Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verbindung'

Wie man die Weisheit der Welt gewinnt

Kommentar: Es gibt kein Problem, das in einem Einzelnen von uns liegt, es gibt dort nichts zu korrigieren. Die Hauptsache besteht darin, unsere Verbindung so zu gestalten, dass alle Minus- und Pluspunkte in uns, alle schlechten und guten Eigenschaften, die in jedem Menschen stecken, sich gegenseitig zu ergänzen. Dies wird als Bürgschaft bezeichnet.

Die Bürgschaft ist gerade deshalb erforderlich, um alle schlechten und guten Eigenschaften durch unserer Verbindung gegenseitig auszugleichen. Es stellt sich heraus, dass es keine Gerechten unter uns gibt, sondern alle Sünder sind. Wenn wir alle unsere polaren Eigenschaften richtig miteinander verbinden, die Plus- und Minuspunkte kombinieren, dann beginnt das ganze System perfekt zu funktionieren.

Hauptsache wir ergänzen uns gegenseitig. Wir müssen diese Arbeit beginnen auch wenn wir nicht wissen wie es funktioniert und nur wollen, dass es geschieht – der Schöpfer wird es für uns vollenden.

Wenn ich alle Mängel die ich an einem Freund feststelle dadurch ausgleiche, dass ich den Schöpfer hinter ihm sehe, bringe ich das ganze System in eine vollkommene Form. Mir wird dieses System klar, die gesamte Schöpfung wird mir verständlich: wie sie zusammenhängt und funktioniert, wie ein Teil den anderen beeinflusst, vom Beginn der Schöpfung bis zu ihrem Ende. Ich verstehe alles, was in der Beziehung zwischen allen Teilen geschieht, d.h. ich gewinne die Weisheit der Welt.

Man sagt darüber, dass die Gerechten sitzen und sich am Leuchten der Shechina erfreuen: die Art und Weise, wie sich alle negativen und positiven Eigenschaften vereinen, alle Gegensätze einander ergänzen und es nichts Überflüssiges und Falsches gibt, sondern alles in vollkommener Harmonie zusammenkommt.

Aus einer Lektion über „Es gibt niemanden außer Ihm“

(302030)

Abkopplung von der Realität

Frage: Ist unser Körper eine Hülle, die es uns erlaubt, außerhalb unseres spirituellen Zustands zu sein?

Antwort: Der physische Körper, d.h. der vom Menschen wahrgenommene Teil seines Egoismus, der niedrigste, subtilste, primitivste Teil, erlaubt uns, uns und unsere Umgebung in diesem Egoismus zu spüren und als unsere Welt darzustellen.

Alles andere was in der Realität existiert, liegt außerhalb dieser Schale. In ihr können wir immer noch wie in Vergessenheit leben, wie in einem Traum. Im Grunde genommen befinden wir uns in einem nicht existierenden Zustand. Es ist, als ob wir einen Schlag auf den Kopf bekommen hätten und uns von der Realität abgekoppelt hätten.

Frage: Ist es bereits der Übergang zur nächsten Stufe wenn man diese Hülle, in der man sich fühlt, als würde man physisch existieren, wegnimmt?

Antwort: Teilweise. Schließlich kann man dieses Hindernis nicht einfach beseitigen. Mit welchem Verlangen wird man existieren? In der Eigenschaft des Gebens?

Frage: Wenn ein Mensch, sagen wir mal, Selbstmord begeht, ist es so, als ob er hofft, diese Schale zu entfernen.

Antwort: Blödsinn, dieser Mensch löst nichts. Er hat sich nicht selbst korrigiert, er ist nicht in das Gefühl der wahren Existenz eingetreten. Das hat nichts mit der Methode zu tun, die wirkliche Realität enthüllt.

Es ist für den Egoismus von Vorteil, das Leiden zu beenden. Wie viele Menschen tun das, wie viele sind bereit, das zu tun? Was ist mit Drogen und Alkoholismus? Das ist auch eine Art von Tod, wenn sich ein Mensch von der Realität abkoppelt und vorübergehend in eine Art Trip fällt.

Das sind die Fragen, die man sich stellt: was geschieht mit dem Mensch, wenn man das ganze System sehen und verstehen muss? Man arbeitet sich ab, muss jetzt in einen anderen Zustand übergehen, um neu geboren zu werden, um die neuen Reshimot ( spirituelle Informationsdaten) zu verwirklichen.

Frage: Warum gilt Selbstmord in allen Religionen als die schlimmste Sünde?

Antwort: Da ein Mensch vor seinen Pflichten davonläuft.

Jeder hat eine klare Aufgabe in dieser Welt – die Höhere Welt zu erreichen, d.h. den Zerbruch des gemeinsamen Kli (Gefäß) in einer vollständigen Verbindung zu korrigieren.

In all den Jahrtausenden haben wir uns als irrationales Wesen auf dieses Ziel zubewegt. Die unbelebte, pflanzliche und tierische Natur hat uns den Weg gewiesen. In unserer Zeit sind wir auf der Stufe einer menschlichen Lösung für dieses Problem angelangt. Wir sind in einem Zustand, in dem wir das Problem bewusst lösen müssen. Wir sind dazu verpflichtet.

Wie kann man da Selbstmord begehen? Wenn man das Problem der bewussten Verbindung mit allen Menschen auf der Erde lösen muss, wenn man sich gegenseitig unterstützen soll, sich in alle als ein gemeinsames Ganzes einschließt, mit allen ein integrales analoges System der totalen Wechselbeziehung darstellt und in diesem System die höchste Kraft des Gebens, der Liebe, der Interaktion offenbart…

Man beginnt darin zu leben und hört auf das einstige Kräftesystem, das man unsere Welt nennt und in dem man vorher existiert hat, wahrzunehmen.

All das ist sichtbar. Heute ist alles offengelegt und kann angewendet werden.

Aus einem Gespräch „Mein Telefon klingelte“ vom 11.06.2014

[300136]

Münze für Münze wird zu einer großen Summe

Kommentar: Wenn man sich über die Behauptungen des Egoismus erhebt, die einen überzeugen wollen, dass diese Arbeit sinnlos ist und der spirituelle Weg nicht für jeden ist – dann geht man über den Verstand hinaus. So wird „Münze für Münze zu einer großen Summe gesammelt“, das heißt alle Überwindungen werden bis zu einem notwendigen Maß angesammelt, um ein Gefäß für den Empfang des höheren Lichts zu werden.

In dieser Form schreitet man voran. Hier ist der Grad der Verbindung zwischen den Menschen sehr wichtig. Im Zustand der Schwäche findet man keine Kraft, kein Verlangen, kein Erwachen das einen auch nur ein wenig aufrichten und erwecken könnte. Zusätzliche Kraft kann nur aus der Verbindung mit den Freunden entstehen.

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die Kraft für das Vorankommen aus der Gruppe kommen muss – es gibt keine andere Möglichkeit. Es gibt nur zwei Wege: entweder aus dem Egoismus oder aus der Verbindung mit der Gruppe. Das sind die einzigen Werkzeuge, die uns in unserem System zur Verfügung stehen. Wenn wir dem Ende der Korrektur entgegen streben wollen, müssen wir uns, so weit wie möglich, mit dem Zehner verbinden und von dort aus Kraft für das Erwachen und die Verbindung schöpfen.

Dann immer mehr und mehr, alles von dort aus extrahieren. Selbst wenn es aussieht als gäbe es keine Ressourcen mehr, muss man noch die letzte Kraft aus sich herausholen, als würde man die Reste vom Boden des Topfes kratzen. So sollte man aus der Gruppe die Kraft zur Verbindung gewinnen. Das ist es, was echte Arbeit, die uns voranbringt, ausmacht.

Aus dem Unterricht, 08.08.2022

[301368]

Die Formel für das Leben: „Ich, die Gruppe und der Schöpfer“

Die gesamte Realität tickt wie eine aufgezogene Uhr nach einem deterministischen Programm, das was geschehen muss, wird auch geschehen. Alles was wir tun müssen, ist, die richtige Einstellung zu dem was geschieht, zu finden.

Durch diese richtige oder falsche Einstellung betrachten wir die Welt, je nachdem sehen wir gute oder schlechte Ereignisse in ihr. Unsere Einstellung ist wie ein Filter, durch den wir die Realität beurteilen und erleben, dadurch wird unser Leben bestimmt.

Wir befinden uns in einem deterministischen System, in dem alle Ereignisse genau vorherbestimmt sind. Was wir korrigieren können, ist nur unsere Einstellung gegenüber der Realität, die sich uns offenbart. Dadurch spüren wir, dass wir uns und die sich Welt verändert.

Alles hängt von der inneren Einstellung des Menschen zu seinem Leben ab: ob ich in der Lage bin, mein Leben mit der höheren Kraft zu füllen, die alles treibt und lenkt, und zusammen mit meinen Freunden versuche, den Schöpfer auf diese Weise wahrzunehmen. Wir verbinden uns mit unseren Freunden und spüren, dass der Schöpfer in uns ist. In diesem Streben leben wir – das ist unser wahres inneres Leben.

Außerhalb gibt es nur das mechanische Leben, in dem wir noch irgendwie existieren und handeln müssen. Die Hauptarbeit besteht darin, den Schöpfer zwischen uns zu halten. Er unterstützt und verbindet uns, gemeinsam mit Ihm bewegen wir uns von Zustand zu Zustand.

Die allererste Handlung besteht darin, uns immer wieder in den Zustand „Es gibt niemanden außer Ihm“ zu versetzen. Um mich mit der höheren Kraft zu verbinden, muss ich mich mit dem Zehner verbinden, um von dort zu „Es gibt niemanden außer Ihm“ zurückzukehren.

So kläre ich ständig nach dieser Formel jeden Zustand: „Ich, die Gruppe und der Schöpfer“.

Aus der Lektion „Die Zerstörung als Chance zur Korrektur“, 20.07.2022

[300591]

Spiritualität kann nicht durch die Sprache unserer Welt vermittelt werden

Frage: Im 16. Jahrhundert begann sich die lurianische Kabbala in der Welt zu entwickeln, die bis heute die Grundlage dieser Wissenschaft ist.

Im Prinzip sind alle davor geschriebenen kabbalistischen Bücher, zum Beispiel der Tanach, der Sohar, der Talmud usw. sie sprechen über eine Sache: wie man seine egoistische Natur ausbalanciert und den Schöpfer offenbart. Was ist das Besondere an der lurianischen Kabbala?

Antwort: Tatsache ist, dass es nicht einfach ist, einem Menschen in unserer Welt etwas über den Schöpfer, über seine Taten zu erzählen, weil dies eine völlig andere Welt ist, völlig andere Beziehungen, andere Taten. All dies ist absolut nicht das, was wir beobachten und woran wir in der materiellen Welt gewöhnt sind. Das ist absolut unvergleichbar mit unseren Eigenschaften, Handlungen, Gedanken, und deshalb ist es schwierig, etwas aus der spirituellen Welt in der Sprache unserer Welt wiederzugeben.

Die spirituelle Welt ist überhaupt nicht wie unsere. Dies ist eine Welt, die nicht so sehr von Gedanken als vielmehr von Absichten geprägt ist. Und schon gar nicht der physischen Handlungen. Aber wie kann man das einem Menschen vermitteln?

Kabbalisten der Antike wurden bereits mit einem solchen Gefühl geboren und entwickelten in ihren Gefühlen allmählich eine allgemeinere Vorstellung davon, wo sie sich mit ihren besonderen Eigenschaften des Gebens, der Verbindung, der Liebe, des Eindringens in die verborgenen, geheimen Kräfte der Natur befinden.

Das ist vielleicht am schwierigsten zu erklären. Schließlich glauben die Menschen, dass wir in der Form, in der wir uns jetzt befinden, die Höhere Welt fühlen können. Aber wie ist das möglich?

Wir erfahren die materielle Welt durch unsere fünf Sinne. Hätten wir andere Sinnesorgane, würden wir ganz andere Eindrücke sowohl von uns selbst als auch von der Welt um uns herum bekommen. Darin liegt das Problem.

Aus der Fernsehsendung Spirituelle Zustände vom 02.08.2022

Den Garten Eden anstatt der Wüste

Kommentar: Wir spüren, wie weit wir voneinander entfernt sind und nichts bringt uns zusammen, denn wir schmecken Asche in dieser Verbindung. Wenn wir versuchen, einen neuen Geschmack in diesen Zustand zu bringen, wird er uns einander sehr nahe bringen.

Wie können wir diese Verbindung zum Leben erwecken, so dass es nicht mehr nach Asche schmeckt, sondern den Geist des Lebens in sich trägt? Wir müssen Wasser hinzufügen, Chasadim und die Asche wird sich in Erde verwandeln. Woher kommt dieses Wasser? Aus Tränen, um Himmels willen! Weint über den Geschmack von Asche in eurer Verbindung. Diese Verbindungen müssen wiederbelebt werden, und dann wird sich der Schöpfer in ihnen offenbaren.

Wir weinen aus Bedauern darüber, dass wir einander nicht näher kommen können. Egoistische Wünsche hindern uns daran, uns in einem Herzen zu verbinden und die höhere Welt, das ewige Leben und den Schöpfer zu offenbaren. Natürlich können wir es nicht selbst tun, aber wir müssen darum bitten! Dann wird das höhere Licht auf uns wirken und uns verbinden.

Wir müssen die Asche kosten – denn es ist wahr – und gemeinsam daran arbeiten, diese Asche, diese Wüste, in einen Garten Eden zu verwandeln.

Aus der Lektion „Zerbruch als Chance zur Korrektur“. 

[300849]

Es gab eine Mauer und es gibt keine Mauer

Kommentar: Der Schöpfer hat die Schöpfung nicht fehlerhaft erschaffen, sondern in ihrem endgültigen, vollkommenen Zustand und nur die Geschöpfe müssen dies offenbaren.

Wir müssen aus den kabbalistischen Büchern lernen, was Verbindung bedeutet und uns vorstellen, wie unser korrigierter Zustand sein sollte: unser Verhalten, unsere Gedanken, unsere Wünsche, und wie er sich von dem unterscheidet, was er jetzt ist.

Wir korrigieren keine persönlichen inneren Eigenschaften – und in dem Maße, in dem wir uns miteinander verbinden wollen, werden unsere inneren Eigenschaften nur um der Verbindung willen korrigiert und verändert.

Es vergeht ansonsten die Zeit und man ändert sich nicht. Die Veränderung geschieht nur, wenn wir uns bemühen das richtige Beziehungssystem zwischen uns aufzubauen.

Der Schöpfer schuf die Schöpfung in einem vollkommenen, mit dem Schöpfer verschmolzenen Zustand – doch dann zerbrach Er ihn und wies uns an, diesen Zerbruch zu begreifen und darum zu bitten, dass er korrigiert wird. Der Unterschied zwischen dem gewünschten Zustand und dem Ist-Zustand wird immer größer: Jedes Mal, wenn ich die nächste zerbrochene Stufe enthülle, nehme ich sie in mich auf und spüre, dass ich es bin. Dann fange ich an, sie in Verbindung mit dem Zehner zu korrigieren, indem ich mich an den Schöpfer wende.

Jedes Mal, wenn eine neue Stufe enthüllt wird, fühlt es sich an, als ob man gegen eine unüberwindbare Mauer läuft. Wenn man sich mit seinen Freunden verbindet, verschwindet die Mauer, sie verschwindet einfach, als hätte sie nie existiert.

Es erscheint einem zunächst, als ob eine Betonwand von endloser Länge und Höhe vor einem steht. Plötzlich sieht man, dass sie zu schwinden beginnt, als hätte sich der Nebel aufgelöst: Sie war da, und dann war sie weg. Jetzt liegt alles offen vor einem, klar, vertraut, greifbar. Alles hängt von der Verbindung ab.

Die Mauer, die man sieht, ist in einem selbst und beruht auf der mangelnden Verbindung zu den Freunden. Dieser Mangel ist das, was man vor sich sieht. Alles, was man tun kann, ist zu weinen und den Schöpfer um Hilfe zu bitten, dass Er uns mit unseren Freunden verbindet, damit wir die Mauer überwinden.

Alles, was man sich vor Augen halten soll, ist die Verbindung zwischen den Freunden und die Vereinigung mit dem Schöpfer – die beiden Stufen der Verbindung. Verbindung ist der Schlüssel zur Lösung.

Wir erkennen dann, dass diese Welt nur eine Illusion ist. So müssen wir vorwärts gehen und uns nicht umschauen – geradeaus, um uns mit den Freunden und dem Schöpfer zu vereinen. Dies wird uns helfen, das Ziel sehr schnell zu erreichen und in diesem Maße die Wahrheit zu erkennen.

Aus der Lektion „Zerbruch als Chance zur Korrektur“

[300542]

Die Kraft des gemeinsamen Gebets

Kommentar: Victoria schreibt: „Wir haben uns zum Gebet versammelt, tausend Frauen aus der ganzen Welt. Wir sprechen verschiedene Sprachen, wir haben verschiedene Religionen, Glauben, Hautfarben. Aber heute hat jeder eine Bitte. Und plötzlich spürte ich, was mir noch nie zuvor passiert war, dass wir eine einzige Frau waren. Und ich habe auch gespürt, dass der Schöpfer hier ist. Ist das möglich, oder bilde ich mir das nur ein?“

Antwort: Es ist definitiv so! Es ist keine Einbildung oder eine Vermutung, es ist tatsächlich so! Jeder Mensch, der daran teilnimmt und besonders tausend Frauen, wenn sie die höhere Kraft bitten, ohne zu wissen, woran oder wie sie sich wenden, aber sie wollen es, können sie mit ihrem Verlangen den Himmel öffnen.

Dazu ist der Krieg da – um uns zu zeigen, was wir tun müssen, um diese schrecklichen Bedingungen, die uns die Natur gibt, zu überwinden.

Frage: Und Frauen sollten sich wie eine Frau verbinden?

Antwort: Ja. Und Männer sollten dasselbe tun – sich wie ein Mann verbinden.

Frage: Stimmt es, dass diese Zustände kommen und gehen? Soll es so sein?

Antwort: Ja, natürlich. So können wir nach und nach, in Wellen, bis zu einer bestimmten Anzahl von Bitten, Aufrufen, sie alle ansammeln und an den Schöpfer richten. Das funktioniert garantiert.

Frage: Victoria schreibt auch: „Ich spürte, dass der Schöpfer hier ist. Wie ist es, wenn man spürt, dass der Schöpfer hier ist? Ist es nur eine Illusion?

Antwort: Nein, sie hat es richtig gespürt.

Kommentar: Aber der Mensch weiß nicht, was der Schöpfer ist…

Antwort: Das spielt überhaupt keine Rolle. Allmählich wird er es wissen. Genau wie alles andere in unserer Welt. Wir wissen es nicht, und plötzlich beginnt es sich zu manifestieren. Aber wir gewöhnen uns daran, fühlen uns von ihm angezogen, nähern uns ihm an und das war‘ s. So beginnen wir, uns mit diesem Phänomen vertraut zu machen.

Frage: Wenn ein Mensch das Gefühl hat, dass der Schöpfer hier ist, ist es dann das Gefühl für die Eigenschaften des Schöpfers?

Antwort: Ja, wenn Er in einen Menschen eintritt. Es gibt ein Leuchten, ein Feld, das in den Menschen erscheint. Für die Menschen ist es die Offenbarung des Schöpfers.

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 10.03.2022

Wenn wir wie Menschen leben wollen

Um mit dem Schöpfer zu verschmelzen, ist ein starker Wunsch, den wir nicht haben, erforderlich. Unsere Verlangen werden aus einer Verbindung von zerbrochenen Seelen geboren. Sie können nicht stark sein, da sie zerbrochen sind. Hier und da wird ein kleiner Teil der Gesamtseele erweckt, durch den man selbst erweckt werden kann.

Dieses allgemeine Erwachen wird durch das umgebende Licht hervorgerufen. Es wartet darauf, dass wir ihm einen Platz schaffen an dem es sich enthüllen kann. Durch dieses umgebende Licht sind wir miteinander verbunden und haben die Möglichkeit in einer Gruppe zusammenzukommen und die Kabbala zu studieren. Das ist notwendig um unser gemeinsames Verlangen zu steigern.

Schließlich sind unsere Wünsche sehr oberflächlich und nicht richtig ausgerichtet: Wir wissen nicht, wo und wozu wir existieren. Es ist wie bei einem kleinen Kind das nicht weiß, wo es ist. Es hat Eltern die genau wissen was mit ihm geschieht und wie man mit ihm umgehen muss, wie man es pflegt, damit es gesund aufwächst.

Wenn wir spirituell wachsen wollen, kommen wir in eine Gruppe und werden durch alle möglichen Zustände geführt. Wenn wir die genauen Beziehungen in der Gruppe aufbauen, werden wir in die richtige Richtung geführt und kommen voran.

Wir befinden uns in einem so fortgeschrittenen Stadium der Entwicklung, dass es nicht mehr individuell ist. Wir treten in die Phase der so genannten „letzten Generation“ ein, dort muss die gesamte Menschheit erwachen. Heute reicht es nicht mehr, wie in früheren Generationen aus, eine kleine Gruppe oder einen einzelnen Kabbalisten zu erwecken.

Wir müssen begreifen, dass wir alle zu demselben Wunsch von Adam Ha Rishon gehören. Wir haben die Verpflichtung uns ihm anzunähern und in ihn einbezogen zu werden. Wir werden dann sehen, dass der Schöpfer uns noch mehr, noch greifbarer hilft.

Es ist kein Zufall, dass sich in der Welt ein enormer Hass entwickelt, der von Tag zu Tag größer wird. Es scheint, dass dies überhaupt nicht mit dem hohen Entwicklungsstand der Menschheit, die bereits alle Kriege beendet hat und sich um erhabenere Dinge kümmern sollte, vereinbar ist.

Das Gegenteil wird der Fall sein. Wir werden nicht mehr an die Raumfahrt oder an die hohe Materie denken, wenn wir nicht anfangen, an unserer Verbindung zu arbeiten. Wir werden mitbekommen, wie die Menschen jeden Tag tiefer sinken, da sie sich mit niederen Dingen beschäftigen. Das Wichtigste was wir zu tun haben ist, alle im System von Adam Ha Rishon zu verbinden. Wenn die Menschheit diese Methode kennen lernt und versteht warum sie sich ständig irrt und in schwierige Situationen gerät, wird sie der Korrektur näherkommen.

Das Erstaunliche ist, dass je weiter die Menschheit in der Technik, Wissenschaft, Kultur, Bildung vorankommt und Fortschritte macht, als könne sie die Sterne erreichen – ihr Leben gleichzeitig elender, verächtlicher, düsterer wird. Wir werden wie Käfer sein, die in der Gülle wühlen.

Wenn wir der Verbindung nicht näherkommen, werden sich unsere Errungenschaften zu unserem Nachteil entwickeln, sie werden uns daran hindern, uns richtig zu entfalten und unser Leben wird schlechter werden.

Die Korrektur des Egoismus kann nicht durch dessen Überwindung erfolgen. Wir sind verpflichtet, uns über unserem Egoismus zu verbinden. Es ist nicht sinnvoll, gegen den eigenen Egoismus anzukämpfen, wie es in früheren Generationen, als sich jeder Mensch individuell entwickelte, der Fall war.

In unserer Zeit gibt es nur einen Weg, den Egoismus zu besiegen – zusammen, alle gemeinsam. Dieser Bereich der Einheit, der Liebe, der gegenseitigen Beteiligung und der Bürgschaft den wir zwischen uns schaffen, muss uns retten und zu einem neuen Zustand führen, andernfalls werden wir keinen Erfolg sehen.

Aus einer Lektion über das Buch Shamati, 24.06.2022

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Das verborgene Potenzial des Menschen

Jeder von uns trägt tief im Innern all die Wünsche in sich, die auf dem Weg der persönlichen Entwicklung ab jetzt bis zum Ende der Korrektur nach und nach zum Vorschein kommen. Die Frage ist, wie bringt man sie ans Licht und setzt es in die Praxis um, um unsere Entwicklung zu beschleunigen.

Jeder Mensch ist wie ein Kind in dem große Wachstumskräfte verborgen sind. Unsere Aufgabe ist es, diese Kräfte und die inneren Reserven durch das Studium der Kabbala, der Verbindung in der Gruppe und das Gebet zu entfalten. Wir müssen uns anstrengen um diese Kräfte in die Tat umzusetzen, vom Verborgenen in die Entfaltung.

Der effektivste Weg ist die Arbeit in der Gruppe, denn aus ihr sind diese verborgenen Kräfte entstanden. Am Anfang existierten wir alle als ein Adam-HaRishon-System. Es ist zerbrochen. Jeder verlor das riesige Arsenal an Kräften, Eigenschaften, Wissen, Empfindungen, die zum vollständigem System der gemeinsamen Seele gehören.

Jeder blieb als eine kleine, getrennte Zelle des Körpers, in der er sein eigenes, von anderen getrenntes, vorübergehendes Leben fühlt, übrig. Diese Art der Existenz wird „der Mensch dieser Welt“ genannt.

Ein solches Leben bringt kein Glück. Wir sind verpflichtet zum gemeinsamen System von Adam HaRishon zurückkehren und uns darin mit aller Kraft zu verwirklichen, d.h. uns mit allen zu verbinden. Wir haben jetzt die Möglichkeit, uns mit unseren Freunden im Zehner zu verbinden und zur Gruppenarbeit zurückzukehren. Das ist der erste Schritt um uns wieder mit dem gemeinsamen System von Adam zu verbinden.

In jedem von uns sind Informationsgene (Reschimot) verborgen, die unsere gesamte Reise von heute bis zum Ende der Korrektur bis zur Enthüllung des vollständigen Systems von Adam HaRishon bestimmen. Es liegt in unserer Verantwortung sie zu verwirklichen. Das höhere Licht wirkt weiter und legt, wenn wir das System nicht rechtzeitig offenbaren, immer mehr Zusammenbrüche offen. Es wird deutlich, dass wir in dieser Welt zunehmend schwierigere Zustände der Zerrissenheit erleben.

Wenn wir nach der Verbindung streben, werden wir feststellen, dass sich unser Zustand verbessert. Das Ziel der Evolution ist es, uns in einen Zustand der Korrektur zurückzubringen.

Aus der Lektion zum Artikel „Freiheit“ von Baal HaSulam, 22.06.2022

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