Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verbindung'

Gerichtstag

In wenigen Tagen kommt ein besonderer Tag, den wir Jom Kippur (Gerichtstag) nennen.

Aber wer weiß, in welchem inneren Zustand sich der Kabbalist an diesem Tag fühlen wird, und wann der Zustand, der Gerichtstag heißt, kommt. Innere Zustände kommen nicht nach dem Kalender.

Die Zustände eines Menschen können privat, persönlich oder gemeinsam, gemeinschaftlich sein. Das Volk führt auf einem gemeinsamen Niveau die Traditionen des Festtages aus.

Aber wenn eine Gruppe von Kabbalisten in ihrer Vereinigung den bestimmten inneren Zustand, den Festtag, erreicht, steht es mit dem allgemeinen Festtag des ganzen Volkes in keinerlei Verbindung.

Denn der innere Festtag kommt nach dem persönlichen Zustand und der allgemeine nach dem Kalender. Sowohl diese Traditionen und Bräuche als jeder andere besondere Tag haben ihre eigene höhere spirituelle Wurzel.

Der Kabbalist möchte auch die Traditionen seines Volkes ausführen und möchte den Brauch mit allen anderen einhalten, denn es steht geschrieben: „Der Schöpfer befindet sich unter seinem Volk.“ Aber er bleibt dabei in seinem persönlichen inneren Zustand.

Es gibt Menschen, die religiös sind, das heisst, sie führen religiöse Traditionen und Bräuche aus. Und es gibt auch Menschen, die diese inneren Handlungen in ihren Seelen ausführen, indem sie sich mit anderen Seelen in dem gemeinsamen System Adam haRishon verbinden.

Dadurch bereiten sie dem Schöpfer Genuss und können sich tatsächlich korrigieren. Und die Korrektur ist nur durch die Verbindung zwischen Menschen möglich, wie es geschrieben steht: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, ist das große Gesetz der Tora“.

Es kann dann geschehen, wenn alle Menschen auf der Welt den Schöpfer , jeder den eigenen Schöpfer, um „Vergebung“ bitten. Man muss ihnen nur klar machen, dass die Reue nur bezüglich der Liebe zum Nächsten geben kann, entweder bist du „dafür“ oder „dagegen“.

Und lasst uns bezüglich dieser Regel überprüfen, ob wir gesündigt haben oder nicht. Denn nur dieses Gesetz müssen wir erfüllen, wie es geschrieben steht: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, ist die wichtigste Regel der Tora“.

Wenn die ganze Menschheit sich virtuell versammelt hätte, um zu klären, was „Liebe zum Nächsten“ heisst, in welchem Maß der Schöpfer sie von uns fordert und inwiefern wir ihr entgegengesetzt sind, wäre das der wahre Gerichtstag (Jom Kippur), an dem wir zu Purim gelangen könnten (Jom Kippur auf Hebräisch Jom ha Ki-purim, Tag wie Purim), zur vollkommenen Korrektur.

Wenn die Menschen beten gehen, um Vergebung bitten, ist wichtig, um was wir weinen und bitten. Denn wir weinen und bitten schon sehr viele Jahre und das hilft uns nicht. Es scheint nicht, dass der Schöpfer uns in dieser Form hören kann.

Denn unsere Bitte ist dem echten Flehen entgegengesetzt. Wir bitten nicht um die Nächstenliebe, aber nur solche Bitte hört der Schöpfer. Wir haben uns dem mit unserem Rücken zugewendet, der uns retten kann und schreien in die entgegengesetzte Richtung. So sieht unser Gerichtstag aus…

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 14.09.2010

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Der gemeinsame Raum

Du bist nicht auf das Ziel ausgerichtet, wenn du es nicht durch die Gruppe betrachtest.

Die Gruppe ist die Linse, die alle Strahlen der Sehkraft sammelt und sie auf das Ziel richtet, und ohne sie kannst du den Blick auf das Ziel nicht bündeln.

Nur in der Gruppe, in der allgemeinen Verbindung der Freunde, kann ich die Handlungen des Schöpfers enthüllen.

Wenn wir zwischen uns keinen gemeinsamen Raum, „gemeinsamen Platz“ aufbauen würden, wo es nur das Geben und unsere Vereinigung gäbe, dann hätten wir keinen Platz, um den Schöpfer zu öffnen. Ich brauche mindestens noch jemanden, auch die minimale Gruppe – zwei Menschen.

Ich entscheide mich für die Einigkeit mit der Gruppe, und denke die ganze Zeit nur daran. In der Einigkeit, die wir schaffen, “ auf dem gemeinsamen Platz“, geschieht alles, worüber der Sohar und die Tora erzählen. Und wenn ich mit den anderen nicht verbunden bin, dann habe ich keinen Raum, um das zu eröffnen, worüber Sohar erzählt.

Wenn ich mich mit den anderen verbinde, dann verstehe ich alle Erzählungen der Tora und des Sohars, des TES und Talmuds – da sie nur über die Arten unserer Verbindung sprechen und darüber, was darin geöffnet wird. Aufgrund eigener Bestrebungen zur Verbindung rufe ich die Enthüllung des Schöpfers hervor.

Es heißt „Israel (ich), Tora (das Buch, das Studium, die Gruppe) und der Schöpfer (das Ziel) – sind Eins“ – und ich vereinige sie vom Anfang meiner Korrektur und bis zum Ende.

Es fällt nicht schwer – sich in einem Punkt zu konzentrieren. Andersfalls geht das Ziel sofort verloren, und man soll sich wieder darauf konzentrieren. Es gibt zahlreiche Hindernisse – woraus die Arbeit eben besteht – sich auf das Ziel durch die Vereinigung zu konzentrieren.

Vor allem, muss man solchen gemeinsamen Raum schaffen – und darüber, was dort geschieht, erzählt uns der Sohar: wie man sich verändern soll, um die Vereinigung bis zur vollständigen Korrektur hinzuführen, und, dementsprechend, aufgrund des Gesetzes der Ähnlichkeit der Eigenschaften, in sich den Schöpfer zu öffnen.

Aus dem Unterricht nach „TES“, 20.09.2010

 

Die gleichen zehn Sfirot sind überall

Wir studieren das Buch (sechs Bände mit über 2000 Seiten), das „Die Lehre der Zehn Sfirot“ heißt. Und die ganze Zeit studieren wir nur die zehn Sfirot – um mehrmals darüber zu lesen, zu vergessen und nochmal zu lesen, und nochmal zu vergessen.

Und jedes Mal studieren wir diese zehn Sfirot in einer neuer Form, da unsere Eigenschaften sich ständig ändern , aber – die zehn Sfirot bleiben die gleichen. Deshalb muss ich das jedes Mal studieren und jedes Mal falsch. Und jedes Mal muss ich das Gelernte vergessen.

Das spirituelle Gesetz der Seelenkorrektur spricht davon, dass die Nukwa jedes Mal in einen jungfräulichen Zustand zurückkehrt. Dann wächst sie, wird klein, dann gross, dann erwachsen, verbindet sich in einer Verschmelzung mit Seir Anpin, kehrt in den jungfräulichen Zustand zurück, um wieder für den neuen Zustand zu wachsen.

So gehen wir jede Etappe, jede Stufe, die die gleichen zehn Sfirot beinhaltet. Dann wird alles gelöscht; und auf der neuen Stufe studieren wir die gleichen zehn Sfirot, aber mit einem tieferen Verständnis und Gefühl, in engerer Verbindung.

So wechselt sie Stufe für Stufe, indem sie immer neue Beziehungen hinzufügt, aber es handelt sich immer um die Verbindung zwischen Malchut und den neun ersten Sfirot.

Aus einem Unterricht nach „Lehre der Zehn Sfirot“, 15.09.2010

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Die Technik des spirituellen Aufstiegs

Eine Frage, die ich erhielt: Sie haben erklärt, dass das Verlangen (die linke Linie) und das Licht (die rechte Linie) für uns auf jeder der 125 Stufen im Voraus vorbereitet sind, und wenn der Mensch sie richtig miteinander verbindet, steigt er dadurch auf deren Stufe auf. Was bedeutet das praktisch?

Meine Antwort: In der Natur gibt es zwei Kräfte – die Kraft des Gebens und die Kraft des Empfangens, „+“ und „-„, die rechte und die linke Linie.

Die linke Linie ist die Kraft des Empfangens, die rechte Linie ist die Kraft des Gebens. Ich muss sie verbinden, indem ich zwischen ihnen den „Widerstand“ (R) bzw. den „Motor“ (M) setze. Ich verbinde sie, und sie arbeiten durch meine Anstrengung (R bzw. M).

Das Resultat meiner Handlungen, der funktionierende Widerstand bzw. der Motor, nennt sich „Seele“ oder „Mensch“.

Nehmen wir an, ich habe in mir einen Menschen auf der ersten Stufe erschaffen. Nun habe ich die nächste Stufe vor mir. Worin besteht der Unterschied zwischen dem „Menschen“ auf der ersten Stufe und dem auf der zweiten?

Ich muss den „Glauben über dem Verstand“ (das Geben über dem Empfangen) noch höher setzen, einen Schirm, der sie verbindet, erschaffen, das Kli zur Annäherung an das Licht bringen, das umgebende Licht anziehen, damit es mir hilft, den Schirm (die Verbindung zwischen der rechten und der linken Linie) aufzubauen.

Das Verlangen mit Schirm muss dem Licht ähnlich werden. Das Ausmaß des Empfangens in der linken Linie muss mit dem Ausmaß des Gebens in der rechten Linie gleich sein. Wenn ich das erreiche, erlange ich die nächste Stufe.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.09.2010

Was ist die mittlere Linie

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist die mittlere Linie? Die Fähigkeit, zwischen zwei Linien richtig zu handeln?

Meine Antwort: Die mittlere Linie ist eine Kombination von Verlangen und Licht, in denen die Verschmelzung des Menschen, der aus dem Verlanden und der Absicht besteht, mit der Lichtquelle, dem Schöpfer, wahrgenommen wird.

Indem der Mensch das Verlangen zu empfangen mit der Absicht, dadurch dem Schöpfer Genuss zu bereiten, benutzt, enthüllt er die Quelle des Genusses, den Schöpfer.

Also sind das Verlangen und der Genuss nur Mittel, um die Verbindung zwischen dem Menschen und dem Schöpfer zu finden.

Diese drei Komponenten – das Verlangen, der Genuss und die Absicht – vereinen sich zu einem Ganzen „Ich und der Schöpfer“.
Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.09.2010

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Was heisst „Tora“

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet „Tora“?

Meine Antwort: Die Kraft, die uns korrigiert und verbindet, kommt zu uns in verschiedenen Erscheinungsformen.

Diese Kraft, die uns eine Erkenntnis des Bösen, seine Korrektur, eine Verbindung mit dem Guten und Beispiele von Vereinigung geben kann, also das ganze System unserer Korrektur, heißt Tora.

SA von der Welt Azilut wird als „Tora“ betrachtet, denn es ist ein Bild oder ein System. Ich trachte danach, mich nach diesem Bild zu formen. Das tue ich, indem ich alle Seelen in Malchut der Welt von Azilut sammle, sodass die Verbindung zwischen ihnen jener von Seir Anpin von der Welt Azilut gleich wird.

In diesem Fall verbinden sich alle Seelen, die in Malchut der Welt Azilut eingeschlossen sind, und gehen eine Verschmelzung (Siwug) mit SA der Welt Azilut mit dem Schöpfer ein. So enthüllen wir die Verbindung und die Verschmelzung zwischen uns.

Alles passiert, beginnt und endet in SON der Welt Azilut; Malchut der Welt Azilut geht sieben Zustände durch, bis sie die Stufe von SA erreicht, eine vollkommene Ähnlichkeit mit Ihm. Am Ende werden beide wie zwei grosse Leuchten.

Deshalb ist SA der Welt Azilut, auch „Tora“ oder „Schöpfer“ genannt, uns als Beispiel, je nach Aufbau, Stärke und Wirkung.

Und wir müssen uns vor allem bemühen, uns miteinander in dieser Dunkelheit zu verbinden, wobei wir enthuellen, dass wir dafuer Seine Hilfe benoetigen.

Wenn wir in allen unseren Bemühungen, uns zu verbinden, herausfinden, dass wir dazu nicht fähig sind, dann sind wir wie kleine Kinder, beginnen zu schreien und fordern ein Beispiel für eine Korrektur.

Dann zeigt uns der Höchste ein Beispiel, gibt uns die Kraft, sich zu verbinden, aber unsere Bitte, unsere Forderung, muss nur aus unseren Mühen, sich miteinander zu verbinden, herauskommen. Sonst werden wir einer Antwort nicht würdig.

Denn sonst befinden wir uns nicht in einem Zustand der Verbindung zwischen Malchut und SA der Welt Azilut, Malchut spürt nur die Verbindung.

Und wir befinden uns unten in den Welten BEA. In Malchut steigen nur unsere Wünsche, sich miteinander zu verbinden, hinauf, damit wir den Schöpfer enthüllen und die Eigenschaft des Gebens erreichen.

Aus einem Soharunterricht, 14.09.2010

Kabbala Akademie

Der das Leben schenkt

Wir denken jetzt an unsere Verbindung, weil wir festgestellt haben, dass wir nur in ihr den Schöpfer enthüllen können! Ich will in dieser Verbindung zwischen uns nicht mich selbst spüren – ich will alle als Ganzes wahrnehmen können.

Und welche Hindernisse auch kommen mögen, geschieht das nur, um mir die Möglichkeit zu bieten, die Verbindung noch mehr zu stärken. Und dann nennen sich diese Hindernisse „Abstieg um des Aufstiegs willen“. Man muss sich darauf vorbereiten, so viel wie möglich und an nichts Anderes denken!

Stell dir vor, du bist bereits in die Wahrnehmung außerhalb von dir hinausgegangen! Wenn wir wollen, dass ein solches Verbindungsfeld zwischen uns existiert, werden wir in den Abstiegen, Enttäuschungen und Anstrengungen, zusammen zuhalten, spüren, dass die einzige Kraft, die uns zusammenhalten kann, der Schöpfer ist.

Warum brauchen wir den Schöpfer? Können wir uns nicht selbst verbinden? – Nein, damit die Verbindung zwischen uns entsteht, muss sich die innere Kraft enthüllen, die sich in unserem Inneren verbirgt. Diese Kraft gehört uns nicht! Nur wenn sich diese Kraft (der Schöpfer) enthüllt, wird dieses Verbindungsfeld zwischen uns existieren können.

Wir brauchen die Enthüllung des Schöpfers, sonst wird unser Gebilde leblos sein. Es wird vergleichbar mit toten Zellen sein, die verschiedenen Körpern entnommen und zusammengefügt wurden – doch woher soll die belebende Kraft kommen? Wir können das nicht… Das ist die Kraft des Schöpfers, der sich innerhalb der Materie befindet und sie zum Leben erweckt.

Und du kannst Atome und Moleküle nehmen und sie zusammenfügen, wie es dir passt. Doch woher nimmst du die Lebenskraft, um dein Geschöpf zum Leben zu erwecken? Dazu sind wir nicht in der Lage und werden es niemals sein. Wir können etwas bereits Lebendes zusammenfügen, d.h. das, was bereits vorhanden ist, benutzen.

Mit uns geschieht genau das Gleiche – wir werden uns vereinen, eine Verbindung herstellen, doch wer wird sie zum Leben erwecken? – Und dann werden wir nach dem Schöpfer verlangen! Wir beginnen bereits zu spüren, dass ohne Ihn diese Verbindung nicht existieren kann.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 17.09.2010

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Wie lernt man, das Wichtigste zu wollen?

Nach mehreren Reinkarnationen erhält der Mensch in einem bestimmten Moment das anfängliche Erwachen – den Punkt im Herzen (das Reshimo). Es besteht aus zwei Kräften:

– der Gefühlsleere wegen der Sinnlosigkeit des zeitlich begrenzten irdischen Daseins und der Verzweiflung an den Möglichkeiten dieser Welt, sich zu erfüllen,

– eines gewissen inneren „Funkens“, der den Menschen irgendwohin außerhalb von dieser Welt zieht.

Einerseits (nach unten) die Verzweiflung, andererseits (nach oben) der Funken, und infolge dessen nimmt der Mensch den Kurs. Die Gesamtheit dieser beiden Kräfte bildet in ihm das Reshimo – eine neue Richtung in seinem Dasein.

Dieses Reshimo führt ihn zum Lehrer und zu der Gruppe von Kabbala-Studierenden. Weiterhin erkennt er allmählich, dass er nur in der Verbindung mit den ihm ähnlichen Reshimot die Kraft des Gebens, die dem Schöpfer ähnlich ist, mit ihnen aufbauen kann. Und darin besteht seine einzige freie Wahl im Leben und seine freie Tat.

Der Erfolg hängt davon ab, inwieweit er es schafft, seinen Funken mit Hilfe der Gruppe trotz aller persönlichen Hindernisse zu verstärken. Wenn er ihn verstärkt, wird er das Bedürfnis nach dem Glauben (dem Geben) und dem Nächsten (dem Mittel) verspüren.

Alles wird vom Glück beim Erhalten (Aufnehmen) der Einwirkung der spirituellen Umgebung (den Empfehlungen des Lehrers und der gesamten Meinung der Gruppe) bestimmt.
Die Umgebung bedeutet nicht einfach nur Gruppe, Freunde, sondern die Shechina. Die Verbindung mit ihnen, die ich erlange, ist die Verbindung mit der Shechina, der Malchut der Welt von Azilut, der Gesamtseele von Adam.

Der Zusammenhalt von Freunden zur Annullierung des eigenen Egoismus und Erreichung der Eigenschaft des Gebens ruft die Reaktion der Shechina und das Erhalten des korrigierenden Lichts O“M von ihr hervor.

Auf diese Weise tritt der Mensch in Kontakt mit dem umgebenden Licht O“M, welches ihn zur Enthüllung der Eigenschaft des Gebens (des Glaubens) in sich und dort des inneren Lichtes O“P vorantreibt.

Die ganze Arbeit besteht darin, das Verlangen nach der Eigenschaft des Gebens, seine Wichtigkeit mit Hilfe der richtigen Umgebung wachsen zu lassen. Das kann man nicht lernen, über diese Arbeit steht geschrieben „Wir werden tun und wir werden sehen“.

Der Mensch unternimmt Anstrengungen in Richtung Verbindung mit der Gruppe, selbst wenn er keine Notwendigkeit darin sieht, und bekommt daraufhin die Unterstützung und den allgemeinen Mangel, das Verlangen, welches die Freunde untereinander akkumulieren, – den Mangel nach dem Glauben, dem Geben.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 21.09.2010

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Durch den Sohar den Schöpfer enthüllen

Wir lesen den Sohar. Was ist wichtig für mich – den Text in allen Einzelheiten zu kennen oder den Schöpfer zu erkennen, denn hier handelt es sich um Ihn, um Seine Handlungen?

Will ich wissen, was über die Handlungen selbst geschrieben steht, oder woher, von Wem diese Handlungen kommen?

Hier steht ein Wendepunkt dahinter, der entweder zum Erfolg oder zum Scheitern führt, zum Licht oder zum Dunkel, zur Enthüllung des Schöpfers oder zum Auswendiglernen des Textes, zum Studium der Tora oder Demjenigen, der die Tora schenkt.

Das Ziel ist, den Schöpfer, der hinter dem Text steht, zu enthüllen und zu erkennen. Gerade Er ist wichtig für mich. Deshalb denke ich daran, wie ich die Kraft enthüllen kann, von deren Handlungen hier die Rede ist.

Das ist damit zu vergleichen, als ob ich mit dem Gastgeber an Seinem Tisch sitzen würde und Er für mich die erlesenen Gerichte vorbereitet hätte.

Doch ich schaue das Essen nicht an, ich achte auf gar nichts um mich herum. Ich verschmähe das alles nicht, doch benutze es nur, um Ihn zu enthüllen, die Verbindung mit Ihm herzustellen.

Vor allem: wozu bin ich an diesen Tisch gekommen? – Für den Gastgeber, um Ihn kennenzulernen, und nicht um des Essens willen.

Ich vollziehe alle möglichen Handlungen, um Ihn zu erkennen. Dann ist es mir erlaubt, alles vom Tisch zu nehmen, zu probieren und zu genießen, alles Beliebige zu tun, wenn Er für mich wichtig und alles andere nur ein Mittel ist.

Beim Lesen des Sohar studieren wir die Handlungen des Schöpfers – und nur, um Ihn zu enthüllen. Darum muss man sich darauf konzentrieren, was hinter dem Text steht, durch ihn hindurchgehen.

Einerseits ist es so, als ob das Buch mich verwirren würde. Andererseits fange ich an, gerade durch meine Anstrengungen, durch den Text hindurchzugehen, hinter dem Text plötzlich den Schöpfer zu sehen.

Es gibt keine andere Möglichkeit, Ihn zu enthüllen. Es gibt keine andere Verbindung mit dem Gastgeber, ich verstehe Ihn nicht, Er ist verhüllt hinter dem Tisch.

Ich kann Ihn nur durch die Speisen verstehen: „Ich esse gerne Süßigkeiten – Er hat sie für mich vorbereitet. Er hat mich so erschaffen, dass ich Süßes mag, und hat es mir gegeben. Was will Er damit erreichen? Ich mag nicht besonders Saures. Doch Er gibt es mir. Warum?“ Ich muss Ihn aus mir selbst heraus enthüllen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 20.09.2010

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In Malchut der Unendlichkeit zurückkehren

Eine Frage, die ich erhielt: Gestern haben Sie auf dem Blog geschrieben: „In der Geisteswelt gibt es keine Quelle des Lichtes und das Licht füllt das ganze Weltall aus, seine Einwirkung ist identisch, egal wo du bist“. Deswegen können wir nur in der Verbindung zwischen uns bewerten, inwiefern wir uns der Quelle des Lichtes, dem Schöpfer nähern?

Meine Antwort: Richtig. Es gibt keine andere Stelle, außer die, wo wir uns jetzt befinden. Diese einzige geschaffene Stelle ist die Malchut der Welt der Unendlichkeit.

Aber infolge der allmählichen 125stufigen Einschränkung des Lichtes und der Anwesenheit des Schöpfers darin, halten wir uns hinter den 125 Filtern auf, hinter der letzten Stufe der Verhüllung, auf der wir nicht mehr empfinden, wo wir bezüglich aller Stufen sind.

Um Malchut der Unendlichkeit durch die Verhüllung enthüllen zu beginnen, sollen wir uns vorstellen, dass wir uns in ihr jedoch befinden, aber wir empfinden das nicht, weil wir voneinander egoistisch abgesondert sind.

Wenn wir beginnen, uns im Maß der Vereinigung nach 125 Stufen der Enthüllung zu verbinden, werden wir in die Empfindung von der Malchut der Unendlichkeit zurückkehren. Eigentlich kehren wir ins Begreifen zurück, wir entfernen die Vorhänge, die Verhüllungen.

Aber alles wird gemäß der Kraft der Vereinigung zwischen uns enthüllt. Bei der Bestrebung zur Einigkeit werden eben die Kräfte, die gegen die Einigkeit wirken, als „böser Anfang“ bezeichnet und keine andere.

Wenn wir wünschen, uns in der Bestrebung zu verbinden, dem Schöpfer ähnlich zu werden, werden wir ein ganzes System der falschen Verbindung zwischen uns entdecken, die der Vereinigung widerstehen. Wir werden das System der unreinen Welten der BEA (BEA de Pruda der Welten der Teilung) entdecken.

Wenn wir jedoch unsere Absichten von „bekommen“ auf „geben“ ändern, schaffen wir aus unreinen Welten der BEA das System der reinen Welten der BEA (BEA de Kduscha der Heiligkeit und des Gebens).

In Wirklichkeit ist ja nichts zerbrochen worden, sondern nur die Verbindung ist verdorben worden. Sie wurde egoistisch und nun wurde sie in Form des Gebens wieder hergestellt!

Wir sind nicht zerstückelt, sondern falsch miteinander verbunden. Anstatt dir das Gute zu geben, möchte ich es von dir herausziehen und dir das Böse geben. Und so ist jeder von uns.

Das heißt Zerbrechung (Zerbruch?) des Systems. Aber in Wirklichkeit ist in ihm nichts zerbrochen worden. Es ist dasselbe System, wo wir miteinander verbunden sind, allerdings mit der falschen Verbindung.

Wenn wir entdecken, dass die Verbindung zwischen uns falsch ist, dann bedeutet das, dass wir uns bereits in den unreinen Welten der BEA befinden und das ist schon eine geistige Enthüllung. Zur Zeit sind wir hinter den 125 Schichten der Verhüllung dieser Verbindung verborgen. Das ist aber nur der Mangel unseres Begreifens.

Deswegen hängt alles nur von unseren Bemühungen ab, das System der richtigen Verbindung zwischen uns zu enthüllen. Durch diese Verbindung enthüllen wir ja die Kraft, die die Schöpfung verwaltet – den Schöpfer. Eine andere Möglichkeit, den Schöpfer zu enthüllen, gibt es nicht.

Wir reproduzieren eigentlich unser Kli (der allgemeine Behälter der Seele) aus dem Zustand der Zerbrechung, in dem alle seine Teile, wie die Organe des kranken Menschen, falsch arbeiten, bis die Harmonie und die richtige Verbindung erreicht wird.

Der gesunde Zustand, zu dem wir zurückkehren, unser richtiges Funktionieren, die innere Kraft, die uns verwaltet, die Notwendigkeit und das Ziel unserer Existenz – das alles heißt „der Schöpfer“.

Aus dem Sohar Unterricht vom 14.09.2010

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