Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Liebe'

Offenbarung der Namen des Schöpfers

Anmerkung: Es gibt ein Gesetz: „Das, was wir nicht begreifen, nennen wir nicht beim Namen“.

Antwort: Wie kann man ein Objekt oder Phänomen benennen, wenn man es nicht versteht? Deshalb wird die höhere Kraft, gerade durch unser Verständnis von Ihm „Schöpfer“ genannt.

Außerdem können Sie Ihn in einer Form erfassen, ich in einer anderen, jemand anderer in einer dritten Form und so weiter. Jeder auf seine Art und Weise.

Im Prinzip führen alle Namen des Schöpfers in ihrem fortschreitenden Verständnis durch den Menschen zu einer einzigen Form. Wenn schließlich alle Wahrnehmungen des Schöpfers gleichsam abstrakt werden. Sie können es mit Begriffen wie Liebe, totale Hingabe, Erhabenheit und Vollkommenheit bezeichnen. Allgemeinen hat Er keinen Namen.

Frage: Das aus Ägypten geflohene Volk wanderte durch die Wüste und schrieb die ganze Bandbreite ihrer Gefühle und Emotionen, die sich zwischen ihnen enthüllte auf. Ist jedes Gefühl von ihnen eine bestimmte Wahrnehmung des Schöpfers?

Antwort: Sie haben sie als Forscher aufgeschrieben. Sie realisierten bestimmte Wechselbeziehungen, in denen sich der Schöpfer offenbarte, und schrieben: „Diese und jene Beziehung ist eine Manifestation des Schöpfers dieser und jener Art. Diese und jene Wechselbeziehungen entsprechen folgenden Offenbarung des Schöpfers…“ und so weiter. Das ist die ganze Tora. Deshalb wird gesagt, dass die gesamte Tora die Namen des Schöpfers sind.

Frage: Es gibt eine genaue Anzahl der Namen des Schöpfers – 72. Was bedeutet das?

Antwort: 72 ( Ayin, Bet) ist die Manifestation des Schöpfers in Form des Lichtes von Chochma, AB.

Anmerkung: Es gibt so viele verschiedene Namen in der Tora.

Antwort: Es ist eine andere Abstufung. Es gibt grundlegende Schritte, mit denen Sie sich zur vollen Offenbarung des Schöpfers bewegen und es gibt kleine, individuelle Teilschritte.

Aus der Fernsehsendung Spirituelle Zustände: „Er und Sein Name sind Eins“, 25.05.2021

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Reinkarnation ist etwas sehr Rätselhaftes

Reinkarnation ist etwas sehr Geheimnisvolles, über das wir viele Geschichten gehört haben. Es gibt viele Kulturen, die an Reinkarnation glauben. Es gibt z.B. Fälle von Beduinen, die wussten, wer sie in einem früheren Leben waren.

Gibt es so etwas wie Reinkarnation und wie funktioniert sie? „Das Tor der Reinkarnationen“ von der ARI spricht, und auch im Sohar gibt es Artikel über dieses Thema. Es ist nicht so, wie die Menschen denken, dass inkarnieren bedeutet, dass ich jetzt zum Beispiel in diesem Körper, den ich sehe, lebe, und dass ich vor hundert oder zweihundert Jahren ein Mensch war, aber mit einer anderen Innerlichkeit. Diese Dinge haben nichts miteinander zu tun.

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Verantwortlich für alle

Frage: Um das Netz der Verbindung zwischen uns zu spüren, müssen wir uns in einem Zustand der gegenseitigen Bürgschaft befinden. Was ist das für ein Gefühl, für die anderen verantwortlich zu sein?

Antwort: „Ich bin für die andere verantwortlich“ bedeutet, dass ich meinen Teil in diesem Netzwerk so erfüllen muss, als ob ich voll dafür verantwortlich wäre.

Das bedeutet, dass jeder von uns, von seinem eigenen Punkt aus, von seinem eigenen Knoten in diesem Netzwerk, die Kontrolle darüber hat. Es wird durch mich, durch dich, durch ihn, durch alle, von einem spezifischen persönlichen Standpunkt aus gesteuert. Deshalb ist jeder dafür verantwortlich, d.h. für die ganze Welt.

Dies wird von jedem Menschen empfunden. In dem Maße, wie er sich diesem Zustand annähert, spürt er, dass er dieses Netzwerk, diese Seele, erfasst und sie sein innerer Zustand ist.

Jeder hat die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass alle zu einem einheitlichen Netzwerk der Verbindung zusammengeführt werden und die Eigenschaft des Gebens und der Liebe durch dieses Netzwerk verbreitet wird.

Frage: Ich bin also dafür verantwortlich, dass der Schöpfer sich den anderen Menschen offenbart?

Antwort: Ja.

Frage: Was sind die Zustände, die von den Wahrnehmungen des Schöpfers begleitet werden?

Antwort: Warme, gegenseitige Zustände: Gefühle von Ewigkeit, Vollkommenheit, Unterstützung und Beteiligung. Das ist das Gegenteil von dem, was wir normalerweise in unserer Welt erleben.

Frage: Was ist, wenn ich nicht immer verantwortlich sein kann?

Antwort: Dies wird schrittweise erlernt und wird als Prozess der Korrektur eines Menschen bezeichnet.

Frage: Aber ich sehe, dass es anderen Menschen schlecht geht: Krankheiten, Kriege. Bedeutet das, dass ich mich dafür verantwortlich fühle? Das ist doch beängstigend.

Antwort: Beängstigend oder nicht, das ist nicht die Frage. Es geht darum, ob es stimmt oder nicht.

Wenn jemand zu begreifen beginnt, dass das Netz der gemeinsamen Verbindung von ihm abhängt, bedeutet das gleichzeitig, dass er die Möglichkeit hat, es mit guter Kraft zu versorgen.

Aus der Fernsehsendung „spirituelle Zustände“, 17.12.2018

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Zu welchem Schöpfer beten wir?

Frage: Wenn man etwas will, fängt man an, es überall zu sehen. Ich kenne das von mir selbst. Wenn man beispielsweise ein Auto kaufen will, sieht man ständig überall diese bestimmte Automarke, vorher hat man nicht darauf geachtet. Es gibt eine Menge psychologischer Studien wie diese: man fängt plötzlich an, Dinge zu sehen, die man vorher nicht wahrgenommen hat, man legte quasi keinen Wert darauf.

Es stellt sich heraus, dass wir den Schöpfer nicht sehen, da wir Ihn nicht schätzen. Er ist uns nicht wichtig.

Der Schöpfer ist die Eigenschaft des Gebens. Wir kümmern uns nicht um das Geben, sondern nur um die Eigenschaft des Empfangens? Ist es das, was für uns wertvoll ist? Ist das der Grund, warum wir Ihn nicht sehen?

Antwort: Wenn wir etwas vom Schöpfer empfangen würden, würden wir Ihm keinerlei Aufmerksamkeit schenken.

Bemerkung: Die ganze Welt betet zum Schöpfer, wir denken an ihn wenn wir uns schlecht fühlen.

Antwort: Das ist nur dann so. Wir beten zum „falschen“ Schöpfer – jeder betet zu dem Schöpfer von dem er egoistischen Genuss bekommt.

Frage: An welchen Schöpfer sollen wir uns wenden?

Antwort: An den Echten – an die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Wenn man die Eigenschaft des Gebens und der Nächstenliebe hat, dann kann man sich an den Schöpfer wenden. Wenn nicht, wird man nicht in der Lage sein, sich zum Schöpfer zu beziehen, dann wird Er vor uns verhüllt sein.

Frage: Wollen Sie damit sagen, dass der Schöpfer anstelle von sich, andere Menschen erschaffen hat, um uns dadurch ein Betätigungsfeld zu geben? Wenn ich meinen Nächsten mit Liebe behandle, ist das mit der Art identisch, wie ich Ihn behandle?

Antwort: Ja, man wird allmählich von der Nächstenliebe zur Liebe zum Schöpfer kommen.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände

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Werden wir die ganze Welt durch Gewalt zerstören?

Bemerkung: Oleg schreibt: „Nachdem ich Ihren Clip über den Umgang mit dem Bösen gesehen habe, weiß ich nicht mehr, was ich denken soll. Was bedeutet es, das Böse nicht zu zerstören? Könnten Sie in diesem Fall die Worte eines uns bekannten Liedes kommentieren: „Wir werden die ganze Welt der Gewalt bis auf die Grundmauern zerstören und dann werden wir unsere neue Welt aufbauen.  Wer ein nichts war, wird alles werden“.

Antwort: Das ist falsch. Man darf nichts zerstören, man muss etwas hinzufügen, auf der Vergangenheit aufbauen – „alle Vergehen werden durch die Liebe überdeckt“. Bei allen Problemen, muss die Hässlichkeit der vergangenen Welt durch eine gute Einstellung und Liebe überdeckt werden. Wenn wir hingegen zerstören, machen wir es doppelt so schlimm. Das ist es was wir haben.

Frage: Wie wird das gemacht? Wie überdeckt man es mit Liebe?

Antwort: Wir dürfen das Böse auf keinen Fall berühren! Versuchen Sie es weder zu verstärken noch zu reduzieren. Wir sollten ausschließlich das Gute darüber bauen. Wir verbinden uns miteinander durch das Gute. Das Böse existiert, um uns anzutreiben. Das heißt, wir werden plötzlich feststellen, dass das Böse uns dazu zwingt, Gutes zu tun.

Frage: Bleibt also die „Welt der Gewalt“? [Rest des Beitrags lesen →]

Der „Heiliger als Du“-Mantel wird den Juden nicht helfen

Erst kürzlich, nach dem Ausbruch einer neuen Welle der Gewalt zwischen dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen und Israel, unterzeichnete eine Gruppe von 250 jüdischen Google-Mitarbeitern einen Brief, in dem der CEO aufgefordert wird, „den Schaden anzuerkennen, der den Palästinensern durch israelische Militär- und Gewaltaktionen zugefügt wird“. Darüber hinaus wenden sich die Unterzeichner „gegen die Gleichsetzung Israels mit dem jüdischen Volk“, und erklären, „dass Antizionismus kein Antisemitismus ist“, und fordern unter anderem „die Überprüfung aller Geschäftsverträge und Unternehmensspenden von Alphabet [der Google-Muttergesellschaft] und die Beendigung von Verträgen mit Institutionen, die israelische Verletzungen der Rechte der Palästinenser unterstützen, wie z.B. die israelischen Verteidigungsstreitkräfte.“ Aber der vielleicht bemerkenswerteste Punkt an diesem Brief ist die Tatsache, dass sich die Unterzeichner als Juden ausweisen und den Brief als solche eingereicht haben.

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Lasst uns auch den Mars verschmutzen

Von Zeit zu Zeit kommen Tycoons wie Elon Musk mit einer neuen Verrücktheit auf, den Mars zu besiedeln. Laut der Zeitschrift SciTechDaily „hat Elon Musk behauptet, er sei zuversichtlich, dass es bis 2050 eine Millionenstadt auf dem Mars geben wird, die von 1000 Raumschiffen seines Unternehmens SpaceX dorthin transportiert werden soll.“ Ich verstehe, dass das Spielen mit Raumschiffen für Multimilliardäre Spaß machen kann, aber es wird der Menschheit nicht helfen, es wird unser Leben nicht besser machen oder uns etwas über das Leben an sich lehren.

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Der Fall für (den richtigen) Neid

„Die Liebe ist so heftig wie der Tod, der Neid ist so hart wie die Unterwelt“ (Hohelied, 8:6). Neid ist eine der intensivsten Emotionen. Wir versuchen oft, ihn zu verbergen, sogar vor uns selbst, weil er ein so unangenehmes Gefühl ist, ein direkter Angriff auf unser Selbst. Da er aus dem Verlangen besteht, Freude zu empfangen, gibt uns der Neid das Gefühl, dass wir nicht nur nicht empfangen, sondern dass andere das bekommen, was uns verwehrt wird. Nichts ist für unser Ego schwerer zu ertragen als das Gefühl, dass wir von anderen beraubt werden, dass sie irgendwie besser, mächtiger, erfolgreicher sind als wir.

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Ohnmacht gegenüber dem Egoismus

Frage: Am fünfzigsten Tag nach dem Auszug aus Ägypten kam das Volk zum Berg Sinai. „Sinai“ bedeutet auf hebräisch „Hass“. Berg kommt von dem Wort „ar“, „irurim“, das bedeutet Zweifel. Was sind das für Zweifel? Zweifeln Sie an Ihrem Hass.

Antwort: Wenn man den Hass, der den Menschen erfüllt, in Hinsicht auf die Eigenschaft des Gebens und Liebens, auf die Eigenschaft, die „Schöpfer“ genannt wird betrachtet, dann kann niemand glauben, dass es überhaupt möglich ist, diesen Berg zu erklimmen. Es erscheint unmöglich, den Egoismus in all seinen Erscheinungsformen zu überwinden.

Am Fuße des Berges zu stehen heißt zu spüren, dass man nichts tun kann. Man hebt die Hände und lässt es geschehen. Man hat keine Macht über den eigenen Egoismus, über seine Natur, die einen vollständig einnimmt und macht, was sie will.

Frage: Ist der Berg Sinai der Hass auf die Eigenschaft des Schöpfers, die Eigenschaft des Gebens, der Liebe? Oder ist es Hass auf die Menschen um einen herum?

Antwort: Das ist das Gleiche. Wir übertragen in unserer Welt die menschlichen Eigenschaften der Menschen auf ihr äußeres Erscheinungsbild. So lieben wir die einen und die anderen nicht. Wir definieren unsere Haltung nicht über das „Fleisch“, sondern über die Eigenschaft, welche die Person verwirklicht. Als würde sie uns ein Theater vorspielen. Das ist der Grund, warum wir einen Menschen lieben oder nicht, ihm näher sind oder auch nicht.

Aus der Fernsehsendung, „Spirituelle Zustände“, 09.04.2021

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(Unsere Frauen) Hüterin der Mauern

An der Front im Kampf gegen Terroristen, auf den Straßen gegenüber Randalierern mit Gewehren und Molotowcocktails und in den Luftschutzkellern mit unseren Kindern sind Frauen die ungewollten Hüterinnen der Mauern. Sie sind besorgt um ihre Kinder und ihre Männer. Sie erschrecken beim Klang von Sirenen, während sie verzweifelt nach ihren Kindern suchen. Sie wissen, dass sie nur Sekunden haben, bevor die Raketen landen.

Frauen, reif und fürsorglich, sind viel verantwortungsvoller als Männer. Sie sollten den Aufruf zur Vernunft anführen. Sie sollten in dieser Zeit nicht schweigen. Wenn sie nur ihre überragende Bedeutung für die Gesellschaft erkennen würden und wovon unsere Zukunft abhängt, würden sie nicht eher ruhen, bis sie uns, die Männer, dazu gebracht haben, umzudenken und den richtigen Weg einzuschlagen.

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