Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verbindung'

Spiritualität beginnt mit dem Zerbrechen

Eine Frage, die ich erhielt: Segen bedeutet die Kraft von Bina, die von oben kommt und die Seelen aufsteigen lässt. Gibt es einen solchen Begriff wie den Segen zwischen den Freunden oder den Seelen?

Meine Antwort: Nein. Zwischen den Freunden und zwischen den Seelen kann es nur eine Unterstützung geben, weil ich die Kraft des Gebens nicht an jemand anderen weitergeben kann. Ich kann ihm lediglich durch meine Unterstützung helfen, damit er diese Kraft von oben erhält – nur dort gibt es eine Quelle der Kraft und der Korrektur.

Doch ohne die Hilfe des Freundes bei der Erschaffung eines gemeinsamen Verlangens nach der Verbindung mit ihm, nach der Enthüllung der Eigenschaft des Gebens (des Schöpfers), genannt MaN, kann ich den Schöpfer nicht um die Korrektur bitten.

Ich selbst habe kein Verlangen danach, mich an Ihn zu wenden. Dieses Verlangen muss von der Enthüllung der fehlenden Verbindung zwischen mir und dem Freund ausgehen.

Deshalb haben wir keine andere Wahl, als die Zustände zwischen uns zu enthüllen und eben diese zur Korrektur aufsteigen zu lassen.

Dafür muss ich diese Zustände als schlecht erkennen, die dringende Notwendigkeit verspüren, sie als gut zu sehen, die Kraft des Glaubens, die Gewissheit erlangen, dass ich zweifellos meine Bitte richten kann und dass es Jemanden gibt, an den ich sie richten kann, denn ich habe die Unterstützung der Gruppe.

Und nur in dem Fall, wenn ich meine Bitte mit der Kraft, die ich in der Gruppe erhalten habe, und nicht mit meiner eigenen Kraft richte, nur wenn die Gruppe mich unterstützt und wir in der Gruppe die mangelnde Verbindung, das Zerbrechen zwischen uns festgestellt haben, nehme ich ihre Unterstützung und unser Zerbrechen, d.h. alles Schlechte und alle Unterstützung zur Erreichung der Korrektur, und richte mich damit an den Schöpfer.

Das heißt, jeder von uns richtet sich persönlich an den Schöpfer, aber damit, was er aus der Enthüllung des Zerbrechens und der Enthüllung der Bürgschaft entnommen hat, und erhebt durch diese zwei Kräfte eine Bitte an den Schöpfer.

Dann nennt sich diese Bitte „MaN“ („Mejn Nukwin“ – Wasser von Nukwa). Es gibt in ihr die Kraft der Unterstützung, die Kraft der gegenseitigen Hilfe, die sie einander leisten wollen, und die Kraft ihres Verlangens, das von dem Schöpfer absichtlich für sie bereitete Zerbrechen zu korrigieren.

Sie haben also etwas, wodurch sie sich mit der Spiritualität, mit dem Schöpfer, verbinden können, denn ihre gegenseitige Unterstützung ist bereits die Verbindung mit der Spiritualität, und die fehlende Erfüllung, die sie enthüllen, ist die fehlende Verbindung, das Zerbrechen.

Einerseits gibt es in ihrem MaN die Kraft des gegenseitigen Gebens, der Unterstützung, die sie einander zu leisten bereit sind. Es ist jedoch Nukwa, wo es keine reale Kraft des Gebens gibt, sondern die Enthüllung des gegenseitigen Zerbrechens.

Also hat jeder von ihnen sowohl die fehlende Erfüllung als auch die Kraft der Unterstützung, die er in seiner Bitte erhebt, nur durch die Überprüfung der Verbindung zwischen allen gefunden. Dann funktioniert es, denn du hast etwas, womit du dich an den Schöpfer richten kannst.

Und alles Materielle hat nichts mit der Korrektur, mit der Spiritualität, mit dem Zerbrechen zu tun. In keinem von uns gibt es ursprünglich etwas Spirituelles, was korrigiert werden müsste, womit man arbeiten könnte, solange wir nicht unsere zerbrochenen Beziehungen enthüllen. Ab hier und weiter beginnt die Spiritualität, und zwar mit der Enthüllung des Zerbrechens.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 26.09.2010

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Auswahl ohne Vorsagen

Wir können uns nicht vorstellen, was die freie Wahl ist. Wir fühlen uns einigermaßen frei, aber in Wirklichkeit sind wir und unsere Gedanken über die Freiheit vollständig unter Kontrolle und deshalb verstehen wir nicht, was die spirituelle Welt ist.

Dort empfinden wir uns vom Schöpfer getrennt. Wir empfinden Ihn als Kraft, die alles realisiert, entscheidet und bestimmt und gleichzeitig haben wir einen gewissen Punkt der Vorbereitung, in dem wir uns von Ihm abschalten können.

Genau dann enthüllt sich die Möglichkeit eine Wahl zu treffen, wobei wir danach die Einschränkung wiederholen und eine Form unserer Freiheit aufzubauen beginnen.

Aber zur Zeit sind wir wie ein Fetus im mütterlichen Leib. Ist er in irgendetwas selbständig? Nein, er wird entwickelt. Seine Realität ist das Echo der Zukunft, seine Freiheit liegt noch vor ihm.

In unserer Welt stellt der Mensch eine Sammlung der vorgegebenen Eigenschaften dar, hier gibt es keine Bedingungen für die freie Wahl, sondern nur ihre Illusion in der Eiweißmaterie.

Die ursprüngliche Bedingung der Freiheit ist ähnlich dem Schöpfer „ohne Vorhersagen“ zu sein, von Null an. Wenn dich etwas im Voraus angeregt hat, dann ist es keine Freiheit mehr.

Deswegen wacht in uns der besondere Punkt des Schöpfers auf, den wir entwickeln und der egoistischen Natur entgegensetzen.

„Der Punkt des Wunsches“ und ihm gegenüber „der Punkt des Lichtes“ – beide sind als Folge der Zerbruchs erschienen und wenn wir die Verbindung zwischen ihnen korrigieren, erreichen wir die freie unabhängige Ähnlichkeit mit dem Schöpfer.

Ohne diese „Gegenüberstellung“ hätten wir nicht erscheinen können und wir hätten keine Schöpfung werden können, die dem Schöpfer ähnlich ist,

Oben ist GE, die Heiligkeit, unten ist ACHaP, die Unreinheit und in der Mitte ist das mittlere Drittel Tiferet.

Dieser besondere Zustand heißt „Klipat Noga“. Oben ist die Eigenschaft des Schöpfers, unten ist die Eigenschaft der Schöpfung und in der Mitte ist mein „neutrales Territorium“.

Hier kämpfen in mir Heiligkeit gegen Unreinheit und ich bestimme den Ausgang ihres Kampfes.

Gerade hier gelingt es mir diese zwei Kräfte richtig zu steuern, die der Schöpfer speziell geschaffen hatte, damit ich zwischen ihnen meine Freiheit und meine Unabhängigkeit aufbaute.

Aus dem Artikel nach dem Buch „Schamati“ vom 24.09.2010

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„Drehe dein Gesicht zur Wand“

Sohar, Abschnitt „WaJechi“, Punkt 392: Eine Wand ist der Herr aller Länder, Shechina, wie es geschrieben steht: „Siehe, die Bundeslade des Herrn der ganzen Erde“.

Daher ist die Bundeslade, die Shechina, der Herr der ganzen Erde, welcher eine Wand ist, und aus diesem Grund „drehte Hiskija sein Gesicht zur Wand“.

Wir müssen uns zu Malchut – zu unserem gemeinsamen spirituellen Gefäß (Kli, Verlangen), in dem wir alle vereint sind – drehen.

Das bedeutet „sich zur Wand drehen“ mit der Bitte, dass wir sie zusammensetzen wollen, sie als eine Trennung zwischen uns und dem Schöpfer erkennen wollen.

In dem Maße, in dem wir sie wiederaufbauen, indem wir alle unsere Verlangen vereinen, beginnt sie, uns mit dem Schöpfer zu verbinden und zu einem verbindenden anstelle eines trennenden Schirms zu werden.

Unter welchen Bedingungen ist das möglich? Wenn wir „liegen“ – d.h. selbst nichts tun, Rosh (der Kopf), Toch (der Körper) und Sof (das Ende) unseres spirituellen Parzuf (der Seele) sich auf einer Höhe befinden – und uns mit dem Gesicht zur Wand drehen und uns wünschen, dass die Verbindung zwischen uns wirklich zur Verbindung mit dem Schöpfer wird.

Dann wird die Shechina, unsere Vereinigung, zum Gefäß (Kli) der Erfüllung.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 24.09.2010

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Immer neu anfangen.

Die spirituelle Arbeit beginnt immer aufs Neue, und wir müssen dies verstehen und akzeptieren und für diesen neuen Anfang dankbar sein. Der Mensch beginnt immer so, als ob es vorher gar nichts gegeben hätte, alles wurde gelöscht.“Nukwa kehrt ständig in den jungfräulichen Zustand zurück“; es bleibt also keine Lebenserfahrung zurück, der ganze Kontakt mit dem Bräutigam, dem „Schöpfer“, wie ich zu Ihm ging, verschwindet.

Man muss nichts aus der Vergangenheit mit sich schleppen; ganz im Gegenteil, man soll darum beten, alles vergessen zu können! Ich will nichts wissen!

In unserer egoistischen Erfahrung sind wir nicht in der Lage, uns vorzustellen, wie man auf seine ganze Erfahrung verzichten kann.

Aber wir brauchen hier keine Lebensweisheiten! Den Verstand brauchen wir nur, um jedes Mal von Null, von dem sauberen Blatt zu beginnen.

Denn für das Geben brauche ich keinen Verstand, sondern nur eine reine Einstellung, die zu meinem alten Zustand – der sicherlich irgendwelche Mängel hatte, (ich habe ja die Unendlichkeit und die Endkorrektur noch nicht erreicht) – in keiner Verbindung steht.

Und wenn wir dazu fähig sind, dann nähern wir uns tatsächlich dem Glauben, dem Geben an. Denn um geben zu können, brauche ich keinen Verstand; ich habe ja noch nicht die Unendlichkeit und die Endkorrektur erreicht, keinerlei Verbindung..

Deshalb kehren Nukwa und Seir Anpin nach jeder Handlung zu ihrem minimalen Zustand, dem Punkt und sechs Sfirot, zurück.

Wir müssen dies als notwendige Bedingung für den Fortschritt annehmen und versuchen, dies mit Verständnis, Freude und Liebe zu akzeptieren, indem wir jedes Mal von Null anfangen.

Aus einem Unterricht über „Die Lehre der Zehn Sfirot“, 15.09.2010

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Absicht ist der Faden zur Zukunft

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist Absicht? Ein Gedanke oder eine Empfindung?

Meine Antwort: Absicht ist meine Verbindung zum Ende der Handlung. Ich muss einen Verbindungsfaden zwischen mir und dem Ende der Handlung spannen: ich habe jetzt vor, einen Ort zu enthüllen, in dem ich durch die Erlangung der Ähnlichkeit der Eigenschaften den Schöpfer enthülle.

Das heißt, ich habe jetzt vor, in dem Maße, in dem ich dazu fähig bin, die Kraft des Gebens in mir zu enthüllen, und in dieser von mir erlangten Kraft des Gebens werde ich den Schöpfer enthüllen.

Dann wird die Kraft des Gebens von mir ausgehen, auch der Schöpfer wird sich als die Kraft des Gebens offenbaren, und zwischen uns wird eine Verbindung entstehen, die sich „Vereinigung“ (Siwug), Verschmelzung nennt.

Ich stelle mir diesen erwünschten Zustand vor, und das wird als meine Absicht bezeichnet: was genau ich zu erreichen beabsichtige, welchen zukünftigen Zustand ich mir ausmale, d.h. wünsche, dass er eintritt.
Aus dem Sohar-Unterricht 

Die Zeit der Vorbereitung und die Zeit des Empfangens

Eine Frage, die ich erhielt: Kann man sich auf die Enthüllung der zerbrochenen Verbindung zwischen uns vorbereiten?

Meine Antwort: Die Vorbereitung auf die Enthüllung der zerbrochenen Verbindung zwischen uns wird als Vorbereitungszeit bezeichnet.

Das ist die erste Entwicklungsphase in der Wissenschaft der Kabbala, einer Wissenschaft über die Enthüllung der höheren Welt und der höheren Kraft für jeden in unserer Welt.

Der Mensch kommt zur Wissenschaft der Kabbala, doch wie viel er darüber auch lesen mag und wie viel ihm darüber auch erzählt wird, er nimmt ihr Thema nicht wahr.

Es bedarf keiner Anstrengung, sich etwas zu merken, sowie keiner Fähigkeit, etwas zu verstehen, sondern der Einwirkung des Lichts infolge der Anstrengungen nicht beim Studium, sondern bei den Versuchen, sich zu vereinigen, – dann beginnt man allmählich zu hören, sprich innere Reaktionen darauf, was man hört und liest, wahrzunehmen. Man entwickelt gewisse innere Empfindungen.

Versucht mal einem Kater ein Buch vorzulesen. Warum hört er nicht? Weil er keine Empfindungen hat, die auf eure Informationen reagieren würden. Er hat keinen „Platz“ (kein Verlangen), um diese zu empfangen/wahrzunehmen/zu erkennen.

Genauso kann auch ein Mensch, der zur Wissenschaft der Kabbala kommt, unsere Informationen nicht wahrnehmen. Und zwar nicht, weil er die Wörter nicht kennt, sondern weil er noch über keine inneren Empfindungs- und Gedankenmodelle verfügt, um auf die Informationen des Buches Sohar zu reagieren.

Darum ist eine „Vorbereitungszeit“ notwendig, in der wir in unserem Verlangen (Material) verschiedene Modelle von Empfindungen, Verbindungen und Reaktionen auf spirituelle Begriffe aufbauen.

Die Erschaffung dieser neuen Zellen der Wahrnehmung von spirituellen Begriffen in uns geschieht nur mit Hilfe des Kabbala-Studiums in der Gruppe, welches die Einwirkung des verborgenen höheren Lichts hervorruft.

Gerade dieses Licht erschafft in uns Modelle bzw. Zellen für neue, für uns bislang unverständliche Wahrnehmungen von Licht, Geben, Verbindung und anderen spirituellen Begriffen.

Es bedarf viel Zeit für die Bildung eines notwendigen Satzes an sinnlichen Reaktionen auf die wichtigsten spirituellen Begriffe. Darin besteht die Erziehung in unserer Welt: wenn man ein Kind in eine höhere Klasse setzt, wird man feststellen, dass es nicht versteht, was man von ihm will, und nichts wahrnimmt.

Baal HaSulam schreibt, dass es die Zeit des Gebens und die Zeit des Empfangens gibt. Das Geben eröffnet den Prozess, der zum Empfangen führt. Das Geben und das Empfangen können jedoch nicht gleichzeitig existieren. Denn es muss ein „Platz“ in dem Menschen erschaffen werden – es muss ein Mangel daran, was gegeben wird, wahrgenommen werden.

Unser ganzes Vorankommen auf dem spirituellen Weg läuft auf die Erschaffung von Möglichkeiten in uns hinaus, die höhere Welt wahrzunehmen. Sie existiert jetzt schon um uns herum, wir nehmen sie jedoch nicht wahr. Der Schöpfer gibt sie uns bereits, doch wir haben noch kein Verlangen danach. Es gibt noch kein Bedürfnis nach Geben und Liebe, doch gerade das ist die Spiritualität!

Doch wie enthüllen wir sie? – Im Geben des Schöpfers gibt es das Licht, welches auf uns einwirkt und uns nach der Regel „das Licht bringt die Kelim in Schwung“ erweckt – das Licht „schüttelt“ die Verlangen, und sie verstehen immer besser das Licht und wollen es – die Eigenschaft des Gebens – immer mehr. Die Zeit des Gebens endet und die Zeit des Empfangens beginnt…

Aus dem Sohar-Unterricht vom 26.09.2010

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Die Hauptschwierigkeit der spirituellen Arbeit

Sukkot (das Laubhüttenfest) symbolisiert, wie auch alle anderen Feste, die spirituellen Zustände, die jeder Mensch weltweit durchlaufen muss, während er in seinen Eigenschaften von unserer Welt zur Welt der Unendlichkeit aufsteigt.

Als Aufstieg wird die Stärkung der Verbindung zwischen uns und dadurch auch unserer größeren Ähnlichkeit mit dem Schöpfer bezeichnet. Man kann sagen, dass wir nicht aufsteigen, sondern uns einander immer mehr annähern.

Es ist kein mechanischer, sondern ein qualitativer, gefühlsmäßiger, gegen die egoistische Natur gerichteter Aufstieg. Und diese können wir nur durch die Kraft des Lichts bekämpfen.

Darin besteht die ganze Schwierigkeit. Das Problem liegt nicht in der Überwindung des Egoismus, nicht im Kampf gegen die natürliche Faulheit – damit beschäftigen wir uns im normalen Leben. Die Schwierigkeit des spirituellen Weges besteht darin, dass diese Handlung nicht durch unsere eigenen Kräfte vollbracht wird.

Meine Natur kann nicht durch meine Anstrengung geändert werden, sondern durch eine gewisse verborgene Kraft, die ich darum bitten muss, diese Handlung zu vollbringen. Und darin besteht das ganze Problem!

Denn wenn ich selbst gegen meinen Egoismus arbeiten würde, würde ich mich für einen Helden halten. So handeln viele, und der gleiche Egoismus zwingt uns, gegen ihn vorzugehen, wenn das Ziel es wert ist.

Wir sind bereit, auf diese Weise gegen unseren Egoismus und sein Bestreben nach Ruhe zu handeln, weil wir darin einen Gewinn für unseren Neid, unsere Genusssucht und unseren Ehrgeiz sehen.

Doch auf dem spirituellen Weg muss man sich annullieren und „denjenigen“, den ich nicht kenne, um „das“ bitten, was mir entgegengesetzt ist, damit „Er“ kommt und meine Natur zum Gegenteil verändert.

Wenn wir uns vereinigen müssen, um jemanden zu besiegen, vereinigen wir uns, besiegen ihn und kehren als Helden zurück. Doch uns zu vereinigen, um den Schöpfer zu überzeugen, uns zu korrigieren, uns zu vereinen, ist ein großes Problem! Das Problem besteht darin, dass der Schöpfer verborgen ist und wir nicht verstehen, gegen was und für was wir arbeiten.
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Aus diesem Grund beginnen viele Menschen mit der spirituellen Arbeit und werfen sie dann hin. Sie können diese Verhüllung nicht überwinden, sich nicht mit dem Teil unserer Arbeit abfinden, der nicht von uns abhängt.

Der Mensch tut sich schwer damit, zu akzeptieren, dass er sich für die Korrektur seiner selbst an die unsichtbare Kraft wenden muss. Darum liegt das ganze Problem nicht in unserer Faulheit, sondern darin, dass der Schöpfer verborgen ist.

Aus dem Unterricht nach den Auszügen zum Sukkot-Fest vom 24.10.2010

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Der Unterschied zwischen Heiligkeit und Unreinheit

Eine Frage, die ich erhielt: Es steht geschrieben, dass man sich am Sukkot-Fest freuen soll. Was bedeutet die Festtagsfreude?

Meine Antwort: Freude ist die Folge der Erkenntnis und der Verbindung. Freude daran, dass man dem Schöpfer Genuss bereitet hat.

Es gibt die Welt der Unendlichkeit, die leer ist – das ist das Gefäß des Schöpfers. Und ich erfülle Ihn durch die Gruppe. Diese Erfüllung des Schöpfers ruft in mir Freude hervor.
Am Anfang habe ich mich leer gefühlt und von Ihm die Erfüllung verlangt. Doch dank des Studiums in der Gruppe habe ich verstanden, dass ich mich nur erfüllen kann, indem ich den Schöpfer erfülle, damit mich das Geben an den Schöpfer erfüllt, wie eine Mutter erfüllt wird, wenn sie den Säugling erfüllt.

Denn es ist für mich unwichtig, ob ich empfange oder gebe. Wichtig ist die Erfüllung, und diese kann nur erreicht werden, wenn Er erfüllt wird. Indem ich Ihn erfülle, erfülle ich mich selbst. Doch wenn ich Ihn für mich, für meine Erfüllung erfülle, dann ist es der Egoismus (Klipa), als ob ich für Geld arbeiten würde.

Wenn ich mich aber erfülle um Ihn zu erfüllen, dann ist es das Geben (Heiligkeit). Und wenn ich Ihn erfülle, um selbst erfüllt zu werden, ist es das Empfangen (Unreinheit).

Unreinheit: 1-2) Ich erfülle Ihn, 3-4) um selbst erfüllt zu werden.
Heiligkeit: I) Ich erhebe MaN zu Ihm, II) damit Er mir Erfüllung schenkt, III) damit ich durch meine Erfüllung IV) Ihn erfüllen kann.

In beiden Fällen sind wir beide erfüllt. Es wird jedoch alles durch die Absicht bestimmt – für wen führe ich diese Handlung aus. Wenn zwischen uns Liebe herrscht, dann ist es so, dass je mehr ich mich erfülle, desto mehr erfülle ich Ihn. In unserer Welt gibt es kein anderes derartiges Beispiel, außer dem Beispiel mit einer Mutter und ihrem Kind.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam vom 22.09.2010

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Das hämische Fragezeichen

Derjenige, der seine Freunde geringschätzt, erhält von ihnen kein Verlangen und keine Wichtigkeit des Ziels. Es gibt kein Kli für einen Einzelnen.

Es ist so, als ob wir an einem Tisch sitzen würden. Dieser Tisch ist Malchut der Welt von Azilut (Shechina).

Das, was der Mensch auf den gemeinsamen Tisch legt, was er in die gemeinsame Verbindung investiert, wird er in der Spiritualität auch erlangen. Auf diese Weise muss er viele Handlungen vollbringen, bis sie sich angesammelt und enthüllt haben.

Wenn ich mich aber nicht am Leben der Gruppe beteilige, dann ist meine Kraft ihr entgegengesetzt. Letztendlich werde ich durch meine eigene Kraft (P1) und durch die gemeinsame Kraft (P2), die viel stärker ist, vom Tisch weggestoßen.

Ich werde einfach nach außen geworfen – weil ich die einzige Chance ignoriert habe, die mir zur Verfügung stand. Das ist äußerst unerwünscht.

Wie soll ich nun mit dieser Abstoßung fertig werden, bei der ich die Gruppe „abweise“ und die Gruppe mich „wegstößt“?

Deshalb wird mir durch das Wegstoßen gezeigt, welche Anstrengungen von mir hier und jetzt verlangt werden, damit ich mich festhalten kann.

Hier enthüllt sich das Böse, und wenn ich nach dem Fragezeichen wirklich zur Seite geworfen werde, dann ist das eine echte Abstoßung.

Wenn ich aber, nachdem ich die Frage gestellt habe, mich anstrenge und an den Tisch zurückkehre, verwandelt sich die Abstoßung in eine Einladung zur Einheit.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.09.2010

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Zu lernen, die Sprache des Schöpfers zu sprechen

Alles kommt von der Höheren Kraft, auch die Verwirrung „ich und die Welt“ sind durch eine Kraft „Es gibt nichts außer Ihr“ bedingt – und aller geschieht mit dem Ziel, mich Ihrer Offenbarung näher zu bringen.

In „Es gibt niemanden außer Ihm“ versteckt sich die Warnung, dass alle Geschehnisse durch eine einzige Kraft hervorgerufen sind. Zu jeder Zeit dreht sie dich um, damit du sie – entweder auf dem guten Weg oder eben auf dem schlechten öffnest.

Das Gute und das Schlechte sind relativ: möglicherweise entfernt Er mich von Sich durch die Erfolge, und zieht mich anhand der Leiden heran. Aber wenn ich verstanden habe, dass alles von Ihm kommt, dann wird alles im Leben zum Mittel der Verbindung mit Ihm.

Es gibt: mich und die Welt, um mich herum. Diese Welt ist für mich die Demonstration der Beziehung des Schöpfers zu mir, ich muss Ihn mit Hilfe dieser Welt enthüllen, mit Ihm den Dialog beginnen.

Aber solange ich Ihn nicht verstehen kann, wirkt Er auf mich von außen ein, spricht mich in der Sprache des Gebens an – und ich spreche die Sprache des Empfangens.

Ich bin innerhalb meines Egos gefesselt, und die umgebende Welt ist das Licht, das ich nicht sehe, und nur in der Form wahrnehme, die mir in meiner Selbstsucht dargestellt wird.

Wenn ich mich verändere, dann werde ich verstehen, dass diese Welt die Welt der Unendlichkeit ist. Alles hängt vom Betrachter ab, wie Baal HaSulam im Artikel „Die Verhüllung und die Enthüllung des Schöpfers“ beschreibt.

Ich sehe eine unheimliche Welt, weil ich so bin, und wenn ich mich verändere, dann werde ich sie als vollkommen und ewig empfinden. Darüber erzählen die Kabbalisten, die eine Korrektur ihrer Organe der Wahrnehmung vom Empfangen auf das Geben durchmachten.

Deshalb darf meine Einstellung zu dieser Welt nicht von meinen Empfindungen abhängen. Denn ich sehe sie in meinen trügerischen Eigenschaften. Indem ich aber meine Eigenschaften verändere, stelle ich die Eigenschaft des Gebens über meinen Egoismus.

Folglich werde ich alles entgegengesetzt sehen. Im Maß des Gebens, das ich erreichen werde – wird die ganze Welt anders empfunden!

Es ist eben die neue Wahrnehmung der Realität. Und die Welt hat kein beständiges Bild, alles hängt vom Bekommenden ab. Deshalb ist es gesagt, dass jeder im Maß der eigenen Unzulanglichkeiten verurteilt.

Diese Welt ist nur die Kopie einer realen Welt, aber sie ist die einzige, die ich jetzt empfinde. Später werde ich plötzlich enthüllen, dass dieser Raum mit den Kräften des Gebens und der Liebe erfüllt ist, ich werde sie so wie jetzt diese Welt sehen.

Ich muss meine Eigenschaften vom Empfangen auf das Geben verändern, dann werde ich „die zukünftige“ Welt sehen können! Wie macht man das? – Hierfür werden uns die Lehrer, die Gruppe und die Bücher gegeben.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 22.09.2010

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