. Sind dies nicht Grundsätze, auf denen die Kabbala basiert? Alles andere kann doch von diesen Axiomen abgeleitet werden.

Mein Antwort: Nein, diese sind keine Grundsätze, sondern Aufdeckungen von Kabbalisten. Man kann einfach nicht verstehen, dass man sagen kann, dass Azmuto existiert, wenn es nicht erreichbar ist. Doch die Tatsache ist – man kann Seine Unerreichbarkeit eindeutig erreichen. Den Rest muss man selbst aufdecken.

Es gibt eine Regel in der Kabbala: Wir sprechen nur darüber, was wir erreicht haben. Wenn dann ein Kabbalist sagt, dass etwas unerreichbar ist, bedeutet das ein bestimmtes Erreichen. Das gilt für alle kabbalistischen Vorstellungen – alle diese kommen aus klaren Erkenntnissen und wissenschaftlichen Forschungen. Sie wurden in Gefühlen wahrgenommen, die man kontrollieren kann, und darauf basieren, auf welche Weise der Kabbalist diese Verbindungen durch Analyse und mentale Synthese erfasst. Dies geschieht jedoch nicht mit dem normalen Verstand. Kabbalisten entwickeln einen „nichtirdischen“ Verstand oder Gehirn, weil sich unser Verstand Seite an Seite mit unseren Verlangen entwickelt, um sicher zu stellen, dass sie sich verwirklichen.

Wenn sich unsere Verlangen auf der Ebene unserer Welt befinden, dann kann unser Verstand nie aus seinen Begrenzungen heraustreten, weil er von unseren Verlangen geschaffen wird. Darum muss man sich erst selbst korrigieren und später, wenn sich die Eigenschaften verändert haben, wird man klüger und erreicht einen Verstand, der nicht körperlich ist, sondern anders, höher – ein Geist, der Gegensätze als Ganzes begreift, der versteht, dass Zeit nicht existiert und dass Bewegung bedeutet, wenn man seine Eigenschaften jenen des Schöpfers angleicht.

Man erreicht dann eine vollkommen andere Weltanschauung (siehe auch Blog-Beiträge über die Wahrnehmung der spirituellen Wirklichkeit). Man enthüllt die Seelen und die lenkenden Kräfte und auch den Grund und den Zweck dieser Welt. Zusätzlich sieht man alles als ein einziges Bild, welches zwar ruht, sich aber dennoch in Richtung Enthüllung dieses Ruhezustandes bewegt.

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Aus dem Artikel „Die Massen und das Individuum“: Die Urheber der Leiden
Blog-Post: Fragen über den Pharao-unseren Egoismus (fortgeschritten)
Shamati 3: Das Wesen der spirituellen Erkenntnis